HeBIScocktail
Ausgabe: 2004-4
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf Ihrem Bildschirm sehen Sie die für dieses Jahr letzte Ausgabe des HeBIScocktail. Wie immer hatte die Redaktion im Vorfeld Bedenken, die Ausgabe überhaupt füllen zu können. Wie immer haben sich diese Befürchtungen nicht bewahrheitet.
Dass das so ist (und hoffentlich so bleibt), haben wir den vielen schreiblustigen Kolleginnen und Kollegen unter Ihnen zu verdanken. Ein herzliches Dankeschön also an alle, die die Redaktion so unermüdlich mit Informationen und Beiträgen versorgt haben. Machen Sie weiter so!

Und wer sich bis jetzt noch nicht an die Feder bzw. die Tastatur gewagt hat, kann es ja künftig mit Hermann Hesse halten. In seinem Gedicht "Stufen" heisst es: "Nur wer bereit zum Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen". Schreiben Sie doch mal für den HeBIScocktail!

Einen schönen Herbst wünscht Ihnen

Gisela Bröckerhoff
HeBIScocktail Redaktion

Pica-System

Aktuelle Pica-Informationen

... gibt es wie üblich auf der Pica-Hompage.

(ana)

Neues von den Datenbanken

Fußnotenverknüpfungen aus Monographien entfernt

Aufgrund des Beschlusses der AG Alphabetische Katalogisierung vom Januar 2004 wurden Anfang Oktober sämtliche Fußnotenverknüpfungen aus Monographien zu früheren/späteren oder parallelen Ausgaben sowie zu größeren/kleineren Einheiten gelöst. In den Kategorien 4241 - 4244 finden Sie ab sofort bei Monographien nur noch textliche Hinweise.

Wo erforderlich, wurden Nebeneintragungen unter Körperschaften, Titeln oder Personen gemacht.

Für das Lösen der Fußnotenverknüpfungen in Monographien gab es zahlreiche Gründe:

  • Links in den lokalen Katalogen führten oft ins Leere
  • Vereinfachung der Katalogisierung
  • Navigationsprobleme (rel/fam) bei Verknüpfungen zur größeren/kleineren Einheit, wenn gleichzeitig eine Schriftenreihe vernüpft war
  • Anwendung von Fußnotenverknüpfungen nicht stringent, keine klare Linie in den Regeln
  • häufig fehlerhafte Anwendung der einzelnen Kategorien

Davon nicht betroffen sind Zeitschriften, Schriftenreihen und Aufsätze, in denen auch weiterhin Fußnotenverknüpfungen erfasst werden dürfen.

Wer sich noch einmal genau über die Hintergründe der Aktion informieren möchte, kann das im Protokoll der 21. Sitzung der AG Alphabetische Katalogisierung im Januar 2004 tun.

Bitte erfassen Sie ab dem jetzigen Zeitpunkt keine Verknüpfungen mehr in den Kategorien 4241 - 4244 in Monographien (a-, c-, e-, E-, f-, F-Sätzen). (siehe geänderte Erfassungsrichtlinien vom April 2004)

(ana)
Neuer Gesamtabzug der GKD

Ende August wurde ein aktueller Gesamtabzug der GKD in HeBIS eingespielt. Grund dafür war die Umstellung auf die neuen vierstelligen Ländercodes (Voranstellung des Kontinents) und die Einführung historischer Codes für nicht mehr existierende Staaten (Beisp.: XA-DXDE für Deutschland, Deutsches Reich).
Die alten Ländercodes (zweistellig, Kleinbuchstaben) können noch weiter eingeben werden; sie werden nach dem Abspeichern automatisch zu vierstelligen Codes expandiert. Historische Codes müssen jedoch in neuer Form (sechsstellig. Großbuchstaben) erfasst werden. Eine Übersicht über die neuen Ländercodes finden Sie auf unseren aktualisierten Handbuch-Seiten (http://smirnoff.rz.uni-frankfurt.de/bib/arbeitshilfen/hebis-handbuch/kapitel.php?cat=Listen).
Die GKD hat mit einem Korrekturlauf die Altdaten korrigiert und deshalb eine komplette Neuauslieferung der Daten zur Verfügung gestellt. 

