HeBIScocktail
Ausgabe: 2/2001

Bericht von der AG Verbundübergreifende Fernleihe (AG Verbundsysteme)

Entwicklungen und Planungen im Verbund

8. März 2001, Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

 

Die Fernleihe zwischen den Verbünden macht Fortschritte. Nach einer Sitzung der AG Verbundübergreifende Fernleihe der AG Verbundsysteme am 8. März 2001 in Göttingen wurden Schritte zur Durchführung erster Tests vereinbart. Inzwischen sind fast alle Verbünde mit einer funktionierenden Z39.50-Schnittstelle ausgestattet. Die Übergabe von Lokaldaten via Z39.50 bereitet allerdings nach wie vor große Probleme. Diese zu klären ist Ziel einer gesonderten Sitzung am 28. März 2001, an der entsprechende Experten der Verbünde teilnehmen. Zum Versand von Bestellungen zwischen den Verbünden sollen strukturierte E-Mails auf der Basis des ILL-Formats zum Einsatz kommen. Dabei wird auf das bereits bestehende Subito-Mail-Format zurückgegriffen, das ebenfalls eine Anwendung des ISO-ILL-Standards darstellt. Die TIB Hannover, die für die Pflege des Subito-Mail-Formats verantwortlich ist, wird die nötigen Anpassungen für die Fernleihe vornehmen.
Weiterhin ist die eindeutige Identifizierung der Verbünde notwendig, um Bestellnummern aus den Verbünden deutschlandweit eindeutig zu machen. Eine Liste von Verbundkennzeichnungen ist in Auftrag gegeben worden.

In den Verbünden wird man sich in der nächsten Zeit mit der verbundinternen Organisation der Fernleihe beschäftigen, d.h. es wird geklärt, welche Bibliotheken in welcher Reihenfolge innerhalb des Verbundes angegangen werden sollen, wenn eine Bestellung von außerhalb an den Verbund gerichtet wird. Außerdem muss eine zentrale Stelle im Verbund auf den Empfang der eingehenden ILL-Mails aus anderen Verbünden vorbereitet werden. Für Hessen ist diese verbundinterne Organisation bereits Realität, abgebildet durch die Profile in der HeBIS Online-Fernleihe. Die zentrale Stelle, die ILL-Mails empfangen wird, ist die HeBIS-Verbunddatenbank.
Daneben müssen die Verbünde eine Benutzerverwaltung realisieren, da sämtliche Authentifizierungen nur über den Heimatverbund des Bestellers laufen können. Auch das ist für HeBIS bereits realisiert, die Benutzerverwaltung geschieht im HeBIS-Zentralsystem.
Als allererstes Testszenario sollen im April/Mai Testbestellungen zwischen den Verbünden verschickt werden, die die ZDB mitsamt Bestandsdaten aus allen Verbünden im eigenen Verbundsystem vorhalten. Dies sind der GBV und das HBZ NRW. Da die Subito-Bibliotheken aus diesen Verbünden bereits über eine funktionierende Infrastruktur verfügen, die ILL-Mails versenden und empfangen können, sollen diese in einem ersten Schritt den Austausch von Fernleihbestellungen aufgrund der ZDB-Bestandsdaten versuchen.
Bereits am 12. Juni 2001 wird sich die AG Verbundübergreifende Fernleihe erneut treffen, um über erste Testergebnisse zu diskutieren und das weitere Vorgehen zu beraten.

Koppelung von Pica-Fernleihsystemen (vorrangig: GBV)

 

Zwischen den Pica-Verbünden kann eine relativ einfache Interimslösung die Zeit bis zur Implementierung der verbundübergreifenden Fernleihe überbrücken. Einen Prototypen dieser Lösung demonstrierte Herr Risch den Teilnehmern an der AG Verbundübergreifende Fernleihe. Die Mitarbeiter des GBV zeigten großes Interesse, bilaterale Gespräche zwischen den EDV-Experten werden die Möglichkeiten zur Übernahme in einen Produktionsbetrieb klären müssen.
Hier einige Stichpunkte zur Funktionsweise der Interimslösung:

Andrea Arndt
HeBIS-Verbundzentrale, Online-Fernleihe
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