HeBIScocktail
Ausgabe: 2001-4
Editorial

"... der Sommer war sehr groß" - dieser Satz aus Rilkes Gedicht "Herbsttag" trifft in diesem Jahr auch für die Verbundzentrale zu. Mit unserer sommerlichen Roadshow scheinen wir einen bleibenden, positiven Eindruck hinterlassen zu haben. Wie positiv, das erfahren Sie in der Rubrik "Meet the challenge".

"Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah" - das könnte Friedrich Hebbel anlässlich eines Besuchs auf der Frankfurter Buchmesse gesagt haben. Vom 10. - 15. Oktober findet die 53. Frankfurter Buchmesse statt, Gastland in diesem Jahr ist Griechenland. Einen Sirtaki können wir Ihnen am Stand der HeBIS-Verbundzentrale zwar nicht bieten, aber ein Besuch des HeBIS-Standes lohnt sich allemal. Was genau Sie in diesem Jahr erwartet, lesen Sie in Rita Albrechts Beitrag "Treffpunkt Buchmesse".

Natürlich sind auch die restlichen Seiten der letzten HeBIScocktail-Ausgabe für dieses Jahr lesenswert - wir empfehlen den Ausdruck für einen bleibenden Eindruck!

Sonnige Herbsttage wünscht

Gisela Bröckerhoff
HeBIScocktail-Redaktion

Entwicklungen und Planungen im Verbund

Hessische Bibliographie & Hessendata - Datenbank der Hessischen Bibliographie

Die Hessische Bibliographie verzeichnet selbständige und unselbständige Literatur mit inhaltlich-räumlichem Bezug zu Hessen insgesamt, zu einzelnen Orten oder Regionen des Landes oder hessischen Persönlichkeiten.

Das monographische Material wird von den fünf hessischen Pflichtexemplarbibliotheken in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Kassel und Wiesbaden aus den abgelieferten Pflichtexemplaren ausgewählt, klassifiziert, beschlagwortet, erfasst und an die Zentralredaktion in Frankfurt gemeldet. Die Universitätsbibliotheken in Gießen und Marburg melden die hessenbezogenen Hochschulschriften ihrer Universitäten. An der laufenden Auswertung von ca. 650 Zeitschriften und Zeitungen ist neben den bereits genannten Bibliotheken auch die Senckenbergische Bibliothek Frankfurt beteiligt.

Die Zentralredaktion an der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt klassifiziert und erfasst nicht nur die Frankfurter Pflichtexemplare, sondern auch das außerhalb Hessens erschienene Schrifttum mit Hessenbezug. Sie führt die Endredaktion und die Verarbeitung der Bibliographie bis hin zum umbrochenen Satz und zur Erstellung der Druckvorlage durch. Die Zentralredaktion ist außerdem zuständig für die inhaltliche Weiterentwicklung des Programmsystems und für Neuentwicklungen, also auch z. B. für die Zusammenarbeit mit EDV-Fachkräften zwecks Erstellung einer Internetausgabe.

Seit Beginn der Berichtszeit 1977 wurden insgesamt 23 gedruckte Jahresbände produziert, die allesamt im Saur Verlag, München, erschienen sind und von denen der letzte (Bd. 23/1999) Mitte September 2001 ausgeliefert wurde. Für das nächste Jahr ist noch der Band 24/2000 geplant, danach wird die Druckausgabe aufgegeben. Der Gesamtdatenbestand der Hessischen Bibliographie liegt momentan bei ca. 127.000 Titeln.

Die Hessische Bibliographie wird bereits seit dem ersten Berichtsjahr 1977 mit EDV verarbeitet. Bis einschließlich Berichtsjahr 1991 handelte es sich dabei um ein vergleichsweise aufwändiges Offline-Verfahren, das über Großrechner lief. Seit 1992 wird das PC-Programm ABACUS (Automatisierte Bibliographiebearbeitung von Allegro-C bis zum umbrochenen Satz) verwendet (Allegro-C wurde allerdings nur für kurze Zeit benutzt). ABACUS ist eine Spezialanwendung zur Bibliographieerstellung, die Anfang der 80er Jahre zunächst in Nachahmung der Großrechnerprogramme der Hessischen Bibliographie erstellt wurde. Der Programmierer, Michael Piegenschke aus Kiel, schrieb das Programm in erster Linie für die Schleswig-Holsteinische Landesbibliographie, doch im Lauf der Jahre, als das Programm immer leistungsfähiger wurde und die PC-Technologie sich weiter verbreitete, fanden sich etliche Nachanwender.

Heute arbeiten mit ABACUS von der Erfassung bis zur Druckausgabe die Landesbibliographien von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen und Hessen. Die Landesbibliographie von Sachsen-Anhalt und die Hamburgische Bibliographie benutzen ABACUS zur Verarbeitung und Druckausgabe, bei der Bayerischen Bibliographie wird das Druckausgabemodul verwendet. Es gibt noch eine ganze Reihe kleinerer Bibliographien, die ABACUS-Anwender sind, z.B. die Leibniz-Bibliographie in Hannover und die Schachbibliographie in Kiel.

Verarbeitung, Druckausgabe und auch die Aufbereitung der Titel der Hessischen Bibliographie für das Internet werden mit einem weiteren Programm aus der Produktion Herrn Piegenschkes namens Piewin gemacht.

Die Titelerfassung der Hessischen Bibliographie erfolgt formal auf Grundlage der "Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken" (RAK-WB). Zur inhaltlichen Erschließung werden eine fein gegliederte bibliothekarische Systematik und in Anlehnung an die "Regeln für den Schlagwortkatalog" (RSWK) angesetzte Schlagworte verwendet.

Eine CD-ROM mit insgesamt ca. 112.000 Titelnachweisen (Berichtsjahre 1977 bis 1997) erschien Ende 1999 in Zusammenarbeit mit dem Saur Verlag, München. Bei der seit August 2001 freigegebenen neuen Datenbank handelt es sich eigentlich schon um die dritte Datenbank der Hessischen Bibliographie. Die erste Datenbank lag von 1979 - 1989 bei der Gesellschaft für Information und Dokumentation (später: Gesellschaft für Elektronische Medien) in Frankfurt auf, die zweite von 1992 - 1996 bei FIZ Karlsruhe/STN International.

Hessendata (URL: http://www.hessendata.stub.uni-frankfurt.de) enthält zum gegenwärtigen Zeitpunkt ca. 49.000 Titel (Bestand der Bände 16/1992 bis 23/1999 komplett, Berichtsjahre 2000 und 2001 soweit erfasst). Die Übernahme der älteren Daten ist für das Jahr 2002 geplant. Altdaten inbegriffen würde die Datenbank z.Z. knapp 127.000 Titel umfassen. Hessendata ermöglicht Recherchen über die Eingabe von Suchbegriffen oder das Blättern in Registern.

Die Aktualisierung der Datenbank soll - je nach Menge der anfallenden Titel - im Abstand von 1-2 Wochen erfolgen.

Brigitte Störch E-Mail an AutorIn
Zentralredaktion Hessische Bibliographie

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

Auf der Pica-Homepage unter http://www.oclcpica.org/ können Sie jederzeit aktuelle Informationen über Pica abrufen.

Verbundprojekte

Verbund-OPAC4: Aktueller Projektstand

Obgleich immer noch im Testbetrieb, dürfte Verbund-OPAC4 den meisten HeBIS-Teilnehmern inzwischen ein fester Begriff sein. Viele von Ihnen haben ihn bei unseren Schulungen im Rahmen der HeBIS-Roadshow im August kennen gelernt. Mitte August wurde OPCAC4 zur Entlastung des alten WebOPAC-Rechners außerdem für KVK-Recherchen frei geschaltet, so dass Bibliothekare wie Benutzer auch auf diesem Weg schon regelmäßig in den neuen OPAC gelangen und mit ihm arbeiten.

Seit unserem Bericht im letzten HeBIScocktail haben die Arbeiten an OPAC4 einige Fortschritte gemacht, wenn auch mehr im Verborgenen und für Sie im Moment noch nicht sichtbar. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen:


Ergebnisse der Tests durch die UAG Benutzung

Im Juli wurde Verbund-OPAC4 unter Federführung der UAG Benutzung verbundweit getestet. Das Augenmerk lag dabei hauptsächlich auf Oberfläche, Benutzerführung und Navigation.

Als Ergebnis der Tests wurden zahlreiche Verbesserungsvorschläge zusammengetragen, über die in der 2. Sitzung der UAG Benutzung Anfang August diskutiert und abgestimmt wurde. Die Änderungswünsche der UAG betrafen zum einen einzelne Punkte wie z. B.:

  • Der Suchschlüssel ALL sollte als erster Suchschlüssel angeboten werden.
  • Die Bestandsinformation sollte nicht über einen Button unterhalb der Titelaufnahme abrufbar sein, sondern wie Titelvollanzeige und Trefferlisten über einen "Karteikartenreiter" im oberen Bereich des Bildschirms.
  • Nach Auswahl eines Titels aus der Trefferliste sollte man statt der Titelvollanzeige sofort die Bestandsinformation erhalten.

Darüber hinaus wurde dringender Verbesserungsbedarf in folgenden größeren Bereichen gesehen:

  • Expertensuchmenü (sollte wieder eingerichtet werden, um die Kombination verschiedener Suchschlüssel zu erleichtern).
  • Einschränkung der Suche auf bestimmte Erscheinungsjahre (Suchfilter Erscheinungsjahr muss wieder angeboten werden, die derzeitigen Möglichkeiten zur Einschränkung auf Erscheinungsjahre - z. B. Erscheinungsjahr zusammen mit dem Mnemocode "jhr" in das Eingabefeld für die Suchbegriffe eingeben - sind für Benutzer unzumutbar).
  • FAM-Anzeige zu mehrbändigen Werken und Schriftenreihen (Bandzählungen müssen mit angezeigt werden, die Sortierung muss stimmen).
  • Benutzerführung bei mehrbändigen Werken und Schriftenreihen (z.B. sollte bei übergeordneten Sätzen kein Button zum Abrufen der Bestandsinformation angeboten werden).
  • Bestandsinformation (Angaben zu Bibliothek, Signatur, Entleihbarkeit teilweise falsch; Anzeigeformat "Detailsicht" sollte der Übersichtlichkeit halber tabellarisch sein wie im ZDB-OPAC).
  • Normdatensätze (sollten nur angezeigt werden, wenn sie am Ende der Trefferlisten ausgegeben werden können).

