Information auf
den Punkt gebracht
Retro-ServerDa es sich für die Bibliotheken als vorteilhaft erwiesen hatte, ihren Bestand über das Netz der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde das Vorhandensein der älteren Kartenkataloge als zwar notwendig aber auch hinderlich angesehen; notwendig deshalb, weil sie einen Bestand repräsentieren, für den noch keine maschinenlesbaren Metadaten vorliegen, hinderlich deshalb, weil mit zunehmender Erfahrung der Nutzer mit Online-Katalogen die reinen Kartenkataloge kaum mehr wahrgenommen wurden. Die Universitätsbibliotheken in Hessen haben deshalb in einem im Jahr 2000 begonnenen Projekt ihre Kartenkataloge einscannen und mittels OCR (optical character recognition) auch indexierbar aufbereiten lassen. Das Projekt wurde Ende 2003 abgeschlossen, nachdem insgesamt rund 9 Millionen Karten verarbeitet worden waren. Diese Informationen sind über den Retro-Server suchbar, und die Materialien können mittels Ausleihe oder auch Fernleihe dem Endnutzer zur Verfügung gestellt werden. Leider erwies sich das Konzept der Auftragsfirma zur Recherche und Präsentation der Daten als nicht ausreichend. Gerade die von uns in der Ausschreibung verlangte ungenaue Suche, auf die bei OCR-Scans nicht verzichtet werden kann, zeigt ein nicht hinnehmbares Responseverhalten. Die meisten Nutzer verzichteten deshalb auf diese Funktionalität, obwohl sie dadurch einige interessante Materialien aufgrund der Ungenauigkeit der OCR-Umsetzung nicht finden konnten. Aus diesem Grund wurde die ganze Anwendung durch eigene Software abgelöst. Wir hatten uns für eine Eigenentwicklung entschieden, da wir aufgrund des abgeschlossenen Projektes davon ausgehen konnten, dass die Datenbank keine Zuwächse mehr verzeichnen würde, und wir somit keinen weiteren Programmieraufwand aufgrund von Strukturbrüchen in den Daten zu erwarten hatten. Die Routine-Wartung ist nicht aufwendig. |
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16.04.2012
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