HeBIScocktail
Ausgabe: 3/2003

Freie Bestellung in Darmstadt

Mitteilungen aus den Bibliotheken

Seit Montag, dem 12.5.03 läuft in der LHB Darmstadt als Pilotprojekt die "Freie Bestellung" für Fernleihbestellungen auf Titel, die nicht im Hessischen Verbundkatalog nachgewiesen sind. Obwohl wir bereits sehnsüchtig darauf gewartet hatten, waren wir doch (angenehm) überrascht, dass es dann so schnell ging.

Zeit für irgendwelche "richtigen" Infoblätter war natürlich nicht mehr. So haben wir uns mit kurzen Ergänzungen zum Fernleih-Info beholfen.

Aber wir hatten uns völlig umsonst Gedanken gemacht. Anscheinend reichte allein das Vorhandensein des Buttons "Freie Bestellung", um es einfach mal auszuprobieren.

Gleich zu Beginn habe ich die Fachbereiche der Universität angeschrieben und entsprechend informiert. Institutsmitarbeiter bekommen jetzt bei uns keine konventionellen Fernleihscheine mehr, sondern müssen online bestellen. Aber damit haben wir wirklich nur offene Türen eingerannt.

Auch unter den Studenten und sonstigen privaten Lesern war die Akzeptanz von Anfang sehr groß.

Im Moment pendelt die Zahl der täglichen Bestellungen bei ca. 40.

Ein paar kleinere Probleme hat es natürlich auch gegeben. So hatten am Anfang Leser Probleme, den Titel einer Zeitschrift im richtigen Feld einzutragen. Und bevor es falsch wurde, haben sie es ganz gelassen. Das hat Herr Risch aber ganz schnell durch den entsprechenden Hinweis "auch Zeitschriftentitel" bereinigt.

Ein zweites Problem besteht (im Moment immer noch) in der Anzeige in den "Nutzerdaten Fernleihe". Kann eine Bestellung innerhalb Hessens weiterdisponiert werden, sieht der Benutzer den entsprechenden Leitweg. Wird eine Bestellung von uns ausgedruckt und dann an eine Bibliothek außerhalb Hessens weitergeleitet, sieht er lediglich den Hinweis "wartet auf Antwort". Das ist für einen Nicht-Fernleih-Bibliothekar wirklich nicht verständlich. Diese Bestellung muss von uns also noch quittiert werden. Aber auch dieses Problem ist bereits an Herrn Risch weitergegeben worden. Eine Lösung ist in Sicht, muss aber noch mit der Verbundzentrale abgeklärt werden. Vermutlich werden wir den Quittungscode "3", der ja vom HZK nicht mehr benötigt wird, verwenden mit dem Hinweis "in ÜLV weitergeleitet". Eine negative Quittierung mit "5 nicht vorhanden" würde täglich Berge von Ergebnisausdrucken produzieren. Da der Quittungscode "3" eine positive Quittierung ist, gibt es hier dieses Problem nicht.

Als Ergebnis der letzten 3 Wochen lässt sich festhalten: Das Projekt ist "serienreif".

Ingrid Milutinovic
Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt
powered by webEdition CMS