HeBIScocktail
Ausgabe: 2008-1
Editorial
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

lokale Portalsichten, Nationallizenzen, Kataloganreicherungen, e-Books  - im Jahr 2007 haben wir wieder auf vielen unterschiedlichen Feldern gearbeitet und etliche Ziele erreicht. Dies gelang nur dank Ihrer Unterstützung und aufgrund der guten Zusammenarbeit im HeBIS-Verbund. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei Ihnen!

Auch das neue Jahr wird uns vor neue Herausforderungen stellen.
Insbesondere die Neuregelung im Urheberrecht bedeutet für die Bibliotheken erhebliche Veränderungen, vor allem im Bereich der Fernleihe. Hier müssen gemeinsam akzeptable Lösungen gefunden werden.

Weiterhin erfahren Sie in diesem Cocktail einiges über aktuelle, interessante Projekte aus unseren Teilnehmer-Bibliotheken, z.B über Provenienzerschliessung, die neue Datenbank "Online Contents Linguistik" und die Wiesbadener Portal-Sicht WILMA.

Eine Mitteilung in eigener Sache: Im Rahmen der Integration von Informations-Dienstleistungen wurde die BDV (Bibliotheksdatenverarbeitung) unter dem neuen Namen "HeBIS-Informationstechnologie" (HeBIS-IT) der UB Frankfurt angegliedert. Damit rücken Verbundzentrale und HeBIS-IT noch näher zusammen und stehen Ihnen wie bisher gemeinsam mit den HeBIS-Dienstleistungen zur Seite.

Ausführliche Informationen zu allen genannten Punkten erfahren Sie in diesem Cocktail.


Ihr HeBIScocktail-Team

Entwicklungen und Planungen im Verbund

Fernleihe
Rundbrief von B. Dugall zur Fernleihe / Dokumentlieferung

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 1. Januar 2008 treten die Neuregelungen des „zweiten Korbs“ im Urheberrecht in Kraft. Dazu gehört u.a. auch der § 53a, der den Kopienversand auf Bestellung neu regelt.
Daraus ergeben sich insbesondere erhebliche Einschränkungen bei der Vervielfältigung und Übermittlung von Kopien in elektronischer Form. So ist diese Form der Fernleihe nur noch dann zulässig, „wenn der Zugang zu den Beiträgen oder kleinen Teilen eines Werkes den Mitgliedern der Öffentlichkeit nicht offensichtlich von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl mittels einer vertraglichen Vereinbarung zu angemessenen Bedingungen ermöglicht wird.“ Leider wird im Gesetz nicht näher ausgeführt, was dies im jeweiligen Einzelfall bedeuten kann.

Der HeBIS-Verbundrat hat sich auf seiner Sitzung am 6.12.2007 mit der Problematik befasst. Wegen der Rechtsrisiken und des hohen Prüfaufwands zur Zulässigkeit elektronischer Lieferungen hat der HeBIS-Verbundrat empfohlen, die elektronische Lieferung von Kopien im Rahmen der Fernleihe generell einzustellen. Zumindest sollte dies gelten, so lange keine vertraglichen Vereinbarungen existieren, welche eventuell doch wieder Lieferungen zulassen. Diese Empfehlung bezieht sich sowohl auf die Lieferung an Endbenutzer als auch auf die Lieferungen zwischen gebender und nehmender Bibliothek. Der im HeBIS-Verbund eingesetzte HeDoc-Server sollte deshalb nur noch für gemeinfreie Kopien ohne Urheberrechtsschutz eingesetzt werden.

Ich weiß, dass diese Auffassung nicht von allen Bundesländern geteilt wird. So wird in manchen Ländern die Übermittlung zwischen den Bibliotheken in elektronischer Form noch so lange als zulässig angesehen, so lange die empfangende Bibliothek sicherstellt, dass dem Besteller (Endnutzer) nur ein Ausdruck in Papierform ausgehändigt wird. Insbesondere auf des Basis des im Mai 2007 ergangenen Urteils des OLG München zum Kopienversand durch Bibliotheken vermag ich diese Rechtsauffassung nicht ohne Weiteres nachzuvollziehen.

Zulässig bleibt explizit der Kopienversand per Post oder Fax. Hier stellt sich allerdings künftig das Problem der Kopierabgabe, die nach den Verlautbarungen der VG Wort Nutzergruppen-abhängig erfolgen soll. Einzelheiten hierzu sind in den Verhandlungen zwischen KMK und VG Wort noch zu klären. Der HeBIS-Verbundrat hat beschlossen, dass es bis zu einer entsprechenden Klärung bei dem bisherigen Verfahren bleiben soll. Dies gilt allerdings nur, wenn eine entsprechende Klärung bis zum 31.03.2008 herbeigeführt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, muss über die weitere Verfahrensweise rechtzeitig Einvernehmen hergestellt werden.
Die HeBIS-Verbundleitung bedauert diese Entwicklung, die den Kundenservice der Bibliotheken stark einschränkt und im aktuellen Stadium außerdem zu einer erheblichen Verunsicherung führt.

