HeBIScocktail
Ausgabe: 2007-1
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum Jahresbeginn möchten wir Ihnen alles Gute wünschen!

Das vergangene Jahr 2006 bedeutete für uns von der Verbundzentrale und der BDV vor allem: Verbesserung der HeBIS-Service-Leistungen.

Es gab etliche Projekte, die wir umsetzen konnten, z.B.:

  • Verbesserung der Funktionalitäten des HeBIS-Portals und seiner lokalen Sichten
  • Weiterentwicklungen bei unseren Katalogen und Datenbanken, z.B. durch Integration der PND-Daten, Einführung eines neuen Verbund-OPACS, Umstieg auf die neue CBS4-Version 3.0
  • Neuerungen im Bereich der Fernleihe, um die Bestellabwicklung effizienter zu gestalten

In diesem Zusammenhang möchten wir uns auch für Ihre Unterstützung und Geduld bedanken!

Personell gab es ebenfalls Veränderungen in der Verbundzentrale: Neu in unserem Team ist Günter Pietzonka (Fernleihe), nach Erziehungsurlaub zurückgekehrt ist Carmen Wuenkhaus-Wittich (Zentralsystembetreuung).

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2007 und weiterhin gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen, unseren Verbundpartnern!

Entwicklungen und Planungen im Verbund

Aktuelles aus dem HeBIS-Verbundrat
Finanzierung einer neuen Stelle auf den Weg gebracht

Der HeBIS-Verbundrat hat am 7. Dezember 2006 getagt und dabei ein umfangreiches Programm abgearbeitet. Die Verbundleitung kann mit der Umsetzung folgender Beschlüsse beginnen oder bereits begonnene Projekte weiterführen:

Erhöhung der Personalkapazitäten

Der Verbundrat beschließt ein Umlageverfahren für bisher zentral finanzierte Kosten, die für Dienstleistungen Dritter entrichtet werden müssen (z.B. Wartungskosten). Mit dieser Umlage finanzieren die HeBIS-Bibliotheken ab 2007 eine weitere Stelle in der Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung, die damit wieder mehr Spielraum für die technische Weiterentwicklung der HeBIS-Produkte und Serviceleistungen bekommt.

Deutsche Nationalbibliografie 1945 – 1971

Der bereits gefasste Beschluss zur kompletten Einspielung der in der HeBIS-Datenbank noch fehlenden Altdaten aus der Deutschen Nationalbibliografie wird zugunsten einer fallbezogenen Datenübernahme revidiert. Die Deutsche Nationalbibliothek gewährt den Beziehern ihrer kostenpflichtigen Datendienste einen freien Zugang zur ILTIS-Datenbank. Im kommenden Jahr wird eine neue Version der WinIBW ausgeliefert werden, mit der künftig DNB-Daten direkt in die HeBIS-Datenbank übernommen werden können.

HeBIS in OCLCs WorldCat

Seit vergangenem Sommer bietet OCLC seinen WorldCat mit weltweiten Titel- und Bestandsnachweis von Bibliotheken frei zugänglich im Internet an (http://www.worldcat.org). HeBIS hat einen Vertrag mit OCLC geschlossen und wird Titel- und Bestandsdaten seiner Bibliotheken zur Integration in den WorldCat liefern. Zurzeit laufen die notwendigen Vorbereitungsarbeiten; mit einem Abschluss des Projektes ist im Laufe des ersten Halbjahres 2007 zu rechnen. Erste Daten könnten aber bereits im Laufe des ersten Quartals im WorldCat zu "besichtigen" sein.

Kataloganreicherungen

Der Verbundrat hat das sogenannte "Catalogue Enrichment" – die Anreicherung rein bibliographischer Daten mit Informationen zum Inhalt einer Publikation – als wichtiges Desiderat erklärt. Er unterstützt die aktuell laufenden Verhandlungen mit einem amerikanischen Anbieter von Anreicherungsdaten für englische und amerikanische Literatur. Inhaltsverzeichnisse, Abstracts, Auszüge oder auch Rezensionen werden mit den Titeln im OPAC oder im HeBIS-Portal verlinkt und können vom Benutzer direkt aufgerufen werden. Untersuchungen belegen, dass die Anreicherung von Katalogdaten zu deutlich weniger "Falschbestellungen" in lokaler Ausleihe und Fernleihe führt, weil die Benutzer vor Aufgabe einer Bestellung prüfen können, ob ein Titel für sie wirklich relevant ist.

R. Albrecht

Pica-System

Neue CBS4-Version 3.0

Ende des Jahres 2006 konnte das Zentralsystem erfolgreich auf die neue Version 3.0 umgestellt werden. Ab dieser Version werden Zeichen intern im Unicode-Zeichensatz abgespeichert.

Für die Katalogisierung ändert sich damit erst einmal nichts; erst wenn die nächste WinIBW-Version (3.0) eingeführt werden kann, wird es auch möglich sein, andere Schriften als die lateinische oder weitere Sonderzeichen zu verwenden.
Das ist aber erst dann sinnvoll, wenn auch die Lokalsysteme von den neuen Möglichkeiten profitieren können. Derzeit werden aber alle Zeichen, die über den bisherigen Pica-Zeichensatz hinausgehen, beim Download ins LBS einfach übergangen und wären somit für die Nutzung durch lokale Module wie den lokalen OPAC, ACQ etc. verloren.
Pica wurde daher der dringende Wunsch vorgetragen, möglichst bald eine LBS-Version zu entwickeln, die die Möglichkeiten des CBS auch für die lokalen Anwender nutzbar macht. Mit einer entsprechenden Anpassung der LBS-Software ist frühestens im 2. Quartal 2007 zu rechnen.

Einige Änderungen sind im Zuge des Versionswechsels aber doch schon jetzt zu bemerken, und zwar hauptsächlich im Bereich der Indexierung.

A. Recherche

1.) Allgemeines

Zeichenumwandlung

Ab CBS4-Version 3.0 werden Zeichen intern im Unicode-Zeichensatz abgespeichert. Das macht sich aber nur an einigen wenigen Stellen wirklich bemerkbar:
Diakritika wurden für die Indexeinträge bislang "weggeworfen", bei der Suche konnten sie dann wahlweise mit eingegeben oder weggelassen werden.
In Zukunft bekommt man je nach Eingabevariante unterschiedliche Treffermengen. Läßt man die Diakritika weg, bekommt man _alle_ Titel, bei denen die sog. "normalisierte" Form, also die Form ohne irgendwelche Sonderzeichen, übereinstimmt. Gibt man Diakritika mit ein, erhält man nur die Titel, bei denen exakt das gleiche Sonderzeichen erfasst wurde.

Bsp.: f tit general -> alle Titel, in denen "General", "général" , "gèneral" u.ä. vorkommt f tit général -> nur die Titel, in denen das Wort "général" (oder auch "Général") enthalten ist

Alle Schreibweisen mit anderen Diakritika werden mit dieser Eingabe nicht gefunden!

Es empfiehlt sich daher i.d.R., Suchbegriffe normalisiert, also ohne Diakritika, einzugeben, um z.B. auch Datensätze mit falsch erfassten Sonderzeichen in die Treffermenge zu bekommen.

Außerdem müssen innerhalb eines Suchterms entweder alle Diakritika eingegeben oder alle komplett weggelassen werden. Mischformen führen zu Null-Treffer-Mengen: Bsp.:f tis republique américaine -> 0 Treffer f tis république américaine -> 2 Treffer f tis republique americaine -> 2 Treffer

Umlaut/Trema

Ein besonderes Problem gibt es derzeit noch bei der Behandlung von Umlauten einerseits, und Buchstaben mit Trema (also zwei übergesetzten Punkten) andererseits.

