HeBIScocktail
Ausgabe: 2001-2
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nicht, dass wir mit dem Osterhasen konkurrieren wollen, aber dass diese Ausgabe des HeBIScocktails fast zeitgleich mit Meister Lampe bei Ihnen eintrifft, ist natürlich Absicht! Rechtzeitig zu Ostern können Sie so das Neueste aus und über den HeBIS-Verbund erfahren.
Auch in dieser Ausgabe haben Sie die Qual der Wahl was Neues und Interessantes angeht:
Wollen Sie zuerst die neue Verbundordnung von unseren WWW-Seiten herunterladen oder doch lieber die neue Arbeitsanweisung zur Katalogisierung unselbständiger Werke? Lesen Sie zuerst den Bericht vom Treffen der Fernleihexperten oder informieren Sie sich über die Flüchtigkeit elektronischer Adressen? Wie sieht's bei HeBIS-Retro aus und was macht die Migration der Allegro-Daten in Darmstadt?

Vielleicht interessiert Sie auch keines der genannten Themen und Sie fangen gleich bei "Meet the Challenge" an, unserer Rubrik für die großen und kleinen Herausforderungen des Bibliotheksalltags. Diesmal geht es u.a. um eine Software für die Verbundsacherschließung nach RSWK.
Doch egal, für welches Thema Sie sich entscheiden, eines ist sicher: Lange suchen müssen Sie die einzelnen Artikel nicht! Ein Klick auf die jeweilige Rubrik im Inhaltsverzeichnis genügt und unser "Osterei" liegt vor Ihnen!
Ein frohes Osterfest wünscht Ihnen die HeBIScocktail-Redaktion!

Gisela Bröckerhoff
HeBIScocktail-Redaktion

Entwicklungen und Planungen im Verbund

Bericht von der AG Verbundübergreifende Fernleihe (AG Verbundsysteme)

8. März 2001, Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

 

Die Fernleihe zwischen den Verbünden macht Fortschritte. Nach einer Sitzung der AG Verbundübergreifende Fernleihe der AG Verbundsysteme am 8. März 2001 in Göttingen wurden Schritte zur Durchführung erster Tests vereinbart. Inzwischen sind fast alle Verbünde mit einer funktionierenden Z39.50-Schnittstelle ausgestattet. Die Übergabe von Lokaldaten via Z39.50 bereitet allerdings nach wie vor große Probleme. Diese zu klären ist Ziel einer gesonderten Sitzung am 28. März 2001, an der entsprechende Experten der Verbünde teilnehmen. Zum Versand von Bestellungen zwischen den Verbünden sollen strukturierte E-Mails auf der Basis des ILL-Formats zum Einsatz kommen. Dabei wird auf das bereits bestehende Subito-Mail-Format zurückgegriffen, das ebenfalls eine Anwendung des ISO-ILL-Standards darstellt. Die TIB Hannover, die für die Pflege des Subito-Mail-Formats verantwortlich ist, wird die nötigen Anpassungen für die Fernleihe vornehmen.
Weiterhin ist die eindeutige Identifizierung der Verbünde notwendig, um Bestellnummern aus den Verbünden deutschlandweit eindeutig zu machen. Eine Liste von Verbundkennzeichnungen ist in Auftrag gegeben worden.

In den Verbünden wird man sich in der nächsten Zeit mit der verbundinternen Organisation der Fernleihe beschäftigen, d.h. es wird geklärt, welche Bibliotheken in welcher Reihenfolge innerhalb des Verbundes angegangen werden sollen, wenn eine Bestellung von außerhalb an den Verbund gerichtet wird. Außerdem muss eine zentrale Stelle im Verbund auf den Empfang der eingehenden ILL-Mails aus anderen Verbünden vorbereitet werden. Für Hessen ist diese verbundinterne Organisation bereits Realität, abgebildet durch die Profile in der HeBIS Online-Fernleihe. Die zentrale Stelle, die ILL-Mails empfangen wird, ist die HeBIS-Verbunddatenbank.
Daneben müssen die Verbünde eine Benutzerverwaltung realisieren, da sämtliche Authentifizierungen nur über den Heimatverbund des Bestellers laufen können. Auch das ist für HeBIS bereits realisiert, die Benutzerverwaltung geschieht im HeBIS-Zentralsystem.
Als allererstes Testszenario sollen im April/Mai Testbestellungen zwischen den Verbünden verschickt werden, die die ZDB mitsamt Bestandsdaten aus allen Verbünden im eigenen Verbundsystem vorhalten. Dies sind der GBV und das HBZ NRW. Da die Subito-Bibliotheken aus diesen Verbünden bereits über eine funktionierende Infrastruktur verfügen, die ILL-Mails versenden und empfangen können, sollen diese in einem ersten Schritt den Austausch von Fernleihbestellungen aufgrund der ZDB-Bestandsdaten versuchen.
Bereits am 12. Juni 2001 wird sich die AG Verbundübergreifende Fernleihe erneut treffen, um über erste Testergebnisse zu diskutieren und das weitere Vorgehen zu beraten.

Koppelung von Pica-Fernleihsystemen (vorrangig: GBV)

 

Zwischen den Pica-Verbünden kann eine relativ einfache Interimslösung die Zeit bis zur Implementierung der verbundübergreifenden Fernleihe überbrücken. Einen Prototypen dieser Lösung demonstrierte Herr Risch den Teilnehmern an der AG Verbundübergreifende Fernleihe. Die Mitarbeiter des GBV zeigten großes Interesse, bilaterale Gespräche zwischen den EDV-Experten werden die Möglichkeiten zur Übernahme in einen Produktionsbetrieb klären müssen.
Hier einige Stichpunkte zur Funktionsweise der Interimslösung:

  • Der Benutzer recherchiert aus dem jeweiligen OPC heraus im Katalog des Partnerverbundes.
  • Löst der Benutzer eine Bestellung aus, erfolgt die Authentifizierung über dessen Heimatverbund.
  • Eine Bestellmaske ermöglicht es dem Benutzer, weitere Angaben zu seiner Bestellung unterzubringen.
  • Nach dem Absenden der Bestellung wird diese im heimischen System eingestellt.
  • Der Bestellung wird eine fiktive ELN als Lieferant angehängt, auf Grund derer das HeBIS-Fernleihsystem den Partner erkennt und die Bestellung als strukturierte E-Mail dorthin versendet.
  • In der strukturierten Mail wird die Datenbank-ID des Partnerverbundes mitgeliefert, so dass dort eine PPN-gebundene Bestellung inklusive Holding-Analyse mit Leitwegvergabe eingestellt werden kann.
  • Nach positiver oder negativer Erledigung im Partnerverbund erzeugt die Quittierung eine Mail an den bestellenden Verbund.

Andrea Arndt
HeBIS-Verbundzentrale, Online-Fernleihe
HeDoc - Dokumentlieferstationen in hessischen Bibliotheken

Im November vergangenen Jahres wurden fünf hessische Bibliotheken mit Scannerstationen ausgestattet. Diese Scannerstationen sollten die Bibliotheken in die Lage versetzen, möglichst systemunabhängig Dokumentlieferdienste anbieten zu können. Scannerstationen stehen nun in folgenden Bibliotheken:

  • LHB Darmstadt
  • HLB Wiesbaden
  • UB Gießen
  • UB Marburg
  • UB Kassel

Nachdem diese "HeDoc-Stationen" bei allen Bibliotheken in einen funktionsfähigen Status versetzt wurden, fand Ende Februar in der UB Gießen eine Schulung statt, die den Teilnehmern den Umgang mit dem HeDoc-System näherbringen sollte. Gleichzeitig sollte die Veranstaltung dazu genutzt werden, Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren.
An der Schulung nahmen vorwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Fernleihstellen teil, so dass sich die Diskussion auf den Einsatz innerhalb der Fernleihe konzentrierte.

Endergebnis der Diskussion war, dass die HeDoc-Stationen in einem ersten Schritt dazu verwendet werden sollen, Kopiebestellungen innerhalb der HeBIS Online-Fernleihe in elektronischer Form zu erledigen. Die Bearbeitung der Online-Bestellungen erfolgt nach wie vor über die WinIBW, anstelle einer Kopie wird in den HeDoc-Bibliotheken aber künftig eine Scan-Datei erzeugt und der bestellenden Bibliothek per HeBIS-FTP-Server ausgeliefert. In der bestellenden Bibliothek wird der gescannte Aufsatz ausgedruckt und dem Benutzer vor Ort ausgehändigt. Damit die HeDoc-Stationen in der Fernleihe eingesetzt werden können, müssen einige Anpassungen an der HeDoc-Software vorgenommen werden.

Als Fernziel ist geplant, Kopiebestellungen durch Benutzer direkt an dessen E-Mail-Adresse oder Hausanschrift auszuliefern (3. Stufe HeBIS Online-Fernleihe); dazu bedarf es aber eines erheblich größeren Entwicklungsaufwands. Außerdem ist die Implementierung dieser Dienstleistung davon abhängig, ob Direktlieferungen innerhalb der HeBIS Online-Fernleihe der zusätzlichen Abgabe für den Direktversand von Kopien unterliegen oder nicht. Dieser Sachverhalt wird derzeit im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Auftrag der Hessischen Direktorenkonferenz geprüft.

Demnächst wird sich eine Arbeitsgruppe mit der Pflege und der Weiterentwicklung der HeDoc-Stationen befassen. Ihr werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den HeDoc-Bibliotheken angehören, Verbundzentrale und Bibliotheksdatenverarbeitung werden ebenfalls daran beteiligt sein.

Andrea Arndt
HeBIS-Verbundzentrale, Online-Fernleihe
Neue Verbundordnung in Kraft

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat Ende Februar die neue HeBIS-Verbundordnung vom 05.12.2000 rückwirkend zum 01.01.2001 in Kraft gesetzt. Der Text der Verbundordnung kann von den HeBIS-Internetseiten im Bereich "Wir über uns - Verbundgremien" als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die daraus resultierende Neukonstituierung der Verbundgremien wird in den nächsten Wochen stattfinden. Die einzelnen Sitzungstermine entnehmen Sie bitte dem Terminkalender (Link "Termine" in der oberen roten Navigationsleiste).

(ana)

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

Auf der Pica-Homepage unter http://www.oclcpica.org/ können Sie jederzeit aktuelle Informationen über Pica abrufen.

PiCarta in Deutschland

Ebenfalls einer Pressemeldung von Pica entstammt die Information, dass am 20. März 2001 dem Pica-Partner GBV das PiCarta-Konzept vorgestellt wurde.

Lesen Sie weiter auf den Pica-Internetseiten unter http://www.pica.nl/du/news/gbv.shtml.

(ana)
Testversion von PiCarta kostenlos bis zum 15. Mai 2001

Allen Interessierten steht bis Mitte Mai ein kostenloser Zugriff auf PiCarta (inklusive der GBV-Bestände) zum Stöbern zur Verfügung. Auf der Pica-Homepage http://www.pica.nl/ finden Sie den Link dorthin.

(ana)
Zusammenarbeit Pica - OCLC

Pica und OCLC planen eine "European Regional Organization" zum Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur.

Nähere Informationen dazu können der Pressemeldung entnommen werden, die unter http://www.pica.nl/pdf/oclc_picaplan.pdf eingesehen werden kann.

