HeBIScocktail
Ausgabe: 2002-1
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

so geht's im Leben: Kaum hat man sich an etwas gewöhnt, muss man schon wieder Abschied nehmen. D-Mark ade, PI passé und den RAK soll es allem Anschein nach auch an den Kragen gehen. Tröstlich zu sehen, dass wenigstens der HeBIScocktail im "vertrauten Gewande" vorliegt! Hier können Sie sich in gewohnter Manier und ohne Starterkit von "A" wie "AngloAmericanCataloguingRules" (ja, ja, auch wir sind nicht gefeit!) bis "Z" wie "Zeitschriftenkatalogisierung" umfassend über Verbund- und andere Aktivitäten informieren.

Wie sagte Hermann Hesse so treffend? "Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen..."

Einen guten Start ins neue Jahr wünscht Ihnen

Gisela Bröckerhoff
HeBIScocktail-Redaktion

Entwicklungen und Planungen im Verbund

GUM - zum Zähne ausbeißen?

Sollten Sie irgendwann im kommenden Jahr sich daran erinnern (oder total vergessen), dass Sie diese Zeilen gelesen haben, dann ... ist alles gut gegangen.

Als wir im Jahre 1995 mit dem CBS auf unseren Tandem-Rechnern begonnen haben, hatte Pica schon langjährige Erfahrung mit diesem Rechnertyp. Zum Zeitpunkt der Entwicklung des CBS3 waren Tandem-Rechner die Anlagen, die die größte Ausfallsicherheit bieten konnten. Und diese Sicherheit hatte ihren Preis. Und hat sie noch. Im letzten Jahr zahlten wir über 200.000 DM an Wartungs- und Lizenzkosten. Ähnliche oder höhere Beträge zahlten die anderen Pica-Verbünde. Da zudem die derzeitige Baureihe nicht weiterentwickelt wird, bestand für Pica die Notwendigkeit, eine Neuentwicklung vorzunehmen.

Im Jahre 1999 startete Pica das Projekt "Guardian-Unix-Migration" (GUM) mit dem Ziel, CBS auf Maschinen zu portieren, die unter dem Betriebssystem Unix laufen. Die Pica-Nachrichten sagen, dass das Projekt mit Erfolg abgeschlossen wurde. Seit Ende November 2001 befindet sich das neue CBS, jetzt CBS4, in Leiden im Einsatz. Dies bedeutet nicht, dass zu diesem Termin an einem Tag das alte System abgeschaltet und das neue eingeschaltet wurde. Nein, dieses Risiko wollte niemand auf sich nehmen. Die Umstellung auf CBS4 verläuft in einzelnen Phasen:

1 Simulation aller Aktivitäten unter CBS4, die unter CBS3 ausgeführt werden
2 Batch Produktion unter CBS4
3 Online Update der LBS aus CBS4
4 Transfer der SDI Applikationen
5 Migration der Fernleihe
6 KatalogisiererInnen auf CBS4 (geplant 6. Februar)
7 Abschalten der Tandem

Bei uns werden wir gleichermaßen vorgehen. Geplant ist eine erste CBS4 Installation noch im Januar dieses Jahres. Dann beginnt die schwierige Zeit, all unsere Tabellen an das neue CBS anzupassen und die selbst erstellten Programme auf die neue Programmierumgebung umzustellen. Verbundzentrale und BDV werden hinreichend zu tun haben.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass im neuen System wenig funktionelle Änderungen enthalten sind. Größere Erweiterungen sind erst in einer kommenden Version vorgesehen. Wenn beim Übergang zu CBS4 alles so klappt, wie wir uns dies wünschen, dann ... merken Sie nichts davon. Nun ja, etwas geflunkert.

Hanspeter Schneider
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

Auf der Pica-Homepage unter http://www.oclcpica.org/ können Sie jederzeit aktuelle Informationen über Pica abrufen.

Partnerschaft mit OCLC jetzt auch optisch sichtbar

Wer in der letzten Zeit mal auf der Pica-Homepage vorbei geschaut hat, wird bemerkt haben, dass sich die Partnerschaft von Pica mit OCLC jetzt auch optisch ausgewirkt hat: Es gibt ein neues Logo, das die Namen der beiden Organisationen miteinander verbindet. Auch farblich hat sich etwas getan. Das Blau ist einem dezenten Grün gewichen - die Farbe der Hoffnung?

(ana)

Neues von den Datenbanken

Bibliotheksnormdatensätze

Die bereits im letzten HeBIScocktail angekündigten Bibliotheksnormdatensätze wurden am 21. Januar 2002 in die HeBIS-Verbunddatenbank eingespielt. Anschließend wurde der automatische Verknüpfungslauf gestartet, der die bereits in der Datenbank vorhandenen Exemplardatensätze mit den Bibliotheksnormdatensätzen verknüpft. Ab diesem Zeitpunkt werden auch neu eingegebene Exemplardatensätze beim Abspeichern automatisch mit den entsprechenden Bibliotheksnormdatensätzen über die neue Level-2-Kategorie 4800 verknüpft. Diese Kategorie wird automatisch beim Abspeichern eines neu aufgenommenen Exemplardatensatzes gebildet. Das System erkennt anhand des Abteilungscodes in Kategorie 7100 und der Kennung, mit der Sie angemeldet sind, mit welchem Bibliotheksnormdatensatz dieser Exemplardatensatz verknüpft werden muss.

Weitere Hinweise zu den Bibliotheksnormdaten finden Sie im neuen Kapitel zum Systemhandbuch: "Teilnehmerverwaltung".

Dort erfahren Sie auch, welche Änderungen Sie selbst an den Bibliotheksnormdaten vornehmen können (z. B. Ansprechpersonen, Öffnungszeiten) und welche Sie an die HeBIS-Verbundzentrale melden müssen.

(caw)
HeBIS-Retro - Projektfortschritte: Gesamtkatalog der Uni Gießen integriert

Seit November stehen in HeBIS-Retro auch der Gesamtkatalog der Universität Gießen mit ca. 1,15 Mio. Titelkarten sowie der Alphabetische Katalog I der Hochschul- und Landesbibliothek Fulda, Standort Heinrich-von-Bibra-Platz, mit ca.100.000 Titelkarten für Recherchen und Bestellungen (HLB Fulda nur Fernleihe möglich) zur Verfügung. Damit sind jetzt bereits mehr als 5,8 Mio Titelkarten (geplantes Gesamtvolumen 8,1 Mio) in HeBIS-Retro enthalten.

Als nächstes folgen die Marburger Kataloge - die Gesamtkataloge AK1 und AK2 der Universität sowie der Dissertationenkatalog der UB. Diese sind bereits gescannt und werden voraussichtlich Mitte Februar in HeBIS-Retro verfügbar sein.

(elr)
Verknüpfung Schriftenreihe / Zeitschrift = bessere Information

In der Verbunddatenbank gibt es für ein und dasselbe fortlaufende Sammelwerk häufig eine Aufnahme als Zeitschrift und eine Aufnahme als Schriftenreihe, da die Bibliotheken die Verzeichnungsart entsprechend ihrer Bedürfnisse frei wählen können.

Um einen vollständigen Nachweis über die in der hessischen Leihverkehrsregion vorhandenen Bestände zu erhalten, muss man sich beide Aufnahmen ansehen. Das aber setzt voraus, dass man von der Existenz zweier Aufnahmen und somit weiterer Bestandsnachweise überhaupt etwas weiß.

Um den Benutzern eine bessere Informationsmöglichkeit zu bieten, hatte die UAG Alphabetische Katalogisierung auf ihrer 15. Sitzung beschlossen, dass Schriftenreihen- und parallele Zeitschriftenaufnahme miteinander verlinkt werden sollen, wenn an beiden Aufnahmen Bestand im Verbund nachgewiesen ist.

Der Link erfolgt über eine PPN-Verknüpfung in der neu eingerichteten wiederholbaren Fußnotenkategorie 4260.

Beispiel:
4260 Für weitere Bestandsnachweise siehe auch:!PPN!

Dadurch werden Benutzer gezielt auf die jeweils andere Aufnahme und die daran befindlichen Bestandsnachweise hingewiesen und können sie sich per Mausklick aufrufen.

Maschineller Verknüpfungslauf am 10.12.2001

Damit der Vorteil der Verknüpfung (= bessere Information für die Benutzer) möglichst schnell und umfassend erreicht werden kann, erfolgte am 10.12.2001 ein maschineller Verknüpfungslauf über einen Abgleich der ZDB-Nummer in Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahme.

Voraussetzung für eine Verknüpfung war, dass es zu einer ZDB-Nummer jeweils nur eine Zeitschriften- und eine Schriftenreihenaufnahme (1:1) gab und zu beiden Aufnahmen Bestand im hessischen Verbund vorhanden ist. Dies traf auf 20247 Schriftenreihenaufnahmen zu.

Da die Verknüpfung ausschließlich über einen Abgleich der ZDB-Nummer erfolgte, kann es zu einer geringen Anzahl falscher Verknüpfungen gekommen sein, dann nämlich, wenn in der Schriftenreihe eine falsche ZDB-Nummer eingetragen war.

Sollte ein solcher Fehler auffallen, muss er vom jeweiligen Bearbeiter korrigiert werden.

Anzeige der Verknüpfungen

Für die WinIBW und den jetzigen Verbund-OPAC ist die Anzeige der Verknüpfungen bereits realisiert. Für den neuen Verbund-OPAC4 soll sie in Kürze erfolgen.

Ob und wie die Verknüpfungen in Kategorie 4260 in den lokalen OPACs angezeigt werden sollen, wenn es z.B. zur verknüpften Aufnahme im Lokalsystem keinen Bestand gibt, kann pro LBS entschieden werden.

Neues Kapitel im Katalogisierungshandbuch

Über das, was es zu diesem Themenkomplex bei Neuaufnahme, Korrektur und Löschung zu beachten gibt, wurde das neue Kapitel "Verknüpfung Schriftenreihe / Zeitschrift" zum HeBIS-Handbuch geschrieben.

  • KatHB, Verknüpfung Schriftenreihe/Zeitschrift
(rek)
Monographien
Neu: URNs für Online-Dissertationen
Seit Dezember 2001 gibt es in der HeBIS-Datenbank Titelaufnahmen für elektronische Dissertationen, die eine URN (= Uniform Resource Name) enthalten. Eine URN ist ein sog. "Persistent Identifier". Sie hat die Funktion, ein elektronisches Dokument mit einer stabilen Adresse zu versehen (im Unterschied zu den URLs, die sich ja leider ändern können) und seine Zitierfähigkeit zu garantieren.

Die URN-Vergabe und -Verwaltung erfolgt im Rahmen des Projekts CARMEN, AP 4 (AP = Arbeitspaket) der DDB. Das Projekt wird zusammen mit Universitätsbibliotheken durchgeführt, die Online-Dissertationen an die DDB abliefern. Auch hessische Bibliotheken nehmen daran teil (z.B. die StUB Frankfurt). Einen ausführlichen Beitrag zu Inhalten und Zielen des Projekts finden Sie in der Rubrik "Meet the challenge" unter Projekt CARMEN AP 4: Persistent Identifier für digitale Publikationen.

