HeBIScocktail
Ausgabe: 2004-3
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sommer?, Sonne?, HeBIScocktail! - Gäste! Zu "Gast" bei HeBIS waren die Bibliotheken Koblenz und Düsseldorf, die vom 15. bis 30.6. als erste die verbundübergreifende Fernleihe zwischen dem HeBIS-Verbund und dem HBZ testen durften. Ergebnis: Alles im grünen Bereich, sodass der Kreis der teilnehmenden Bibliotheken aus NRW ab 1. Juli erweitert werden kann. 

950.000 Gäste hatte der diesjährige Hessentag in Heppenheim. Nicht ganz so viel Einträge zu Hessen wie der Hessentag Gäste hatte enthält die Hessische Bibliographie, die seit Mai d.J. in den HeBIS Verbund OPAC eingebunden ist.

Natürlich hat jeder gute Gastgeber ein Gästebuch! Nutzen Sie unser neues Gästebuch: Schreiben Sie uns - kurz und bündig oder lang und ausführlich und natürlich anonym.

Einen schönen Sommer wünscht

Gisela Bröckerhoff E-Mail an AutorIn
HeBIScocktail-Redaktion

Entwicklungen und Planungen im Verbund

Wiederbelebung des CDB und sein absehbares Ende

Nach einer Pause von rund einem Jahr fand am 22. Juni 2004 ein Treffen des CDB in Leiden statt. Die Abkürzung CDB steht für Cooperative Development Board, ein Name der ähnlich zutreffend ist wie der Name "Zitronenfalter". Meines Wissens nach wurde bisher kein einziges Projekt in den Verbünden kooperativ mit OCLC|Pica entwickelt. Der Grund dafür dürfte nicht nur allein bei Pica zu suchen sein, man wird sich bei Pica wahrscheinlich nicht auf externe Partner in der Projektentwicklung verlassen wollen und können, sondern auch bei den unterschiedlichen Interessen und Strukturen der Partner. Denn auch innerhalb der deutschen Pica-Partner finden gemeinsame Entwicklungen nicht statt. Ob sich dies nach Aufnahme des Südwestverbundes in den Kreis der Pica-Anwender ändern wird, wird die Zukunft erweisen.

Herr van Reisen, der Leiter der Entwicklungsabteilung, stellte die neue Struktur seiner Abteilung vor (Link Präsentation in HTML, PDF, PowerPoint). Wesentlich für uns dürfte die Einrichtung einer Gruppe sein, die sich mit Test und Qualitätssicherung befassen wird, sowie einer weiteren, die das Aufgabengebiet Implementierung übernimmt. Letztere soll dafür sorgen, dass bei der Lieferung von Produkten und neuen Version alle notwendigen Programme und Dokumentationen vorhanden und auch dem aktuellen Stand sind und bei Implementierungsproblemen schnelle Unterstützung geleistet werden kann.

Ein weiterer Punkt war dem Thema Kommunikation zwischen den Partnern und Pica gewidmet. Hier wurde diskutiert, wie Pica seinen Informationsfluss verbessern könnte. Angedacht wurden z.B. eine jährliche (internationale?) Konferenz der Pica-Anwender, auf der ein Informationsaustausch stattfinden und über neue Trends und Entwicklungen gesprochen werden könnte. Zudem könnte sich dadurch ein Pica-Familien-Zugehörigkeitsgefühl entwickeln Viele Teilnehmer halten eine solche Konferenz für sinnvoll, wenn sie nicht als reine Werbeveranstaltung konzipiert wird. Ich selbst sehe keinen großen Nutzen in einer solchen Veranstaltung, und mein Interesse zielt eher darauf, dass unsere Nutzer ein HeBIS-Zugehörigkeitsgefühl entwickelten oder bereits haben.

Bezüglich des Supports wurde darauf hingewiesen, dass die jetzige Form des HelpDesk stark verbesserungswürdig ist. Meldungen werden zum Teil zögerlich beantwortet, die Ansprechpartner sind nicht klar. Offensichtlich hat jeder Partner versucht, auf anderen als den vorgesehenen Wegen an Informationen zu kommen. Pica wird eine neues Informationsstruktur vorschlagen, das auch die weitere Entwicklung von CDB und Partner-Treffen behandeln soll.