Im Detail können die Ergebnisse der UAG-Sitzung im Protokoll nachgelesen werden, das ab etwa Mitte Oktober auf dem HeBIS-FTP-Server zu finden sein wird.


Stand der Arbeiten in VZ und BDV

Ein Teil der Änderungswünsche der UAG Benutzung können von VZ und BDV umgesetzt werden (z. B. sofortige Anzeige der Bestandsinformation nach Auswahl aus der Trefferliste). Für einige Punkte ist die Umsetzung sogar schon erfolgt, allerdings erst einmal auf dem Testrechner.

Einige der Anforderungen lassen sich jedoch nur mit Hilfe von Pica realisieren. Das betrifft ausgerechnet einige der größeren Problembereiche wie z. B. die FAM-Anzeige zu mehrbändigen Werken und Schriftenreihen. Andere Bereiche wie das Expertensuchmenü oder die Bestandsinformation könnten zwar von der BDV bearbeitet werden, aber nur mit großem Aufwand und gewissen Risiken für zukünftige Versionswechsel. Hier wäre es wünschenswert, wenn Pica eine generelle Lösung anbieten und fest in seinem OPAC4-Konzept verankern würde.

Für alle nur von Pica zu lösenden Probleme haben VZ und BDV inzwischen eine detaillierte Mängelliste zusammengestellt, die Pica Anfang Oktober übergeben werden soll. Ein großer Teil der darin enthaltenen Anforderungen wird auch von den beiden anderen deutschen Pica-Partnern GBV und DDB unterstützt.

Zum Schluss noch ein kleiner Lichtblick: Im letzten HeBIScocktail hatten wir berichtet, dass die Daten in OPAC4 vorläufig nur in größeren Zeitabständen aktualisiert werden können und dass für ein regelmäßiges tägliches Update noch eine spezielle Software benötigt wird. Diese wurde von Pica inzwischen ausgeliefert. Die BDV arbeitet gerade an einer Testinstallation, erste Tests sollen noch im Oktober erfolgen.

Heike Nienerza E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale, Monographien

Neues von den Datenbanken

HeBIS-Retro - Katalog der LHB Darmstadt eingespielt

Seit Juli ist in HeBIS-Retro auch der Katalog der HLHB Darmstadt mit ca. 1 Mio. Titelkarten recherchierbar. Damit sind jetzt bereits mehr als 4,6 Mio Titelkarten (geplantes Gesamtvolumen 8,1 Mio) in HeBIS-Retro enthalten.

Die Kataloge der UB Gießen und der HLB Fulda sind inzwischen ebenfalls eingescannt, zur Zeit erfolgt ihre OCR-Umsetzung.

(elr)
Neue Bestandsfelder zur Zeitschriftenkatalogisierung / Mikroform-Master

Aus der Erkenntnis heraus, dass Sekundärausgaben bislang nicht sinnvoll in der ZDB katalogisiert werden konnten, hatte die ZDB Ende vergangenen Jahres begonnen, ihr Format für Masterformen zu überarbeiten. Ziel dieser Aktion war es, Felder, die bisher auf Titelebene zugelassen waren, künftig nur noch für die Exemplarebene vorzusehen.

In Vorbereitung dieser Aktion wurde der ZDB-MAB2-Lieferdienst für Titel- und Lokaldaten entsprechend geändert und die neuen Felder veröffentlicht. Die an der ZDB beteiligten Verbünde waren gehalten, sich auf die Übernahme bzw. Lieferung der neuen Titel- und Lokaldatenfelder einzurichten.

Seit August diesen Jahres dürfen Masterformen nur noch im neuen Format in der ZDB katalogisiert werden. Zur Bereinigung der bestehenden Aufnahmen durch die an der ZDB teilnehmenden Bibliotheken wurde eine Übergangszeit eingerichtet, in der sowohl die alten als auch die neuen Felder zulässig sind. Nach Ablauf dieser Übergangszeit und vollständiger Korrektur der betroffenen Titelaufnahmen (voraussichtlich Dezember 2001) ist die Lieferung von Bestandsdaten zu Sekundärausgabe-Mastern an die ZDB nur noch im neuen Format möglich.

Aus diesen Vorgaben ergab sich auch für den HeBIS-Verbund die Notwendigkeit der Einrichtung von neuen Feldern im Exemplardatenbereich. Folgende neue Felder zur Verzeichnung von Mikroform-Mastern wurden eingerichtet:

8001 Materialcode auf Exemplarebene; materialspezifische Codes
Das Feld 8001 war schon vorher in HeBIS vorhanden. Geändert wurde lediglich die Codierung von Mikroform-Mastern = %3b und nicht spezifizierten Mikroformen = %3a.
Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit der Angabe eines 11-stelligen materialspezifischen Codes zur Beschreibung der Mikroform.
8449 Herstellungsort, Hersteller der Sekundärausgabe
8465 Besitznachweis für die Verfilmungsvorlage
8466 Besitznachweis für den Sekundärausgabe-Master
8467 1. bis 2. Urheber / Auftraggeber d. Verfilmung

Um die Arbeitsbelastung durch die Erweiterung der Felder im Lokaldatenbereich möglichst gering zu halten, ist die Besetzung der neu eingerichteten Felder im HeBIS-Verbund für fakultativ erklärt worden. Bibliotheken, die den höheren Arbeitsaufwand zur Besetzung dieser Felder, die für die Lieferung an EROMM vorgesehen sind, nicht leisten wollen, können sich (neben den üblichen Pflichtangaben) auf die Codierung in 8001 beschränken.

Im Zusammenhang mit den dargestellten Formatänderungen hat die BDV automatisch die bisherigen Materialcodierungen in 8001 und 8002 an bestehenden Lokaldatensätzen in der HeBIS-Datenbank bereinigt. D.h.:

  • Exemplarsätze, die bisher in 8001 mit "l", "m" oder "n" (= Mikroform, kein Master) codiert waren, haben jetzt in 8001 die Codierung "%3a" (= Mikroform, nicht spezifiziert) stehen.
  • Exemplarsätze, die bisher in 8001 mit "l", "m" oder "n" und zusaetzlich in 8002 mit "8" (= Master-Mikroform) codiert waren, sind jetzt nur noch in 8001 mit "%3b" (=Master-Mikroform) codiert.
  • Die Codierung "3" (= elektron. Ressource) in 8001 wurde gelöscht und wird zukünftig nicht mehr vergeben.
  • Das Feld 8002 wurde gelöscht und wird zukünftig nicht mehr besetzt.

Abschließend möchte die VZ-Zeitschriften darauf hinweisen, dass die beschriebenen neuen Felder ausschließlich der Zeitschriftenkatalogisierung vorbehalten sind (70XY mit Selektionscode "p").

(hea)
Neue Systemversion in Produktion: CBS 8.3

Seit Dienstag, 2. Oktober 2001, ist die neue Version 8.3 des CBS auf das HeBIS-Produktionssystem übernommen worden. Für die derzeit aktiven Verbundanwendungen bringt CBS 8.3 keine Neuigkeiten. Die Version dient hauptsächlich der Vorbereitung des Systems auf den kommenden UNIX-Umstieg.

(ana)

Mitteilungen der Verbundzentrale

Bibliotheksnormdatensätze

Wozu benötigt man Bibliotheksnormdatensätze?

Ein lang gehegter Wunsch vieler Verbundteilnehmer wird demnächst in Erfüllung gehen: BDV und Verbundzentrale arbeiten z. Z. an der Einführung von Bibliotheksnormdaten. Dadurch werden wir folgende Ziele erreichen:

  • Die Bestandsangaben werden sowohl im Verbund-OPAC als auch im diagnostischen Format übersichtlicher dargestellt.
  • Bereits in der Datenbank finden Sie ausführlichere Angaben zu den besitzenden Bibliotheken. Der Umweg über die WWW-Seiten entfällt.
  • Sie können teilweise Informationen selbst erfassen und müssen nicht mehr alles an die Verbundzentrale melden.

 

Wie sehen die Bibliotheksnormdatensätze aus?

Wer von Ihnen bereits die Bibliotheksnormdatensätze der ZDB kennt, kann sich vorstellen, wie unsere Datensätze künftig aussehen werden. Es gibt nur geringe Abwandlungen: Wir haben weitere Kategorien für Ansprechpartner ergänzt, dafür aber auf einige Felder wie z.B. Angaben für die DBS (= Deutsche Bibliotheksstatistik) verzichtet. Das Kategorienschema wird dann folgendermaßen aussehen (vorläufige Fassung):

  Pica3 Pica+ Subfeld Bezeichnung Besetzung
  001 001A $0 Quelle und Datum der Ersterfassung automatisch erstellt
  002 001B
$0
$t
Quelle und Datum der letzten Änderung automatisch erstellt
  003 001D $0 Quelle und Datum Aufnahmeabschluss automatisch erstellt
  005 002@ $0 Gattung und Status

Pos. 1: Kennzeichnung Normdatensatz

Pos. 2: Art des Normdatensatzes



Pos. 3: Status der Aufnahme
Kodierungen:

T = Normdatensatz

b = Körperschaft
s = SWD-Normdatensatz
w = Bibl.Normdatensatz

x = veränderbar
v = gesperrt
P,I 040 008G $0 Bibliothekssigel  
P,I 041 008H

$0
$i
$e
$a
Weitere Bibliothekskennungen

       BIK
_=i_ ILN
_=e_ ELN
_=a_ Abteilungskode
 
P 042 008I $0 Kodierte Angaben Position 1-3:
Leihverkehrsregion,
standardmäßig
besetzt mit "HES"