Die URNs haben eine fest definierte Struktur und werden durch die an die DDB abliefernden UBs vergeben. In den Titelaufnahmen der HeBIS-Datenbank werden sie in einer eigenen Kategorie 4085 in dem speziell für die URN eingerichteten Subfeld "g" erfasst. Analog zu den URLs wird der URN in HeBIS außerdem der für LBS-Update und OPAC-Anzeige benötigte Lizenzindikator vorangestellt.

Beispiele:
4085 ##0##=g urn:nbn:de:hebis:30-0000000014
4085 ##0##=u http://zaurak.tm.informatik.uni-frankfurt.de/diss-cgi/
show/meta?signatur=00000183&seite=00000000&tg=gif&si=i=x H
4085 ##0##=u http://zaurak.tm.informatik.uni-frankfurt.de/diss/
data/src/00000183/00000183.pdf.gz=x H

Neben der URN werden in HeBIS auch weiterhin die URLs in der Titelaufnahme eingetragen und durch regelmäßiges Linkchecking auf Gültigkeit geprüft. Gleichzeitig wird bei der DDB als Bestandteil des CARMEN-AP4-Projekts aber auch ein eigenständiges URN-Verwaltungssystem aufgebaut, in dem Konkordanzen zwischen URNs und URLs gepflegt werden können. Dadurch wird es möglich, die URN in Literaturdatenbanken oder anderen elektronischen Dokumenten (z.B. einer zweiten Dissertation, die das Dokument mit der betreffenden URN zitiert) als Link zum Dokument anzuzeigen. Durch Anklicken der URN wird ein sog. Resolving-Mechanismus ausgelöst, bei dem die URN mit Hilfe der Angaben im URN-Verwaltungssystem in die gültige URL umgesetzt und zum Volltext des Dokuments "verbunden" wird.

Es ist geplant, den Resolving-Mechanismus auch im HeBIS-Verbund-OPAC einzurichten (allerdings nicht mehr im alten WebOPAC, sondern nur in Verbund-OPAC4). Wie es funktionieren wird, kann man sich schon jetzt im DDB-OPAC ansehen (http://dbf-opac.ddb.de/), z.B. an folgendem Titel:

Kleinschmidt, Olaf: Photokatalytische Oxidation von Alkenen und Alkanen mit Sauerstoff an belichtetem Titandioxid [Elektronische Ressource]. - Hannover, Univ., Diss., 2001

Viel Spaß beim Ausprobieren!

(hen)

Mitteilungen der Verbundzentrale

Interne Mailinglisten geschlossen

In der letzten Zeit konnten viele von uns die negativen Auswirkungen unserer modernen Kommunikationsmedien spüren: Spam Mails. Diese in Massen verschickten Werbe-E-Mails mit teilweise anstößigem Inhalt erreichten auch unsere internen Mailinglisten, die für die Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Verbundgremien eingerichtet wurden. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, diese Mailinglisten zu schließen, so dass nur noch E-Mails von subskribierten Mitgliedern erlaubt sind. Damit sollte die Flut von Werbe-E-Mails zumindest über die Listen eingedämmt werden können.

(ana)
Letzte Ausgabe der E-Mail-Adressbücher für Pegasus und Eudora erscheint im Februar

Mit der Einspielung der Bibliotheksnormdaten (siehe dazu den Artikel "Bibliotheksnormdaten" in der Rubrik "Neues von den Datenbanken") in die HeBIS-Verbunddatenbank haben nun alle HeBIS-Teilnehmer selbst die Möglichkeit, ihre Ansprechpartner für die Katalogisierung von Monographien und Zeitschriften sowie für Fernleihe anzugeben und die jeweiligen Eintragungen (Telefonnummern, E-Mail-Adressen) selbst zu aktualisieren.

Da solche Änderungen nun nicht mehr an die HeBIS-Verbundzentrale gemeldet werden, können die E-Mail-Adressbücher für die Mailprogramme Pegasus und Eudora nun nicht mehr aktuell gehalten werden. Daher muss dieser Service eingestellt werden. Eine letzte Ausgabe der E-Mail-Adressbücher wird Anfang Februar erscheinen.

Den Zugriff auf die aktuell gültigen Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Ansprechpartner gewährleisten nun die Bibliotheksnormdaten, falls es Unstimmigkeiten mit Titelaufnahmen oder Fragen zur Fernleihe gibt.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

(ana)
Fernleihe
Neuzulassungen zum deutschen Leihverkehr

Folgende Bibliotheken wurden im letzten Quartal neu zum Leihverkehr zugelassen:

  • Dombibliothek Limburg (1128), mittelbare Teilnahme, Leitbibliothek: UB Gießen (26) 
  • Bibliothek der Europa-Fachhochschule Fresenius in Idstein (1126), unmittelbare Teilnahme
(ana)
Fernleihe
Nicht alle im VerbundOPAC nachgewiesenen Online-Zeitschriften sind lizenziert - Vorsicht bei Fernleihbestellungen!

Seit dem Frühjahr 2001 bietet HeBIS ein neues Modell zur Verzeichnung von Online-Zeitschriften im Verbund-OPAC und den lokalen OPACs an: Bibliotheken können automatisch Bestandsnachweise für alle mit EZB-URLs nachgewiesenen Online-Zeitschriften erhalten, und zwar vollkommen unabhängig von einer tatsächlich vorhandenen Lizenz (siehe Artikel "Online-Zeitschriften: Vom OPAC in die EZB" im HeBIScocktail 2/2001).

Die Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt sowie die Universitätsbibliotheken Gießen und Marburg haben sich für dieses neue Verfahren entschieden, um damit ihren Benutzern einen größtmöglichen Komfort anzubieten - denn: auch ohne Lizenzierung können bei einer Vielzahl von Titeln die Inhaltsverzeichnisse oder sogar Abstracts eingesehen werden. Da der Benutzer vom OPAC aus immer über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) mit ihren umfassenden Lizenzinformationen geleitet wird, erhält er sofort eine Information darüber, ob er Zugang zum Volltext hat oder nicht.

Der kurze Klick zur EZB ist auch für Bibliothekare wichtig: Nur wenn eine Zeitschrift als lizenziert ausgewiesen ist, besteht die Möglichkeit, je nach Vertragsbedingungen Kopien für die Fernleihe erhalten zu können. Der bloße Blick auf die Bestandsnachweise des VerbundOPAC genügt also bei Online-Zeitschriften nicht mehr.

Anm. d. Red.: Für die konsortial erworbenen Online-Zeitschriften gibt es eine Liste der Bestimmungen zur Fernleihe in den Lizenzbedingungen der einzelnen Verlage. Sie wird von der Geschäftsstelle des HeBIS-Konsortiums (http://www.hebis.de/hebis-konsortium/index.html) gepflegt und kann von dort angefordert werden.

(ria)
Monographien
Sortierform für "00", "01" usw. in mehrteiligen Zählungen

Vorlageformen mehrgliedriger Bandzählungen können inzwischen als ersten Bestandteil Jahresangaben in der Form "00", "01" usw. enthalten. Damit die betreffenden Bände in der REL- bzw. FAM-Anzeige nach den Bänden der Jahre 19XX sortieren, verwenden Sie für die Bildung der Sortierform bitte das Jahr in ausgeschriebener Form, also "2000", "2001" usw.

Beispiel:
Vorlageform Eingabe Sortierform nach Speichern
97, 31 #_97 31# #297 231#
00, 25 #_2000 25# #42000 225#


Das Kapitel "Sortierformen" des HeBIS-Systemhandbuchs wurde entsprechend erweitert.

  • SysHB, Sortierformen
(hen)

Mitteilungen der HeBIS-Informationstechnologie

Wer macht was in der BibliotheksDatenVerarbeitung? - In dieser Folge: Hanspeter Schneider

Versuch einer Positionierung

Faszinierte mich während des Studiums die immer wieder auftretende Folge von "Definition, Satz, Beweis", die unabhängig vom Wetter, von eigenen und fremden Stimmungen den Zuhörer in eine eigene Welt führen kann (nicht muss, zugegeben), so wurde dies noch übertroffen von den Möglichkeiten, die sich 1969/70 mit dem Einstieg in die DV ergaben. Hier trafen sich zwei Welten: die ideale Welt der Strukturen, in der man nichts "machen" konnte, und die Welt der Maschinen, die "machten". Und sei es nur, dass irgendwelche Lämpchen leuchteten oder Bänder sich bewegten. Es war wie das Spielen mit der elektrischen Eisenbahn, nur ohne Platz- und Materialbeschränkung. Und man musste sich gegenüber Gleichaltrigen für diese Art des Spielens nicht mehr legitimieren. Ich kann die Allmachtsgefühle gut nachvollziehen, die man bei den jungen Aufsteigern im Börsengeschäft (zumindest bis zum ersten Crash) manchmal schmunzelnd feststellen muss.

Hat sich etwas geändert seit dieser Zeit? Manches, vieles, nicht alles. Es macht mir immer noch Freude, Probleme zu analysieren, Lösungen zu projektieren und diese dann umzusetzen, weil der spielerische (nennen wir es nun besser der kreative) Aspekt der Tätigkeit immer noch einen sehr großen Raum einnimmt. Das Entwerfen von Lösungen im IT-Bereich oder das Auffinden eines Beweises für einen mathematischen Satz ist im Hinblick auf Kreativität und Ästhetik meiner Meinung nach dem gleichzusetzen, was ein Maler oder ein Musiker versucht.

Hanspeter Schneider E-Mail an AutorIn
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Mainz - Stadtbibliothek
Retrokonversionsprojekt Stadtbibliothek Mainz

Die Stadtbibliothek Mainz zählt mit einem Bestand von knapp 600.000 Bänden zu den größten kommunalen wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Die neueren Bestände (1987 ff.) sind vollständig in der Verbunddatenbank nachgewiesen. Ältere Bestände wurden bisher nur selektiv (Regionalsammlung, alte Drucke, Freihandabteilung) durch eigene Katalogisierungskräfte retrospektiv erfasst. Mit der geplanten Schließung des Hessischen Zentralkatalogs im Jahr 2002 entfällt der überregionale Nachweis der konventionell verzeichneten Bestände. Vor diesem Hintergrund wurde im Sept. 2001 mit einer größeren Retrokonversionsmaßnahme in der Stadtbibliothek begonnen.

Das Retrokonversionsprojekt der Stadtbibliothek erfolgt in Kooperation mit der Firma Medea Services und sieht die Erfassung der Bestände von 1830 - 1986 vor. Grundlage ist der Standortkatalog der Bibliothek mit 160.000 Zetteln. In einem ersten Projektabschnitt sollen 32.000 Zettel bearbeitet werden. Eine repräsentative Stichprobe über den gesamten Bestand durch die Katalogisierungsfachkräfte der Bibliothek ergab eine zu erwartende Fremdleistungsübernahme aus der HeBIS-Datenbank von ca. 40%.

In der Vorbereitungsphase profitierten wir von den Erfahrungen der Deutschen Bibliothek, die seit Anfang des Jahres 2000 den Alten Alphabetischen Katalog der Deutschen Bücherei durch die Firma Medea konvertieren lässt und uns freundlicherweise Informationen zum Verfahren und die Erfassungsanweisung zur Verfügung stellte.

Verfahren

Die Erfassung sollte auf der Grundlage des gescannten Katalogs erfolgen.

