HeBIShandbuch
FAQfernleihe
HeBIScocktail
HessFort
HeBIScocktail
Ausgabe: 1-2017

Die Dienstbibliothek des Stadtarchivs Mainz

Themen

Das in seinen Anfängen bis ins Hochmittelalter zurückreichende städtische Archiv sichert und erschließt alle wichtigen Dokumente zur Mainzer Geschichte und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich – von der mittelalterlichen Pergamenturkunde über die Papierakte bis zum digitalen Datenträger. Damit trägt das Stadtarchiv ganz entscheidend zur Wahrung des kulturellen Erbes bei, sorgt für Transparenz des Verwaltungshandelns und fördert die Geschichtsforschung.

Das ursprünglich der Stadtbibliothek angegliederte, seit 1980 als selbständiges Amt fungierende Stadtarchiv umfasst 8.000 Urkunden, 8 Kilometer Akten, 20.000 Gemälde, Stiche und Pläne, über 150.000 Fotos sowie 18.000 Münzen. Davon können online in der Internet-Datenbank auf der Homepage des Stadtarchivs 80.000 Einheiten recherchiert werden. Seit 2014 sind diese Datensätze zusätzlich über die Deutsche Digitale Bibliothek und das Archivportal D verfügbar.

Die Dienstbibliothek des Stadtarchivs ist eine Präsenzbibliothek zur Mainzer Stadtgeschichte mit etwa 17.000 Bänden. Der Aufbau begann 1984 und wird seit Dezember 1986 von einer Diplom-Bibliothekarin fortgeführt. Jährlich kommen rund 300 neue Titel hinzu, außerdem sind etwa 25 laufende Zeitschriften vorhanden. Es gibt einen Altbestand von rund 250 Bänden aus dem Zeitraum von 1600 bis 1800. Primär wird die Bibliothek von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtarchivs zur Beantwortung von Anfragen und zur Vorbereitung von Führungen und anderen Veranstaltungen genutzt. Der größte Teil des Bestandes ist im Magazin aufgestellt. Es gibt im Archivlesesaal eine kleine Handbibliothek, die auch von den dort Forschenden genutzt werden kann.

 

Susanne Speth, Dienstbibliothek Stadtarchiv Mainz
Foto: Dieter Schreiber


Gesammelt werden Titel zur Mainzer Stadt- und Regionalgeschichte sowie zu den historischen Hilfswissenschaften und zum Archivwesen, darunter viel „graue Literatur“. Einen weiteren Sammelschwerpunkt bildet die Numismatik, da das Städtische Münzkabinett dem Stadtarchiv angeschlossen ist. Als wissenschaftliche Spezialbibliothek liegt der Schwerpunkt auf der Erfassung von Einzelaufsätzen in den vorhandenen Sammelwerken und Zeitschriften, die, wie die übrigen Bestände auch, sowohl formal als auch überwiegend inhaltlich erschlossen werden und deren Anzahl sich mittlerweile auf knapp 30.000 beläuft.

Der Bestandsaufbau erfolgt neben Käufen und Schenkungen auch über einige wenige Tauschpartner sowie über Belegexemplare, die aufgrund der Verwendung von Materialien aus dem Bestand des Stadtarchivs entstanden sind.

Für Literaturanfragen können Listen zum jeweils gewünschten Thema erstellt werden, aber auch inhaltliche Recherchen werden bearbeitet.

Der anfangs vorhandene Zettelkatalog verzeichnete die Titelaufnahmen nach RAK-WB und RSWK und wurde ab 1996 in eine Allegro-Datenbank überführt, die dem „Mainzer Gesamtkatalog“ angeschlossen war. Somit war der Titelbestand auch im Internet recherchierbar. Zu Beginn des Jahres 2016 wurde die Aufnahme in den HeBIS-Verbund und das Lokalsystem Rheinhessen beantragt und die Datenmigration in Angriff genommen. Infolgedessen stehen außerdem Schulungsmaßnahmen für den Regelwerks-Umstieg von RAK-WB nach RDA an, die dankenswerterweise mit Unterstützung der Universitätsbibliothek Mainz bereits angelaufen sind.

 

Susanne Speth
Dienstbibliothek Stadtarchiv Mainz

HeBIS-Portal

News

15.09.2020
Protokoll AG Sacherschließung & Recherche

Protokoll der Sitzung vom 25.08.2020 ist online.

Termine

powered by webEdition CMS