Bislang war es möglich, diese Unterscheidung für die nach RAK korrekte Indexierung zu nutzen: Umlaute erschienen im Index als Grundbuchstabe + e, bei Zeichen mit übergesetztem Trema wurde dieses für die Indexierung nicht beachtet.

Diese Unterscheidung ist z.Zt. in Pica nicht möglich.

So hatte man nur die Wahl, entweder alle Umlaute nur mit ihrem Grundbuchstaben zu indexieren (also z.B. "muller, josef" statt "müller, josef" zu verwenden), oder den entgegengesetzten Weg einzuschlagen: jedes Trema im dazugehörigen Indexbegriff in ein "e" umzuwandeln.

Da in unserem Datenbestand die Anzahl der Umlaute sicher größer ist als die der Buchstaben mit Trema (die z.B. bei französischen Wörtern, aber auch bei Transliterationen aus bestimmten Sprachen vorkommen können), haben wir uns für die letztere Variante entschieden, was dann allerdings in bestimmten Fällen zu fehlerhaften Indexeinträgen führt.

Bsp.:

  • f tit père noël -> 29 Treffer
  • f tit pere noeel -> 29 Treffer
  • aber: f tit pere noel -> keine Treffer!

 

Sortierzeichen

Bei den Phrasen-Suchschlüsseln für Titel und Körperschaften (TIS, SES, KOS) findet jetzt in allen den Fällen, in denen der String mit einem zu übergehenden Artikel beginnt, eine doppelte Indexierung statt: einmal mit, und einmal ohne den jeweiligen Artikel.

Diese Änderung wurde vor allem im Hinblick auf die später geplante Übernahme der neuen Indexierung für den Verbund-OPAC gemacht, um Benutzern in diesen Fällen mögliche 0-Treffer-Mengen zu ersparen.

Bsp.:

  • f tis der barbier von sevilla -> 70 Treffer
  • f tis barbier von sevilla -> 70 Treffer

 

Nichtsortierzeichen

In der neuen Indextabelle gibt es zur Zeit einen Fehler bei der Behandlung von Nichtsortierzeichen.

Sie werden komplett ignoriert, was zur Folge hat, dass eigentlich zu übergehende Bestandteile aus Titeln oder Körperschaftsnamen momentan im Index zu finden sind.
Pica hat die Behebung des Fehlers in einer der nächsten CBS-Versionen zugesagt.

Bsp.: f tit instruktion hessen anhang -> 1 Treffer, obwohl vor „anhang“ ein Überlesungszeichen steht

2.) ADI

Es gibt einen neuen ADI: "SPR" für den Sprachcode.

Damit lässt sich zwar immer nur ein Sprachcode indexieren (ggf. vorliegende zweite und weitere Sprachcodes fallen also unter den Tisch), aber diese Lösung ermöglicht zum einen, dass wir später die sog. "Treffer-Analyse" des OPACs bedienen können und ist zum anderen auch die allgemein verwendete Variante unserer Pica-Partner.

Bsp.: f per kafka und spr cze -> findet alle Werke auf tschechisch von Kafka

3.) Nummern

Nummern werden in zwei verschiedene Indices aufgeteilt, einer für rein bibliothekarische Suchen, und einer, der auch von Benutzern evtl. gesuchte Nummern enthält. Dieser letztere enthält zudem auch alle die Nummern, die lt. Absprache mit der AG Gemeinsame Neukatalogisierung für eine verbundübergreifende Nummernsuche zur Verfügung stehen sollen.

Es gibt daher jetzt:

NUI (bibliothekarische Suche:

- ALD (Bibliographischer Nachweis alter Drucke)
- ALG (Allegro-ID-Nummer)
- BNR (Bestellnummer)
- BLI (Blackwell-ID-Nummer)
- DIA (BIBDIA-Nr.)
- FNR (Fremddaten-ID-Nr.)
- GKD (GKD-Nr.)
- LZI (Lizenzindikator)
- PND (PND-Nr.)
- SWD (SWD-Nr.)
- WVN (WV-Nr.)

NUM (Publikums-Suche):

- ADN (Amtliche Druckschriften-Nummer)
- DBN (DNB-Nummer)
- ISB (ISBN)
- ISS (ISSN)
- ISM (ISMN)
- NNR (Normnr.)
- PID (URN)
- RNR (Report-Nr.)
- ZDB (ZDBN)
- ZKT (neu, für den CODEN, einen Zeitschriften-Kurztitel)

Der Suchschlüssel BNU für die Buchnummer lässt sich in der neuen Indexierung nicht mehr in die allgemeinen Index NUM integrieren, da dieser nur noch Nummern auf Level 0 enthalten darf. BNU kann also nur noch "für sich allein" gesucht werden.

4.) Personen/Körperschaften


Von der AG Gemeinsame Neukatalogisierung wurde ein gemeinsamer Suchschlüssel für Personen und Körperschaften gefordert. Das lässt sich im Moment nur für die Stichwort-Suche realisieren.
Dieser Index ist mit dem Mnemocode "AUW" eingerichtet worden und enthält als Suchschlüssel:

- PEW (Verfassernamen Stichwort)
- PFW (gefeierte Personen, Stichwort)
- KOR (Körperschaften)

Ein Vorteil: Personennamen können in natürlicher Reihenfolge eingegeben werden, was sich vor allem im OPAC als nützlich erweisen kann.

Bsp.: f auw max born -> findet die Person Max Born und Körperschaften mit diesem Namensbestandteil und alle verknüpften Titel

Zu beachten ist allerdings, dass auf die Verwendung einer Stoppwortliste verzichtet wurde, da sonst zu viele Bestandteile von Personennamen (oder sogar komplette Namensformen) nicht suchbar gewesen wären. Dieser Verzicht wirkt sich auch auf den Suchschlüssel KOR aus!

Bsp.: f kor mit -> über 9000 Treffer; bislang 0 Treffer, da „mit“ in der Stoppwortliste steht

KOS ist (wie bislang schon KOR) jetzt auch direkt in den Titeldaten suchbar (z.B. bei Erwerbungsdatensätzen etc.).

5.) Sacherschließung

Die Unterscheidung zwischen SN und SNT wird aufgegeben; Systematiknummern für Bücher und Schlagwörter werden gemeinsam unter SN indexiert.

Auf den Suchschlüssel LCT (phrasenweise Indexierung des Ländercodes) wird künftig verzichtet, da die Indexierung mit LCO (Stichwortindex) ausreichend ist.
Bei dem Suchschlüssel BDC für DDC-Notationen haben wir eine Ergänzung vorgenommen: Notationen, die aus den Hilfstafeln stammen, bekommen ein differenzierendes Kürzel vorangestellt, damit gleichlautende Notationen voneinander unterschieden werden können.

Ein Beispiel: Die Notation 074 in der Haupttafel steht für "Journalismus und Zeitungen in Frankreich und Monaco", während die Notation aus der Hilfstafel 1 -T1--074 für "Museen, Sammlungen, Ausstellungen" steht. Beides wurde bislang im Schlüssel BDC als 074 indexiert. Jetzt findet man die erste Variante mit "f bdc 074", während der zweite Fall mit "f bdc t1 074" gesucht werden muss.

Der separate Suchschlüssel GDC "Notationen aus der geographischen Hilfstafel 2" kann daher jetzt entfallen;die entsprechenden Notationen können nun auch mit BDC gesucht werden.

Bsp.:f bdc t2 067

6.) Titel

Der Coden (Zeitschriften-Kurztitel) wurde aus Schlüssel "TIT" herausgenommen und bekam einen eigenen Suchschlüssel (ZKT, s. Punkt 2). Dies war eine Forderung der AG Gemeinsame Neukatalogisierung.

