HeBIScocktail
Ausgabe: 2001-3
Editorial

"come on over, have some fun..." - wenn es Ihnen beim Lesen dieser Sommer-Cocktail-Ausgabe so geht wie mir, dann kommen Sie alleine durch die Überschriften der einzelnen Beiträge in Schwung. Beim Stichwort "LBS" zum Beispiel fällt mir sofort die Melodie einer bekannten Werbung ein - dabei geht es in dem Beitrag von Werner Picard um mehr als ein zukünftiges Zuhause für elektronische Medien in LBS4. Die "Zukunft der Zukunft" im Bereich CBS und LBS bringt die Assoziation mit dem Film "Zurück in die Zukunft", während die "Bestellfunktion in HeBIS-Retro" mich an den "Retro-Look" (was war das noch gleich?) erinnert.

Dem Aufruf "You better move on" folgten Anfang des Jahres verschiedene Fachbereiche der Universität Frankfurt und zogen in das IG-Farben-Gebäude, welches viele Jahre lang Headquarters der US-Army war. Seit dem 23. April hat das "BzG", das Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften, seine Pforten geöffnet und das Gebäude damit einer neuen Nutzung zugeführt.

HeBIS on Tour - mit der HeBIS-Roadshow, dem neuen Service der HeBIS-Verbundzentrale, werden die Mitarbeiter/innen der Verbundzentrale an sechs Tagen im August dem Motto "Get your kicks on Route 66" folgen. In der Zeit vom 7. bis 29. August werden in den einzelnen Lokalsystemen die Oberflächen der neuen Rechercheinstrumente HeBIS-Retro und Verbund-OPAC4 vorgestellt.

Zwischen LBS4 und der HeBIS-Roadshow gibt es natürlich noch viele andere Beiträge. Wie sagt unser Kollege Suat Suna von der BDV: Bir bilgi bankasi - es gibt viele Daten!

Einen sonnigen, schwungvollen Sommer wünscht Ihnen die HeBIScocktail-Redaktion!

Gisela Bröckerhoff
HeBIScocktail-Redaktion

Entwicklungen und Planungen im Verbund

Verbundübergreifende Fernleihe
Arbeitssitzung HBZ und GBV

Zur Vereinbarung erster Tests im Rahmen der verbundübergreifenden Fernleihe haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hochschulbibliothekszentrums Nordrhein-Westfalen (HBZ) und der Verbundzentrale des GBV (VZG) am 7. Juni 2001 getroffen.

Dabei wurden zunächst die in den Verbünden eingesetzten Fernleihsysteme vorgestellt. Der GBV arbeitet mit dem Pica-Fernleihmodul, das auch im HeBIS-Verbund eingesetzt wird. Das HBZ betreibt einen Zentralen Fernleihserver (ZFL-Server) für Monographienbestellungen mit Anbindung der Lokalsysteme zur Überprüfung der lokalen Verfügbarkeit. Basis der Kommunikation ist das SLNP-Protokoll der Firma Sisis. Lokalsysteme, die nicht über ein Sisis-Lokalsystem verfügen, kommunizieren per E-Mail über einen SLNP/Mail-Konverter mit dem ZFL-Server. Bestellungen auf Zeitschriften werden über das System JASON/MEDEA (JASON: Bestellsystem, MEDEA: Liefersystem) abgewickelt. Das Liefersystem verfügt über eine Scanstation.1

Für den Test zwischen den beiden Verbünden wurden unterschiedliche Szenarien und Abläufe für Monographien- und Aufsatzbestellungen durch Bibliothekspersonal entwickelt.

Monographienbestellungen resultieren aus einer Recherche via Z39.50 im anderen Verbund. Die Bestellung selbst wird zunächst im eigenen Verbund angelegt und per ILL-Mail an den anderen Verbund übermittelt. Der Zielverbund ermittelt einen Leitweg der in Frage kommenden Bibliotheken und arbeitet die Bestellung ab. Als Abschluss der Bestellung erfolgt eine Quittierung an den Ausgangsverbund, die über das Resultat (positiv oder negativ erledigt) des Bestellversuchs informiert.

Für Kopiebestellungen aus Zeitschriften steht beiden Verbünden der ZDB-Gesamtbestand im eigenen Verbund zur Verfügung. Bestellungen wird die ZDB-Nummer als eindeutiges Identifizierungsmerkmal des Titels mitgegeben. Eine Kandidatenliste könnte bereits im eigenen Verbund erzeugt werden. Unklar blieb, wie die Weiterleitung einer Bestellung an den Zielverbund zu erreichen sei. Hier sind sowohl im HBZ als auch im GBV weitere Entwicklungsschritte erforderlich.

1 Anm.: Zur Zeit ist MEDEA in der Version 2 im Einsatz ohne zentrale Bestellverwaltung. Diese wird aber Bestandteil der Version 3 sein, die derzeit von der Firma Imageware entwickelt wird. Dieses System ähnelt von der Grundfunktionalität her dem in Hessen gerade implementierten HeDoc-System.

(ana)
Verbundübergreifende Fernleihe
Z39.50 und Lokaldaten

Am 28. März 2001 fand in Der Deutschen Bibliothek in Frankfurt ein Treffen statt, bei dem sich Experten aus allen Verbünden über die Anforderungen an die Übergabe von Lokaldaten mittels Z39.50-Schnittstelle berieten. Um eine verbundübergreifende Fernleihe mit Standardformaten zu realisieren, ist eine Einigung darüber notwendig. Schließlich müssen den Bestellungen im Fernleihverkehr Informationen über das bestellte Exemplar (z.B. Signatur, besitzende Bibliothek, Ausleihbarkeit etc.) in einer Form mitgegeben werden, dass sie von allen Verbundsystemen verstanden werden.

Lokaldaten innerhalb des DBV-OSI-Projekts II werden im MAB-Satz (Feld 077) und im UNIMARC-Satz (Feld 900) geliefert. Die Festlegungen dazu wurden von allen Verbünden realisiert. Die Struktur dieser Daten muss jedoch überarbeitet werden.

Als kurzfristige Lösung wird die Erweiterung der Struktur des MAB-Feldes und des UNIMARC-Feldes vereinbart, um den veränderten Anforderungen der verbundübergreifenden Fernleihe gerecht zu werden. Mittelfristig hat man sich auf die Verwendung des Datenformats OPAC-Record geeinigt, mit dem man vollständige Lokaldaten übermitteln kann. Dazu ist allerdings auch eine Anpassung des Z39.50-Standards notwendig. Die Deutsche Bibliothek wird deshalb einen Antrag an die Z39.50 Maintenance Agency bei der Library of Congress stellen.

(ana)

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

Auf der Pica-Homepage unter http://www.oclcpica.org/ können Sie jederzeit aktuelle Informationen über Pica abrufen.

Das neue Lokalsystem LBS4

Pica-Tagung zum Thema LBS 4 am 8. und 9. Mai 2001 im Alten Senatssaal der Universität Frankfurt
Vortragende Pica-Mitarbeiter: Jaap Prins, Barbara Rickenmann

Eine ausführliche Fassung des nachfolgenden Berichts mit weiteren Detailinformationen kann abgerufen werden unter http://www.hebis.de/lokalsysteme/tagung_lbs4.html.

1. Systemüberfuehrung von LBS3 nach LBS4

Die Datenbanktabellen aus LBS3 werden weitestgehend in LBS4 übernommen. Änderungen der Systemparameter werden in ACQ unter LBS3 zumeist durch das gezielte Überarbeiten von Ascii-Dateien umgesetzt. Dies wird sich in LBS4 insoweit ändern, als Veränderungen im Parameterbereich im Regelfall online verwirklicht werden können, sofern eine entsprechende Berechtigung vorliegt.