Zur Klarstellung sei jedoch auch angeführt, dass der Versand von Büchern im Rahmen der Fernleihe von der Gesetzesänderung nicht betroffen ist und deshalb wie bisher weitergeführt wird.

Wir werden die Entwicklung weiter verfolgen und dabei in Abstimmung mit den Bibliotheken und den anderen Verbundsystemen praxisnahe Liefer- und Abrechnungsmodalitäten anstreben.

Ich darf Sie bitten, die geänderte Vorgehensweise auch in Ihren Einrichtungen möglichst umfassend kund zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Berndt Dugall E-Mail an AutorIn
Direktor der UB Johann Christian Senckenberg, Frankfurt

Neues von den Datenbanken

Neu im HeBIS-Portal: COinS

Wenn man die Grundlagen eines Wissensgebiets erfassen will, die eigene Arbeit in einen Kontext einordnen und bekannte Forschungsergebnisse finden und weiter verwenden möchte, dann ist eine gute Verwaltung der Ergebnisse der eigenen Literaturrecherche unumgänglich. Man benutzt dabei Daten wie Autor, Titel und weitere bibliographische Angaben. Mit COinS gibt es nun einen einfachen Web-basierten Mechanismus, bibliographische Daten von Büchern und Artikeln zu exportieren und z.B. in einem Literaturverwaltungsprogramm weiterzuverwenden. Dieser Mechanismus wurde neu ins HeBIS-Portal integriert.

Was sind COinS ?

Die Abkürzung COinS steht für ContextObjects in Spans und ist eine Methode zur Einbindung von bibliographischen Metadaten in HTML-Seiten. Sie basiert auf dem bereits bewährten OpenURL-Standard. Mit speziellen Browser-Plugins oder anderen Programmen können aus den normalerweise nicht direkt sichtbaren COinS einer Webseite bibliographische Metadaten ausgelesen werden. Beispiele für Internetangebote, die COinS unterstützen sind Citebase, WorldCat, die englischsprachige Wikipedia und einige Bibliothekskataloge wie der Verbundkatalog des GBV.

Wie benutzt man COinS ?

Um COinS für die eigene Literaturverwaltung zu nutzen, braucht man ein spezielles Programm oder Plugin. Bewährt hat sich dabei das Firefox-Plugin Zotero. Als weiteres Beispiel sei die Literaturverwaltungssoftware Citavi genannt. Die einfache Benutzung von COinS werden wir jetzt beispielhaft unter Firefox und Zotero demonstrieren.

Zotero ist ein kostenloses Firefox-Plugin mit Hilfe dessen man seine Recherchequellen und Ergebnisse sammeln und verwalten kann. Das Zotero-Plugin erhält man kostenlos auf der Zotero Homepage. Sobald das Plugin installiert ist, kann mit der Literaturverwaltung begonnen werden. Eine erfolgreiche Installation im Firefox-Browser erkennt man daran, dass in der Statuszeile unten rechts das Zotero-Logo aufgeführt ist.




In der Einzeltrefferansicht von Büchern und Artikeln im Portal erhält man jetzt ein Buchsymbol beziehungsweise ein Artikelsymbol rechts in dem Browserfeld, in dem die URL eingetippt werden kann.






Klickt man auf dieses Symbol, werden die Daten in Zotero aufgenommen. Bei erfolgreicher Aufnahme erscheint eine kleine Meldung in der Statuszeile:





Die aufgenommenen Daten kann man jetzt anschauen, wenn man im Firefox-Menü unter Extras die Option Zotero anwählt.


In Zotero selbst bestehen dann viele Möglichkeiten, die Verweise zu organisieren und mit Notizen, Links und Screenshots zu ergänzen. Außerdem kann man in verschiedene Formate exportieren.
 

Für weitere Informationen zu Zotero verweisen wir auf http://www.zotero.org/. Einen guten Überblick über COinS bietet http://ocoins.info/.


Bettina Sunckel E-Mail an AutorIn
HeBIS-IT
Fernleihe
Fernleihe nur noch im HeBIS-Portal
Gleichzeitig mit dem CBS-Versionswechsel Mitte November 2007 wurde im HeBIS-Verbund-OPAC die Fernleihe umgestellt und vollständig ins HeBIS-Portal ausgelagert. Der Verbund-OPAC mit den HeBIS-Teilkatalogen kann seitdem wie gewohnt für die Recherche genutzt werden, zur Fernleihbestellung und Nutzerdatenabfrage werden die Benutzer jedoch per entsprechendem Link ins HeBIS-Portal umgeleitet.