Position 4:
LV-Relevanz
n = nicht LV-relevant
l = LV-relevant

Position 5:
Direktteilnehmer
n = nein
d = ja
P,I 700 029D $a Bibliotheksname  
P 705 029E $a Kurzform des Bibliotheksnamens  
  710 035M

$a
$b
$c
$d
Ansprechpartner (Monographien)

_=n_ Name
_=t_ Telefonnummer
_=f_ Fax
_=e_ E-Mail
 
  711 035N

$a
$b
$c
$d
Ansprechpartner (Zeitschriften)

_=n_ Name
_=t_ Telefonnummer
_=f_ Fax
_=e_ E-Mail
 
  712 035O

$a
$b
$c
$d
Ansprechpartner (Fernleihe)

_=n_ Name
_=t_ Telefonnummer
_=f_ Fax
_=e_ E-Mail
 
P 730 035A

$y
$a
$b
$c
$d
$e
Adresse der Bibliothek

_=y_ Adressentyp
_=s_ Straße, Hausnummer
_=f_ Postfach
_=p_ Postleitzahl
_=o_ Ort
_=b_ Bemerkungen
Kodierung Adresstyp
P = Postanschrift
S = Sitzanschrift
  750 035B

$a
$b
$c
$d
$e
$f
Kommunikationsverbindungen

_=t_ Telefonnummer
_=f_ Fax
_=e_ E-Mail-Adresse
_=h_ URL der Homepage
_=o_ URL des OPACs
_=b_ Bemerkungen
 
P 755 035C

$d
$l
Bezüge zu anderen Bibliotheken

_=d_ Name der Leitbibliothek
_=l_ zugehöriges LBS
 
  770 035F $a Öffnungszeiten  
  755 035G

$b
Sammelgebiete

_=b_ Sondersammelgebiete der DFG
 

Wie werden die Normdatensätze erstellt?

Die Normdatensätze werden maschinell aus den Angaben im Teilnehmerverzeichnis erzeugt. Sie müssen also nicht selbst Datensätze für Ihre Bibliothek bzw. Ihr Bibliothekssystem erfassen.

 

Wie sind die Normdatensätze suchbar?

Sie können nach Bibliothekssigel, BIK, ILN und ELN mit Abteilungscode sowie Bibliotheksnamen suchen (in der Tabelle mit "I" (= Indexierung) gekennzeichnete Felder). Die genaue Bezeichnung der Suchschlüssel steht noch nicht fest. Wir werden Ihnen diese kurz vor der Einführung der Normdatensätze bekannt geben.

 

Wer bearbeitet was in den Normdatensätzen?

Einige Felder können nur von der Verbundzentrale eingetragen oder geändert werden. Diese Felder sind in der Tabelle mit "P" (= Pflichtfeld) gekennzeichnet. Dies sind Angaben, die für die Datenverarbeitung im Pica-System, aber auch für die ZDB und das Sigelverzeichnis wichtig sind.

Die Normdatensätze erhalten den v-Status und können somit nur von bestimmten, dazu berechtigten Nutzern der jeweiligen ELN geändert werden. Bislang ist geplant, die Userkennungen, die auch Titel löschen dürfen, so zu erweitern, dass Bibliotheksnormdatensätze korrigiert und ergänzt werden können. Neue Bibliotheksnormdatensätze darf hingegen nur die Verbundzentrale erfassen. Auch die Löschungen dieser Datensätze darf nur die Verbundzentrale durchführen.

Wenn Änderungen an für Sie gesperrten Kategorien vorzunehmen sind, Bibliotheken zu löschen sind oder Bibliotheken neu an HeBIS teilnehmen wollen, schicken Sie bitte Ihre Meldungen, wie bisher auch, entweder per Formular auf unseren WWW-Seiten (Bereich Arbeitshilfen & Dokus - Datenbankpflege  - Änderungsformular Teilnehmerverzeichnis) oder per E-Mail an Frau Wittich (wittich@stub.uni-frankfurt.de) bzw. bei Fernleihspezifika an Frau Arndt (hebisfernleihe@stub.uni-frankfurt.de). Wir werden Ihre Angaben in die Bibliotheksnormdatensätze einarbeiten und die Meldungen an die entsprechenden Stellen weiterleiten.

 

Wie werden Exemplar- und Normdatensätze verknüpft?

Wer die ZDB kennt, weiß auch, dass dort Exemplar- und Normdatensätze über Kategorie 4800 (Level 2) miteinander verknüpft werden. Dasselbe Verfahren werden wir in HeBIS auch anwenden. Für die bereits vorhandenen Exemplardaten wird es einen maschinellen Lauf geben, um Exemplar- und Normdatensätze miteinander zu verknüpfen. Im Moment arbeitet die BDV noch an einer Lösung, wie zukünftig neue Exemplar- und Normdatensätze verknüpft werden können, damit Sie als Anwender möglichst wenig Arbeit damit haben werden.

 

Carmen Wittich E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale, Monographien
Informationen aus der GKD

Die Tatsache, dass sich das Erscheinen der neuen RAK bis Ende 2001 verzögern wird sowie zahlreiche Anfragen an die GKD betreffend die Weiterführung der Loseblattsammlung "GKD-Informationen" haben die Redaktionen veranlasst, diese wieder aufleben zu lassen. Die neuen "GKD-Informationen" werden künftig als pdf-Dokument auf der Homepage der ZDB zur Verfügung gestellt.

Wie gewohnt, trägt jede Information im Kopf die Angabe des jeweils behandelten Themas. Der Informationsstand ist aus der Fußnote ersichtlich. Der Inhalt der einzelnen Informationen wurde überarbeitet und wo nötig geändert bzw. ganz gestrichen. Auf eine Kennzeichnung der geänderten oder entfallenen Stellen wurde verzichtet. Die neuen GKD-Informationen enthalten als Anlage u. a. ein Schlagwort- und ein Paragraphenregister. Beide sind insbesondere für die Nutzung in ausgedruckter Form gedacht.

(mod)
Kongresse, die nicht in der GKD angesetzt werden

Laut GKD-Redaktionen häufen sich in letzter Zeit die Fälle, in denen von Hessen gelieferte Kongress-Ansetzungen sich als falsch erweisen. Zu Ihrer Erinnerung an dieser Stelle einige Hinweise zur Kongress-Ansetzung:
Ausgrabungen, Expeditionen, Exkursionen etc. werden nicht als Körperschaften behandelt. (RAK-WB § 682, Anm.)
Kongresse, deren Benennung nur aus einem Thema besteht, bei denen ein Kongressbegriff jedoch fehlt, werden ebenfalls nicht angesetzt.

Lokale Sportveranstaltungen, wie Reitturniere, Stadtlauf etc. gehören zu den "Kongressbegriffen, die zur Nichtansetzung des Kongresses in der GKD führen". (s. Anl. zu den GKD-Informationen) Dies trifft auch dann zu, wenn ein Ortsname hinzukommt, der nicht am Ende steht (z.B. Hünfelder Jugend-Reitturnier).

(mod)
Fernleihe
Neue Möglichkeiten der Fernleihbearbeitung unter CBS 8.3

Die neue Version 8.3 des CBS bietet für die Bearbeitung von Online-Fernleihbestellungen neue Möglichkeiten. So können negativ und positiv bearbeitete Bestellungen jetzt gezielt selektiert werden. Dazu dienen die Befehle

  • sel bes pos (für positiv bearbeitete Bestellungen) und
  • sel bes neg (für negativ bearbeitete Bestellungen).

Negativ verlaufene Bestellungen waren bisher nur mit dem Befehl "sel erg" gezielt abzurufen und auch nur, solange man keine Benachrichtigungen oder roten Leihscheine darauf ausgedruckt hatte.

Diese Erweiterung hat auch Auswirkungen auf die Statusanzeige im WebOPC. Der Benutzer sieht im Menü "Fernleihbestellungen ansehen" der "Nutzerdaten" nun Folgendes:

Status "Y" in Bearbeitung
Status "D" wurde ausgeliefert
Status "X" konnte in HeBIS nicht erledigt werden

Die Statusanzeige in den Selektionslisten der WinIBW (Spalte "A") bleibt dagegen unverändert.

(ana)
Fernleihe
Neuzulassungen zum Leihverkehr

Die Leihverkehrsregion Hessen/Rheinhessen hat zwei neue Bibliotheken als mittelbare Teilnehmer zum überregionalen Leihverkehr zugelassen:

  • Stadtbücherei Ingelheim (1122), Leitbibliothek: StB Worms
  • Stadtbücherei Heppenheim (1123), Leitbibliothek: LHB Darmstadt
(ana)
Fernleihe
Online-Bestellungen über die OPACs von BSB und UB München

Ab dem 1. Oktober 2001 wird bei Online-Bestellungen in den OPACs von Bayerischer Staatsbibliothek und Universitätsbibliothek München neben dem Kennwort auch ein Passwort abgefragt.
Bibliotheken, die bisher schon diese Bestellmöglichkeit genutzt haben, können das Passwort in der HeBIS-Verbundzentrale telefonisch erfahren.

  • Andrea Arndt
    (069) 212-39667

 

(ana)
Monographien
Buchbinderische Besonderheiten

Im Kapitel "Buchbinderische Besonderheiten" des neuen HeBIS-Handbuchs hat sich - zugegebenermaßen stillschweigend - eine neue Regelung eingeschlichen. Da uns schon Anfragen dazu erreicht haben, möchten wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen.

Die neue Regelung betrifft Bände mehrbändiger Werke, die getrennt erschienen sind, aber von der Bibliothek zusammengebunden wurden (siehe KatHB, Buchbinderische Besonderheiten, Abschnitt 2). Handelte es sich um Bände, für die nur Bandaufführungen (f-Sätze) zu erstellen waren, wurde für die zusammengebundenen Einheiten bisher nur eine Titelaufnahme erfasst. Auf die buchbinderische Besonderheit wurde in einer Fußnote verwiesen. Bei stücktitelfähigen Bänden mehrbändiger Werke wurde dagegen für jeden Band eine eigene Aufnahme erstellt. Die buchbinderische Besonderheit wurde in den Lokaldaten vermerkt, und die verschiedenen Aufnahmen wurden für Zwecke der Ausleihe per Konvolutindikator verknüpft.

