HeBIShandbuch
FAQfernleihe
HeBIScocktail
HessFort
HeBIScocktail
Ausgabe: 2-2001

Welche Arbeiten werden in der BibliotheksDatenVerarbeitung von wem erledigt?

Mitteilungen der HeBIS-IT

Willkommen in der beliebten Serie "Mitteilungen der Bibliotheksdatenverarbeitung". In dieser Folge erfahren Sie alles, was Sie über mich, Anton Malina, wissen müssen.

Angefangen hatte die Sache im November 1998. Damals trat ich meine Stelle in der BDV an und begann, mich in die Struktur der Pica-Datenbank und in die im CBS vorhandenen Programme einzuarbeiten. Die Einarbeitungszeit hatte ich in meiner jugendlichen Naivität hoffnungslos unterschätzt. Erstmals produktiv tätig wurde ich dann im Projekt HERBEI, das mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, eine aus Benutzersicht einheitliche Web-Oberfläche für die Recherche und Ausleihe - sowohl lokal als auch fern - aller im HeBIS-Verbund vorhandenen Kataloge zu erstellen. Zusammen mit Herrn Schneider, Herrn Reh und Herrn Risch wurde eine bis auf die finale Aufgabe der Bestellung voll funktionsfähige verteilte Anwendung erstellt. Sie wurde auf dem Bibliothekartag 1999 in Freiburg dem Fachpublikum vorgestellt und stieß auf reges Interesse. Das Konzept sah darüber hinaus vor, weitere Verbünde, auch nicht auf Pica-Software basierende, in HERBEI einzubinden. Damit wäre HERBEI eine mächtige Konkurrenz zum KVK geworden, ohne dessen Nachteile, in erster Linie den hohen Bedarf an Netzwerkbandbreite und die erhebliche Systemlast auf den abgefragten Servern, zu teilen. Leider wurde dieser Teil des Plans nicht umgesetzt.

Das nächste Projekt war die Realisierung eines Zugangs zu den HeBIS-Beständen über das standardisierte Protokoll Z39.50. Damit habe ich die dunkle Seite der Datenverarbeitung kennen gelernt. Wegen nicht ausreichender Dokumentation des notwendigen Z39.50-Pica-Gateways und nur rudimentärer Unterstützung seitens des Herstellers habe ich lange Zeit ohne sichtbaren Fortschritt verbracht und die Konfiguration nach der trial-and-error-Methode und mit Unterstützung der BDV-Mitarbeiter, denen an dieser Stelle gedankt sei, fertig gestellt. Einen webbasierten Z39.50 Client habe ich unter Verwendung des ZedJava Toolkits der Firma Crossnet erstellt. Die Freigabe für die Benutzer kann erfolgen, sobald das Z39.50 Protokoll in der neuen Version des OPAC offiziell unterstützt wird.

Bereits zu Z39.50-Zeiten war ich am HeBIS-Retro-Projekt beteiligt, das die Digitalisierung und Zugänglichmachung von Zettelkatalogen Hessischer Bibliotheken über das Internet zum Ziel hat. Das HeBIS-Retro-Projekt ist gegenwärtig mein Hauptaufgabengebiet. Die Digitalisierung der Karten erfolgt durch die Firma SRZ in Berlin. Meine Aufgabe besteht darin, den Server zu verwalten, den Datenbestand zu aktualisieren, zu pflegen, über die Suchmaschine Verity Search Engine durchsuchbar zu machen, den Webzugang für die Benutzer sicherzustellen sowie Änderungswünsche und Verbesserungen am Benutzerinterface umzusetzen. Es besteht die Möglichkeit, einen oder mehrere Kataloge für die Recherche auszuwählen und nach verschiedenen Kategorien, z.B. Autor oder Titel zu suchen. Die einzelnen Kategorien können mit den Operatoren UND, ODER und NICHT verknüpft werden. Eine Volltextsuche ist ebenfalls möglich. Weitere Suchoptionen, deren Aufzählung an dieser Stelle zu weit führen würde, sind verfügbar. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, auf die Präsentation der Suchergebnisse Einfluss zu nehmen. Nach erfolgreicher Recherche kann online eine Bestellung aufgegeben werden. Die Anbindung der Retro-Kataloge an das HeBIS-Ausleihsystem liegt in der Verantwortung von Herrn Risch (Fernleihe) und Herrn Reh (lokale Ausleihe). Momentan sind die Kataloge der StUB Frankfurt, SeB Frankfurt/AK, SeB Frankfurt/Diss und UB Kassel verfügbar. Weitere Kataloge werden von SRZ Berlin in dreimonatigen Abständen geliefert und kurze Zeit später von uns verfügbar gemacht. Die Suchmöglichkeiten in den digitalisierten Retro-Katalogen sind über den Web-Zugang umfangreicher und komfortabler, als sie es in den Zettelkatalogen jemals waren. Die Automatisierung des Bestellvorgangs bedeutet ferner eine Arbeitserleichterung für das Bibliothekspersonal.

Für die Zukunft steht die Fertigstellung des HeBIS-Retro-Projekts, die Zurverfügungstellung der Verity Search Engine oder einer anderen Suchmaschine für unser Intranet sowie als größeres Vorhaben der Umstieg von Tandem auf Solaris-basierte Rechner auf dem Programm.

Anton Malina
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

HeBIS-Portal

News

13.11.2019
Protokoll UAG Fernleihe

Protokoll der Sitzung der UAG Fernleihe vom 26.09.2019

24.10.2019
Galerie zur 6. HeBIS-Verbundkonferenz

Veranstaltungsimpressionen.

Termine

powered by webEdition CMS