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Ausgabe: 1-2005

Bericht von der 32. Sitzung der AGDBT 2004

Gremienberichte

Am 9. und 10. November fand in Berlin die 32. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Datenbankteilnehmer (AGDBT) statt.
Im Folgenden eine Übersicht der wichtigsten Diskussionsthemen, Informationen und Beschlüsse (das Protokoll der Sitzung wird in einigen Wochen auf der Homepage der ZDB unter http://www.zdb.spk-berlin.de/publikationen/agdbt.html zur Verfügung stehen)

Übernahme weiterer Fremddaten in die ZDB

  • Die auf der 31. Sitzung gewünschte "Einspielung der Verlegerdatei in die ZDB" sollte auf den vergangenen Sitzungen der AG Verbund beraten werden. Dies ist nicht geschehen.
  • Für den Dezember 2004 war ursprünglich die Integration der PND-Normdatei in die ZDB geplant. Die Übernahme gestaltet sich arbeitsaufwendiger als gedacht und wird auf das 1. Quartal 2005 verschoben. Wenn die Integration abgeschlossen ist, dürfen Titel nur noch mit der PND verknüpft, neue Personendaten müssen in der PND erfasst werden. Bei Schwierigkeiten mit der Individualisierung will die ZRT Hilfestellung leisten.

Neues aus den Verbünden / ZDB-Teilnehmern

  • Das OAI Harvesting kann im BVB erst mit der Einführung des Final Release einer neuen ALEPH-Version getestet werden. Der Einführungstermin 1.12.2004 ist daher nicht zu halten. Das Verfahren wird so konzipiert, dass damit auch andere Verbünde ihre Bestände in die ZDB einbringen könnten.
  • Die Planungen zu gemeinsamen Datenlieferungen von EZB und ZDB sind erst zu realisieren, wenn die DFG das Projekt "Kooperation EZB/ZDB" bewilligt hat (Umsetzung ca. 2006/07). 
  • Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt (November 2004) sind ca. 100.000 Zeitschriftenbestandsdaten der DDB in der ZDB eingebracht. Durch diverse Schwierigkeiten verzögert sich der ursprüngliche Zeitplan, sodass mit dem Start der Zeitschriftenkatalogisierung der DDB in der ZDB erst ab Frühjahr 2006 zu rechnen ist.
  • Der GBV will seine Bestandslieferungen an die ZDB zukünftig von einem monatlichen Rhythmus auf wöchentliche Lieferungen umstellen. Körperschaftsdaten wurden vor kurzem zu Testzwecken an die GKD geliefert (später sollen auch diese Daten wöchentlich geliefert werden).

Regelwerksfestlegungen (ZETA)

