HeBIScocktail
Ausgabe: 2002-4
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


Abkürzungen sind doch eine schöne Sache! Man kann die kompliziertesten Sachverhalte auf einen erstaunlich kleinen Nenner bringen und - das ist das Beste daran - je nach Berufsgruppe einer für Außenstehende unverständlichen Geheimsprache frönen. Oder würden Sie als Nicht-Bibliothekar/in hinter dem Begriff "GUM" etwas anderes als das berühmte Moskauer Kaufhaus oder das englische Wort für Kaugummi vermuten? Und wie geht's Ihnen mit DigiBib? Hoffentlich nicht so wie meinem Enkel: Er denkt dabei an die "Digimons", während ein dem bibliothekarischen Beruf besonders verbundener Kollege bei diesen automatisch an digitale Monographien denkt. Da tun sich die wahren Abgründe auf!

Die neueste Schöpfung auf dem Gebiet der (bibliothekarischen) Abkürzungen ist "HePOS". Das klingt sehr poetisch, hat aber weder etwas mit Poesie noch mit einer Werbekampagne für Hessen zu tun. HePOS steht für - hätten Sie's gewusst? - "Hessisches POrtalSystem". Was genau sich dahinter verbirgt, erläutert Hanspeter Schneider/BDV im ersten Beitrag dieses HeBIScocktails.

Nun geht es in der für dieses Jahr letzten Ausgabe des HeBIScocktail nicht nur um Abkürzungen, auch Umwege haben ihren Platz. Einen "Umweg" haben ganz sicherlich die Titeldatensätze der "Bibliotheca Palatina" gemacht, bevor sie in der jetzt vorliegenden Form verbundweit zur Verfügung gestellt werden konnten.

"Doch plötzlich scheint das Blau sich zu erneuern" - keinen Umweg sondern eine "Runderneuerung" hat das HeBIS Internet-Angebot, auf das täglich mehr als 3.000-mal zugegriffen wird, hinter sich. Bereits seit August dieses Jahres können Sie die überarbeiteten Seiten auf- und aus 3.500 Dateien Informationen der bibliothekarischen Art abrufen. Dabei wünscht Ihnen viel Spaß

Gisela Bröckerhoff
HeBIScocktail-Redaktion

Entwicklungen und Planungen im Verbund

DigiBib und HePOS

Auch Michael Endes "unendliche Geschichte" hat ein Ende (hat sie?). Ein ähnlich gutes Ende dürfen wir nun auch im Hinblick auf die bisherige Geschichte der DigiBib Hessen erwarten. Wenn Sie sich in Erinnerung rufen, dass Ende 1999 ein Abschlussbericht "Hessen-Media-Projekt: Benutzerfreundliche Oberfläche für Informationsretrieval" von Dr. Helge Steenweg erschien und im Rahmen dieser Arbeiten meines Wissens zum ersten Mal der Begriff "DigiBib Hessen" in dem heute genutzten Sinne verwendet wurde, so können Sie erkennen, wie lange schon sich die hessischen Bibliotheken mit diesem Problemkreis befassen. Auf der Sitzung des Verbundrates am 31. Oktober 2001 zeigte sich, dass die ursprünglich ins Auge gefasste Weiterentwicklung des Kasseler Systems keine Mehrheit fand. Stattdessen wurde beschlossen, eine genaue Analyse der Anforderungen in den einzelnen Bibliotheken vorzunehmen. Auf Basis dieser Analysen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine Weiterentwicklung des in Darmstadt von Dr. Manfred Bischoff entwickelten Metabrokers forcieren sollte. In der Zwischenzeit wurden auch andere professionelle Lösungen (Z-Portal, IPort) untersucht, doch zeigte sich, dass diese gegenüber der Eigenentwicklung, die die Grundbedürfnisse in unseren Bibliotheken befriedigen kann, beträchtliche Nachteile oder zumindest keine so großen Vorteile aufweisen, die eine Lizenzierung gerechtfertigt hätten. Auf seiner Sitzung am 27./28. August dieses Jahres entschieden die Mitglieder der HDK (Hessische Direktoren-Konferenz), dass die nun unter dem Titel HePOS (Hessisches PortalSystem) in Darmstadt eingesetzte Weiterentwicklung des Metabrokers in den beteiligten Bibliotheken eingesetzt werden soll. Was können Sie und Ihre Nutzer somit in (naher) Zukunft erwarten? Leider ist dies nicht einfach darzustellen, oder zum Glück ist dies nicht einfach darzustellen.

HePOS bietet neben der parallelen Recherche in Datenbanken, die eine http-Schnittstelle haben, die also auch direkt einzeln mittels Browser abgefragt werden können, die Möglichkeit, lokale, fachliche und persönliche Sichten zu definieren. Für ein Lokalsystem kann dadurch festgelegt werden, welche Datenbanken den Nutzern jeweils zur Verfügung stehen sollen. Fachreferenten können dies nach fachlichen Gesichtspunkten einschränken oder erweitern. Selbst Endnutzern kann der Service angeboten werden, ihre ganz persönliche Auswahl an Datenquellen vorzunehmen. Natürlich muss bemerkt werden, dass der Administrationsaufwand des Systems abhängig ist von der Entscheidung, wie viele Funktionen aus der gesamten möglichen Palette angeboten werden sollen. So könnte eine Bibliothek sich dazu entschließen, nur eine Grundversion ohne die Möglichkeit der Profilverwaltung anzubieten, wenn die personelle Kapazität zur Administration nicht zur Verfügung steht.

Es sollte auch noch darauf hingewiesen werden, dass Erweiterungen des jetzt erreichten Standes sicherlich sinnvoll sind. So müsste eine Schnittstelle zur Abfrage mittels Z39.50 erstellt werden, wodurch dann auf einfachere Weise ein Alert-Dienst realisiert werden könnte. Aber .... Nach dem erfolgreichen Anlaufen in Darmstadt sollten wir jetzt erst mal springen. Salti und Flic-Flacs kommen später dran.

Wer mehr über HePOS und dessen Funktionalität erfahren möchte, kann gerne die URL http://elib.tu-darmstadt.de/digibib/hebis?plusorte.x=1 besuchen.

Hanspeter Schneider
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

Auf der Pica-Homepage unter http://www.oclcpica.org/ können Sie jederzeit aktuelle Informationen über Pica abrufen.

Verbundprojekte

Guardian-Unix-Migration

Wer die Nutzerversammlungen im August dieses Jahres besuchte, der kennt das große Ziel, das sich Verbundzentrale und BDV für das Ende dieses Jahres gesteckt haben: Wir wollen auf das neue CBS4 migrieren. Zwei Voraussetzungen sind dazu zu erfüllen: Die neuen Rechner müssen beschafft und installiert werden, und die Software muss auf einem Testsystem so gut ausgetestet sein, dass eine Produktionsaufnahme zu rechtfertigen ist.