Bsp.:

  • f zkt feroa -> 3 Treffer
  • f tit feroa -> 0 Treffer

 

7.) ALL-Suchschlüssel

Im Suchschlüssel ALL sind aufgrund der Festlegungen in der AG Gemeinsame Neukatalogisierung auch alle Nummern des Indices NUM ergänzt worden.

Außerdem findet man auch die Sacherschließungselemente aus der Hessischen Bibliographie mit diesem Schlüssel.

B) Neue Kommandos

1.) Eingabe/Korrektur von Exemplardaten

Mit den Befehlen "e e*" bzw. "k e*" können alle Exemplardaten zu einem Titel gemeinsam eingegeben oder bearbeitet werden, ohne zusätzlich Level1- oder Level2-Daten im Bearbeitungsbildschirm anzeigen zu lassen.

2.) Kommando "f"

Früher bekam man mit der Eingabe von "f" ohne weitere Zusätze einen Überblick über alle im System verwendeten Suchschlüssel. Als die Anzahl der Schlüssel irgendwann zu groß wurde, kam an dieser Stelle nur noch eine Fehlermeldung.

Mit der neuen CBS-Version wurde dieses Kommando mit einer neue Funktionalität verbunden, nämlich einem maskengesteuerter Suchbildschirm, ähnlich denjenigen, die es bislang schon in den OPAC-Oberflächen gab.

Da aber eine Übersicht über die Suchschlüssel nach wie vor ein Desiderat war, haben wir beschlossen, in der aktuellen WinIBW-Version, die Ende des Jahres ausgeliefert wird, im Menü "Hilfe" (obere Task-Leiste) einen Link "Suchschlüssel" einzubauen, mit dem man auf eine entsprechende Handbuchseite geführt wird.

A. Hinrichs

Neues von den Datenbanken

PND-Updates eingespielt

Im November wurden in der Überregionalen PND die maschinellen Bereinigungen zur neuen “Individualisierungsrichtlinie PND“ abgeschlossen. Im Dezember erfolgte dann die Auslieferung von ca. 680.000 überarbeiteten Datensätzen; diese Update-Lieferung wurde umgehend in HeBIS eingespielt.

Folgende Bereinigungen sind vorgenommen worden:

  • Der Feldinhalt “Homonymenzusatz“ aus Feld 100 wurde ausgewertet, an der SWD abgeglichen und zusätzlich als weite Berufsbezeichnung in Feld 315 |a| “Weite, normierte Berufsbezeichnung“ über eine Identifikationsnummerverknüpfung zur SWD abgelegt.
  • Die Felder 305 |a| “nicht normierte Lebensdaten“ und 305 |b| “nicht normierte Wirkungsdaten“ wurden in die Felder 300 |c| “ungefähre Zeitangaben“ sowie 300 |d| “exakte Lebensdaten“ umgesetzt.
  • Die Felder 310 |i| “Berufsangabe ZKA“ bzw. |j| “biographische Angaben, Berufsangaben“ wurden an der SWD abgeglichen und als weite bzw. enge Berufsbezeichnung in den Feldern 315 |a| und 315 |b| über eine Identifikationsnummerverknüpfung zur SWD abgelegt. Nicht-normierte Feldinhalte wurden nach Feld 315 |c| “Nicht normierte Berufsbezeichnung“ übertragen.
  • Länderadjektive aus 310 |j| wurden ausgewertet und in Form eines Ländercodes in Feld 811 “Ländercode“ abgelegt. Allerdings war nur ein Teil der vorkommenden Länderadjektive maschinell umsetzbar.


Bitte beachten Sie:
Die PND-Felder 305 |a|, 305 |b|, 310 |i| und 310 |j| dürfen ab sofort nicht mehr besetzt werden. Dies wird nun auch durch die Validation ausgeschlossen.

(elr)
DFG
Mitteilungen der DFG / Nationallizenzen

2006 bewilligte Nationallizenzen

Wie in den beiden vorangegangenen Jahren konnten auch in 2006 wieder umfangreiche Mittel, diesmal in Höhe von über 18,3 Mio. Euro, zum Ankauf nationaler Lizenzen für 34 digitale Text-, Werkausgaben und Datenbanken bewilligt werden. Die Freischaltung wird voraussichtlich im Frühjahr 2007 erfolgen.

  • AIP Digital Archive Erweiterung 
  • BIOSIS Archive 1926 bis 1968 
  • BIOSIS Previews 1969 bis 2004 
  • Brepols-Datenbanken (Library of Latin Texts, Aristoteles Latinus Database, Europa Sacra, Ut per litteras apostolicas): Erweiterung des Nutzerkreises
  • CAB Abstracts 1910 -1989 
  • CAB Compendien 
  • Central and Eastern European Online Library (C.E.E.O.L.)
  • Le Corpus de la littérature médiévale, des origines à la fin du Xve siècle 
  • Le Corpus de la littérature francophone de l'Afrique noire, écrite et orale, des origines aux indépendances (fin XVIIIe siècle - 1960) 
  • Deutschsprachige Frauenliteratur des 18. & 19. Jahrhunderts, Part II 
  • Early American Imprints, Series II, 1801-1819 
  • EIU Country Reports Global 
  • Elsevier Journal Backfiles on ScienceDirect: Ergänzung bis zum Jahr 2002 
  • Elsevier Journal Backfiles on ScienceDirect: Ergänzung von Titeln, die in den Jahren 1995-2002 neu erschienen sind 
  • Elsevier Journal Backfiles on ScienceDirect: Ergänzung durch neue Collections = weitere Fachgebiete bis 2002 
  • Emerald Fulltext Database 1994 – 2003 
  • Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen und Strafsachen 
  • Integrum World Wide 
  • IUCR Backfile Archive 
  • Lippincott Williams & Wilkins Journal Backfiles 
  • The Making of Modern Law 2 
  • Mystik & Aszese des 16.-19. Jahrhunderts 
  • Northern Ireland: a Divided Community 1921-1972 
  • Oxford JournalsDigital Archive: Ergänzung bis zum Jahr 2002 
  • Religion & Theologie des 16.-19. Jahrhunderts 
  • Scriptores codicum medii aevi und Pssessores codicum medii aevi 
  • Shenbao - Chinesische Zeitung 
  • Springer Online Journal Archives Erweiterung 
  • Taylor & Francis Online Archives (Chemistry/Physics / Education /BME) 
  • Thieme Synlett und Synthesis Backfiles bis 2006
  • Thieme - connect eJournal-Paket Medizin/Biologie bis 2006 
  • Voprosy Istorii Complete Collection Datenbanken 
  • Zeitschriften von Berkeley Electronic Press 
  • Zoological Record 1864-2005/2006

    Weitere Informationen:  http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/wissenschaftliche_infrastruktur/lis/aktuelles/nationallizenzen_2006.html
(ria)
Worldcat
HeBIS neuer Open WorldCat-Teilnehmer

HeBIS wird nun Teilnehmer der weltweit grössten bibliothekarischen Datenbank WorldCat.
Ende Oktober unterzeichneten Berndt Dugall und Rein van Charldorp (OCLC PICA) die Vereinbarung, die es ermöglicht, die Titel- (insgesamt 5.5 Millionen) und Bestandsnachweise von 26 HeBIS-Verbundbibliotheken in WorldCat zu laden.


Die Tests zur Datenkonvertierung beginnen Anfang 2007. Das Laden der Daten wird dann im Laufe des Jahres erfolgen.