Die einzelnen Partner stellten danach ihre jetzige Situation kurz dar, die zu unserem Verbund gezeigten Folien finden Sie unter der URL (Link Präsentation in HTML, PDF, PowerPoint).

Zu denen gegenwärtigen Entwicklungen bei Pica wurde berichtet, dass CBS4 v2.0 in Holland seit Mai in Produktion ist. Bis auf die Index-Maschine sind alle Komponenten Unicode-fähig. In Version 2.1 (im Juli im Test) wird ein neues PSI-Release eingesetzt, mit dem auch Unicode-Index genutzt werden können. Zur Eingabe von Unicode-Zeichen wird zusätzlich die WinIBW 3.0 benötigt, die im Oktober ausgeliefert werden soll. Im Bereich des LBS werden die Versionen 2.5, das neben Fehlerbereinigung auch Tausch beinhalten wird, und Version 2.6 mit Binde- und EDI-Funktionalität bis ende des Jahres angekündigt. Es gibt aber noch keine Installation, in der LBS4 mit voller Funktionalität läuft. Pica sei aber zuversichtlich, dass jetzt der entscheidende Durchbruch gelungen ist.

Ein weiterer Termin wurde nicht festgelegt, es dürfte das letzte CDB-Meeting gewesen sein.

Hanspeter Schneider E-Mail an AutorIn
HRZ Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

... gibt es wie üblich auf der Pica-Hompage.

Diesmal findet sich dort auch die 2. Ausgabe der OCLC|Pica-Nachrichten (Format PDF). Schwerpunktthema diesmal: Die Entscheidung des SWB für Pica als Verbundsystem. Lesen Sie hier ein Interview mit der Leiterin des SWB, Frau Mallmann-Biehler.

(ana)

Verbundprojekte

Verbundübergreifende Fernleihe im Hessischen Bibliotheksverbund

Wie die zurückliegende Nutzerbefragung des Hessischen Bibliotheksverbundes ergab, wird den Verbesserungen im Bereich der verbundübergreifenden Online-Fernleihe eine hohe Bedeutung zugemessen. Der Realisierung dieses Wunsches sind wir im Juli 2004 ein grosses Stück näher gekommen.

Nicht zuletzt Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit Dr. Kostädt und seinen MitarbeiterInnen vom Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen gelang es, eine sehr robuste und leicht auf andere Verbünde erweiterbare Schnittstelle für die verbundübergreifende Fernleihe zu entwickeln. Im Unterschied zur derzeit oft praktizierten Zustellungen von Bestellungen per E-Mail ermöglicht die nun in Betrieb genommene Schnittstelle eine garantierten Zustellung von Bestellungen und Antworten. Zudem wird unmittelbar nach jedem Eingang von Bestell- bzw. Antwortdaten dem übermittelnden Verbund eine Informationen darüber zugestellt, ob die beim Zielverbund eingegangenen Daten den gewünschten Effekt hatten.

Im Juni 2004 startete der Testbetrieb der verbundübergreifenden Fernleihe mit dem Nordrhein-westfälischen Bibliotheksverbund. Im ersten Schritt wurden ca. 10 Bestellungen pro Tag von zwei Bibliotheken (RLB Koblenz, ULB Düsseldorf) des Bibliotheksverbundes NRW an HeBIS übermittelt. Da nach rund zweiwöchigem Test erfreulicherweise keine Fehler aufgetreten sind, wurde am 1. Juli 2004 die bisherige Obergrenze für die Bestellmenge aufgehoben. Ab diesem Datum können alle Bibliotheken des Bibliotheksverbundes NRW ohne eingeschränktes Bestellkontingent in HeBIS bestellen. Derzeit empfängt HeBIS etwa 80 - 100 Bestellungen pro Tag aus dem Bibliotheksverbund NRW, wovon etwa 62 % positiv erledigt werden können. Auch die durchschnittliche Bearbeitungszeit ist mit knapp 3 Tagen bis zur Quittierung im HeBIS-Fernleihsystem mehr als ansprechend.