Dieser Schritt ermöglicht es, die Vorteile der Bestellfunktions des Portals konsequent zu nutzen, unabhängig davon, ob ein Benutzer für seine Recherchen das Portal oder den Verbund-OPAC bevorzugt. So können im Portal sowohl lokale als auch Fernleihbestellungen aufgegeben werden, ebenso ist der wahlweise Zugriff auf die lokalen und die Fernleihnutzerdaten möglich. Vor allem aber werden Fernleihbestellungen im Portal bei Bedarf automatisch in die deutschen Partnerverbünde weitergeleitet, was zur Arbeitsentlastung der Fernleihabteilungen beiträgt und die Lieferzeiten beschleunigt.

Von den Benutzern des Verbund-OPACs wurde die Umstellung gut angenommen. Die neue Benutzerführung bei Bestellung und Nutzerdatenabfrage ist nicht schwierig, für die "alten Hasen" unter den OPAC-Benutzern aber sicher gewöhnungsbedürftig. Die Benutzer wurden deshalb mit ausführlichen Inofs unterstützt, die von der HeBIS-Katalogauswahlseite und direkt im HeBIS-Portal heruntergeladen werden konnten. Offenbar hat sich das ausgezahlt, denn entgegen allen Befürchtungen gab es nach der Umstellung weder Proteste noch ratlose Anfragen.

Bibliothekarisches Fachpersonal war ebenfalls rechtzeitig mit einem Info auf die Umstellung vorbereitet worden. Das Info enthält wichtige Hinweise zur Benutzerführung der Links "Bestellung" und "Benutzerdaten" im OPAC, zur Aufbereitung der Fernleihnutzerdaten unter Portaloberfläche und zur Anmeldung bzw. Passworteingabe im HeBIS-Portal und steht Interessenten zum Download auf den HeBIS-Webseiten zur Verfügung.
Heike Nienerza E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale

Mitteilungen der Verbundzentrale

Metadaten zu "Early English Books Online" eingespielt

Vor kurzem konnten wir die erste Metadateneinspielung für eine Monografien-Sammlung aus Nationallizenzen erfolgreich abschließen. Wir haben die Katalogisate zu "Early English Books Online" ins CBS importiert und anschließend portionsweise die Lizenzexemplare für diejenigen Bibliotheken gebildet, die eine Belieferung ihrer OPACs wünschten.

Die Metadaten stammen vom Anbieter des Produktes, der Firma ProQuest, und wurden von der VZG in Göttingen in deutsches MAB2-Format umgesetzt. Wegen ihrer amerikanischen Herkunft sind die Aufnahmen in englischer Arbeitssprache abgefasst . Personennamen wurden ohne Normdatenverknüpfung übernommen.

Auf den Informationsseiten "www.nationallizenzen.de" finden Sie eine inhaltliche Beschreibung der Sammlung, sofern Sie sie (noch) nicht kennen. Dort sind insgesamt 125.000 Titel als enthalten genannt. Es wurden vom Anbieter aber noch nicht sämtliche Titel online verfügbar gemacht und von den bereits verfügbaren noch nicht alle Metadaten geliefert. Wir gehen davon aus, dass es irgendwann eine Ergänzungslieferung geben wird, um die Erschließungslücke zu schließen.





Rita Albrecht E-Mail an AutorIn
HeBIS-VZ
Neues aus der GKD

Kein Split bei Schriftänderung

auf der ZDB-Homepage unter: http://www.zeitschriftendatenbank.de/gkd/infos.html gibt es eine neue GKD-Information zum Thema "Schriftänderung ohne zeitgleiche Änderung der Sprache".

Fehler beim Kopieren

Bei einem Routinelauf zur Auffindung doppelter GKD-Nrn sind etliche Fälle mit gleicher GKDN im Feld 026 (alte umgelenkte GKDN) vorgekommen. Da dies inhaltlich falsch ist (eine Aufnahme kann nicht auf zwei unterschiedliche Körperschaftsansetzungen umgelenkt worden sein), wurde nach einem evt. maschinellen Fehler gesucht. Ergebnis: der Fehler kann nur beim manuellen Kopieren von Körperschaften passieren (Copy and Paste), da beim Abspeichern nicht geprüft wird, ob die in 026 vorhandene GKDN schon in der Datenbank ist.
Bei den Fällen handelt es sich fast ausschließlich um Kongresse, weil sich gerade bei derlei Neuansetzungen der Kopiervorgang lohnt  (es muss nur die Zählung ausgetauscht werden).

Daher die dringende Bitte:
Beim Kopieren von Körperschaften darauf achten, dass die 026 gelöscht wird!