(ana)

Verbundprojekte

HeBIS-Retro - Digitalisierte Zettelkataloge vor 1986

Aktueller Projektstand

Das Retrokonversionsprojekt des hessischen Verbundes hat wieder einige Fortschritte gemacht. Anfang März konnte als weiterer Katalog der Alphabetische Katalog der UB Kassel eingespeichert werden, so dass jetzt zusammen mit den Katalogen der Senckenbergischen Bibliothek und der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt etwa 4 Mio Titelkarten retrievalfähig sind. Die Datenbank, bisher unter dem Arbeitstitel "Retro-Katalog" oder "HeBIS-Archiv" bekannt, heißt jetzt offiziell HeBIS-Retro und wird inzwischen auch über die Katalogauswahl des HeBIS-Verbund-OPACs angeboten (http://hebis.rz.uni-frankfurt.de/). Alternativ ist sie auch direkt unter der Adresse http://retro.hebis.de/ zu erreichen.

Zusätzlich zur Einspeicherung des Kasseler Katalogs wurde die Suchmaske überarbeitet und es wurden folgende Hilfestellungen für Benutzer und Bibliothekare in die Oberfläche eingebunden:

Hilfetexte
Diese umfassen zur Zeit allerdings nur Hinweise zur Recherche. Erläuterungen zur Bestellung werden folgen, sobald die Online-Bestellfunktion programmiert ist und offiziell für die Benutzung freigegeben werden kann.

Kataloginfos
Seite mit Informationen zu Besonderheiten der nachgewiesenen Kataloge. Diese wird mit Fortschritt des Projekts sukzessive erweitert und kann z.B. von der Suchmaske aus aufgerufen werden (Info-Buttons hinter den Katalogen in der Katalogauswahl).

Liste mit Mailadressen
Enthält die Mailadressen der Benutzungsabteilungen (Info/Auskunft) der Projektbibliotheken. Diese wird ebenfalls sukzessive erweitert und kann über den Mail-Button (zu finden auf der Startseite und allen anderen Seiten von HeBIS-Retro) abgerufen werden.

Bei einer Pressekonferenz der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, die am 2. März in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt stattfand, wurde HeBIS-Retro auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Näheres dazu sowie einen Pressespiegel finden Sie in unserem Kurzbericht zur Pressekonferenz.


Weitere Planungen

Online-Bestellfunktion
Neben der Recherche ist für HeBIS-Retro auch eine Online-Bestellfunktion geplant, die dem Benutzer sowohl lokale Bestellungen in der eigenen Bibliothek als auch Fernleihbestellungen ermöglichen soll. Die entsprechenden Funktionalitäten sind zur Zeit in Vorbereitung. Bislang gibt es einen ersten Prototyp für Fernleihbestellungen sowie für lokale Bestellungen im Lokalsystem Frankfurt. Dieser muss bis zur Produktionsreife aber noch gründlich getestet und in einigen Punkten verbessert werden.

Lokale Sicht auf die Katalogauswahl
HeBIS-Retro ist zur Zeit ein reiner Verbundkatalog, d.h. in der Katalogauswahl der Suchmaske werden grundsätzlich alle nachgewiesenen Kataloge angeboten. Obwohl eine Einschränkung auf einzelne Kataloge möglich ist, ist die voreingestellte Verbund-Sicht für die Projektbibliotheken und deren Lokalsysteme eher unbefriedigend. Deshalb ist geplant, auch "lokale Sichten" auf HeBIS-Retro zu realisieren, die dem Benutzer nur die Kataloge der eigenen Bibliothek bzw. des eigenen Lokalsystems anbieten. Welche Sicht man erhält, wird abhängig sein von dem OPAC, über dessen Katalogauswahl man in HeBIS-Retro einsteigt.
Die Einführung von "lokalen Sichten" auf HeBIS-Retro wird noch einige Zeit beanspruchen. Sie soll in jedem Fall auch nur ein Angebot an die Projektbibliotheken sein. Lokalsysteme, die dies wünschen, können ohne weiteres bei der Verbund-Sicht bleiben.


Manuelle Bereinigung fehlerhafter Indexeinträge

Leider hat die OCR-Erkennung des Katalogkartentextes nicht immer hundertprozentig funktioniert, so dass man bei Recherchen in HeBIS-Retro des öfteren auf fehlerhafte Indexeinträge stößt. Da das die Wiederauffindbarkeit vieler Titel einschränkt, wird inzwischen sehr oft die Frage an uns herangetragen, ob Indexierungsfehler manuell bereinigt werden können. Leider ist das derzeit nicht möglich.
Man kann Indexierungsfehler aber auch durch verschiedene Recherchetechniken ausgleichen (z.B. Recherche mit der Sucheinstellung "Unscharfe Suche" wiederholen, Trunkieren und Maskieren, andere Suchbegriffe ausprobieren). Hinweise dazu finden Sie in den Hilfetexten, insbesondere im Abschnitt "Tipps zur Verbesserung des Suchergebnisses".

Heike Nienerza
HeBIS-Verbundzentrale, Monographien

Neues von den Datenbanken

Die "Bibliothek der Deutschen Literatur (BDL)" nun durch Einzeltitelnachweise erschlossen

Die Mikrofiche-Sammlung "Bibliothek der Deutschen Literatur", erschienen im K. G. Saur Verlag, beinhaltet deutsche Literatur nach den Angaben des Taschengoedecke. Sie umfasst auf 20.675 Mikrofiches 15.166 Titel in rund 28.000 Bänden. Für diese umfangreiche Literatursammlung gab es in der HeBIS-Datenbank bisher nur eine Gesamttitelaufnahme. Nun werden auch die Einzeltitel durch die Einspielung der Titeldatensätze erschlossen. Die Titelaufnahmen wurden vom K.G. Saur Verlag erstellt und können über die DDB im MAB2-Format bezogen werden.

Von der Verbundzentrale/BDV wurde eine Importschnittstelle entprechend den speziellen Anforderungen dieser Daten erstellt. Bei diesem Einspeicherungsprogramm ist es auch gelungen, die gelieferten Titeldaten weitgehend nach den RAK-Regeln für Sekundärformen und der Katalogisierungspraxis des Verbundes umzusetzen. Um auch den Nachweis in den Lokalsystemen zu gewährleisten, wurden an die Titeldatensätze maschinell erzeugte Lokaldatensätze (106.162) angehängt. Die Angaben hierzu wurden von der VZ bei den 7 besitzenden Bibliotheken erfragt.

Einige Besonderheiten sind bei den BDL-Titelaufnahmen zu beachten:

  • Die Ansetzungsform der Personennamen entspricht nicht immer RAK bzw. PND und es gibt i.d.R. keine Verweisungsformen.
  • Mehrbändige Werke wurden nicht hierarchisch aufgenommen, sondern wie einbändige Werke (a-Sätze). Die Anzahl der Bände steht in Kategorie 4060.
  • Die Einzeltitel sind auf Grund der Menge nicht mit dem Gesamttitel "Bibliothek der Deutschen Literatur" verknüpft.
  • Die ISBN wurde nicht pro Titel sondern pro Verfasser vergeben.
  • Die Schlagwörter in Kategorie 5530 und die Sachgruppen in Kategorie 5050 wurden nicht von der DDB, sondern vom K. G. Saur Verlag vergeben und beziehen sich auf den Verfasser und nicht auf den Titel.
  • Für die ID-Nummer der BDL-Daten wurde die neue Kategorie 2250 eingerichtet.
(rek)
Einspeicherung der Allegro-Daten der Teilbibliothek Chemie / Materialwissenschaften der TU Darmstadt

In Darmstadt wurde im Laufe des letzten Jahres mit dem Umstieg einzelner Institutsbibliotheken von Allegro nach Pica begonnen. Den Anfang machte die Teilbibliothek Chemie / Materialwissenschaft. Am Freitag, dem 16.02.01, wurden die aus Allegro konvertierten Titel- und Bestandsdaten dieser Bibliothek in die HeBIS-Verbunddatenbank eingespielt. Da auf einen Dublettencheck verzichtet wurde, sind alle Titel mit dem ILL-Flag 4 versehen worden. Dieses Flag bewirkt, dass die so gekennzeichneten Daten nur von der LHB Darmstadt genutzt werden können. Für alle anderen HeBIS-Teilnehmer sind sie "unsichtbar" und können über eine "normale" Recherche nicht gefunden werden.

Bitte beachten Sie aber die folgende Ausnahme: Über die PPN sind die Titel von allen HeBIS-Teilnehmern zu finden. Sollten Sie bei einer Recherche versehentlich eine PPN eingeben, die einem Allegro-Satz zugeordnet ist, so wird Ihnen dieser Satz trotz des ILL-Flags angezeigt. Ebenso werden beim Online-Dublettencheck die mit einem ILL-Flag gekennzeichneten Sätze berücksichtigt. Sie können also durchaus die PPN eines Allegro-Satzes als dublettenverdächtig angezeigt bekommen und können über diese PPN auf den Titel zugreifen. Die Allegro-Sätze sind leicht zu erkennen: Sie enthalten alle die neu eingerichtete Kategorie 2295 mit der Allegro-Nummer. Diese Nummer beginnt für die Teilbibliothek Chemie / Materialwissenschaften mit "001-".

Einen ausführlichen Bericht über die Migration der Darmstädter Allegro-Daten finden Sie auch unter: Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen, Datenmigration von Allegro nach Pica.

(caw)
Fachhochschulbibliothek Darmstadt jetzt auch im HeBIS-Verbund

Auf dem Papier existiert schon lange die HeBIS-ELN 3017 für die Fachhochschulbibliothek Darmstadt. Jetzt konnte sie endlich auch als aktiver HeBIS-Teilnehmer begrüßt werden. Am 16. März wurde die bestehende Bibdia-Datenbank eingefroren und seit dem 19. März katalogisieren die Darmstädter KollegInnen ihre Neuzugänge in der HeBIS-Datenbank.

Die Bibdia-Bestände wurden inzwischen erfolgreich ins Pica-Format umgesetzt und in die HeBIS-Datenbank eingespielt. Damit sind nun die Bestände aller hessischen Hochschul- und Fachhochschulbibliotheken lückenlos im HeBIS-Verbundkatalog nachgewiesen. Ein lokaler OPAC für die FHB Darmstadt befindet sich derzeit im Aufbau.

Wie bei allen bisherigen Bibdia-Umsetzungen der Fachhochschulbestände wurden die Daten ohne Dublettenprüfung übernommen und deswegen mit einer internen Kennung versehen, die sie für die übrigen HeBIS-Teilnehmer "unsichtbar" macht. Lediglich bei Recherchen über die PPN sowie im Online-Dublettencheck kann man auf solche Daten stoßen und erhält sie dann auch außerhalb der Fachhochschulen angezeigt.

Mittelfristig ist geplant, die entstandenen Dubletten aus allen Fachhochschulbeständen manuell sowie durch automatisierte Läufe zu bereinigen.