1971 als "Online Shard Cataloging" von OCLC gegründet,  ist WorldCat heute die grösste bibliographische Datenbank ihrer Art mit über 70 Millionen Titeln und über 1 Milliarde Besitznachweise von über 9.000 Bibliotheken in USA und weltweit. WorldCat verzeichnet einen jährlichen Titelzuwachs von 3-4 Millionen Titeln. Die Recherche in WorldCat erfolgt über First Search (Zugang nur für OCLC-Mitglieder), bzw. seit August 2006 über eine frei zugängliche Suchmaske im Internet (http://www.worldcat.org/)


Das Open WorldCat Program sieht vor, dass die in WorldCat verzeichneten Daten zusätzlich über Suchmaschinen, wie z.B. Google, Yahoo, etc. recherchierbar sind.


Mehr Informationen zu WorldCat finden Sie unter:
http://www.oclc.org/worldcat/introduction/default.htm

 

 

Rein van Charldorp (l.) und Berndt Dugall (r.)

 

(tak)

Mitteilungen der Verbundzentrale

WinIBW 2.4.1 - Neue Version

Seit Beginn des neuen Jahres steht eine neue WinIBW 2.4.1 auf dem HeBIS-FTP-Server zur Verfügung. Diese Version bietet folgende Neuerungen:

Menü "Funktionen"

  • Im Menü "Funktionen" können mit der neuen DNB-Titelkopie-Funktion nun auch Titel aus ILTIS nach HeBIS kopiert werden:

    Mit "DNB Fenster aktivieren" ruft man aus einem HeBIS-Bildschirm direkt den ILTIS-Startbildschirm auf bzw. wechselt, wenn er schon geöffnet ist, in das zuletzt aufgerufene ILTIS-Fenster.

    Mit "DNB Titel kopieren" können dann Titel aus ILTIS nach HeBIS kopiert werden. In der Kopie werden, wo es erforderlich ist, weitgehende Anpassungen an das HeBIS-Format vorgenommen. Bei Verknüpfungen zu Personen- Körperschafts- und Schlagwort-Normdaten wird anhand der Normdatennummer überprüft, ob diese in HeBIS vorhanden sind, bei Verknüpfungen zu Schriftenreihen und mehrbändigen Werken der zugehörige Titelsatz über die DNB-Nummer gesucht. Wird der Datensatz gefunden, wird die entsprechende HeBIS-PPN in die Verknüpfungskategorie übernommen. Kann kein Datensatz in HeBIS gefunden werden, wird der Name der Körperschaft bzw. Person oder der Titel als Text eingetragen, so dass direkt eine Suche über "Funktionen – Verknüpfung suchen" gestartet werden kann.

    Im Gegensatz zu den Funktionen "Datensatzkopie", "GBV Titel kopieren" und "SWB Titel Kopieren" werden bei "DNB Titel kopieren" auch alle Identifikationsnummern (z.B. 2065 = DNB-Nummer, 2105 = WV-Nummer etc.) mit kopiert, d.h. die Titelkopie gilt genau für die betreffende Ausgabe. Wenn man bei einem kopierten Titel Änderungen vornimmt, die die Identität der Ausgabe betreffen wie z.B. Erscheinungsjahr, Auflage usw., müssen diese Nummern daher gelöscht werden!
  • Die Funktion "Verteilte Suche" ermöglicht die gleichzeitige Recherche in ILTIS, dem GBV und dem SWB. Diese Funktion kann auch bereits in der derzeitigen WinIBW-Version über die Tastenkombination SHIFT+ALT+F benutzt werden, wird aber nicht standardmäßig im Menü angeboten.

Menü "Fenster":

  • Hier gibt es die neue Funktion "Wechsel CBS/LBS" für den automatischen Wechsel vom CBS ins LBS und umgekehrt. Wenn dabei ein Titel in der Vollanzeige aufgerufen wurde, wird er nach dem Wechsel sofort auch im neuen System über die PPN gesucht und angezeigt, ansonsten erfolgt nur der Wechsel.

 

Menü "Hilfe":

  • Im Menü "Hilfe" wird nun ein direkter Zugriff auf die WinIBW-Anleitung sowie auf eine Übersicht der Suchschlüssel angeboten. Letztere ist ein Ersatz für den Überblick, den man früher mit der Eingabe von "f" (ohne weitere Zusätze) bekam; dieses Kommando ist in der neuen CBS-Version mit einer neue Funktionalität verbunden, nämlich einem maskengesteuerter Suchbildschirm, ähnlich denjenigen, die es bislang schon in den OPAC-Oberflächen gab.
(elr)

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Darmstadt
1. Bibliotheksforum "Verbund kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN"

Der "Verbund kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)", der seine Bestände seit 2005 in HeBIS präsentiert, hat am 17.11.2006 ein erstes gemeinsames Treffen seiner Mitglieder im Helmut-Hild-Haus in Darmstadt veranstaltet. Das 1. Bibliotheksforum, das vom Bibliotheksbüro der EKHN ausgerichtet wurde, fand bei den Bibliotheksmitarbeitenden aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Landeskirche ein reges Interesse.

Die Teilnehmenden konnten sich über die Tätigkeiten des Bibliotheksbüros, den aktuellen Stand des Bibliotheksverbundes der EKHN, die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Bibliotheks- und Informationssystem (HeBIS) sowie über die Recherchemöglichkeiten im "Online-Katalog kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN" informieren. Neben den 3 bisher am OPAC teilnehmenden Bibliotheken (Zentralbibliothek, Zentralarchiv und Bibliothek Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN) ist seit August 2006 auch die Bibliothek Zentrum Ökumene der EKHN, Frankfurt am Main mit ihren Buchbeständen im "Online-Katalog kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN" nachgewiesen.

Neben einem Erfahrungsbericht aus der Bibliothek Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung, Mainz über deren Anschluss an den EKHN-Bibliotheksverbund wurde in einem externen Vortrag über die Nutzung der "Digitalen Bibliothek" der Universitäts- und Landesbibliothek, Darmstadt als offenes Netzwerk zur Recherche von Buchbeständen innerhalb und außerhalb des EKHN-Bibliotheksverbundes berichtet.

Im Rahmen von Diskussionsrunden und einer anschließenden Bibliotheksführung konnten die Teilnehmenden weitere Kontakte knüpfen und zusätzliche Informationen austauschen. Weiterführende Informationen zum "Verbund kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN" erhalten Sie bei Frau Elke Boß, Ansprechpartnerin Bibliotheksbüro, Tel.: 06151/3663-61, E-Mail: elke.boss@ekhn-kv.de oder Sie informieren sich unter www.ekhn.de -> A-Z -> Zentralbibliothek.

Elke Boß E-Mail an AutorIn
Bibliotheksbüro der Kirchenverwaltung Evangelische Kirche Hessen u. Nassau

Gremienberichte

Abstimmung im Projekt Gemeinsame Körperschaftsregeln (GKR)

Ende letzten Jahres hatten wir um ihre Stellungnahme in Sachen "Gemeinsame Körperschaftsregeln" gebeten. Mittlerweile ist die Auswertung der Abstimmung in den Regionen erfolgt. Die vollständigen Ergebnisse können auf dem ftp-server der DNB im Ordner Arbeitspaket_2_2_Namen eingesehen werden. Dort sind sowohl die Einzelvoten als auch die Gesamtabstimmungsergebnisse auf einen Blick erkennbar. Als beschlossen gelten nur die Vorschläge, die eine 2/3 Mehrheit auf sich vereinigen konnten, egal ob Ablehnung oder Zustimmung.  Diese Ergebnisse werden so von der DNB in der weiteren RDA-Diskussion vertreten werden.

Zu einer Reihe von Vorschlägen wurde kein eindeutiges Abstimmungsergebnis erzielt. Es besteht deshalb  noch Gesprächsbedarf und es werden ggf. weitere Expertenmeinungen (z.B. bei Sprachformen von Körperschaften und Geografika) eingeholt.