Neue Ländercodes

Die DIN-Behörde meldet folgende Änderungen bei den Ländercodes nach DIN EN ISO 3166-1:
Neu: Saint Barthélemy <Kleine Antillen> XD-BL
        Saint-Martin <Guadeloupe>           XD-MF

Beide Inseln bekamen früher den Code für Guadeloupe (XD-GP). Dieser ist auch weiterhin gültig, jedoch nur noch für den Anwendungsbereich Guadeloupe, La Désirade, Marie-Galante, Iles des Saintes. Die wenigen vorhandenen Datensätze werden manuell von der Zentralredaktion auseinander gezogen.


(mod)
Weitere Springer-Titel eingespielt

Die Springer-eBook-collection wurde erweitert und wir konnten eine Ergänzungslieferung mit Metadaten zu weiteren ca. 2500 e-Book-Titeln erfolgreich ins CBS einspielen.

1023 dieser Titel beziehen sich auf die von HeBIS-Bibliotheken in unterschiedlicher Ausprägung lizenzierten deutschen Subject-Collections; enthalten sind jetzt auch die sogenannten GWV-Titel (Gabler usw.). Damit konnte eine zentrale Lücke im Paket Wirtschaftwissenschaften geschlossen werden.

Neben der manuell begonnenen Lokaldatenerfassung konnten, nach vorheriger Umfrage bzgl. der Lieferwünsche, die lokalen Opacs der Vertragsteilnehmer unter Anwendung des Lizenzexemplarprogramms mit Exemplaren beliefert werden.

Bei Fragen steht Ihnen Fr. Albrecht gerne zu Auskünften bereit.

Rita Albrecht E-Mail an AutorIn
HeBIS-VZ
Erschliessung
Aktualisierung 2007 der RAK-Musik-Anlage M 9
Die DNB informiert:


die Deutsche Nationalbibliothek veröffentlicht auf ihrer Website die Aktualisierung 2007 der RAK-Musik-Anlage M 9 "Maßgebliche Werkverzeichnisse und Zählweise der Werke in Einheitssachtiteln" in elektronischer Form
<http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101-2007072726>.

Die Aktualisierung steht kostenfrei zur Verfügung. Sie kann doppelseitig ausgedruckt und in die Loseblattausgabe der RAK-Musik-Ausgabe 2003 eingelegt werden. Die mitgelieferten Anlagen M 4c bis 8 und M 10 sind nicht verändert worden und nur aufgrund der Doppelseiten im Umfang enthalten.

Über die in der Aktualisierung 2007 umgesetzten Änderungen haben die Musikabteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und der Bayerischen Staatsbibliothek München sowie das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek Einvernehmen erzielt. Der Standardisierungsausschuss hat in einem Umlaufverfahren im November 2007 einer Veröffentlichung und Inkraftsetzung zugestimmt.

Für die Aktualisierung 2007 sind neue Werkverzeichnisse von Čajkovskij, Kalliwoda und Scheidt sowie eine neuere Auflage des Werkverzeichnisses von Martinů aufgenommen worden. Die Aktualisierung 2007 ersetzt die Aktualisierung aus dem Vorjahr.

Vorschläge für die jährlich geplanten Aktualisierungen dieser Anlage nimmt die Arbeitsstelle für Standardisierung gerne entgegen. Der Aktualisierung 2007 wünschen wir eine gute Aufnahme in der Fachöffentlichkeit.
Gudrun Henze E-Mail an AutorIn
Deutsche Nationalbibliothek
Fernleihe
Neu: Aufsatzbestellungen zwischen HeBIS und dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Ab dem 22.11.2007 können Zeitschriftenaufsätze zwischen dem BVB (Bibliotheksverbund Bayern) und HeBIS im Rahmen der Online-Fernleihe bestellt werden. HeBIS-Benutzer und Fachpersonal können über das HeBIS-Portal Aufsätze aus Zeitschriften nunmehr im GBV,SWB, KOBV und im BVB bestellen. Damit fehlt nur noch die Einbindung des Bibliotheksverbundes HBZ bei den Aufsatzkopien. In der folgenden Tabelle ist der aktuelle Stand der Bestellmöglichkeiten der HeBIS Online-Fernleihe dargestellt:






Günter Pietzonka E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ

Mitteilungen der HeBIS-Informationstechnologie

Stetig ist allein der Wechsel

Bis 1995 oblag die Datenverarbeitung des HeBIS-Verbundes dem Kommunalen Gebietsrechenzentrum Frankfurt. Mit der Entscheidung eines Wechsels zu HeBIS-Pica war auch zwingend geboten, sich Gedanken über folgende Fragen zu machen:

  • Wer bezahlt die dafür notwendigen Geräte (zentrale Server, PCs, Scanner und Drucker)?
  • Wer macht die Arbeit, wenn das KGRZ nicht mehr zuständig ist?