(ria)
Herkunftskennungen für URLs

Ab sofort sind in HeBIS Herkunftskennungen für URLs anzugeben. Dazu werden die von der ZDB eingeführten Herkunftskennungen für URLs von HeBIS übernommen und im Titeldatenbereich (Subfeld x in Kategorie 4085) sowohl auf Zeitschriften als auch auf Monographien angewendet:

H = Verlags-URL
F = URL der Frontdoor in der EZB
A = Agentur-URL
D = Digitalisierung
C = Archivierung

Hinweis zur Archivierung:
In einigen Fällen werden elektronische Ressourcen, die nicht mehr laufend erscheinen, unter einer neuen elektronischen Adresse weiterhin im Internet zur Verfügung gestellt. Diese URLs werden in der ZDB als Archivierung gekennzeichnet.

Zusätzlich werden für HeBIS folgende, über die Festlegung der ZDB hinausgehende Kennungen definiert:

S = sonstige HeBIS-interne Spiegelserver (z. B. für die Elsevier-Zeitschriften)
N = Nationalbibliothek (DDB) (z.B. für die in der DNB angelieferten Dissertationen)

Alle Kodierungen sollen auch im Lokaldatenbereich (Subfeld x in Kategorie 7135) entsprechend verwendet werden. Nur für diesen Bereich werden zwei weitere Kennungen definiert:

L = lokal gültige URL
R = URL einer Readme-Datei

Eine lokale Lizenz liegt vor, wenn eine Bibliothek über einen nur speziell für sie gültige URL Zugang zu einer Online-Ressource verfügt oder durch lokale Gegebenheiten eine URL entsteht, auf die nur lokal zugegriffen werden kann.

Beispiele:
(Blank wird durch "_" (Unterstrich) dargestellt)

4085 =u_http://www.verlagsurl.de=x_H
4085 =u_http://www.ddb-deposit.de/Mueller.pdf=x_N
7135 =u_http://www.readme.de=x_R

Diese Neuerung ist durch das Konzept zur Verbesserung der Erfassung und Präsentation von Online-Ressourcen entstanden. Die Kodierungen können als Selektionskriterium für die Präsentation der Online-Ressourcen im lokalen OPAC verwendet werden, außerdem lassen sich damit einleitende und erklärende Texte steuern.

Deshalb ist wichtig, dass ab sofort zu jeder URL immer eine Herkunftskennung erfasst wird. Aus diesem Grund wird das Subfeld x in Kategorie 4085 bei der Validation geprüft werden. Auch die aus der DDB eingespielten Online-Ressourcen werden nun gekennzeichnet (N für die URL des DDB-Deposit-Servers; H für die Original-URL der Universität).

(nak)
Jahresbibliographie der Universität Frankfurt

Die Jahresbibliographie der Universität Frankfurt wird ab Band 10 (Erfassungszeitraum 1999ff) nur noch elektronisch angeboten. Ihre Erfassung erfolgt jetzt in der HeBIS-Verbunddatenbank. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter: Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen, Jahresbibliographie der Universität Frankfurt.

(gib)
Katalogisierung von unselbständigen Werken jetzt möglich!

Pünktlich zum Bibliothekartag wird die Katalogisierung von unselbständigen Werken im CBS freigegeben. Nachdem durch die Einspielung der Swets-Daten die ersten Zeitschriftenaufsätze nachgewiesen waren, sollte auch die Möglichkeit zur "eigenen" Aufnahme von unselbständigen Werken gegeben werden. Da das Thema sehr komplex ist, wurde, wie bereits berichtet, eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Problemen auseinandergesetzt hat.

Die Katalogisierung ist möglichst einfach gehalten und richtet sich nach RAK-WB, RAK-UW und den durch die Swets-Daten vorgegebenen Fakten. Die UAG Alphabetische Katalogisierung hat in ihrer Sitzung am 16.08.2000 beschlossen, dass bei "mehrbändigen" unselbständigen Werken auf eine gestufte Aufnahme verzichtet wird. Alle Angaben werden in einer Aufnahme verankert.

Die wichtigsten Kategorien sind: 4241 Verknüpfung mit dem selbständigen Werk (Monographie oder Zeitschrift) und Kategorie 4070. Sie gibt Auskunft darüber, in welchem Heft, welchem Jahr oder auf welcher Seite der Aufsatz erschienen ist. Für Angaben, die in die bisher vorhandenen Unterfelder nicht passen, wurde ein neues Unterfeld /z eingerichtet. Falls Sie nun mit der Katalogisierung loslegen möchten, hier gibt es die Arbeitsanweisung und die Beispiele zum Download.

  • KatHB, Arbeitsanweisung zur Erfassung unselbständiger Werke
  • Beispiele dazu

Leider können wir die Katalogisierung von unselbständigen Online-Ressourcen aus technischen Gründen noch nicht freigeben. Sobald sie eingeführt werden kann, werden wir Sie informieren.

Vielen Dank an alle, die mit Rat und Tat zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.

(nak)
Kategorie 530X Basisklassifikation

Diese Kategorie war für eine evtl. zukünftige Nutzung bereits eingerichtet worden. Zur Zeit wird die Basisklassifikation aber weder im hessischen Verbund verwendet noch über die Einspielung der DNB-Titeldaten geliefert. Wurden jedoch per "Titelkopie" Titel aus der ILTIS-Datenbank (DDB) in die HeBIS-Datenbank kopiert, wurde auch die Kategorie 530X mit der Basisklassifikation übernommen. Dies führte in HeBIS zu Links, die nicht funktionieren konnten, da die Normdatensätze zur Basisklassifikation nicht existierten und zu falschen Indexeinträgen.

Per Programm wurden von der BDV daher sämtliche vorkommenden Kategorien 530X gelöscht und über eine Validationsabprüfung wird gewährleistet, dass Titel, die diese Kategorie enthalten, nicht mehr abgespeichert werden können. D.h. bei einem aus ILTIS kopierten Titel mit dieser Kategorie, muss diese zuerst gelöscht werden, erst dann kann der Titel abgespeichert werden.

(rek)
Neue Kategorien


2250 ID-Nummer Fremddaten

Diese Kategorie soll für die ID-Nummern aus kleineren, abgeschlossenen Fremddateneinspeicherungen verwendet werden Unterscheidbar werden die Nummern aus den diversen Quellen durch ein von VZ/BDV festgelegtes Kürzel, das der eigentlichen ID-Nummer vorangestellt wird.

Beispiel für die Daten der "Bibliothek der deutschen Literatur (BDL)":

2250 BDL91150050


2295 Allegro-Nummer

Diese Kategorie gibt es nur bei den aus Allegro konvertierten Datensätzen der Darmstädter Institutsbibliotheken. Sie enthält die Allegro-Nummer (= die im Allegro-System verwendete Identifikationsnummer des Datensatzes) und beginnt immer mit "001-". Die Allegro-Nummer kann mit dem Suchschlüssel ALG (gehört zum Index NUM) gesucht werden. Dies funktioniert aber nur, wenn man Zugriff auf die Allegro-Daten hat.

Ausführliche Informationen zur Migration der Darmstädter Allegro-Daten finden Sie unter:


30XX, Subfeld $h 1.-3. Verfasser, sonstige beteiligte Personen, Interpreten, gefeierte Personen

Um kennzeichnen zu können, welche Namensansetzungen bereits von der Verbundzentrale oder der StUB Frankfurt als Sondersammelgebietsbibliothek für afrikanische, hebräische, neuhebräische und jiddische Autoren überprüft und ggf. korrigiert wurden, wurde in Kat. 30XX ein neues Unterfeld ($h) eingerichtet. Es wird durch "**" eingeschlossen und ist entweder mit "a" (für afrikanische Namen), "h" (für hebräische Namen) oder "VZ" (für Verbundzentrale) besetzt.

Beispiel:
3000 Winston@Churchill **VZ**
3800 Winston Spencer@Churchill

Wenn Sie eine so gekennzeichnete Ansetzung in der Datenbank finden, können Sie diese ohne weitere Recherchen für Ihren Titel nutzen. Bitte solche Ansetzungen nicht ändern! Wenden Sie sich bei Fragen zur Ansetzung bitte an die Verbundzentrale oder an die Ansprechpartnerinnen in der StUB!

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Mitteilungen der Verbundzentrale, Mitarbeit des HeBIS-Verbundes an der Personennamendatei.


4070, Subfeld $z Differenzierende Angaben zur Quelle

Die Kategorie 4070 wird in Titelaufnahmen für unselbständige Werke besetzt und gibt Auskunft darüber, in welchem Heft, welchem Jahr oder auf welcher Seite ein Aufsatz erschienen ist. Für Angaben, die in die bisher vorhandenen Unterfelder nicht hineinpassen, wurde ein neues Unterfeld ($z) für "sonstige Angaben" eingerichtet. Es wird durch "/" eingeleitet. Die Inhalte des Unterfeldes können je nach Sachlage sehr unterschiedlich sein, z.B. bei Auswertung einer Schallplatte.

Beispiel:
4070 /j2000/p2/z5. Lied

(rek)

Mitteilungen der Verbundzentrale

Erfassung von Sonderzeichen in der bibliographischen Beschreibung und in URLs

Verbundzentrale und BDV haben einen URL-Check entwickelt, mit dem zukünftig in regelmäßigen Abständen die Gültigkeit von URLs in den Kategorien 4085 und 7135 überprüft werden soll (s. dazu auch unter: Meet the Challenge, Von der Flüchtigkeit elektronischer Adressen). Dabei ist aufgefallen, dass zahlreiche URLs die Sonderzeichen Tilde und Unterstrich enthalten. Leider gibt es für diese Zeichen systemintern zwei unterschiedliche Kodierungen, je nachdem, ob sie über das Diakritika-Fenster oder die Tastatur eingegeben wurden. Enthält die URL das Zeichen in der falschen Kodierung, ist sie nicht mehr gültig und damit nicht ausführbar. Die VZ bittet deshalb darum, bei der Erfassung von Sonderzeichen ab sofort folgende Regeln zu beachten:

Erfassung über Diakritika-Fenster
Sonderzeichen in der eigentlichen Titelaufnahme (Kategorien für die bibliographische Beschreibung und Kategorien für die Indexierung von Personennamen und weiteren Titeln) müssen über das Diakritika-Fenster erfasst werden.

Erfassung über Tastatur
Sonderzeichen in URLs (Kategorie 4085 und 7135) sind grundsätzlich über die Tastatur zu erfassen.

(hen)
HeBIS-Handbuch - neu konzipiert!

Die Verbundzentrale hat die bisherigen HeBIS-Handbücher völlig neu konzipiert und überarbeitet. Sie liegen nun in einem einheitlichen Layout als Online-Ausgabe im PDF-Format vor. Sie können sie über die HeBIS-Internetseiten (HeBIS-Intern, HeBIS-Handbuch) aufrufen und ausdrucken oder online nutzen. Erschlossen werden die einzelnen Teile durch ein Inhaltsverzeichnis und ein umfangreiches Register, die online komfortabel über Links zu nutzen sind (z.Zt. noch nicht vollständig realisiert).
Das HeBIS-Handbuch erscheint nicht mehr in gedruckter Form. Änderungen und Ergänzungen werden im HeBIScocktail veröffentlicht und können von dort oder über die HeBIS-Internetseite "HeBIS-Handbuch" via PDF-Download ausgedruckt werden.