  • Die ZRT legte eine, um den Abschnitt "Digitalisierungen" erweiterte, Version des ZETA-Kapitels E 456 "Maschinenlesbare Ausgaben" vor. Neben einer Aufführung der Prüfkriterien zur Bestimmung einer layoutgetreuen Digitalisierung waren Festlegungen zu Katalogisierung der sogenannten "E-Papers" ( Online-Ausgaben der gängigen Tageszeitungen) enthalten. Danach sind E-Papers keine layout-getreuen Digitalisierungen (obwohl sie teilweise diese Kriterien durchaus erfüllen). Sie werden nach den allgemeinen Regeln für elektronische Ressourcen im Fernzugriff beschrieben und erhalten eine eigene Aufnahme. 
  • Zur Präzisierung des § RAK-NBM 109 durch EGOR und den Standardisierungsausschuss (" 109,3. Fortlaufende Sammelwerke, die in verschiedenen Ausgaben (z.B. Auflagen, Nachdrucken) und/oder verschiedenen physischen Formen (z.B. Mikroformen) erscheinen, erhalten eine einzige Einheitsaufnahme. Elektronische Ressourcen auf Datenträgern und elektronische Ressourcen im Fernzugriff erhalten jedoch jeweils eine eigene Einheitsaufnahme.  Liegen jedoch nur einzelne Teile einer Schriftenreihe als elektronische Ressource auf Datenträgern oder als elektronische Ressource im Fernzugriff vor, so wird für die Schriftenreihe nur eine Einheitsaufnahme gemacht.") stellte die ZDB fest: Die ZDB sieht sich angesichts der beschlossenen Neufassung des RAK-NBM Paragraphen 109,3 nicht in der Lage, über die Behandlung von Schriftenreihen zu entscheiden, die in einzelnen Teilen als elektronische Ressource auf Datenträgern bzw. im Fernzugriff erscheinen. Entsprechende Aufnahmen der Teilnehmer werden daher ohne formale Prüfung auf ihre Berechtigung zugelassen.
  • Zum Thema "Harmonisierung der Splitregeln: Angleichung der ZETA an die ISBD-CR" s. den "Bericht über die Sitzungen der AG ZETA/ISBD-CR".
  • Für die Behandlung von E-Mail-Newslettern wurde, einem BVB-Vorschlag folgend, festgelegt:
    • E-Mail-Newsletter mit Webarchiv (Dokumente im Volltext) Behandlung wie Online-Zeitschrift; Angabe der URL des Webarchivs; fakultative Fußnote "Auch per E-Mail-Subskription erhältlich"
    • E-Mail-Newsletter mit Website (nur Infos / Registrierung) Eintrag der Zugriffsmethode in 4085 $T (E-Mail); Angabe der URL der Website; Fußnote "Nur per E-Mail-Subskription erhältlich"; Keine Angabe der E-Mail-Subskriptionsadresse
    • E-Mail-Newsletter nur über Subskription Eintrag der Zugriffsmethode in 4085 $ T (E-Mail); Angabe der E-Mail-Subskriptionsadresse; Fußnote "Nur per E-Mail-Subskription erhältlich"
    • E-Mail-Newsletter auf Bibliotheksserver lokal zugänglich Wenn generell frei zugänglich, dann Behandlung wie "E-Mail-Newsletter mit Webarchiv", sonst Lokaldaten mit lokaler URL und Kommentar "Online nur in/für ... zugänglich" 
  • nach der bestehenden Regelung für die Besetzung des Feldes 4025 (Angaben von Titelkonkordanzen) sollen die Angaben zur Zählung der Bezugswerke möglichst vollständig erfolgen. Die Regelung zur ebenfalls möglichen Angabe in pauschaler bzw. vereinfachter Form ist in ZETA nicht eindeutig formuliert. Mailbox-Anträge auf vereinfachte Darstellung wurden in der Vergangenheit von der ZRT mit Hinweis auf die ZETA-Bestimmungen in der Regel abgewiesen.
    Einem HeBIS-Antrag auf Neufassung der ZETA-Vorschriften für das Feld folgend, werden diese Bestimmungen überarbeitet, Anträge auf vereinfachte Darstellung sollen zugelassen werden.

Felder und Codierungen in der ZDB

  • Auf Antrag des GBV sollen die in Feld 1101 (Materialspezifische Codes für Elektronische Ressourcen) möglichen Codierungen für die Beschreibung digitaler Master in EROMM durch die Einführung eines weiteren Subfelds ausgeweitet werden. In dem neuen Feld sollen codierte Angaben zu Farbe, Dimensionen, Ton, Bit-Tiefe der Bilddatei, Grad der Kompression, Qualität der Konversion usw. abgelegt werden können.
  • Einstimmig beschlossen wurde die generelle, wechselseitige Doppelverzeichnung von ISSNs in parallel erscheinenden Print- und Online-Ausgaben. Für die Eintragungen werden nicht die bestehenden Felder 2010/2019 benutzt sondern zusätzliche Felder eingerichtet.
  • Das Nationale ISSN-Zentrum für Deutschland ist bei der DDB in Frankfurt angesiedelt. Dem Antrag der DDB auf Einrichtung eines neuen Felds zur Verzeichnung der von ihr vergebenen "autorisierten ISSN" (die oftmals nicht mit der in der Vorlage eingedruckten ISSN identisch ist) und des damit zusammenhängenden "Key titles" wurde stattgegeben. Beide Informationen sollen mit einem neuen Schlüssel indexiert und in die ZDB-Datenlieferungen aufgenommen werden.
  • Zur Entlastung von Teilnehmern und ZR können bei bereits vorhandenen Titelaufnahmen die Felder 4243 (Verknüpfung zwischen Druck- und Internetausgaben) und 2199 (Sonstige Standardnummern) künftig neu erfasst bzw. wiederholt werden. 4243: Die Ansetzung der Internetausgabe muss dabei nicht der Ansetzung der Druckausgabe entsprechen. 2199: Der Vortext für die ID-Nummern muss bereits in ZETA erwähnt sein. 
  • Auf Antrag des HeBIS-Verbunds wird, im Interesse einer schnellen Voraborientierung der Benutzer, ein neues Feld eingerichtet, in dem Angaben zu den immer differenzierter werdenden Inhalten von elektronischen Ressourcen erfasst werden können. Die gegenwärtig für solche Eintragungen genutzten Felder (4701, im OPAC nicht sichtbar und 4226 "Hinweis auf unselbst. enth. Werke") sind nicht geeignet.
  • Die ZDB möchte im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den virtuellen Fachbibliotheken eine bessere inhaltliche Erschließung ihrer Titeldaten ermöglichen. Die bestehende Fachsystematik (Feld 580) kann dies nicht leisten Sie plant eine klassifizierende Inhaltserschließung durch die Bereitstellung eines neuen Felds für die Erfassung/Übernahme von Dewey-Dezimalklassifikationen und der Einrichtung eines neuen Felds "Notationen weiterer Klassifikationssysteme", das u.a. von den virtuellen Fachbibliotheken verwendet werden kann. Die gegenwärtige Fachsystematik wird fortgeführt.
    Bei der zur Zeit laufenden Integration der DDB-Zeitschriftendaten in die ZDB werden die Sacherschließungsdaten der DDB bereits mit übernommen (z.Zt. Sachgruppen der DNB und RSWK-Ketten ab 1986. Ab 2005 kommen DDC-Notationen hinzu). Es soll versucht werden, mit Hilfe einer Konkordanz die ZDB-Fachgruppen automatisch in DDC-Notationen umzusetzen. 