2. Praktische Aspekte von ACQ in LBS4

Im ACQ-Modul werden die Funktionen "Anzeigen" und "Ändern" in einem Bildschirm verschmelzen. Bestellungen sind in LBS4 auch als E-Mail zu versenden, sofern beim Lieferanten eine Mailadresse eingetragen wurde. Fehlt eine Mail-Adresse, werden wie bisher Bestellzettel in konventioneller Form erzeugt. Neu in ACQ unter LBS4 ist die Möglichkeit, neben Heftlieferungen auch Bestellungen, Lieferungen und Abonnements online zu löschen, sofern der User zu dieser Maßnahme die Berechtigung besitzt. Für Lieferungen, die mit Rechnungsvorgängen verbunden sind, gilt dies freilich ebenso wenig, wie für Rechnungen selbst. Eine neue Funktionalität in ACQ unter LBS4 ist die Möglichkeit, Sammelrechnungen einzubuchen. Die Implementierung des Euro als Leitwährung des ACQ-Moduls wird durch ein Programm von Pica beim Transfer von LBS3 nach LBS4 geleistet. Schätzpreise werden dann standardmäßig in Euro angegeben, und in Statistiken werden Euro-Beträge eingesteuert.

3. Probleme und offene Fragen zu ACQ

Die Verwaltung elektronischer Medien ist in der vorgestellten Konzeption von ACQ unter LBS4 nur rudimentär umgesetzt. Pica hat zu diesem Thema eine Stellungnahme in der zweiten Jahreshälfte 2001 angekündigt, die dann hoffentlich auch das Papier aufgreift, das die UAG Erwerbung gemeinsam mit der DB Frankfurt erarbeitet hat. Weitere spezifische Probleme wurden zwar thematisiert, konnten aber im Workshop nicht abschließend behandelt werden.

OUS

Das OUS wird im Internet Explorer 5.5 betrieben. Die neue Oberfläche bietet links im Schirm als Frames eine Menüübersicht, so dass bei Anklicken dann rechts die jeweiligen Pica-Schirme erscheinen.
Es sind prinzipiell alle Funktionen im OUS erhalten, die es heute gibt. Einiges ist verbessert. Es gibt nützliche Kontextmenüs, z.B. für das Suchen von Bänden. Es wird im OUS keine Makros mehr geben, wie man sie von der WinIBW her kennt. Der Zugang zum Menü und damit zum Wechseln in andere Schirme ist nicht nur per Maus, sondern auch per Tastatur möglich.

CAT4

Das Katalogmodul ist in LBS4 verankert. Beim Suchen von Titeln über ein Dialogfeld geschieht im Programm die Aufbereitung von OPC4 her. Sobald man katalogisieren will, greift LBS4 auf die WinIBW zu, d.h. das Katalogisieren findet wie bisher statt.

LBS 4.1.2 ILL-OUS-Link

Mit der Update-Version LBS 4.1.2, die bis Okt/Nov kommen soll, wird es weitere Verbesserungen geben. Vorgesehen ist u.a. ein ILL-OUS-Link für Monographien (ILL =Fernleihe). Im LBS wird geprüft, ob Bände verliehen sind oder nicht.

LBS 3.8 und Termin LBS4

Bevor LBS4 eingesetzt wird, ist noch ein Update LBS 3.8 vorgesehen. Darin wird es auch Programmanpassungen für die Euroumstellung geben. Als Termin für LBS4 ist geplant, dass die hessischen Bibliotheken im Juli 2001 eine Testversion von LBS4 erhalten können. Für die Rechenzentren der Lokalsysteme müssen erst noch SUN-Maschinen gekauft werden. Ohne SUN lassen sich ACQ und OUS nicht betreiben.

Manuals zu LBS4

Es wird kein neues Handbuch geben auf dem Stand von LBS4. Aber es sind Anleitungen in Vorbereitung mit Hinweisen für ACQ, OUS, Systemverwaltung.

Berichte aus Bibliotheken

Aus einigen hessischen wissenschaftlichen Bibliotheken und Der Deutschen Bibliothek wurde über eigene Programme berichtet, die dort zusätzlich zu Pica entwickelt wurden.

Holger Bergmann, Werner Picard
Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt, Erwerbung, Ausleihe
Die Zukunft der Zukunft?

Am 13.6.2001 trafen sich die "Product Manager" der Pica-Partner in Leiden, um über die zu erwartenden Entwicklungen im Bereich CBS und LBS zu sprechen. Neben dem Bericht über den Stand der für das Jahr 2001 vorgesehenen Arbeiten war das Ziel der Tagung das Sammeln von Aufgabenfeldern, die in den Pica-Workplan 2002 einfließen sollen.

Folgende Produkte wurden seitens Pica als beendet aufgeführt: LBS4 Version 1, die Euro-Versionen für CBS und LBS, PiCarta 3.0, die Krantenbank (Datenbank mit den "gestrigen" Artikeln von fünf Zeitungen) und WinIBW 2.2, wobei es noch Probleme zwischen WinIBW und LBS im Bereich von Templates gibt, die aber in der 25. Woche ausgeräumt sein sollten. Problematischer sieht die Situation für andere Vorhaben aus.

Als laufende, aber zum Teil als "unter Termindruck" stehende Projekte wurden genannt die Guardian-Unix-Migration (in der Zwischenzeit wurde der Beginn der Produktion bei Pica auf Anfang Oktober verschoben), PiCarta 3.1, da hier funktionelle Probleme im Bereich ILL aufgetreten sind, LBS4 Version 2 mit verschobener Installation in der Freien Universität Amsterdam, PiCORC als Pica-Beitrag zum CORC-Projekt, Applikationen für das Produkt Business Objects und das Decomate-Projekt, eine aus Tilburg übernommene Metasuchmaschine, die in Zukunft unter der Bezeichnung iPort eingesetzt werden soll.

Schließlich wurden noch Projekte angesprochen, deren Status mit "still to do" zu charakterisieren sind. Im Bereich des LBS4 sind dies die Beschreibung der zur Migration LBS3 -> LBS4 notwendigen Schritte, der Einsatz von Business Objects als Reportgenerator, die Bereitstellung eines neuen Output-Moduls für Offline-Export, das sog. standalone LBS und die Version 3 des LBS4, die sich hauptsächlich auf Wartungsfunktionen konzentrieren wird. Zum CBS4 wurde lediglich berichtet, dass die Migration unter starkem Termindruck stünde, dass mit der Version 2, die dann erstmals gegenüber 8.3 mit neuen Funktionen aufwarten wird, erst im Jahr 2002 begonnen werden kann.

Mehrere Projekte wurden in den Gesprächen als sinnvoll für die Aufnahme in die Planung für das kommende Jahr bezeichnet, ob sich diese alle realisieren lassen, ist aber aufgrund des doch relativ hohen Personaleinsatzes fraglich. Zum einen diskutierten wir über die Nutzung des LDAP-Protokolls durch die Pica-Applikationen. Dass Pica mittelfristig auf einen Directory Service nicht verzichten kann, schien allen Teilnehmern unstrittig, ob dies aber auch kurzfristig notwendigerweise zu realisieren ist, soll noch untersucht werden. Auch der Einsatz von Unicode wird als essentiell bewertet, doch ist die hierfür notwendige Personalkapazität ohne Änderung von Präferenzen nicht vorhanden. Schließlich wurde über Erweiterungen im Bereich Fernleihe und Direktlieferdienste gesprochen, die für eine gut handhabbare Verwaltung dieser Dienste unumgänglich sind. Auch der Bereich der Verwaltung elektronischer Zeitschriften wurde als Projekt genannt, der dringend einer besseren Ausgestaltung harrt. Zum Schluss wurde von Seiten Pica die Erweiterung des Erwerbungsmoduls mit einer Tauschkomponente, die Realisierung einer Kurzausleihe (stundenweise) und einer Bindeverwaltung genannt, für die Personalkapazität vorgesehen werden könnte.

Ich werde im Herbst berichten, welche Projekte mit welcher Priorität von Pica im Laufe des Jahres 2002 bearbeitet werden sollen.

Hanspeter Schneider
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Verbundprojekte

HeBIS-Retro - Projektfortschritte

Der Alphabetische Katalog der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt wird demnächst in HeBIS-Retro eingespeichert. Er umfasst ca. 1,2 Millionen Titelkarten und verzeichnet die Bestände der Bibliothek mit dem Erscheinungszeitraum von 1500 - 1986. Zur Zeit wird dieser Bestand getestet, circa ab der 29. Kalenderwoche steht er dann als fünfter Katalog unter http://retro.hebis.de/ für Recherchen und Bestellungen zur Verfügung.
Als sechster Katalog folgt dann der Gesamtkatalog der Universität Gießen, der zur Zeit gescannt wird.