Die Beschaffung der Rechner ist ein Stück weiter vorangeschritten seit August. Uns liegt ein Angebot der Firma SUN vor, das ein sinnvolles Einstiegsszenario in die für unser CBS neue Unix-Welt bietet. Nach Zustimmung der HZD (Hessische Zentrale für Datenverarbeitung) werden wir die entsprechenden Rechner beschaffen. Hier dürfte es kaum zu terminlichen Problemen kommen, da mit einer Lieferung innerhalb der nächsten sechs Wochen zu rechnen ist. Der Aufbau des Systems und die Installation des Betriebssystems wird ca. vier Wochen in Anspruch nehmen, so dass Ende November das System stehen (1) sollte.

Glücklicherweise haben wir die Möglichkeit, die neue CBS-Software mit all ihren Facetten auf vorhandenen Rechnern des LBS Frankfurt zu testen. Jetzt, Mitte September, ist der Online-Teil so weit konfiguriert, dass die Kolleginnen und Kollegen der Verbundzentrale in größerem Umfang das System belasten können. Bis dieser Cocktail erscheint, dürften auch schon die ersten Testergebnisse vorliegen. Hoffen wir, dass möglichst viele Fehler (2) gefunden werden.

Mit der Migration des Offline-Systems haben wir erst begonnen. Speziell die Programme, die in nächtlicher Stunde laufen, um die Online-Nutzung zu unterstützen, sind zur Zeit im Zentrum der Programmierarbeiten. Wir rechnen mit deren Fertigstellung gegen Mitte Oktober, so dass diese dann zur Verfügung stehen, wenn "ganz Hessen" testet.

Der Produktionsbeginn 1. Jan. 2003 bedeutet für Verbundzentrale und BDV, dass mit intensivster Arbeit kurz vor Weihnachten und "zwischen den Jahren" zu rechnen ist. Drücken Sie uns die Daumen, dass wir erfolgreich sind. Ein schöner Lohn für all die Mühe wäre, wenn Sie nach den Weihnachtsferien nicht merken, dass wir auf ein neues System umgestiegen sind.


Fußnoten:

(1) Hier ist mit "stehen" natürlich "laufen" gemeint; nachdem das System zum Laufen bereit steht, sollte es dann nicht mehr zum Stehen kommen!

(2) Hier ist "möglichst viele" eine relative und keine absolute Angabe.

Hanspeter Schneider
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Neues von den Datenbanken

HeBIS-Retro
Katalog der HLB Wiesbaden in HeBIS-Retro

Ende September ist in HeBIS-Retro http://retro.hebis.de/ der Alphabetische Katalog der HLB Wiesbaden eingespeichert worden. Damit stehen ca. 625.000 weitere Katalogkarten für Recherche und Bestellungen zur Verfügung.

Die Wiesbadener Titel können Sie sowohl über das gewohnte Suchmenü als auch mit einem Leitkartenindex recherchieren, der über den Link "Zusätzlicher Leitkartenindex" (im Suchmenü in der Zeile unterhalb der HLB Wiesbaden) aufgerufen wird. Diese zusätzliche Erschließung wurde gewählt, da der Katalog der HLB Wiesbaden einen bedeutenden Anteil an handschriftlichen Katalogkarten bzw. an Katalogkarten mit handschriftlichen Bestandteilen aufweist, die über das OCR-Erkennungsprogramm nicht bzw. nicht ausreichend suchbar gemacht werden konnten. Wie bei den Marburger Leitkarten-Katalogen wurde von jeder fünfzigsten Karte der Kartenkopf indexiert, und nur diese Karten sind als "virtuelle Leitkarten" im Index verzeichnet. Zu den dazwischenliegenden Karten gelangt man, indem man von der Leitkarte aus vor- bzw. zurückblättert.

Vergrößern der Katalogkarte

Vergrößerungen der Katalogkarte sind jetzt auch im Bestellbildschirm möglich. Wie in der Vollanzeige können Sie durch Anklicken mit der Maus das Katalogkarten-Bild vergrößern und mit dem Zurück-Button unterhalb der vergrößerten Abbildung wieder in den Bestellbildschirm zurückkehren.

Weitere Projekte

Mit der Einspeicherung des Wiesbadener Katalogs ist das HeBIS-Retro-Projekt in seiner ursprünglichen Planung abgeschlossen. Inzwischen wurde aber vereinbart, weitere Kataloge in HeBIS-Retro aufzunehmen:

  • LHB Darmstadt, "Schleiermacher-AK" (vor 1900) mit 189.000 Titelkarten:
    Dieser ist bereits eingescannt und wird voraussichtlich Mitte Oktober zur Verfügung stehen.
  • UB/LMB Kassel, AK 3 = Bestand der alten Landes- und Murhardschen Bibliothek (vor 1975) mit ca. 320.000 Titelkarten. Einsatztermin ca. Januar 2003.
  • UB Gießen, AK der Dissertationen (vor 1987) mit ca. 400.000 Titelkarten. Einsatztermin ca. Januar 2003.
  • HLB Fulda, AK II (vor 1973) mit ca. 165.000 Titelkarten. Einsatztermin ca. Februar 2003.
(elr)
HeBIS-Verbundkatalog
Bibliotheca Palatina - zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten und Letzten

Die Mikrofichesammlung "Bibliotheca Palatina", erschienen im K. G. Saur Verlag, umfasst die Handschriften, Inkunabeln und Drucke der berühmten ehemaligen Heidelberger Bibliotheca Palatina, deren Bestände seit dem Dreißigjährigen Krieg zum größten Teil im Vatikan sind.

Die Titeldaten dieser Mikrofichesammlung sowie die hessischen Bestandsnachweise sind jetzt (18.9.2002) vollständig in der HeBIS-Verbunddatenbank nachgewiesen.

Der Weg dahin war nicht einfach. Noch zu HEBIS-KAT-Zeiten wurden die Grundlieferung und das erste Supplement eingespielt. Bei der Einspeicherung des Supplements stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um ein "echtes" Supplement sondern um eine Kumulation handelte. Die Titeldatensätze erhielten aber pro Lieferung jeweils neue ID-Nummern, und somit konnte anhand der ID-Nummer nicht festgestellt werden, ob ein Titel bereits geliefert worden war oder nicht. Dies führte zu ca. 6700 dubletten Titelaufnahmen in der Verbunddatenbank.