Die Ergebnisse des Umstiegs würden allen beteiligten Bibliotheken und deren Nutzern zugute kommen. So lag es nahe, die Erstinvestition zum Teil über HBFG-Anträge zu finanzieren. Dies war unproblematisch für fast alle beteiligten Bibliotheken. Leider aber war die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt, Zentrale des HeBIS-Verbundes, als städtische Einrichtung nicht HGFB-fähig. Deshalb wurde beschlossen, die Beschaffung der Ausstattung für die Zentrale dem Hochschulrechenzentrum der Goethe-Universität Frankfurt anzuvertrauen.

Neue Personalstellen wurden geschaffen, die dann zur Abteilung „Bibliotheksdatenverarbeitung“ des HRZ zusammengefasst wurden. Gleichzeitig blieb aber die bibliothekarische Zentrale des Verbundes Teil der StUB. Durch die erfreulich gute Zusammenarbeit zwischen der BDV und den Kolleginnen und Kollegen der Universitätsbibliothek hat sich diese Zweiteilung bisher nie negativ ausgewirkt.

Im Rahmen der Diskussion um Stiftungs-Universität, der kommenden Aufgabe des Campus Bockenheim, des damit verbundenen Umzugs des HRZs auf die anderen Campi und dadurch bedingter differierender Fokussierung wurde diskutiert, ob es weiterhin sinnvoll ist, die beiden HeBIS-Zentralen in getrennten Organisationen zu führen. Das Präsidium der Universität entschied sich nach vielen Diskussionen für eine Zusammenführung unter dem Dach der Universitätsbibliothek. Unter dem neuen Namen „HeBIS-Informationstechnologie“ wurde die ehemalige BDV der UB Frankfurt angegliedert.

Größere Auswirkungen auf Arbeitsinhalte sollte dieser Wechsel kaum haben. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der UB war auch bisher schon sehr eng. Die gute Kooperation mit den Lokalsystemen und OCLC liegt uns weiterhin am Herzen.

Alles Gute für das Jahr 2008

Hanspeter Schneider E-Mail an AutorIn
HeBIS-IT

Aus den Bibliotheken und Lokalsystemen

Erschliessung
Der Geschichte unserer Bücher auf der Spur…

Bericht vom 1. Treffen der Adhoc-Arbeitsgruppe zur Provenienzerschließung


Bücher haben Ihre Geschichte, diesen Satz haben wir alle schon bis zum Überdruss gehört, doch für uns Bibliothekare hat er seit geraumer Zeit eine besondere Bedeutung gewonnen:
Er ist mit dem Stichwort der »Provenienzerschließung«verbunden. Dabei geht es grob gesagt um die Herkunft unserer jeweiligen Bibliotheks-Exemplare, die fast immer spezifische Merkmale tragen und damit über den reinen Inhalt eines Druckwerks hinaus wichtige (Meta-)Informationen transportieren.
Gefragt wird nach den Vorbesitzern der jeweiligen Exemplare - Einzelpersonen, Klosterbibliotheken und Institutionen - und danach, welche Spuren sie in diesen Büchern hinterlassen haben, wann und wo die Exemplare gekauft und gebunden wurden, wie sie von einem Vorbesitzer zum nächsten wanderten, welche Bedeutung ihnen in geistesgeschichtlichen Auseinandersetzungen oder in politisch brisanten Zeiten beigemessen wurde und wie man mit ihnen gearbeitet hat.

Das ist Provenienzerschließung, und sie ist nach allgemeiner Überzeugung längst nicht mehr beliebige Kür, sondern bibliothekarische Pflicht, sofern wir nicht wollen, dass unersetzliche Informationen über unsere Exemplare verloren gehen!
Obwohl wir das weithin wissen, haben wir alle unsere Probleme damit, dieser Pflicht im bibliothekarischen Alltags-Potpourri nachzukommen. Die Varianten reichen von der schlichten Kapitulation angesichts knapper Personalressourcen über handgeschriebene Zettelwirtschaft, die Anlage provisorischer Tabellen bis hin zu ersten zaghaften Versuchen, im Verbund Provenienzen zu erfassen.
 
Auch bei uns in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz ist die Situation so, wie oben angedeutet, aber immerhin haben wir in Absprache mit der Verbundzentrale mit der Erfassung ausgewählter Provenienzen in HeBIS begonnen. Die Benutzer unserer website (www.bibliothek.mainz.de) können über den Index PRO im OPAC inzwischen nach Provenienzen suchen vorausgesetzt, sie suchen so, wie wir die Institutionen oder Personen angesetzt haben... (z.B. Suche nach »Jesuiten Mainz«)

Die Titelaufnahme verwaltet die Ansetzungen noch in einer Excel-Datei, deren Nutzen und Verwaltbarkeit allerdings mit zunehmender Datenmenge fragwürdig wird. Für eine Verbesserung dieser Situation brauchen wir Strukturen für Normdatensätze im Hessischen Verbund, die aber bislang noch nicht existieren.