Damit ist auch erstmals das neue Feld 155 "Offizieller Name der Körperschaft" (HeBIScocktail 2004/2), das im Mai 2004 eingeführt wurde, ausgeliefert worden.

(mod)
Verbund-OPAC: Neuer Suchschlüssel für Hochschulschriften

Der neue Suchschlüssel "HSS" für Hochschulschriften, der bisher nur im CBS unter WinIBW genutzt werden konnte (s. HeBIScocktail 3/2004), steht seit Mitte August auch im Verbund-OPAC zur Verfügung.

Für den Suchschlüssel "HSS" wird der Inhalt des Hochschulschriftenvermerks in Kategorie 4204 indexiert (mit Ausnahme der einleitenden Wendung "Zugl." u.ä.).  Entsprechend können im OPAC folgende Suchkriterien für die gezielte Suche nach Hochschulschriften verwendet werden:

  • Hochschulort
  • Prüfungsjahr
  • Art der Hochschulschrift. Hierbei muss man allerdings an die Abkürzungen denken und die entsprechenden Bezeichnungen trunkiert eingeben, also Diss?, Habil?, Mag?, Dipl?

Tipps und Hinweise zur Verwendung des neuen Suchschlüssels findet der Benutzer in der kontextsensitiven Hilfe, die mit einem Mausclick auf das Fragezeichen neben dem Suchschlüsselmenü abgerufen werden kann.

(hen)

Mitteilungen der Verbundzentrale

Das HeBIS-Internetangebot hört wieder

... und zwar auf den Namen www.hebis.de!

Die Inhalte liegen zwar nach wie vor auf derselben (alkoholisierten ;-)) Maschine, jedoch gilt der Alias "hebis.de" nun für diesen Server.

(ana)
WinIBW Version 2.4.1

Seit Anfang September steht die neue WinIBW-Version 2.4.1 auf dem HeBIS-FTP-Server zur Verfügung. Die Neuerungen bestehen vor allem in einem wesentlich erweiterten Angebot an Funktionen (Skripten) und Eingabemasken. Zur übersichtlicheren Darstellung wurde ein neuer Menüpunkt "Erfassung" eingeführt, unter dem jetzt alle Eingabemasken zu finden sind.

Menüpunkt Erfassung:

  • es werden nun zusätzliche Eingabemasken für Aufsätze, Dissertationen, Karten, Musikdrucke, Mikroformen, Sekundärausgaben, Online-Ressourcen (nicht Ejournals), CD-ROMs, Tonträger sowie Bildtonträger angeboten
  • die Funktionen zum Erzeugen von Lokaldatensätzen mit den verschiedenen URL-Herkunftskodierungen wurden aus dem Menüpunkt "Funktionen” herausgenommen und lassen sich jetzt hier unter "Erfassung / Online-Exemplare" abrufen


Menüpunkt Funktionen:

  • die Funktion "Datensatzkopie” kopiert sowohl Titelsätze als auch Körperschaftssätze
  • die neue Funktion "GBV-Titelkopie” ermöglicht das Kopieren von GBV-Titelsätzen nach HeBIS
  • mit den neuen Funktionen "Dublette: Zielsatz bestimmen" und "Dublette: Quellsatz bestimmen" wird das Programm zur Bereinigung von Dubletten aktiviert
  • die neuen Funktionen "Personensuche (PND)" und "Person einfügen" kopieren Ansetzungs- und Verweisungsformen aus PND-Sätzen in HeBIS-Titelsätze
  • für die Bibliographien-Katalogisierung stehen nun spezielle Funktionen zur Verfügung


Menüpunkt ZDB-Funktionen:

  • "Titelkopieren in HeBIS DB” kopiert automatisch Titeldatensätze aus der ZDB nach HeBIS (Voraussetzung ist Zweifenstertechnik; die Funktion "title-copy-file bestimmen” entfällt)
  • mit "ZDB-Handbuch (de-)aktivieren” wird im Korrekturmodus die Anzeige von ZETA- bzw. HeBIS-Handbuchkapiteln zum ausgewählten Feld über die F1-Taste bestimmt


Außerdem wurden in der neuen Version einige Fehler bereinigt und Nachbesserungen vorgenommen; z.B. arbeitet die Funktion Datensatzkopie jetzt auch bei f-Sätzen, die an d- oder e-Sätzen hängen, fehlerfrei, und die Funktion "Sachdaten einfügen" kann nun auch für Aufnahmen im Editiermodus angewendet werden.