    Ausgehend von einem Antrag des GBV hatte in 2004 eine von der AGDBT eingesetzte AG mehrfach mit dem Ziel getagt, die Exemplarstruktur in der ZDB so zu ändern, dass mehr als die gegenwärtig möglichen 2 Signaturen zu einem Exemplar erfasst und recherchiert werden können. Dabei wurde ein Vorschlag zur Neustrukturierung der Bestandsdaten erarbeitet, der die Felder 7100 - 7109 in jeweils gleicher Syntax vorsieht:

    !!$f Standort!!$a Signatur_;_$g Sondersignatur_(($c Kommentar))_@_$d Indikator

    Zur maschinellen Interpretation der Angaben in den Kommentarfeldern würden die neuen Felder 7140 - 7149 analog zu 7120 eingerichtet. 8032 bzw. 7120 würden weiterhin den für das jeweilige Exemplar gültigen Gesamtbestand enthalten und zur Analyse für die Fernleihe herangezogen. Die Altdaten müssten durch einen maschinellen Lauf in die neue Struktur gebracht werden.
    In einer weiteren Sitzung sollen unklare Punkte wie benötigte MAB-Felder und Formulierungen im Subfield "Kommentar" geklärt werden.
  • Zur Abstimmung kam ein GBV-Antrag auf Einführung von Codes im Feld 0500 (Physikalische Form) bzw. 0600 (Code-Angaben der ZDB) für AV-Material, Karten, Noten und Tonträger. Die Abstimmung ergab, dass AV-Material in 0500, Noten und Tonträger in 0600 abgelegt werden sollen. Der Begriff "Karten" muss vor einer Entscheidung noch einmal näher untersucht werden, da einzelne Landkarten oder Atlanten unterschiedlich behandelt werden müssen.
  • Zum Thema "Splits bei elektronischen Zeitschriften" s. den "Bericht über die Sitzungen der AG ZETA/ISBD-CR".

Diverses

  • Der SWB äußerte den Wunsch, ein Skript bereitzustellen, dass das Feld 4024 (Normierter Erscheinungsverlauf) automatisch aus den Eintragungen im Feld 4025 erzeugen kann. Die Erfahrungen in HeBIS und der ZDB mit den Skripten für 7120 haben gezeigt, dass die Programmierung eines solchen Skripts aufgrund der Vielzahl der möglichen Heftzählungsvarianten praktisch nicht machbar ist. Die IT-Abteilung der DDB will daher lediglich prüfen, ob das vorhandene Skript zur Erzeugung von 7120 so modifiziert werden kann, dass es auch für 4024 angewendet werden kann (d.h. Heftzählungen würden nicht berücksichtigt und müssten weiterhin manuell eingetragen werden). 
  • Ebenfalls auf Wunsch des SWB soll geprüft werden, ob für die direkte Katalogisierung von Lokaldaten in der ZDB eine Validation eingebaut werden kann, die verhindert, dass Zeitschriftenexemplardaten geändert werden können, ohne dass 7120 entsprechend angepasst wird.
  • Im Zusammenhang mit der erfolgten Freigabe für Korrekturen im Unterfeld "x" von 4085 wird noch einmal darauf hingewiesen, dass die Freigabe an restriktiven Bedingungen für Änderungen gebunden ist, wie sie bei der Beschlussfassungen zu dem HeBIS-Antrag formuliert worden waren (Bibliothek muss Bestand haben, lizenziert sein und 4025 muss abgeglichen sein).
H. Adam

HeBIS-Portal

News

15.09.2020
Protokoll AG Sacherschließung & Recherche

Protokoll der Sitzung vom 25.08.2020 ist online.

10.09.2020
Downtime HeBIS-Systeme von 23. bis 24. September 2020

Wegen dringend notwendiger Wartungsarbeiten stehen die HeBIS-Systeme und damit verbundenen Services vom 23. bis 24. September 2020 nicht zur Verfügung.

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