HeBIScocktail
Ausgabe: 2007-3
Editorial


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


der HeBIS-Verbund feiert einen runden Geburtstag:

Die Hessische Bibliographie wird 30 Jahre alt!

Anläßlich des Jahrestages veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Hessische Bibliographie eine begleitende Ausstellung mit dem Titel: "30 Jahre Hessische Bibliographie : 1977-2007. Von der gedruckten Bibliographie zur Internet-Datenbank".

Wir berichten in diesem Cocktail über die Ausstellung, in der die sieben Partner-Bibliotheken einen Überblick zur Entwicklung der Bibliographie und gleichzeitig Einblicke in den eigenen Tätigkeitsbereich vor und hinter den Kulissen geben.


Das HeBIS-Portal präsentiert sich in neuer Version.

Seit Ende Juni steht Ihnen das HeBIS-Portal in einer neuen Version zur Verfügung. Es werden zahlreiche neue Dienste und Erweiterungen angeboten, die das Portal noch komfortabler und anwenderorientierter machen. Wir informieren Sie über die Neuerungen im Detail.

Das nur als kleiner Ausblick auf den diesmal sehr vielfältigen Cocktail mit zahlreichen Beiträgen (beachten Sie bitte u.a. auch die Mitteilungen der EKHN Darmstadt und UB Giessen) .

Mit den besten Wünschen
Ihr HeBIScocktail-Team


Entwicklungen und Planungen im Verbund

Aktuell
Bibliotheksindex (BIX) 2007



Wie bewähren sich Bibliotheken als Informationsvermittler, Bildungspartner und Treffpunkte? 168 Stadtbibliotheken und 76 Hochschulbibliotheken wollten es wissen: Sie stellten sich 2007 erneut dem Leistungsvergleich im Bibliotheksindex BIX. In acht Kategorien ermittelt der BIX eine Rangliste der erfolgreichsten Bibliotheken Deutschlands. Bei den Stadtbibliotheken liegen - je nach Einwohnerzahl - die Bibliotheken in Dresden, Rosenheim, Biberach, Freiberg am Neckar und Abtsgmünd an der Spitze. Die Hochschulbibliotheken werden von der Bibliothek der Fachhochschule Regensburg, der Universitätsbibliothek Mannheim und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen angeführt.

In Hessen erreichten mit der Stadtbibliothek Darmstadt (7. Platz bei den öffentlichen Bibliotheken in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern) und der Universitätsbibliothek Frankfurt (2. Platz bei den Hochschulbibliotheken in zweischichtigen Systemen) Spitzenplätze im nationalen Vergleich. In ihren jeweiligen Kategorien rangieren außerdem die Stadtbücherei Neu-Isenburg (16. Platz), die Stadtbibliothek Offenbach (20. Platz) sowie die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (13. Platz) unter den 20 besten Teilnehmern.

Jede Bibliothek, die am BIX teilnimmt, bekommt für ihre Leistungen Punkte in vier „Disziplinen“: Angebote und Ressourcen, Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklungspotential. Aus den 17 BIX-Indikatoren ergibt sich ein differenziertes Bild der Teilnehmer. So zeichnet sich bei den Hochschulbibliotheken in Regensburg, Mannheim und Göttingen der positive Effekt eines neuen Bibliotheksgebäudes und eines hohen Medienetats auf die Zukunftsfähigkeit der Bibliothek ab: Jeder Hochschulangehörige sucht mindestens 40 mal pro Jahr die Bibliothek auf - und nutzt gleichzeitig ihre umfangreichen "virtuellen" online-Angebote.

Die Universitätsbibliothek Frankfurt kann auf diesem Feld mit den Besten mithalten, denn ihre Hochschulangehörigen benutzen sie durchschnittlich 45 mal im Jahr. Weitere Spitzenplätze im Ranking belegt die Frankfurter Hochschulbibliothek mit ihrem Angebot an Infrastruktur und Personal (Rang 2) sowie beim Entwicklungspotenzial (Rang 2). Die ULB Darmstadt erreicht aufgrund ihres hohen Ausgabenanteils für elektronische Bestände von 51,9% bei der Bewertung ihrer Ressourcen sogar Rang 4.

Bei den kommunalen Bibliotheken steht u.a. die Aktualität der Medien auf dem Prüfstand. In den fünf bestplatzierten Stadtbibliotheken werden jährlich 12-18% des Medienbestands erneuert. Dies zahlt sich aus: Rechnerisch leiht jeder Einwohner in diesen Kommunen jährlich mindestens 10 Medien aus. Die Erneuerungsquote liegt bei der Stadtbibliothek Darmstadt bei recht ordentlichen 10,2%. Ihre Stärke liegt auf dem Feld der Kundenorientierung, wo sie mit 11 Entleihungen pro Einwohner und Jahr punkten kann und damit im bundesweiten Vergleich sogar den 4. Platz belegt. Die Stadtbibliothek Offenbach wiederum belegt bei der Mitarbeiterzufriedenheit einen ausgezeichneten 7. Platz und liegt damit 13 Plätze besser als ihr Gesamtergebnis. Auch in anderen hessischen Bibliotheken ist die Mitarbeiterzufriedenheit übermäßig gut ausgeprägt und die daraus resultierenden Platzierungen liegen zum Teil erheblich über dem Gesamtrang, so. z. B. bei der Stadtbücherei Reinheim (Gesamtrang Orte mit 15.000 bis 30.000 Einwohner: 30/Rang Mitarbeiterzufriedenheit: 7) oder der Stadtbücherei Maintal (Gesamtrang Orte mit 30.000 bis 50.000 Einwohner: 36/Mitarbeiterzufriedenheit: 14).

Durch den Vergleich mit den Besten ihrer Kategorie können die BIX-Teilnehmer herausfinden, wo in ihrer Bibliothek Qualitätssteigerungen möglich sind und wo noch Leistungsreserven stecken.

(ria)

Weitere Informationen:

http://www.bix-bibliotheksindex.de/

 

R. Albrecht
Fernleihe
Produktionsbeginn Online-Vormerkungen / VFL-Blankobestellungen

am Montag, den 25.6, startet die HeBIS Online-Fernleihe mit drei neuen Diensten:

  • Online-Vormerkungen innerhalb des Hessischen Verbundes. Dieser Dienst wurde bereits von einigen Bibliotheken erfolgreich getestet und wird nun für alle HeBIS-Bibliotheken freigeschaltet.
  • verbundübergreifende Online-Vormerkungen (derzeit nur HeBIS-BVB) 
  • verbundübergreifende Blankobestellungen (derzeit nur HeBIS-BVB)

HeBIS und BVB beginnen mit den verbundübergreifenden Vormerkungen und Blankobestellungen in einem Pilotprojekt, dem sich die anderen Verbünde im Laufe des Jahres nach und nach anschliessen wollen.

(güp)

Neues von den Datenbanken

Arbeitskreis "Lokale Portal-Sichten"

Mehrere Bibliotheken hatten in den vergangenen Monaten ihr Interesse an einer eigenen lokalen Sicht des HeBIS-Portals artikuliert. Wenn man davon ausgeht, dass nicht alle Wünsche gleichzeitig zu erfüllen sind, muss man (wer?) eine Reihenfolge festlegen, in der die Sichten erstellt werden können.

Am 25. Juni trafen sich in Frankfurt Vertreterinnen und Vertreter von 7 Bibliotheken, um mit unserem Portal-Team darüber zu sprechen, auf welche Weise man gemeinsam dazu beitragen kann, möglichst schnell für möglichst viele Bibliotheken ein möglichst gutes Angebot zu erstellen. Folgende Punkte sprachen für ein solches Treffen:
 

  • Durch Diskussionen innerhalb des Arbeitskreises werden Gemeinsamkeiten eher sichtbar und können unterschiedliche Anforderungen präzisiert, aber auch begründet werden.
  • Informationen der BDV zu Aspekten des Portals allgemein oder zu lokalen Sichten speziell erreichen immer alle Interessenten gleichzeitig und führen zu schnelleren Rückmeldungen.
  • Durch gemeinsame Tests aller Sichten durch mehrere Interessenten lässt sich die Stabilität der Sichten schneller gewährleisten.