Das neue HeBIS-Handbuch gliedert sich in folgende Teile:

Teil 1: Kategorienschema
für Normdaten, Titeldaten, Lokaldaten (ehemaliges Erfassungsformat)
Teil 2: Listen
beinhaltet alle vorkommenden Kodierungen
Teil 3: Systemhandbuch
dient zur Vermittlung des technischen Hintergrundes und umfasst u.a. die Kapitel WinIBW-Handbuch, Pica3-Kommandosprache, Expansion.
Teil 4: Katalogisierungshandbuch
dient als Arbeitsgrundlage für die Katalogisierung im Verbund, ist alphabetisch nach einzelnen Themengebieten sortiert und beinhaltet die bisherigen Materialien zu HeBIS-Pica, HELP und alle HeBIS-Infos. Eine Gliederung nach RAK-Paragraphen wie in HELP-Festlegungen gibt es nicht mehr. Die Verbundfestlegungen zu den einzelnen Paragraphen wurden den entsprechenden Themengebieten zugeordnet. Den Einstieg über Paragraphen liefert das Register.
Teil 5: Handbuch Zeitschriftenkatalogisierung
liegt bereits vor (als "Arbeitsanweisung für Zeitschriftenkatalogisierer") und wurde nicht überarbeitet.
Teil 6: Fernleihhandbuch
liegt bereits vor und wird später überarbeitet.

Die Teile 1 - 4 wurden grundlegend überarbeitet und erweitert, allerdings konnten die Teile 3 und 4 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig fertiggestellt werden. Bei Teil 4 betrifft es u.a. die Kapitel "Mehrbändige Werke", "Schriftenreihen" und "Elektronische Ressourcen", die von den Katalogisierern/-innen am dringlichsten erwartet werden. Leider, aber auch wiederum verständlich, da diese Themen am schwierigsten zu überarbeiten sind und am meisten Klärungs- und Abstimmungsbedarf (z.B. durch die UAG Alphabetische Katalogisierung) erfordern. Die noch ausstehenden Kapitel sollen so bald wie möglich folgen. Die Verbundzentrale hat sich dennoch entschlossen, die bereits vorliegenden Kapitel zu veröffentlichen, um sie Ihnen möglichst schnell zur Verfügung zu stellen. Somit kann es aber auch vorkommen, dass Sie momentan auf Verweisungen treffen, die ins Leere führen.

Eine Übersicht über die veröffentlichten Kapitel mit Links auf die entsprechenden PDF-Dateien erhalten Sie in einer nach Ostern erscheinenden Sonderausgabe des HeBIScocktail.

(rek)
Hinweise zur Katalogisierung

Von Verbundteilnehmern wurde darum gebeten, an folgende Katalogisierungs- bzw. Erfassungsregelungen zu erinnern:

  • Schriftenreihenaufnahmen (d-Sätze) dürfen nur mit Schriftenreihenaufnahmen verknüpft werden, Zeitschriftenaufnahmen (b-Sätze) nur mit Zeitschriftenaufnahmen. Wird z.B. aus einer Zeitschriftenaufnahme mit einer Früher/Später-Verknüpfung mittels Titelkopie eine Schriftenreihenaufnahme erstellt, muss die vorhandene Verknüpfung zu einem b-Satz gelöscht und durch die richtige zu einem d-Satz ersetzt werden.

  • Bei der Gesamttitelangabe wird eine Bandbezeichnung vor der Bandangabe nur dann angegeben, wenn es sich um eine mehrstufige Zählung (Jg. 54, Nr. 2) oder um eine hierarchische Stufung (Bd. 3, Teil 1) handelt. Bei Titeldaten aus DNB-Lieferungen sind die nach dieser Regelung unzulässigen Bandbezeichnungen zu löschen, da es sonst beim übergeordneten Gesamtwerk zu einer uneinheitlichen Kurzanzeige der Bände kommt.

  • Bei Jahresangaben im Titel muss vor und nach dem Bindestrich ein Blank gesetzt werden (RAK § 203). Eine unterschiedliche Behandlung, also einmal mit und einmal ohne Blanks, führt bei dem Suchschlüssel "tis" zu einer abweichenden Indexierung und damit zu unvollständigen Suchergebnissen.
(rek)
Mitarbeit des HeBIS-Verbundes an der Personennamendatei (PND

Seit Anfang Februar 2001 beteiligt sich der hessische Verbund an der fachlichen Redaktion der PND, da im HeBIS-Verbund mit der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main eine Sondersammelgebietsbibliothek vertreten ist, in deren Zuständigkeitsbereich Hebräisch, Jiddisch, Iwrit und afrikanische Sprachen gehören.

Fragen, die sich auf die oben aufgeführten Sprachen beziehen, können Sie direkt an die fachlich zuständigen Kolleginnen schicken (afrikanische Sprachen: Frau Kasper, E-Mail: a.kasper@stub.uni-frankfurt.de; Hebräisch, Jiddisch und Iwrit: Frau vom Lehn, E-Mail: k.lehn@stub.uni-frankfurt.de).

Zur Zeit wird in Zusammenarbeit mit einer Kollegin der StUB eine Arbeitsanweisung für die Erfassung hebräischer Namen im hessischen Verbund erstellt. Die StUB weicht aus mehreren Gründen bei der Ansetzung dieser Namen von der nach RAK zu bildenden Ansetzungsform ab und passt sich in ihren Regeln an die Praxis der Library of Congress an. Entsprechend entstehen bislang Probleme dadurch, dass die von der Deutschen Bibliothek eingespielten Fremddaten die nach RAK vorgeschriebene Namensform enthalten und es bisher keine Verbundregelung für die Ansetzung dieser Namen gab, so dass im Hessischen Verbundkatalog verschiedene Ansetzungsformen für dieselbe Person nebeneinander existieren. Die Arbeitsanweisung, die im zweiten Quartal diesen Jahres veröffentlicht werden soll, soll hier Abhilfe schaffen.

In diesem Zusammenhang wird ein Autorisierungsverfahren in HeBIS eingeführt. Um kennzeichnen zu können, welche Namensansetzungen bereits von der Verbundzentrale oder der StUB Frankfurt als Sondersammelgebietsbibliothek für afrikanische, hebräische, neuhebräische und jiddische Autoren überprüft und ggf. korrigiert wurden, wird in Kat. 30XX ein neues Unterfeld ($h) eingerichtet. Es wird durch "**" eingeschlossen und ist entweder mit "a" (für afrikanische Namen), "h" (für hebräische Namen) oder "VZ" (für Verbundzentrale) besetzt. Die StUB wird dieses Unterfeld in allen von ihr bearbeiteten Titeldatensätzen besetzen, die Verbundzentrale nur, wenn Anfragen aus dem Verbund oder von den PND-Teilnehmern zu einer Ansetzung gestellt wurden.

Beispiel: 3000 Winston@Churchill **VZ** 3800 Winston Spencer@Churchill

Wenn Sie eine so gekennzeichnete Ansetzung in der Datenbank finden, können Sie diese ohne weitere Recherchen für Ihren Titel nutzen. Bitte solche Ansetzungen nicht ändern! Wenden Sie sich bei Fragen zur Ansetzung bitte an die Verbundzentrale oder an die Ansprechpartnerinnen in der StUB!

Für Ihre Fragen zur PND (Dublettenmeldungen, Ansetzungsfragen usw. für alle Sprachen) wurde die E-Mail-Adresse hebis-pnd@stub.uni-frankfurt.de eingerichtet. Sie können Ihre Fragen aber gern auch weiterhin mit der "normalen" Post an die Verbundzentrale schicken.

(caw)
Ungarische Diakritika

Da es bei der Verzeichnung des ungarischen ü/ö bzw. u Doppelakut/o Doppelakut immer wieder zu Erfassungsfehlern kommt, hier noch einmal folgender Hinweis: Im Ungarischen gibt es sowohl das normale ü=ue oder ö=oe (z.B. Könyvek) als auch das =u (z.B. Mvészet) bzw. o Doppelakut=o mit Doppelakut. Die unterschiedliche Sortierung der Diakritika als ue/oe oder u/o führt bei Erfassungsfehlern zu Doppelaufnahmen und verwirrenden Suchergebnissen in den Datenbanken. ZDB und GKD bemühen sich die Fehler - soweit gemeldet - zu korrigieren. Wir möchten hiermit die Urheber von Titel- und Körperschaftsneuaufnahmen nochmals bitten, diesen Unterschied im Ungarischen zu beachten, damit "das Chaos in Grenzen gehalten werden kann". Konkret bedeutet dies: /o Doppelakut werden mit Hilfe des Diakritikafensters der IBW dargestellt, für ü/ö werden die Umlaute der Tastatur benutzt.

(mod)
Fernleihe
Neue Mailingliste hebis-ofl-list

Der wachsende Kreis der Nutzer der HeBIS Online-Fernleihe hat zu Überlegungen geführt, eine offene Diskussionsliste analog Pica-list auch für die Fernleihe einzurichten. Sie soll allen Teilnehmern eine Plattform bieten, wo sie tägliche Anwendungsprobleme diskutieren oder sich über Probleme bei der Bearbeitung einzelner Bestellungen austauschen können. Statt jeden Nicht-HeBIS-Teilnehmer einzeln über Veränderungen in der Online-Fernleihe anschreiben zu müssen, können nun alle über die Mailingliste hebis-ofl-list erreicht werden.

Wenn Sie Mitarbeiter oder Mitarbeiterin einer Fernleihstelle sind oder sich allgemein für die Fragestellungen der HeBIS Online-Fernleihe interessieren, dann tragen Sie sich auf hebis-ofl-list ein. Wie das geht, welche Themen im Einzelnen besprochen werden sollen und wohin man seine Beiträge sendet, erfahren Sie über die HeBIS-Internetseiten im Bereich "Bibliothekarische Informationen - Arbeitshilfen - Mailinglisten".

Die bisher verwendete interne Liste hebis-fl (geführt bei der BDV in Frankfurt) existiert weiterhin, soll aber vorrangig zur Klärung von Entwicklungsfragen verwendet werden. Sie ist nicht öffentlich.

(ana)
Fernleihe
Personalia

Frau Eva Ondreka ist in die Abteilung "Bibliographie Linguistischer Literatur" gewechselt. Sie nimmt keine Aufgaben mehr für den Hessischen Zentralkatalog wahr. Die Signierarbeiten im HZK sowie die Bearbeitung der Online-Fernleihbestellungen auf Bestände vor 1960 und die Betreuung der indirekt teilnehmenden Bibliotheken im Rahmen des Leihverkehrs leistet Frau Ingrid Fleischer, ehemals beschäftigt im Signierdienst der Stadt- und Universitätsbibliothek.

Diese personelle Umstrukturierung im Bereich Konventioneller Leihverkehr hat außerdem zur Folge, dass ab sofort sämtliche Katalogisierungsarbeiten im HZK eingestellt werden. Zusätzlich zum Verzicht auf die Neuerfassung von Beständen indirekt teilnehmender Bibliotheken entfällt nun auch die Erfassung von Beständen, die aufgrund von Online-Fernleihbestellungen im Hessischen Zentralkatalog ermittelt wurden.

Herr Reith wird sich ab Ende April um alle Anfragen und Änderungswünsche kümmern, die Bestände der indirekt teilnehmenden Bibliotheken in der HeBIS-Verbunddatenbank betreffen.