(ana)

Verbund-OPAC4 jetzt im Testbetrieb

Wie schon im HeBIS-Cocktail 2/2001 berichtet, arbeiten Verbundzentrale und BDV zur Zeit daran, den neuen Verbund-OPAC4 einzurichten (entspricht dem bereits angekündigten OPC4 auf lokaler Ebene). Obwohl noch nicht alle Probleme zufriedenstellend gelöst werden konnten, sind die Arbeiten inzwischen so weit fortgeschritten, dass der OPAC Mitte Juni im Testbetrieb freigegeben werden konnte. Um einen bequemen Zugang zu ermöglichen, wurde in der Katalogauswahl des "alten" Verbund-OPAC (zu finden unter http://hebis.rz.uni-frankfurt.de) ein entsprechender Link eingerichtet.

Verbundweite Tests durch die UAG Benutzung

Zur Zeit wird der neue OPAC verbundweit durch Benutzungsbibliothekare getestet. Auf diesem Weg hoffen wir, den OPAC so benutzerfreundlich wie möglich gestalten zu können und eine stärkere Vereinheitlichung von Verbund-OPAC und lokalen OPACs zu erreichen (z.B. im Bereich der Indexierung). Die Federführung für die Tests hat die neu gegründete UAG Benutzung übernommen. Diese hat sich in ihrer ersten Sitzung Anfang Mai dieses Jahres dankenswerterweise bereit erklärt, die Tests zu koordinieren, Fehlermeldungen und Änderungsvorschläge zu sammeln und lokalsystemweise an die Verbundzentrale weiterzuleiten ("Deadline" ist der 25.07.01). Die VZ wird die Meldungen sichten, zusammen mit der BDV die Realisierbarkeit der Änderungswünsche abklären und der UAG Benutzung die Ergebnisse auf ihrer nächsten Sitzung am 9. August 2001 zur weiteren Beratung vorgelegen.

Auch alle anderen Verbundteilnehmer sind eingeladen, den neuen OPAC auszuprobieren und kritisch zu prüfen. Wer sich eingehender mit der Materie befassen möchte, kann sich auf den HeBIS-Webseiten zwei Papiere herunterladen, in denen wir Informationen zu den Neuerungen in OPAC4 sowie zu verschiedenen Problemen und Einzelfragen zusammengestellt haben. Die Papiere wurden als Arbeitshilfen für die Tests durch die UAG Benutzung konzipiert, können im Prinzip aber allen Verbundteilnehmern als Hintergundinformation dienen. Sie sind zu finden unter http://www.hebis.de/bib_index.html bei den Arbeitshilfen & Dokus, Schulungsmaterialien, VerbundOPAC4 [Anm. d. Red.: nicht mehr online]. Wer bei seinen persönlichen Tests gravierende Fehler entdeckt oder Änderungsvorschläge hat, wird gebeten, diese an seinen Lokalsystemvertreter in der AG Benutzung weiterzugeben. Eine Liste der Mitglieder der AG Benutzung mit Angabe des Lokalsystems und der E-Mail-Adressen finden Sie auf den HeBIS-Internetseiten.

Was ist neu in OPAC4?

OPAC4 präsentiert sich unter einer völlig neu gestalteten Oberfläche und hat gegenüber dem alten OPAC verschiedene neue Funktionalitäten zu bieten. Da Detailinformationen den bereits genannten Papieren der VZ entnommen werden können, soll hier nur auf das Wichtigste hingewiesen werden:

  • Es gibt kein Experten-Suchmenü mehr. Eine Expertensuche mit verschiedenen Suchschlüsseln ist aber noch auf andere Weise möglich, z.B. indem man den Suchbegriffen die Mnemocodes für die Suchschlüssel voranstellt oder indem man mehrere Einzelrecherchen durchführt und diese nachträglich aus der Suchgeschichte heraus kombiniert.
  • Materialarten und Suchfilter werden durch Icons dargestellt.
  • Es gibt zwei neue Suchfilter, einen für Aufsätze und einen für elektronische Zeitschriften.
  • Es wurden verschiedene neue Indices eingerichtet (z.B. ALL-Index), gleichzeitig wurden einige bereits bestehende Indices modifiziert (z.B. sind im TIT-Index jetzt auch Zusätze zum Sachtitel enthalten).
  • Die Titelanzeige ist gefeldert.
  • Die Navigation bei Zeitschriftenaufsätzen hat sich erheblich verbessert.

OPAC4 hat gegenüber dem alten OPAC viele Vorzüge, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in einigen Bereichen auch noch massive Probleme gibt:

  • Große Schwierigkeiten bereitet die FAM-Anzeige zu mehrbändigen Werken und Schriftenreihen (Anzeige der Bandzählungen, Sortierung). Die Mängel in diesem Bereich sind gravierend, können aber nicht ohne Hilfe von Pica behoben werden. VZ und BDV werden eine entsprechende Mängelliste zusammenstellen und an Pica weiterleiten.
  • Die Software für das Fernleihmodul wurde von Pica noch nicht ausgeliefert, so dass Fernleihbestellungen derzeit noch auf das Fernleihsystem des alten Verbund-OPAC umgeleitet werden müssen.
  • OPAC4 kommuniziert nicht mit dem CBS, d.h. er ist eine eigenständige Datenbank, die auf einem Abzug der CBS-Daten beruht und regelmäßig upgedatet werden muss. Gegenwärtig ist ein Update von OPAC4 nur während einer Systemwartung möglich, also in maximal zweiwöchigem Abstand. Eine spezielle Software, die es ermöglicht, den Update Rhythmus auf 1 x täglich zu verkürzen, wurde wie das Fernleihmodul von Pica noch nicht geliefert.

Weitere Planungen

Trotz der noch bestehenden Mängel soll der neue Verbund-OPAC4 in Kürze für KVK-Recherchen freigegeben werden (die KVK-Freischaltung wird voraussichtlich noch in der ersten Juli-Hälfte erfolgen). Grund dafür ist, dass dringend eine Lösung für die zunehmende Überlastung des alten WebOPAC-Rechners durch KVK-Zugriffe geschaffen werden muss. KVK-Recherchen sollen zu diesem Zweck bis auf Weiteres über den neuen Verbund-OPAC gelenkt und der alte WebOPAC für unsere "direkten" Benutzer reserviert werden.

In der Katalogauswahl des alten Verbund-OPAC wird OPAC4 vorläufig weiterhin im Testbetrieb angeboten. OPAC4 befindet sich noch stark in der Entwicklung, so dass Pica in relativ kurzen Abständen neue Versionen liefert, die alle installiert und wieder neu angepasst werden müssen. Parallel zur offiziellen Nutzung durch den KVK werden BDV und Verbundzentrale deshalb noch einige Zeit mit Versionswechseln, Fehlerbereinigungen und verschiedenen anderen Verbesserungen beschäftigt sein. Der alte Verbund-OPAC wird uns entsprechend noch einige Zeit erhalten bleiben.

Unabhängig davon ist Verbund-OPAC4 aber schon jetzt mit einigem Gewinn einsetzbar. Die Verbundzentrale wird seine Einführung deshalb im August mit Schulungen vor Ort in den Lokalsystemen unterstützen. Näheres dazu sowie Termine finden Sie unter Neuer Service der Verbundzentrale: Die HeBIS-Roadshow.

Heike Nienerza, Uwe Risch
HeBIS-Verbundzentrale, Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abt. BibliotheksDatenVerarbeitung

Neues von den Datenbanken

Neuer Teilnehmer: Bibliothek der Archivschule Marburg (Mb 106)

Die Bibliothek der Archivschule in Marburg ist neuer Direktteilnehmer am Hessischen BibliotheksInformationsSystem.