Es ist der Verbundzentrale, namentlich Frau Albrecht und Frau Denker, ausdrücklich dafür zu danken, dass sie unser Anliegen nach einem effizienteren Verfahren zur Recherche und Dokumentation von Provenienzen unterstützte!
Gemeinsam planten wir ein Treffen aller interessierten Verbundteilnehmer, bei dem Gelegenheit gegeben sein sollte, sich auszutauschen und die bibliothekarischen Anforderungen aus der Altbestandserschließung zu verdeutlichen. Angeschrieben wurden zunächst die großen Bibliotheken des hessischen Verbunds mit bedeutenden Altbeständen.

Was für den 13.11.2007 in Frankfurt als „Kick-off-Meeting“ von der HeBIS-Verbundzentrale angekündigt worden war, war zwar keine Sport-Veranstaltung, aber doch ein Treffen, bei dem die Teilnehmer erstmalig ihre Hüte in den Ring zur Provenienzerschließung werfen konnten…
Trotz vielseitig geäußerter Skepsis ist es bei diesem von Frau Albrecht moderierten Treffen gelungen, sich auf ein erstes Konzept zur Provenienzerschließung auf der Basis von Normdatensätzen zu verständigen!

Vertreten waren die UB Gießen, StB Worms, UB Marburg, Bibl. St. Georgen Frankfurt/M., UB Frankfurt/M. und die StB Mainz. Wir hätten uns gewünscht, dass noch einige andere Bibliotheken der Einladung gefolgt wären und möchten mit unserem Kurzbericht ausdrücklich dazu aufrufen, sich uns anzuschließen!

Wie bei der Vorstellungsrunde deutlich wurde, bilden die knappen Personalressourcen bei der Mehrzahl der Bibliotheken nach wie vor das Hauptproblem für die Provenienzerschließung. Ungeachtet dessen wurde ein klarer Bedarf für die Erfassung von exemplarspezifischen Merkmalen zu Bibliotheksbeständen gesehen, die im Rahmen der autoptischen Katalogisierung oder in Sonderprojekten angestrebt werden sollte.

Herr Dr. Jürgen Weber von der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar war als Gastreferent eingeladen worden, um über die Provenienzerschließung, die in Weimar auf hohem Niveau stattfindet, zu berichten.

http://www.klassik-stiftung.de/einrichtungen/
herzogin-anna-amalia-bibliothek/projekte/provenienzportal.html


Die entsprechenden Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Alte Drucke im GBV (AAD) ermöglichen es den Nutzern, Tiefe und Breite der Erschließung sowohl auf die Art der Bestände abzustimmen als auch von den Personalkapazitäten abhängig zu machen.
Auch in Frankfurt wurde in der anschließenden Diskussion deutlich, dass in der Frage nach Intensität der Erfassung exemplarspezifischer Merkmale jede Bibliothek freie Entscheidung haben muss.

Der in Weimar verwendete dreisprachige Thesaurus der Provenienzbegriffe lässt den Einsatz von Begriffen in Ketten, aber auch im Freitext zu. Vor- und Nachteile des Einsatzes eines Thesaurus und von Kettenbildung wurden in Frankfurt ansatzweise diskutiert. Weiterhin wurde z.B. über Fragen der Darstellung von Provenienzen im OPAC und in Portalen, die Indexierung lokaler Felder im CBS und das Verlinken von Images gesprochen.
Als erste Schritte zur Erarbeitung eines Konzepts für den HeBIS-Verbund wurde die Nutzung der jeweiligen Normdaten aus PND und GKD als Mindeststandard gewünscht. Zur verbalen Erschließung soll die Verwendung der 60 Deskriptoren des vorhandenen Weimarer Thesaurus möglich sein. Eine zusätzliche Kategorie als Freitextfeld soll zur Verfügung gestellt werden.
Die Bestandsaufnahme vorhandener Erschließungsdaten im Verbund (Altdaten und bislang verwendete Kategorien), Erfordernisse für neue Lokaldatenfelder, Fragen des Updates auf lokaler Ebene, der Abgleich von SWD- und Thesaurus-Begriffen dies sind nur einige der noch zu klärenden Punkte.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am 12.2.2008 in der UB Frankfurt/M. statt. Es ist offen für alle, die ungeachtet knapper Personalkapazitäten ein grundsätzliches Interesse daran haben, über die Formalerschließung hinaus Exemplarspezifika an ihren (Alt-)Beständen zu erfassen.
Wir von der »Adhoc-Arbeitsgruppe« wünschen uns sehr, dass noch weitere Bibliotheken Vertreter aus den Bereichen Titelaufnahme und Wissenschaftlicher Dienst entsenden.
Die ersten Fäden sind gesponnen, aber für ein tragfähiges Netz können wir noch mehr interessierte Mitdenker und kompetente Mitarbeiter gebrauchen. Dass wir sogar in Erwägung gezogen haben, beim HeBIS-Verbundrat die Einrichtung einer »AG Alte Drucke« zu beantragen, dürfte besonders die Altbestandsbibliothekare interessieren!