(ana)
Fernleihe
Zulassung externer Bibliotheken

Seit dem 8. Februar 2001 steht die HeBIS Online-Fernleihe allen zum Leihverkehr zugelassenen Bibliotheken bundesweit zur Verfügung. Inzwischen haben bereits 105 Bibliotheken dieses Angebot wahr genommen und sich angemeldet. Möglich wurde die Freigabe durch die Einrichtung eines automatischen Benachrichtigungsverfahrens, das eine E-Mail an die bestellende Bibliothek erzeugt, sobald eine Bestellung im HeBIS-Fernleihsystem negativ verlaufen ist. Vorher mussten diese Bestellungen manuell über die Pica-WinIBW abgerufen werden, um sie im Fernleihsystem auf den Status "erledigt" zu setzen.

Das neue Verfahren versetzt die externen Bibliotheken außerdem in die Lage, über einen Server Benachrichtigungsschreiben im Browser anzeigen zu lassen und diese ggf. auszudrucken. Da es an eine spezielle Nutzergruppe, die extra für die nicht-hessischen Bibliotheken eingerichtet wurde, gebunden ist, bleibt noch zu prüfen, in welchem Rahmen sich dieses Benachrichtigungsverfahren auch für die Nutzerinnen und Nutzer der hessischen Bibliotheken einsetzen lässt, die via HeBIS Online-Fernleihe bestellen.

Dieses Benachrichtigungsverfahren wird nicht für die zur Online-Fernleihe zugelassenen Öffentlichen Bibliotheken aus Hessen verwendet. Die für sie zuständigen Leitbibliotheken rufen weiterhin die negativ verlaufenen Bestellungen ab und leiten sie per rotem Leihschein in den überregionalen Leihverkehr weiter.

(ana)
Monographien
Personalia

Ab 23.4.2001 erhält die Verbundzentrale Monographien Verstärkung durch Herrn Elmar Reith (Tel. 069/212-39356, E-Mail: reith@stub.uni-frankfurt.de). Herr Reith wird der VZ ganztags zur Verfügung stehen. Sicher ist er vielen HeBIS-Teilnehmern noch in guter Erinnerung, da er bis Mitte 1998 bereits mehrere Jahre in der VZ tätig war. Wir freuen uns, Herrn Reith wieder bei uns begrüßen zu können!
Herr Reith wird die VZ Monographien im Bereich Datenbankpflege unterstützen und die weitere Betreuung des Projekts HeBIS-Retro übernehmen.

(hen)

Mitteilungen der HeBIS-Informationstechnologie

Welche Arbeiten werden in der BibliotheksDatenVerarbeitung von wem erledigt?

Willkommen in der beliebten Serie "Mitteilungen der Bibliotheksdatenverarbeitung". In dieser Folge erfahren Sie alles, was Sie über mich, Anton Malina, wissen müssen.

Angefangen hatte die Sache im November 1998. Damals trat ich meine Stelle in der BDV an und begann, mich in die Struktur der Pica-Datenbank und in die im CBS vorhandenen Programme einzuarbeiten. Die Einarbeitungszeit hatte ich in meiner jugendlichen Naivität hoffnungslos unterschätzt. Erstmals produktiv tätig wurde ich dann im Projekt HERBEI, das mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, eine aus Benutzersicht einheitliche Web-Oberfläche für die Recherche und Ausleihe - sowohl lokal als auch fern - aller im HeBIS-Verbund vorhandenen Kataloge zu erstellen. Zusammen mit Herrn Schneider, Herrn Reh und Herrn Risch wurde eine bis auf die finale Aufgabe der Bestellung voll funktionsfähige verteilte Anwendung erstellt. Sie wurde auf dem Bibliothekartag 1999 in Freiburg dem Fachpublikum vorgestellt und stieß auf reges Interesse. Das Konzept sah darüber hinaus vor, weitere Verbünde, auch nicht auf Pica-Software basierende, in HERBEI einzubinden. Damit wäre HERBEI eine mächtige Konkurrenz zum KVK geworden, ohne dessen Nachteile, in erster Linie den hohen Bedarf an Netzwerkbandbreite und die erhebliche Systemlast auf den abgefragten Servern, zu teilen. Leider wurde dieser Teil des Plans nicht umgesetzt.

Das nächste Projekt war die Realisierung eines Zugangs zu den HeBIS-Beständen über das standardisierte Protokoll Z39.50. Damit habe ich die dunkle Seite der Datenverarbeitung kennen gelernt. Wegen nicht ausreichender Dokumentation des notwendigen Z39.50-Pica-Gateways und nur rudimentärer Unterstützung seitens des Herstellers habe ich lange Zeit ohne sichtbaren Fortschritt verbracht und die Konfiguration nach der trial-and-error-Methode und mit Unterstützung der BDV-Mitarbeiter, denen an dieser Stelle gedankt sei, fertig gestellt. Einen webbasierten Z39.50 Client habe ich unter Verwendung des ZedJava Toolkits der Firma Crossnet erstellt. Die Freigabe für die Benutzer kann erfolgen, sobald das Z39.50 Protokoll in der neuen Version des OPAC offiziell unterstützt wird.

Bereits zu Z39.50-Zeiten war ich am HeBIS-Retro-Projekt beteiligt, das die Digitalisierung und Zugänglichmachung von Zettelkatalogen Hessischer Bibliotheken über das Internet zum Ziel hat. Das HeBIS-Retro-Projekt ist gegenwärtig mein Hauptaufgabengebiet. Die Digitalisierung der Karten erfolgt durch die Firma SRZ in Berlin. Meine Aufgabe besteht darin, den Server zu verwalten, den Datenbestand zu aktualisieren, zu pflegen, über die Suchmaschine Verity Search Engine durchsuchbar zu machen, den Webzugang für die Benutzer sicherzustellen sowie Änderungswünsche und Verbesserungen am Benutzerinterface umzusetzen. Es besteht die Möglichkeit, einen oder mehrere Kataloge für die Recherche auszuwählen und nach verschiedenen Kategorien, z.B. Autor oder Titel zu suchen. Die einzelnen Kategorien können mit den Operatoren UND, ODER und NICHT verknüpft werden. Eine Volltextsuche ist ebenfalls möglich. Weitere Suchoptionen, deren Aufzählung an dieser Stelle zu weit führen würde, sind verfügbar. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, auf die Präsentation der Suchergebnisse Einfluss zu nehmen. Nach erfolgreicher Recherche kann online eine Bestellung aufgegeben werden. Die Anbindung der Retro-Kataloge an das HeBIS-Ausleihsystem liegt in der Verantwortung von Herrn Risch (Fernleihe) und Herrn Reh (lokale Ausleihe). Momentan sind die Kataloge der StUB Frankfurt, SeB Frankfurt/AK, SeB Frankfurt/Diss und UB Kassel verfügbar. Weitere Kataloge werden von SRZ Berlin in dreimonatigen Abständen geliefert und kurze Zeit später von uns verfügbar gemacht. Die Suchmöglichkeiten in den digitalisierten Retro-Katalogen sind über den Web-Zugang umfangreicher und komfortabler, als sie es in den Zettelkatalogen jemals waren. Die Automatisierung des Bestellvorgangs bedeutet ferner eine Arbeitserleichterung für das Bibliothekspersonal.

Für die Zukunft steht die Fertigstellung des HeBIS-Retro-Projekts, die Zurverfügungstellung der Verity Search Engine oder einer anderen Suchmaschine für unser Intranet sowie als größeres Vorhaben der Umstieg von Tandem auf Solaris-basierte Rechner auf dem Programm.

Anton Malina
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung
While we are sleeping ...

... schläft HeBIS noch lange nicht! Wussten Sie schon, dass in der BDV im Hochschulrechenzentrum Frankfurt jede Nacht zahlreiche Offline-Programme laufen, die den Routinebetrieb der Datenbank gewährleisten und uns Bibliothekaren ganz unbemerkt die Arbeit erleichtern? Um Ihnen einen Einblick in die Vielzahl der regelmäßigen Programmroutinen zu geben, hat die BDV folgende Übersicht zusammengestellt: Täglich bzw. nächtlich:

19:00 Änderung von Erwerbungstiteln (0500 3. Pos. "a" zu "y"), falls echtes Exemplar vorhanden
22:00 Setzen des "a-Flags" bei unselbständigen Werken (0500 2. Pos. "o"). Das Flag bewirkt, dass die Datensätze nur für Bearbeiter mit entsprechenden Kennungen sichtbar sind. Anschließend: Verschiebung von Swets-Sätzen, an denen Bestand erfasst wurde, in einen eigenen PPN-Bereich.
23:45 Einspielen der Swets-Daten
00:05 Löschen der tagsüber entsprechend markierten Zeitschriften-Exemplare
00:30 Zurücksetzen der tagsüber eingegangenen Zahl an Fernleihbestellungen auf Null
01:00 Erzeugen und Löschen von Leersätzen, anschließend: Erzeugen und Löschen von Lizenzdummies
02:00 Sortieren der Exemplare einer ILN nach Abteilungscode
04:00 Erzeugen eines Dummies für die ILN 56 (künstliche ILN "Kein Bestand in Hessen") an Zeitschriften, falls Verbindung mit OLC-Record aus Swets-Lieferungen


wöchentlich:

Mo. Einspielen der Titel-Lieferungen von Blackwell
Di. Erzeugen von WWW3-Exemplaren (Elektronische Zeitschriften HeBIS) für die ZDB. Anschließend: Abzug der Zeitschriften-Exemplare für die ZDB
Mi. Update GKD, SWD, DNB (Reihe A, B, N; Reihe H nur alle 4 Wochen).
Das Einspieldatum der von der DDB gelieferten Daten hängt natürlich von der Lieferung ab; diese liegt meistens "pünktlich" bereit, kann aber auch mal um einen Tag verzögert sein.
Do. Update der ZDB-Titeldaten


pro Quartal:

am 1. Quartalsstatistik

Außerdem über die Woche verteilt Sicherung der Tandem-Platten und 2x pro Woche OnlineDump (Sichern der Online-Sicherungen der Datenbank-Dateien).