 
Die Hoffnung, dass beim Treffen eher die Gemeinsamkeiten denn die unterschiedlichen Anforderungen deutlich werden, hat sich erfüllt. Die Bereitschaft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich aus Verantwortung für alle jetzt anstehenden lokalen Sichten einzubringen und zu deren Gelingen beizutragen, wurde deutlich.
 

Nun müssen konkrete Schritte folgen. Die Bibliotheken wurden gebeten, Wünsche und Anforderungen zur grafischen Gestaltung der Oberfläche und zu den einzubindenen Katalogen und Links zu äußern. Diese werden in einzelnen Prototypen realisiert und getestet. Danach sind durch die Bibliotheken die Texte der eigenen Sicht um bibliotheksspezifische Inhalte zu ergänzen. Am 22. August wird sich der Arbeitskreis erneut treffen, um den erreichten Stand zu bewerten und das weitere Vorgehen festzulegen.

H.Schneider E-Mail an AutorIn
HeBIS-Portal: Neue Version mit vielen Erweiterungen und neuen Diensten

Am 20. Juni wurden das HeBIS-Portal und seine lokalen Schwestern KARLA, FRANKA und MARLA auf eine neue Version umgestellt. Seit dem letzten größeren Versionswechsel im Frühjahr 2006 ist damit zugegebenermaßen eine lange Zeit verstrichen. Dafür enthält die neue Version aber auch umso mehr Anpassungen und Erweiterungen, vom Layout angefangen bis zu komplett neuen Funktionalitäten.

Das Hauptziel der Arbeiten an der neuen Version war es, wiederholt vorgetragene Wünsche von Benutzern und Bibliothekaren zu realisieren und das Portal durch die Einführung zusätzlicher Dienste wie die englische Sprachversion oder den EZB-Button und die Einbindung der ersten lizenzpflichtigen Datenbanken in die Katalogauswahl erneut ein Stück weit attraktiver und komfortabler zu machen. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Neuerungen für Sie zusammengestellt. Eine ausführliche Übersicht mit zusätzlichen Details, die ggf. auch bei der Beratung von Benutzern hilfreich sein können, steht außerdem auf den HeBIS-Webseiten im Bereich Arbeitshilfen & Dokus > HeBIS-Portal, Verbund-OPAC zum Download bereit.


Datenbanken

Eine der vordringlichsten Aufgaben war die Einbindung der ersten lizenzpflichtigen Datenbanken in die katalogübergreifende Suche. Das ist mit Periodicals Index Online (PIO) und Periodicals Archive Online (PAO) gelungen. Allerdings ist das eine Datenbank weniger als für den Einstieg geplant war. Dazu muss man wissen, dass die Einbindung von Datenbanken ins Portal weniger technischen als lizenzrechtlichen Einschränkungen unterworfen ist. Auch wenn eine Lizenz vorliegt, muss die Einwilligung des Anbieters eingeholt werden. Für die Nationallizenzen PIO und PAO haben wir diese dankenswerterweise schnell bekommen. Web of Science, dessen Einbindung im Testsystem ebenfalls vorbereitet war, mussten wir dagegen wieder zurückstellen, weil uns der Anbieter bisher keine Genehmigung erteilt hat.

Für die Einbindung der Datenbanken waren verschiedenen systeminterne Umstellungen erforderlich. Auch wenn zwei oder drei Datenbanken für den Anfang nicht viel klingt, handelt es sich doch um einen kleinen Meilenstein, weil damit die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des Datenbankangebots im Portal geschaffen werden konnten.

Zugriffskontrolle

Bei lizenzpflichtigen Katalogen und Datenbanken muss die Einhaltung der Lizenzverträge sichergestellt werden, d.h. Quellen, für die ein Benutzer keine Berechtigung hat, müssen in der Katalogauaswahl für die Suche gesperrt werden. Dafür war im Portal die Erweiterung des Logins um ein Autorisierungsverfahren erforderlich, das für jedes eingebundene lizenzpflichtige Produkt die Berücksichtigung der Lizenzbedingungen ermöglicht. Die Suche in einer Datenbank wird dank dieses Verfahrens nur frei geschaltet, wenn der Benutzer sich im IP-Bereich einer berechtigten Bibliothek bzw. Institution befindet (IP-Kontrolle) oder wenn er sich im Portal angemeldet hat, ein Nutzerkonto bei einer berechtigten Bibliothek besitzt und einer berechtigten Nutzergruppe (z.B. wissenschaftlicher Nutzer, Mitarbeiter) angehört (Login-Kontrolle).

Bestellung von Treffern aus Periodicals Index Online

Für Treffer aus Periodicals Index Online kann keine vollautomatische Bestellung angeboten werden, da die Daten dieser Quelle nicht ausreichen, um eine fehlerfreie Verfügbarkeitsrecherche (d.h. maschinelle Ermittlung von Besitznachweisen) zu garantieren. Da analoge Probleme auch für andere Datenbanken zu erwarten sind (bei Treffern aus Web of Science wäre die reguläre Verfügbarkeitsrecherche z.B. auch nicht zuverlässig), war es sinnvoll, eine spezielle Bestellfunktion zu implementieren, bei der der Benutzer durch Auswahl der richtigen Zeitschrift selbst in den Bestellvorgang eingreifen muss. Das funktioniert so: Durch Anklicken eines Buttons im Bestellfenster kann der Benutzer eine Suche nach der Zeitschrift in der ZDB starten. Dann wählt er aus der ggf. mehrere Zeitschriften umfassenden Trefferliste die richtige Zeitschrift aus (hoffentlich ...) und klickt bei dieser auf "Bestellung". Anschließend wird der Bestellvorgang automatisch fortgesetzt, d.h. es werden Besitznachweise für die ausgewählte Zeitschrift und den Jahrgang des Aufsatzes ermittelt, und dem Benutzer wird je nach Ergebnis wie gewohnt eine lokale oder Fernleihbestellung angeboten.


Katalog-/Datenbankauswahl

  • Außer den Datenbanken stehen für die katalogübergreifende Suche jetzt auch ZDB, EZB und der Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin zur Verfügung.
  • Das Layout der Katalogauswahl wurde graphisch etwas übersichtlicher gestaltet. Außerdem  wurden die Quellen neu gruppiert und zum Teil neu benannt, um die Auswahl für Benutzer übersichtlicher und besser verständlich zu machen.
  • Die Standardauswahl für die Suche beinhaltet außer den HeBIS-Katalogen ab sofort auch die anderen deutschen Bibliotheken und Verbünde sowie die ZDB. In der Trefferliste werden die Treffer aus den HeBIS-Katalogen unabhängig von ihrer Antwortzeit aber trotzdem immer zuerst angezeigt (s.a. Trefferliste)

 

Suche

  • Suchbegriffe werden bei einem erneuten Aufruf der Suchmaske nicht mehr automatisch gelöscht. Damit konnte endlich ein häufig geäußerter Wunsch der Portalbenutzer erfüllt werden.
  • Für die Suche stehen jetzt auch Materialsuchfilter zur Verfügung. Diese können aber nur für Verbünde bzw. Bibliotheken mit Pica-Katalogen angeboten werden (HeBIS-Verbund- und Lokalsystem-Kataloge, GBV, SWB, DNB, ZDB und StaBi Berlin). Von den anderen Quellen werden Suchfilter über die verfügbaren Schnittstellen nicht unterstützt.

    Beachten Sie bitte auch, dass die Definition der Suchfilter im Portal zum Teil von den gewohnten Suchfiltern im HeBIS-CBS bzw. HeBIS-Verbund-OPAC abweicht. Mehr Detailinformationen dazu finden Sie auf den HeBIS-Webseiten in unserer etwas ausführlicheren Dokumentation zur neuen Portal-Version.