Ein Probescan von 850 Katalogkarten (Firma MIK, Berlin) ergab, dass ca. 50% der Images (Tiff-Format) aufgrund der teilweise verschwommenen Vorlage bzw. einer alten Schreibmaschinentype nicht deutlich lesbar waren. Um Umsetzungsfehler aufgrund schlechter Lesbarkeit zu vermeiden, wurde für die Konversion ab Originalkatalog entschieden und damit der Versand des Katalogs (Dienstkatalog) in Kauf genommen.

Die Firma arbeitet mit der WinIBW und erhält über das Lokalsystem Darmstadt Zugang zum CBS. Die Erfassung erfolgt also ausschließlich online anhand der vorliegenden Katalogkarten.

Die Vereinbarungen mit der Firma sehen vor:

  • das Ansigeln von Lokaldaten zu ein- und mehrbändigen Monographien
  • die Neuaufnahme von einbändigen Monographien.

Bei unklaren Sachverhalten erfasst die Firma in Kategorie 4703 und 4803 remarks. Diese sind recherchierbar und sollen sukzessive durch den Auftraggeber nachbearbeitet werden. Die Neuaufnahme von mehrbändigen Werken wurde wegen ihrer Komplexität ausgeschlossen, ebenso Zeitschriften, die aber nur selten vorliegen. Die Nummern der Katalogzettel nicht bearbeiteter Titel werden in einem Excel-File vermerkt. Er dient als Grundlage für ein gezieltes Nacharbeiten der Titel durch Katalogisierungskräfte der Stadtbibliothek.

Aktueller Projektstand

Seit dem 26.11.2001 erfolgt eine Probekonversion (Beispiele: PPN 10204936X, 10169122X, 101903960). Sie hat das Ziel festzustellen, ob die Erfassungsanweisung und Beispielsammlung der Stadtbibliothek richtig verstanden und umgesetzt wird. Die projektleitende Bibliothekarin der Firma schickt regelmäßig Fragenkataloge per E-Mail. Umgekehrt wird die Firma auf Erfassungsfehler hingewiesen, denn die erstellten Datensätze werden täglich in der Stadtbibliothek Korrektur gelesen. Die Absprachen aus der Probekonversion werden Bestandteil der Fortschreibung des Pflichtenhefts.

Angelika Stresing
Stadtbibliothek Mainz, Katalogisierungsabteilung
Mainz - Universitätsbibliothek
Universitätsbibliothek weiht Informationszentrum ein: Zentrale Anlaufstelle für alle Besucher

Informationszentrum UB Mainz

Die Universitätsbibliothek Mainz hat ihr neues Informationszentrum in Betrieb genommen. Ab sofort gibt es in der Zentralbibliothek einen zentralen Auskunftsplatz für die Publikumsbereiche Allgemeine und Bibliographische Auskunft, Lesesaal-Auskunft und Multimedia-Bereich. Hier sollen die bisher auf vier Standorte verteilten Funktionen gebündelt werden.

Das neue Informationszentrum wird die zentrale Anlaufstelle für alle Besucher der Zentralbibliothek der UB Mainz sein. Durch die Bündelung der Personalressourcen soll die Betreuungssituation u. a. bei Recherchen im Online-Katalog und in dem umfassenden Datenbankangebot der UB sowie insbesondere an den Multimedia-Geräten verbessert werden. Dies dient der Profilbildung der Universitätsbibliothek als zentraler Informationseinrichtung der Universität Mainz.

Dr. Martina Jantz E-Mail an AutorIn
Universitätsbibliothek Mainz
Marburg - Universitätsbibliothek
OPC4 in der UB Marburg

Im Zusammenhang mit der Ablösung des Lokalen BibliotheksSystems (LBS) Version 3 durch die Version LBS4 wurde auch der WebOPC modernisiert. Er heißt nun, an die Versionsnummer des LBS angelehnt: OPC4. Er ist als separates Modul einsetzbar, wie es die Absicht für alle Komponenten in LBS4 ist. Der OPC4 kann sowohl mit dem LBS4-System, als auch mit LBS3 eingesetzt werden.

Die Oberfläche ist schon aus dem PICA Produkt PiCarta bekannt. Pica hat statistische Auswertungen zum Benutzerverhalten vorgenommen und festgestellt, dass die meisten Benutzer das System nur selten verwenden. Daher komme es darauf an, diesen Benutzern eine hohe Erfolgsquote mit einfacher Bedienung zu ermöglichen. Der geübte Benutzer könne auch, nach Beschäftigung mit dem System, die Vorzüge der modernen Suchabfrage-Sprache verwenden.

Der Zentrale Dienst Informationstechnologie (ZDIT) der UB Marburg und die BDV Frankfurt haben bereits im November 1999 im Rahmen der PICA LBS4-Planungsgruppe die erste Version 1.1.0 des OPC4 auf einem Alpha-Server installiert. Obwohl darin vieles fest vorgegeben war, ließen sich die damals 3 Bestände in Marburg (UB, Herder-Institut, Marburger Bibliographie) wie bisher im WebOPC darstellen. In Zusammenarbeit mit der StUB/BDV wurde der OPC4 getestet und die Ergebnisse wurden an PICA gemeldet.

Das gravierendste Problem war die nicht funktionierende Anbindung zum Ausleihmodul; dies bedeutete, dass keine Verfügbarkeit der Titel geprüft oder Bestellungen vorgenommen werden konnten. Die Benutzerverwaltung, d.h. Passwörter ändern, Ausleihen auflisten oder das Verlängern der Ausleihen war auch nicht möglich.

Im August 2001 hat PICA für alle Partner die verbesserte OPC4-Software freigegeben. Da bei uns die Hardware inzwischen anderweitig eingesetzt wurde, musste eine vollkommene Neuinstallation des aktuellen OPC4 erfolgen. Bei der aktuellen Version, die nun für die Alpha- und SUN-Plattform zur Verfügung steht, lässt sich lokal mehr parametrisieren, so dass sie nun für unsere Belange verwendet werden kann. Wir haben sie auf zwei SUNs als Frontend für den Produktions- und Test-LBS-Server (die noch auf Alpha-Servern laufen) eingerichtet. Sie können unseren Produktion-/Testbestand unter http://www.ub.uni-marburg.de/opc4 bzw. http://www.ub.uni-marburg.de/testopc4 aufrufen.

Neuerungen/Änderungen des OPC4 im Vergleich mit dem WebOPC

Diese wurden auch schon in den HeBIScocktails 3/01 und 4/01 z.T. angesprochen, hier noch mal die wichtigsten Punkte dazu:

  • Im LBS-OPAC entfällt die Beschränkung auf 999 Titel in der Treffermenge. Hier ist nun der Standard des Zentralsystems erreicht.
  • Die ISBD wird für den OPC4 nicht mehr verwendet. Sie ist zugunsten einer gefelderten Anzeige abgelöst worden, die für den Endbenutzer mehr Transparenz bietet. Im Vergleich zu OpenCAT und WebOPC ist die Syntax-Gestaltung komplexer geworden, da sie nun aus mehreren rekursiven Dateien besteht.
  • Die Materialarten werden nun per Icon dargestellt und sind für den Endbenutzer dadurch gut zu identifizieren. Entsprechende Hilfetexte mit Erläuterung der Icons sind vorhanden und helfen in Zweifelsfällen.
  • Der Wegfall des optionalen Suchmenüs ist schon an anderer Stelle besprochen worden. Die jetzige Lösung mit der nachträglichen Einschränkung der Suche oder mit für Benutzern unverständlicher Suchsprache (Mnemocodes) im Eingabefeld ist nicht naheliegend.
  • Unsere ADI Abt(eilung), mit der gezielt die Titel der Institute gelistet werden konnten (sofern man nicht an der 999er Grenze scheiterte), kennt scheinbar kein Pendant im OPC4. Die Einrichtung dieser ADI gehört zu unseren nächsten Arbeiten.
  • Die Ausleihfunktion geht nun, aber nur für einen Ausleih-Bestand pro Lokalsystem.
  • In Zusammenarbeit von Marburg mit dem GBV wurde die freie Bestellung "WebMaria" in den OPC4 integriert. Sobald eine Zeitschrift (beim GBV auch unselbstständige Werke) im OPC4 ausgeliehen werden soll, wird eine Maske im OPC4 aufgerufen, in der die zusätzlichen Angaben wie Band/Jahrgang/Seite hinzugefügt werden können. Dabei findet zuvor eine Nutzerüberprüfung wie bei den Monographien statt.

Aus technischer Sicht ist zum OPC4 zu bemerken:

  • Der OPC4 benutzt ASCII-Files mit Meldetexten etc., die bereits für OpenCAT und WebOPC genutzt wurden.
  • Es gibt keine feste Verbindung pro Nutzer zur Datenbank mehr. Ein OPC4-Suchprozess kann mehrere Nutzer bedienen, bei Bedarf können mehr Suchprozesse gestartet werden.
  • Die Sessioninformationen (aktuelle Suchgeschichte/Benutzerdaten) sind im lokalen Browser gespeichert (Cookies) und werden bei jeder Aktion mitgeschickt. Der Benutzer muss den OPAC mit einem bestimmten Button (ENDE) verlassen, ansonsten erbt sein Nachfolger diese Informationen.
  • Der GBV hat das Java-script von U. Reh (BDV) eingebaut, mit dem die Passwörter beim Aufrufen einer Seite mit Passwort-Authentifikation immer gelöscht werden (besonders wichtig, falls Benutzer bei öffentlichen PCs die Rücktaste des Browsers verwendet).
  • Der Benutzer muss für den OPC4 Java-script und Cookies an seinem Browser zulassen, ansonsten kommt er an bestimmten Stellen nicht weiter. Leider überprüft der OPC4 nicht am Anfang, ob sie aktiviert sind.
  • Die Möglichkeit Textmodus-Browser einzusetzen, wie sie Sehbehinderte nutzen, ist im Vergleich zum WebOPC verbessert worden.
  • Die Antwortzeiten sind auch bei der von uns verwendeten wenig leistungsfähigen Hardware (SUN U10, mit nur 10MBit Netzanschluss, 640 bzw. 250 MB RAM) viel besser als beim WebOPC.
  • Der neue Datenbank-externe Index hat viele positive Aspekte:
    • Die Suche geht viel schneller.
    • Ein neuer Index kann neben einem existierenden gebildet werden und danach wird auf den neuen Index umgeschaltet. Mit Schrecken erinnern sich die Administratoren daran, wie der Neuaufbau der Indizes sich über eine Woche und mehr erstrecken konnte. Man musste erst die alten Indizes löschen, bevor die neuen aufgebaut werden konnten. Ein Point-of-no-return, wenn wie bei uns in der Zeit die Ausleihe weiterlief. Laut PICA sollte in dieser Zeit kein Zugriff auf die Datenbank erfolgen ... Nun dauert es auf unseren Test-SUNs ca. 5 Stunden bei 2 Mill. Titeln.
    • Während der Index-Erstellung muss der Online-Update-Mechanismus (OUM) deaktiviert sein.
    • Die Aktualisierung des Index erfolgt nicht wie bisher Online. Der OUM wird angehalten und der Differenz-Index seit dem letzten Aktualisierungszeitpunkt berechnet und hinzugefügt. In der Produktion wird man dies immer nachts durchführen lassen.
    • Der neue Index enthält nur die Suchschlüssel. Die detaillierten Titelangaben werden direkt aus dem z.Zt. noch verwendeten LBS3 geholt. Dies bedeutet, dass Titeländerungen im CBS (via OUM ins LBS) auch weiterhin sofort im OPC4 sichtbar werden.
  • Ein neues undokumentiertes Feature erleichtert die Arbeit der Syntaxschreiber und des Auskunftspersonals: "der versteckte Button". Dieses Geheimnis soll hier gelüftet werden: Bewegen Sie in der Volltitelanzeige des OPC4 die Maus auf den linken weißen Rand vor den Suchbefehl bis ein "Hand"-Symbol erscheint. Nach dem "Anklicken" erscheinen die Titeldaten in der PicaPlus-Darstellung und die Such-Schlüssel. Fügen Sie in den im Browser angezeigten Link ein "%7F" zwischen "PRS=PP" und "/..." ein und drücken Return, nun werden auch die Lokaldaten angezeigt.