Mit den ersten Tests der verbundübergreifenden Fernleihe von HeBIS zum Bibliotheksverbund NRW ist im dritten Quartal 2004 zu rechnen. Die Bestellkomponenten auch für die nehmende Fernleihe sind fertig gestellt und wurden bereits erfolgreich ersten Tests unterzogen. Die Recherchefunktion, für eine nehmende Fernleihe unerlässlich, wird sowohl für das Fachpersonal als auch für Endbenutzer über die in HeBIS nun zum Einsatz kommende Portalsoftware Sisis Elektra realisiert. In einer Entwicklungskooperation mit Sisis wurden hierfür die Schnittstellenspezifikationen festgelegt. Derzeit werden diese Schnittstellen implementiert. Auch hier ist die Arbeit erfreulich weit fortgeschritten.

Im Jahresverlauf ist nun auch damit zu rechnen, dass die Zusamnenarbeit im Bereich der verbundübergreifenden Fernleihe zwischen HeBIS und anderen Bibliotheksverbünden intensiviert wird. Die im HBZ für den dort eingesetzten Zentralen Fernleihserver (ZFL) entwickelte Lösung kann von anderen, den ZFL ebenfalls nutzenden Verbünden (SWB, BVB, KOBV) relativ problemlos eingesetzt werden. Die in HeBIS entwickelte und damit auf das PICA-System zugeschnittene Lösung kann auch im GBV eingesetzt werden, was derzeit vom GBV geprüft wird.

Dr. Uwe Risch E-Mail an AutorIn
HRZ Frankfurt, Abteilung BibliotheksDatenVerarbeitung

Neues von den Datenbanken

Einspeicherung mehrbändiger Werke aus DNB-Lieferungen

Seit der 23. Kalenderwoche werden neu erschienene mehrbändige Werke aus den DNB-Reihen A, B und H in die HeBIS-Verbunddatenbank übernommen und zwar rückwirkend ab den Lieferungen A 4,06 , B 04,06 und H 04,03. Zuvor wurden nur Stücktitelaufnahmen (F-Sätze) von mehrbändigen Werken eingespeichert.

Für die Übernahme nach HeBIS müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die c-Sätze müssen nach dem 1.1.2004 erstmalig in der DDB erfasst worden sein (neues MAB-Feld 002a).

  • Bei e-/E- und f-Sätzen muss die DB-Nummer des direkt übergeordneten Satzes in HeBIS vorhanden sein, damit in die Datenbank keine unverknüpften Sätze eingespeichert werden.


Tipp: Wenn Sie möchten, dass auch bei einem schon länger erscheinenden mehrbändigen Werk aktuelle Bände bzw. Abteilungen nach HeBIS übernommen werden, dann tragen Sie in den c-Satz die zugehörige DB-Nummer (=ID-Nr. in ILTIS) ein.


e- und f-Sätze dürfen nicht mehrere Hierarchiestufen umfassen, da HeBIS im Gegensatz zu ILTIS solche Datenstrukturen nicht darstellen kann.
Ausser der Einspeicherungsschnittstelle wurde auch ein Dublettencheck für mehrbändige Werke neu programmiert.

Die Entwicklung dieses Dublettenchecks war aufwändig, wegen der zu berücksichtigenden Satzsrukturen, der teilweise nur geringen Anzahl abprüfbarer Felder und den Konsequenzen, die sich aus bei einem falschen Merging ergeben würden (Bände zweier verschiedener mehrbändiger Werke werden miteinander vermischt).

Bei den Tests lieferte der Dublettencheck gute Ergebnisse, doch können im Test nie alle Möglichkeiten geprüft werden.

Sollten Ihnen also bei ihrer Arbeit Fehler (z.B. falsches Merging)  auffallen, so melden sie diese bitte an die VZ.

(rek)
Fußnotenverknüpfungen aus DNB-Fremddaten

Ein Beschluss der AG Alphabetische Katalogisierung lautete, dass künftig auf die Verknüpfung zu parallel erschienenen, früheren oder späteren Titeln in Monographien verzichtet werden soll.

Ein erster Schritt dahin ist jetzt getan, indem die Importschnittstelle für Fremddaten aus der DNB angepasst wurde. Verknüpfungen werden ab sofort nicht mehr in die HeBIS-Verbunddatenbank übernommen. Sie finden in den Kategorien 4241 - 4244 bei Monographien künftig nur noch textliche Hinweise.

Da lediglich die Verknüpfungen nicht mehr übernommen werden, müssen Sie bei der Nachnutzung der Fremddaten darauf achten, ob noch Nebeneintragungen in 326X zu machen wind und diese einfügen.