 

ELN 3005
Abteilungscode 106
ILN 59
Sigel Mb 106
BIK 358106-8
Anschrift Bismarckstr. 32, 35037 Marburg
Telefon: 06421/16971-61
Telefax: 06421/16971-10

Diese Bibliothek ist nicht leihverkehrsrelevant, ihre Bestände stehen der Fernleihe (inkl. HeBIS Online-Fernleihe) nicht zur Verfügung.

(ana)
HeBIS-Retro
Bestellfunktion in HeBIS-Retro freigegeben

Nachdem nun bereits etwa die Hälfte der insgesamt 8 Millionen Titelkarten in HeBIS-Retro recherchierbar ist, konnte jetzt auch die Bestellfunktion auf die verzeichneten Bestände freigegeben werden.

Dabei wurde die Möglichkeit der lokalen Bestellung zur Ausleihe genauso implementiert wie eine Fernleihfunktion, die über Mail-Gateway in das verbundweit eingesetzten HeBIS-Fernleihmodul eingelastet und dort bearbeitet wird.

Die lokale Bestellmöglichkeit steht bisher nur den Benutzerinnen und Benutzern der Frankfurter Bibliotheken (Stadt- und Universitätsbibliothek und Senckenbergische Bibliothek) zur Verfügung.

Fernleihbestellungen können dagegen alle diejenigen aufgeben, die bisher bereits über den HeBIS-Verbundkatalog an der Online-Fernleihe teilgenommen haben: Bibliothekare der wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken aus Hessen/Rheinhessen und dem Rest der Republik sowie zur Fernleihe zugelassene Benutzer hessischer Bibliotheken.

Lokale Bestellung

Benutzer recherchieren in HeBIS-Retro und finden einen Titel, den sie ausleihen möchten. Nach dem Klick auf "Bestellen bei dieser Bibliothek" wird die Signatur des betreffenden Werks abgefragt sowie die Nutzeridentifikation des Bestellers. Die Identifizierung erfolgt dabei anhand der lokalen Leserausweisnummer im OUS der besitzenden Bibliothek. Gibt der Nutzer eine falsche Kennung an, erscheint eine Fehlermeldung. Nach dem Absenden der Bestellung erfolgt eine Rückmeldung, dass die Bestellung erfolgreich aufgegeben wurde. Das betreffende Buch wird dann, falls es nicht verliehen ist, an der Ausgabe für den Benutzer bereit gelegt.

Folgende Besonderheiten zeichnen die lokale Bestellung via HeBIS-Retro aus:

  • Es erfolgt keine Verfügbarkeitsüberprüfung im OUS, eine direkte Kommunikation zwischen OUS und HeBIS-Retro ist nicht gewährleistet.
  • Die Nutzerdatenfunktionen im OUS sind beschränkt auf die Aktionen nach erfolgter Ausleihverbuchung. Welche Bücher ein Benutzer in HeBIS-Retro bestellt hat, kann er in seinen Nutzerdaten nicht sehen.
  • Zur Zeit kann man Bücher nur an eine einzige Ausgabestelle bestellen, eine Auswahl verschiedener Theken ist noch nicht möglich.
  • Der Ausdruck der Bestellzettel kann nicht bestandsbezogen in bestimmten Magazinteilen erfolgen, da keine gesicherten Angaben zur Signatur übermittelt werden. Die Eingabe einer Signatur bei der Bestellung ist zwar Pflicht, eine Abprüfung auf Richtigkeit ist jedoch nicht möglich.

Fernleihbestellungen

Nach erfolgreicher Recherche gibt der Benutzer im Identifikationsbildschirm Fernleihkennung und Passwort sowie die Signatur von der Katalogkarte (obligatorisch) ein. Die Authentifizierung läuft dabei zwischen HeBIS-Retro und dem CBS, wo Nutzerdaten sowie Konteninformationen abgefragt werden. Ist der Besteller berechtigt, Fernleihbestellungen aufzugeben, erscheint ein Formular, in dem Angaben ergänzt werden können. Erfolgreiches Absetzen der Bestellung führt zu einer entsprechenden Meldung, eine Bestellnummer wird zunächst nicht vergeben.

Im Anschluss daran generiert HeBIS-Retro eine strukturierte Mail an das Fernleih-Gateway der HeBIS-Verbunddatenbank. Aufgrund der Angaben in dieser Mail wird eine Bestellung im Fernleihmodul eingelastet.

Für den Benutzer heißt das, dass er alle seine Fernleihbestellungen übersichtlich und auf einen Blick in den Fernleih-Nutzerdaten des HeBIS-Verbundkataloges einsehen kann.

Die Bibliothekare in den Fernleihstellen der hessischen und rheinhessischen Bibliotheken können alle Bestellungen, ob aus HeBIS-Retro oder aus dem HeBIS-Verbundkatalog, über die bibliotheksinterne Bearbeitungsoberfläche (WinIBW) gemeinsam bearbeiten. Neue Druckprogramme in den Bibliotheken gewährleisten den Ausdruck von Online-Fernleihscheinen mit dem Bild der Katalogkarte sowie die Erzeugung roter Fernleihscheine, falls Bestellungen nach Negativumlauf in Hessen in den überregionalen Leihverkehr weiter geschickt werden müssen.

(ana)
HeBIS-Retro
Löschfunktion in HeBIS-Retro

Für HeBIS-Retro wird z.Zt. die Löschfunktion für ausgeschiedene Titelkarten getestet. Da ein "echtes" Löschen der Images aus technischen Gründen nicht möglich ist, sieht das Konzept vor, dass an Stelle der ursprünglichen Katalogkarten entsprechende Ersatzkarten mit folgenden Texten eingeblendet werden:

  • bei Aussonderung aus dem Bestand bzw. Verlust: "ausgesondert bzw. Verlust"
  • bei Neuerfassung in HeBIS: "s. Nachweis im OPAC Ihrer Heimatbibliothek oder im Hessischen Verbundkatalog"

Die Indexeinträge der ursprünglichen Karten bleiben jedoch erhalten. Die Löschung wird jeweils von den besitzenden Bibliotheken durchgeführt. Der Ablauf des Verfahrens sieht folgendermaßen aus:

  • Aufruf der Löschfunktion
  • Kennung (User-ID und Passwort ) eintragen
  • in der Auswahl "Buch nicht mehr vorhanden" oder "Nachweis im OPAC" markieren
  • Kartennummer oder einen Bereich von Kartennummern eintragen
  • nach dem Abschicken erfolgt eine Bestätigungsmeldung

Bis die Ersatzkarte an Stelle der ursprünglichen Karte eingeblendet wird, können je nach Auslastung des Servers einige Minuten bis einige Stunden vergehen.

"Gelöschte" Titelkarten bleiben unter einer umbenannten Kartennummer erhalten, so dass die BDV versehentliche Löschungen wieder rückgängig machen kann.

Nach Freigabe der Löschfunktion erhalten Sie eine detaillierte Anleitung und Ihre Kennungen.

(elr)

Mitteilungen der Verbundzentrale

Erfassung von Sonderzeichen in URLs: Nachtrag zum HeBIS-Cocktail 2/2001

Im letzten HeBIScocktail hatten wir darauf hingewiesen, dass Sonderzeichen in der eigentlichen Titelaufnahme (Kategorien für die bibliographische Beschreibung und Kategorien für die Indexierung von Personennamen und weiteren Titeln) über das Diakritika-Fenster erfasst werden müssen, Sonderzeichen in URLs (Kategorien 4085 und 7135) dagegen über die Tastatur.

Leider hatten wir dabei nicht bedacht, dass Sonderzeichen auch mit der ALT-X-Methode eingegeben werden können (vgl. WinIBW-Anleitung, Kapitel 6.4.). Wir möchten deshalb noch ergänzen, dass die ALT-X-Methode zwar auch eine Eingabe per Tastatur ist, Pica-intern allerdings dieselbe Zeichen-Kodierung erzeugt wie eine Erfassung über Diakritika-Fenster. Sie darf deshalb in URLs ebenfalls nicht angewendet werden.