Planungen zum Einsatz in Marburg

Die zwei Test-SUNs sind wie oben beschrieben, fertig eingerichtet. Es sind lediglich einige Hilfetexte anzugleichen bzw. zu erstellen. Inzwischen ist ein weiterer Bestand "Archivschule Marburg" hinzugekommen. Wir werden Anfang 2002 die im Dezember gelieferten neuen SUN-Server einrichten, testen und dann den OPC4 von der Testmaschine kopieren.


Dr. Jürgen Schröder E-Mail an AutorIn
ZDIT der UB Marburg, PICA-LBS

Aus den Verbundgremien

Bericht aus der 2. Sitzung der UAG Fernleihe, 25. Oktober 2001

Die UAG Fernleihe erläuterte in ihrer 2. Sitzung Sachstandsberichte aus den einzelnen Bibliotheken, Probleme aus der täglichen Praxis sowie Weiterentwicklungen auf regionaler und überregionaler Ebene.

Sachstandsberichte

  • Inzwischen ist die Online-Fernleihe für Benutzer in fast allen hessischen Bibliotheken Routine. In den rheinhessischen Bibliotheken wird die Einführung aufgrund der fehlenden Ausleihsysteme noch auf sich warten lassen.
  • HeBIS-Retro wird inzwischen flächendeckend als Nachweis- und Bestellinstrument genutzt. Detaillierte Regelungen darüber, wann welcher Katalog für Fernleihbestellungen zu nutzen sei, wurden jedoch nicht gewünscht.
  • Die Euro-Umstellung des Zentralsystems (Fernleihkonten) und des Transferprogramms ist in Arbeit. Die neue Version des Transferprogramms sollte ab 1. Januar 2002 in allen Bibliotheken eingesetzt werden.
  • Die Produktionsübernahme von CBS Version 8.3 machte einige Probleme, unter anderem funktioniert der Befehl "leih ma" zur Zeit nicht. Statt dessen kann der Befehl "leih dub" zur gleichzeitigen Bestellung mehrerer Ausgaben verwendet werden. Bei Titeln mit sehr vielen Bestandsnachweisen gibt es Fehlermeldungen bei der Bestandsanzeige. Dieser Fehler wurde Pica gemeldet.

Weiterentwicklungen

  • Die Fernleihkomponenten für den VerbundOPAC4 sind inzwischen eingetroffen und konnten ansatzweise getestet werden. Problematisch ist die Zuordnung der verschiedenen Leihformen auf die Materialarten. Pica hat hier inzwischen einen schwerwiegenden Fehler eingestanden.
  • Die Hessische Direktorenkonferenz hat beschlossen, die Direktauslieferung von Fernleihbestellungen an den Benutzer nun zu implementieren. Dabei sollen dem Benutzer vorab von seinem Fernleihkonto 1,50 € als Fernleihgebühr und 2,50 € als Versandkostenpauschale bei allen möglichen Lieferarten (Post-, E-Mail- oder Faxversand von Kopien, Postversand von Büchern) abgezogen werden. Nach einem statistischen Verfahren werden die Einnahmen aus dem Fernleihverkehr der liefernden Bibliothek zugute kommen. Abrechnungen darüber sollen in festgelegten Zeiträumen erfolgen. Zu prüfen ist, ob nach Negativumlauf dem Benutzer die zuviel gezahlten Versandkosten wieder gut geschrieben werden können, damit eine "normale" Fernleihbestellung in den überregionalen Leihverkehr versucht werden kann. Als Alternative böte sich ansonsten an, den kompletten Betrag zurück zu buchen und den Benutzer zu bitten, eine neue Bestellung (ohne Direktauslieferung) aufzugeben. In diesem Zusammenhang wurde eine ganze Reihe von Problemen angesprochen. Zum Beispiel dürfen in einigen Lokalsystemen die Universitätsinstitute kostenlos Fernleihbestellungen aufgeben. Im Falle einer Direktauslieferung an diese Institute würde die betreffende UB die gesamte Kostenbelastung tragen. Der Benutzer könnte ihm zugeschickte Bücher einer anderen Bibliothek in seiner eigenen Bibliothek einfach zurück geben. Damit würde er die Versandkosten auf seine Bibliothek abwälzen. Es ist unklar, wie damit umgegangen werden soll.
  • Die Abnahme der HeDoc-Stationen lässt weiter auf sich warten. Am 29. Oktober 2001 soll dazu ein Treffen mit der Firma ImageWare stattfinden, um die notwendigen Anpassungen für eine erfolgreiche Abnahme zu besprechen. In diesem Zusammenhang berichtet die UB Mainz, dass sie nicht mehr an Subito teilnimmt. Die DOD-Station sollte nun anderweitig eingesetzt werden. Die HeDoc-Software kann damit nicht betrieben werden.

Verbundübergreifende Fernleihe

  • Im Rahmen des Projekts "Verbundübergreifende Fernleihe auf der Basis von Standards (Z39.50 und ISO-ILL-Format)", das von der AG Verbundsysteme initiiert wurde, laufen derzeit Tests zum Austausch von Fernleihbestellungen mittels ILL-Mails zwischen den Verbünden GBV und Nordrhein-Westfalen. Beide Verbünde haben die ZDB mitsamt aller Bestände in der eigenen Verbunddatenbank eingespielt. Der Austausch der ISO-ILL-Mails funktioniert zwischen Bibliotheken, die an Subito teilnehmen und über DOD-Stationen verfügen. Sobald Testergebnisse vorliegen, wird sich die AG Verbundübergreifende Fernleihe wieder treffen. Mittlerweile hat eine Expertengruppe der Z39.50 Maintenance Agency bei der LOC Washington einen Antrag übermittelt, das Format dahingehend zu erweitern, dass neben bibliographischen Daten auch Lokaldaten über die Z39.50-Schnittstelle übergeben werden können. Dies ist Grundvoraussetzung für das Funktionieren der verbundübergreifenden Fernleihe.
  • Die auf Pica-Systemen basierende verbundübergreifende Fernleihe zwischen GBV und HeBIS ruht derzeit. Die Verbünde arbeiten mit Priorität an anderen Projekten. Prinzipiell besteht aber nach wie vor Bereitschaft zur Kopplung der beiden OPACs, um gegenseitige Fernleihbestellungen zu ermöglichen.

Verschiedenes

  • Der Büchertransportdienst mit Containern funktioniert auch nach fast einem Jahr noch nicht reibungslos. Es kommt zu Verzögerungen, die innerhalb des Verbundes nicht erklärt werden können. Die Frankfurter Sammelstelle erhält täglich Sendungen zum Weiterverteilen an Sammelstellen in anderen Verbünden, die das Haus auch am selben Tag wieder verlassen. Inzwischen gibt es eine Liste der Bibliotheken, die Lieferungen über die Sammelstelle Frankfurt erhalten können. Pakete für andere Bibliotheken sollen direkt geschickt werden. Die Liste ist auch im HeBIS Internetangebot abgelegt unter http://www.hebis.de/fernleihe/arbeitshilfen/lv_buecherauto.html. Seit Oktober werden die Container innerhalb Hessens mit German Parcel verschickt. Es ist allerdings auch weiterhin möglich, die Container der Deutschen Post zu verwenden.
  • Anfang 2002 wird die Verbundzentrale/BDV zusammen mit Darmstadt als Testbibliothek die Blankobestellung testen. Unter anderem soll dabei geklärt werden, an welcher Stelle des OPAC dem Benutzer der Button zur Blankobestellung angeboten werden soll.
Andrea Arndt
UAG Fernleihe
Expertengruppe DDC Deutsch

Bericht von der dritten Sitzung am 21.11.2001 in der DDB, Frankfurt/M.

  • Das Hauptgutachten der DFG zum Antrag des Konsortiums DDC Deutsch ist zwar positiv, jedoch kann dieser wegen internen organisatorischen Gründen erst Anfang Februar entschieden werden.
  • Eine Sondierung potentieller Entwickler eines Editionssystem durch DDB erbrachte keinen Zeitgewinn, da die Verwaltung der DDB entschieden hat, dass keine "freihändige Vergabe" erfolgen darf, sondern öffentlich ausgeschrieben werden muss. Die Ausschreibung soll nach der Sitzung des DDC-Konsortium am 5.Dezember d. J. erfolgen.
  • Die Verhandlungen zwischen OCLC und Saur sind noch nicht vollständig abgeschlossen; es ist aber jetzt schon sicher, dass keine CD-ROM produziert wird. Es wird die Printausgabe und wahrscheinlich ein deutsches Pendant zum "Practical Guide" von Saur geben; daneben die Online- oder WEB-Version der DDB.
  • WEB-Dewey
    Am 14. November gab es ein Gespräch zwischen Vertretern und Vertreterinnen der DDB und Joan Mitchell ( Chief Editor of the DDC bei OCLC). In den Punkten Übersetzung und Editionssystem liefen die Verhandlungen positiv, nicht jedoch beim Thema Normdatenbank und Retrieval. Zum einen ist es offensichtlich von amerikanischer Seite aus schwer zu verstehen, dass die Bibliotheksverbünde Dewey-Notationen vorwiegend für die Recherche haben möchten, zum anderen stecken natürlich auch wirtschaftliche / lizenzrechtliche Bedenken dahinter. Eine Campuslizenz von WEB-Dewey für die Katalogisierung soll $ 575 (für Mitglieder $ 500) eine Einzellizenz $ 275 (für Mitglieder $ 225) bzw. als Entgegenkommen die gleichen Werte in Euro kosten. Für die Suche frei zugänglich im Internet (oder in OPACs) sind z.Z. nur die ersten drei Ziffern der DDC. Im Moment ist es nur sinnvoll, eine Lizenz von WEB-Dewey zu erwerben (ab 2002 gibt es die amerikanische Version), wenn man Dewey für die Katalogisierung einsetzen will oder sich aktiv an der Revision oder Übersetzung ins Deutsche beteiligen will.
  • Die Grundlage für die Übersetzung ins Deutsche wird die z.Z. im Entstehen begriffene 22. Ausgabe der DDC sein. Da viele Klassen von einer Revision betroffen sein werden, ist es "passend", dass die Bewilligung der DFG erst Anfang 2002 entschieden wird. Die 22. Edition wird vermutlich Mitte 2003 herauskommen, die deutsche Ausgabe vermutlich ein Jahr danach.
  • Die Revision der verschiedenen Standard Editions der DDC ist ein eingespieltes Verfahren, in das man sich von europäischer / deutscher Seite erst einfinden muss. Vieles wird z.Z. von deutscher Seite als sehr schwerfällig empfunden. Der Revisionsvorgang wird in Zukunft durch WEB-Dewey beschleunigt werden, da abgestimmte Revisionen dann in der angestrebten vierteljährigen Aktualisierung erscheinen sollen.
  • Die Thematik Konkordanzen wird vorerst ausgeklammert; auch hier sind die Lizenzen für die Retrievalfunktionen von Notationen das Problem (z.B. auch beim Projekt Carmen, in dem für bestimmte Fachgebiete Konkordanzen zwischen Fachklassifikation, RVK und DDC erarbeitet werden).
  • Für die Erstellung einer Normdatenbank DDC Deutsch sind noch viele Fragen offen; klar ist z.Z., dass keine englischsprachigen Zugriffe erlaubt sind, dass die Normdatenbank sich andererseits an WEB-Dewey orientieren muss.
    • Vorab wird bis zum ersten Quartal nächsten Jahres die deutsche DDC-Terminologie von der Expertengruppe (Glossary) erarbeitet werden sowie eine erste interne Übersetzung der Introduction.
  • Im Jahr 2002 soll eine Diskussion über die Neugliederung der DNB-Reihen erfolgen. Ein Vorschlag und Fragebogen wird sämtlichen Beziehern im März 2002 zugehen. Die Neugliederung wird frühestens mit dem Jahr 2003 beginnen. Auch über diese Gliederung will OCLC informiert werden. Eine Gliederung zu entwickeln, die keine allzu großen Brüche zur jetzigen darstellt und möglichst das Schweizer Buch (hier wird seit 2001 schon nach DDC gegliedert) und auch Österreich mit einbezieht, ist nicht leicht.
  • weitere Aktivitäten:
    • Eine Präsentation der EG DDC am Bibliothekartag ist noch nicht geklärt, auch wegen des weitaus publikumswirksameren "Vorschlages" (Beschlusses?), RAK durch AACR abzulösen. (Die Schweiz ordnet die Einträge im Schweizer Buch nicht nur nach DDC, sondern nimmt seit Beginn des Jahres die Titel auch nach AACR auf.)
    • Der nächste Workshop der DDB zu Sacherschließungsfragen wird ggf. den verschiedenen europäischen Übersetzungen der DDC gewidmet (französisch, italienisch, norwegisch, isländisch, russisch).
    • In 2003 tagt die IFLA in Berlin. Von OCLC ist geplant, dort die 22. Standard Edition der DDC zu präsentieren; es wäre passend, von deutschsprachiger Seite ein bis zwei Vorträge zur DDC Deutsch anzufügen.
    • Die nächste Sitzung der Expertengruppe wird am 8. April 2002 ab 11.00 in Augsburg (Bibliothekartag) stattfinden. Schwerpunkte werden sein: Festlegung der deutschen DDC-Terminologie und das Datenformat der Normdatenbank.
Christa Wittrock
UAG Sacherschließung
Kurzbericht von der 12. Sitzung der UAG Zeitschriftenkatalogisierung am 08.11.2001