Um die Regelungen zu vereinheitlichen, sind ab sofort auch für Bände, die nur eine Bandaufführung erhalten, eigene Titelaufnahmen zu erstellen und per Konvoluttechnik zu verbinden. Das macht zwar mehr Arbeit bei der Titelaufnahme, ist aber eine "sauberere" Lösung, weil die Aufnahmen dann von allen Verbundbibliotheken genutzt werden können, unabhängig davon, welche buchbinderischen Einheiten vor Ort gebildet wurden. Wir bitten um Verständnis.

(hen)
Monographien
Noch einmal Verbesserungen an RAK

RAK-WB ist ein Auslaufmodell und soll (muss) möglichst bis 2003 durch ein komplett neues und an Online-Katalogen orientiertes Regelwerk ersetzt werden. Trotzdem hat der für die Formalerschließung zuständige Standardisierungsausschuss noch einmal die Erstellung einer Ergänzungslieferung beschlossen. Diese soll Regeländerungen, für die es bereits Beschlüsse der Konferenz für Regelwerksfragen gab und die als dringend eingestuft werden, enthalten:

  • Kongressschriften sollen grundsätzlich monographisch behandelt werden
  • Präfixe und Verwandtschaftsbezeichnungen sollen künftig vorlagegemäß angesetzt werden
  • Personennamen können künftig bei Bedarf mit individualisierenden Zusätzen wie Lebensjahren, Berufen etc. versehen werden

Der Neuentwurf aller betroffenen Paragraphen und Beispiele wurde im Juli 2001 veröffentlicht und gleichzeitig ein öffentliches Stellungnahmeverfahren begonnen. Bis zum Abgabetermin am 17. August sind insgesamt 14 Rückmeldungen von Verbünden, Bibliotheken und Einzelpersonen eingegangen, die alle Komplexe oder auch nur Detailfragen betreffen. Die Stellungnahmen sind in Teilbereichen sehr heterogen und reichen von Zustimmung bis zur völligen Ablehnung. Sie zeigen auch, dass durch die Komplexität des gesamten Regelwerks die Neuentwürfe im Detail einige Tücken aufweisen und durchaus noch Nachbesserungsbedarf besteht.

Auch die Stellungnahme von HeBIS zielt insbesondere im Bereich der Veränderungen bei den Präfixen und Verwandschaftsbezeichnungen auf einige Ungereimtheiten, Probleme und Fragen im Entwurfstext. Die Möglichkeit der Individualisierung von Personennamen ist im HeBIS-Verbund wegen der bisher fehlenden PND-Einbindung vorerst eher zu vernachlässigen, beim Komplex der monographischen Behandlung von Kongressen haben wir jedoch auch einige grundsätzliche Definitionen sowie eine ausführliche Beispielsammlung als Praxishilfe angemahnt. Auch Bedenken, dass insgesamt die Qualität der Datenbank durch die bei Einführung der Neuregelungen entstehenden Bruchstellen leiden könnte, haben wir an die Arbeitsstelle für Standardisierung weitergegeben.

Nun war die Expertengruppe Formalerschließung gefordert, die eingegangenen Stellungnahmen zu sichten und im Detail durchzugehen. Nach stundenlangen Beratungen wurden dabei folgende Ergebnisse erzielt:

  • Für die monographische Behandlung der Kongressschriften wurden noch einige textliche Verbesserungen vorgenommen, außerdem soll eine umfassende Beispielsammlung erstellt werden. Trotzdem gab es auch weiterhin aus unterschiedlichen Gründen starke Vorbehalte gegen die Regelung in der Expertengruppe, sodass die Entscheidung nun beim Standardisierungsausschuss liegen muss.
  • Bei den die Präfixe und Verwandschaftsbezeichnungen betreffenden Paragraphen wurden Fehler und Ungereimtheiten in der Vorlage ausgebessert. Dem Ergebnis hat die EGFE zugestimmt.
  • Aufgrund der extrem starken Heterogenität der Stellungnahmen zur geplanten Individualisierung von Personennamen empfiehlt die EGFE dem Standardisierungsausschuss, diesen Komplex aus der Ergänzungslieferung wieder herauszunehmen.

Die nun notwendigen Entscheidungen des Standardisierungsausschusses sollen möglichst rasch in einem Umlaufverfahren herbeigeführt werden, damit zu Beginn des neuen Jahres mögliche Neuregelungen in Kraft gesetzt werden können.

(ria)
Zeitschriften
Aus HeBIS in die ZDB oder: Wann und wo sind meine Bestandsdaten aktuell?

Jeweils in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einer jeden Woche werden die in der Woche zuvor bearbeiteten Zeitschriftenlokaldaten selektiert und zum FTP-Server der DDB geschickt. Dies wird durch eine Reihe von Programmen und Skripten geregelt:

  • Selektion der neu aufgenommenen und korrigierten Zeitschriftenexemplare aus der Login-Datei
  • Holen dieser Exemplare aus der Datenbank
  • Einbinden der Meldungen über gelöschte Lokaldaten
  • BIK und Sigel aus ILN und Abteilungscode bestimmen
  • Umsetzen in Dateien in MAB2-Format
  • Versenden von E-Mails mit Fehlermeldungen an die VZ-Zeitschriften
  • Bereitstellung der Dateien für die DDB auf dem FTP-Server (Benachrichtigung der DDB durch eine E-Mail)

Dieser regelmäßige Ablauf wird durch automatisch aufgerufene Skripte gewährleistet. Es wäre daher kein Problem für uns in HeBIS, die Daten auch in kürzeren Abständen, z. B. täglich, zur Verfügung zu stellen. Da die DDB jedoch ihr Einspielverfahren noch nicht automatisiert hat, wird dort ein wöchentlicher Update-Rhythmus bevorzugt. Die DDB holt die neuesten Dateien vom FTP-Server und spielt die Daten bei sich ein, wobei die Identifikation für eine Korrektur oder eine Löschung über BIK und die HeBIS-Exemplarproduktionsnummer EPN passiert. In der Regel geschieht das Update in der ZDB innerhalb von 2-3 Tagen, kann sich aber aufgrund von Urlaub oder Krankheit der DDB-Mitarbeiterin auch einmal verzögern.

Beispielhaft gesagt: Wird ein Lokaldatensatz mittwochs korrigiert, kann diese Korrektur frühestens am Donnerstag der darauffolgenden Woche in der ZDB sichtbar nachvollzogen werden.

Somit sind die in HeBIS zu sehenden Bestandsnachweise immer die aktuellsten und für sämtliche Arbeiten in diesem Zusammenhang (z. B. Signierdienst) ist die Recherche über die lokalen OPACs oder im CBS/ACQ-Modul die empfehlenswerteste Methode.

Anja Tröger, Aglaia Serbetcioglu E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale/Zeitschriften, HRZ/Bibliotheksdatenverarbeitung

Mitteilungen der HeBIS-Informationstechnologie

Wer macht was in der BibliotheksDatenVerarbeitung? - In dieser Folge: Uwe Risch

Im Juli 1997 begann ich meine Arbeit innerhalb der Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung. Das Hochschulrechenzentrum der Universität Frankfurt kannte ich zwar noch aus meinen Zeiten als studentische Hilfskraft, auch die damals noch recht neue Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung war mir nicht ganz unbekannt. Allerdings war meine Aufgabe - die Einrichtung des "Fernleihmoduls" innerhalb des HeBIS-Verbundes - zuerst einmal reichlich Neuland. Im September 1997 entlockte ich dem Fernleihmodul seinen ersten Mucks. In intensiven Diskussion innerhalb der "AG Fernleihmodul", mit Konzepten, Anpassungen, Tests und Konzepten und Anpassungen und Tests und ... nahm die HeBIS Online-Fernleihe langsam erste Gestalt an und im Januar 1999 startete schließlich die StUB Frankfurt als erste Bibliothek des Verbundes mit dem Routinebetrieb der Fachpersonalfernleihe. Und das auch noch völlig fehlerfrei - fast so als wollte die Realität all unsere Krisenszenarien und Bedenken des vorangegangenen Jahres regelrecht verspotten. Die Online-Fernleihe für Endbenutzer startete ein Jahr später und auch hier blieben die Probleme zum Glück aus. Inzwischen hat sich die HeBIS Online-Fernleihe zu einer ganzen Infrastruktur ausgewachsen. Neben dem vielfach angepassten Kernbereich der Pica-Bestellfunktionen im CBS zählen hierzu auch eine Reihe von Eigenentwicklungen: das "Transferprogramm", die lokal eingesetzten Druckprogramme und ein Wartungsprogramm für die Benutzerdatenverwaltung namens "benwart". Ersteres sorgt für eine einigermaßen komfortable Einrichtung von Fernleihkennungen im Zentralsystem, indem es dem Fachpersonal vor Ort die Möglichkeit gibt, auf die Anfrage eines Benutzers hin dessen Daten aus dem Lokalen Bibliothekssystem (LBS) ins Zentralsystem zu übertragen, dort Fernleihkennung und -konto einzurichten, bei Bedarf Adressdaten abzugleichen, Einzahlungen und Löschungen vorzunehmen etc. Die Druckprogramme sorgen für den Ausdruck der diversen Leih- und Benachrichtigungsschreiben in den Bibliotheken vor Ort und erlauben mittlerweile auch eine Weiterverarbeitung der Fernleihbestellungen auf Bestand der Retro-Datenbank des Verbundes. "benwart" wird innerhalb der Verbundzentrale und von mir selbst als Werkzeug zur Wartung und schnellen Problemlösung innerhalb der Benutzerdatenverwaltung eingesetzt. Dies betrifft insbesondere die Klärung von Fragen zu Benutzerkennungen und Fernleihkonten.

