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Ausgabe: 4-2011

Lange Schreibnacht in der Universitätsbibliothek Kassel

Fortbildung/ Veranstaltung

Es war die erste Veranstaltung dieser Art: Die Universitätsbibliothek Kassel hatte für den 21. Juli zu einer „Langen Schreibnacht“ eingeladen - mit überraschendem Erfolg. 350 Studenten nutzen die Gelegenheit, um an Seminar- oder Examensarbeiten zu schreiben. Die vielen positiven Rückmeldungen haben die Bibliothek veranlasst, die Schreibnacht im Sommersemester 2012 zu wiederholen.


Das zentrale Bibliotheksgebäude am Holländischen Platz erlebte schon vor dem offiziellen Beginn um 20 Uhr einen regelrechten Ansturm. Die meisten Teilnehmer hatten sich für die Schreibnacht vorher online angemeldet. 100 Studenten hatten sich jedoch noch kurzfristig für das Angebot entschieden und standen an der Anmeldung Schlange, um sich registrieren zu lassen und ein Namensschild zu bekommen. Die Bibliothek hatte ganz offensichtlich den Nerv der Studenten getroffen und ihnen zum richtigen Zeitpunkt, in der vorlesungsfreien Zeit, die nötige Arbeitsumgebung beschert. Ihre Motivation, mit einer Klausur, Hausarbeit oder Examensarbeit einen entscheidenden Schritt voran zu kommen, war hoch. Und in der lauen Sommernacht stimmte einfach alles.




Schlange bei der Anmeldung zur Langen Schreibnacht: Studenten mit Sack und Pack bereiten sich auf ihren Arbeitsmarathon vor.



Feedback-Flipchart: "Bitte bald wieder anbieten"

"Was will ich erreichen heute Nacht?" Unter dieser Frage hatten die Studenten ihre Ziele auf einer Pinnwand formuliert: "Meine Blockade zu Beginn des Schreibens endlich lösen", "Fertig werden! Kommasetzungsfehler ausmerzen", "10 Seiten!", "Den empirischen Teil meiner Bachelorarbeit beenden!", "Mit Citavi und Puma umgehen lernen" oder "einfach ein tolles Erlebnis haben", war da zu lesen.



Fackelzug über den Campus

Wer wollte, der konnte sich gleich zum Schreiben oder Lernen an einen Arbeitsplatz zurückziehen und sich mit Getränken versorgen. Die meisten nahmen jedoch von den Kursangeboten Gebrauch. Viele Kurse waren in der Nacht ausgebucht. Das Angebot reichte von einem „Schnelldurchlauf Hausarbeiten“ über Einführungen in das wissenschaftliche Schreiben bis hin zu Entspannungsübungen wie Yoga. Daneben standen Schreibberater für die individuelle Betreuung zur Verfügung. Ab 21.30 Uhr bis Mitternacht gab es abwechselnd Einführungen in die Literaturverwaltungen Citavi und PUMA. Beim "Brain Gym" wurden sogar noch nachts um halb drei zahlreiche Teilnehmer gesichtet. Der mitternächtliche Fackelzug über den Campus wurde ebenso dankbar angenommen wie die Ruheräume, in denen die Studenten mit Schlafsack und Isomatte eine Pause einlegen konnten.




Andrang beim Frühstück


Feedback

66 Teilnehmer haben einen Rückmeldebogen zur Auswertung der „Langen Schreibnacht“ abgegeben. 41 Fragebögen wurden handschriftlich, 12 online ausgefüllt. Damit haben sich 15 Prozent der Teilnehmer Zeit für ein „Feedback“ an die Organisatoren genommen. Die Auswertung der Fragebögen ergibt folgendes Bild (die häufigsten Nennungen weiter oben gelistet, Schwerpunkte gefettet):

Haben Sie Ihr Ziel erreicht?

  • 60-70 Prozent
  • nicht alles, aber zufrieden
  • "mein Anspruch an mich selbst war zu hoch" (z. B. "20-30 Seiten", "Erkenntnis"...)

Was war gut?

  • Atmosphäre (Muße, "entspannt-gemütlich", Abwechslung, Spaß, Betreuung, sympathische Leute bei "Teilis" und "Orga-Crew", "super-motivierend", "man kann sich besser konzentrieren als am Tag", Inspiration, Lust zum Schreiben, Fackelzug)
  • die "Idee an sich"
  • verschiedene Kursangebote
  • kostenlos Kaffee, Getränke
  • "Betreuungsangebote"
  • kompetente Mitarbeiter, die gut auf Fragen eingegangen sind
  • Citavi- und PUMA-Kurse
  • Reservierungsmöglichkeit für die Multimediathek

Was kann die Bibliothek besser machen?

  • Lange Schreibnacht öfter anbieten
  • Frühstück schon ab 5 Uhr
  • Citavi- und PUMA-Schulungen: zu wenige PCs, zu kurz und überfüllt
  • Bibliothek öfter nachts öffnen
  • Pausen zwischen den Programmpunkten, besseres Zeitmanagement
  • PCs nicht um 23 Uhr herunterfahren
  • mehr Nächte am Stück
  • Eingangstür offenlassen
  • Obst

An der Langen Schreibnacht waren neben der Bibliothek (hier federführend Fachreferentin Dr. Salina Braun), Mitarbeiter vom Projekt self-made-students des Service-Centers Lehre der Universität Kassel, Mitarbeiter vom Projekt KoDeS - Kompetenzbereich Deutsche Sprache am Fachbereich 2 sowie der Fachbereich 7 beteiligt.

Stefan Drößler
Universitätsbibliothek Kassel

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