Als nun das Titelmaterial zur Mikrofichesammlung komplett vorlag, wiederum mit neuen ID-Nummern, entschloss man sich zu folgender Vorgehensweise:

  1. Alle in der Verbunddatenbank vorhandenen Titel- und Lokaldaten zur "Bibliotheca Palatina" wurden gelöscht. Dies betraf 13.625 Titeldatensätze, 3.976 Level-1-Lokaldatensätze und 31.467 Level-2-Lokaldatensätze.
    Angenehmer Nebeneffekt: damit verschwanden auch die Dubletten.
  2. Für die Neueinspeicherung musste eine völlig neue Importschnittstelle programmiert werden, da die Palatina-Daten nicht in MAB2 geliefert werden und auch mehrbändige Werke umfassen. Die Titel wurden hierbei auch soweit möglich nach den RAK-Regeln für Sekundärformen umgesetzt.
    Eingespeichert wurden insgesamt 12.733 Titeldatensätze (10.633 a-Sätze, 626 c-Sätze, 1422 f-Sätze, 52 F-Sätze).
  3. Für die 3 besitzenden Bibliotheken UB Gießen, UB Mainz, UB Marburg wurden jeweils 12.107 Lokaldatensätze maschinell erzeugt.

Hinweise zu den neu eingespeicherten Daten:

  • Die Einzeltitel sind nicht mehr mit dem Gesamttitel "Bibliotheca Palatina" verknüpft.
  • Die ID-Nummer der "Bibliotheca Palatina" steht in der Kategorie 2250, eingeleitet durch "PAL".
  • Die Titelaufnahmen konnten auf Grund fehlender oder falscher Deskriptionszeichen nicht immer richtig nach Pica umgesetzt werden. Dies betrifft insbesondere die Bandsätze (f-Sätze), bei denen in einer MAB-Kategorie Titel, Verfasserangabe, Umfangsangabe, Mikrofichezählung der Bibliotheca Palatina u.a. geliefert wurden.
    Falls Sie einen solchen fehlerhaften Titel finden, korrigieren Sie ihn bitte.
(rek)
Hessische Bibliographie
Aktuelles von der Hessischen Bibliographie und HESSENDATA

Die Online-Datenbank "HESSENDATA" (http://www.hessendata.stub.uni-frankfurt.de/) steht bekanntlich seit August 2001 im Internet im freien Zugriff für Recherchen zur Verfügung. Die Datenbank umfasst z.Z. ca. 55.000 Titel der Bibliographie-Jahrgänge 16/1992 bis 24/2000 und aktueller.

Derzeit werden die Titeldaten der älteren Bibliographie-Jahrgänge 15/1991 bis 1/1977 (und älter) konvertiert und eingespielt. Ab Anfang Oktober wird dann das komplette Titelmaterial der Hessischen Bibliographie mit über 132.000 Titeln online recherchierbar sein.

Die Druckausgabe der Hessischen Bibliographie (K.G. Saur-Verlag) wird mit Band 24/2000, der im Oktober erscheinen wird, eingestellt. Neue Titel werden dann aktuell nur noch in HESSENDATA nachgewiesen.

Schon seit einiger Zeit gibt es Bestrebungen, analog zum KVK (Karlsruher Virtueller Katalog) für Universal-Datenbanken auch für die zunehmende Zahl der landeskundlichen Spezial-Datenbanken ein entsprechendes spezielles Portal mit einer gemeinsamen Suchoberfläche einzurichten. Das Projekt heißt "Virtuelle Deutsche Landesbibliographie" und läuft seit August 2001 ebenfalls auf dem KVK-Server der Universität/UB Karlsruhe (http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/landesbibliographie/).

In Produktion befinden sich derzeit die Bibliographien der Länder Baden-Württemberg (Titel ab 1986), Niedersachsen und Bremen (Titel ab 1979), Rheinland-Pfalz (Titel ab 1991), Schleswig-Holstein (Titel ab 1987) und seit Juli auch Nordrhein-Westfalen (Titel ab 1982); weitere sind geplant bzw. in Vorbereitung.

Die Hessische Direktorenkonferenz hatte sich zunächst zurückhaltend bezüglich einer Teilnahme der Hessischen Bibliographie an der VDL verhalten. Die Begründung hierfür liegt in der sehr heterogenen inhaltlichen Erschließung der einzelnen Landesbibliographien, wodurch die zumeist inhaltlich über Klassifikation bzw. Schlagwort gestellte Suchanfrage häufig zu sehr unstrukturierten Trefferergebnissen führt. Dadurch wird der Vorteil einer einzigen Suchanfrage über mehrere Datenbanken im Ergebnis stark relativiert, da in aller Regel die Treffermenge einer aufwändigen Nachbearbeitung und Spezifizierung unterzogen werden muss.

Sofern dieser zusätzliche Aufwand von Benutzerseite akzeptiert wird, mag das Konzept der VDL trotzdem aufgehen. In einem internen Test der VDL durch Mitglieder der AG Hessische Bibliographie wurde jedenfalls im Ergebnis festgestellt, dass die VDL trotz der genannten Schwächen ein durchaus hilfreiches Suchinstrument sein kann. Da alle übrigen Regionalbibliographien letztendlich eine Teilnahme an der VDL zugesagt haben und die bibliothekspolitische Signalwirkung zugunsten der Hessischen Bibliographie bei einer Teilnahme an der VDL auf jeden Fall positiv zu werten ist, hat sich nunmehr auch die Hessische Direktorenkonferenz für eine Beteiligung von HESSENDATA an der VDL ausgesprochen, zunächst jedoch testweise für ein Jahr. Nach dieser Zeit soll eine Zwischenbilanz gezogen werden und über die Fortsetzung der Beteiligung an der VDL durch die HDK neu beschlossen werden.

Die Teilnahmeverhandlungen mit der UB Karlsruhe, in denen insbesondere technische und organisatorische Fragen sowie Termine geklärt werden müssen, wurden im September aufgenommen; federführend sind StUB/HZK. Die Finanzierung der Teilnahme erfolgt unter Beteiligung aller in der AG Hessische Bibliographie mitarbeitenden hessischen Bibliotheken.

Rolf-Dieter Saevecke
HZK/HeBIS-Verbundleitung

Mitteilungen der Verbundzentrale

Neue HeBIS-Teilnehmer

Der HeBIS-Verbund hat zwei neue Teilnehmer, die ihre Bestände künftig in der Verbunddatenbank nachweisen werden.

Archiv der Universität Frankfurt

ELN 0030
Abt.code 0332
ILN 3
Sigel 30/332
BIK 601332-6
Adresse Senckenberganlage 31-33
30325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 798-23172
E-Mail: uniarchiv@uni-frankfurt.de

Marburger Bibliographie

ELN 4502
Abt.code 0000
ILN 60
Sigel -
BIK -
Adresse Wilhelm-Röpke-Str. 4
35008 Marburg
Telefon: (06421) 28-25123
E-Mail: krueger@ub.uni-marburg.de

Weitere Informationen zur Marburger Bibliographie finden Sie auf deren Homepage unter http://www.ub.uni-marburg.de/allg/aktiv/mb/welcome.html.