Eine ausführliche Beschreibung der neuen WinIBW-Version bietet Ihnen das neue Kapitel "WinIBW-Anleitung 2.4.1" des HeBIS-Systemhandbuchs (PDF-Datei). Darin wurden auch Ergänzungen zu den Arbeitsbeschreibungen eingearbeitet, die z.T. schon über HeBIS-Cocktail oder Mails bekannt gegeben worden sind (betrifft vor allem das Menü Optionen/Anpassen, die Tabellenfunktion, das Drucken und die Eingabe von Diakritika). Bitte beachten Sie, dass diese Aktualisierungen nur in der neuen Anleitung vorgenommen wurden.

(elr)

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Fulda, Hochschul- und Landesbibliothek
Neue Benutzungsordnung für die HLB Fulda

Mit der technischen Umsetzung im OUS-Modul des Pica-Produktionssystems am 21.9.2004 konnte die zuvor vom Senat der FH Fulda verabschiedete und im Staatsanzeiger veröffentlichte neue Benutzungsordnung der Hochschul- und Landesbibliothek Fulda in Kraft treten. Ein Weg war damit erfolgreich beendet, der vor rund 18 Monaten mit der Gründung einer bibliotheksinternen Arbeitsgruppe begonnen hatte.
Hier soll die Entwicklung kurz dargestellt werden.

Nach der Zusammenlegung von Landesbibliothek und Fachhochschulbibliothek zum 1.1.2001 war zwar eine Bibliothek entstanden. Jedermann weiß aber, dass einer solchen Fusion auf dem Papier ein langer Prozess des Zusammenwachsens folgen muss.
Ein weiterer Schritt ist mit dem In-Kraft-Treten der gemeinsamen Benutzungsordnung - und damit auch der Einführung eines gemeinsamen Leseausweises - vollzogen.
Landesbibliothek und Fachhochschulbibliothek Fulda wurden 1995 als ILN 21 und 22 im LBS Gießen/Fulda eingerichtet. Das zuvor schon gemeinsam betriebene Bibdia-Ausleihsystem wurde zunächst weiter angewendet.
1997 wurde in beiden ILNs die Bibdia-Ausleihe durch die jeweilige Einrichtung des OUS-Moduls abgelöst.
Wegen der anstehenden ILN-Reform im LBS, der bevorstehenden Fusion von Landes- und Fachhochschulbibliothek und der geplanten ACQ-Anwendung in der FHB wurden ILN 21 und 22 im August 2000 zur gemeinsamen ILN 21 zusammengeführt.
Im Ausleihmodul dieser ILN 21 wurden die zwei Abteilungsgruppen 52 und 54 eingerichtet, da es ja zwei unterschiedliche Benutzungsordnungen umzusetzen galt.
Für die neue Benutzungsordnung wurde das OUS-Modul der ILN 21 jetzt so "umgebaut", dass eine Abteilungsgruppe mit zwei Abteilungen entstand. Dabei blieb die Abteilungsgruppe 54 wegen der größeren Anzahl an aktiven Nutzern erhalten.
Die vorhandenen Nutzerdaten wurden folgendermaßen umgesetzt:
Hatte ein Benutzer zwei Ausweise, wurde die Mitgliedschaft in der Abteilungsgruppe 52 auf den 21.9.04 begrenzt und der Nutzerstatus auf 9=gesperrt gesetzt. Die Datensätze ohne Bewegungsdaten und Fernleihkonto wurden gelöscht, die anderen werden gelöscht, sobald alle Rückgaben erfolgt und alle Forderungen beglichen sind. Guthaben aus einem Fernleihkonto müssen dem gültigen Nutzerkonto gutgeschrieben werden.
Ein alleiniger Ausweis in der Abteilungsgruppe 52 behält seine Gültigkeit und wurde der Abteilungsgruppe 54 zugeordnet. Ebenso gültig bleibt der alleinige Ausweis in der Abteilungsgruppe 54.
Ungültig gewordene Benutzerausweise werden eingezogen. Die alten Ausweise werden nach und nach gegen neue Ausweise in einheitlichem Design ausgetauscht.
Worauf musste besonderes Augenmerk gelegt werden? Hier seien nur ein paar Punkte erwähnt: Vormerkungen, Fernleihkonten, neue Zuordnung zu aktuellen Nutzertypen, neue Online-Benutzeranmeldung und einige mehr. Ein Beispiel für eine Falle, in die wir zunächst getappt sind: der gleiche Nutzer mit zwei Ausweisen und Umlaut oder ß im Namen wurde nicht als identisch erkannt, wenn Umlaut bzw. ß in einem Nutzerdatensatz aufgelöst war und im anderen nicht.
Die Umsetzung konnte letztlich so zügig und unproblematisch nur deswegen erfolgen, weil sich die Zusammenarbeit mit den LBS-Administratoren, H. Dr. Mischnick und H. Risius, aufs Neue bewährt hat. Ihnen gilt unser herzlicher Dank dafür.

