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Ausgabe: 3-2008

PND-Neuerungen / Integration der Personendatensätze des Deutschen Musikarchivs (DMA)

Neues von den Datenbanken

Im Zusammenhang mit der Einführung des Online-Redaktionsverfahrens für die PND wurden Anfang April neue Kennungen für die Arbeit in der ÜPND eingeführt sowie einige Änderungen im PND-Format vorgenommen. Alle neuen bzw. geänderten Felder werden auch in HeBIS angezeigt.

Neue / geänderte Felder:

  • In Feld 005 wird in ILTIS an der 3. Position bzw. in HeBIS an der 4. Position ein Katalogisierungslevel in Form einer Ziffer von 1-8 angegeben (z.B. 1 = Verbundredaktion, 3 = geschultes Personal, 4= ungeschultes Personal, 6= Altdaten, nicht redaktionell bearbeitet). Dieses steht in Zusammenhang mit den neuen Kennungen und wird bei der Erfassung eines PND-Satzes in ILTIS automatisch erzeugt.
  • Neu ist Feld 903 (ISIL): Hier wird in 903 |e| der ISIL (= "International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations") der Urheber-Bibliothek des Datensatzes angegeben und in 903 |r| der des redaktionell zuständigen Verbundes bzw. der redaktionell zuständigen Institution. Die beiden Felder werden bei der Erfassung eines PND-Satzes in ILTIS automatisch aus der Kennung erzeugt (Pflichtfeld).
  • Feld 901 (Mailbox-Feld) ist neu strukturiert worden: Zur Mailboxadressierung werden nun die in Feld 903 |r| (redaktionell zuständiger Verbund bzw. redaktionell zuständige Institution) angegebenen ISILs verwendet. Die bisher verwendeten Buchstabenabkürzungen für Mailboxempfänger und –absender entfallen. Die älteren, bisher noch nicht abgearbeiteten Mailboxen bleiben aber vorläufig in der alten Struktur erhalten.
  • Die Felder 310 |z| (Studienfach), 310 |q| (Adelstitel) und 310 |f| (Exilland), die in ILTIS schon seit Jahren benutzt wurden, werden nun über MAB ausgeliefert und damit jetzt auch nach HeBIS übernommen.

Neue Kennungen / Katalogisierungslevel

Über die neuen Anmeldekennungen wird die Vergabe des Katalogisierungslevels und des ISILs gesteuert.
HeBIS-Bibliotheken benutzen nur die Kennungen für Level 1 (Redaktionskennung) und Level 3 (Katalogisierungskennung). Beide Kennungen erzeugen bei der Aufnahme eines Tp-Satzes in Kategorie 005 an der dritten Position den Katalogisierungslevel 3. Beide Kennungen erzeugen auch in den Feldern 903 automatisch den ISIL der Urheberbibliothek. Dabei werden sowohl 903|e| (ISIL der Urheber-Bibliothek des Datensatzes) als auch 903|r| (ISIL des redaktionell zuständigen Verbundes bzw. der redaktionell zuständigen Institution) jeweils mit dem gleichen ISIL besetzt, d.h. bei HeBIS-Bibliotheken sind Urheberbibliothek und redaktionell zuständige Institution immer identisch.

Die Level 1-Kennung beinhaltet gegenüber Level 3 folgende erweiterte Befugnisse:
  • Änderung des Katalogisierungslevel von 3 auf 1 (wenn man mit der Level 1-Kennung angemeldet ist, wird ein neu aufgenommener Tp-Satz zwar mit Level 3 abgespeichert, kann dann aber gegebenenfalls manuell hochgesetzt werden).
  • Ansetzungsänderungen in Personensätzen mit Level 1 und darunter (entspr. PND-Redaktionsanleitung)
  • Umlenkungen von Datensätzen, auch von Datensätzen fremder Urheber
  • Schreiben von Mailboxnachrichten.

Die Vergabe von Level 1 bedeutet u.a., dass:
  • der Tp-Satz von einer Verbundredaktion mit Katalogisierungslevel 1 redaktionell bearbeitet bzw. neu erstellt worden ist (mit Pflichtangabe der Quelle in Feld 101|a|) und
  • im Datensatz individualisierende Angaben ausreichend vorhanden sind, d.h. mindestens 1 Individualisierungsmerkmal der Gruppe 1 (Lebensjahre, Berufsbezeichnungen) sowie weitere Merkmale der Gruppe 1 oder 2 (Weitere Individualisierungsmerkmale) - hier gehen die Anforderungen also über die der PND-Individualisierungsrichtlinie hinaus.

Level 3 (Geschultes Personal):

Neu gegenüber der bisherigen Praxis ist, dass bei offensichtlichen Schreibfehlern auch an “fremden“ Datensätzen (bis zu Level 3 und darunter) die Ansetzung korrigiert werden darf. Level 3 berechtigt aber nicht zum Schreiben von Mailboxen. Alle Ansetzungsänderungen - außer bei Schreibfehlern - und Umlenkungen müssen daher bei der zuständigen eigenen lokalen Redaktion beantragt werden. Ergänzungen von individualisierenden Angaben in vorhandenen PND-Sätzen, Ergänzungen von zusätzlichen Feldern wie Verweisungsformen, individualisierenden Angaben usw. sowie Korrekturen bereits vorhandener Felder oder Feldinhalte (mit Ausnahme von Korrekturen in der Ansetzungsform) dürfen vorgenommen werden.

Neue ÜPND-Grundlieferung / Einspielung PND-Daten des DMA:

Ende Juni wurde in der HeBIS-PND eine Grundlieferung der Überregionalen PND eingespielt, mit der alle Tp- und Tnv-Sätze auf das neue Format upgedatet wurden. Diese Lieferung enthielt auch alle Personensätze aus dem Deutschen Musikarchiv (ca. 118.000 neue Datensätze und ca. 14.000 Merges mit vorhandenen Sätzen), die damit ebenfalls in die HeBIS-PND übernommen wurden. Für diese Personensätze sind folgende neue Felder eingerichtet worden (Angaben durch Codes):

  • Feld 320 "Weite Funktionsbezeichnung" (Komponist, Interpret, Sonst. Person)
  • Feld 321 "Angaben zu Interpreten" (Instrumente der E- und U-Musik)
  • Feld 322 "Angaben zu sonstigen Funktionen" (z. B. Herausgeber)
  • Feld 027 enthält die DMA-Nummer.
Elmar Reith
HeBIS-VZ

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