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Ausgabe: 2-2001

Online-Zeitschriften: vom OPAC in die EZB

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Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist eine zentrale Datenbank für wissenschaftliche Volltextzeitschriften im Internet (http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/). Die Titeldaten werden kooperativ von den teilnehmenden Einrichtungen gesammelt und gepflegt. Dieser Dienst wurde im Rahmen eines Projektes von der Universitätsbibliothek Regensburg in Kooperation mit der Bibliothek der Technischen Universität München entwickelt.

Inzwischen wird die Elektronische Zeitschriftenbibliothek als Nutzerservice im Routinebetrieb in 139 Bibliotheken bzw. Forschungseinrichtungen angeboten, darunter auch von 8 hessischen Bibliotheken und Bibliothekssystemen. Die EZB gilt aufgrund der detaillierten Lizenzinformationen, die dort erfasst werden können, und wegen ihrer übersichtlichen Frontdoorlösung als sehr benutzerfreundlich. Nachgewiesen werden neben lizenzfreien Online-Zeitschriften auch lokal oder konsortial lizenzierte.

Einige HeBIS-Bibliotheken hatten bereits vor längerer Zeit den Wunsch geäußert, eine Verzahnung zwischen EZB und lokalem OPAC vorzusehen und dies nach Möglichkeit auch maschinell zu unterstützen. Auf dem Marburger Workshop im August 2000 war zudem deutlich geworden, dass es vereinzelt auch Interesse an einer Pauschalübernahme aller EZB-Zeitschriften in den lokalen OPAC unabhängig von tatsächlich vorliegenden Lizenzen gibt.

Mit Abschluss der vollständigen Erfassung aller EZB-URLs als Teil der bibliographischen Daten in der ZDB bot sich der Verbundzentrale die Gelegenheit, diese Wünsche aufzugreifen und in die Tat umzusetzen. Oberste Maxime blieb dabei aber die Autonomie der einzelnen HeBIS-Bibliotheken - niemand sollte zu einem bestimmten Verfahren gezwungen werden, sondern wie bisher frei entscheiden können, was vor Ort realisiert werden kann und soll.

Für die Verzeichnung von Online-Zeitschriften in den lokalen OPACs wurden vier verschiedene Modelle entwickelt, bei denen drei darauf basieren, dass eine Bibliothek ihre Nutzer vom Katalogisat einer Online-Zeitschrift im lokalen OPAC immer zuerst auf die Frontdoor der Zeitschrift in der EZB leiten will. Erst von dort erfolgt der Zugriff auf den Volltext. In diesen Fällen umfasst die Datenlieferung für den lokalen OPAC einen Lokaldatensatz, der die EZB-URL enthält. Dies gilt für alle lizenzfreien, konsortial oder durch lokale Lizenzierungen erworbenen Online-Zeitschriften. Die drei EZB-Varianten unterscheiden sich grundsätzlich lediglich im Umfang der automatisierten Titellieferungen für den lokalen OPAC:

  • Variante 1 umfasst alle mit EZB-URLs nachgewiesenen Online-Zeitschriften. Sie werden automatisch und vollkommen unabhängig von einer tatsächlich vorhandenen Lizenz in den OPAC eingespielt. Trotzdem können bei einer Vielzahl von nichtlizenzierten Titeln die Inhaltsverzeichnisse oder sogar Abstracts eingesehen werden. Diese Variante ist vor allem für EZB-Teilnehmer-Institutionen interessant, die auf eine Lokaldatenpflege in HeBIS verzichten und stattdessen die detaillierten Lizenzinformationen der EZB bedienen wollen.

  • Variante 2 umfasst eine nach Fächern vorgenommene Auswahl von Online-Zeitschriften mit EZB-URL und ist somit eine Abwandlung von Variante 1. Sie ist gedacht für EZB-Teilnehmerbibliotheken mit eingeschränktem Sammelspektrum.

  • Variante 3 zielt auf EZB-Teilnehmerbibliotheken, die nur die tatsächlich lizenzierten Online-Zeitschriften in ihrem lokalen OPAC nachweisen wollen. Lizenzfreie und konsortial erworbene Titel werden automatisch mit der EZB-URL im Lokaldatensatz in den lokalen OPAC geliefert; Lokaldatensätze für lokale Lizenzen werden mit der EZB-URL manuell erfasst. Als neues arbeitserleichterndes Werkzeug werden spezielle Makros zur Verfügung gestellt, die die manuelle Lokaldatenerfassung auf wenige Handgriffe reduzieren.

HeBIS-Bibliotheken, die nicht an der EZB teilnehmen wollen, brauchen dies auch in Zukunft nicht zu tun. Für sie wurde eine eigene Erschließungsvariante entwickelt, die im Wesentlichen auf bereits Bekanntem aufbaut: lizenzfreie und konsortial erworbene Online-Zeitschriften werden automatisch mit der Verlags- oder Vertrags-URL für den lokalen OPAC geliefert, lokale Lizenzen werden mit der gültigen URL manuell erfasst.

Alle Bibliotheken profitieren unabhängig von der gewählten Erschließungsvariante davon, dass automatisierte Titellieferungen künftig immer mit vereinfachten Lokaldatensätzen verknüpft sind, die die oder eine gültige URL enthalten. Damit hat die Verwirrung der Benutzer vor Ort aufgrund einer Vielzahl von URLs in den bibliographischen Daten ein Ende.

Rita Albrecht
HeBIS-Verbundzentrale

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