Das im Jahr 2000 angelaufene hessische Retrokonversions-Projekt brachte auch für mich eine neue Aufgabe: die Realisierung einer integrierten Bestellkomponente auf Bestände, die außerhalb der zentralen Datenbank des hessischen Verbundkataloges angesiedelt waren (in HeBIS-Retro) und im wesentlichen schlicht als durchnummerierte elektronische Bilder von Zettelkatalog-Karten repräsentiert werden. Hier war ein erheblicher Aufwand notwendig, um automatisch lokale Bestellungen und Fernleihbestellungen zu trennen, die Fernleihbestellungen über die ganze Kette der Weiterbearbeitungen eindeutig einem bestimmten Dokument zuordnen zu können und all das auch noch über die automatische Gebührenabrechnung des Zentralsystems laufen zu lassen. Im Herbst 2000 lief der erste Prototyp der "Retro-Fernleihe", Weiterentwicklungen folgten und im Juni 2001 lief der Routinebetrieb der Retro-Fernleihe an.

Aufsitzend auf innerhalb der Retro-Fernleihe entwickelten Techniken habe ich zwischenzeitlich auch einen Mail-Benachrichtigungsdienst für HeBIS-externe Fernleihteilnehmer eingerichtet, der neben der eigentlichen Mail-Benachrichtigung bei negativ verlaufenen Bestellungen auch einen sogenannten "HeBIS-Druckdienst" anbietet, mit dem online Benachrichtigungsschreiben an Benutzer erzeugt werden können.

Aus der gleichen Quelle speist sich auch ein Prototyp für die verbundübergreifende Online-Fernleihe, der über eine Verkopplung von OPACs eine Bestellung auf den Bestand fremder Verbünde realisiert, bei der aber die eigentliche Bestellverwaltung inklusive Abbuchen von Gebühren innerhalb des je eigenen Verbundes stattfindet.

Blankobestellung, Direktzustellung von Fernleihbestellungen an Endbenutzer, Integration der vor kurzem installierten Dokumentlieferstationen in die Online-Fernleihe sind weitere Projekte, mit denen ich aktuell befasst bin.

Und zum Schluss das, was in den letzten Monaten die meiste Arbeitszeit beanspruchte: die Internetzugangssysteme. Mit Beginn des Jahres 2000 habe ich zusammen mit meinem Kollegen Suat Suna den Aufbau und Betrieb eines eigenen WebOPACs für das Zentralsystem übernommen. Start des Routinebetriebs war der Frühsommer 2000. Seit Oktober 2000 arbeiten wir an einer innerhalb HeBIS einsetzbaren Version des von Pica zum Teil gelieferten OPC4 - der neuen Such- und Bestell-"Oberfläche". Seit August 2001 wird der OPC4 für die Anfragen der KVK-Benutzer eingesetzt. Zugleich arbeiten wir mit Hochdruck daran, die noch bestehenden Mängel das OPC4 zu beseitigen.

Der Vision einer komfortablen und aus allen Ecken der Welt erreichbaren Recherche- und Bestellmöglichkeit auf Bestände innerhalb wie außerhalb der HeBIS-Verbunddatenbank sind wir in den letzten Jahren ein gutes Stück näher gekommen. Und wenn uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt, wird es sicherlich in dieser Richtung weitergehen.

Uwe Risch E-Mail an AutorIn
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abt. BibliotheksDatenVerarbeitung

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Mainz - Lokalsystem Rheinhessen
Lokalsystem Rheinhessen mit weiteren Online-Katalogen im Angebot

Das von der Universitätsbibliothek Mainz betreute Lokalsystem Rheinhessen hat bisher zwei Online-Kataloge angeboten: den Katalog der Zentralbibliothek und der Fachbereichsbibliotheken ausschließlich der Bibliothek des Fachbereichs Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft (FASK) in Germersheim mit ca. 1,1 Mio. Nachweisen und den Katalog der Bibliothek des FASK mit ca. 80.000 Nachweisen.

Ab Oktober 2001 werden diesem Angebot zwei weitere Online-Kataloge hinzugefügt: Der Katalog der Fachhochschule Mainz / Standort Holzstraße mit ca. 15.000 Nachweisen und der Katalog der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz mit ca. 25.000 Nachweisen.

Der Katalog des Instituts für Europäische Geschichte wird folgen. Die Kataloge sind ab Oktober über die bekannte Adresse http://alpha0.ub.uni-mainz.de zu erreichen.

Dr. Marianne Bartsch E-Mail an AutorIn
Universitätsbibliothek Mainz
Mainz - Universitätsbibliothek
Universitätsbibliothek Mainz startet ehrgeiziges Retrokonversionsprojekt

Die Universitätsbibliothek der Johannes Gutenberg-Universität Mainz baut ihr Online-Angebot weiter aus: In nur fünf Jahren Projektlaufzeit soll mit insgesamt 9,75 zusätzlichen befristeten Personalstellen der Gesamtbestand von 17 dezentralen geisteswissenschaftlichen Bibliotheken in den Online-Katalog der Universität eingearbeitet werden. Eine gewaltige Aufgabe, bedenkt man, dass von den geschätzten 600.000 Bänden des Philosophicums derzeit erst etwa 25 Prozent online recherchierbar sind.

Das Ziel des Retrokonversionsprojekts ist hoch gesteckt und kann nur durch die tatkräftige Mitwirkung des bibliothekarischen Fachpersonals der betroffenen Institute erreicht werden. Begonnen wurde das Projekt mit den Beständen der Bibliothek des Deutschen Instituts, des Englischen Seminars und des Historischen Seminars. Nach und nach sollen weitere 13 Bibliotheken des Philosophicums sowie die Bibliothek des Instituts für Vor- und Frühgeschichte, das in der Mainzer Schillerstraße untergebracht ist, in das Projekt einbezogen werden.

Technisch werden mit dem Projekt neue Wege beschritten. Um die extreme Zersplitterung der Standorte in den Griff zu bekommen, werden die Mitarbeiter des Projekts mit mobilen Endgeräten ausgestattet, die über Funk auf das Universitätsnetz zugreifen. Die technische Betreuung hat das Zentrum für Datenverarbeitung übernommen.

Das Projekt wird zu einem Großteil aus zentralen Mitteln der Universität finanziert, zu denen ein nicht unerheblicher Eigenanteil der Universitätsbibliothek hinzukommt. Die Projektleitung liegt bei der Universitätsbibliothek.

Dr. Martina Jantz E-Mail an AutorIn
Universitätsbibliothek Mainz

Aus den Verbundgremien

15. Sitzung der UAG Alphabetische Katalogisierung

Das Hauptthema auf der 15. Sitzung am 26. September 2001 war die Überarbeitung der Verbundfestlegung zur Abgrenzung von Zeitschriften und Schriftenreihen.

Zu HEBIS-KAT-Zeiten war geplant, auf die Unterscheidung zwischen Zeitschriften und Schriftenreihen zu verzichten und statt dessen für fortlaufende Sammelwerke nur eine Aufnahme zu erstellen, mit der dann sowohl Stücktitelaufnahmen für die Bände als auch Zeitschriftenbestandsdatensätze verknüpft werden sollten. Die bereits existierenden dubletten Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahmen sollten über einen Datenbanklauf zu einer Aufnahme zusammengeführt werden.

Im Hinblick auf diese Zusammenführung war es den Bibliotheken freigestellt worden, wie sie ein fortlaufendes Sammelwerk katalogisieren wollten, und somit ist in der Verbunddatenbank die dublette Verzeichnung fast zum Regelfall geworden, was bei der Recherche (Benutzer, Signierdienst) zu ständigen Problemen führt.

Die Zusammenführung der dubletten Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahmen ist allerdings in absehbarer Zeit nicht realisierbar, da sie sich nur zum Teil maschinell durchführen lässt. Auf Grund von unterschiedlichen Splitregeln (Neue Folgen u.ä.) und abweichenden Ansetzungen wird eine sehr große Zahl manuell zu bearbeitender Titelsätze verbleiben. Hierfür ist in der Verbundzentrale keine Arbeitskapazität vorhanden. Außerdem müssen die Auswirkungen auf Update und Datentausch (DNB, ZDB) genau geprüft werden.

Die Überarbeitung der Verbundfestlegung hat somit zum Ziel, den Gegebenheiten der Datenbank und der jetzigen Katalogisierungspraxis Rechnung zu tragen, die Katalogisierung möglichst einfach zu regeln und die Informationsmöglichkeit für die Benutzer zu verbessern.

Nach intensiver Diskussion wurde beschlossen:

  • Die Bibliotheken können bei der Titelaufnahme für ein fortlaufendes Sammelwerk die Verzeichnungsart (Zeitschrift oder Schriftenreihe) entsprechend ihrer Bedürfnisse frei wählen.
  • Gibt es für ein fortlaufendes Sammelwerk sowohl eine Aufnahme als Zeitschrift als auch eine als Schriftenreihe, so sollen diese miteinander über PPN verlinkt werden.
  • Die Verlinkung erfolgt in einer neu einzurichtenden wiederholbaren Fußnotenkategorie, die vor dem Überschreiben durch ZDB- bzw. DNB-Lieferungen geschützt ist und die auch bei gesperrten Zeitschriftensätzen eingegeben und korrigiert werden kann.
  • Die einleitende Wendung für die Fußnote lautet:
    "Für weitere Bestandsnachweise siehe auch: !PPN!"
    Sind auf Grund unterschiedlicher Splits bei Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahme mehrere Links nötig, muss die Fußnote entsprechend präzisiert werden (z.B. "Für weitere Bestandsnachweise ab 3. Folge, Band 1 siehe auch: !PPN!").
  • Das Titelkopie-Makro soll um die ZDB-Nummer ergänzt werden, da der Wunsch nach Zusammenführung von Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahme zu einer Aufnahme für das fortlaufende Sammelwerk weiterhin bestehen bleibt.
  • In den Verbundfestlegungen sollen die Begriffe "fortlaufendes Sammelwerk", "Zeitschrift", "Schriftenreihe", "Stücktitel" definiert werden, um den Katalogisierern eine Richtlinie zu bieten. Bei der Definition für Stücktitel wird die weitergehende Definition der DDB übernommen.