Merkliste

  • Das Wichtigste zuerst: Ab sofort kann direkt aus der Merkliste heraus bestellt werden.
  • Die Titelbeschreibung in der Merkliste wurde überarbeitet und vervollständigt. Die Anzeige- und Download-Formate wurden  überarbeitet und es wurden neue Formate ergänzt (z.B. BIBTEX)

 

Trefferliste

  • Die Trefferlisten der antwortenden Quellen können jetzt auch im rechten Bildschirmbereich per Konfiguration sortiert werden. Dadurch ist es möglich, Treffer aus HeBIS-Katalogen unabhängig von ihrer Antwortzeit immer zuerst anzuzeigen.
  • Da weitere Buttons hinzugekommen sind (siehe z.B. EZB-Button), musste die Button-Anzeige auf eine übersichtlichere Form umgestellt werden: Nur "Bestellung",  Buttons zum Abrufen von Volltexten und "Merkliste" werden weiterhin einzeln angezeigt. Die restlichen Buttons (z.B. Buttons für das Abrufen von Inhaltsverzeichnissen einzelner Zeitschriftenhefte) werden in einer aufklappbaren Liste unter "mehr Optionen" angeboten.



Mit dem EZB-Button Online-Ausgaben von Aufsätzen finden

Für Nachweise von Aufsätzen wurde wurde der EZB-Button eingebunden. Wie er aussieht, sieht man auf dem Screenshot unter Trefferliste.

Der Button basiert auf einem Dienst der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek ("EZB-Linksolver"), der das Auffinden von ggf. vorhandenen Online-Ausgaben ermöglicht und den Benutzer beim Zugriff auf den Volltext unterstützt. Der Button hat folgende Funktionalität:

  • Anzeige der EZB-Lizenzampel. Die Ampelfarben richten sich wie gewohnt nach der Berechtigung des Benutzers. Dreifarbige Ampeln signalisieren, dass nicht genau erkannt werden kann, für welche Jahrgänge einer Zeitschrift eine Berechtigung vorliegt (z.B. bei Zeitschriften mit Moving Wall).
  • Wenn möglich, erfolgt nach Anklicken des Buttons eine direkte Verlinkung zum Aufsatz. Meist wird der Benutzer aber über eine EZB-Zwischenseite zur Zeitschrift geleitet, wo er den Aufsatz dann über die Band- und Heftnavigation auf der Zeitschriftenhomepage suchen kann.


Bestellung

Es wurde häufig moniert, dass im Bestellbildschirm während der Verfügbarkeitsrecherche (also der automatischen Suche nach Besitznachweisen) nicht deutlich erkennbar war, welche Kataloge durchsucht wurden und noch nicht geantwortet hatten. Wartezeiten waren dadurch schwer nachvollziehbar. Auch dieses Problem konnte in der neuen Version gelöst werden. Der Bestellbildschirm enthält jetzt eine Liste aller Kataloge, die bei der Verfügbarkeitsrecherche berücksichtigt werden. Kataloge, die bereits geantwortet haben, werden mit einem grünen Häkchen gekennzeichnet, Kataloge, deren Antwort noch aussteht mit einem Fragezeichen.




Und last not least: Englische Sprachversion

Ab der neuen Version wird auch eine englische Sprachversion angeboten. Diese kann mit dem englischen Falggensymbol   abgerufen werden.


Ausblick auf das zweite Halbjahr 2007

Inzwischen gibt es unter den HeBIS-Bibliotheken weitere Interessenten für lokale Portale, so dass der Schwerpunkt der Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte auf der Entwicklung neuer lokaler Portalsichten liegen wird. Genaueres dazu lesen Sie im Beitrag von Herrn Schneider.

Uwe Reh E-Mail schreiben
HRZ Frankfurt, Abt. BibliotheksDatenVerarbeitung

Bettina Sunckel E-Mail schreiben
HRZ Frankfurt, Abt. BibliotheksDatenVerarbeitung

Heike Nienerza E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale
IWF-Campusmedien

Ende Mai wurden  die Metadaten der IWF-Campusmedien (http://www.iwf.de/campusmedien/) in den Verbundkatalog eingespielt und den Vertragsbibliotheken des HeBIS-Konsortiums für ihre lokalen OPACs zur Verfügung gestellt. Hierbei wurden nur die Titel übernommen, auf die online zugegriffen werden kann (4409 Datensätze).

Die IWF Wissen und Medien gGmbH ist das Service-Institut des Bundes und der Länder für Medien in der Wissenschaft. Sie fördert Wissenschaft und Bildung durch Entwicklungs- und Transferleistungen im Bereich audiovisueller Medien. Ihre Kernaufgabe besteht darin, audiovisuelle Medien aus der Wissenschaft zu akquirieren, zu optimieren und für Lehre und Forschung langfristig verfügbar zu machen. Dazu hat die IWF in den letzten Jahren eine durchgehend digitale Systemplattform geschaffen. Deren Bestand umfaßt aktuell über 4500 Videos und Sequenzen mit insgesamt mehr als 9000 Minuten aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften, Umweltwissenschaften und Technik; er wird ständig erweitert.

Durch die Katalogeinbindung sollen HeBIS-Benutzer verstärkt auf diese einzigartige Sammlung wissenschaftlicher Filme aufmerksam gemacht werden.
In Kürze wird im Verbund-OPAC  ein eigener Teilkatalog "IWF-Campusmedien" eingerichtet werden, über den die Daten separat zugänglich sind, um dieses eLearning-Angebot prominent zu präsentieren und die Nutzung zu erhöhen.

M. Schwingel-Bechtold
Neue Funktion in HeBIS-Aufsatzkatalogen - Verbindung zwischen Print- u. Online-Version

Seit kurzem ist in den HeBIS-Aufsatzkatalogen ein neues Feature aktiv und schafft eine direkte Verknüpfung zwischen den Print- und Online-Versionen von Texten.

Für die neue Funktion wird der Linksolver der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) genutzt. Ist ein gedruckt vorliegender Aufsatz auch online verfügbar, erscheint in der OPAC-Vollanzeige das allseits bekannte EZB-Symbol mit der Ampel, die gleichzeitig Aufschluss über die Lizenzierung der betreffenden Zeitschrift gibt, aus der der Aufsatz stammt.

Klickt man das EZB-Symbol an, wird man in einer Vielzahl der Fälle direkt auf die Online-Version des Aufsatzes geführt, bei anderen auf die Homepage der Zeitschrift, von der aus man sich zum Aufsatz durchklicken muss. Voraussetzung für den Volltextzugriff ist, dass man berechtigter Benutzer einer HeBIS-Bibliothek ist, die die gewünschte Zeitschrift lizenziert hat (falls es sich nicht um einen lizenzfreien Text handelt).


(ria)

Mitteilungen der Verbundzentrale

Einspielung Nationallizenzen aus der ZDB

Wie bereits im vergangenen Jahr konnten nun die von der ZDB als Extra-Lieferung bereitgestellten Daten zu den Nationallizenzen erfolgreich in HeBIS übernommen werden.
Es wurden insgesamt mehr als 4900 Zeitschriften-Titel neu oder als Korrektur geliefert, die mit dem bewährten Lizenzexemplarprogramm für die lokalen Opacs nach den Wünschen der HeBIS-Teilnehmer umgesetzt wurden.

Damit ist für HeBIS ein aktueller Stand für die Verzeichnung der Nationallizenzen, sowohl der monographisch zu verzeichnenden Datenbanken als auch der Zeitschriftenpakete, erreicht.

Weitere Nachzügler-Produkte werden selbstverständlich eingearbeitet. Ausserdem haben wir jetzt die Möglichkeit, über ein spezielles Import-Programm zukünftig bei den wöchentlichen Lieferungen von Änderungen und Ergänzungen bei den Titeln zu den Nationallizenzen zu profitieren.