In einem für die nahe Zukunft geplanten Lauf werden dann die bereits vorhandenen Fußnotenverknüpfungen in Monographien gelöst. Im Rahmen dieses Laufes werden die notwendigen Nebeneintragungen maschinell erzeugt.
Nicht davon betroffen sind Aufsätze, Schriftenreihen und Zeitschriften.

(ana)
Neuer Suchschlüssel: HSS

Seit Mitte Mai haben Sie die Möglichkeit, Hochschulschriften mit einem speziellen Schlüssel zu suchen.

Mit dem Suchschlüssel "HSS" finden Sie - wortweise indexiert - alle Inhalte aus Kategorie 4204 (mit Ausnahme der einleitenden Wendung "Zugl." u. ä.).

Sie können also z.B. mit  "f hss mainz diss 2000" alle Dissertationen heraussuchen, die in Mainz im Jahr 2000 abgeschlossen wurden.

Der Dissertationsort ist übrigens weiterhin mit im Suchschlüssel "ort" enthalten.

Im Moment haben wir diese Möglichkeit nur für die WinIBW freigegeben, werden sie aber natürlich so bald wie möglich auch fr den Verbund-OPAC einrichten, damit auch die Benutzer diese neue Suche verwenden können.

(anh)
Hessische Bibliographie
Hessendata goes HeBIS

Die bisherige Datenbank Hessendata wird seit Ende 2003 nicht mehr aktualisiert, denn seit Januar 2004 ist die Hessische Bibliographie in das HeBIS-Verbundsystem eingebunden. Seit 10.5.2004 stehen sämtliche Daten der Hessischen Bibliographie als gesonderter Bestand des HeBIS-Verbund-OPACs zur Verfügung.
Auf der HeBIS-Homepage ist der OPAC der Hessischen Bibliographie auf der Seite Kataloge und Datenbanken als Hessische Bibliographie angeboten.
Nachgewiesen werden Monographien, Karten, Aufsätze aus Zeitschriften und Beiträge aus Sammelwerken, die einen inhaltlich-räumlichen Bezug zu Hessen, zu einzelnen Orten oder Regionen des Landes oder zu hessischen Persönlichkeiten aufweisen. Ehemals hessische, sogenannte "historische" Regionen sind ebenfalls einbezogen.

Der OPAC der Hessischen Bibliographie umfasst Titel bereits ab Erscheinungsjahr 1977, in wenigen Fällen auch schon ab 1965.
Soweit Bestand in Hessen vorhanden ist, schließt die Titelanzeige in der Regel die entsprechende Bestandsinformation ein, so dass Benutzer vom bibliographischen Nachweis aus auch gleich die Funktionalitäten der Online-Fernleihe nutzen können. Für Monographien und Sammelwerksbeiträge vor 1986 gilt dies nicht, da für diese Bibliographietitel die Erscheinungsjahre vor Beginn der Verbundkatalogisierung liegen und in HeBIS nur unvollständig nachgewiesen sind.

Die formale Erschließung erfolgt nach den RAK-WB, die inhaltliche Erschließung nach einer fein gegliederten, auf die Bedürfnisse einer Regionalbibliographie zugeschnittenen Systematik, deren Feingliederung am für Hessen ermittelten Literaturaufkommen im jeweiligen Fachgebiet ausgerichtet ist. Etwa 1200 Systemstellen in einer 4-stufigen Hierarchie werden ergänzt durch annotierende Schlagwörter, die auf nahezu jeder Hierarchiestufe zusätzlich frei vergeben werden können. Ihre Ansetzung erfolgt seit 1986 in Anlehnung an die RSWK.

Auf den ersten Blick sieht der OPAC der Hessischen Bibliographie aus wie der
Verbund-OPAC, es gibt aber Unterschiede, von denen die wichtigsten hier kurz
aufgeführt werden:
Suchschlüssel: Es gibt neun Suchschlüssel. Sieben davon entsprechen bis auf kleine Unterschiede in der Benennung denen, die man vom Verbund-OPAC her kennt. Zwei Suchschlüssel beziehen sich auf die sachliche Suche in der Hessischen Bibliographie: Stichwörter (HBS) und Wort für Wort-Suche (HBP).