Bei der Frage, ob Stücktitelaufnahmen immer mit einer Schriftenreihenaufnahme zu verknüpfen sind, d. h. auch Stücktitelaufnahmen zu Zeitschriftenbänden, konnte keine Einigung erzielt werden. Die UAG-Mitglieder sollen diesen Punkt in ihren Lokalsystemen diskutieren und abstimmen. Termin für die Rückmeldung an die Verbundzentrale ist Ende November.

 

Weitere Themen waren:

Die Katalogisierung von PoD-Publikationen (Publishing on demand)

Bei PoD-Publikationen sind seit einiger Zeit neue Formen aufgetreten (z.B. Libri Books on Demand), die bei der Katalogisierung zu Unsicherheiten/Problemen führen. Anhand vorliegender Beispiele wurden diese Probleme andiskutiert und ein Regelungsbedarf festgestellt. Bis zur nächsten Sitzung sollen weitere Beispiele gesammelt werden. Außerdem soll bei der DDB angefragt werden, ob und welche Regelungen es dort zu PoD-Publikationen gibt.
Auf dieser Grundlage soll dann bei der nächsten Sitzung weiter diskutiert und geprüft werden, ob es möglich ist, Verbundfestlegungen für diese neuen PoD-Formen, die zunehmend und in zahlreichen Varianten auf den Markt kommen, zu erarbeiten. Die RAK- und Verbundregelungen zu den bisherigen PoD-Formen müssen hierbei berücksichtigt werden.

Bibliotheksnormdatensätze

Die Einführung von Bibliotheksnormdatensätzen wird von den UAG-Mitgliedern mehrheitlich begrüßt.
Probleme für die Lokalsysteme werden hierbei nicht gesehen. Welche Inhalte aus den Bibliotheksnormdatensätzen dem Benutzer im WebOPAC angezeigt werden sollen, muss noch festgelegt werden.
Für die Verknüpfung zwischen Lokaldatensatz und Bibliotheksnormdatensatz wird ein automatischer Lauf gewünscht.

Renate Koch-Krug E-Mail an AutorIn
Vorsitzende der UAG Katalogisierung

Gremienberichte

Der Standardisierungsausschuss bei Der Deutschen Bibliothek

Am 1. Juni 2000 hat Die Deutsche Bibliothek die Sacharbeit der Arbeitsstelle für Regelwerksfragen vom Deutschen Bibliotheksinstitut übernommen. Am 17. November 2000 wurde der Standardisierungsausschuss als das für Grundsatzentscheidungen zuständige Organ gegründet. Dies geschah auf der Grundlage der Empfehlung der Ad-hoc-AG "Zukunft des Deutschen Bibliotheksinstituts" der Ständigen Konferenz der Kultusminister vom 6. April 1998 und der Vereinbarung mit der bisher für Regelwerksfragen zuständigen Konferenz für Regelwerksfragen, "die Normierung im Bereich der bibliothekarischen Regelwerke" als wichtige unverzichtbare überregionale Serviceaufgabe des Deutschen Bibliotheksinstituts weiterhin zentral wahrzunehmen und an Die Deutsche Bibliothek überzuleiten.

Der Standardisierungsausschuss ist ein kooperativer Zusammenschluss großer wissenschaftlicher Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, der regionalen Verbundsysteme für das Bibliothekswesen der Bundesrepublik Deutschland, je einer Vertretung des österreichischen und des schweizerischen Bibliothekswesens, der Öffentlichen Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, der ekz Bibliotheksservice GmbH sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit der Zielsetzung, den Einsatz einheitlicher Standards für die Erschließung, Formate und Schnittstellen in Bibliotheken sicherzustellen. Der Standardisierungsausschuss ist das überregionale Entscheidungsgremium für die genannten Bereiche und entscheidet über Grundsatzfragen. Berndt Dugall (Direktor der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main) ist Gründungsvorsitzender des Standardisierungsausschusses.

Die bisherigen Sitzungen des Standardisierungsausschusses fanden am 17. November 2000 (konstituierende Sitzung) und am 3. Mai 2001 statt. Dabei stand zunächst die Diskussion um die künftige Geschäftsordnung als Grundlage der Arbeit im Vordergrund. Die verabschiedete Fassung der Geschäftsordnung des Standardisierungsausschusses mit einem Anhang Geschäftsordnung der Expertengruppen konnte mit Wirkung vom 12. Juni 2001 in Kraft gesetzt werden. Die Geschäftsordnung ist auf dem Server Der Deutschen Bibliothek veröffentlicht worden <http://www.ddb.de/professionell/afs.htm>.

Weitere Beschlüsse fasste der Standardisierungsausschuss zu folgenden Bereichen:

 

Expertengruppen

Der Standardisierungsausschuss hat folgende Expertengruppen zur fachlichen Beratung, Diskussion und Beschlussfassung von Entwürfen eingesetzt: Expertengruppe DDC Deutsch, Expertengruppe Formalerschließung, Expertengruppe GKD, Expertengruppe MAB-Ausschuss, Expertengruppe PND, Expertengruppe RSWK / SWD, zeitweilige Expertengruppe Elektronische Ressourcen.

 

Konzept zur Standardisierungsarbeit

Der Standardisierungsausschuss hat dem Konzept Der Deutschen Bibliothek zur Standardisierungsarbeit für Bibliotheken zugestimmt und eine jährliche Fortschreibung angeregt. In dem Konzept werden die Schwerpunkte der Standardisierungsarbeit dargestellt und es wird ein Organisationskonzept vorgestellt, in dem Die Deutsche Bibliothek in enger Kooperation mit den Bibliotheken und Verbundsystemen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz die Standardisierungsaktivitäten intensivieren möchte. Das Konzept ist über den Server Der Deutschen Bibliothek zugänglich <http://www.ddb.de/professionell/afs.htm> und wird in der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 48 (2001) 5 veröffentlicht (erscheint voraussichtlich Mitte Oktober 2001).

 

RAK-NBM-Präzisierungen

Der Standardisierungsausschuss hat beschlossen, die ursprünglich als Ergänzungslieferung geplanten (aber vom eDBI nicht mehr verwirklichten) RAK-NBM-Präzisierungen auf dem FTP-Server Der Deutschen Bibliothek zu veröffentlichen und in Kraft zu setzen. Die RAK-NBM-Präzisierungen sind seit Mitte Mai 2001 unter der Adresse <ftp://ftp.ddb.de/pub/standardisierung/regelwerke/rak-nbm/Nbm_Praezisierungen.pdf> zugänglich.

 

RAK-WB-Ergänzungslieferung

Um bereits von der Konferenz für Regelwerksfragen, dem Vorgängergremium des Standardisierungsausschusses, gebilligte Regeländerungen umsetzen zu können, für die ein dringender Bedarf besteht, ist vom Standardisierungsausschuss als Zwischenlösung die Erstellung einer 4. Ergänzungslieferung zu den RAK-WB beschlossen worden.

Die Expertengruppe Formalerschließung hat auf ihrer konstituierenden Sitzung am 25. und 26. April 2001 die bereits von der ehemaligen Arbeitsgruppe Formalerschließung für ein revidiertes Regelwerk erstellten Entwürfe im Hinblick auf die Eignung für eine Ergänzungslieferung betrachtet. Die Expertengruppe ist zu der Einschätzung und einem entsprechenden Beschluss gelangt, dass Entwürfe, die nicht in die Logik, Struktur und Terminologie der vorliegenden RAK-WB passen und eine Anwendung der RAK-WB erschweren, für eine Ergänzungslieferung ungeeignet sind.

Als dringenden Bedarf, der durch eine Ergänzungslieferung ohne logische Brüche abzudecken ist, sind von den Experten mehrheitlich folgende Bereiche identifiziert worden:

  • monographische Behandlung von Kongressen innerhalb der bisherigen Rahmenbedingungen
  • vorlagegemäße Ansetzungsregeln bei Präfixen und Verwandtschaftsbezeichnungen in Titeln, Personen- und Körperschaftsnamen
  • Individualisierung von Personennamen als fakultative Regel statt der bisherigen Regel zur Unterscheidung gleicher Namen verschiedener Personen

Der Standardisierungsausschuss hat das Votum der Expertengruppe Formalerschließung zustimmend zur Kenntnis genommen und im Juni 2001 eine Ergänzungslieferung mit diesem Umfang genehmigt. Nach Abschluss der Vorarbeiten hat die Arbeitsstelle für Standardisierung am 13. Juli 2001 das in der Geschäftsordnung vorgesehene Öffentliche Stellungnahmeverfahren eingeleitet und die geplanten Regeländerungen über den FTP-Server Der Deutschen Bibliothek veröffentlicht. Frist für die Abgabe von Stellungnahmen war der 17. August 2001. Die Expertengruppe Formalerschließung wird die eingegangenen Stellungnahmen am 13. September 2001 auswerten und ihre Ergebnisse dem Standardisierungsausschuss zur abschließenden Beschlussfassung vorlegen.

 

Codes

Die Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe Codes der Konferenz für Regelwerksfragen sind im Juli 2000 auf dem Server Der Deutschen Bibliothek zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht worden <ftp://ftp.ddb.de/pub/ag-codes>.

In den Arbeitsergebnissen sind codierbare Sachverhalte in teilweise hierarchischer Form den Gruppen

  • Dokumenttyp (d. h. Kennzeichnung des Inhalts)
  • Medientyp (d. h. Kennzeichnung der physischen Form)
  • Erscheinungsweise (Monografie, Zeitschrift, etc.)
  • Zielgruppe und Niveau der Darstellung

zugeordnet.

In den Arbeitsergebnissen sind rund 50 obligatorische und rund 100 fakultative Codes enthalten.