Aglaia Serbetcioglu
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Darmstadt - Technische Universität
Datenmigration von Allegro nach PICA

Im Sommer 2000 wurde an der Technischen Universität Darmstadt die erste Teilbibliotheksvereinbarung für die Bibliothek Chemie/Materialwissenschaften unterzeichnet. Ein Bestandteil der Vereinbarung war, dass die Katalogisierung zukünftig unter PICA erfolgen soll. Beide Bibliotheken nutzten bis dahin das für den Bereich der TUD-Bibliotheken gängige Bibliothekssystem Allegro. Man entschloss sich, auf Grund der Anzahl und der inhaltlichen Struktur der Datenmengen nur die Daten der Bibliothek Chemie nach PICA zu überführen. Ausgangspunkt war ein Bestand von ca. 8300 Datensätzen.
Im Bereich der LHB Darmstadt teilten sich drei Kolleginnen die Aufgaben: a) die datentechnische Analyse und Umsetzung von Allegro nach PICA, b) die Analyse der Daten unter bibliothekarischen Aspekten im Allegro-Format und schließlich c) die Begutachtung der konvertierten Daten im Pica-Format.
Dementsprechend gestaltete sich die Vorgehensweise: In einem ersten Schritt wurde eine automatische Klassifizierung nach Monografien, Mehrbändern und importierten Fremddaten durchgeführt, gefolgt von einer Fehleranalyse nach "automatisch" identifizierbaren Katalogisierungs- bzw. Kategorisierungsfehlern, die gleichzeitig die Grundlage für die anschließende manuelle bibliothekarisch-inhaltliche Analyse bildete. Daraus entstand - schon unter Allegro - ein Katalog an Punkten, der zuerst mit den Kolleginnen vor Ort bearbeitet wurde. Ziel war es, bereits die Allegro-Daten, soweit wie möglich, den Anforderungen der Verbunddaten anzupassen. Die Daten wurden in Darmstadt vom Allegro-Format ins PICA3-Format konvertiert, wobei beispielsweise mehrbändige Werke nur mit Hilfe genau definierter Regeln umgesetzt werden konnten. Insgesamt waren mehrere Kontrollgänge notwendig. Die durch die Konvertierung entstandenen Probleme wurden schrittweise per Routinen behoben, währenddessen nicht RAK-gerechte Inhalte nach Pica übernommen werden mussten.

Da im vorliegenden Fall ein Dublettencheck nicht in Betracht kam, ergab sich die Lösung, die Daten insgesamt mit dem ILL-Flag 4 zu versehen, so dass die so gekennzeichneten Daten nur lokal für Darmstadt genutzt werden. Für alle anderen HeBIS-Teilnehmer sind sie "unsichtbar" und können, bis sie von den Kolleginnen der Teilbibliothek manuell nachbearbeitet werden, über eine "normale" Recherche nicht gefunden werden.

Durch die gelungene Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und Darmstadt sind die Daten der Chemie seit dem 16.02.2001 in den Verbund eingespielt. Parallel dazu wurde in Darmstadt bereits mit den vorbereitenden Arbeiten für die Übertragung der nächsten Datenbestände (Pädagogik) begonnen. Durch die weitere Bildung von Teilbibliotheken (derzeit TB Gesellschafts-/Geschichtswissenschaften, TB Biologie) wird die Konversion zusätzlicher Datenbestände folgen. Neben den Teilbibliotheken haben bereits andere größere Bibliotheken den Wunsch geäußert, zukünftig mit PICA zu katalogisieren, so dass zumindest für den Bereich der größeren Bibliothekseinheiten der TU Darmstadt eine Umsetzung der Daten nach PICA langfristig bevorsteht.

Christiane Brand, Gudrun Guckler, Claudia Schmidt
Hessische Landes- und Hochschulbibliothek / Technische Universität Darmstadt
Frankfurt - Universität
Jahresbibliographie der Universität Frankfurt

Die Jahresbibliographie der Universität Frankfurt soll nach dem Druck des neunten Bandes, der den Zeitraum von 1996 bis 1998 abdeckt, nicht mehr in gedruckter Form erscheinen. Die Bände sechs bis neun sind mit dem Textverarbeitungs- und Datenbanksystem "Frage & Antwort" erstellt und mit Microsoft Word in druckfertige Form gebracht worden. Die Zahl der seit Beginn der Erfassung im Jahr 1973 nachgewiesenen Veröffentlichungen beträgt über 50.000.

Die Erfassung der gemeldeten Titel ab 1999 soll direkt in Pica geschehen und die Jahresbibliographie soll nur noch elektronisch angeboten werden. Dies wird möglich, nachdem die Katalogisierungsrichtlinie für die Titelaufnahme von unselbständigen Werken (UW) fertiggestellt und die Katalogisierung von UW in der Verbundzentrale freigegeben ist. In einem eigenen lokalen Katalog werden die Veröffentlichungen der Bibliographie als reine bibliographische Nachweise (ohne Lokaldaten!) über die bekannten Indices abrufbar sein. Auf die nur bibliographische Verzeichnung wird auf der Info- bzw. der Eingangsseite hingewiesen.
Um an einen gefundenen Titel zu kommen, muss ein Benutzer nach einer Suche im Katalogbestand der Jahresbibliographie eine zweite Suche in einem lokalen Katalog (z.B. der ILN 3, dem Katalog der Johann Wolfgang Goethe-Universität, einschließlich der Stadt- und Universitätsbibliothek und der Senckenbergischen Bibliothek) starten, um echte Bestandsnachweise angezeigt zu erhalten.

Für die Jahresbibliographie wird die im Lokalsystem Frankfurt noch existierende frühere ILN 4 (ELN 4500, Anm. d. Red.) wieder aktiviert, für die Anpassungen an die Vorgaben und Bedürfnisse der Bibliographie vorgenommen werden. So soll z.B. auch eine Suche nach Fachbereichen und Instituten möglich sein.

Im CBS müssen nur minimale Lokaldaten erfasst werden, um das Update in das LBS Frankfurt anzustoßen. Nötig ist nur eine Eintragung ähnlich den "Dummy-Lösungen" des CBS. Im CBS erscheint in der ISBD-Anzeige des Titels allerdings die Anzeige dieser ILN als Besitznachweis, obwohl es sich nur um einen rein bibliographischen Nachweis handelt.

Es ist geplant, ein Online-Formular auf einer Info-Seite der Bibliographie und/oder im OPAC einzubinden, über das Titelmeldungen an die Bibliographie abgeschickt werden können.

Gisela Treffert
Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Arbeitsstelle Fachbibliographie
Wiesbaden - Bibliothek der Fachhochschule
Unmittelbare Fernleihteilnahme

Seit März 2001 nimmt die Bibliothek der Fachhochschule Wiesbaden (969) unmittelbar an der Fernleihe teil. Die Weiterleitung ihrer Bestellungen durch eine Leitbibliothek (LB Wiesbaden) entfällt damit.

(ana)
Wiesbaden - Hessische Landesbibliothek
Online-Fernleihe für Benutzer

Seit dem 12. März 2001 bietet die Hessische Landesbibliothek Wiesbaden ihren Benutzern die HeBIS Online-Fernleihe an.

(ana)

Aus den Verbundgremien

Neukonstituierung der HeBIS-Verbundgremien

Am 1.1.2001 ist die neue HeBIS-Verbundordnung vom 5.12.2000 in Kraft getreten. Damit wurde auch eine Neukonstituierung der Verbundgremien erforderlich.

Als neue Verbundgremien neben dem HeBIS-Verbundrat wurden aufgenommen die AG HeBIS-Konsortium sowie die AG Speicherbibliothek. Neu hinzugekommen sind auch zwei UAGs der AG Medien, nämlich die UAG Benutzung und die UAG Elektronische Medien.

Die Mitgliedschaft in der AG Technik und der AG Medien einschließlich deren UAGs ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt (mit anschließender Verlängerungsmöglichkeit).

Das Benennungsverfahren für die Mitglieder der in die Zuständigkeit des HeBIS-Verbundrats fallenden Arbeitsgruppen (das von den entsendenden Stellen in Eigenregie durchgeführt wurde) wurde im Laufe des März abgeschlossen, so dass nunmehr die Vorbereitungen und Einladungen zu den konstituierenden Sitzungen anlaufen konnten. Die Organisation erfolgt durch das HeBIS-Leitungsteam und - soweit möglich - in enger Zusammenarbeit mit den bisherigen Vorsitzenden der alten Arbeitsgruppen. Bis Ende Mai werden sich alle HeBIS-Verbundgremien offiziell neu konstituiert haben.

Über die HeBIS-Homepage http://www.hebis.de/bib_index.html, Bereich "Wir über uns - Verbundgremien" können Sie sowohl die neue HeBIS-Verbundordnung als auch die aktuellen Mitgliederlisten der einzelnen HeBIS-Verbundgremien und deren Sitzungsprotokolle einsehen.

Rolf-Dieter Saevecke
HZK/HeBIS-Verbundleitung
UAG Sacherschließung neu konstituiert

Die UAG Sacherschließung ist die erste Arbeitsgruppe, die sich nach der neuen Verbundordnung neu konstituiert hat. Die Sitzung fand am 20. März 2001 in Kassel statt. Alte und neue Vorsitzende der UAG Sacherschließung ist Frau Christa Wittrock.
Namen und Adressen der Mitglieder können auf den HeBIS-Internetseiten http://www.hebis.de/bib_index.html im Bereich "Wir über uns - Verbundgremien" nachgelesen werden.

(ana)

Gremienberichte

Expertengruppe DDC deutsch

Bericht von der Konstituierenden Sitzung am 8.2.2001 in der DDB, Frankfurt/M.

Stand der Aktivitäten und Planungen

Der Antrag an die DFG ist gestellt; vermutlich werden einige Nachfragen kommen; insgesamt herrscht Optimismus über die Bewilligung. Falls das Projekt bewilligt wird, ist geplant, vier Stellen für die Übersetzungsarbeit an der Fachhochschule Köln (da dort die Betreuung sowohl von informationswissenschaftlicher als auch von sprachwissenschaftlicher Seite durch entsprechende Fachbereiche gewährleistet ist), eine Stelle für die datentechnische Betreuung in der IT-Abteilung der DDB und eine Stelle für die Koordination bei der DDB zu verwenden.
Für den Fall der Bewilligung wäre die Pre- und Konferenz der IFLA im Sommer diesen Jahres in Dublin (Ohio), dem Sitz von OCLC, eine gute Gelegenheit für den Abschluss eines Lizenzvertrages.

Neugliederung der Nationalbibliographie nach DDC

Seit 2001 sind die Monatshefte des Schweizer Buches nach DDC gegliedert. Die Sachgruppen der Deutschen Nationalbibliographie werden ebenfalls in absehbarer Zeit die DDC als Grundlage haben. (Da es - eigentlich - eine Verabredung zwischen den deutschsprachigen Nationalbibliographischen Zentren gibt, gleichartig zu gliedern, bleibt abzuwarten, ob Österreich sich anschließen wird.)
Mit den Kunden der DDB (Börsenverein, Verlage, Bibliotheken bzw. Bibliotheksverbünde) wird vorher die neue Gliederung abgestimmt werden.

Integration von DDC und anderen Klassifikationen in die SWD

Die DDB wird kurzfristig - im Rahmen des Renardus-Projektes und zur Vorbereitung der Anwendung der DDC - neue oder vorhandene Schlagwörter zusätzlich mit DDC-Notationen versehen. Die Vergabe solcher Notationen (21. Edition) ist nicht flächendeckend und auf jeden Fall für die Verbünde freiwillig. Es stehen dafür zur Verfügung die Kategorien (nach PICA) 816 für DDC und 817 für andere Klassifikationen; gedacht ist z.B. an die Regensburger Verbund Klassifikation (RVK) oder die Basisklassifikation (BK).

Revisionsvorhaben für die DDC 22

Vorbereitungen für die 22. Edition der DDC laufen schon seit längerem bei OCLC. Es ist ratsam, geplante Erweiterungen, die mit den Vorstellungen von Ergänzungen oder sogar Korrekturen von deutscher Seite aus zusammenfallen, schon jetzt aktiv mitzugestalten. Jeder, der sich für die entsprechenden Themen kompetent fühlt, ist aufgerufen mitzuarbeiten. Zur Diskussion stehen die Themen Recht (Gruppe 340), Holocaust (Gruppe 940.53) und die "Hilfstafel" für geographische Untergliederungen (Table 2). Ansprechpartnerin ist Frau Heiner-Freiling von der DDB.