A. Troeger
Personalia

Sowohl in der Verbundzentrale als auch in der BDV gibt es einige personelle Veränderungen:

Die Verbundzentrale wird nun wieder unterstützt durch Fr. Nadine Körfer (Zuständigkeitsbereich E-Medien), ausserdem durch Fr. Jule Mildner im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Web-Redaktion.

Neu im Portal-Team der BDV ist Fr. Bettina Sunckel.
Die langjährige Mitarbeiterin Fr. Aglaia Serbetcioglu hat die BDV verlassen, ihre Tätigkeiten werden in Zukunft von Hrn. Nadali Walizadeh übernommen.


(tak)
RDA - neue Entwicklungen

Weiter im Zeitplan befindet sich die Entwicklung des neuen Regelwerkes für die Formalerschließung "Resource Decription and Access" (RDA). Im März 2007 wurde pünktlich der überarbeitete Entwurf von Kapitel 3 und Teilen von Kapitel 4 vorgelegt. Dabei zeigen sich in Kapitel 3 deutliche Veränderungen, die sich vor allem durch die konsequente Bezugnahme auf die in den "Funtional Requirements for Bibliographic Records" (FRBR) festgelegten Attributen für die Beschreibung einer bestimmten Ausgabe ("Manifestation") ergeben. Außerdem wird jetzt die strukturierte Angabe bestimmter Informationen deutlich von Vorgaben zum Erfassen von zugehörigen Erläuterungen in Fußnoten unterschieden. Die Expertengruppen der Arbeitsstelle für Standardisierung haben die grundsätzliche Neuausrichtung des Kapitels begrüßt. Kritisch hingegen werden immer noch die Vorgaben zum Erfassen des Träger- und Medientyps gesehen. Die deutsche Stellungnahme zum Entwurf wird darauf schwerpunktmäßig eingehen.

Bereits etwas früher als angekündigt wurde Mitte Juni auch eine Überarbeitung des Kapitel 6 für die Definition der Sucheinstiege sowie des Kapitels 7 mit der Beschreibung von Relationen zwischen Ressourcen vorgelegt. Bei den Sucheinstiegen wird nun nicht mehr zwischen Haupt- und Nebeneintragungen unterschieden. Außerdem wurde das längst überholte 3-Verfasser-Prinzip aufgegeben. Die Relationen zwischen Dokumenten berücksichtigen insbesondere die verschiedenen FRBR-Ebenen. Eine deutsche Stellungnahme wird hierzu noch erarbeitet werden.

Das für die Regelwerksentwicklung zuständige "Joint Steering Committee for Revision of Anglo-American Cataloguing Rules" hat als logische Konsequenz aus seinem momentanen Tätigkeitsfeld seinen Namen geändert in "Joint Steering Committee for Development of RDA".

Mehr zum Thema unter http://www.collectionscanada.ca/jsc/rda.html.

Die deutschen Stellungnahmen sind zu finden unter http://www.d-nb.de/standardisierung/afs/afs_aacr_rda.htm

 

(ria)
WinIBW 2.4.1 - Neue Version

Seit Anfang Juni steht eine neue Version der WinIBW 2.4.1 auf dem HeBIS-FTP-Server zur Verfügung.

Die wichtigsten Änderungen betreffen die Überarbeitung der verschiedenen Titelkopierfunktionen bedingt durch die Einführung der Erstkatalogisierer-ID-Nr., außerdem sind jetzt auch Kopien aus dem VD17 möglich und die aus früheren Zeiten bekannten $-Verweisungen können nun wieder für Personenamen eingesetzt werden. Innerhalb der Fernleihfunktionen ist die Signierhilfe erweitert worden.

Die Neuerungen im einzelnen:

Kopierfunktionen

  • Funktion "Datensatzkopie":
    Kategorie 2240 (Erstkatalogisierer-ID-Nr.) und 2112 (Regionale ID-Nr.) werden nicht mehr mitkopiert.
  • Funktion "DNB Titel kopieren":
    Bei der Kopie einer Titelaufnahme aus der DNB wird in HeBIS-Kategorie 2240 eine Erstkatalogisierer-ID aus dem Vorspann "DNB:" und DNB-Nummer in der Form "2240 DNB:949250171" gebildet.
  • Funktion "GBV-Fenster aktivieren":
    Über diese Funktion erhalten Sie gleichzeitig Zugang zum VD17. Sie müssen nun zuerst in der Systemauswahl den unterlegten (einzigen) Eintrag anklicken und können dann in der Bestandsauswahl zwischen dem GVK und dem VD17 wählen. 
  • Funktion "GBV Titel kopieren":
    Diese Funktion kann sowohl für Kopien aus dem GBV als auch aus dem VD 17 benutzt werden.
    Kategorie 2240 (Erstkatalogisierer-ID-Nr.) und 2112 (Regionale ID-Nr) werden jetzt mitkopiert, weiterhin 2065 (DNB-Nummer), 2100 und 2105 (CIP- und WV-Nummern). Kat. 2775 (Fingerprint) wird ebenfalls übernommen sowie die VD17-Nummer aus 2191 mit dem Vorpann "VD17" in die HeBIS-Kategorie 2035 (Bibliographischer Nachweis alter Drucke) übertragen.
    Außerdem wird nun Kategorie 418X mitkopiert. Die Schriftenreihe wird als Text übernommen, so dass Sie direkt aus der Kategorie heraus mit "Verknüpfung suchen" weiterarbeiten können.
  • Funktion "SWB Titel kopieren":
    Kategorie 2240 (Erstkatalogisierer-ID-Nr.) und 2112 (Regionale ID-Nr.) werden jetzt übernommen, weiterhin 2065 (DNB-Nummer), 2100 und 2105 CIP- und WV-Nummern).
    Außerdem wird nun Kategorie 418X mitkopiert. Die Schriftenreihe wird als Text übernommen, so dass Sie direkt aus der Kategorie heraus mit "Verknüpfung suchen" weiterarbeiten können.

    Bitte beachten Sie:
    Für Kopien aus dem GBV und dem SWB bedeutet die Übernahme von DNB-Nummern, Erstkatalogisierer-ID-Nr. und Regionaler ID-Nr., dass wie bisher schon bei "DNB Titel kopieren" die Titelkopie genau für die betreffende Ausgabe gilt. Wenn Sie bei einem kopierten Titel Änderungen vornehmen, die die Identität der Ausgabe betreffen wie z.B. Erscheinungsjahr, Auflage usw., löschen Sie bitte diese Nummern!
  • Funktion "Titel kopieren in HeBIS DB" (im Menü "ZDB-Funktionen"):
    Bei der Kopie einer Zeitschriftenaufnahme aus der ZDB wird in HeBIS-Kategorie 2240 eine Erstkatalogisierer-ID aus dem Vorspann "ZDB:" und ZDB-Nummer in der Form "2240 ZDB:917067-4" gebildet.

 

Weitere Änderungen

 

  • Funktion "Reziproke Verknüpfung" im Menü "Funktionen":
    Bei Ergänzung einer ZDB-Nr. in Kat. 2110 der Schriftenreihe wird nun am Ende ein "s" statt wie bisher "m" hinzugefügt.
  • Die Funktion "Sachdaten + DBN kopieren" ist weggefallen, da Dublettenbereinigungen ab jetzt nur noch mit den Funktionen zur Dublettenbereinigung vorgenommen werden sollen (das zugehörige - nächtlich laufende - Umlenkprogramm wird in den nächsten Wochen überarbeitet).
  • Funktion "Kennungen setzen":
    Mit dieser Funktion  (unterster Eintrag im Menü "Funktionen") können Sie Ihre bevorzugte Anmeldekennungen für Fremdsysteme angeben. Wenn Sie z.B in "Kennung für DNB/PND/ZDB" Ihre PND-Kennung eintragen, gelangen Sie beim Aufruf der Funktionen "DNB-Fenster aktivieren" bzw. "PND-Fenster aktivieren" (bzw. auch "ZDB aktivieren") immer automatisch mit dieser Kennung ins System, ohne Sie manuell eingeben zu müssen (gilt nur für Zugang über das Menü, nicht bei Aufruf aus der Startseite).
  • Bei Aufruf einer Kopier-, Verknüpfung- oder Umlenkfunktion aus einer Kurzanzeige wird der Datensatz jetzt immer automatisch in die Vollanzeige gebracht und dazu ein Dialogfenster eingeblendet mit der Nachfrage, ob es sich um den gewünschten Datensatz handelt. Diese Sicherung wurde eingerichtet, da sich gezeigt hatte, dass sich Einträge in einer Kurzliste in manchen Fällen verschieben können und die Aktion dann u. U. mit einem falschen Datensatz ausgeführt wird.
  • Auf der Startseite ist der Zugang für DNB Mono (PND) und ZDB zusammengefasst worden.