Genoveva Raatz E-Mail an AutorIn
Hessische Landes- und Hochschulbibliothek
Gießen, Bibliothekssystem der Uni Gießen
Veränderungen im Bibliothekssystem der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Im Sommersemester 2004 wurde die Zweigbibliothek Recht und Wirtschaft gegründet. In ihr sind das Juristische Seminar und das Wirtschaftswissenschaftliche Seminar zusammengefasst. Die wirtschaftswissenschaftliche Literatur aus der UB (Freihandbestand und Lehrbuchsammlung) ist Ende September in die Zweigbibliothek umgestellt worden, der Bestand des ehemaligen wirtschaftswissenschaftlichen Seminars sowie ein Teil des juristischen Bestandes wurde ausleihbar gemacht. Seit dem 4.10. ist in der Zweigbibliothek das PICA-Ausleihsystem im Einsatz.

  • Ein weiterer Teil der Literatur aus der dezentralen Fachbibliothek Germanistik steht nun im ersten Stock der UB. Die Umstellung war kurzfristig auf Grund von Brandschutzauflagen notwendig. Der Bestand wird wie schon bei der Mediävistik und Sprachwissenschaft der UB zugeordnet und ist ausleihbar. Er steht auch der Fernleihe zur Verfügung.

  • Die Bibliothek des Instituts für Kunstpädagogik wurde räumlich und organisatorisch in die Zweigbibliothek im Philosophikum II integriert.

  • Die Bibliothek der Professur osteuropäische Geschichte ist in die Zweigbibliothek im Philosophikum I integriert worden.

  • Die ernährungswissenschaftliche Literatur der UB (Freihandbestand und Lehrbuchsammlung) und die Bibliothek des Instituts für Ernährungswissenschaft wurden in die Zweigbibliothek im Chemikum umgestellt.

OUS

  • Email-Dienste: Rückgabeerinnerung, Fernleih- und Vormerkungsbenachrichtigung
  • Rückgaberinnerung
    Seit dem 15.11.2003 erhalten Benutzer des Bibliothekssystems der JLU sieben Tage vor Ablauf der Mahnfrist eine automatisch generierte Email-Erinnerung an den Abgabetermin. 
  • Vormerkbenachrichtigung
    Seit dem 25.5.2004 wird bei Eintreffen eines vorgemerkten Bandes den Nutzer/inne/n automatisch eine entsprechende Email zugeschickt.
  • Fernleihbenachrichtigung
    Seit dem 27.6.2004 wird bei Eintreffen einer Fernleihe (ausgenommen: Kopien) den Nutzer/inne/n automatisch eine entsprechende Email zugeschickt.
  • Benachrichtigung bei Ablauf der Mitgliedschaft
    Seit dem 22.7.2004 erhalten die Nutzer einen Monat vor Ablauf ihrer Mitgliedschaft per Email einen entsprechenden Hinweis.

