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Kooperative Provenienzerschließung im HeBIS-VerbundStand: 05/2009Bibliothekarische Provenienzerschließung, also die Ermittlung und Verzeichnung der Herkunft einzelner Bücher beziehungsweise der Zusammensetzung und des Verbleibs privater und institutioneller Bibliotheken, findet seit einigen Jahren ein stetig wachsendes Interesse. Das benutzte Buchexemplar mit den Spuren seiner Besitzer und Leser hat in der buch- und bibliothekshistorischen Forschung einen wichtigen Platz eingenommen, und die endlich akzeptierte Verpflichtung, in der NS-Zeit geraubte Bücher und Bibliotheken an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, macht die Provenienzerschließung bei diesen Beständen zu einer vordringlichen Aufgabe. Provenienzerschließung wird in vielen Bibliotheken schon seit etlichen Jahren betrieben. Bis vor kurzem standen diese Projekte aber alle vor demselben Dilemma: Die Vorteile, die sich bei der Formal- und Sacherschließung durch eine intensive und gut organisierte Kooperation auf regionaler und überregionaler Ebene ergeben, ließen sich für die Erfassung von Provenienzen nicht nutzen. Die Normdaten aus PND und GKD konnten nicht verwendet werden, da man sie nicht mit den lokalen Exemplarsätzen verknüpfen konnte. Angaben zu Vorbesitzern entsprechen nicht immer den bisherigen Mindestanforderungen für eine Aufnahme in der PND bzw. GKD (etwa, wenn nur die Initialen derselben bekannt sind). Die Ergebnisse der Provenienzerschließung waren nicht verbundweit oder gar verbundübergreifend, sondern nur in den OPACs der betreffenden Bibliotheken recherchierbar. Dr. Bernd Reifenberg / Monika Denker/ Annelen Ottermann
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16.04.2012
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