 

"$-Verweisungen"


Die sog. $-Verweisungen, die ja von früheren WinIBW-Versionen her bekannt sind, ermöglichen Ihnen, den Inhalt einer Personenkategorie an einer anderen Stelle der Titelaufnahme automatisch ergänzen zu lassen.
Zur Erinnerung: Man schreibt dazu z.B. in Kategorie 4000 in die Verfasserangabe "hrsg. von §3010", und beim Abspeichern der Aufnahme wird an dieser Stelle dann der Personenname aus dieser Kategorie ergänzt, gleichgültig ob der Name in 3010 als Verknüpfung oder als Text eingetragen ist.

Fernleihfunktionen


Im Menü "FL-Funktionen" wurde die Funktion "Signierhilfe" erweitert. Für die bevorstehende Erweiterung in der verbundübergreifenden Fernleihe wurde neben der Recherche/Leitwegermittlung im HeBIS-Portal zusätzlich die Funktion Online-Vormerkung (HeBIS und Partnerverbünde) und die verbundübergreifende Blankobestellung (nur Bibliotheken aus Partnerverbünden) integriert. Die Kandidaten für die Online-Vormerkung und Blankobestellung werden nach Eingabe des Bibliothekssigels in der Sigelliste der ZDB automatisch überprüft und festgelegt. Im zweiten Schritt wird in der WinIBW wie bisher mit der Funktion "Leitweg einfügen" die Kandidatenliste zusammengestellt und anschließend abgearbeitet. Für Bibliotheken besteht die Möglichkeit, nach der Einrichtung einer Vormerkabteilung in der WinIBW die Bestellung zu parken und erst dann weiter zu bearbeiten, sobald der Benutzer eine Rückmeldung gegeben hat.



Achtung:
In der am 1.6.2007 ausgelieferten WinIBW vom 1.6.2007 war noch ein Fehler enthalten (betrifft nur diese Version, nicht die davorigen WinIBW-Versionen!): Bei allen Kopierfunktion ("Datensatzkopie", "Übernahme Tp-Satz", DNB-, GBV-, SWB-Titelkopie, Titelkopieren aus ZDB) wurden verschiedene Sonderzeichen wie z.B. das Hacek und das kyrillische Weichheitszeichen nicht korrekt übertragen, was dann auch zu einer falschen Indexierung führen konnte (das Hacek wurde z.B. als é übernommen, so dass aus “Orešnik“ “Oreésnik“ wurde).
Daher wurde am 22.6.2007 nochmals eine nachgebesserte WinIBW bereitgestellt, mit der die Sonderzeichen nun korrekt übernommen werden.


E. Reith, G. Pietzonka

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Aktuell
Neue HeBIS-Mitglieder

Folgende neue Mitglieder begrüssen wir im HeBIS-Verbund:

 

Bibliothek des Stadtarchivs Bad Homburg        

Das Stadtarchiv bezeichnet sich selbst als "das Gedächtnis" der Stadt Bad Homburg. Seit 1984/85 befindet es sich im "Gotischen Haus". Die Bibliothek mit über 9.000 Bänden umfasst vor allem Literatur zu Hessen-Homburg und Hessen-Nassau. Ihren Benutzern bietet sie einen Lesesaal mit 12 Arbeitsplätzen und Fotokopiermöglichkeit an.

Das Stadtarchiv ist die erste kommunale Einrichtung in Hessen, die dem HeBIS-Verbund beitritt.

Weitere Informationen: http://www.bad-homburg.de / ->Kultur/Bildung  / ->Stadtarchiv

 

Bibliothek des Polen-Instituts

Das Deutsche Polen-Institut Darmstadt ist ein Forschungs-, Analyse-, Informations- und Veranstaltungszentrum für polnische Kultur, Geschichte, Politik, Gesellschaft und die deutsch-polnischen Beziehungen im europäischen Kontext. Die Bibliothek des Deutschen Polen-Instituts ist eine Spezialbibliothek für polnische Literatur, deutsch-polnische Übersetzungen und Kulturbeziehungen in Geschichte und Gegenwart. Der Bestand umfasst 50.000 Bände.

Die Ausleihe der Bestände ist über den Leihverkehr der deutschen Bibliotheken und auch direkt im Institut möglich.


Weitere Informationen:
http://www.deutsches-polen-institut.de/Service/Bibliothek/index.php       

 

 

Vertragsunterzeichnung Mai 2007

Astrid Krüger, Leiterin des Stadtarchivs Bad Homburg, und Berndt Dugall, Leiter des HeBIS-Verbundes bei der Vertragsunterzeichnung im Mai 2007 (Foto: ria)

(ria)
Bibliothekssystem Universität Giessen
PICA-LBS: Z39.50-Schnittstelle in Betrieb

Seit März 2007 ist die Z39.50-Schnittstelle (Pica-Modul TOLK) installiert.

Die Verbindungsdaten lauten für das Bibliothekssystem der Universität Gießen:

1. Datenbankserver: opac.uni-giessen.de

2. Port: 210

3. Record Syntax: USMARC

4. Databasename: jlugi

5. Für Endnote:

 Search Field Name
 USE    Rel 
Pos Str  Tru    Com
 Alle Woerter --- [ALL]     
 1016     3    3    2 100 1
 Titelstichwoerter  [TIT]
 4  3    3    2 100 1
 Ganze Titel  [TIS] 
 8502  3    3    1 100 1
 Personennamen  [PRS]
 1  3    3    1 100 1
 Schlagwoerter als Stichwoerter  [SW]
 21  3    3    2 100 1
 Schlagwoerter als Zeichenkette  [SP]
 8531  3    3    1 100 1
 Lokale Klassifikation als Zeichenkette  [KLS]
 6107  3    3    1 100 1
 Serien und Bandnummern als Stichwoerter  [SEW]  1007  3    3    2 100 1
 Serien und Bandnummern als Zeichenkette  [SES]  6050  3    3    1 100 1
 Koerperschaften als Stichwoerter  [KOR]
 1005  3    3    2 100 1
 Koerperschaften als Zeichenkette  [KOS] 
 8501  3    3    1 100 1
 Erscheinungsorte  [ERO]    
 59  3    3    2 100 1
 Verleger  [VRL]    
 1018  3    3    2 100 1
 Nummern, z.B. ISBN, ISSN  [NUM]  8520  3    3    2 100 1
 Signaturen  [SIG]    
 53  3    3    1 100 1
 Bibliotheksstandorte  [BSO] 
 1028  3    3    2 100 1
 Lokale Selektionsschluessel  [LSS]
 6103  3    3    2 100 1
 Sprachcodes  [SPR]          
 54  3    3    2 100 1



Eine Webseite mit allen relevanten Informationen wird z.Zt. eingerichtet.