Funktionen: In der linken lila Navigationsleiste findet man einige bereits bekannte Funktionen aber auch drei neue, die für den Zugriff auf die bibliographieeigene Sacherschließung eingerichtet wurden:
Sachgebiete (Systematik), Regionen und Orte, Personen- und Sachregister.
Nach dem Anklicken einer dieser drei Funktionen erklärt der Text in den grauen Feldern ganz kurz wo man sich befindet und wie man weiter verfahren kann.
Die Hilfetexte werden zur Zeit be- bzw. überarbeitet und stehen bald für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Der OPAC der Hessischen Bibliographie ist in die Virtuelle Deutsche Landesbibliographie (VDL), einem Metakatalog zum Nachweis landeskundlicher Literatur in Deutschland (http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/landesbibliographie/) eingebunden, die Einbindung in die Digibib des HBZ steht bevor. Wenn alle dafür nötigen Arbeiten abgeschlossen sind, wird Hessendata abgeschaltet.

Die Zentralredaktion Hessische Bibliographie steht für Fragen gerne zur Verfügung und wünscht allen Benutzern des Bibliographie-OPACs erfolgreiche Recherchen.

Anm. d. Red.: Wer sich für die Geschichte der Landesbibliographie in Hessen interessiert, dem sei Frau Störchs Artikel "Landesbibliographische Berichterstattung in Hessen", hier als PDF zum Download erhältlich, sehr empfohlen.

Angelika Eichinger E-Mail an AutorIn
Zentralredaktion Hessische Bibliographie

Mitteilungen der Verbundzentrale

Kommando "sav par" nicht verwenden!!

Aus aktuellem Anlass möchten wir erneut eine dringende Bitte loswerden:

Ändern Sie Parameter in der WinIBW auf keinen Fall mit dem Kommando "sav par" !!

Seit dem Wechsel auf CBS4 wirkt sich jede permanente Veränderung der Parameter auf alle Anwender im selben Userprofil aus. Das Ändern z. B. der Einstellungen für die automatische Relationen-Suche kann bei bestimmten Rechercheanfragen zu eingeschränkten Ergebnissen führen, die von den HeBIS-TeilnehmerInnen im gesamten Verbund, die von dieser Einschränkung für ihre Kennung nichts merken, nicht richtig interpretiert werden können. (Teilweise erscheint die Meldung "Nichts gefunden", obwohl es mit der normalen Parameter-Einstellung  Treffer gäbe.)

Individuelle Paramater-Einstellungen (wie unter CBS3) werden erst wieder möglich sein, wenn Pica die Bindung der Parameter an Nutzergruppen aufhebt.

Bis dahin verwenden Sie bitte das Kommando "k par", um für eine Sitzung die Parameter zu ändern.

Anm.: Wir hatten bereits im HeBIScocktail 3/2003 auf diesen Sachverhalt hingewiesen. Außerdem finden Sie im HeBIS-Forum eine plastische Beschreibung der Folgen.

(ana)
Körperschaftsansetzung: learning by doing III

Vielleicht schaut der eine oder die andere ja doch mal in die fortlaufende Sammlung der gelöschten Körperschaften und erspart sich so beim nächsten Mal die Arbeit für's neu ansetzen?
Von der GKD-Redaktion gelöscht wurden:

  • Programme, Projekte, Initiativen und Netzwerke (RAK-WB § 631 Erl.2)

    Beispiele:
    Body Project (ELN 0034)
    Research Priorities for the Education of Girls and Women in Africa (ELN 0077) =
    Programm der African Academy of Sciences
    GendA - Netzwerk Feministische Arbeitsforschung (ELN 0004)
    Projekt Politische Bildung <ZÜRICH>(ELN 0004)

  • Kongressbegriff und/oder Themenangabe fehlen
    (s.a. GKD-Info "Namenscharakter bei Körperschaften")

    Beispiele:
    Medica Oeconomica <1995, Düsseldorf> ...usw. (ELN 0004)
    Journéé d'Etudes Franco-Italienne <1982, Caen> (ELN 0077)
    Agora <7, 1999, Thessalonike> ... usw. (ELN 0066 + ELN 0026 + ELN 0004) )
    Bildung über die Lebenszeit <2004, Zürich> (ELN 0004)

  • Privatsammlungen und Personenvereinigungen

    Beispiele:
    Torbjörn Lenskog Design Collection <Stockholm> (ELN 1053)
    LABS-Studio Collaborative Search <Stuttgart> (ELN 17) = es handelt sich um eine Zusammenarbeit von Studenten aus Los Angeles, Berlin, Stuttgart
(mod)
Neu im HeBIS-Internetangebot: Gästebuch

Das HeBIS-Internetangebot für BenutzerInnen der Bibliotheken der Region ist um ein neues Feature erweitert worden: ein Gästebuch.