Bemerkenswert ist, dass aus mehreren Verbünden der Wunsch gemeldet wurde, die Kongresse künftig nicht mehr als Normdatensätze behandeln zu wollen. Der hohe Aufwand der Formalerschliessung zur Ansetzung der Einzelkongresse scheint in keinem positiven Verhältnis zu den daraus resultierenden zusätzlichen Recherchemöglichkeiten zu stehen. In der Regel ist der Name des Kongresses in irgendeiner Form auf den Titelblättern enthalten und dürfte deshalb mit den heutigen Retrievalsystemen auch einen Sucheinstieg bieten. Die überregionalen Verbundgremien (AG Verbundsysteme, AG Neukatalogisierung) werden prüfen, ob ein Feld für normierte Angaben zum Kongress (Veranstaltungsort, Daten) im Titeldatensatz anstelle der bisherigen Körperschaftsaufnahme treten soll. Im GBV ist dies zusätzlich schon lange die Praxis. Ausser Frage steht jedoch die Behandlung von Sekundärkongressen bei der Sacherschliessung. Die DNB wird zunächst eine statistische Analyse durchführen, um die Verwendungshäufigkeit von Kongressdatensätzen festzustellen und um eine solide fundierte Entscheidungsfindung zu unterstützen.

M. Denker
Arbeitsgruppe „Normdatei für Werktitel“

Die Deutsche Nationalbibliothek plant im Rahmen der Normdatenentwicklung den Aufbau einer Normdatei für Werktitel, in der unterschiedliche Werktypen in einer gemeinsamen Datei und einem Datenmodell zusammengefasst werden sollen. Diese Normdatei soll nach den Grundsätzen der Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR) und der Functional Requirements for Authority Data (FRAD) aufgebaut werden. Die Einheitssachtitel-Datei für musikalische Werke des Deutschen Musikarchivs (DMA) soll in diese neue Werktiteldatei eingebettet werden.

Es ist geplant, die neue Werktiteldatei im Rahmen des Projektes „Gemeinsame Normdatei“ voranzutreiben, deren Inbetriebnahme erst nach dem Umstieg auf MARC 21 erfolgen kann. Für nähere Festlegungen müssen jedoch zusätzlich die Entwicklung der „Resource Description and Access“ (RDA) und die sich anschliessenden Überlegungen der deutschen Regelwerks- und Normdatenexperten abgewartet werden.

Da mit der Verschiebung der Fertigstellung der RDA bis ins Jahr 2009 Zeit gewonnen wurde, soll diese dazu genutzt werden, die offenen Organisationsfragen zu diskutieren:

  1. Wie soll die künftige Werktiteldatei ausssehen bzw. was soll sie enthalten? Gibt es bereits Datenbestände in den Verbünden – über die EST des DMA hinaus -, die in die neue Werktiteldatei einfliessen könnten?
    (Erstveröffentlichungen in DNB, Musik, Filme, Werke der Weltliteratur?)
  2. Wer hat lesenden bzw. schreibenden Zugriff auf die Daten? Gibt es eine Zentralredaktion oder verteilte Zuständigkeiten?
  3. Sollen die Einheitstitel des DMA nach Integration in den allgemeinen DNB-Bestand im Jahre 2006 schon vorab für die Verbünde kooperativ nutzbar sein?
M. Denker
Bericht von der 34. Sitzung der AGDBT 2006

Am 15. und 16. November fand in Berlin die 34. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Datenbankteilnehmer (AGDBT) statt. Im Folgenden werden die wichtigsten Diskussionsthemen, Informationen und Beschlüsse dargestellt (das Protokoll der Sitzung wird nach seiner Genehmigung auf der Homepage der ZDB unter http://www.zdb.spk-berlin.de/publikationen/agdbt.html
zur Verfügung stehen).

Projekt „Integration der Zeitschriftendaten der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in die Zeitschriftendatenbank (ZDB)“

Die Deutsche Nationalbibliothek beginnt am 1. März 2007 mit der Katalogisierung in der ZDB. Schwerpunkte der vorbereitenden Arbeiten waren:
- die Vereinbarung eines Geschäftsganges zwischen ZRT und DNB 
- die Entwicklung eines gemeinsamen Datenformats
- die Klärung der Auswirkung des geänderten Datenformates auf die Deutsche Nationalbibliographie und weitere Datendienste der DNB. Gegenwärtige Schwerpunkte sind:
- die Vorbereitung für einen maschinellen Abgleich der in der DNB vorhandenen Zeitschriften- und Schriftenreihendaten an der ZDB. Testläufe haben ergeben, dass die Match-Komponente (d.h. maschinelles Erkennen von dubletten Titeln) des Pica- Match-&-Merge-Programms genutzt werden kann. Die Merge-Komponente (maschinelles Zusammenführen der erkannten Treffer) ist nicht geeignet, hier wird die DNB eine Eigenprogrammierung einsetzen.
- die Klärung von Fragen bzgl. der Integration bereits vorhandener und neuer Schriftenreihen der Deutschen Nationalbibliothek in die ZDB. Die ZRT wird dazu einen neuen ZETA-Teil zu Schriftenreihen erarbeiten.
- die Anpassung bestehender und Entwicklung neuer Geschäftsgänge für die Zeitschriften- und Schriftenreihen-Katalogisierung.
- die Entwicklung eines Schulungskonzeptes für die DNB-Mitarbeiter in Leipzig und Frankfurt.

Anpassung des ZETA-Datenformats
Die DNB hat sich entschieden, das ZETA-Datenformat möglichst vollständig zu übernehmen. Da bestimmte unverzichtbare, mit der Anzeige in der Deutschen Nationalbibliografie zusammenhängende, Arbeitsschritte über bestimmte Felder in der jeweiligen Titelaufnahme gesteuert werden müssen, war es nötig, einige Anpassungen am ZETA-Datenformat vorzunehmen.
In ZETA sind daher einige komplett neue Felder eingerichtet, sowie weitere Unterfelder zu bereits bestehenden Feldern ergänzt worden. Zum Teil werden die neu eingerichteten Felder ausschließlich von den MitarbeiterInnen der DNB besetzt und sind auch nur für einen bestimmten Personenkreis sichtbar. Zum Teil werden sie nur temporär vorhanden sein und nicht über MAB an die Verbünde geliefert. In einigen der vorhandenen ZETA-Felder machen die gesetzlichen Aufgaben der DNB umfassendere Angaben zur Titelbeschreibung nötig. Für die anderen ZDB-Teilnehmer bleiben diese zusätzlichen Angaben zumeist fakultativ.

Künftige Struktur von Feld PICA 4005
Die Auswertung des Feldes für die Deutsche Nationalbibliografie macht es notwendig, das Feld in strukturierter Form zu erfassen, d.h. dass auch die AMB (Allgemeine Materialbenennung) zukünftig bei Unterreihentiteln in 4005 erfasst wird.