Als häufige Sonderzeichen in URLs sind uns bislang die Tilde und der Unterstrich aufgefallen. Diese müssen über Tastatur erfasst werden wie folgt:

  • Tilde: <AltGr> + <~>
  • Unterstrich: <Shift> + <_>
(hen)
Neuer Ländercode AA für Österreich bis 1918

Für eine Veröffentlichung aus Österreich in den Grenzen bis 1918 (mit Erscheinungsjahr bis 1918) soll in Kategorie 1700 abweichend von DIN EN ISO 3166-1:1998 der 2-stellige Kode AA vergeben werden. Dies ist auch bei der Neuaufnahme von österreichischen Körperschaften, die bis zum 12.11.1918 bestanden, zu beachten. Der früher verwendete Kode AX ist auch im Feld 007 durch den Kode AA ersetzt worden. Der Kode AT für Österreich wird für den Zeitraum 13.3.1938 - 26.4.1945 zusammen mit dem Kode DX verwendet.

(mod)
Zeitschriften
Aggregator-Datenbanken

Die ZDB versucht derzeit für Aggregator-Datenbanken eine zentrale Bearbeitungslösung zu finden. Einige Datenbankbetreiber bieten seit einiger Zeit kostenlos Fremddaten im MARC-Format mit ISSN an, die von der ZDB genutzt werden könnten. Nach einem Abgleich dieser Daten mit den ZDB-Daten über die ISSN könnte in die vorhandenen Titelaufnahmen dieser elektronischen Ressourcen die URL des Datenbank-Anbieters übernommen werden. Nicht vorhandene Titel müssten manuell von der Zentralredaktion erfasst werden. Für jeden Titel einer Datenbank (eines Produkts) könnte automatisiert ein spezieller LOK-Satz mit der konkreten URL-Angabe der jeweiligen Datenbank erstellt werden, der dann den interessierten Teilnehmern auf Anfrage zur Verfügung gestellt würde. Diese Lokaldaten könnten wiederum jeden Monat komplett mit dem jeweils neuesten Stand überschrieben werden. Wenn es zur Realisierung eines solches Verfahrens käme, könnte für die Einzelbibliothek die Lokaldaten-Betreuung entfallen. Ein Testabgleich für die Aggregatordatenbank EBSCO mit 22.000 Titeln ergab, dass von 4500 Einzeltiteln 2/3 in der ZDB erfaßt waren, d. h. es würden nur 1000 Titel zur Neuaufnahme verbleiben!

Da "alles noch im Fluss" ist und z.B. auch auf der EZB-Tagung am 17.5. in Regensburg über die Aggregator-Datenbanken gesprochen wurde, bleibt abzuwarten, wie sich die ZDB entscheidet. Die UAG Zeitschriften hat deshalb folgende Bitte an alle Bibliotheken: Beim Kauf von Aggregator-Datenbanken den Aspekt Fremddaten mitbedenken und den Anbieter danach fragen sowie die ZDB darüber informieren.

(mod)

Mitteilungen der HeBIS-Informationstechnologie

Düsünceler ve Gercekler

"Bir bilgi bankasi, fazlaca bilgi ve bir kac Tabelle. Bunun zorlugu nerede? Bir de SQL-Emirlerini tanidinmi mesele yok demektir." Subat 1999 da buradaki isime baslamadan önce böyle düsünmüstüm. Aslinda bir kaç ayrinti disinda düsüncelerimde hakliydim. Bu hakliligim burada ise basladiktan bir kac gün sonra anlamini yitirmeye basladi.

Ach sooo. Ich muss ja Deutsch schreiben. Na dann!

Vorstellung und Realität

"Es gibt viele Daten, eine Datenbank und ein paar Tabellen. In der Datenbank müssen ja die Transaktionen durchgeführt werden (delete, insert, update). Es ist nicht schlecht, wenn man die SQL-Befehle kennt." So hatte ich im Februar 1999 gedacht, bevor ich meine Stelle in der BDV antrat. Bis auf ein paar "Kleinigkeiten" hatte ich doch recht gehabt.

Die erste Kleinigkeit war das Kennenlernen des Betriebssystems der Tandem-Anlagen und das Erlernen der Scriptsprache TACL, die völlig anders ist als die auf den Unix-Plattformen bekannten C-Shell bzw. Kornshell. Der nächste Schritt war das Einarbeiten in die Struktur der Pica-Datenbank, wobei die Unterscheidung zwischen Pica+ und Pica3 wohl nicht nur mich anfangs irritierte. Schließlich musste ich mich an den im CBS schon vorhandenen Programmen orientieren, um die ersten eigenen Entwicklungen zu realisieren.

Mein erstes großes Projekt, welches ich noch heute betreue, war das Einspielen von Swets-OLC-Daten in die Pica-Datenbank. Die OLC-Daten bestehen aus den Inhaltsverzeichnissen von Zeitschriften. Weil sich bei fast jeder der wöchentlichen Lieferungen die Zuordnungen von Artikeln zu Zeitschriften ändern, müssen die Einspiel-, Update- und Selelektionsprogramme ständig weiterentwickelt werden.

Das nächste Projekt war zusammen mit Herrn Risch die Weiterentwicklung und Pflege des bestehenden WebOPACs. Erst jetzt im Rahmen dieses Projektes konnte ich die Kenntnisse über die Tabellen (Online Converter, Syntax-, Format-, Indextabellen usw.) anwenden. War da etwas mit Kleinigkeiten? Gegenwärtig beteilige ich mich an der Realisation eines zentralen OPC4, der mehr Möglichkeiten bietet als der zur Zeit eingesetzte WebOPAC, z.B. flexiblere Indexierung, unbegrenzte Treffermenge, keine Einschränkung der Materialart, modernere Oberfläche, usw.

Seine Anpassung an die Wünsche der HeBIS-Bibliotheken und intensive Tests sind in der jetzigen Stufe vorgesehen. Installation und Wartung der SYBASE DB und des OPC4 kann zu meinem Aufgabenbereich in diesem Projekt gezählt werden.

Den Begriff "Kleinigkeiten" nutze ich in unserem Zusammenhang schon lange nicht mehr.

Suat Suna
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abt. BibliotheksDatenVerarbeitung

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Frankfurt - Universität
Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften

Am 23. April 2001 hat im neu bezogenen I.G. Farben-Gebäude der Johann Wolfgang Goethe-Universität das Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften (BzG) seine Pforten geöffnet. Es vereinigt die Buchbestände der Fachbereiche Evangelische und Katholische Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaften, Neuere Philologien sowie der Institute für Klassische Philologie und Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie als reine Freihandbibliothek unter einem Dach - bzw. zwei Dächern, denn die Bibliothek ist in den beiden äußeren Querbauten des Gebäudes untergebracht, mit einem neuphilologischen Schwerpunkt im Querbau 1 und einem theologisch-philosophisch-historischen Schwerpunkt im Querbau 6. Das BzG, das seine Neuerwerbungen nach einer gemeinsamen Systematik, nämlich der Regensburger Verbundklassifikation (RVK) aufstellt, besteht zur Zeit im Prinzip noch aus über 20 Einzelbibliotheken mit der entsprechenden Anzahl von Katalogen und Aufstellungssystematiken. Eine Umarbeitung dieser Altbestände nach RVK und eine retrospektive Katalogisierung in der HeBIS-Verbunddatenbank wird mit Unterstützung studentischer Hilfskräfte erfolgen; bei einem Bestand von ca. 900.000 Medien ist ein Ende dieses Projektes allerdings noch nicht abzusehen. Zur Zeit sind die Erwerbungen der einzelnen Bibliotheken ca. ab dem Jahr 2000 in der HeBIS-Verbunddatenbank nachgewiesen, wobei die Bestände seit April im Lokalsystem Frankfurt, ILN 3 (0030 Uni Ffm mit StuB/SeB), unter dem Abteilungscode 330 zusammengefasst sind.