L. Kalok E-Mail an AutorIn
Bibliothekssystem Universität Giessen
Regensburger Verbundklassifikation

Im Rahmen von Umbaumaßnahmen im Bereich Philosophikum I werden in den nächsten Jahren zahlreiche dezentrale Bibliotheken und der UB-Bestand zusammengeführt. Jede Bibliothek hat bisher ihre eigene Aufstellungssystematik verwendet. Die bisher von der UB verwendete Systematik ist für die umfangreichen Bestände und den erhöhten Neuzugang nicht tief genug gegliedert. Als einheitliche Systematik kommt nur die Regensburger Verbundklassifikation (RVK) in Frage, da nur hierfür Fremdleistungen in genügendem Umfang genutzt werden können. Um Erfahrungen hinsichtlich Personalbedarf und Organisation der Umstellung zu sammeln, wurde begonnen, das Fach Philosophie zu bearbeiten. In der ersten Phase werden die RVK-Signaturen als "Schattensignaturen" im Feld 7105 erfasst. Vor die eigentliche RVK-Signatur wird das bisherige Fachkürzel "phi" gesetzt, so dass bei der Umstellung der räumliche Bereich in der Bibliothek beibehalten werden kann. Damit auch der bisherige Bestand des Zentrums für Philosophie umgestellt werden kann, werden in einem ersten Schritt die Titel mit Erscheinungsjahr vor 1987 in HeBIS erfasst.

L. Kalok E-Mail an AutorIn
Giessen
Lokalsystem Gießen-Fulda - Aktuelles

OPC4: Suchbegriffe, die mit Indexkürzeln übereinstimmen

Bei der Suche im OPAC gab es seither das Problem, dass Begriffe, die mit Indexkürzeln identisch waren, mit Anführungszeichen umgeben werden mussten, damit sie nicht als Suchbefehl interpretiert wurden. Dieses Problem wurde jetzt dadurch beseitigt, dass wie im CBS-OPAC nach dem Indexkürzel ein Doppelpunkt eingegeben werden muss.
 

OPC4: Sortierung der Treffermengen nach Verfasser und Titel möglich

Anfang Juni konnte nach Einbau einer neuen Festplatte der lange gehegte Wunsch realisiert werden, dass  die Treffermengen auch nach Verfasser oder Titeln geordnet werden können.

L. Kalok E-Mail an AutorIn

Aus den Verbundgremien

Gemeinsame Sitzung der HeBIS-AGs Erwerbung und E-Medien

Erstmals haben sich die beiden HeBIS-Arbeitsgruppen Erwerbung und E-Medien am 9. Mai 2007 in Frankfurt zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Im Fokus der Beratungen stand das Erwerbungsmodul von Sunrise und die darin bereits implementierten Funktionalitäten zur Verwaltung von elektronischen Ressourcen.

Dazu gab es eine umfassende Präsentation durch Marion Müller von der OCLC Pica GmbH. Die Mitglieder der AGs nutzen die Gelegenheit, sich auch über die Verwaltung von elektronischen Ressourcen hinaus mit Sunrise vertraut zu machen, denn das System wird die Grundlage für ein neues LBS-Sunrise sein, das im 3. Quartal 2008 einsatzbereit sein soll. Als Anforderung an OCLC Pica wurde formuliert, dass keine bisherige Funktion von LBS in dem neuen System verloren gehen dürfe und lokale Erweiterungen weiter problemlos andockbar sein müssten.

Die beiden AGs beschlossen einmütig, die Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung um die baldige Realisierung eines Sunrise-Testsystems zu bitten und dann das Erwerbungsmodul intensiv zu testen. Defizite sollen in einem schriftlichen Anforderungskatalog festgehalten und OCLC Pica überreicht werden. Für diese Aufgabe wurde aus den beiden Arbeitsgruppen eine paritätisch besetzte 6-köpfige Ad-hoc-Unterarbeitsgruppe gebildet.


(ria)

Fortbildung und Veranstaltungen

Fortbildung "Online-Fernleihe für Öffentliche Bibliotheken"

Am 12.06.2007 wurde die Fortbildung Online-Fernleihe für Öffentliche Bibliotheken angeboten. Das Angebot wurde von 18 Kolleginnen und Kollegen genutzt, um sich einen Tag mit der HeBIS Online-Fernleihe zu befassen.


Es wurde über den aktuellen Stand der Online-Fernleihe berichtet und die Neuerungen im HeBIS-Portal vorgestellt. In einem zweiten Themenblock konnten die Teilnehmer anhand von Übungsbeispielen Ihre praktischen Erfahrungen vertiefen. Viele Teilnehmer äußerten sich positiv über die Entwicklung der HeBIS Online-Fernleihe und die benutzerfreundliche Recherche- und Bestellmöglichkeit. Eine Teilnehmerin regte an, noch mehr Öffentliche Bibliotheken für die Teilnahme an der HeBIS Online-Fernleihe zu gewinnen.

Für alle Interessenten sind die Schulungsunterlagen auf den HeBIS Internetseiten zum Herunterladen hinterlegt:

http://www.hebis.de/bib/fernleihe/welcome.php?we_objectID=6738&pid=325

(güp)
QuestionPoint-Anwendertreffen

Am 24. April 2007 fand in der Universitätsbibliothek Frankfurt das erste offizielle deutsche QuestionPoint-Anwendertreffen statt.
Bereits anlässlich des Bibliothekskongresses in Leipzig hatte man vereinbart, sich als Anwendergruppe institutionalisieren zu wollen, um sich damit mehr Gehör innerhalb der riesigen QuestionPoint-Community und gegenüber OCLC zu verschaffen.

Die Anwendergruppe gab sich im Rahmen ihrer Sitzung in Frankfurt Leitlinien (als Statuten) und verabschiedete ein Papier mit priorisierten Anforderungen für die Weiterentwicklung von QuestionPoint. Aus dem HeBIS-Verbund nehmen die UB Frankfurt und die USA-Bibliothek der UB Mainz an QuestionPoint teil; zusammen mit der Deutschen Nationalbibliothek und der Stadtbücherei Frankfurt bilden sie das "InfoPoint"-Konsortium. Weitere deutsche QP-Teilnehmer sind u.a. die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und die Bayerische Staatsbibliothek München.


(ria)
Schulung "Katalogisierung von Kunst- und Bildbänden"

Am 14. und 19. Juni 2007 nahmen insgesamt 24 Bibliothekarinnen und Bibliothekare an einer von der Verbundzentrale angebotenen Schulung zur Katalogisierung von Kunst- und Bildbänden teil. Als kompetente Referentin fungierte Katja Engel, die als Mitarbeiterin der Kunstbibliothek Frankfurt auf diesem Feld über langjährige Erfahrungen verfügt. Sämtliche Teilnehmer zeigten sich nach dem Kurs hoch zufrieden und motiviert, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Besonders gelobt wurde die Auswahl an Büchern, die Frau Engel als Übungsgrundlage mitgebracht hatte, weil die die Schulung besonders anschaulich gemacht hätten. 

Die Schulungsunterlagen stehen hier bereit.

 

(ria)
Workshop METIS

Auf Anregung der HeBIS-Arbeitsgruppe E-Medien organisierte die Verbundzentrale in Zusammenarbeit mit der zuständigen Verwertungsgesellschaft VG Wort einen Workshop über das neu eingeführte Tantiemen- und Abrechnungssystem für Dokumente im Internet, METIS (Meldesystem für Texte auf Internetseiten).

Am 2. Mai 2007 trafen sich in Frankfurt Bibliothekare und technische Betreuer von Publikationsservern aus HeBIS-Bibliotheken (bzw. aus Bibliotheken, die den Aufbau solcher Server planen), um sich vom Projektleiter der VG Wort, Fritz Greitsch, über das aktuelle Verfahren und weitere Ausbaustufen informieren zu lassen.
Die Workshop-Teilnehmer hatten jedoch an einigen Teilaspekten erhebliche Zweifel, so unter anderem an der von der VG Wort geforderten Mindeszugriffszahl von 3000, ab der überhaupt erst eine Vergütung gezahlt werden soll. Außerdem wurde bemängelt, dass das Konzept der Zählpixel noch nicht ausgereift sei und einige Schwachstellen aufweise, so z.B. die, dass in Google-Ergebnislisten die URLs "bereinigt" und somit die Zählpixel entfernt werden.