Eine Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen ist dem Standardisierungsausschuss von der Arbeitsstelle für Standardisierung vorgelegt worden.

Die Mehrheit der Mitglieder des Standardisierungsausschusses stimmt den obligatorischen Codes zu, spricht sich aber gegen eine Vorab-Inkraftsetzung aus und möchte die verbindliche Anwendung erst im Zusammenhang mit dem revidierten Gesamtregelwerk RAK umsetzen. Die Anpassung der Arbeitsergebnisse, die Klärung offener Fragen (Definitionen, Bezeichnungen) sowie die Abstimmung der vorliegenden Regelentwürfe für Codes soll im Zusammenhang mit dem Projekt "Revision der RAK" als ein Arbeitspaket durch eine zeitweilige Expertengruppe aus Vertretern der Expertengruppe Formalerschließung und der Expertengruppe SWD / RSWK erfolgen.

 

Weiterentwicklung der RAK

Der Standardisierungsausschuss hat auf seiner konstituierenden Sitzung am 17. November 2000 eine Weiterentwicklung der RAK mit dem Ziel der Integration der RAK-Sonderregeln beschlossen. Als Zeitrahmen für einen entscheidungsreifen Entwurf hat der Standardisierungsausschuss Ende 2002 vorgegeben. Ein Projektplan, der Arbeitspakete für ein revidiertes Gesamtregelwerk darstellt, wird momentan von der Arbeitsstelle für Standardisierung erarbeitet und nach Absprache mit den Mitgliedern der Expertengruppe Formalerschließung dem Standardisierungsausschuss vorgelegt werden.

Die weitergehende Zielsetzung des Standardisierungsausschusses setzt darüber hinausgehend den Schwerpunkt auf die Überwindung der derzeitigen internationalen Isolierung des deutschen Bibliothekswesens durch die Migration des deutschen Regelwerks und Formats auf internationale Regelwerke und Formate. Hierzu soll eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel des Vergleichs und der Bewertung in Frage kommender Migrationsmodelle erarbeitet werden.

 

Veranstaltungen

Der Standardisierungsausschuss und die Arbeitsstelle für Standardisierung präsentierten ihre Arbeit im Rahmen einer öffentlichen Arbeitssitzung am 3. April 2001 auf dem 91. Deutschen Bibliothekartag in Bielefeld. Veranstaltungen zur "Standardisierungsarbeit für Bibliotheken" sollen auch in Zukunft Bestandteil der Bibliothekartage und Bibliothekskongresse sein.

 

Internet

Alle im Zusammenhang mit der Standardisierungsarbeit relevanten Dokumente, das Konzept Der Deutschen Bibliothek zur Standardisierungsarbeit für Bibliotheken, die Geschäftsordnung sowie die Protokolle der Sitzungen des Standardisierungsausschusses und der Expertengruppen etc. sind über den Server Der Deutschen Bibliothek im Internet zugänglich <http://www.ddb.de/professionell/afs.htm>.

 

Veröffentlichungen

Boßmeyer, Christine: Neuorganisation der Standardisierungsarbeit
In: Dialog mit Bibliotheken 12 (2000) 2, S. 5 - 8

Die Deutsche Bibliothek: Organisation der Standardisierungsarbeit
In: Bibliotheksdienst 35 (2001) 1, S. 80 - 82

Gömpel, Renate: Standardisierungsarbeit für Bibliotheken [Aktualisierte Version als Vortrag auf dem 91. Deutschen Bibliothekartag]
In: Dialog mit Bibliotheken 13 (2001) 1, S. 18 - 20

Heiner-Freiling, Magda: Die Deutsche Bibliothek auf dem Weg zur Einführung der Dewey Decimal Classification (DDC) [Aktualisierte Version als Vortrag auf dem 91. Deutschen Bibliothekartag]
In: Dialog mit Bibliotheken 13 (2001) 1, S. 21 - 28

Gömpel, Renate: Die Arbeitsstelle für Standardisierung auf dem 91. Deutschen Bibliothekartag in Bielefeld [Vorwort]
In: Dialog mit Bibliotheken 13 (2001) 2, S. 8 - 9

Henze, Gudrun: Weiterentwicklung der RAK
In: Dialog mit Bibliotheken 13 (2001) 2, S. 10 - 16

Weiß, Berthold: Metadaten für Online-Monographien und Online-Zeitschriften
In: Dialog mit Bibliotheken 13 (2001) 2, S. 17 - 20

In Dialog mit Bibliotheken 13 (2001) 3 erscheinen (voraussichtlich Anfang Oktober 2001) außerdem die für die Veröffentlichung überarbeiteten Vorträge der Bielefelder Veranstaltung von Martin Kunz: Von der nationalen zur internationalen Standardisierung - das Beispiel Multilingual Access to Subject Headings (MACS) und Renate Weber: Die Bedeutung der "Functional Requirements for Bibliographic Records" für die Regelwerksentwicklung. Des Weiteren erscheint in diesem Heft ein Beitrag "Öffentliche Verfahren bei der Standardisierungsarbeit für Bibliotheken" von Renate Gömpel, in dem das Antragsverfahren für Regeländerungen und das Öffentliche Stellungnahmeverfahren vorgestellt werden.

Renate Gömpel E-Mail an AutorIn
Leiterin der Arbeitsstelle für Standardisierung Der Deutschen Bibliothek
Expertengruppe DDC Deutsch

Bericht von der zweiten Sitzung am 20. Juni 2001 in der DDB, Frankfurt/M.

Geschäftsordnung von Standardisierungsausschuss und Expertengruppen

Frau Gömpel von der Arbeitsstelle für Standardisierung (= Organisationseinheit Der Deutschen Bibliothek) trägt die wichtigsten Punkte aus der Geschäftsordnung vor: unter anderem ist die Voraussetzung für die Benennung eines Mitgliedes einer Expertengruppe "... die Freistellung im Rahmen des Notwendigen durch die Dienststelle für die praktische Mitarbeit an der Entwicklung von Standards".

Die Protokolle der Sitzungen von Standardisierungsausschuss und Expertengruppen werden (ab Mitte Juli) über den Server der DDB zugänglich sein.

 

Aktueller Stand DDC

Die Kommunikation mit OCLC ist als schleppend zu bezeichnen, sowohl hinsichtlich der Lizenzverhandlungen, der deutschen Vorschläge zu den Überarbeitungs- und Revisionsvorhaben der DDC als auch der Integration von DDC-Notationen in die Schlagwort-Normdatei. Es wird sich wohl erst im Sommer / Herbst diesen Jahres entscheiden, ob das Projekt innerhalb der jetzigen Planungen zu verwirklichen ist.

Dagegen sehen die Signale betreffend einer DFG-Förderung durchaus positiv aus: die Übersetzung, das (beispielhafte) Retrieval-Programm bei der DDB und der Aufbau einer "Normdatenbank" werden gefördert. Die Edit-Datenbank für die Buchausgabe von "Saur" wird von der DDB im Outsourcing-Verfahren übernommen werden.

Neu innerhalb der Lizenzverhandlungen - und deshalb wohl auch verzögernd wirkend - ist für OCLC der Aufbau einer "Arbeitsdatenbank DDC" für DDB, Verbünde und weitere Konsortialteilnehmer. Ohne diese wäre aber eine Anwendung der DDC für die DDB nicht akzeptabel.

 

Übersetzung der DDC

Bei positivem Ausgang der Verhandlungen mit OCLC wird die Rohübersetzung von einem Team geleistet werden, das an den Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen der Fachhochschule Köln angebunden ist.

Für die fachwissenschaftliche und bibliothekspraktische Begleitung dieses Teams werden Ansprechpartner gesucht. Gedacht ist an Kolleginnen und Kollegen, die durch die Verbindung mit Sondersammelgebieten, virtuellen Fachbibliotheken oder sonstige ausgewiesene Erfahrungen die Übersetzungsarbeit begleiten können.

Wichtig ist: es wird die - zur Zeit in Arbeit befindliche - 22. Ausgabe der DDC übersetzt werden.

 

Struktur der Normdatenbank DDC

Die Mitglieder der EG sind einhellig der Meinung, dass die Normdatenbank die vollständige deutsche Ausgabe der DDC enthalten soll. Dies ist nicht so sehr für die Notationsvergabe, sondern für die intendierte übergreifende Retrievalmöglichkeit sowie für den internationalen Datenaustausch wichtig.

Zu unterscheiden ist zwischen den einzelnen Elementen der Normdatei und einer vollständigen (synthetischen) Notation an einem Titel. Es sollen lediglich die in den Schedules (Haupttafeln) vorhandenen synthetischen Notationen in der Datenbank enthalten sein. Vorgefertigte "freie" Notationen, die mit RSWK-Ketten verknüpft sind und der Arbeitserleichterung der Kollegen der DDB dienen können, sollten separat angelegt sein und nicht mit der Normdatei vermischt werden.

(Die Möglichkeiten, über die Verankerung von Notationen unterschiedlicher Klassifikationen an verbalen Normdatensätzen Konkordanzen von Klassifikationen erzeugen zu können, wird sehr zurückhaltend bewertet; hier ist eher ein brauchbares Ergebnis von einem automatischen Titelabgleich in Verbindung mit statistischen Bewertungen zu erwarten.)

Nächste Arbeitsschritte für die EG sollen die DDC-Terminologie (Glossary), die Benennung der ständig wiederkehrenden Phrasen in Schedules und Tables sowie die Übersetzung der Einführung (Practical Guide) sein. Bevor die DDC-Terminologie festgeklopft wird, wird noch geprüft, ob dafür im Bereich DIN, ISO-Normen bzw. IFLA-Standardlisten relevante Festlegungen bestehen.

 

Verschiedenes

Träger für die Öffentlichkeitsarbeit werden der Bibliothekartag, Bibliotheksdienst und die Homepage der DDB sein.

Am 22. November wird der nächste Workshop der DDB im Umkreis "Klassifikation" stattfinden mit den Themen Vorstellung des Prototyps von MACS (Multilingual Access by Subjects; ein Testzugang zu MACS wird im Juli über Bibliotheksdienst und INETBIB veröffentlicht) und aktueller Stand von DDC Deutsch.