    Die Programme / Skripte hierfür wurden vom HRZ Giessen selbst entwickelt, da sie von PICA leider nicht bereitgestellt werden.

    Der Versand von Mahnungen per Email wurde auf die Fernleihbibliotheken ausgedehnt. Diese Komponente ist Teil von PICA-OUS.

OPC4

  • Anzeige mehrbändiger Werke
    Bei mehrbändigen Werken wird seit dem 5.8. ein Hinweis auf die "zugehörigen Bände" angezeigt und dabei gelb hinterlegt. Fragen zu mehrbändigen Werken, die über die Mailinglisten regelmäßig gekommen waren, gibt es seitdem kaum noch.

  • Nützliche Indizes für die Datenbankpflege
    Der OPC4 ist nicht nur für die Nutzer ein sehr komfortabler Katalog, die neue Indexierungsverfahren bieten auch die Möglichkeit, für interne Zwecke neben dem laufenden Betrieb schnell neue Indices zu bilden. Dies wurde im Bibliothekssystem beispielsweise genutzt für:

    • BIK + Ausleihcode
      Mit diesem Index konnten Fehler bei der Datenerfassung leicht gefunden und beseitigt werden. Anlass war die Frage, welche Titel in bestimmten Systematiksstellen präsent gehalten werden.
    • BIK + Signatur
      In den Fällen, in denen das BIK nicht vor die Signatur gesetzt wurde, kann man jetzt auch bei einfach strukturierten Signaturen feststellen, welche Signaturtypen es gibt und wie häufig sie vorkommen. Anlass waren Fragen nach Altbeständen in einzelnen Bibliotheken und ihre Erschließung im OPAC.

OUS/OPC: Semesterapparate

In den dezentralen Bibliotheken wird zum Teil in erheblichem Umfang mit Semesterapparaten gearbeitet, dh die in einer Lehrveranstaltung verwendeten Bücher werden an einer Stelle in der Bibliothek zusammen aufgestellt. Sie sind während des Semesters nicht ausleihbar bzw. werden nur an die Vortragenden ausgeliehen.

Um die Umarbeitung an den Exemplarsätzen im CBS zu vermeiden, wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem es ausreicht, dass die Bände auf ein Nutzerkonto vom Typ Semesterapparat verbucht werden. In nächtlichen Läufen werden die Ausleihdaten so geändert, dass im Katalog der Hinweis auf den Standort des Semesterapparates erfolgt. Hierzu waren auch Eingriffe in die Anzeigesyntax notwendig. Diese Arbeiten wurden vom HRZ Gießen mit großem Engagement realisiert.

Giessener Elektronische Bibliothek (GEB)

  • Zur Suche in der GEB wird ein von früheren Mitarbeitern der JLU enwickeltes Programm "Lumrix" eingesetzt.
  • Die Giessener Elektronische Bibliothek bietet über die Portaltechnik jetzt auch die beiden Zeitschriften der Universität an:
    Spiegel der Forschung
    http://geb.uni-giessen.de/geb/portal/spiegel-der-forschung/ sowie
    Uni-Forum
    http://geb.uni-giessen.de/geb/portal/uni-forum/

    Außerdem werden die im Rahmen der Digitalisierung der Papyrussammlungen gescannten älteren Publikationen über die Giessener Elektronische Bibliothek angeboten, so zum Beispiel die Kurzberichte aus den Papyrussammlungen. Die digitalisierten Publikationen folgen in ihrer Struktur den Vorgaben der DFG.

Konsortial-Datenbanken

  • Juris: Die UB hat seit November 2003 einen eigenen Juris-Server in Betrieb, der auch von der UB Marburg mitgenutzt wird.

Netzzugang über Wireless LAN

In der Universitätsbibliothek, der Zweigbibliothek Recht und Wirtschaft und der dezentralen Fachbibliothek Physik wurden Spots für den WLAN-Zugang eingerichtet.

Web-Usability

Die erste Phase des DFG-Projekts Web-Usability des Informations- und Interaktionsangebotes von Hochschulbibliotheken, das gemeinsam mit dem Zentrum für Medien und Interaktion beantragt worden war,
http://www.uni-giessen.de/ub/ueber/dfg-projekte.php#usability
hat die erste Phase abgeschlossen. Auf Grund der Ergebnisse wurden die Web-Seiten des Bibliothekssystems überarbeitet. In der zweiten Phase soll unter anderem überprüft werden, ob die Änderungen die angestrebten Verbesserungen in der Nutzung erreicht haben.