Zum Schluss nahm Herr Greitsch eine lange Liste mit Einwänden mit, für die sich die HeBIS-Teilnehmer ein Überdenken seitens der VG Wort wünschten.

Informationen unter: http://www.vgwort.de/metis.php


 

(ria)
Bericht der Eröffnungsveranstaltung incl. Fotos
30 Jahre Hessische Bibliographie

1977 – 2007: Von der gedruckten Bibliographie zur Internet-Datenbank

Unter diesem Motto stand vom 6. bis 29. Juni eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main, die von der Zentralredaktion Hessische Bibliographie konzipiert und gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft Hessische Bibliographie realisiert wurde.

Ca. 80 Gäste nahmen an der Eröffnungsveranstaltung am 6. Juni teil und informierten sich bei Brezeln, Aale Wurst und Apfelwein über die Hessische Bibliographie „vor und hinter den Kulissen“. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm mit einem Mix aus fachbezogenen Beiträgen und einem Rahmenprogramm „Bücher, Bembel und Gebabbel“, das bestritten wurde von zwei Frankfurter Vortragskünstlern (Frau Wustmann, Herr Gesiarz als „Friedrich Stoltze“).

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn, Herrn Dugall, folgten Grußworte von Herrn Lenz, Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzender des Landesverbandes Hessen im Deutschen Bibliotheksverband sowie von Herrn Dr. Hedwig, Leiter des Hessischen Staatsarchivs Marburg und Vorsitzender der Historischen Kommission für Hessen. Beide würdigten die langjährige Tradition und Bedeutung der landesbibliographischen Berichterstattung in Hessen und brachten gleichzeitig die enge Verbundenheit zur hessischen Kulturpolitik und zu den historischen Kommissionen in Hessen zum Ausdruck. Für die AG Hessische Bibliographie gab Herr Saevecke in seinem Vortrag „Sieben Partner – ein Ziel: 30 Jahre Hessische Bibliographie“ einen Rückblick und Ausblick zu den Entwicklungen der Hessischen Bibliographie. Anhand ausgewählter Recherchebeispiele demonstrierte anschließend Frau Störch von der Zentralredaktion die vielfältigen Recherchemöglichkeiten in der Datenbank HeBIS/Hessische Bibliographie. Nach einer kurzen Einführung in die Konzeption der Ausstellung durch Frau Hartmann (ebenfalls Zentralredaktion) konnten sich die Besucher bei ihrem Rundgang ein Bild verschaffen von der Vielfalt landeskundlicher Themen und Objekte sowie von der Arbeit der AG-Mitglieder vor Ort.

Die Hessische Bibliographie ist eine Literaturdokumentation. Erfasst werden Bücher, Aufsätze aus Zeitschriften und Tageszeitungen, Einzelbeiträge aus unterschiedlichen Sammelwerken (Festschriften, Handbücher, Konferenzschriften usw.), Karten sowie audiovisuelle und elektronische Publikationen. Seit Berichtsjahr 1977 sind insgesamt ca. 175.000 Veröffentlichungen nachgewiesen, jährlich kommen ca. 7.000 Titelnachweise hinzu.

Die Hessische Bibliographie wird bearbeitet von den sieben großen wissenschaftlichen Bibliotheken in Hessen, die in der Arbeitsgemeinschaft Hessische Bibliographie zusammengeschlossen sind: Die Bibliotheken in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Kassel und Wiesbaden wählen das monographische Material aus den abgelieferten Pflichtexemplaren aus, erfassen und klassifizieren es. Daneben werden unter weiterer Beteiligung der Universitätsbibliotheken in Marburg und Gießen ca. 700 Zeitschriften laufend durchgesehen, während in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main zusätzlich zu den eben genannten Aufgaben auch noch das außerhalb Hessens erscheinende Titelmaterial mit Hessenbezug gesichtet und bearbeitet wird. Außerdem ist dort auch die Zentralredaktion Hessische Bibliographie als zentrale Koordinierungs- und Erschließungsstelle mit einem breiten Aufgabenspektrum eingerichtet.

Das bibliographische Material muss einen inhaltlich-räumlichen Bezug zu Hessen, einzelnen Orten oder Regionen des Landes oder hessischen Persönlichkeiten aufweisen. Dabei sind ehemals hessische, sogenannte "historische" Regionen einbezogen, soweit die erfasste Literatur die Zeit der Zugehörigkeit zu Hessen trifft. Der inhaltliche Bezug wird weit ausgelegt und umfasst praktisch alle Lebensbereiche. Gleichberechtigt neben historisch orientierten Untersuchungen stehen Beiträge zu aktuellen Gegenwartsfragen.

Seit Januar 2004 ist die Hessische Bibliographie Teil des Hessischen Bibliotheksinformationssystems (HeBIS / http://hebis.rz.uni-frankfurt.de).
Sämtliche Daten der Hessischen Bibliographie stehen als gesonderter Bestand des HeBIS-Verbundkataloges zur Verfügung. Soweit Bestand in Hessen vorhanden, schließt die Titelanzeige die entsprechende Bestandsinformation ein, so dass auch die Funktionalitäten der Online-Fernleihe genutzt werden können.

Die Datenbank der Hessischen Bibliographie ist außerdem eingebunden in die „Virtuelle Hessische Landesbibliothek“, dem Bibliotheksportal für landeskundliche Online-Web-Ressourcen (www.landesbibliothek-hessen.de) und überregional in das Portal der „Virtuellen Deutschen Landesbibliographie“, gehostet beim Karlsruher Virtuellen Katalog KVK (www.ubka.uni-karlsruhe.de/landesbibliographie/index.html)

Einen umfassenden Überblick zur Hessischen Bibliographie finden Sie bei:

  • Brigitte Störch „Landesbibliographische Berichterstattung in Hessen“, in: Die Regionalbibliographie im digitalen Zeitalter: Deutschland und seine Nachbarländer, hrsg. von Ludger Syre; Frankfurt am Main, 2006 (S. 257-266).
    (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 90, ISBN 3-465-03461-9).


Der Beitrag ist auch online verfügbar unter: http://www.hebis.de/ben/stoerch_landesbibl-bericht.pdf

Wenn Sie weitere Auskünfte wünschen, wenden Sie sich bitte an die Zentralredaktion unter der Adresse:

Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Arbeitsgemeinschaft Hessische Bibliographie, Zentralredaktion
Bockenheimer Landstr. 134-138
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 798-39 218
Telefax: 069 / 798-39 404
E-Mail: zrhesbib@ub.uni-frankfurt.de


Zum Schluss noch ein Hinweis: Teile der Ausstellung „30 Jahre Hessische Bibliographie“ werden im Rahmen einer Wanderausstellung von den Mitgliedsbibliotheken der AG Hessische Bibliographie an folgenden Terminen präsentiert:

  • 6.9.2007 - 26.9.2007 in der ULB DARMSTADT
  • 8.10.2007 - 26.10.2007 in der UB/Murhardsche Bibliothek KASSEL
  • 6.11.2007 - 1.12.2007 in der HLB WIESBADEN
  • Dezember in der HLB FULDA
  • Februar in der UB GIESSEN 



Impressionen der Eröffnungsveranstaltung

 

Ausstellung - Überblick

Bewirtung der Gäste

Dr. Hedwig

B. Dugall

Fr.Wustmann / Hr.Gesiarz

Gäste

Hr. Lenz

A. Hartmann

Hess.Bibliographie / Ausgaben

Plakat "Sieben Partner"

R.D. Saevecke

B. Störch

R.D. Saevecke
Bibliothekstag 2007
Bibliothekare im Offenbacher Bücherturm

Der Hessische Bibliothekstag 2007

"Lernen in allen Lebensphasen" lautete das Motto des Hessischen Bibliothekstages, der in der Offenbacher Stadtbibliothek stattfand. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden des DBV-Landesverbands Hessen, Aloys Lenz MdL, der auf die besondere Rolle von Bibliotheken auf dem Sektor der Bildung und Weiterbildung einging. Der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider zeigte sich in seinem Grußwort sehr erfreut über die Wahl des Veranstaltungsortes, da die Stadtbibliothek Offenbach im Jahr 2007 ihren 100jährigen Geburtstag feiere und im Verlauf ihrer Geschichte zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben der Stadt geworden sei. Einblicke in diese Geschichte gab eine kleine Ausstellung im Foyer. 