Ende des Jahres wird es ein Treffen mit den Hauptabnehmern der Dienstleistungen der DDB geben, um die neue Gliederung der wöchentlichen Verzeichnisse mittels DDC abzustimmen.

Sollte der Vertrag zwischen OCLC, Saur und DDB noch in diesem Jahr zustande kommen, wird in den ersten vier Projektwochen eine Schulung von DDC-Experten aus USA für die Übersetzer und Erstanwender abgehalten werden.

Die nächste Sitzung der EG DDC Deutsch wird für den 21. November 2001 abgesprochen.

Christa Wittrock E-Mail an AutorIn
UAG Sacherschließung
Neue Expertengruppe für Elektronische Ressourcen berufen

Der Standardisierungsausschuss hat eine Zeitweilige Expertengruppe für Elektronische Ressourcen eingesetzt, die sich mit wichtigen Fragen zur Katalogisierung dieser Dokumente beschäftigen und der Expertengruppe Formalerschließung zuarbeiten soll. Vertreten sind neben den Verbünden die ZDB, die EZB sowie die Schweizerische Landesbibliothek in Bern. Die Gruppe hat sich am 11. Juli 2001 konstituiert und sich folgendes Arbeitsprogramm vorgenommen:

Arbeitspaket 1: Erarbeitung von Empfehlungen zur Katalogisierung von "Continuing integrating resources" (bis ca. Ende 2001)

Arbeitspaket 2: Aktualisierung der Anlage 1 zu RAK-NBM gemäß der 2001 veröffentlichten Präzisierungen des Regelwerks sowie Ergänzung der Beispielsammlung (ca. Ende 2001/Anfang 2002)

Arbeitspaket 3: Integration der RAK-NBM in ein neues Gesamtregelwerk und dazu notwendige Grundsatzdiskussionen (bis Ende 2002)

Über aktuelle Arbeitsergebnisse werden wir an dieser Stelle berichten.

(ria)

Meet the challenge

Premiere der HeBIS-Roadshow ein voller Erfolg!

Die Idee wurde im Frühjahr geboren: Die Verbundzentrale setzte sich das Ziel, den von ihr gepflegten Dialog mit den HeBIS-Anwendern noch zu verstärken. Dabei sollte die persönliche Begegnung und das persönliche Gespräch mit möglichst vielen HeBIS-Bibliothekaren eine wichtige Rolle spielen. Da lag es nahe, auf ein vielfach bewährtes Marketing-Instrument zurückzugreifen: die Roadshow. Zwar kann die Verbundzentrale nicht mit eindrucksvollen, glänzend polierten Trucks aufwarten, mit denen sie durch Hessen und Rheinland-Pfalz tourt, aber die Grundidee "Wir kommen zu Ihnen!", die hinter jeder Roadshow steckt, begeisterte schnell.

Mit dem neuen VerbundOPAC4 und HeBIS-Retro waren überdies gerade zwei Produkte neu entwickelt worden, die im HeBIS-Verbund vorgestellt werden sollten. So ging die erste HeBIS-Roadshow schon im August 2001 auf Tour und machte Station in allen 6 HeBIS-Lokalsystemen. Die Referenten der Verbundzentrale haben rund 120 Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bibliotheken über die beiden neuen Rechercheinstrumente detailliert informiert; im Fokus standen dabei insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Benutzungsbereichen, die wiederum eine Vermittlerrolle zwischen Katalog und Bibliotheksbenutzer einnehmen.

Nach den Veranstaltungen hat uns ein rundweg positives Echo erreicht und uns damit auf dem eingeschlagenen Weg bestätigt. Die HeBIS-Roadshow wird also eine Fortsetzung haben - sobald sich neue Themen anbieten.

Stimmen zur HeBIS-Roadshow:

" ... Es war eine gelungene Veranstaltung, und man hat doch so einiges über die Feinheiten der neuen HeBIS-Produkte erfahren. Auch die zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien sind eine große Hilfe. In diesem Sinne, einen recht herzlichen Dank an Sie und Ihr Team für die Idee der HeBIS-Roadshow "

" ... Gerade für uns Bibliothekare in den "Außenstellen" (also Institutsbibliotheken) ist es sehr nützlich, die Feinheiten und Kniffe der Datenbanken erklärt zu bekommen. - Und wenn das Ganze dann noch von solch freundlichen und kompetenten Mitarbeitern vorgetragen wird, macht es auch richtig Spaß! "

" ... Wir finden, dass es sich hier um eine rundum gelungene Sache gehandelt hat. Die Info-Veranstaltung war sehr informativ und auch der didaktische Aufbau mit den eingestreuten Übungen war u. E. optimal. Es wäre schön, wenn es in Zukunft noch mehr Hebis-Roadshows ... geben würde."

" ... noch einmal vielen Dank für die gelungene Roadshow bei uns in ... Ich habe heute an vielen Ecken gehört, dass die Kolleginnen sehr zufrieden waren und es vor allem begrüßt haben, im Rahmen der Roadshow wirklich einmal Zeit für die ausführliche Beschäftigung mit den neuen Katalogen zu haben, die im Alltag ja doch immer fehlt."

" ... Ihr Programm-Auftakt zur Fortbildung mit praxisbezogenen HeBIS-Produkten hat bei uns einen guten Eindruck gemacht. Wir wünschen der Roadshow einen guten weiteren Erfolg und Ihr Motto "Wir kommen zu Ihnen" dürfen Sie gern wiederholen."

(ria)

Fortbildung und Veranstaltungen

Bibliotheksschule Frankfurt

Das aktuelle Fortbildungsprogramm der Bibliotheksschule Frankfurt finden Sie unter http://www.fhsbib.uni-frankfurt.de/

Treffpunkt Buchmesse - Neues vom IBLC

IBLC 2001

Das International Booksellers' and Librarians' Centre befindet sich 2001 erstmals "im Herzen" der Buchmesse in Halle 6.2. Damit lässt es sich für Besucher wie Aussteller auf kurzen Wegen erreichen.

Wie schon seit über 20 Jahren fungiert das IBLC auch in diesem Jahr als zentraler Treffpunkt für internationale Buchhändler und Bibliothekare, für Dokumentare, Informationsvermittler und Kommunikationsspezialisten. Inmitten der Buchmesse bietet es die Gelegenheit zu Information über aktuelle Entwicklungen, zur Kontaktaufnahme mit Lieferanten und KollegInnen und nicht zuletzt die Möglichkeit, sich in der IBLC-Cafeteria zu erfrischen.

Mit dem Umzug in Halle 6.2 wird sich das IBLC auch eine neue Struktur geben. Der Ausstellungsbereich wird teilweise in Kompetenzzentren gegliedert, die Ausstellergruppen zusammenfassen und sich bevorzugt an bestimmte Zielgruppen oder Interessenten wenden. Sie bieten Raum für Beratung, Gespräche, Meetings und Präsentationen. Folgende Zentren werden 2001 eingerichtet:

  • Fachinformationszentren / Zentralbibliotheken
  • Öffentliche Bibliotheken, Verbände, Bibliothekarische Einrichtungen
  • Verbünde

Im Kompetenzzentrum Verbünde werden Sie auch die HeBIS-VertreterInnen finden: Die HeBIS-Verbundzentrale gibt zusammen mit der Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung einen Überblick über neue Produkte und laufende Aktivitäten. Die Zentralredaktion Hessische Bibliographie stellt Hessendata, die neue WWW-basierte Datenbank der Regionalbibliographie, vor. Zu bestimmten Zeiten sind Präsentationen im Kompetenzzentrum geplant; die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Viele weiterführende Informationen, Ausstellerlisten sowie die Vortragsangebote im Forum des IBLC finden Sie immer aktuell unter http://www.stub.uni-frankfurt.de/messe/home.htm.

Ausführliche Messeinformationen werden unter http://www.buchmesse.de angeboten.

Über alle HeBIS-Aktivitäten auf der Buchmesse berichten wir außerdem auf unseren WWW-Seiten unter http://www.hebis.de/neues/news/iblc2001.html.

(ria)

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Der Aperitif

Wussten Sie schon ...

... dass Leser, die "Bücher verlängern" wollen, selten die gewünschte Zentimeterzahl angeben?

... dass "Buchpflege" nicht von der Pflegeversicherung bezahlt wird?

... dass es an der Verbuchungstheke keinen Frühschoppen und auch keinen Stammtisch gibt?

... dass ein Fensterladen vor neugierigen Blicken durchs Fenster schützt, ein Buchladen dagegen ganz andere Funktionen hat?

... dass "Gleitzeit" die Zeit ist, die man braucht, um bei Schnee und Eis zur Arbeit zu kommen?

... dass die Zeitschriften, die eingestellt werden, niemals an einem Vorstellungsgespräch oder Eignungstest teilnehmen mussten und im Gegensatz zu Bibliotheksassistentinnen den ganzen Tag nur herumstehen?

... dass "Schlagwort" der deutsche Titel des Bestsellers "Attack of the killer words" ist?

... dass "Stichwort" die Übersetzung von "Attack of the killer words - the legend continues" ist?

... dass "Bibliotheksleiter" eine Möglichkeit ist, in die zweite Etage zu gelangen, falls sowohl die Treppe als auch sämtliche Aufzüge kaputt sind?

... dass "Benutzerausweis" nichts mit der Ausweisung krimineller Bibliotheksbenutzer zu tun hat?

... dass "Vormerkung" nicht bedeutet, dass man schon vor dem Entleihen bemerkt, dass das Buch uninteressant ist?

Impressum

HeBIScocktail 4/2001 (9. Oktober 2001)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext und PDF (zum Download) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff (gib), Andrea Arndt (ana), Monika Denker (mod), Renate Koch-Krug (rek), Heike Nienerza (hen)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 1/2002 erscheint Anfang Januar 2002.

Redaktionsschluss: 15. Dezember 2001

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