TOP 1. Bericht von der 3. Sitzung der Expertengruppe der AGDBT zu Aggregator-Datenbanken (24.09.2001, Berlin)


Alle an der ZDB beteiligten Verbünde haben sich zur Übernahme der Titelaufnahmen von Zeitschriften aus Aggregator-Datenbanken bereit erklärt.

Kritische Stellungnahmen zum vorgesehenen Datenmodell haben die ZDB veranlasst, jetzt doch einen Änderungsdienst, statt des ursprünglich geplanten monatlichen Gesamtaustausches der Exemplardaten, anzubieten. Zur Zeit werden keine Verhandlungen mit weiteren Datenbankanbietern über die mögliche Lieferung von Fremddaten geführt, da nach Ansicht der ZDB die Firmen EBSCO und Proquest den bestehenden Bedarf weitgehend abdecken. Das Problem der fehlenden Änderungsmeldungen seitens der Datenbankanbieter zur Zusammensetzung ihrer Produkte relativiert sich damit.

Für Aggregator-Datenbanktitel wird auf Titel- und Lokalebene die Herkunftskennung "G" im Subfeld "x" von 4085 bzw. 7135 eingeführt. Im November plant die ZDB die Einspielung einer Grundlieferung der gesamten EBSCO-Titeldaten. Ab Januar 2002 wird HeBIS die speziellen Daten zum konsortial erworbenen EBSCO-Produkt "Business Source Elite" von der ZDB beziehen und mit ihrer Hilfe automatisiert Lizenzexemplare für die an diesem Vertrag beteiligten Bibliotheken generieren.

TOP 2. Bericht von der 29. Sitzung der AGDBT (25/26.09.2001, Berlin)


Neben diversen Detailfestlegungen für die Katalogisierung von Zeitschriften nach dem ZDB-Regelwerk "ZETA" (die im Sitzungsprotokoll der UAG Zeitschriften nachzulesen sind) und einigen Diskussionspunkten, für die auf der AGDBT-Sitzung keine Entscheidung herbeigeführt werden konnte bzw. die zur Entscheidung an die Zeitweilige Expertengruppe Elektronische Ressourcen weiterverwiesen wurden (so z.B. die Fragen der Katalogisierung von OPACs, Webseiten, Katalogisaten für große Datenbanken, sowie Online-Datenbanken), wurden auf der Sitzung folgende Themen besprochen:

  • Der BVB arbeitet weiter am Abgleich der PND mit der ZDB-Namendatei. Die PND-Nummern werden in die ZDB-Aufnahmen eingebracht und sollen eines Tages über MAB geliefert werden. Zur Zeit besteht daher noch keine echte Verknüpfung PND-ZDB.
  • Die Version 2.0 der WinIBW ist z. Zt. nur im SWB flächendeckend installiert. (siehe auch TOP 4.c)
  • In Bezug auf die geplante Einführung eines normierten Bestandsdatenfeldes zur Auswertung für Fernleihzwecke bleibt es bei der Absicht, den hessischen Algorithmus für die Umsetzung der ZDB-Altdaten (Interpretation von 8032 für 7120) und das GBV-Programm zur Online-Erfassung von Bestandsdaten in 7120 zu nutzen. Eine Arbeitsgruppe aus GBV-, DDB- und SBB-MitarbeiterInnen wird einen Vorschlag zur Erfassung für das Feld 7120 erarbeiten, der sich möglichst an die bisherige Praxis der Erfassung in 8032 anlehnen soll.
  • Die Funktionalität "EZB-Knopf" wird gegenwärtig nur im SWB und BVB genutzt . In den anderen Verbünden fehlen die Voraussetzungen für eine Anwendung (WinIBW 2.0 und eine aktuelle Version des Internet Explorer).
  • Die auf einer Diskussionsrunde zum Thema "Ist Deutschland reif für die internationale Zusammenarbeit" auf der 5. Verbundkonferenz des GBV am 11.9. in Göttingen erhobene Forderung nach "schnellstmöglicher Angleichung an AACR innerhalb der nächsten 5 Jahre" hat bei den AGDBT-Teilnehmern Befremden ausgelöst. Die Vorsitzende der AGDBT wurde beauftragt, die diesbezüglichen Einwände der AGDBT in einem Brief an die Vorsitzenden von Standardisierungsausschuss und Steuerungsgremium zum Ausdruck zu bringen. Frau Deppe stellte in der Diskussion zu diesem Punkt nochmals die positive Marburger Position zu AACR2 dar und verwies auf die Marburger Stellungnahme vom 13.8.2001 zur geplanten 4. RAK-WB-Ergänzungslieferung.
  • Im Zusammenhang mit auf der Sitzung beschlossenen Änderungen zur Angabe von Körperschaftsnamen im Feld 4030 wurde das allgemeine Interesse am Aufbau einer Verlagsnormdatei deutlich. Die DDB plant ein entsprechendes Projekt - allerdings ohne feste Zeitvorgaben.
  • Die ZDB präsentierte erste Überlegungen zum Ausbau der Zeitschriftendatenbank zu einem Zeitschriftenportal. Danach soll der bisherige ZDB-OPAC durch die Entwicklung zweier Module erweitert werden: einer Recherchemöglichkeit in Zeitschriften-Inhaltsdatenbanken und einer Bestellkomponente. Das Konzept wird als Ergänzung zur verbundübergreifenden Fernleihkooperation gesehen.
  • Die ZDB leitet aus den Neuformulierungen/Ergänzungen der RAK-WB-Paragraphen 7,1; 8, Anm.3 und 110,1 Anm. ab, dass auch zukünftig (Erscheinungsjahr 2002 folgende) Kongressveröffentlichungen in der ZDB nachgewiesen werden können, die als Schriftenreihen oder Zeitschriften aufzufassen sind. Das entscheidende Kriterium bei der Entscheidung, ob eine Aufnahme in der ZDB möglich ist, ist die zum Gesamttitel gehörende Zählung, die nach den neuen RAK-WB §8, Anm. 3 eindeutig keine Kongress- oder Veranstaltungszählung sein darf. Die gesamte Vorlage wird als Quelle zur Entscheidung herangezogen. Die neuen Regelungen gelten für alle im Zusammenhang mit einem Kongress veröffentlichten Publikationen, nicht nur für die eigentlichen Kongressbeiträge.

TOP 3. Erfahrungsaustausch zum neuen Verfahren der Katalogisierung von Mikroformmastern


Unter diesem TOP wurden Details zur Bereinigung von Mikroformmaster-Katalogisaten in der ZDB besprochen.

Ausgangspunkt war das ZDB-Vorhaben, Felder zur Katalogisierung von Mikroformmastern, die bisher auf Titelebene verzeichnet wurden, künftig auf die Exemplardatenebene zu verlagern. In diesem Zusammenhang hat die ZDB auch ihre MAB2-Lokaldatenschnittstelle entsprechend geändert.

TOP 4.a. Verschiedenes / Bibliotheksnormdatei (neue Teilnehmerdatei)


Gegenwärtig befindet sich der Aufbau einer Bibliotheksnormdatei für HeBIS in Arbeit.

Näheres dazu siehe den Artikel "Bibliotheksnormdaten" in der Rubrik "Neues von den Datenbanken".

TOP 4.b. Verschiedenes / Geplante Verknüpfung Schriftenreihen - Zeitschriften


Näheres dazu siehe den Artikel "Verknüpfung Schriftenreihe / Zeitschrift = bessere Information" in der Rubrik "Neues von den Datenbanken"

TOP 4.c. WinIBW 2.x / EZB-Knopf


Die Funktionalität "EZB-Knopf" wird von der ZDB/DDB in Form eines Visual-Basic-Skripts zur Verfügung gestellt. Voraussetzung zur Installation dieses Skripts ist die Nutzung der WinIBW in neuerer Version (mindestens 2.0) sowie des Microsoft Internet Explorers.

Mit Hilfe des EZB-Knopfs kann die Katalogisierung von Online-Ressourcen in der ZDB, sowie deren weitere Erfassung in der EZB, in einem Arbeitsablauf aus der WinIBW heraus durchgeführt werden. ZDB-Nummer und Feldinhalte einer neu erfassten ZDB-Titelaufnahme werden dabei automatisch in die EZB transferiert.