(ana)
Neue WinIBW-Zugänge

Seit Montag, 30. September 2002 gibt es neue WinIBW-Zugänge zu ZDB und DDB. Dafür müssen die Startseiten der auf Ihrem PC installierten WinIBW-Versionen aktualisiert werden.

Je nachdem, welche WinIBW-Version auf Ihrem PC installiert ist, benötigen Sie folgende Dateien:

  • WinIBW 1.3: start.htm
  • WinIBW 2.3: start_HeBIS.htm

Beide Dateien finden Sie

  • auf dem HeBIS-FTP-Server (ftp.hebis.de) im Verzeichnis /winibw/startseite/

Bei Fragen zur Installation der neuen Startseiten wenden Sie sich bitte an Ihre lokalen Systembetreuer oder an die HeBIS-Verbundzentrale:

Herbert Adam
Telefon: (069) 212 39 252
E-Mail: h.adam@stub.uni-frankfurt.de
Elmar Reith
Telefon: (069) 212 39 356
E-Mail: reith@stub.uni-frankfurt.de

 

(hea, elr)
Parallelausgabe Buch und CD-ROM - Medienausgabe?

Wir möchten Sie bitten darauf zu achten, dass bei Druckwerken, denen eine elektronische Ressource auf Datenträgern beigefügt ist, nach RAK-NBM § 2,2 für beides jeweils eine eigene Aufnahme erstellt werden muss, wenn ohne großen Aufwand festzustellen ist, dass es sich bei dem Datenträger um eine elektronische Parallelausgabe handelt (s.a. Katalogisierungshandbuch, Kapitel Medienkombinationen, S. 1, Sonderfall 2). Dies gilt auch dann, wenn zusätzlich zu dem im Buch abgedruckten Text noch weitere Daten auf dem Datenträger enthalten sind.

(rek)
Überarbeitetes HeBIS Internet-Angebot veröffentlicht

Mitte August konnte die überarbeitete Fassung des HeBIS Internet-Angebots der Öffentlichkeit bereitgestellt werden. Kernpunkt dieser ersten Überarbeitung war die Ausgliederung der Informationen, die speziell für den Kreis der "End"-Nutzer gedacht ist sowie die Neuordnung der zahlreichen bibliothekarischen Informationen.

Benutzer-Angebot

Für die Benutzer wurde ein eigenes Internet-Angebot entwickelt, das unter http://www.hebis.de/ben/ abgerufen werden kann. Ziel war es, den nicht-bibliothekarischen Nutzern einen übersichtlichen und leicht verständlichen Einblick in die Dienstleistungen zu geben, die der HeBIS-Verbund für sie bereit hält.

Der Inhalt des Angebots wird unmittelbar in der linken Navigation ersichtlich. Wer sich einen Überblick über die dahinter abgelegten Informationen verschaffen will, kann die "Sitemap" benutzen. Außerdem wird das Benutzer-Angebot durch einen ausführlichen alphabetischen Index erschlossen.

Bibliothekarisches Angebot

Durch die Ausgliederung der Benutzer-spezifischen Seiten bedurfte auch das bibliothekarische Angebot einer Neustrukturierung. Sie finden es jetzt unter http://www.hebis.de/bib_index.html. Die seit dem Aufbau des HeBIS Internet-Angebots massiv angestiegene Menge an Informationen musste sinnvoll und nachvollziehbar untergebracht werden. Das bibliothekarische Angebot wurde in folgende Bereiche gegliedert:

  • Kataloginfos (Beschreibung der im Verbund angebotenen Kataloge, Links auf die lokalen Kataloge und Spezialkataloge der HeBIS-Bibliotheken, Zugriffsmöglichkeiten, Elektronische Dokumente)
  • HeBIScocktail (verlinkt auf die aktuelle Ausgabe der Verbundzeitschrift)
  • Arbeitshilfen & Dokus (Unterlagen, Handbücher und Materialien, die zur Arbeit im HeBIS-Verbund wichtig sind, Untergliederung nach Fachgebieten, z. B. Monographien, Zeitschriften, Sacherschließung, HeBIS-Handbuch, Datenbankpflege etc.)
  • Fernleihe (umfasst alle Informationen zur Fernleihe im und mit dem HeBIS-Verbund, darunter auch alle Informationen zur Online-Fernleihe in HeBIS, die für Bibliotheken relevant sind)
  • LBS-Infos (Informationen über die Lokalsysteme und die lokalen PICA-Module, zur Zeit noch im Aufbau)
  • Wir über uns (alles über den Verbund und seine angeschlossenen Bibliotheken, darunter auch die nach ELN oder Orten sortierte Liste der Verbundteilnehmer, die Mitgliederlisten der Verbundgremien und deren Protokolle)

Zur ersten Orientierung, wo sich nun welche Information befindet, können Sie die "Sitemap" (Seitenübersicht) benutzen. Der Inhalt der Seiten lässt sich mit Hilfe der Google-Suchmaschine (über die Seite "Suchen") nach Stichworten durchsuchen.

Gemeinsame Merkmale beider Angebote

In beiden Informationsbereichen wurde jede Seite mit einer Kopfzeile versehen, die den hierarchischen Kontext wiedergibt. Diese Zeile kann zur Navigation zur nächst höheren Hierarchiestufe verwendet werden.

Ausblick und Aufruf

Ein Internet-Angebot ist nie "fertig". Auch unseres nicht. Zahlreiche Ideen und Ziele, aber auch Basisanforderungen an ein modernes Internet-Angebot konnten bisher noch nicht verwirklicht werden. Die noch anstehenden Neuerungen betreffen nicht nur das Layout und die Inhalte der publizierten Seiten, sie sollen auch die Verwaltung eines inzwischen ca. 3500 Dateien umfassenden Internet-Angebots vereinfachen.

Weiterhin gilt es, die Informationsbedürfnisse der mittlerweile knapp 3000 Menschen (täglicher Durchschnitt im August 2002) herauszufinden, die unser Internet-Angebot nutzen. Sie als Bibliothekarinnen und Bibliothekare des HeBIS-Verbundes gehören dazu, deshalb sind wir auf Ihr Feedback angewiesen. Wenn Ihnen etwas auffällt, das Ihrer Meinung nach falsch einsortiert ist, wenn Sie falsche Links finden, wenn Sie sich anderweitig über das HeBIS Internet-Angebot äußern wollen, dann tun Sie das bitte. Ihre Reaktionen helfen uns, besser zu werden.