Nach einem einführenden Referat von Professor Dr. Richard Stang von der Hochschule der Medien in Stuttgart diskutierten unter Leitung von Dr. Sabine Homilius, Leiterin der Stadtbücherei Frankfurt am Main, Vertreter aller im Landtag vertretenen Fraktionen über das Thema "Bildung - Herausforderung für Bibliotheken". Die Diskussion warf bereits ein erstes Schlaglicht auf den nahenden Landtagswahlkampf und die Wahlprogramme der Parteien.

Am Nachmittag fand die traditionelle Fortbildungsveranstaltung statt, auf der aktuelle bibliothekarische Projekte rund um das Thema lebenslanges Lernen präsentiert wurden. Im "Forum öffentliche Bibliotheken" stellte Doris Lenz das Selbstlernzentrum Offenbach vor. Es bietet allen lerninteressierten Bevölkerungsgruppen an 25 PC-Arbeitsplätzen mittels Lernsoftware Möglichkeiten zum selbstgesteuerten Lernen. Das vielfältige Angebot an über 80 Lernprogrammen für die allgemeine, schulische und berufliche Bildung wird von einem breiten Publikum genutzt. Zeitpunkt, Themen und Lerntempo bestimmen die Lernenden selbst. Qualifizierte Lernberater unterstützen die individuellen Lernprozesse und fördern die Kompetenzen für eigenverantwortlich organisiertes Lernen. Waltraud Richartz-Malmede, stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei Bochum, berichtete von der hohen Nachfrage nach Informationen zu den Themen Berufswahl, Bewerbung, Existenzgründung und Weiterbildung, die durch eine Bürgerbefragung untermauert wurde. Als Reaktion darauf wurde mit Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung die "Job-Karriere-Bibliothek" als Sonderbereich innerhalb der Stadtbücherei eröffnet.

Das Forum Wissenschaftliche Bibliotheken stand unter dem Motto "Web-Usability: Wie suchen unsere Nutzer?". Susanne Ramsbrock, stellvertretende Leiterin der Abteilung Informationsmanagement der Universitätsbibliothek Gießen, stellte die Ergebnisse eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes vor, das die Aktivitäten, Strategien und Probleme von Nutzern im Umgang mit dem Webangebot der UB Gießen empirisch untersucht hat. Es entstand eine Typologie von Problemen und Problemursachen, die sich in einen Empfehlungskatalog für nutzerfreundliche Webangebote umsetzen ließen. Letztlich führten diese Ergebnisse zu einer grundlegenden Neustrukturierung der Webseiten des Bibliothekssystems der Universität Gießen.

Die Universitäts- und Landesbibliothek ist eine der mitarbeitenden Institutionen beim Projekt "BibTutor", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit ca. 1 Mio. € gefördert und vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH in Kaiserslautern koordiniert wird. BibTutor wird dem Bibliotheksbesucher zunächst bei der Auswahl eines geeigneten Datenpools helfen und während der eigentlichen Recherche in dem Datenpool dann ähnlich einem Fachreferenten als Berater  zur Seite stehen und konkrete Empfehlungen geben, wenn z.B. eine Anfrage zu viele, zu wenige oder gar keine Antworten liefert – oder etwa das Ergebnis überhaupt nicht den Erwartungen entspricht. Birgit Frenz von der Abteilung Elektronische Informationsdienste der ULB Darmstadt stellte den ersten Prototypen des BibTutor vor.

Am Abend wurde der mit 10.000 Euro dotierte Hessische Bibliothekspreis an die Stadtbibliothek Bad Homburg verliehen. Gewürdigt wurde damit ihr  innovatives Gesamtkonzept und die in Hessen bislang einmalige Bestandspräsentation in sogenannten "Welten", die sich konsequent an der Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen ausrichteten. In 20 phantasievollen Bereichen werden all diejenigen Medien zusammengeführt, die inhaltlich zusammengehören. Unter Begriffen wie "Bauen, Wohnen, Garten", "Im Gespräch", "Literaturwelten" oder "www" finden die Besucher/innen Bücher, DVDs, CDRoms, Zeitschriften, CDs und weitere Medien, mit denen sie sich umfassend informieren und bilden können. Besonderes Interesse findet die "Lernwelt", die als Lerninsel konzipiert ist und sich inhaltlich an den gängigen Schulfächern orientiert. Hier werden schülerrelevante Medien aller Sachgebiete ebenso bereitgehalten wie technische Infrastruktur in Form von PC-Arbeitsplätzen sowie Präsentationsflächen. Die Bad Homburger Oberbürgermeisterin Ursula Jungherr zeigte sich bei der Preisübergabe sehr erfreut über die Auszeichnung und dankte allen Beschäftigten, die das Konzept mit entwickelt haben und es täglich umsetzen.

Der Tag klang in entspannter Atmosphäre aus: bei "Jazz und Gebabbel" konnten zu Jazzklängen der "Bookreaders"  Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht werden.
 

Weitere Informationen:

Stadtbücherei Offenbach

Selbstlernzentrum Offenbach

Job-Karriere-Bibliothek der Stadtbücherei Bochum:
http://www.job-karriere-bibliothek.de/

Bibliothekssystem der Universität Gießen:
http://www.ub.uni-giessen.de/

BibTutor:
http://www.bibtutor.de

Stadtbibliothek Bad Homburg:
http://www.bad-homburg.de  / -> Kultur/Bildung  / -> Bibliotheken

Vorträge des Hessischen Bibliothekstages 2007

R. Albrecht E-Mail an AutorIn
Darmstadt
2. Bibliotheksforum Verbund kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN

Am 6. Juli 2007 findet im Referat für Archiv- und Bibliothekswesen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Helmut-Hild-Haus, Ahastr. 5a, in Darmstadt das

2. Bibliotheksforum „Verbund kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN

statt.

Die Teilnehmenden werden über den aktuellen Stand des „Verbundes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKHN“, des derzeit rasch anwachsenden OPACs und des EKHN-Verbundes in der „Digitalen Bibliothek“ der ULB Darmstadt informiert. Im Rahmen der Veranstaltung wird Frau Schmidt von der Universitäts- und Landesbibliothek (Darmstadt) einen Praxisbericht über die Konvertierung von Allegrodaten nach HeBIS geben. Zusätzlich wird Herr Stephan von der Bibliothek der Augusta-Hochschule (Neuendettelsau), Theologische Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, das zentrale Nachweisinstrument für theologische Literatur, den „Virtuellen Katalog Theologie und Kirche“ (VThK), vorstellen und erläutern.

Bei Fragen oder weiteren Auskünften zu diesem Bibliotheksforum können Sie sich bei
Frau Elke Boß, Ansprechpartnerin Bibliotheksbüro der EKHN,
Tel.: 06151/3663-61, E-Mail: elke.boss@ekhn-kv.de informieren.

(tak)

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Protokoll 12. Sitzung AG Medienbearbeitung / UAG Alphabetische Katalogisierung 16. August 2000

Protokoll 13. Sitzung AG Medienbearbeitung / UAG Alphabetische Katalogisierung 06. Dezember 2000

Impressum

HeBIScocktail 3/2007 (Juli 2007)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Monika Denker (mod), Tanja Kindt (tak), Heike Nienerza (hen), Herbert Adam (hea)
Weitere Autoren: Rita Albrecht (ria), Angelika Hinrichs (anh), Elmar Reith (elr), Günter Pietzonka (güp)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@ub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 4/2007 erscheint Oktober 2007.

Redaktionsschluss: September 2007.