Im Gästebuch können BesucherInnen der Website ihren Eindruck loswerden, Grüße schicken, Anregungen verfassen oder auch ihren Ärger loswerden - völlig anonym, versteht sich.

In erster Linie richtet sich das Gästebuch an die "End"-NutzerInnen, es ist jedoch auch vom bibliothekarischen Angebot aus verlinkt (über den Menüpunkt "HeBIS-Gemeinde" in der linken Navigation), denn auch Ihr Kommentar ist herzlich willkommen und hilft uns, unser Angebot weiterzuentwickeln.

Also: viel Vergnügen!

(ana)
Umlenkprogramm für Dubletten erfolgreich

Man kann es nicht anders sagen: Das Umlenkprogramm für Dubletten wird äußerst erfolgreich angewendet! In einem Zeitraum von etwa 7 Wochen wurden immerhin an die 400 Dubletten aus dem System verbannt, damit verknüpfte Links aktualisiert und die entsprechenden Lokaldaten umgezogen.

Wie die Ausschriften dokumentieren, treten erstaunlich wenige Fehler auf.
Die häufigsten Fehlerquellen sind:

  • Nicht identische Titel in Kategorie 4000 (erste 20 Zeichen)
    Das Umlenkprogramm achtet bei der Abprüfung des Titels auf Identität auch auf Kommas oder andere Satzzeichen sowie auf die Groß- und Kleinschreibung. Deshalb sind diese beiden Titel nicht identisch:

    Thomas Mann, eine Biographie
    Thomas Mann - eine Biographie

    oder

    The English German Dictionary of Biology
    The English German dictionary of biology

    Bitte achten Sie darauf, dass die Titel vor dem Umlenken identisch sind.

  • Unterschiedliche DBNs in c- und d-Sätzen
    Manchmal wird eine Schriftenreihe oder ein mehrbändiges Werk schon dublett von der DNB geliefert. In diesen Fällen sollte man zunächst in der DB recherchieren, welche DBN die gültige ist. (Oft haben die DB-Kollegen die Dublette schon eliminiert, so dass man die gültige DBN leicht feststellen kann.)
    Bitte entfernen Sie vor dem Umlenken die nicht mehr gültige DBN aus Quell- oder Zielsatz, damit die Folgebände beim Import von DNB-Fremddaten an die richtige Aufnahme gehängt werden können.

  • Unterschiedliche Erscheinungsjahre
    Vor allem bei dubletten Schriftenreihen kommt es oft vor, dass man das Erscheinungsjahr übersieht, das im Zielsatz "20XX" lautet und im Quellsatz "19XX". Dann kann der Titel nicht umgezogen werden.

  • Falscher Text in Kategorie 1698
    Damit das Umlenkprogramm starten kann, braucht es unbedingt die richtige Kennzeichnung des Titels. Neben 0500 an Position 3 das "k" muss in 1698 zwischen den Pluszeichen unbedingt "Umlenkung" stehen!!
    Beim manuellen Kennzeichnen von Titeln, die der Dublettencheck als "wahrscheinliche Dublette" erkannt hat, können schon mal Tippfehler passieren.
    Achten Sie bitte darauf, dass der richtige Text zwischen den Pluszeichen steht.


Aus aktuellem Anlass sei noch darauf hingewiesen, dass Sie bitte keine Lösch-Information in die Kategorie 4700 eintragen sollten. Diese Kategorie wird beim Umziehen nicht gelöscht, sie wird unbesehen des Inhalts in den Zielsatz übernommen.


Sehr gern würden wir erfahren, was Sie als AnwenderInnen von dem neuen Umlenkprogramm halten. Deshalb haben wir im HeBIS-Forum ein Thema "Dubletten umlenken" eingerichtet, in dem Sie uns Ihre Erfahrungen mitteilen können oder auch Fragen dazu stellen können.