Gegenwärtig wird von VZ und BDV der Einsatz der neuesten WinIBW-Version 2.3 geprüft. Für interessierte HeBIS-Anwender soll diese Version gegen Ende des Jahres per FTP zur Verfügung gestellt werden. Da sich die Installation schwieriger als bei der Version 1.3 gestaltet, müssen entsprechende Anleitungen erarbeitet werden. Die alten Makros sollen ebenfalls bereinigt und durch Skripte ersetzt werden. Da in den einzelnen Lokalsystemen unterschiedliche Hard- und Softwarevoraussetzungen gegeben sind, wird der Einsatz der neuen Version nicht verbundweit erfolgen können.

Aktuell: Die Möglichkeit einer weitgehend automatisierten Netzinstallation ist nach neuesten Informationen nicht gegeben.

Herbert Adam
UAG Zeitschriften
Sitzung der UAG Erwerbung am 24.10.01 an der UB Marburg

Die UAG Erwerbung beschäftigte sich zunächst mit einzelnen Sachfragen, die in der täglichen Erwerbungsarbeit Probleme bereiten. Es wurde besprochen, wie kostenlose Beilagen innerhalb von Kauf-Abonnements im ACQ-Modul behandelt werden sollten. In diesem Zusammenhang gibt es zum einen die Möglichkeit, solche Titel als Kaufabos zu verwalten, zum anderen kann man sie als Geschenkabos führen, da sie keine eigenen Kosten aufwerfen. Die UAG Erwerbung empfiehlt den Verbundbibliotheken, diese Zeitschriften als Kaufabonnements zu behandeln und gibt drei detaillierte Verfahrenswege vor, wie dies praktisch umgesetzt werden kann. Als weitere Schwierigkeit wurde die Verwaltung von Online-Publikationen insgesamt thematisiert. Hier wurde vereinbart, Vorgehensweisen mit der UAG Elektronische Medien abzustimmen und möglichst gemeinsame Lösungswege zu erarbeiten. Die Vorsitzende der UAG Elektronische Medien, Frau Hillen, nahm an der UAG-Sitzung als Gast teil.

Einen zweiten Schwerpunkt der UAG-Sitzung bildete die im GBV entwickelte Möglichkeit, ein Zugangsbuch für ACQ auf SQR-Basis abzubilden. Frau Kemner von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen erläuterte diese Variante, die für einige Verbundbibliotheken möglicherweise eine Alternative zum bisher gewählten Verfahren darstellt.

Drittes Thema der UAG-Sitzung war die neue DBS, die ab Berichtsjahr 2002 Gültigkeit erlangt. Nachdem innerhalb der UAG Erwerbung zur Vorbereitung der Sitzung die veränderten Statistik-Erfordernisse inhaltlich analysiert wurden, wurde nun untersucht, mit welchen Schritten das zur DBS-Erhebung entwickelte SQR-Skript modifiziert werden muss. Aus diesem Anlass nahm Herr Hantke (GBV), der die Programmroutine seinerzeit entwickelt hatte, als Gast an der UAG-Sitzung in Marburg teil.

Die UAG Erwerbung verabschiedete als Grundvoraussetzung folgende neue Codierungen, die ab 2002 in Pica-ACQ im Verbund verbindlich sind:

  1. Neue Publikationsformen
    ded = Digitales Einzeldokument
    db = Datenbank


  2. Neuer Bestelltyp
    7 = Konsortium/abo

Die Parametrisierer in den einzelnen Lokalsystemen werden die betroffene Systemdatei spätestens zum Jahresübergang entsprechend modifizieren und in die Datenbank einlesen.

Ungeachtet dieser Änderungen enthält die neue DBS aber statistische Anforderungen, die nach Überzeugung der UAG Erwerbung nicht sinnvoll erhoben werden können. So kann das eingesparte Finanzvolumen für abbestellte Titel in der Praxis auf keinen Fall in Abhängigkeit von der letzten eingetroffenen Heftlieferung ermittelt werden, wie dies in der DBS gefordert wird (DBS Zeilen 151-154 bzw. 165-168). In der Fächerstatistik verlangt die DBS, Ausgaben für konsortial erworbene Titelpakete fachlich zuzuordnen. Da es undenkbar ist, ein Splitting auf mehrere DBS-Fachgruppen vorzunehmen, stellt sich die Frage, ob solche Packages einem "Schwerpunkt"-Fach zugeschlagen werden sollen oder an dieser Stelle, entgegen der Intention der DBS, überhaupt nicht gezählt werden. Falls man sich für die Zuordnung zu einem Fach entscheidet, dann sollte diese Zuordnung verbundweit einheitlich erfolgen, damit die abgegebenen Statistiken untereinander überhaupt noch vergleichbar bleiben.

Die UAG Erwerbung behält sich vor, einige der dargestellten DBS-Probleme, die grundsätzlicher Natur sind, an die AG Medien weiterzuleiten, um auf diesem Weg das Problembewusstsein auf breiterer Basis zu schärfen.

Holger Bergmann
UAG Erwerbung

Gremienberichte

Standardisierung
AACR - RAK: Strategische Überlegungen zur aktuellen Regelwerksdiskussion

Vortrag von Renate Gömpel auf der Herbstsitzung der Sektion 4 des Deutschen Bibliotheksverbands am 7. November 2001 in Zwickau

Der Vortrag liegt im Format PDF auf dem Server des DBV unter http://www.bibliotheksverband.de/vortrag/Goempel-Ms.pdf

Standardisierung
Beschlüsse des Standardisierungsausschusses

3. Sitzung am 6. Dezember 2001 in Frankfurt

1) Zum Tagesordnungspunkt "Einführung anglo-amerikanischer Regeln und Formate?" hat der Standardisierungsausschuss folgenden Beschluss gefasst:

"Der Standardisierungsausschuss strebt grundsätzlich einen Umstieg von den deutschen auf internationale Regelwerke und Formate (AACR und MARC) an. Dazu sind in einer Studie die Rahmenbedingungen, Konsequenzen und Zeitablauf insbesondere unter betriebswirtschaftlichen Aspekten zu erarbeiten. Die Weiterentwicklung der RAK sollte in diesem Zusammenhang nur noch unter unabdingbar notwendigen und internationalen Entwicklungen nicht zuwiderlaufenden Modifikationen verfolgt und spätestens zum Jahresende 2003 eingestellt werden."

2) 4. RAK-WB-Ergänzungslieferung

Die Arbeitsstelle für Standardisierung hat über das öffentliche Stellungnahmeverfahren und die Ergebnisse der Sitzung der Expertengruppe Formalerschließung am 13. September 2001 (Beratung der Stellungnahmen) berichtet.

Zum Bereich Kongresse sind in der Sitzung des Standardisierungsausschusses vom Bibliotheks-Servicezentrum Baden-Württemberg Zweifel an der Konformität mit AACR2-Bestimmungen zu Kongressen vorgebracht worden. Der Gemeinsame Bibliotheksverbund hat am 4. Dezember eine Stellungnahme an die Mailingliste des Standardisierungsausschusses geschickt, in der die in der Beratungssitzung am 13. September vorgenommenen Klarstellungen als den ursprünglichen Absichten einer monographischen Behandlung zuwiderlaufend kritisiert werden. Der Standardisierungsausschuss hat beschlossen, dass die Einwände des BSZ und GBV geprüft werden sollen und ggf. die Regelungen zu Kongressen aus der Ergänzungslieferung herausgenommen werden müssen.

Die Regelungen zu Präfixen und Verwandtschaftsbezeichnungen sind vom Standardisierungsausschuss für die Ergänzungslieferung genehmigt worden. Der Standardisierungsausschuss hat beschlossen, den im Stellungnahmeverfahren veröffentlichten Entwurf des § 311 nicht in die Ergänzungslieferung aufzunehmen.

3) Weiterentwicklung der RAK : Projektplan

Ausgangsbasis für den vorgelegten Projektplan war der Beschluss der 2. Sitzung des Standardisierungsausschusses am 3. Mai 2001 zur Weiterentwicklung der RAK. Der Standardisierungsausschuss hatte damals dem Ziel eines revidierten Gesamtregelwerks unter Integration aller Sonderregeln der RAK zugestimmt und einen Zeitrahmen für die Vorlage eines entscheidungsreifen Entwurfs bis möglichst Ende 2002 festgelegt.

Der Standardisierungsausschuss hat am 6. Dezember beschlossen, dass der vorgelegte Projektplan-Entwurf nach Massgabe des oben zitierten Beschlusses von der Arbeitsstelle für Standardisierung auf unabdingbare Notwendigkeit und internationale Konformität überprüft und angepasst werden muss. Ein überarbeiteter Entwurf soll dann dem Standardisierungsausschuss zur Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgelegt werden.

4) Änderung der Geschäftsordnung

Die Geschäftsordnung der Expertengruppen ist um eine Vertretungsregelung für verhinderte benannte Experten erweitert worden: "Ist ein Mitglied einer Expertengruppe an einer Sitzungsteilnahme ausnahmsweise verhindert, kann die im Standardisierungsausschuss vertretene Institution, die das Mitglied vorgeschlagen hat, einen Vertreter für die Sitzung benennen. Dieser Vertreter nimmt das Stimmrecht des Mitglieds wahr."

5) Wahl des Vorsitzenden

Herr Dugall, Gründungsvorsitzender des Standardisierungsausschusses, ist zum Vorsitzenden gewählt worden.

6) Standardisierungsarbeit für Bibliotheken: Veranstaltung des Standardisierungsausschusses auf dem Bibliothekartag 2002 in Augsburg

Als Termin für die Veranstaltung im Hauptprogramm ist Donnerstag, 11. April 2002, 14 - 18 Uhr vorgesehen. Der Standardisierungsausschuss hat am 6. Dezember einem Antrag zugestimmt, Herrn Eversberg als weiteren Referenten aufzunehmen.

Folgende Vorträge sind geplant:

  • AACR - RAK: Strategische Überlegungen zur aktuellen Regelwerksdiskussion Renate Gömpel (Die Deutsche Bibliothek)
  • AACR: Aktuelle Revisionsvorhaben und künftige Entwicklungen Barbara B. Tillett (Library of Congress)
  • MARC-Harmonisierung im europäischen Kontext Dennis Pilling (British Library)
  • Erfahrungen mit AACR und MARC21 in der Schweiz Elena Balzardi (Schweizerische Landesbibliothek)

 

Renate Gömpel, Gudrun Henze
Arbeitsstelle für Standardisierung

Meet the challenge

Herausforderung elektronische Ressourcen

Anm. d. Red.: Die neuen Möglichkeiten des elektronischen Publizierens bieten Autoren, Verlagen und Lesern viele Vorteile. Sie stellen alle Beteiligten aber auch vor neue Aufgaben und Herausforderungen. In vielen Bereichen wie Retrieval, Rechteverwaltung, Archivierung und Sicherung der Authentizität der Dokumente gibt es noch ungelöste Probleme, und es gibt zahlreiche Projekte, in denen gangbare und dauerhafte Lösungen erprobt und erarbeitet werden.

Zwei dieser Projekte, an denen als Projektpartner auch Hochschulbibliotheken aus dem HeBIS-Verbund teilnehmen, werden, in den folgenden beiden Beiträgen vorgestellt. Dem Projekt CARMEN AP 4, in dem die Verwaltung von URNs (Uniform Resource Names) für digitale Dokumente erprobt werden soll, kommt dabei ganz besondere Bedeutung zu. URNs dienen als sog. Persitstent Identifier, ähnlich der ISBN für Bücher. Als solche sollen sie u.a. einen eindeutigen und dauerhaften Zugriff auf digitale Dokumente ermöglichen und damit ein Problem lösen, mit dem sicher jeder schon leidvolle Bekanntschaft gemacht hat. Wer hat sich schließlich nicht schon einmal darüber geärgert, dass elektronische Ressourcen plötzlich unauffindbar waren, weil sich die URL geändert hatte?