Vielleicht sehen Sie sich auch das Benutzer-Angebot etwas näher an, um Ihren Benutzern eine Sammlung von Informationen rund um die Verbund-Dienstleistungen in Ergänzung Ihres eigenen Informationsangebots nennen zu können.

Ihr Feedback können Sie an diese E-Mail-Adresse schicken: hebis-webmaster@stub.uni-frankfurt.de. Das Reaktionsteam (Andrea Arndt, Heike Nienerza) ist schon sehr gespannt auf Ihre Reaktionen.

(ana)
Fernleihe
Personalia

Frau Jennifer Adler hat die HeBIS-Verbundzentrale zum 31. September 2002 verlassen, um in Baden-Württemberg den Vorbereitungsdienst für den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken zu beginnen.

Bis ein/e Nachfolger/in gefunden und eingearbeitet ist, kümmert sich Frau Andrea Arndt vorübergehend wieder um die Online-Fernleihe im HeBIS-Verbund.

Bei Fragen und Problemen zur Online-Fernleihe wenden Sie sich bitte ab sofort an

Andrea Arndt
E-Mail: hebisfernleihe@stub.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 212 39 667

(ana)

Mitteilungen der HeBIS-Informationstechnologie

Wer macht was in der BibliotheksDatenVerarbeitung? - In dieser Folge: Nadali Walizadeh

Seit dem 01.07.2002 bin ich wissenschaflicher Mitarbeiter in der Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung (BDV) des HRZ Frankfurt, wobei mich vor allem die Begriffe "CBS", "PICA", "Titeldaten", "Offline-Programme", "Sybase-Datenbank" begleiten.

Ich schreibe zur Zeit Offline-Programme, die bestimmte Aufgaben im Zusammenhang mit den bibliothekarischen Daten in unserem "Zentralen Bibliothekssystem" (CBS) erledigen. Beispielsweise kann man "cpsort" nennen, das die Exemplardaten in der zentralen Datenbank nach dem Abteilungscode der jeweiligen Owner aufsteigend sortiert. Oder es sind "*insolc"-Programme zu nennen, die jeweils Records bzw. Dateien in Pica+- und Pica3-Format in die zentrale Datenbank aufnehmen.

Aktuell entwickle ich eine WWW-Schnittstelle für eine schnelle Erfassung von Fehlern, die im Zusammenhang mit einer begrenzten Anzahl von Sachgebieten auftreten können. Die Fehler sollen in Form von speziellen Datensätzen in der zentralen Datenbank aufgenommen werden. Dabei werden einige Vorteile wie die Strukturierung der Fehlermeldungen erzielt. Hierdurch lassen sich die Fehlermeldungen aber auch per WinIBW wie "normale" Datensätze recherchieren und gegebenenfalls bearbeiten.

Geboren bin ich im Iran, wo die Revolution im Jahre 1979 mich genau wie meine ganze Generation geprägt und entscheidenden Einfluss auf den Verlauf meines Lebenswegs genommen hat. Eine der Folgen war, dass ich 1989 in der BRD ankam.

Mein Informatik-Studium habe ich hier in Frankfurt an der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit dem Schwerpunkt "verteilte Systeme" und "Betriebssysteme" sowie der Diplomarbeit zum Thema "Anwendungs- und Infrastrukturmanagement im Agentensystem AMETAS" (http://www.ametas.de) abgeschlossen. Im HRZ habe ich bereits von 1998 bis 2000 als HiWi gearbeitet.

Meine große Freude ist, dass ich bald (noch im September) Vater werde. Mit grenzenloser Freude bereite ich mich auf die Vaterschaft vor. In meiner Freizeit spiele ich gerne Volleyball.

Nadali Walizadeh E-Mail an AutorIn
Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Berlin - Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Teilnahme an der HeBIS Online-Fernleihe

Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (B 478) ist seit langem Teilnehmerin am HeBIS-Verbund und weist ihre Bestände in unserem Katalog nach. Ab Oktober 2002 wird sie auch an der Online-Fernleihe innerhalb des HeBIS-Verbundes teilnehmen, sowohl als passive Teilnehmerin (Fachpersonalbestellungen via WinIBW) als auch als aktive Teilnehmerin (Bestände dieser Bibliothek können online bestellt werden).

(ana)
Darmstadt - Bibliothek der Fachhochschule
Freitag der 13.

Die Bibliothek der Fachhochschule Darmstadt ist am Freitag den 13.9.2002 mit dem PICA OUS-System in Produktion gegangen. Wir sind somit dem PICARundumSorglosPaket wieder ein Stückchen näher gekommen und hoffen bald ACQ und Fernleihe in Angriff nehmen zu können.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die phänomenale Unterstützung aus Nah und Fern. Besonders bei den Kollegen unseres Lokalsystems Herrn Picard, Herrn Winterhalter und Herrn Künzig. Außerdem den Kollegen aus der FHB Frankfurt sowie des dortigen Lokalsystems für die hilfreichen Erfahrungen. Ebenso Herrn Hatje und allen anderen KollegInnen, die mit Tipps und Informationen zur Seite standen.

Sabine Müller E-Mail an AutorIn
Fachhochschulbibliothek Darmstadt
Darmstadt - Technische Universität
Aktueller Stand der Datenmigration von Allegro nach Pica

Mittlerweile sind fast zwei Jahre vergangen, seit wir in der LHB Darmstadt mit ersten Arbeiten zur Datenmigration für einzelne TUD-Bibliotheken begonnen haben.

Die im HeBIScocktail 2/2001 beschriebene Aufgabenverteilung und Vorgehensweise hat sich insgesamt als sehr positiv erwiesen. Durch dazugewonnene Erfahrungen konnten wir einige Bearbeitungsschritte noch verbessern und verfeinern.

Bis jetzt wurden die Daten folgender Bibliotheken von Allegro nach PICA konvertiert:

  • Bibliothek für Chemie/Materialwissenschaften (Teilbibliothek)
  • Bibliothek für Pädagogik
  • Bibliothek Biologie (Teilbibliothek)
  • Bibliothek Politik/Geschichte (Teilbibliothek)


Im Anschluss an die Übertragung dieser Daten wurde von den Kollegen des Rechenzentrums in Frankfurt der Dublettencheck durchgeführt.

Die Ergebnisse waren für die Bibliotheken Pädagogik und Politik/Geschichte mit 75% bzw. 71% gefundener Dubletten ausgesprochen erfreulich. Für die Bibliotheken Biologie und Chemie/Materialwissenschaften lagen die Prozentzahlen auf Grund des großen Anteils von Datensätzen ohne ISBN erwartungsgemäß bei ca. 40% bzw. 30%.