Auswirkungen auf die ZDB-Geschäftsgänge
Für den Start der Katalogisierung der DNB in der ZDB wurde ein spezieller Geschäftsgang zwischen den beiden Institutionen vereinbart. Die Produktion der Deutschen Nationalbibliografie macht Korrekturbefugnisse an den von der DNB eingebrachten und genutzten Titelaufnahmen nötig, die über die normalen Erstkorrekturmöglichkeiten hinausgehenden. Entsprechende Korrekturen werden direkt von den DNB-Kolleginnen mit Hilfe einer speziellen Änderungskennung ausgeführt. Davon ausgenommen sind gravierende Korrekturen, Umlenkungen und Löschungen, die weiterhin ausschließlich von der Zentralredaktion Titel bearbeitet werden

Projekt „Funktionale Integration von ZDB und EZB zur Entwicklung gemeinsamer endnutzerorientierter Dienstleistungen“

Dieses DFG-Projekt wurde zum 01.08.2006 begonnen und hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Ziel des Projektes ist die funktionale Integration der Katalogisierungs- und Recherchesysteme von ZDB und EZB durch die Entwicklung und Implementierung gemeinsamer Dienstleistungen für die Benutzer.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer gemeinsamen Verfügbarkeitsrecherche, die Nutzern von fachbezogenen und fachübergreifenden Portalen eine umfassende Information zu Zeitschriftenbeständen und Lizenzen liefert. Dazu ist die Nutzung von Daten aus dem jeweils anderen System in den Zugangsystemen von ZDB und EZB notwendig.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines integrierten Datenlieferdienstes auf der Grundlage eines gemeinsamen Datenmodells. Regionale und lokale Bibliothekssysteme werden dadurch in die Lage versetzt, ihren Nutzern vollständige Verfügbarkeitsinformationen im Bereich Zeitschriften anzubieten.
Bisher wurde der Entwurf eines Lizenzdatenformats für die ZDB erarbeitet sowie ein Abgleich der Bibliotheksentitäten und ein erster Abgleich der Titelentitäten von ZDB und EZB durchgeführt. Für die „Integrierte Verfügbarkeitsrecherche“, mit deren Hilfe zukünftig Bestands- und Lizenzinformationen von ZDB und EZB gemeinsam über eine zentrale Schnittstelle ermittelt werden können, wurde ein Konzept erstellt.

Nationallizenzen

Die Zeitschriftendatenbank hat den zentralen Nachweis aller geförderten Datenbankprodukte und der in den Zeitschriftenpakten enthaltenen Einzeltitel übernommen. Bisher wurden dafür ca. 2.500 Titel korrigiert bzw. neu katalogisiert. Die Titel und zugehörigen virtuellen Exemplare werden über den Datendienst der ZDB an alle regionalen Verbundsysteme weitergeleitet. Für alle derzeit 48 Produkte mit Nationallizenz wurden in der Bibliotheksdatei der ZDB Produktsätze unter einem virtuellen Sigel (WWW 49/...) eingerichtet. Sofern Zeitschriftentitel in den Produkten enthalten sind, können diese über einen direkten Link im OPAC aufgerufen werden. Die Bestandssätze zu den enthaltenen Titeln werden als erster "Besitznachweis" in der virtuellen Leihverkehrsregion "ANL" angezeigt. Außerdem werden alle Titel auch in einer besonderen Sicht "Nationallizenzen" im OPAC der ZDB angezeigt, so dass sich jeder Bibliotheksbenutzer orientieren kann, welche Zeitschriften in seinem Fachgebiet als deutschlandweite Nationallizenz zur Verfügung stehen.

Die ZDB hat im Rahmen ihrer Aktion – entgegen den auf der 33. Sitzung gefassten Beschlüssen zur Verzeichnung von monographischen Publikationen in der ZDB - auch Datenbankprodukte mit eindeutig monographischem Charakter verzeichnet. Proteste gegen diese Praxis wurden mit Hinweis auf die Vorgaben der DFG beantwortet. Für HeBIS wurden entsprechende Titel aus den Datenlieferungen der ZDB nicht übernommen (Selektion anhand der Kennung „mw“ in MAB 076c) und stattdessen monographische Aufnahmen angelegt.

OAI – Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH)

Im Juni 2006 wurden die Verbünde auf einem Workshop über den aktuellen Stand der OAI-Schnittstelle der ZDB und weitere Entwicklungen und Planungen unterrichtet. Die Erwartungen und Anforderungen der Verbünde an die OAI-Schnittstelle wurden diskutiert. Der einjährige Testbetrieb mit dem Bibliotheksverbund Bayern hat gezeigt, dass über die ZDB-OAI-Schnittstelle zeitnahe Updates möglich sind.
(Funktion: Datensätze werden in der ZDB/GKD angelegt und in vorher festgelegten Zeitabständen von einem so genannten Harvester in den jeweiligen Verbund übernommen).
Von Seiten der Verbünde wurden einige weitere Anforderungen an die OAI-Schnittstelle gestellt (Ausweitung des OAI-Verfahrens auf weitere Normdaten, Bereitstellung verbundspezifischer Sets und Sets für elektronische Zeitschriften - EBSCO, Nationallizenzen). Bis zum 4.Quartal 2006 sollen Performance-Verbesserungen umgesetzt und auch Tests mit weiteren, interessierten Verbünden durchgeführt werden. Zum Ende des Jahres 2006 ist die Ausweitung des Verfahrens auf die PND-Daten vorgesehen. Nach einer erfolgreichen Testphase sollen dann im Laufe des Jahres 2007 alle Verbünde an dem Verfahren teilnehmen können.

Nachweis von Sondersammelgebietszeitschriften in der ZDB

Derzeit ist in rund 75.000 Zeitschriftentitel mindestens eine SSG-Notation eingetragen. Die Sondersammelgebietszeitschriften sind sowohl im OPAC der ZDB, als auch im internen Katalogisierungssystem über die SSG-Notation bzw. die Sondersammelgebietsangabe (nur im OPAC) recherchierbar. Schätzungsweise 40.000 weitere SSG-Notationen sollen eingearbeitet werden , sobald der SBB die betreffenden Daten vorliegen.

Neue Lieferschnittstellen

Zum 1.12.2006 legt die ZDB neue Titel- und Bestandslieferschnittstellen vor. Die Änderungen ergeben sich weitgehend aus den Anforderungen der DNB.
Im Lokaldatenbereich wurden MAB-Felder für zusätzliche Signaturfelder und Verfügbarkeits-informationen innerhalb eines Bestandsverlaufes ergänzt. Damit können dann, wie geplant, dynamische Bestandsverlagerungen zwischen verschiedenen Standorten einer Zeitschrift abgebildet und maschinell interpretierbar gemacht werden.
Die Erweiterung der Bestandsstruktur durch zusätzliche Signatur- und Verfügbarkeitsfelder ist ein seit langem bestehender Wunsch der HeBIS-ZeitschriftenkatalogisiererInnen. Eine Umsetzung setzt allerdings noch diverse Arbeiten an der HeBIS-Lokaldaten-Feldstruktur und den damit verbundenen OPAC-Anzeigen voraus.

Aggregatordaten von EBSCO

Da sich die URL der EBSCO-Domain von „search.epnet.com“ in „web.ebscohost.com“ ändert, müssen alle mit EBSCO-Titel in der ZDB verbundenen Exemplardaten ausgetauscht werden. EBSCO hat dazu im Oktober 2006 eine Komplettlieferung der Bestandssätze geschickt, die im Oktober/November in die ZDB eingespielt werden soll. Im Rahmen dieser Aktion entstehen etwa 38.000 Löschsätze und 36.000 neue Sätze, die auch in die Datendienste weitergegeben werden. Die Korrektur der zugehörigen Titel wird anschließend per Programm von der ZDB selbst erledigt.
Für HeBIS ist die Umsetzung der Domain-Änderung und der daraus resultierenden Lizenzexemplare für EBSCO-Produkte sichergestellt.

Angleichung der ZDB-Splitregeln an ISBD(CR)

Wie allgemein bekannt, haben Standardisierungsausschuss und die Verbünde die Einführung der ISBD(CR)-Splitregeln für fortlaufende Sammelwerke (also Zeitschriften und Schriftenreihen) beschlossen und für eine baldige Anwendung plädiert.
Der Einsatz der Regeln wurde daher in Abstimmung mit den AGDBT-Mitgliedern auf den 1.1.2007 festgelegt.
Auf der ZDB-Homepage wurde eine Vielzahl von Unterlagen zu den neuen Splitregeln (und weiteren, davon abhängigen Änderungen) unter „ZDB Aktuell“ vorab zur Verfügung gestellt.
http://www.zeitschriftendatenbank.de/zdb_aktuell/index.html

Darüber hinaus hat die ZRT im Oktober Informationsveranstaltungen zu den neuen ZDB-Splitregeln in Berlin, Göttingen und Frankfurt durchgeführt.