Lothar Kalok E-Mail an AutorIn
UB Gießen
Gießen, Universitätsbibliothek
Ovid Linksolver an der UB Gießen

Das Programm wurde vom Konsortium beschafft und ist in Produktion. Die Verlinkungen für die Konsortialverträge werden zentral von der UB Gießen für den Verbund gepflegt. Der LinkSolver wird inzwischen auch für Datenbanken eingesetzt, die nicht von Ovid stammen, so zum Beispiel ISI Web of Science, EBSCO Business Source Elite, FIZ Technik, wiso-net und CSA (Cambridge Scientific Abstracts); geplant ist PubMed.

Das Programm macht es möglich, von den Treffern einer Datenbankrecherche zu den Volltexten oder zu Katalogen (HeBIS, EZB) zu verlinken. Die Verlinkung zu den Volltexten erfolgt über vorkonfigurierte oder von der UB Gießen für den Verbund erstellte Links oder über CrossRef, eine Verlinkungstechnik zu Aufsätzen von Online-Anbietern. Es werden sowohl konsortial erworben als auch frei zugängliche Volltexte (z.B. PubMed, HighWire free journals) verlinkt. Bei Elsevier-Zeitschriften erfolgt die Verknüpfung zum hessischen Science Direct Server.

Für das Bibliothekssystem der JLU werden auch lokale Online-Abonnements in die Link-Listen aufgenommen.

Lothar Kalok E-Mail an AutorIn
Bibliothekssystem der Uni Gießen
Mainz, Stadtbibliothek
Retrokonversionsprojekt an der Stadtbibliothek Mainz abgeschlossen

Im Januar 2002 begann die Stadtbibliothek in Kooperation mit der Firma Medea Services mit der retrospektiven Erfassung ihrer Bestände ab Erscheinungsjahr 1830 (vgl. hierzu HeBIScocktail 1/2002 und 2/2002, Rubrik "Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen").

Nach 2 1/2 Jahren ist das Ziel jetzt erreicht! 

  • 190.000 Monographien wurden von der Firma online in die Verbunddatenbank eingegeben.
  • 21.000 schwierige Titel wurden von der Firma gekennzeichnet und von den Katalogisierungskräften der Stadtbibliothek nacherfasst.
  • In diesem Zeitraum erhöhte sich die Anzahl der im OPAC nachgewiesenen Medien auf insgesamt 446.434.

Verfahren

Der Originalkatalog (Standortkatalog mit 148.000 Zetteln) wurde in 4 Segmenten an die Firma geliefert. Für jedes Segment wurde ein Bearbeitungszeitraum von 8 Monaten vereinbart. Die Rücklieferung sollte in kleinen Einheiten (3000 Zettel) regelmäßig erfolgen.
Die Vereinbarung umfasste das Ansigeln von Lokaldaten zu ein- und mehrbändigen Monographien und die Neuaufnahme von einbändigen, ab dem 2. Katalogsegment auch von mehrbändigen Monographien mit max. einer Hierarchiestufe.

Ergebnis

Die Firma erstellte 100.000 Neuaufnahmen inkl. Lokaldaten und sigelte 90.000 Lokaldaten an vorhandene Titelaufnahmen an. Das entspricht einer Fremdleistungsübernahme von 47%.

Die Daten wurden auf einem guten Qualitätsniveau entsprechend der Erfassungsanweisung eingegeben.

Im Verlauf des Projekts ergaben sich aber auch Probleme. Unvollständig bearbeitete Katalogkarten wurden nicht konsequent von der Firma für die Nacherfassung gekennzeichnet und die vereinbarten Lieferzeiten wurden oft nicht eingehalten.
Erfreulicherweise konnte das Gesamtprojekt aber trotzdem termingerecht zum 31.08.2004 beendet werden.