Bei den erkannten Dubletten wurden die Lokaldaten an vorhandene CBS-Aufnahmen maschinell umgehängt und sind damit für den gesamten Verbund recherchierbar.

Um diesen Bestand weiter zu erhöhen, erfolgt zur Zeit die manuelle Nachbearbeitung mehrbändiger Werke.

Für die weitere Konvertierung werden im Moment die Datenbestände folgender Bibliotheken bearbeitet:

  • Bibliothek für Volkswirtschaftslehre
  • Bibliothek für Architektur und Städtebau (Teilbibliothek)
  • Bibliothek für Sprach- und Literaturwissenschaft (Teilbibliothek)


Derzeit werden die Weichen für weitere PICA-Module gestellt. Für die Bibliothek Biologie ist geplant, mit Beginn des kommenden Jahres das ACQ-Modul einzuführen. Die Bibliothek für Volkswirtschaftslehre möchte nach der Konvertierung ihrer Daten das Ausleihmodul nutzen.

Für die MitarbeiterInnen der Bibliotheken ist es vor allem wichtig, dass die verschiedenen Anwendungen in Einzelschritten eingeführt werden. Damit soll die Zusatzbelastung durch Schulungsmaßnahmen etc. so gering wie möglich gehalten werden.

Christiane Brand, Gudrun Guckler, Claudia Schmidt
Hessische Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt
Frankfurt - Kunst- und Musikbibliothek
Retrokonversionsprojekt Bestand Bibliothek Kunstgeschichtliches Institut

Die Kunst- und Musikbibliothek Frankfurt setzt sich aus den Beständen der Bibliotheken des Kunstgeschichtlichen Instituts, des Instituts für Kunstpädagogik, des Musikwissenschaftlichen Instituts und des Instituts für Musikpädagogik sowie dem kunstgeschichtlich relevanten Bestand der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt zusammen. Seit dem Erwerbungsjahr 2001 wird der Neuzugang für die Bibliothek des Kunstgeschichtlichen Instituts in HeBIS-PICA erfasst. Die Bibliothek des Kunstgeschichtlichen Instituts ist die größte der an dem Vorhaben Kunst- und Musikbibliothek beteiligten Institutsbibliotheken. Wir entschieden uns deshalb, den Bestand dieser Bibliothek so schnell wie möglich nach HeBIS-PICA zu konvertieren. Da der gesamte Bestand auch noch nach Regensburger Systematik umgearbeitet werden muss, halten wir es für richtig, die retrospektive Erfassung gleich in der Online-Datenbank HeBIS-PICA vorzunehmen. Auf diese Weise wird der Bestand nun via WebOPAC recherchierbar.

Sondierungs- und Beratungsgespräche zu Beginn des Jahres 2002 führten uns sehr schnell zu den Kolleginnen der Mainzer Stadtbibliothek und ihren Erfahrungen mit ihrem Retrokonversionsprojekt bei der Firma Medea Services. Nach intensiven Überlegungen entschieden wir uns ebenfalls für diese Firma. Die enorme Hilfsbereitschaft von Frau Stresing (Stadtbibliothek Mainz) und ihres Teams war in der Vorbereitungsphase des Projekts von unschätzbarem Wert für uns und ist es auch jetzt während des laufenden Projekts. So partizipierten wir nicht nur an den bereits gemachten Erfahrungen, sondern konnten alle Unterlagen für unsere Projektvorbereitungen nutzen. Es liegt auf der Hand, welch große Arbeitserleichterung dies bedeutete, da ja beide Projekte im HeBIS-Verbund stattfinden. Die Firma Medea unterstützt diesen Synergieeffekt dadurch, dass für beide Projekte die gleiche projektbegleitende Bibliothekarin eingesetzt ist. Das Pflichtenheft, das dem gesamten Projekt als Erfassungs- und Verfahrensanweisung zu Grunde liegt, wurde von uns nur an den Stellen verändert, wo lokale Gegebenheiten dies erforderlich machten und Besonderheiten zu berücksichtigen sind. Frau Stresing und ihren Kolleginnen sei an dieser Stelle sehr herzlich für diese wichtige Unterstützung gedankt.

Die frühzeitige Einbeziehung der HeBIS-Verbundzentrale (Frau Albrecht, Frau Koch-Krug, Herr Reith) und des Lokalsystems Frankfurt (Frau Schuller) half ebenfalls sehr, die Phase der Projektvorbereitungen zügig voranzubringen. Auch diesen Kolleginnen und Kollegen sei herzlich für die Unterstützung gedankt.

Grundlage der Retrokatalogisierung ist der Standortkatalog der Bibliothek. Gegenstand des Vertrags ist die Bearbeitung der Monographien und mehrbändigen Werke (bis zweistufige hierarchische Verknüpfungen). Da die Erfassung auf der Grundlage des gescannten Katalogs erfolgen sollte, wurden vor dem Scannen die mehrstufig verknüpften mehrbändigen Werke, die Zeitschriften und die mit "vermisst"-Kennzeichen versehenen Titelaufnahmen entfernt. Sodann wurde der Katalog - nach erfolgreichem Probescan - von der Firma Gaa (Friedrichsdorf) als Image-Datei digitalisiert. Die einzelnen Bilder sind pro Katalogkasten in einem Verzeichnis auf CD-ROM erschlossen. 31 CD-ROMs konnten problemlos an die Firma Medea verschickt werden. Ein Duplikat der CD-ROMs erleichtert die Projektbegleitung hier vor Ort.

Die Verfahrensweise sieht vor, dass Lokaldaten zu ein- und mehrbändigen Monographien angehängt werden sowie Neuaufnahmen für ein- und mehrbändige Werke (bis zweistufige hierarchische Verknüpfungen) erstellt werden. Es handelt sich dabei um ca. 30.000 zu erfassende Karten (z. T. mehrere Bände auf einer Karte). In gleicher Weise wie im Mainzer Projekt erfasst die Firma in Kategorie 4703 und 4803 Remarks bei unklaren Sachverhalten. Diese werden von uns nachgearbeitet. Nicht bearbeitete Katalogkarten werden extra aufgeführt und gezielt in der Kunst- und Musikbibliothek nachgearbeitet.

Im August 2002 erfolgte die Probekonversion von 200 Titelaufnahmen, deren Ergebnisse sowohl hinsichtlich der Trefferquote für das Anhängen von Lokaldaten als auch hinsichtlich der geringen Fehlerquote positiv bewertet werden konnten. Bisher in der Erfassungsanweisung noch fehlende oder unklare Angaben wurden ergänzt und sind Teil der Fortführung des Pflichtenheftes.