Öffentlichkeitsarbeit

Es ist geplant, Unterlagen zum Thema DDC Deutsch über die Homepage der DDB jedem Interessierten zugänglich zu machen. Es wird an Bibliothekartagen und bei weiteren Veranstaltungen über den Fortgang des Projektes berichtet werden. Eine stärkere und konkretere Integration der DDC in die Ausbildungsinhalte für das informationswissenschaftliche/bibliothekarische Berufsfeld soll erfolgen.

Termine im Umfeld Sacherschließung

  • Konstituierende Sitzung der Expertengruppe RSWK / SWD: 27.03.2001
  • Zweite Sitzung Expertengruppe DDC Deutsch: 20.06.2001
  • Nächster Workshop der DDB: 07.11.2001 Vorstellung des Projektes MACS (Multilingual Access by Subjects)
  • Treffen von Fachreferenten aus den Philologien zum Thema Sprach-Codes, DDC, etc. Anfang Juni 2001; angesprochen sind insbesondere Fachreferenten aus Sondersammelgebieten bzw. solche mit Interesse an verbundübergreifender Arbeit.
Christa Wittrock
UAG Sacherschließung

Meet the challenge

Online-Zeitschriften: vom OPAC in die EZB

Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist eine zentrale Datenbank für wissenschaftliche Volltextzeitschriften im Internet (http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/). Die Titeldaten werden kooperativ von den teilnehmenden Einrichtungen gesammelt und gepflegt. Dieser Dienst wurde im Rahmen eines Projektes von der Universitätsbibliothek Regensburg in Kooperation mit der Bibliothek der Technischen Universität München entwickelt.

Inzwischen wird die Elektronische Zeitschriftenbibliothek als Nutzerservice im Routinebetrieb in 139 Bibliotheken bzw. Forschungseinrichtungen angeboten, darunter auch von 8 hessischen Bibliotheken und Bibliothekssystemen. Die EZB gilt aufgrund der detaillierten Lizenzinformationen, die dort erfasst werden können, und wegen ihrer übersichtlichen Frontdoorlösung als sehr benutzerfreundlich. Nachgewiesen werden neben lizenzfreien Online-Zeitschriften auch lokal oder konsortial lizenzierte.

Einige HeBIS-Bibliotheken hatten bereits vor längerer Zeit den Wunsch geäußert, eine Verzahnung zwischen EZB und lokalem OPAC vorzusehen und dies nach Möglichkeit auch maschinell zu unterstützen. Auf dem Marburger Workshop im August 2000 war zudem deutlich geworden, dass es vereinzelt auch Interesse an einer Pauschalübernahme aller EZB-Zeitschriften in den lokalen OPAC unabhängig von tatsächlich vorliegenden Lizenzen gibt.

Mit Abschluss der vollständigen Erfassung aller EZB-URLs als Teil der bibliographischen Daten in der ZDB bot sich der Verbundzentrale die Gelegenheit, diese Wünsche aufzugreifen und in die Tat umzusetzen. Oberste Maxime blieb dabei aber die Autonomie der einzelnen HeBIS-Bibliotheken - niemand sollte zu einem bestimmten Verfahren gezwungen werden, sondern wie bisher frei entscheiden können, was vor Ort realisiert werden kann und soll.

Für die Verzeichnung von Online-Zeitschriften in den lokalen OPACs wurden vier verschiedene Modelle entwickelt, bei denen drei darauf basieren, dass eine Bibliothek ihre Nutzer vom Katalogisat einer Online-Zeitschrift im lokalen OPAC immer zuerst auf die Frontdoor der Zeitschrift in der EZB leiten will. Erst von dort erfolgt der Zugriff auf den Volltext. In diesen Fällen umfasst die Datenlieferung für den lokalen OPAC einen Lokaldatensatz, der die EZB-URL enthält. Dies gilt für alle lizenzfreien, konsortial oder durch lokale Lizenzierungen erworbenen Online-Zeitschriften. Die drei EZB-Varianten unterscheiden sich grundsätzlich lediglich im Umfang der automatisierten Titellieferungen für den lokalen OPAC:

  • Variante 1 umfasst alle mit EZB-URLs nachgewiesenen Online-Zeitschriften. Sie werden automatisch und vollkommen unabhängig von einer tatsächlich vorhandenen Lizenz in den OPAC eingespielt. Trotzdem können bei einer Vielzahl von nichtlizenzierten Titeln die Inhaltsverzeichnisse oder sogar Abstracts eingesehen werden. Diese Variante ist vor allem für EZB-Teilnehmer-Institutionen interessant, die auf eine Lokaldatenpflege in HeBIS verzichten und stattdessen die detaillierten Lizenzinformationen der EZB bedienen wollen.

  • Variante 2 umfasst eine nach Fächern vorgenommene Auswahl von Online-Zeitschriften mit EZB-URL und ist somit eine Abwandlung von Variante 1. Sie ist gedacht für EZB-Teilnehmerbibliotheken mit eingeschränktem Sammelspektrum.

  • Variante 3 zielt auf EZB-Teilnehmerbibliotheken, die nur die tatsächlich lizenzierten Online-Zeitschriften in ihrem lokalen OPAC nachweisen wollen. Lizenzfreie und konsortial erworbene Titel werden automatisch mit der EZB-URL im Lokaldatensatz in den lokalen OPAC geliefert; Lokaldatensätze für lokale Lizenzen werden mit der EZB-URL manuell erfasst. Als neues arbeitserleichterndes Werkzeug werden spezielle Makros zur Verfügung gestellt, die die manuelle Lokaldatenerfassung auf wenige Handgriffe reduzieren.

HeBIS-Bibliotheken, die nicht an der EZB teilnehmen wollen, brauchen dies auch in Zukunft nicht zu tun. Für sie wurde eine eigene Erschließungsvariante entwickelt, die im Wesentlichen auf bereits Bekanntem aufbaut: lizenzfreie und konsortial erworbene Online-Zeitschriften werden automatisch mit der Verlags- oder Vertrags-URL für den lokalen OPAC geliefert, lokale Lizenzen werden mit der gültigen URL manuell erfasst.

Alle Bibliotheken profitieren unabhängig von der gewählten Erschließungsvariante davon, dass automatisierte Titellieferungen künftig immer mit vereinfachten Lokaldatensätzen verknüpft sind, die die oder eine gültige URL enthalten. Damit hat die Verwirrung der Benutzer vor Ort aufgrund einer Vielzahl von URLs in den bibliographischen Daten ein Ende.

Rita Albrecht
HeBIS-Verbundzentrale
Software für die Verbundsacherschließung nach RSWK

Beschlagwortungsprogramm

Den Verbundbibliotheken steht für die Beschlagwortung (Verknüpfung von Titel und SWD-Satz auf Level 0) ein Zusatzprogramm zur Verfügung, das die Arbeit sehr vereinfacht. Mit diesem Programm werden die Schlagwörter, die der Sacherschließer im CBS recherchiert, erst einmal gesammelt. Sie können so gesichtet und sortiert werden, nicht benötigte Schlagwörter können wieder gelöscht werden. Form- und Zeitschlagwörter, die keine SWD-Verknüpfung bekommen, sind in das Programm integriert und können aus einer Box ausgewählt werden. Bei der Übernahme der geeigneten Schlagwörter finden diverse Prüfungen statt, dadurch werden formelle Fehler vermieden. Für die Sondersammelgebiete der StUB und der Senckenbergischen Bibliothek können Neuerwerbungskennungen vergeben werden und für Klassifikationen auf Level 1 (Eppelsheimer-Notationen und Basisklassifikation) steht drei Verbundbibliotheken ebenfalls eine Funktion zur Verfügung. Auch die Suche nach Fremdleistungen im KVK wird unterstützt: Nach Mausklick wird der Titel im KVK gesucht, und die im KVK markierten Schlagwörter werden im CBS aufgerufen und übernommen. Wenn die Beschlagwortung dann "steht", führt das Programm die Sacherschließung selbständig in einem Arbeitsgang durch.

Neuansetzungsprogramm

Das Einbringen neuer Schlagwörter in die SWD wurde mit einem elektronischen Neuansetzungsformular automatisiert: Der Sacherschließer füllt das Formular am Bildschirm aus (damit sind bis zur Ansetzung keine weiteren Tipparbeiten nötig). Es bietet verschiedene Bequemlichkeiten: alle Kodierungen, Sonderzeichen, Kopierfunktionen für PPN's und GKD-Nummern, Online-Hilfe, Plausibilitätsprüfung usw. Das Programm erstellt aus den Eintragungen eine Datei, die zum hessischen Ftp-Server auf ein bestimmtes Unterverzeichnis geschickt wird. Von dort kann sie der lokale Schlagwortkoordinator zum Sichten und Prüfen abholen und sie danach zum Verzeichnis der Frankfurter Zentralredaktion auf dem Ftp-Server weiterleiten. Die Zentralredaktion übernimmt die Datei vom Server und setzt nach Überprüfung das Schlagwort in ILTIS und in HeBIS an. Danach wird das neue Schlagwort mit den Titeln verknüpft, für die es angesetzt wurde. Das Programm erstellt abschließend eine nach ansetzenden Bibliotheken getrennte Statistik.

Kolleginnen und Kollegen der Verbundbibliotheken, besonders auch die Mitglieder der UAG Sacherschließung haben mit Verbesserungsvorschlägen, Hinweisen auf Fehler und beim Testen vieles zur Entwicklung der beiden Programme beigetragen; dafür gebührt ihnen Dank.

Lothar Wallstädt
Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
Von der Flüchtigkeit elektronischer Adressen

Die Erfahrungen hat wohl jeder schon einmal gemacht: Erwartungsvoll gibt man eine URL in seinen Web-Browser ein und bekommt als Ergebnis lediglich die Fehlermeldung "URL not found" zu sehen. Seiten, die man seit langem in seinem Bookmark- oder Favoriten-Verzeichnis gespeichert und immer wieder besucht hat, sind plötzlich in den Weiten des Netzes verschwunden. Zitate von Online-Publikationen in wissenschaftlichen Arbeiten sind unauffindbar.

Die Ursachen für diese und andere Phänomene sind vielschichtig: Web-Server werden entrümpelt, reorganisiert oder sogar abgeschaltet. Autoren ziehen ihre Arbeiten aus dem Internet zurück, weil sie lukrativere Absatzmöglichkeiten gefunden haben. Verlage legen "Schnupperangebote" ins Netz, die sie nach einer bestimmten Frist wieder aus dem Angebot nehmen und anderweitig vermarkten.

All dies hat auch für Bibliotheken fatale Folgen. Da wir unsere Erschließungsaktivitäten auch immer mehr auf Online-Publikationen ausdehnen und die Angabe der elektronischen Adresse ein wichtiges Element der bibliographischen Beschreibung einer Netzpublikation darstellt (s. RAK NBM § 161), entsteht in unseren Katalogen ein zunehmendes Potential an "Datenmüll", mit dem niemand etwas anfangen kann. Selbst honorige Institutionen wie Die Deutsche Bibliothek sind davor nicht gefeit: etliche der Originaladressen von im Rahmen des Projektes "Dissertationen online" erschlossenen Publikationen führen ins Leere, weil die Server der betroffenen Hochschulen inzwischen wohl gründlichen Revisionen unterzogen wurden.