Behandlung der Altdaten und zum Verfahren für nachträgliche Splits
Verbindlich für die Behandlung von Titeländerungen bei Altdaten ist die Geschäftsgangsregelung der ZDB „Behandlung der Altdaten nach Einführung der neuen Splitregeln“ auf der ZDB-Webseite: http://www.zeitschriftendatenbank.de/katalogisierung/geschaeftsgangsregelungen.html

Verfahren für nachträgliche Splits nach Einführung der neuen Splitregeln (ZETA E 221,5)
In ZETA 221,5. f sind Regelungen für nachträgliche Splits nach Einführung der neuen Splitregeln formuliert.
Danach werden die Splitregeln bei Veröffentlichungen, die ab 2007 neu erfasst werden, auch bei nachträglich bekannt werdenden gravierenden Titeländerungen konsequent angewendet. Dies gilt auch für Veröffentlichungen, die bereits vor Einführung der neuen Splitregeln erfasst wurden, über 2006 hinaus unter einem gleich bleibenden Hauptsachtitel laufend erscheinen (Altdaten mit offenem Erscheinungsverlauf) und die abweichenden gravierenden Titelfassungen ab 2007 auftreten.
Nachträglich bekannt werdende gravierende Titeländerungen, die bis 2006 auftreten, werden als geringfügige Änderungen behandelt und in Feld 4213 verankert.

Korrekturbearbeitung in der ZDB

Die Belastung der Zentralredaktion Titel durch ihre Mitarbeit in den diversen Gremien zur nationalen und internationalen Regelwerksarbeit hat in der ZDB zu einem Rückstand von ca. 4300 nicht bearbeiteten Mailboxen-Vorgängen geführt. Die ZRT hat sich daher dazu entschlossen, alle Korrekturanträge, die Haupteintragungen und Verknüpfungen betreffen, vorrangig vor anderen Anträgen zu bearbeiten.
Die AGDBT-Teilnehmer erklärten, dass sie die langsame Mailbox-Bearbeitung in Kauf nehmen wollen, da nicht auf die regulierende Funktion der ZRT verzichtet werden kann. Ein Vorschlag, den v-Status einer Titelaufnahme solange auszusetzen, bis mindestens 2 Exemplarsätze mit der Titelaufnahme verknüpft sind, soll auf seine Realisierbarkeit überprüft werden. Damit hätten Bibliotheken mit Alleinbesitz längere bzw. dauerhafte Korrektur-möglichkeiten.

Ablösung der ZDB-Systematik durch eine DDC-basierte Systematik

Die DDC-Sachgruppen sind grundsätzlich als Ersatz für die ZDB-Systematik geeignet, sofern sie in einigen Bereichen um weitere Klassen ergänzt werden.
Beim Einsatz einer neuen Systematik für die ZDB sollten die an Titel vorhandenen Notationen der jetzigen ZDB-Systematik erhalten bleiben und nicht durch erzeugte Notationen ersetzt werden, die über eine Konkordanz erzeugt werden. Damit sind immer Informationsverluste und Unschärfen verbunden. Über eine Konkordanz erzeugte Notationen können jedoch zusätzlich zu den alten Notationen in die Titel eingetragen werden, um eine einigermaßen einheitliche sachliche Suche über den ZDB-Gesamtbestand zu ermöglichen.
Es soll so schnell wie möglich eine DDC-Sachgruppen-basierte ZDB-Systematik erstellt werden. Wenn sie vorliegt ist geplant, dass die Eingabe von 5050 das Feld 5080 erzeugt und umgekehrt. 5080 wird also zusätzlich zu 5050 weiterbestehen.

WinIBW und Skripte

Ursprünglich war die Fertigstellung der ZDB-Skripte in Java für die neue WinIBW 3.1 zum Ende des Jahres vorgesehen. Neuer Termin ist das Ende des 1. Quartals 2007.

Feld PICA 4024

Die von den ZDB-Teilnehmern gewünschte Entwicklung eines Skripts zur automatischen Generierung des Felds 4024 aus 4025 ist nicht gelungen. Als Alternativlösung soll das bestehende, für die Erzeugung von Feld 7120 verwendete, Skript auch für die Erzeugung des Feldes 4024 genutzt und die bei einem Split mitten im laufenden Jahrgang erforderlichen Heftangaben manuell ergänzt werden. Die erforderliche Anpassung der Syntax von 4024 an die Syntax von 7120 wird demnächst durch die Aktualisierung der ZETA-Seite B 4024 erfolgen.

H. Adam

Bibliothekswelt aktuell

"Functional Requirements" FRBR jetzt auch in Deutsch

Die "Functional Requirements for Bibliographic Records" stellen ein Modell dar, das unabhängig von einem Regelwerk oder einer bestimmten Anwendung Beziehungen zwischen Entitäten benennt. Die Benennung dieser Entitäten und ihrer Beziehungsgeflechte geht zumindest teilweise über das hinaus, was wir heute als Titelaufnahme oder Katalogisat beschreiben. Zusätzlich können den Entitäten noch Attribute zugeordnet werden. Das Modell ist aber kein Mittel zum Selbstzweck, sondern soll durch eine geeignete Umsetzung insbesondere die Benutzeranforderungen Finden, Identifizieren, Auswählen und Zugang unterstützen.

Nimmt man zum Beispiel eine CD-Aufnahme von Verdis "Aida" und wendet darauf das FRBR-Modell an, ergeben sich daraus folgende Entitäten1:

Definition der Entitäten laut FRBR Beispiel 
Work: a distinct intellectual or artistic creation Verdi, Giuseppe: Aida. Oper in vier Akten
Expression: the intellectual or artistic realization of a work in the form of alpha-numeric, musical, or choreographic notation, sound, image, object, movement, etc., or any combinations of such forms Aufnahme Wien, Wiener Philharmoniker 2001
Manifestation: the physical embodiment of an expression of a work  3 CDs : DDD, Hamburg : Warner Music Germany, c 2001, Bestell-Nr. 8573-85402-2
Item: a single exemplare of a manifestation Exemplar in der ZLB mit ID# 123456
Person: an individual Verdi, Giuseppe [Komp.], Nikolaus Harnoncourt [Dir.] Gallardo-Domâs, Cristina [Gesang], Borodina, Olga [Gesang] u.a., Libretto: Antonio Ghislanzoni 
Corporate Body: organization or group of individuals and/or organizations acting as a unit Wiener Philharmoniker, Arnold Schoenberg Chor, Warner Music Germany
Concept : abstract notion or idea Liebe, Eifersucht, Macht, Verrat
Object: a material thing entfällt
Event : an action or occurence Herrschaftszeit der Pharaonen
Place: a location Memphis und Theben



Eine gelungene Umsetzung des FRBR-Modells findet sich prototypisch in OCLCs "Fiction Finder"2, bei dem eine Suche unter verschiedenen Entitäten beginnen kann, z.B. auf der Werkebene, von wo aus man sich weiterklicken kann zu den "Expressions" und "Manifestations". Zum Schluss kann man ein Exemplar in einer Bibliothek suchen und wird dazu in den WorldCat verlinkt.