Noch ein kleiner Hinweis in "eigener Sache": URNs muessen ab sofort auch bei der Katalogisierung von Online-Dissertationen in der HeBIS-Datenbank berücksichtigt werden. Siehe dazu "Neu: URNs für Online-Dissertationen" in der Rubrik "Neues von den Datenbanken".

 

Projekt CARMEN AP 4: Persistent Identifier für digitale Publikationen

Um den Nachteil des instabilen Zugriffs auf Online-Dokumente im Internet zu kompensieren und eine dauerhafte Wiederauffindbarkeit zu gewährleisten, führte Die Deutsche Bibliothek zum 1. September 2001 im Rahmen des CARMEN-Projekts (unter dem Arbeitspaket 4) "Persistent Identifier" für digitale Inhalte ein, zunächst nur für Online-Dissertationen. DDB übernimmt auch die zentrale Verwaltung dieser PIs. Die Stadt- und Universitätsbibliothek / Senckenbergische Bibliothek Frankfurt am Main beteiligt sich neben mehreren weiteren Universitätsbibliotheken bundesweit als Projektpartner.

Die Aufgabe der Projektteilnehmer:
Vergabe und lokale Verwaltung der Persistent Identifier in der Projektphase für elektronische Dissertationen.

Das Ziel:
Schaffung einer Bibliotheks-Infrastruktur für die Vergabe und lokale Verwaltung von PIs in Verbindung mit dokumentbezogenen Metadaten für alle Arten elektronischer Publikationen im Dauerbetrieb über die Projektphase hinaus.

 

Wozu dienen Persistent Identifier?

Im wissenschaftlichen Bereich gewinnen Online-Publikationen immer mehr an Bedeutung. Für eine effiziente Nutzung sind leistungsstarke Retrievalsysteme erforderlich. Zur Identifikation von Online-Dokumenten wird derzeit der zugehörige "Uniform Resource Locator" (URL) zitiert. URLs sind als Standortangabe im Internet jedoch oft instabil, z.B. bei Serverwechseln, die eine Standortangabe verändern. Die Online-Dokumente sind dann nicht mehr auffindbar. Persistent Identifier schaffen hier Abhilfe. Jeder Online-Publikation wird ein solcher zugeteilt und verbleibt dauerhaft beim Dokument. Ein Resolving-Prozess (s. PI-Vergabe, -Verwaltung und -Auflösung) garantiert über den PI die automatische Zuordnung eines Dokumentes zu einer veränderten URL. Somit ist der dauerhafte und eindeutige Zugriff und auch die wissenschaftliche Referenzierbarkeit der Online-Quelle sicher gestellt.

Darüber hinaus lassen sich mit PIs die Rechte an elektronischen Publikationen organisieren und verwalten.


Wie sieht nun der Persistent Identifier URN im Einzelnen aus (Syntax)?

Ein URN besteht aus hierarchisch aufgebauten Komponenten:

  • der Auflösungsroutine (URN),
  • dem Namensraum (Namespace Identifier, NID),
  • einem Teilbereich aus dem Namespace (Subnamespace oder Sub-Prefix, SNID, wiederholbar für weitere Hierarchieebenen)
  • einem nummerischen oder alpha-nummerischen String (Namespace Specific String, NISS)
  • einer Prüfziffer

Ein URN hat also folgende Struktur: URN:NID:<SNID1>:<SNID2>...-<NISS><Prüfziffer>

Beispiel aus der HeBIS-Verbunddatenbank:
urn:nbn:de:hebis:30-0000000014
(30= Sigel der Vergabe-Bibliothek, 4=Prüfziffer)

 

PI-Vergabe, -Verwaltung und -Auflösung

Das Vergabeprinzip basiert auf der dezentralen Erzeugung von PIs durch die teilnehmenden Projekt-Bibliotheken im Rahmen eines von Der Deutschen Bibliothek zur Verfügung gestellten Subnamespaces sowie der zentralisierten Registrierung und Verwaltung der PIs durch DDB. Die Meldung der vergebenen URNs an DDB erfolgt zusammen mit den Metadaten der Online-Dokumente. Hierzu nutzt die Stadt- und Universitätsbibliothek / Senckenbergische Bibliothek Frankfurt am Main das von DDB im Netz bereit gestellte "Anmeldeformular für Hochschulschriften" unter http://www.ddb.de/professionell/anmeldeformulare/hochschulschrift.htm, da die URN-Vergabe bisher auf Online-Dissertationen beschränkt ist. Die Deutsche Bibliothek archiviert diese Dissertationen und nimmt sie zusammen mit den URNs in ihren Katalog auf.

Über Änderungsmeldungen als Web-Seiten und -Formulare lässt sich DDB von den Projektbibliotheken einen Überblick über einzelne wie auch Gruppen-URL-Adressenänderungen geben und setzt über programmierte Skripte einen Auflösungsmechanismus in Gang, der die geänderte URL der nach wie vor gültigen URN zuordnet (Resolving). Ein nachgeschaltetes Linkcheckverfahren prüft regelmäßig die Erreichbarkeit von URLs und wirft Fehlermeldungen aus, wenn die Erreichbarkeit nicht (mehr) gewährleistet ist. Die teilnehmenden Projektbibliotheken müssen dann für das/die entsprechende(n) Dokument(e) eine Nachmeldung der neuen, derzeit gültigen URL vornehmen. Durch die Änderungsmeldungen der Bibliotheken und das Linkcheckverfahren Der Deutschen Bibliothek ist gewährleistet, dass keine URL-Adressenänderung unbemerkt bleibt. Die Langzeitverfügbarkeit und Referenzierbarkeit der elektronischen Ressource ist somit gewährleistet. Der Endnutzer soll durch die Eingabe der URN in die Adresszeile des Browsers direkt zum Dokument geführt werden. Dies geschieht über eine Persistent-URL (PURL), die den Resolving-Prozess in Gang setzt und der URN vorangestellt sein muss, also z.B.

http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=nbn:de:hebis:30-0000000014

Die erste Hälfte dieses Strings bildet die PURL, die ein Skript startet, das den Befehl ausführt, die URN (= zweite Hälfte des Strings) aus der Datenbank Der Deutschen Bibliothek herauszusuchen, mit der derzeit gültigen URL des Dokuments zu verknüpfen und dann die gesamte Dissertation im Browser darzustellen.

Der Benutzer kann auch ein Web-Formular aufrufen:

http://nbn-resolving.de/Resolving.html

Dort gibt er die URN in ein Datenfeld ein und erhält als Ausgabe die Umleitung direkt zum Dokument und darüber hinaus noch eine Liste aller URLs, die zum Dokument gehören.

Derzeitiger Projektstand an StUB / SeB Frankfurt

Nach einigen grundsätzlichen Überlegungen über die Art der Generierung der URN wurde beschlossen, sie für die Stadt- und Universitätsbibliothek / Senckenbergische Bibliothek Frankfurt am Main über den PICA-Signaturen-Generator zu gewährleisten.

  • Vorteile: einfache Handhabung über Makros, gleichzeitige Herstellung und Verwaltung der NBNs in der Katalogdatenbank und damit grundsätzliche Abfrage-Möglichkeiten.
  • Nachteil: die Prüfziffer muss in einem gesonderten Arbeitsgang erzeugt werden
    (s. http://nbn-resolving.de/nbnpruefziffer.php)

Die ersten Arbeiten mit URN wurden DDB bereits gemeldet. Der Resolving-Prozess funktioniert jedoch erst nach Einspielung der Dissertation in die Kataloge Der Deutschen Bibliothek.


Was ist noch zu tun?

 

  • Es ist zu klären, inwieweit es möglich ist, die NBN-Strings und die Prüfziffern automatisiert zu generieren und zusammen zu führen, günstigerweise gleich bei der Erzeugung des Dokuments (BDV).
  • Die Anzeige der URNs im OPAC ist noch umzusetzen und mit einer Link-Möglichkeit direkt zum Dokument zu versehen (BDV). Dies soll im lokalen OPAC Frankfurt jedoch erst mit Einführung des OPAC4 in Angriff genommen werden. Im Verbund-OPAC sollen URN-Anzeige und URN-Verlinkung ebenfalls eingerichtet werden, aber auch nur für den neuen Verbund-OPAC4.
  • Einrichtung einer Routine für Änderungsmeldungen zu URL-Adressänderungen an DDB.
  • Der Workflow Elektronische Dissertationen im Hause muss dahin gehend geändert werden, dass PromovendInnen ihre Dissertation zunächst vor Fertigstellung des Druckwerks oder der elektronischen Datenträger über ein Web-Formular in der Hochschulschriftenstelle der Stadt
  • und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main anmelden. Grund: Die URNs sollen gemäß internationaler Praktik auf dem Titelblatt des Druckwerks und auf der Titelseite der elektronischen Version erscheinen (Referenzierung). Die DoktorandInnen füllen also ein Web-Antragsformular auf Zuteilung einer URN aus, geben weitere Daten, wie z.B. Abstract, Schlagwörter oder persönliche Daten an und beantragen damit die Zuteilung einer URN für ihre Arbeit. Die URN wird daraufhin in der Bibliothek generiert und den PromovendInnen mitgeteilt, damit diese URN in ihre Vorlagen (gedruckt und elektronisch) übernehmen können. Erst dann können die Arbeiten in der Bibliothek abgeliefert werden.


Vorteile der Persistent Identifier-Vergabe - kurz zusammengefasst

  • dauerhafte Erreichbarkeit von elektronischen Publikationen
  • Referenzierbarkeit der elektronischen Publikationen
  • eindeutige Identifikation eines elektronischen Dokuments
  • einheitliche Nummernstruktur
  • die wissenschaftliche Arbeit wird durch international einheitliche Regelungen unterstützt


Projekt META-LIB, Teilprojekt METAPERS

Das Projekt dient der Erfassung von zusätzlichen, mit Autoreneinverständnis gelieferten personenbezogenen Metadaten bei Online-Dissertationen und deren Umsetzung in die Personennamendatei (PND) bei Der Deutschen Bibliothek.

Die Aufgabe der Projektteilnehmer:
Erfassung und Weitermeldung der personenbezogenen Metadaten an die Deutsche Bibliothek.

Die Ziele:

  • Nachnutzung der vom Verfasser selbst autorisierten Daten
  • konsequente Individualisierung der Personennamen-Datensätze
  • die Autoren an der Aktualisierung ihrer Daten interessieren und beteiligen
  • Web-basierte Eingabe in die PND
  • Präsentation der PND in einem Web-Layout
  • Verknüpfung unterschiedlicher Metadatensätze (Titeldaten und Normdaten)
  • Darstellung in einem "zeitgemäßen" sicheren Datenformat (XML/RDF)
  • Personenrecherche über Metadaten-Suchmaschinen
  • Integrierter Geschäftsgang für Netzpublikationen: Workflow von der Angabe der Personen-Metadaten durch die Autoren über eine vermittelnde Institution (Universitätsbibliothek, Verlag) bis zur PND in Der Deutschen Bibliothek


Wozu werden personenbezogene Metadaten benötigt?