Seien Sie also alle herzlich eingeladen zur Mitwirkung am»Provenienz-Netzwerk« im HeBIS-Verbund!

Kontakt: r.albrecht@ub.uni-frankfurt.de

 

Annelen Ottermann, M.A. E-Mail an AutorIn
Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, Leiterin der Abteilung Handschriften, Rara, Alte Drucke
HLB Wiesbaden
WILMA: Die lokale Sicht des HEBIS-Portals für die Landesbibliothek Wiesbaden

Mit der lokalen Sicht und der Bibliotheks-Website verhält es sich ähnlich wie mit dem Ei und dem Huhn. Es ist schwer zu entscheiden, was zu erst benötigt wird, um das jeweils andere zu entwickeln. Für die Landesbibliothek war die Eröffnung einer Doppelbaustelle der nicht ganz einfache Ausweg aus dem Dilemma.

Die Ausgestaltung der lokalen Sicht hängt nicht nur vom Ort, sondern auch von den Bedürfnissen der Nutzergruppen ab und diese sind nicht immer gleich. Dies gilt im HEBIS-Verbund besonders für die Wiesbadener Landesbibliothek. Die zentrale Lage einerseits und das Fehlen eines Hochschulcampus andrerseits geben dem Laufpublikum einen höheren Stellenwert. Die Möglichkeit, ohne Anmeldung eine Recherche einschließlich Verfügbarkeitsrecherche durchführen zu können, ist daher für die Landesbibliothek neben der angepassten Katalogauswahl ein entscheidender Vorteil des eigenen Portals. Praxisnah ist bei der Verfügbarkeitsrecherche der Hinweis auf Treffer in der Region, denn die Erfahrung zeigt: Es hängt ganz vom Nutzer ab, ob Bestände aus Mainz als Fernleihe aufgegeben werden oder dort lokal ausgeliehen werden.

Der Wunsch nach einer möglichst aufgeräumten Suchmaske und die Erkenntnis, dass die ganz einfache Suche in den lokalen Katalogen à la Google für die meisten Nutzer das Wichtigste ist, sind die Gründe für das Weglassen verschiedener Knöpfe und das Konzentrieren auf die wesentlichen Informationen und Funktionen. Wertvoll sind dabei vor allem zusätzliche lokale Quellen wie die Wiesbadener Stadtbibliothek und die Bibliothek des Statistischen Bundesamts.

Den vielen Vorschlägen und dem unkomplizierten und tatkräftigen Vorgehen der beteiligten Kolleginnen und Kollegen – insbesondere natürlich Herrn Reh (HEBIS-IT) – ist es zu verdanken, dass WILMA (http://wilma.hlb-wiesbaden.de) gleichzeitig mit der neuen Website (http://www.hlb-wiesbaden.de) am 4.12.07 in Produktion gehen konnte. Die von Herrn Schneider ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat sich dabei als sehr hilfreich und produktiv erwiesen. Die Doppelbaustelle ist jetzt geschlossen, aber gemeinsam mit den weiteren Sichten wird auch an WILMA weitergebaut.

 

Marko Knepper E-Mail an AutorIn
Hessische Landesbibliothek Wiesbaden
SSG
Online Contents Linguistik
Zum Jahreswechsel wurde ein neuer Service für das DFG-Sondersammelgebiet Allgemeine Linguistik eingerichtet.

Online Contents Linguistik ist ein Fachausschnitt des HeBIS-Aufsatzkatalogs und ersetzt die gedruckte Ausgabe von Current Contents Linguistik (CCL), die mit dem Jahrgang 34.2006 eingestellt wurde.

Der Teilkatalog enthält die Inhaltsverzeichnisse von mehr als 270 Zeitschriften zur Linguistik, wobei alle ausgewählten Zeitschriften auch von der UB Frankfurt erworben werden. Zur Zeit sind die Titelangaben von ca. 60.000 Aufsätzen ab Erscheinungsjahr 1998 zu finden.

Online Contents Linguistik basiert auf SwetScan und wird täglich aktualisiert.

Der Zugriff ist für den Benutzer kostenlos und in Absprache mit Swets Information Services weltweit ohne Registrierung möglich.

Sie erreichen die Datenbank über www.ub.uni-frankfurt.de/ssg/ling_contents oder über die HeBIS-Katalogauswahl http://hebis.rz.uni-frankfurt.de/

Vielen Dank an die Kolleginnen und Kollegen der HeBIS-Verbundzentrale und der HeBIS-IT (ehem. BDV), die diesen neuen Service realisiert haben.