Nachdem bereits viele Übersetzungen der FRBR in andere Sprachen erschienen sind, wurde nunmehr von der Arbeitsstelle für Standardisierung auch eine Übersetzung ins Deutsche vorgelegt und damit einem langgehegten Wunsch der bibliothekarischen Fachkreise Rechnung getragen. Das Dokument wurde online publiziert und kann unter http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/frbr_deutsch.pdf 3aufgerufen werden. Sämtliche Ausgaben der FRBR, theoretische Studien zum Gesamtwerk wie auch zu Teilaspekten, praktische Anwendungsstudien, Implementierungen, Forschungsprojekte und vieles mehr finden sich in der ausführlichen und laufend aktualisierten "FRBR Bibliography"4.


1 Zitiert nach Konrad Umlauf
2 http://fictionfinder.oclc.org/
3 Zitierform: <urn:nbn:de:1111-20040721195>
4 http://infoserv.inist.fr/wwsympa.fcgi/d_read/frbr/FRBR_bibliography.rtf


(ria)
Neues Regelwerk RDA erst 2009

Joint Steering Committee verlängert Entwicklungsphase

Die Katalogisierungsexperten, die sich mit den bereits vorgelegten Entwurfstexten für das neue Regelwerk "Resource Description and Access" (RDA) auseinandergesetzt hatten, warteten gespannt auf Meldungen über die Ergebnisse des diesjährigen Herbstreffens des für die Regelwerksentwicklung zuständigen Joint Steering Committe. 
Schließlich lagen zu den Entwürfen zahlreiche und vor allem sehr umfängliche Stellungnahme vor, unter anderem von einflussreichen Verbänden und Institutionen wie der ALA, CILIP oder der Library of Congress 1. Auch die deutsche Arbeitsstelle für Standardisierung hatte in Zusammenarbeit mit den Expertengruppen der Standardisierung eine Stellungnahme abgegeben 2.

Die wichtigste Nachricht aus dem JSC, die die Fachöffentlichkeit dann im November erreichte 3, war einigermaßen überraschend: das Erscheinen der RDA wird um ein Jahr auf 2009 verschoben. Mit diesem Schritt möchte sich das JSC offenbar Luft verschaffen für einige aus den abgegebenen Stellungnahmen resultierende Maßnahmen:

  • Das neue Regelwerk soll stärker an den Entwurf für ein "Statement of International Cataloguing Principles" angelehnt werden 4.
  • Die Rolle der Modelle der "Functional Requirements for Bibliographic Records" (FRBR) 5 und der "Functional Requirements for Authority Data" (FRAD) 6 soll stärker herausgearbeitet werden.
  • Die bisher vorgelegten Regelwerksteile sollen überarbeitet und diese überarbeiteten Fassungen erneut zur Diskussion und Stellungnahme vorgelegt werden. - Zum Abschluss des Entwicklungsprozesses soll das neue Regelwerk insgesamt noch einmal zur Diskussion gestellt werden.


Daraus ergibt sich folgender neuer Zeitplan:

  • März bis Juni 2007: Begutachtungsphase für das überarbeitete Kapitel 3
  • Juli bis September 2007: Begutachtungsphase für die überarbeiteten Kapitel 6 und 7
  • Dezember 2007 bis März 2008: Begutachtungsphase für den Entwurf von Teil B
  • Juli bis September 2008: Begutachtungsphase für den kompletten Entwurfstext


Das JSC hat außerdem in seiner Sitzung in wenigen Detailfragen Vorschläge aus Stellungnahmen aufgegriffen und dazu Entscheidungen gefällt. Eine genaue Analyse sämtlicher Stellungnahmen wurde auf die nächste Sitzung im April 2007 vertagt. So lange bleibt auch weiter unklar, inwieweit die von den deutschen Experten vorgetragenen Einwände, Änderungs- oder Präzisierungswünsche bei den anstehenden Überarbeitungen Berücksichtigung finden werden.


1 http://www.collectionscanada.ca/jsc/working2.html#rda-pt1
2 http://www.d-nb.de/standardisierung/afs/afs_aacr_rda.htm
3 http://www.collectionscanada.ca/jsc/0610out.html
4 http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/statement_deutsch_apr06r.pdf
5 http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/frbr_deutsch.pdf (siehe auch Artikel in dieser Ausgabe des HeBIScocktails)
6 http://www.ifla.org/VII/d4/wg-franar.htm

(ria)
RAK-Musik
Aktualisierung 2006 der RAK-Musik-Anlage M9


die Deutsche Nationalbibliothek veröffentlicht auf ihrer Website die Aktualisierung 2006 der RAK-Musik-Anlage M 9 "Massgebliche Werkverzeichnisse und Zählweise der Werke in Einheitssachtiteln" in elektronischer Form

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:1111-20040721181.

Die Aktualisierung 2006 steht kostenfrei zur Verfügung.

Aus technischen Gründen sind die Seiten 113 und 124 enthalten, um einen doppelseitigen Ausdruck zu ermöglichen, welcher in die Loseblattausgabe der RAK-Musik-Ausgabe 2003 eingelegt werden kann. Die auf den genannten beiden Seiten enthaltenen Anlagen M 4c bis 8 und M 10 sind nicht verändert worden.

Über die in der Aktualisierung 2006 umgesetzten Veränderungen und Ergänzungen haben die Musikabteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz und der Bayerischen Staatsbibliothek München sowie das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek Einvernehmen erzielt. Der Standardisierungsausschuss hat in einem Umlaufverfahren im September 2006 einer Veröffentlichung und Inkraftsetzung zugestimmt.

Für die Aktualisierung 2006 sind u.a. neue Werkverzeichnisse von Graupner, Pachelbel und Janácek sowie neuere Auflagen der Werkverzeichnisse von Britten, Schönberg und Vivaldi aufgenommen worden. Die Aktualisierung 2006 ersetzt die Aktualisierung 2005.

Es ist vorgesehen, Anlage M 9 etwa jährlich zu aktualisieren. Die Arbeitsstelle fuer Standardisierung nimmt Antraege und Vorschläge gerne entgegen. Allen, die zur Aktualisierung 2006 Vorschlaege geschickt haben und an der Umsetzung mitgewirkt haben, sagen wir Dank. Wir wünschen der Aktualisierung 2006 eine gute Aufnahme in der Fachöffentlichkeit.

G. Henze, Deutsche Nationalbibliothek

Stadtbücherei Frankfurt am Main
DigiBib: Die Digitale Bibliothek des Verbundes "Bibliotheken Rhein-Main"

DigiBib: Rhein-Main-Vorteil für Bibliotheksnutzer

Mit DigiBib arbeiten bereits 170 wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken in 8 Bundesländern und jetzt ist auch Hessen dabei: „DigiBib“ – Die Digitale Bibliothek des Verbundes „Bibliotheken Rhein Main“ ist im Oktober 2006 ans Netz gegangen.

Unter www.bibliothekenrheinmain.de , dem neuen Portal der Stadtbüchereien Darmstadt, Hanau, Frankfurt, Offenbach, Rüsselsheim und Wiesbaden, können Kundinnen und Kunden mühelos ihre Wunschmedien recherchieren und sekundenschnell deren Verfügbarkeit überprüfen. Wem das Angebot aus den Rhein-Main-Bibliotheken nicht reicht, kann in der Digibib in über 70 weiteren internationalen Katalogen, Volltextdatenbanken und Links nach Informationen suchen. Alle Angebote sind kostenlos.

(Pressemitteilung der Stadtbücherei Frankfurt a.M.)
(tak)

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Impressum

HeBIScocktail 1/2007 (Januar 2007)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Monika Denker (mod), Tanja Kindt (tak), Heike Nienerza (hen), Herbert Adam (hea)
Weitere Autoren: Rita Albrecht (ria), Angelika Hinrichs (anh), Elmar Reith (elr)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@ub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 2/2007 erscheint April 2007.

Redaktionsschluss: März 2007.