Link zum Forum "Dubletten umlenken"

(ana)
Öffentliches Stellungnahmeverfahren zur Angleichung der Ansetzung von Personennamen in RSWK und PND

Über die Mailingliste INETBIB hat die Arbeitsstelle für Standardisierung ein öffentliches Stellungnahmeverfahren eingeleitet.

Hier der Text der Mail von Frau Henze vom 19. Juli 2004:

"In Umsetzung eines Arbeitsauftrages des Standardisierungsausschusses zur Angleichung der Ansetzung von Personennamen nach RAK-WB und RSWK liegen nun von den Expertengruppen Formalerschliessung, PND und RSWK/SWD gebilligte Regelwerksentwürfe für RAK-WB und RSWK vor.

Der Standardisierungsausschuss beabsichtigt, auf der Basis der gefassten Beschlüsse einen für Formalerschliessung und Sacherschliessung gemeinsamen Regelwerkstext  zu erstellen. Die nun im Stellungnahmeverfahren vorgelegten Entwürfe sind zwar inhaltlich und soweit möglich auch textlich aufeinander abgestimmt worden, allerdings wurde in diesem Stadium noch der jeweilige Regelwerkskontext RAK-WB bzw. RSWK beibehalten.

Wir möchten Sie auf das nach der Geschäftsordnung vorgesehene öffentliche Stellungnahmeverfahren hinweisen, das mit dem heutigen Tage beginnt und bis zum 01. September 2004 laufen wird.

Hintergrundinformationen sowie die Regelwerksentwürfe selbst stehen unter
http://www.ddb.de/professionell/afs_dok_reg_entw.htm zur Verfügung.
In das Stellungnahmeverfahren sind weitere RSWK-Entwürfe, die nicht den Bereich Personennamen betreffen, einbezogen.

Bitte senden Sie Ihre Stellungnahme bis zum 01. September 2004 an die Vorsitzende der Expertengruppe Formalerschliessung:

Gudrun Henze
Die Deutsche Bibliothek
Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main
Arbeitsstelle für Standardisierung
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Telefax: 069 / 1525 - 1010
mailto: henzeg@dbf.ddb.de

Über eine rege Beteiligung am Stellungnahmeverfahren würden wir uns freuen."

Dem Wunsch schließt sich die HeBIS-Verbundzentrale an. Jede Stellungnahme von Ihnen ist herzlich willkommen. Bitte senden Sie sie jedoch an die HeBIS-Verbundzentrale (E-Mail: r.albrecht@stub.uni-frankfurt.de oder a.arndt@stub.uni-frankfurt.de). Da die Verwendung von Personennormdaten im HeBIS-Verbund bisher keine Mehrheit fand, wird die Einführung der jetzt geplanten Regelwerksanpassung zu erheblichen Inkonsistenzen in der HeBIS-Verbunddatenbank führen. Eine Anpassung der bestehenden Einträge an das neue Regelwerk für Personennamen ist schwierig bis nahezu unmöglich ohne Personennormdaten. Die zu erwartenden Inkonsistenzen werden besonders BenutzerInnen bei OPAC-Recherchen zu spüren bekommen, aber auch für die KollegInnen in den Medienabteilungen und in der Information werden sich Schwierigkeiten bei der Recherche ergeben. Ihre Stellungnahmen können uns dabei behilflich sein, einzuschätzen, wie wir mit der Regelwerksänderung umgehen sollen.

Was die Frist angeht: Wir bemühen uns, eine Verschiebung des Abgabetermins zu erreichen, da der gewährte Zeitraum sich genau mit den hessischen Sommerferien deckt und die geplanten Regelwerksänderungen zu grundlegend sind, als dass man sie zwischen Tür und Angel beurteilen könnte. Wir werden Sie über kat-list informieren, ob sich die Stellungnahmefrist verlängert.

(ana)

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Kassel - Universitätsbibliothek
Neuer E-Mail-Service

Seit dem 01.06.2004 versenden wir Vormerkbenachrichtigungen und Rückgabeaufforderungen für in Dauerausleihe ausgeliehene Medien im Fall einer Vormerkung per E-Mail. Dies ermöglicht uns das Einstellen des Postversands der Vormerkbenachrichtigungen zum 01.07.2004 ohne allzu großen Einschnitt. Die ersten Reaktionen waren bereits sehr positiv.