Neben der Katalogisierung sind auch noch weitere Pica-Module im BzG im Einsatz: Seit über einem Jahr, also schon vor dem Umzug, werden Bücher mit dem Erwerbungsmodul ACQ erworben. Und seit 1. Juni dieses Jahres läuft die Ausleihe der Medien über das Ausleihmodul OUS. Dieser frühzeitige Einsatz der einzelnen Pica-Module war in gewisser Hinsicht sicherlich auch ein Sprung ins kalte Wasser, der Umzug stellte allerdings für alle Einzelbibliotheken einen so deutlichen Schnitt dar, dass es ratsam erschien, diese Umstellungen sofort vorzunehmen und nicht noch längere Zeit mit Notlösungen zu leben. Eine gemeinsame Erwerbungskoordinierung ohne ACQ wäre nicht machbar und die Weiterführung von über 20 konventionellen Ausleihkarteien zu unübersichtlich gewesen. Gerade für das OUS mussten dabei aber besondere Lösungen gefunden werden, schließlich sind erst ca. 5% des Buchbestandes im HeBIS-Verbundkatalog erfasst. Die Benutzer müssen daher für die meisten Titel noch Leihscheine ausfüllen, anhand derer später lokale Luy-Sätze erfasst und auf die jeweilige Benutzernummer verbucht werden. Im Beisein des Benutzers wird also nur der Ausweis überprüft. Eine zügige Abwicklung des Ausleihvorgangs ist damit gewährleistet.

Beratung finden die Benutzer an zwei Infotheken jeweils im 3. Stock der Querbauten 1 und 6, die bis 17 Uhr mit bibliothekarischem Fachpersonal besetzt sind. Diese Infotheken sind für sämtliche Bibliotheksbereiche des jeweiligen Querbaus zuständig, was sicherlich für viele eine Umstellung bedeutet, waren sie es doch bisher gewohnt, für jede einzelne Bibliothek eine entsprechende Fachberatung vorzufinden.

Buchsicherungsanlagen der Firma 3M wurden auf Wunsch der Fachbereiche im UG, EG, 1., 3., und 5. OG installiert. Im Querbau 6 sind alle diese Eingänge für Benutzer zugänglich; im Querbau 1 ist auf Initiative des Fachbereichs Neuere Philologien aus Sicherheitsgründen mittlerweile nur noch der Eingang im 3. OG geöffnet. Die Bewegung zwischen den einzelnen Stockwerken wird allerdings durch Paternoster sehr vereinfacht.

Die Netzanbindung des Gebäudes wird in Zukunft durch ein schnelles Glasfasernetz gewährleistet. Zur Zeit allerdings ist dieses aus baulichen Gründen noch nicht installiert - es gibt daher noch keine OPACs oder Internet-Arbeitsplätze für Benutzer! Im Juli soll dies allerdings realisiert werden; bis dahin behelfen wir uns im internen Bereich mit einigen ISDN-Anschlüssen. Rechner im Benutzerbereich werden unter dem Betriebssystem Linux laufen, wobei durch eine automatisierte tägliche Neukonfigurierung der Geräte eine Manipulation von Unbefugten so weit wie möglich vermieden werden soll. Es werden ca. 50 OPAC- und Internet-PCs pro Querbau aufgestellt.

Die Öffnungszeiten des BzG:

Lesesäle (ca. 800 Arbeitsplätze):
Montag - Freitag 9 - 20 Uhr
Samstag 10 - 15 Uhr
platzhalter
Ausleihe
Montag - Freitag 10 - 16 Uhr

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das:

Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften
Grüneburgplatz 1
60629 Frankfurt
Email: info@bzg.uni-frankfurt.de
http://www.uni-frankfurt.de/bzg

Telefon:

  • 069/798-32837 (Leitung, Fr. Dr. Homilius)
  • 069/798-32500 (Infotheke Querbau 1)
  • 069/798-32653 (Infotheke Querbau 6)
Stefan Grund
Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften
Frankfurt - Universität
Fachbereichsbibliothek Wirtschaftswissenschaften goes OUS

Seit dem 20. März 2001 (Frühlingsbeginn!) setzt die Fachbereichsbibliothek Wirtschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität als erste dezentrale Bibliothek der Universität das Ausleihmodul OUS ein. Um diese Vereinfachung der Ausleihfunktion und Erweiterung der Serviceleistung für die Nutzer bewerkstelligen zu können, bedurfte es allerdings - Eingeweihte können dies nachvollziehen - einer gewaltigen Kraftanstrengung und einer langen Vorlaufphase. Denn alle ausleihbaren Bücher müssen ja nicht nur zunächst im Online-Katalog erfasst, sondern auch zusätzlich mit Mediennummern versehen werden. Zum Einsatz kommen bei uns die als Strichcode mit Sicherungsstreifen kombinierten Standard-Etiketten der ekz. Damit kann die Verbuchung per Handscanner vorgenommen und in einem Arbeitsgang auch die Ent- bzw. Aufwertung des Sicherungsstreifens erledigt werden.

Da der komplette Ausleihbestand der Bibliothek noch nicht mit Etiketten versorgt ist, führt dies zu der für Benutzer und Bibliothekare unschönen Situation, dass parallel zur automatischen Ausleihverbuchung immer noch eine Zettelausleihe weiterbesteht - so lange, bis der Bestand vollständig nacherfasst wurde.

Die noch nicht erfassten Bücher werden zügig nachbearbeitet, wobei einerseits systematisch regalweise vorgegangen wird, andererseits ausgeliehene Bücher ohne Etikett bei der Rückgabe erfasst werden. Für eine dezentrale Bibliothek, die bislang als Präsenzbibliothek mit Freihandaufstellung konzipiert war (120.000 Bände Monographien und Zeitschriften in offenen Magazinen) kommt dieser Schritt zur Ausleihbibliothek einer veritablen Revolution gleich, zieht es doch fundamentale Änderungen im Benutzungsbereich und dessen Organisation nach sich. So musste eine neue Benutzungsordnung durch die Gremien des Fachbereiches "gepaukt" werden, die angepasst an die Rahmenbenutzungsordnung für die dezentralen Bibliotheken der Universität sowie die Vorgaben des Lokalsystems die bis dahin gültigen Ausleihmodalitäten radikal veränderte. Vorher konnten Studierende nur über das Wochenende ausleihen, Lehrstuhlmitarbeiter aber vier Wochen - jetzt können beide Statusgruppen eine vierzehntägige Ausleihe in Anspruch nehmen. Damit bewegt sich die FBB Wiwi konsequent weiter auf dem Gleis, auf das sie im Sommer 1997 gesetzt wurde, als hier mit der Online-Katalogisierung im Hessischen Verbundsystem HeBIS begonnen wurde. So werden seit 1998 die Altbestände der Bibliothek retrospektiv katalogisiert. Mit derzeitigem Stand sind rund 38.000 Titel mit 46.000 Exemplaren online nachgewiesen - das entspricht etwa 70 % des Gesamtbestandes an Monographien. Dass die Bibliothek seit Ende des Jahres 2000 auch die Erwerbungsprozesse auf ACQ umgestellt hat, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Fachleute wissen, dass auch dies einen komplexen organisatorischen Umbau der Geschäftsabläufe impliziert. Damit sind nun weitestgehend alle Arbeitsbereiche der Bibliothek auf EDV umgestellt!

Möglich wurde dies nur durch die außergewöhnliche Bereitschaft der Beschäftigten der Bibliothek, sich in Schulungen auf die neuen Aufgaben vorzubereiten und die erforderlichen Änderungen der gewohnten Arbeitsabläufe nicht nur zu akzeptieren, sondern auch gestalterisch mitzuformen. Die Schulungen wiederum wurden in vorbildlicher Weise vom Personal der Stadt- und Universitätsbibliothek organisiert und durchgeführt. Auch hier soll ein Wort des Dankes nicht fehlen!