Um auch Katalogisate mit eher rudimentären Angaben innerhalb des Projekts bearbeiten zu können, wurde für diese Fälle eine Recherche im Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) verabredet. Im Falle der zweifelsfreien Übereinstimmung zwischen Angaben auf der Katalogkarte und einem KVK-Treffer können die Angaben von dort übernommen werden.

In der zweiten Septemberhälfte wurde nun der Routinebetrieb des Retrokonversionsprojekts aufgenommen. Die erste Lieferung aus dem Routinebetrieb ist für Ende Oktober angekündigt. Alle erfassten Datensätze werden von besonders geschulten Erfassungskräften der Firma Medea vor der Lieferung kontrolliert. Von uns wird pro Katalogkasten eine Stichprobenuntersuchung zur Qualitätskontrolle durchgeführt.

Der Abschluss des Projekts soll innerhalb von ca. 9 Monaten erfolgen.

Christiane Schaper E-Mail an AutorIn
Leiterin der Kunst- und Musikbibliothek Frankfurt
Mainz - Bibliothek der Fachhochschule
Teilnahme an der HeBIS Online-Fernleihe

Die Bibliothek der Fachhochschule Mainz (1053) wird voraussichtlich ab November 2002 an der HeBIS Online-Fernleihe teilnehmen. Sie wird an der aktiven und an der passiven Fernleihe teilnehmen, d.h. sie wird Fachpersonalbestellungen online aufgeben und ihre Bestände für Online-Bestellungen anderer Bibliotheken zur Verfügung stellen.

(ana)
Mainz - Universitätsbibliothek
Retrokonversionsprojekt Philosophicum: Erste Bibliothek ist vollständig online recherchierbar

Ende August war es so weit: der letzte Datensatz war erzeugt, der gesamte Bestand ist im Online-Katalog nachgewiesen. Nun haben Johanna Schäffner, Ulrike Schramm-Schmidt, Karina Müller, Cindy Groß und ihr studentisches Projektteam nach 13 Monaten offizieller Projektlaufzeit und nach gerade einmal elf Monaten eigentlicher Projektarbeit es geschafft: Die Bibliothek des Historischen Seminars ist als erste des Philosophicums vollständig Online recherchierbar.

Für die Bibliotheksbenutzer und -benutzerinnen wird sich das Recherchieren dadurch spürbar vereinfachen. Regelmäßig führen bereits die Online-Recherchen auch zu den bisher nur konventionell im Zettelkatalog zu ermittelnden älteren Titeln. Einige Sonderverzeichnisse, die bisher nicht im Zettel-AK nachgewiesen waren, wie für die Monumenta Germaniae Historica und für die Patrologia Latina sowie sämtliche Wandkarten und Kartenblätter, sind jetzt ebenfalls Online recherchierbar. Alle notwendigen Informationen können mit einer bequem am PC durchzuführenden Recherche zusammengetragen werden, sei es in der Bibliothek, sei es von zu Hause aus. Das mühsame Blättern im Zettelkatalog erübrigt sich damit.

Bei der Projektarbeit hat sich dreierlei gezeigt. Zunächst hat sich herausgestellt, dass der Bestand mit knapp 69.000 Bänden etwas geringer ist als vorher vermutet wurde. Die zweite Überraschung war, dass der Bestand anders strukturiert ist als vorher gedacht: er enthält deutlich mehr Zeitschriften, Bibliographien und Akteneditionen. Diese bringen zwar auch Arbeitsaufwand mit sich, fallen in der Statistik aber kaum ins Gewicht. Interessant wird sein zu beobachten, ob das eine fachspezifische Erscheinung ist oder ob die anderen Projektbibliotheken ähnliche Erfahrungen machen werden. Drittens ist erfreulich, dass der Fremddatenanteil mit ca. 74 % deutlich höher ausfällt als angenommen. Dies lässt im Hinblick auf den weiteren Projektverlauf hoffen, dass wir, auch wenn die schwierigeren Bestände mit exotischeren Sprachen zu bearbeiten sind, nicht unter den bei der Projektplanung angenommenen Wert von 60 % Fremddatenanteil (s. Martina Jantz: Universitätsbibliothek Mainz startet ehrgeiziges Retrokonversionsprojekt im HeBIScocktail 4/2001) fallen werden.
Statistische Diagramme:

zum Kreisdiagramm Retroaufnahmenzum Säulendiagramm Retroaufnahmen
(zum Vergrößeren klicken Sie bitte auf das jeweilige Bild)

Martina Jantz, Johanna Schäffner
Universitätsbibliothek Mainz

Aus den Verbundgremien

Mitteilungen aus der AG Erwerbung

Vorarbeiten zur Umsetzung der neuen DBS in ACQ auf der Zielgeraden

Das Projekt der AG Erwerbung, auch die neugefasste DBS 2002 mit einem SQ-Report zu erheben, hat die Zielgerade seiner praktischen Umsetzung erreicht. Das vom Kollegen Hantke (GBV-VZ) erarbeitete Skript wurde inhaltlich geprüft und teilweise überarbeitet. Frau Jutzi-Blank (GHB Kassel), Frau Lindenmayer (UB Marburg) und Herr Bergmann (LHB Darmstadt) werden ihre Arbeiten voraussichtlich Ende Oktober nach der Klärung der letzten offenen Fragen abschließen. Die AG Erwerbung kann dann einen SQ-Report für alle Verbund-Teilnehmer vorlegen, der die Erfordernisse der Statistik abdeckt. Lediglich die lokalen Parameter-Dateien sind vor dem Einsatz des Programms noch anzupassen. Aus Sicht der AG Erwerbung ist die verbundübergreifende Kooperation im Zusammenhang mit der DBS-Erhebung ein gutes Beispiel für ergebnisorientierte und direkte Zusammenarbeit, von deren Endergebnis zahlreiche Anwender profitieren können.

Verwaltung elektronischer Medien in ACQ unter LBS4

Im ACQ-Modul unter LBS4 bestehen gute Aussichten, die Verwaltung elektronischer Medien wesentlich zu verbessern. Bereits die ersten Arbeitsergebnisse, die PICA zu dieser Thematik vorgelegt hat, stellen eine deutliche Verbesserung dar. Für den Bereich der elektronischen Medien wurden spezifische Bildschirme entwickelt. Hierbei wurde eine gemeinsame Ausarbeitung von GBV, DDB Frankfurt und HeBIS/UAG Erwerbung aus dem Jahre 2000 zugrundegelegt, die Anfang 2002 von Kolleginnen und Kollegen der AG Elektronische Medien und AG Erwerbung nochmals überarbeitet wurde. Die AG Erwerbung hat auf ihrer letzten Sitzung am 22.08.02 an der UB Marburg weitergehende konkrete Anregungen erarbeitet. Sie sollen in ein gemeinsames Papier einfließen, das zusammen mit der UAG Zeitschriftenbearbeitung, Arbeitskreis Non-Book-Materialien/Zeitschriften des GBV verabschiedet werden soll. Der weitere Zeitplan sieht vor, diese Vorschläge im Oktober 2002 an PICA weiterzuleiten.