Eine Besserung der Situation wird sich erst mit der Einführung von sogenannten "Persistent Identifiern" ergeben, mit denen die Identifikation eines Netzdokumentes langfristig gesichert werden kann. Hierfür sind Modelle in Arbeit. Bis dahin können wir uns nur damit behelfen, URLs mit entsprechenden Programmen regelmäßig auf ihre Gültigkeit hin zu überprüfen.

Mit Beginn dieses Jahres haben wir deshalb einen URL-Check aller im Bereich der Titeldaten erfassten elektronischen Adressen eingeführt. Der zuletzt Anfang März durchgeführte Lauf brachte folgendes Ergebnis:

  • Von insgesamt 16.675 URLs wurden 453 als ungültig erkannt, das sind 3,68 %.
  • Von den 453 ungültigen URLs
    • hatten 15 eine falsche Struktur (= 3,3 %)
    • betrafen 88 lizenzfreie Publikationen (= 19,42 %)
    • betrafen 5 Titel aus Konsortialverträgen (= 1,1 %)
    • betrafen 24 Titel mit lokalen Lizenzierungen (= 5,29 %)
    • betrafen 336 lizenzpflichtige Publikationen ohne hessische Lizenzen (= 74,17 %)

Die ungültigen URLs werden in Listen ausgegeben und zur Zeit von der Verbundzentrale gesichtet und soweit möglich auch korrigiert. Für die aus der ZDB stammenden Online-Zeitschriften ohne hessische Lizenzen wurde mit der Zentralredaktion eine enge Kooperation vereinbart: die ZDB erhält als Serviceleistung aus dem HeBIS-Verbund für alle als nicht mehr gültig erkannten URLs Meldungen, die in den meisten Fällen auch schon die von uns ermittelte korrekte URL enthalten.

Mit Umstellung des Erschließungsverfahrens für elektronische Zeitschriften (s. Artikel Online-Zeitschriften: vom OPAC in die EZB in dieser Ausgabe) wird der URL-Check auch auf die in den Lokaldatensätzen erfassten URLs ausgedehnt werden, damit auch lokale Lizenzen immer auf einem aktuellen Stand bezüglich der elektronischen Adresse bleiben. Die einzelnen HeBIS-Bibliotheken erhalten dann regelmäßig Listen mit ungültigen URLs zur Prüfung und Aufarbeitung.

Rita Albrecht
HeBIS-Verbundzentrale

Fortbildung und Veranstaltungen

Bibliotheksschule Frankfurt

Das aktuelle Fortbildungsprogramm der Bibliotheksschule Frankfurt finden Sie unter http://www.fhsbib.uni-frankfurt.de/

Einführung in die Online-Fernleihe für öffentliche Bibliotheken - Fortbildungsveranstaltung am 28. März 2001 in Kassel

Besitzen öffentliche Bibliotheken in Hessen einen Internet-Anschluss, können auch sie die Vorteile der Online-Fernleihe nutzen. Bei ihrer Anmeldung über die HeBIS-Verbundzentrale wird den öffentlichen Bibliotheken der Status eines Benutzers zugeordnet, wodurch sie in die Lage versetzt werden, über den Hessischen Verbundkatalog via Internet (http://hebis.rz.uni-frankfurt.de) Online-Fernleihen für ihre Benutzer aufzugeben.

In diesem Zusammenhang veranstaltete die HeBIS-Verbundzentrale / Bereich Fernleihmodul am 28. März 2001 bereits zum 3. Mal die Fortbildung "Einführung in die Online-Fernleihe für öffentliche Bibliotheken". Während die ersten zwei Schulungen gemeinsam mit der Staatlichen Büchereistelle Darmstadt organisiert wurden, fand diesmal eine Zusammenarbeit mit der Staatlichen Büchereistelle Kassel statt. Teilgenommen haben an der Veranstaltung im Schulungsraum der Universitätsbibliothek Kassel Mitarbeiter aus 8 öffentlichen Bibliotheken des nordhessischen Raums.

Die Schwerpunkte der Fortbildung lagen auf der Vorführung des Hessischen Verbundkataloges und der Online-Fernleihe sowie auf der praktischen Anwendung durch die Teilnehmer. Des Weiteren wurden neue Entwicklungen und Planungen im Bereich Fernleihe (z.B. Retro-Katalog, Zusammenarbeit mit anderen Verbünden) vorgestellt.

Für weitere Informationen zu dieser Veranstaltungsreihe wenden Sie sich bitte per E-Mail an Andrea Arndt oder Jennifer Adler.

(jea)
HeBIS auf dem 91. Deutschen Bibliothekartag in Bielefeld 02.04. - 05.04.2001

Zusammen mit dem Pica-Partner GBV präsentierte sich der HeBIS-Verbund auf dem diesjährigen Bibliothekartag in Bielefeld. Zum ersten Mal wurden zu festen Terminen Standvorführungen angeboten, die spezielle Angebote zum Thema hatten: HeBIS-Retro, Online-Fernleihe und EDI-Orders. Ebenso waren Frau Wiesner für das HeBIS-Konsortium und Herr Saevecke für die HeBIS-Verbundleitung zu festen Zeiten am Stand anwesend und konnten so gezielt angesprochen werden.
Die Resonanz auf die Standvorführungen war unterschiedlich, im Allgemeinen wurde das Angebot aber gut genutzt. Parallel dazu lief auf einem Großbildschirm eine unkommentierte Präsentation ab, die das HeBIS-Dienstleistungsspektrum mit Schwerpunkt Pica-Datenbank zum Inhalt hatte. Sie bot den vorbeiziehenden Besuchern die Möglichkeit, sich einen kurzen Überblick über die Inhalt und Aufgaben unserer Verbunddatenbank zu verschaffen und damit einen Ansatz, Fragen zu formulieren und sich näher zu informieren.

Besonders gefragt war die Vorführung zum Thema EDI-Orders. Unsere Gastrednerin Frau Sylvia Hamann, die in der StUB Frankfurt für die Betreuung des ACQ-Moduls im Pica-Lokalsystem Frankfurt verantwortlich ist, hatte ein sehr großes Publikum. Daneben waren Online-Fernleihe und HeBIS-Retro die am meisten gefragten Themen. Zahlreiche Besucher ließen sich die Funktionsweise der HeBIS Online-Fernleihe demonstrieren, weil sich ihre Bibliothek gerade angemeldet hatte oder dies plante, andere Besucher aus Hessen informierten sich über die Online-Fernleihe für Benutzer, weil deren Einführung in ihren Bibliotheken unmittelbar bevorsteht. HeBIS-Retro war ein viel gefragtes Thema, weil derzeit in zahlreichen anderen Bibliotheken und Regionen Image-Kataloge aufgebaut werden. Dabei zeigte sich, dass HeBIS-Retro den Vergleich mit anderen Katalogen dieser Art nicht scheuen muss, ganz im Gegenteil: HeBIS-Retro vereint die Vorzüge aller anderen Kataloge und erwies sich als das funktionsmäßig beste Angebot auf diesem Gebiet.

Daneben konnte auch das neue Konzept für Online-Zeitschriften, das in dieser Ausgabe ausführlich von Frau Albrecht vorgestellt wurde, interessierten Besuchern näher gebracht werden.

Insgesamt ist das HeBIS-Standteam, bestehend aus Andrea Arndt (Online-Fernleihe), Heike Nienerza (HeBIS-Retro) und Anja Tröger (Elektronische Zeitschriften) sehr zufrieden mit dem diesjährigen Auftritt auf dem Bibliothekartag. Der strategisch sehr günstig gelegene Stand hat dazu beigetragen, dass HeBIS auf Anhieb für die Besucher zu finden war. Corporate Design und einheitliche Gestaltung von Informationsblättern unterstützten dies nachhaltig. Hervorzuheben ist noch die gute Kommunikationsmöglichkeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Partnerverbundes GBV, aus der beide Partner Anregungen für die Verbesserung der jeweiligen Produkte mit nach Hause nehmen konnten.

(ana)
Pressekonferenz der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst in der StUB Frankfurt

Am 2. März fand in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt eine Pressekonferenz der hessischen Wissenschaftsministerin Ruth Wagner statt. Die Veranstaltung hatte insgesamt vier thematische Schwerpunkte:

  • die Digitalisierung der Zettelkataloge der acht größten wissenschaftlichen Bibliotheken im Projekt HeBIS-Retro
  • den Nachweis von elektronischen Volltext-Zeitschriften in den HeBIS-Datenbanken und die Aktivitäten des HeBIS-Konsortiums
  • die Bedeutung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt für die regionale und überregionale Literaturversorgung
  • Frankfurt als Standort der geplanten hessischen Speicherbibliothek.

Insbesondere die Themen HeBIS-Retro und elektronische Zeitschriften stießen bei den Journalisten und den anwesenden Vertretern der Universität Frankfurt auf großes Interesse. Die Ministerin hob die Bedeutung hervor, die sowohl HeBIS-Retro als auch der Abschluss von Konsortialverträgen für elektronische Zeitschriften für die Informations- und Literaturversorgung der Hochschulen haben. Beides werde entsprechend von ihrem Ministerium finanziell gefördert.

Die Resonanz der Tageszeitungen auf die Pressekonferenz kann dem von uns zusammengestellten Pressespiegel entnommen werden.

(hen)
Pressespiegel

FAZ vom 3. März 2001
FAZ vom 03. März 2001

Frankfurter Rundschau vom 03. März 2001
FR vom 03. März 2001

Frankfurter Rundschau vom 07. März 2001
FR vom 07. März 2001

Offenbach-Post online vom 06. März 2001
Offenbach-Post online vom 06. März 2001

Handbuch-Änderungen

Es ist (fast) so weit: Das neue HeBIS-Handbuch kommt bald!

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Der Aperitif

Neulich im Laiverkehr ...

Während eine Kollegin krank ist, helfe ich für zwei Tage im Sachbuch aus. Und so bekomme ich einen Einblick in die Volksmedizin:
"Haben Sie Bücher über innere Medizin, so mit dem Herzen oder vielleicht mit Herzklappen?" erkundigt sich eine Dame, so dass ich zurückfrage:
"Meinen Sie Für Fachleute oder für Laien?"
"Nee", winkt sie ab: "nicht für Leihen - für Kaufen!"

(Gefunden in:
Otremba, Gérard:
Die geheimen Aufzeichnungen eines Buchhändlers / dechiffriert und hrsg. von Gérard Otremba. - 6. Aufl. - Frankfurt am Main : Dielmann, 2000. - S. 26 (von 38 S.). - (16er-Reihe)
ISBN 3-929232-72-3

Impressum

HeBIScocktail 2/2001 (12. April 2001)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext und PDF (zum Download) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff, Andrea Arndt, Monika Denker, Renate Koch-Krug, Heike Nienerza
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 3/2001 erscheint Anfang Juli 2001.

Redaktionsschluss: 15. Juni 2001

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