Nähere Informationen zur FBB Wiwi unter: http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/FBB

Dr. Klaus Junkes-Kirchen
Fachbereichsbibliothek Wirtschaftswissenschaften
Fulda - Hochschul- und Landesbibliothek
Integration der Hessischen Landesbibliothek in die Fachhochschule Fulda / Sigel und Fernleihe

Seit dem 1. Januar 2001 ist durch Integration der Hessischen Landesbibliothek in die Fachhochschule eine neue Bibliothek an zwei Standorten entstanden: die Hochschul- und Landesbibliothek Fulda - mit den Standorten Heinrich-von-Bibra-Platz und Marquardstraße. Eine Bibliothek, die nach einem solchen Schritt nicht in absehbarer Zeit in einen gemeinsamen Neubau ziehen kann, sondern noch für einige Jahre ihre angestammten Standorte beibehält, kann die Integration nur schrittweise vollziehen. Denn beide Standorte - mit ihren jeweils sehr spezifischen Benutzergruppen - sollten ja in ihrem normalen täglichen Betrieb nicht gestört werden.

Nach der bereits im vergangenen Jahr erfolgten Zusammenlegung der beiden ILNs war die Entscheidung für ein gemeinsames Bibliothekssigel ein weiterer Schritt.

Für die HLB FD wurde das gemeinsame Sigel 66 (altes LB-Sigel) festgelegt. Zieladresse ist der Heinrich-von-Bibra-Platz. Für Bestellungen an den Standort Marquardstraße wurde das Sigel 66/0 (altes Sigel 823) bestimmt.

Daraus ergeben sich kurz skizziert folgende neue Anzeigen in den Bestandsinformationen des CBS und der ZDB:

a) HeBIS-CBS:
NEU: Sigel 66 = ILN 21/100 = ELN 0066 hlb fulda (66) = HLB FD, Standort Heinrich-von-Bibra-Platz
NEU: Sigel 66/0 = ILN 21/000 = ELN 0066 hlb fulda (66) = HLB FD, Standort Marquardstraße

b) ZDB:
NEU: Sigel 66 Fulda, HLB = ILN 0048 = 640100-4 Fulda = HLB FD, Standort Heinrich-von-Bibra-Platz
NEU: Sigel 66/0 Fulda, HLB = ILN 0048 = 641000-5 Fulda = HLB FD; Standort Marquardstraße

Nach der bereits im vergangenen Jahr realisierten ILN-Integration ergeben sich für die Fernleihe keine weiteren Änderungen. Zu beachten sind im Fernleihverkehr lediglich die Standorte:

  • Standort Heinrich-von-Bibra-Platz (ehemalige Hessische Landesbibliothek) und
  • Standort Marquardstraße (ehemalige Fachhochschulbibliothek).

 

Marianne Riethmüller
Hochschul- und Landesbibliothek Fulda
Gießen - Universitätsbibliothek
Online-Fernleihe für Gießener Benutzer

Die Universitätsbibliothek Gießen hat am 1. Mai 2001 die Online-Fernleihe für ihre Benutzer freigegeben.

(ana)
Mainz - Fachhochschulbibliothek
Unmittelbare Teilnahme der FHB Mainz (1053) am überregionalen Leihverkehr

Im Mai 2001 wurde die Bibliothek der Fachhochschule Mainz (1053) als unmittelbarer Teilnehmer zum überregionalen Leihverkehr zugelassen. Damit stehen deren Bestände ab sofort auch für die Fernleihe zur Verfügung.

Die Einführung der Online-Fernleihe für Fachpersonal ist in Vorbereitung, eine Schulung für aktive und passive Fernleihe mittels HeBIS-Fernleihmodul findet im Juli statt.

(ana)
Mainz - Universität
Universität Mainz eröffnet neue Bereichsbibliothek

Die Bereichsbibliothek Physik, Mathematik, Chemie (PMC) stellt für die universitäre Bibliothekslandschaft in Mainz eine neue Organisationsform dar. Die übergreifende Bibliothekseinheit integriert die Bestände von drei Fachbereichen mit insgesamt sieben Teilbibliotheken: rund 56.000 Monographien und 58.000 Zeitschriftenbände. "Die Schaffung übergreifender Bibliothekseinheiten hat zum Ziel", so der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Josef Reiter, im Rahmen der Eröffnung der Bereichsbibliothek, "unter Verwendung zeitgemäßer Technik die bibliothekarischen Dienstleistungen in der gesamten Universität zu gewährleisten - gerade auch angesichts knapper werdender Ressourcen. Insofern hat die PMC Pilotcharakter für weitere geplante Zusammenlegungen von Fachbereichsbibliotheken und -teilbibliotheken auf dem Campus."

Umgezogen in die neue Bereichsbibliothek im Neubau Chemie sind die sieben Teilbibliotheken bereits im Herbst vergangenen Jahres. Am 24. Januar hat der Minister für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, die neue Organisationsform in der universitären Bibliothekslandschaft offiziell eröffnet. Auf 2120 Quadratmetern verfügt die PMC unter Leitung von Norbert Schott zur Zeit über ca. 56.000 Monographien und etwa 58.000 Zeitschriftenbände.

Für die Nutzer der Bibliothek gibt es 202 Leseplätze; darüber hinaus stehen 13 EDV-Arbeitsplätze für die Benutzung des Online-Katalogs und für Recherchen zur Verfügung. In einem CIP-Pool können weitere PC's benutzt werden. Zudem: Über die Homepage der Universitätsbibliothek Mainz (http://www.ub.uni-mainz.de/) sind sämtliche Zeitschriften der PMC sowie die Monographien ab Erscheinungsjahr 1987 nachgewiesen. Die Bibliothek ist montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet; in dieser Zeit können auch Bücher ausgeliehen und zurückgegeben werden.

"Das Mainzer Konzept von leistungsstarken, professionell geleiteten Bereichsbibliotheken, in denen die Fachbereiche für den Bestandsaufbau Verantwortung tragen", so der Leitende Bibliotheksdirektor, Dr. Andreas Anderhub, "ist ein zukunftssicherer Rahmen für diese Services und die Bibliotheksmitarbeiter in den Fachbereichen. Statt Zentralisierung also eine Bündelung von Ressourcen auf, sagen wir, mittlerer Ebene der Universität."

Dr. Martina Jantz E-Mail an AutorIn
Universitätsbibliothek Mainz

Aus den Verbundgremien

13. Treffen der AG Technik am 17.05.2001 in Mainz

Zwei Themen bestimmten neben dem Austausch über Fragen des Tagesbetriebs das 13. Treffen der AG Technik: die Einführung von Chipkarten und die LBS-Version 4 von Pica.

Ausgangspunkt war die Empfehlung des Verbundrates zur Struktur der 12-stelligen Chipkartennummern (vgl. Verbundratprotokoll vom 25. April 2001, TOP 7). Hierzu wurde die Tauglichkeit dieser Empfehlung hinsichtlich der Anforderungen der einzelnen LBSe im Detail besprochen. Darüber hinaus wurde diskutiert über Einzelheiten hinsichtlich Prüfziffernverfahren, Datenschutzaspekten und der bevorstehenden Einführung von Chipkarten an der FH Frankfurt.

Die deutsche Version von LBS4 kann laut Pica ab Herbst 2001 getestet werden. Für diese neue Version sollte nach einhelliger Meinung eine einheitliche Plattform angestrebt werden, was der Empfehlung des Verbundrates entspricht. Die LBSe wollen mit den ersten Tests von LBS4 auf kleineren Rechnern gemeinsam Anfang Oktober beginnen; davor soll nach Möglichkeit im September eine Schulung für das neue Betriebssystem stattfinden. Der genaue Zeitpunkt der Einführung von LBS4 im Produktionsbetrieb bleibt der Entscheidung der einzelnen LBSe überlassen.