Der erfolgreiche Projektabschluss wurde durch den engagierten Einsatz aller Beteiligten möglich und ist für uns ein Grund zum Feiern:

Mit 446.434 Medien im OPAC können wir jetzt unseren Lesern den größten Teil unseres Bestandes online für Recherche, Bestellung und Vormerkung anbieten und bibliotheksintern stehen die Daten für alle Module zur Verarbeitung/Verbuchung zur Verfügung.

Angelika Stresing E-Mail an AutorIn
Stadtbibliothek Mainz

Aus den Verbundgremien

Highlights aus der 22. AG Alphabetische Katalogisierung

TOP 4 Mehrbändige Werke mit nur einer Zählung in einer Schriftenreihe

Nach RAK wird die Schriftenreihe in mehrbändigen Werken, die nur eine Zählung innerhalb der Schriftenreihe haben, immer im übergeordneten Gesamttitel (c-, e- oder E-Satz) untergebracht. In Pica resultiert daraus eine Verknüpfung mit der Schriftenreihe bereits auf der Ebene der Gesamtheit. Im OPAC bringt das allerdings große Probleme bei Anzeige und Bestellung solcher mehrbändiger Werke mit sich, da der FAM-Befehl im OPAC immer die Bände der größten Familie, also der Schriftenreihe, auflistet.

Es ist nicht absehbar, dass es in lokalen und VerbundOPACs künftig Verbesserungen geben wird. Auch im HeBIS-Portal ist keine bessere Präsentation zu erwarten. Also hat die AG Alphabetische Katalogisierung beschlossen, die Verbundregeln für mehrbändige Werke mit einer Zählung in Schriftenreihen zu ändern.

Künftig soll zur Schriftenreihe nur noch auf Bandebene (f- und F-Satz) verknüpft werden. Das hat zur Folge, dass man in den OPACs endlich eine richtige FAM-Anzeige für das mehrbändige Werk erhält und die einzelnen Bände eines mehrbändigen Werkes auch gesammelt als "zugehörige Veröffentlichungen" angezeigt bekommt - und sie bestellen kann.
Der AG ist klar, dass damit in manchen Fällen Mehrarbeit auf die KatalogisiererInnen zu kommt, der Nutzen wird jedoch im Interesse der BenutzerInnen unserer Kataloge sehr viel höher eingeschätzt.

Für diese neue Regelung gibt es auch eine neue Katalogisierungsanweisung, die zusammen mit diesem HeBIScocktail veröffentlicht wird.

Link Download der geänderten Katalogisierungsanweisungen

Die Neubearbeitung des Kapitels "Mehrbändige Werke" im HeBIS-Handbuch steht noch aus und wird nach Abschluss des Projekts HeBIS-Portal in Angriff genommen.


TOP 5 Angleichung der Ansetzung von Personennamen in RAK und RSWK

Zum diesem Thema konnte die AG Herrn Dugall als Gast begrüßen, der mit den AG-Mitgliedern über die Situation im HeBIS-Verbund kurz diskutierte. Angesichts der bevorstehenden Regelwerksänderungen sei das Thema "Personennormdaten" in den Gremien womöglich neu zu verhandeln, so Herr Dugall.

Mit dem bereits 2002 vorgelegten Konzept für die Einführung von Personennormdaten im HeBIS-Verbund als Basis überlegen die KatalogisiererInnen in den Lokalsystemen zur Zeit, welcher Mehraufwand bzw. welche Arbeitserleichterung beim Einsatz von Normdaten im Bereich der Personen auf die Bibliotheken zukäme.

Andrea Arndt E-Mail an AutorIn
Vorsitzende AG Alphabetische Katalogisierung

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Impressum

HeBIScocktail 4/2004 (29. Oktober 2004)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://smirnoff.rz.uni-frankfurt.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main
Redaktion: Gisela Bröckerhoff (gib), Andrea Arndt (ana), Monika Denker (mod), Renate Koch-Krug (rek), Heike Nienerza (hen)
Weitere Autoren: Herbert Adam (hea), Rita Albrecht (ria), Angelika Hinrichs (anh), Elmar Reith (elr)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@stub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 1/2005 erscheint Januar 2005.

Redaktionsschluss: 17. Dezember 2004