Bereits seit dem 12.08.2002 bereits versenden wir Mahnungen per E-Mail sein.

Seit einem Monat informieren wir unsere Klientel über einen entsprechenden Text auf den Benachrichtigungen über die Möglichkeit, ihre E-Mail-Adresse über den entsprechenden Menüpunkt in unserem OPAC selbst zu pflegen. Die aktuelle Information für unsere Nutzer auf unserer Homepage.

An dieser Stelle geht noch einmal herzlicher Dank an die Gießener Kollegen, die uns beim Einrichten dieses Links im OPC4 überaus hilfreich zur Seite gestanden haben.

Helmut Gick E-Mail an AutorIn
Universitätsbibliothek Kassel

Gremienberichte

Expertengruppe GKD

Sitzung am 16.6.2004 in DDB Frankfurt, 10.30 - 17.00 Uhr

Angleichung der Ansetzungsregeln RAK/RSWK

Nachdem die Initiative zur Angleichung der Ansetzungsregeln von PND und SWD erfolgreich abgeschlossen wurde, soll nun für GKD und SWD ähnlich vorgegangen werden. Allerdings wird dieser Prozess nicht ohne strukturelle Angleichungen bzw. die Entwicklung eines neuen gemeinsamen Normdatenformates auskommen. Deshalb soll Ende d.J. eine AG, die sich aus einzelnen Mitgliedern aller EGs und dem MAB-Ausschuss (insg. ca. 20 Mitglieder aus den Verbünden) zusammentreten und die Prinzipien für diese Arbeit festlegen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, die Umsetzungsfähigkeit (Entitätengleichheit) zu AACR/MARC zu erreichen.

Nachschlagewerke Geografika

Es bleibt bei dem Beschluss, als Nachschlagewerk zur Ansetzung von Gebietskörperschaften (Feststellung von Gleichnamigkeit) vorrangig Columbia-Lippincott zu nutzen. Die AFE erarbeitet einen Vorschlag, wie dies in der Praxis künftig gehandhabt werden soll. Dieses Papier wird zur Abstimmung an die EG-Mitglieder verschickt.

Praxisregeln zum neuen Feld 155: Offizieller Name der Körperschaft in unveränderter Form

Das vorliegende Papier zur Erläuterung der Besetzung des Feldes 155 ist für die Praxis zu umfangreich geraten und wird deshalb auf die wesentlichen Aussagen und wenige Beispiele verkürzt. 

Umstellung auf neue Ländercodes

DDB verfügt über ein Programm, dass online eingebene zweistellige LCs automatisch nach Abspeicherung in die neuen hierarchisierten Codes wandelt. GBV und HeBIS haben ihr Interesse angemeldet, dieses Programm in ihre Pica-Systeme zu übernehmen und damit auch die Offline-Lieferungen nach den neuen Konventionen zu garantieren.

Online-Eingabemöglichkeit in die GKD

Das OAI-Harvesting-Verfahren hat sich im Test als nicht brauchbar erwiesen. Weiterverfolgt werden nun noch zwei Konzepte:

1. Eingabe im verbundeigenen Client mit angeschlossener Z39.50-Updateschnittstelle (für Verbünde)
2. Eingabemöglichkeit  über Web-IBW von Pica (eher für kleinere GKD-Partner)

Beide Verfahren sind noch in der Entwicklung und es gibt noch keine Zeitvorstellungen über die mögliche Einsatzfähigkeit. Einige Verbünde arbeiten vorläufig mit einer manuellen Zwischenlösung, bei der zunächst online mit einem Pica-Client erfasst wird und anschliessend eine Kopie der Neuaufnahme ins eigene Verbundsystem erzeugt wird.

(mod)

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Impressum

HeBIScocktail 3/2004 (19. Juli 2004)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://smirnoff.rz.uni-frankfurt.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff (gib), Andrea Arndt (ana), Monika Denker (mod), Renate Koch-Krug (rek), Heike Nienerza (hen)
Weitere Autoren: Herbert Adam (hea), Rita Albrecht (ria), Angelika Hinrichs (anh), Elmar Reith (elr)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 4/2004 erscheint Oktober 2004.

Redaktionsschluss: 17. September 2004