In der Online-Umgebung gewinnen Personen-Daten zur Selbstdarstellung der Autoren, zur Sicherstellung von Rechten u.a. zunehmend an Bedeutung. In der Personennamendatei (PND), die als nationale Normdatei an Der Deutschen Bibliothek geführt wird, sind die Namen der Autoren aller deutschen Publikationen, die seit 1945 erschienen sind, enthalten. Sie bietet damit insbesondere für das elektronische Publizieren ein Instrument, eindeutige Zuordnungen zwischen Personen und Publikationen herzustellen. Die Online-Hochschulschriften tragen dazu bei, dass sich der Anteil der individualisierten Namens-Datensätze innerhalb der PND als ein Ergebnis des Projektes METAPERS erhöhen wird.

Die Deutsche Bibliothek möchte die Personennamendatei als Tool für das elektronische Publizieren verfügbar machen und bietet daher seit 2. April 2001 einen Geschäftsgang zur Anmeldung von Metadaten für Personen an. Die gemeldeten Personendaten werden in die PND umgesetzt und im Rahmen der nationalbibliographischen Erschließung redaktionell bearbeitet.

Für das Meldeverfahren stellt Die Deutsche Bibliothek ein "Anmeldeformular für Personen" zur Verfügung, in das die Metadaten zum Autor der Online-Hochschulschrift eingetragen werden können. Es kann vom bereits bekannten DDB-Anmeldeformular für Online-Hochschulschriften aus unter http://www.ddb.de/professionell/anmeldeformulare/hochschulschrift.htm aufgerufen werden oder unabhängig davon unter http://www.ddb.de/professionell/anmeldeformulare/metapers.htm

Die Angaben zur Person müssen mit dem Einverständnis des Autors auf rein freiwilliger Basis erfolgen. Gleichzeitig ist das Einverständnis zur Aufnahme der Daten in die PND und zur Veröffentlichung über das Internet einzuholen. Die Beteiligung ist bisher recht rege, mehr als 50 % der PromovendInnen mit Online-Dissertationen liefern freiwillig die entsprechenden Daten. Von Vorteil ist hier eindeutig die erhöhte Publizität, die mit der Veröffentlichung erzielt wird.

Die Daten zur Person stehen für den Zugriff über Metadaten-Suchmaschinen wie z.B. TheO (http://www.iwi-iuk.org/dienste/TheO/) zur Verfügung. Es ist vorgesehen, dass die entsprechenden Metadaten später automatisch aus dem Katalog abgeleitet werden.

Das Modell des Personen-Metadaten-Sets von METAPERS wird in die Dublin Core-Entwicklung eingebracht, mit dem Ziel, ein internationales Metadaten-Set für Personen zu entwickeln.


Derzeitiger Projektstand

Frankfurt:
Die Promotionsbüros der Universität Frankfurt am Main wurden vor Projektbeginn mit entsprechenden Informationsblättern zur Weiterleitung an die DoktorandInnen versorgt. Das Projekt läuft seit April 2001 im Routinebetrieb. Die freiwilligen Personen-Daten werden bei Abgabe in der Bibliothek für die Meldung an DDB im Rahmen des Anmeldeformulars für Online-Hochschulschriften aufbereitet.

DDB:
Die bislang gemeldeten Personen-Metadaten sind bereits in die PND umgesetzt worden. Für einen Teil davon wurden auch schon Personen-Webseiten erstellt.

Der Zugriff auf die Personen-Webseiten ist über den DDB-OPAC möglich. Über die Recherche zur Online-Dissertation gelangt man über den Archivserver der DDB zur Frontpage der Online-Dissertation. Dort ist vom Autorennamen ein Link zur Personen-Webseite gesetzt, falls eine solche existiert.

Beispiel:
Frontpage der Online-Dissertation:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=962107492

Personen-Webseite:
http://deposit.ddb.de/personen/123013259.htm

In Zukunft soll man auch über die PND auf die Personen-Webseite zugreifen können. Dort wird in Kürze im jeweiligen PND-ILTIS-Datensatz im Feld 484 die URL der Personen-Webseite stehen.


Vorteile der PND-Datenerfassung bei Online-Dissertationen

  • Selbstgewählte und weitere Namensformen der Autoren gelangen in die PND.
  • Eine korrekte Titelzuordnung wird erleichtert.
  • Die PND ist als Hilfsmittel zur Nutzung durch Autoren und Verlage vorgesehen.
  • Die PND soll als Grundlage für Titel
  • und Autorenmeldungen dienen.
Stefan Zell
Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt, Abt. Medienbearbeitung und Abt. Elektronische Dienste

Fortbildung und Veranstaltungen

Bibliotheksschule Frankfurt

Das aktuelle Fortbildungsprogramm der Bibliotheksschule Frankfurt finden Sie unter http://www.fhsbib.uni-frankfurt.de/

Einführung in die Online-Fernleihe für öffentliche Bibliotheken - Fortbildungsveranstaltung am 11. Dezember 2001

Öffentliche Bibliotheken, die einen Internet-Anschluss besitzen, können sich über die HeBIS-Verbundzentrale zur Online-Fernleihe anmelden. Dieser Schritt ermöglicht den öffentlichen Bibliotheken, nach einer erfolgreichen Recherche im HeBIS-Verbundkatalog oder in HeBIS-Retro Fernleihbestellung für ihre Benutzer online aufzugeben.

Die HeBIS-Verbundzentrale / Bereich Fernleihmodul veranstaltet zu diesem Thema regelmäßig Fortbildungen für öffentliche Bibliotheken. Am 11. Dezember 2001 haben an der "Einführung in die Online-Fernleihe für öffentliche Bibliotheken", die im Schulungsraum der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt stattfand, 9 Mitarbeiter aus öffentlichen Bibliotheken teilgenommen.

Den Schwerpunkt der Fortbildung bildete die Vorführung der Fernleihfunktionalitäten im Hessischen Verbundkatalog und in HeBIS-Retro. Des Weiteren wurde über neue Entwicklungen und Planungen im Bereich Fernleihe (z.B. Direktauslieferung an die Benutzer, Zusammenarbeit mit anderen Verbünden) informiert.

Wenn Sie an dieser Fortbildung teilnehmen möchten oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartnerinnen in der HeBIS-Verbundzentrale:.

(jea)
Erfahrungsaustausch Leihverkehr

Bibliotheksschule Frankfurt am Main, 4. Dezember 2001

Einmal im Jahr veranstaltet die HeBIS-Verbundzentrale, Bereich Fernleihmodul einen "Erfahrungsaustausch Leihverkehr", der den Fernleihmitarbeiterinnen und -mitarbeitern der Leihverkehrsregion Hessen/Rheinhessen als Forum dient, in dem sie Erfahrungen und Fragen zur konventionellen und Online-Fernleihe austauschen sowie sich über neue Entwicklungen und Planungen informieren können.

Der Erfahrungsaustausch 2001, an dem 25 Mitarbeiter aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken teilnahmen, fand am 4. Dezember in der Bibliotheksschule Frankfurt am Main statt. Die angesprochenen Themen gliederten sich in die Bereiche "Online-Fernleihe", "konventionelle Fernleihe", "Büchertransport" und "Verschiedenes".

Schwerpunkte des Themenkreises "Online-Fernleihe" waren neben der Vorstellung der neuen Oberfläche für den VerbundOPAC4 und der Fernleihfunktionalitäten in HeBIS-Retro die Fernleihe mit anderen Verbünden und die Ausgestaltung der Direktauslieferung an den Benutzer.

Innerhalb des Bereiches "Konventionelle Fernleihe" wurden Erfahrungen zum internationalen Leihverkehr ausgetauscht sowie die Problematik der Kopienerstellung aus elektronischen Zeitschriften für die Fernleihe angesprochen. Ein von der Rechtskommission des EDBI erstelltes Gutachten zu diesem Thema kommt zu dem Schluss, dass der Versand von Papierkopien aus elektronischen Zeitschriften auch dann zulässig sei, wenn der Lizenzvertrag dies ausdrücklich ausschließt. Demnächst wird dieses Gutachten im "Bibliotheksdienst" veröffentlicht. Bitte beachten Sie aber, dass mit diesem Gutachten noch keine rechtsverbindliche Grundlage geschaffen ist. Die Geschäftstelle des HeBIS-Konsortium hat eine Liste mit den Bestimmungen zur Fernleihe in den Lizenzbedingungen für E-Journals zusammengestellt. Hier können Sie nachlesen, welche Verlage den Ausdruck einzelner Artikel für den Leihverkehr erlauben. Diese Liste finden Sie als Anhang zum Protokoll des Erfahrungsaustausches (Adresse siehe unten).

Ein weiteres Thema war die Zukunft des Hessischen Zentralkatalogs. Da der HZK aufgrund der mittlerweile zur Verfügung stehenden anderen Nachweisinstrumente (z.B. der Retro-Katalog, der die vor 1986 erworbene Literatur der 8 größten hessischen Bibliotheken verzeichnet) zunehmend an Bedeutung verliert, werden hier ab Mitte 2002 keine roten Leihscheine mehr bearbeitet. Als Organisationszentrale für den Leihverkehr bleibt der Hessische Zentralkatalog jedoch bestehen.

Großen Raum nahm der Themenkreis "Büchertransport" ein. Es wurde von Verzögerungen berichtet, deren Ursachen aber außerhalb des eigenen Verbundes liegen. Um Abhilfe schaffen zu können, sollen die Lieferungen langfristig beobachtet werden, um so gezielte Nachfragen zu ermöglichen.

Unter "Verschiedenes" wurde der Entwicklungsstand des hessischen Dokumentenlieferservice HeDoc vorgestellt sowie die unklare Situation der "Speicherbibliothek Hessen" erwähnt.

Ausführlichere Informationen zu den angesprochenen Themen können Sie im Protokoll zum "Erfahrungsaustausch Leihverkehr" nachlesen, veröffentlicht in unserem Internetangebot.

(jea)
Workshop Sacherschließung in der Deutschen Bibliothek

Am 22.11.2001 fand in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt unter dem Titel "Internationalität in der Sacherschließung - MACS und DDC" ein Workshop zur Sacherschließung statt, an dem etliche hessische Kollegen/innen teilnahmen. Berichte über den Workshop werden im "Dialog" und im "Bibliotheksdienst" erscheinen. Über MACS kann man sich unter der URL http://infolab.kub.nl/prj/macs/macsd.html schlau machen.

Christa Wittrock
UAG Sacherschließung

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Der Aperitif

I like Pina Colada ...
6 cl Rum in einen Mixer füllen
12 cl Ananassaft hinzufügen
5 cl Cream of Coconut hinzufügen
2 cl Sahne hinzufügen
alles gut mixen
zerstoßenes Eis Cocktailglas bis zur Hälfte damit füllen, den Mix darüber gießen, umrühren, mit einem Stück Ananas und einer Cocktailkirsche garnieren und mit einem Trinkhalm servieren.

Impressum

HeBIScocktail 1/2002 (25. Januar 2002)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext und PDF (zum Download) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff (gib), Andrea Arndt (ana), Monika Denker (mod), Renate Koch-Krug (rek), Heike Nienerza (hen)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 2/2002 erscheint Anfang April 2002.

Redaktionsschluss: 15. März 2002

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