ACQ-Einsatz an mehr als einem Institut unter einer ILN

In allen Lokalsystemen werden zunehmend dezentrale Bibliotheken an PICA angeschlossen. Ein Erfahrungsaustausch im Bereich ACQ ergab, dass inzwischen alle Lokalsysteme mit mehreren Instituten unter einer ILN arbeiten oder vor der Etablierung weiterer Institute stehen. Obgleich die lokalen Gegebenheiten unterschiedlich sind, lassen sich dennoch einige Empfehlungen formulieren, die allgemeingültig sind. So arbeiten alle Anwender mit standardisierten Layouts, weil sich die Pflege differenzierter Ansätze als deutlich zu arbeitsaufwändig herauskristallisiert hat. Differenzierte Belege gibt es über den Adress-Bereich hinaus nicht. Über die Layout-Dateien hinaus sind nur einige wenige ACQ-Systemdateien zu erweitern. Institutsspezifische User müssen eingerichtet werden. Die Kollegen an der UB Marburg leisten den Anwendern im Institutsbereich mit einem ACQ-Handbuch Hilfestellung, das neben allgemeinen Aussagen auch institutsspezifische Anpassungen enthält. Außerdem gab es an der UB Marburg ein ACQ-Anwendertreffen, das große Resonanz fand.

Neue Codes für ACQ-Bestelltypen beschlossen

Die AG Erwerbung hat die Einrichtung folgender Codes für neue Bestelltypen HeBIS-weit verbindlich beschlossen:

  Konsortiale Einzelbestellungen 8
Konsortiale Fortsetzungen 9
Abonnement ausgeschieden Z


Der Bestelltyp "Abonnement ausgeschieden" kann zur Selektion von Bestelldatensätzen verwendet werden, die im Zuge von PICA-Offline-Routinen (journalize_orders) in Journale eingespielt werden sollen, denen die PICA-Layouts 397 bis 399 zugrunde liegen. Die Journal-Erstellung mittels Offline-Routine wird gegenwärtig von Frau Jutzi-Blank (GHB Kassel) getestet.

Holger Bergmann
AG Erwerbung, Vorsitzender

Fortbildung und Veranstaltungen

2. HeBIS-Roadshow zum Thema Online-Ressourcen

Die erste HeBIS-Roadshow mit den Themenschwerpunkten Verbund-OPAC4 und HeBIS-Retro fand im August 2001 statt. Was zunächst als "Testballon" gedacht war, erwies sich als voller Erfolg: Die Idee, Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen vor Ort in den HeBIS-Lokalsystemen anzubieten, fand so viel Resonanz, dass eine Fortsetzung der Roadshows gleich beschlossene Sache war.

Und so fand dann im September dieses Jahres die 2. HeBIS-Roadshow statt, diesmal unter Beteiligung der Geschäftsstelle des HeBIS-Konsortiums. Unter dem Thema "Online-Ressourcen" wurden den Teilnehmern in insgesamt fünf Vorträgen HeBIS-Dienstleistungen sowie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich von Online-Ressourcen vorgestellt. Die Vorträge informierten über

  • Arbeit und Aufgaben der HeBIS-Konsortialgeschäftsstelle
  • die zentrale Erschließung von Online-Ressourcen im HeBIS-Verbund
  • Online-Ressourcen im Verbund-OPAC
  • den HeBIS-Elsevier-Server mit Zeitschriften aus "Science Direct"
  • aktuelle Projekte und Entwicklungen wie DC (Dublin Core), OAI (Open Archives Initiative), URN (Uniform Resource Name), DOI (Digital Object Identifier) und CrossRef.

Das breite Spektrum der Themen spiegelte sich auch im Teilnehmerkreis der Roadshow wieder. In den 6 HeBIS-Lokalsystemen nahmen insgesamt ca. 140 Kollegen aus den verschiedensten Bibliotheken und Arbeitsbereichen teil - aus Benutzung, Katalogisierung, Erwerbung und Fachreferaten, aus Zentral-, Instituts-, Spezial- und Stadtbibliotheken. In einigen Lokalsystemen war die Zahl der Anmeldungen so hoch, dass eigens große Vortragsräume organisiert werden mussten. Offenbar hatten wir mit dem Thema "Online-Ressourcen" genau ins Schwarze getroffen. Die vielfältigen und komplexen Entwicklungen auf dem Gebiet der Online-Ressourcen stellen Bibliotheken und Bibliothekare vor so viele neue Aufgaben und Anforderungen, dass ein enormer Informations- und Fortbildungsbedarf in diesem Bereich besteht.

Die Resonanz der Roadshow-Teilnehmer war durchweg positiv. Die Vielfalt der Themen fand großen Anklang, weil dadurch die Möglichkeit bestand, sich einen Überblick über die teils sehr komplexen Zusammenhänge zu verschaffen, in denen sich das Arbeitsumfeld vieler Kollegen mittlerweile bewegt. Interesse und Aufmerksamkeit hielten trotz des dicht gedrängten Programms bis zur letzten Minute an - wofür sich das HeBIS-Roadshow-Team bei allen Teilnehmern herzlich bedanken möchte.

Ein ganz besonderer Dank gilt außerdem den Organisatoren vor Ort in den Lokalsystemen, die mit viel Einsatz für Vortragsräume, die benötigte technische Ausstattung und das leibliche Wohl in den Pausen gesorgt haben. Sie haben uns damit einen reibungslosen Ablauf der Roadshows in rundum angenehmer Atmosphäre ermöglicht.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf unsere HeBIS-Internetseiten - auch für diejenigen, die nicht an der Roadshow teilnehmen konnten: Sämtliche Vorträge und Präsentationen der 2. HeBIS-Roadshow können von den HeBIS-Internetseiten abgerufen werden.

Heike Nienerza E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale, Monographien
Bibliotheksschule Frankfurt

Das aktuelle Fortbildungsprogramm der Bibliotheksschule Frankfurt finden Sie unter http://www.fhsbib.uni-frankfurt.de/

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Der Aperitif

Digimons?

Impressum

HeBIScocktail 4/2002 (Oktober 2002)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext und PDF (zum Download) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff (gib), Andrea Arndt (ana), Monika Denker (mod), Renate Koch-Krug (rek), Heike Nienerza (hen)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 1/2003 erscheint Anfang Januar 2003.

Redaktionsschluss: 15. Dezember 2002

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