Ausführliche Informationen zum Treffen "LBS4"

B. Weinzinger
Universitätsbibliothek Mainz, EDV-Abteilung
HeBIS-Konsortium

Organisation

Seit Januar 2000 wird die Geschäftsführung des HeBIS-Konsortiums nebenamtlich im Rahmen der Leitung der Medienbearbeitung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a.M. betrieben. Zur Entlastung stellte das HMWK Mittel für eine zeitlich befristete BAT Vb-Stelle zur Verfügung. Bereits nach wenigen Monaten zeigte sich jedoch, dass der Arbeitsumfang zwei volle Stellen rechtfertigt und dass die Assistentenstelle unterdotiert war. Inzwischen wurde an der StUB Frankfurt eine Stelle des höheren Verwaltungsdienstes bereitgestellt für Verhandlungen und Abschluss landesweiter Konsortialverträge und als Verbindungsstelle zur Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Die zweite Stelle bleibt leider vorläufig befristet bis Ende 2002, konnte aber auf BAT IVb angehoben werden. Spätestens ab 1. September hat die Geschäftsstelle ihr Büro in den Räumen 101 im 1. Stock der StUB Frankfurt und ist hauptamtlich besetzt mit:

Aktuelle Projekte

Die Hauptaktivitäten der Geschäftsstelle beziehen sich zur Zeit auf den erklärten Wunsch des Konsortiums, künftig weitgehend auf Print-Zeitschriften zu verzichten. Von der Umstellung auf Online only erwarten die Teilnehmer eine spürbare Reduktion der Abonnementskosten. Allerdings bleibt der aktuelle Printbestand im Konsortium Grundlage für die Kalkulation der Lizenzen, unabhängig davon, ob die billigeren elektronischen Versionen abonniert werden, oder die gedruckten zuzüglich eines Aufschlags für den Online-Zugriff. Diese Berechnungsgrundlage und der Umstand, dass für elektronische Lizenzen der volle Mehrwertsteuersatz von 16% zur Anwendung kommt, schränkt das Sparpotential stark ein.

Die Verhandlungen mit Academic Press, Elsevier und Springer sind noch in vollem Gange. Sollte der Umstieg für 2002 gelingen, werden im ersten Schritt vermutlich zunächst nur die Bestände der Zentralbibliotheken einbezogen. Umstieg bedeutet: Abbestellung der gedruckten Abonnements bei den bisherigen Geschäftspartnern und Konzentration auf einen Lieferanten für die E-Journals.

Unter Federführung des HeBIS-Konsortiums laufen zur Zeit für mehr als 15 bundesdeutsche Bibliotheken Verhandlungen mit der Association for Computing Machinery. Die ACM Digital Library umfaßt rund 30 elektronische Zeitschriften und Kongressschriften. Diese überregionale Zusammenarbeit kann uns 50% Discount einbringen.

Das Konsortium hat sich wegen der prohibitiven Kostenstruktur gegen Konsortialverhandlungen mit Nature ausgesprochen.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Aktivitäten des HeBIS-Konsortiums wurden vorgestellt

  • zum "Tag der elektronischen Zeitschrift" am 17. Mai in der Bibliotheksschule
  • im Unterricht des Gehobenen Dienstes an der Bibliotheksschule
  • im Unterricht des Höheren Dienstes an der Bibliotheksschule
  • bei einer Sitzung der AG Behördenbibliotheken am 8. Juni in Wiesbaden

Wenn Sie mehr wissen wollen:
http://www.hebis.de/hebis-konsortium/index.html

Margot Wiesner
Geschäftsstelle HeBIS-Konsortium

Gremienberichte

Erstes Treffen der HeDoc-AG in Frankfurt

Am 31. Mai 2001 fand in Frankfurt das erste Treffen der HeDoc-AG statt. Diese Arbeitsgruppe soll sich mit dem Einsatz und der Weiterentwicklung der in fünf hessischen Bibliotheken aufgestellten HeDoc-Stationen beschäftigen.

Bevor es aber an die Weiterentwicklung gehen kann, steht als erste Aufgabe die Abnahme des Gesamtsystems, die bis Ende Juni diesen Jahres erfolgen soll. Bis zur Abnahme bleibt die Projektleitung bei der StUB Frankfurt, die auch die Ausschreibung durchgeführt hat, danach ist geplant, dass eines der betroffenen Lokalsysteme mit der Federführung bei der Weiterentwicklung betraut wird. Dazu zählt vor allem das Testen neuer Software-Versionen. Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, sollen die HeDoc-Stationen dazu verwendet werden, den Versand von Kopien aufgrund von Fernleihbestellungen zwischen den Bibliotheken der Region zu beschleunigen, indem anstelle von Papierkopien Scan-Dateien angefertigt und diese auf dem HeBIS-FTP-Server abgelegt werden. Die bestellende Bibliothek kann ihre Lieferungen dann von dort abholen.

Dazu wird den Bibliotheken jetzt die letzte Version der HeDoc-Anwendung zur Verfügung gestellt, die bisher nur in Frankfurt getestet wurde. Danach sollen testweise erste Online-Fernleihbestellungen unter Einsatz der HeDoc-Stationen erledigt werden, um den Umgang mit dem System zu erlernen und die lokalen Geschäftsgänge zu organisieren. Parallel dazu werden vom Programmierer noch bestehende Fehler bereinigt. Nach Auslieferung der korrigierten Version kann dann mit dem produktiven Einsatz der Stationen begonnen werden.

(ana)

Fortbildung und Veranstaltungen

Bibliotheksschule Frankfurt

Das aktuelle Fortbildungsprogramm der Bibliotheksschule Frankfurt finden Sie unter http://www.fhsbib.uni-frankfurt.de/

Neuer Service der Verbundzentrale: Die HeBIS-Roadshow

Im Rahmen unserer Kundenbefragung zu den HeBIS-Arbeitsmitteln 1999 wurde als Wunsch für weitere Dienstleistungen mehrfach ein Bedarf an Schulungen und Fortbildungen geäußert. Viele persönliche Gespräche ergaben ein ähnliches Bild, oft auch verbunden mit dem Wunsch nach Erfahrungsaustausch mit anderen HeBIS-Teilnehmern.

Teilweise wurden diese Anregungen durch die in lockerer Folge stattfindenden Workshops zu unterschiedlichen Themen bereits erfolgreich aufgegriffen und umgesetzt. Dazu kommt jetzt neu die HeBIS-Roadshow. Diese steht unter dem Motto "Wir kommen zu Ihnen" und soll der Vorstellung neuer HeBIS-Produkte in den einzelnen Lokalsystemen dienen. Ziel der Roadshows ist die praxisorientierte und zielgruppengerichtete Unterstützung der HeBIS-Anwender in ihrer praktischen Arbeit. Die Veranstaltungen haben starken Schulungscharakter, sollen aber auch Fragen beantworten und Problemfelder lösen helfen. Daneben setzt die Verbundzentrale stark auf den daraus resultierenden Dialog zwischen "Machern" und "Nutzern", der ihr ein kundenorientiertes Arbeiten ermöglicht.

Die Premiere der HeBIS-Roadshow widmet sich dem Thema "Neue Rechercheprodukte" und soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Benutzungsabteilungen en Detail mit den Funktionen und Oberflächen der neuen Rechercheinstrumente HeBIS-Retro und Verbund-OPAC4 vertraut machen. Pro Lokalsystem ist eine Veranstaltung mit jeweils mindestens 10, maximal 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgesehen. Als Termine wurden reserviert:

  • 7. August: Lokalsystem Marburg
  • 9. August: Lokalsystem Kassel
  • 14. August: Lokalsystem Rheinhessen
  • 16. August: Lokalsystem Frankfurt
  • 23. August: Lokalsystem Darmstadt
  • 29. August: Lokalsystem Gießen/Fulda

Um die Organisation, insbesondere auch die Beschaffung eines geeigneten Raumes, kümmern sich KollegInnen vor Ort; da dies noch nicht abgeschlossen ist, können die Veranstaltungsorte noch nicht genannt werden. Näheres werden Sie rechtzeitig von Ihrem/r Lokalsystembetreuer/in erfahren. Die Verbundzentrale hofft auf rege Beteiligung und wird die Veranstaltungsreihe bei Erfolg fortführen.

(ria)

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Der Aperitif

Der Pica-Virus
Pica
alias: I-Worm.Lee
VBS/Pica is a worm written in VBScript
- als hätten wir's nicht schon immer gewusst?!
(http://www.europe.f-secure.com/v-descs/pica.shtml)

Impressum

HeBIScocktail 3/2001 (2. Juli 2001)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext und PDF (zum Download) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff, Andrea Arndt, Monika Denker, Renate Koch-Krug, Heike Nienerza
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 4/2001 erscheint Anfang Oktober 2001.

Redaktionsschluss: 14. September 2001

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