Heike Renner-Westermann E-Mail an AutorIn
Fachreferentin SSG Allgemeine Linguistik, UB Frankfurt

Gremienberichte

Bericht von der AGDBT
Am 26 und 27. November fand in Berlin die 35. Sitzung der AGDBT statt. Im Folgenden eine Übersicht der wichtigsten Diskussionsthemen, Informationen und Beschlüsse (das Protokoll der Sitzung wird in einigen Wochen auf der Homepage der ZDB unter http://www.zdb.spk-berlin.de/publikationen/agdbt.html zur Verfügung stehen):

Neuwahl des/der Vorsitzenden

Als Nachfolgerin für Herr Holbach (BVB) wurde Frau Hoffmann vom SWB zur neuen Vorsitzenden der AGDBT gewählt, Stellvertreterin wurde Frau Stolarski (GBV).

Auswertung des Protokolls der 34. Sitzung

Auf Nachfrage zu Punkt 9 der letzten Sitzung wurde vereinbart, unbegrenzte Korrekturbefugnisse an einer Titelaufnahme für eine Bibliothek (ILN) einzurichten, solange die betreffende Bibliothek als einzige Bestand zu diesem Titel hat.

Schriftenreihen in der ZDB

Zur Sitzung legte die ZRT den Entwurf für ein neues ZETA-Kapitel E 240 zur Behandlung von Schriftenreihen in der ZDB vor.

Das im neuen ZETA-Kapitel zur Entscheidung „Schriftenreihe oder Zeitschrift“ gleichwertig mit dem Anteil der vorhandenen Stücktitel vorgesehene Kriterium, ob Zeitschriftenmerkmale vorliegen oder nicht, konnte von der überwiegenden Zahl der Teilnehmer so nicht nachvollzogen werden. Die Mehrzahl der Verbünde orientiert sich für diese Entscheidung an der Frage „sind überwiegend Stücktitel vorhanden?“, und zieht Zeitschriftenkriterien (wie Abonnementpreis, Angaben zur Erscheinungsweise usw.) nur in Zweifelsfällen in Betracht.

Zum Thema „Behandlung von Schriftenreihen in der ZDB“ gab es eine HeBIS-Vorlage in der das Problem der Felder 1100 (Erscheinungsjahre) und 4025 (Erscheinungsverlauf bei Schriftenreihen-Aufnahmen thematisiert wurde.
In Schriftenreihen gibt es das Phänomen der springenden Erscheinungsjahre, sowie der späteren Auflagen einzelner Bände.
In beiden Fällen kann es zu Konstellationen kommen, in denen die Bandzählung nicht zu den Angaben in 4025 bzw. die Erscheinungsjahre nicht zu den Angaben in 1100 passen. In Zusammenarbeit mit Kolleginnen der ZRT und der DNB wurden Vorschläge für entsprechende Fußnoten-Formulierungen erarbeitet, die diese Sachverhalte verdeutlichen sollen.


Beispiele aus der HeBIS-Vorlage:

A. Spätere Auflagen

Beispiel 1 (Identischer Titel)

1100 1965-1979
4000 Schriftenreihe XYZ
4025 1.1965 -8.1979
4225 Spätere Aufl. einzelner Bd. nach 1979 ersch.

Vorlage:
Band 2.1967; 4.1971 ersch. in weiteren Aufl. (z.B. 2.1982=2. Aufl.; 4.1992=3.Aufl.)

Beispiel 2 (Titel d. Fortsetzung)

4000 Schriftenreihe A
4025 1.1923 - 10.1939
4000 Schriftenreihe B
4025 11.1941 –

Vorlage:
Band 1.1923; 3.1927 - 8.1935 ersch. in weiteren Aufl. (z.B.: 1.1956=4. Aufl.; 3.1965=2. Aufl. - 8.1979=6. Aufl) unter dem Titel "Schriftenreihe B"

Lösung :
4000 Schriftenreihe A
4025 1.1923 – 10.1939
4244 Spätere Aufl. einzelner Bd. u. Forts.:PPN d. Schriftenreihe B

4000 Schriftenreihe B
4025 11.1941 -
4225 Unter diesem Titel ersch. auch spätere Aufl. des Vorgängers
4244 Vorg.:PPN d. Schriftenreihe A


B. Springende Erscheinungsjahre

Beispiel:
4000 Schriftenreihe A
4025 1.1911 - 365.1936
4000 Schriftenreihe B
4025 366.1937 -

Vorlage:
8.1939; 11.1940; 15.1940 usw. (mit d. Titel „Schriftenreihe B“)

Lösung:
4000 Schriftenreihe A
4025 1.1911 - 365.1936
4225 Springende Erscheinungsweise; einzelne Bd. ersch. nach 1936 u.d.T. der Forts.
4244 Forts.:PPN der Schriftenreihe B

4000 Schriftenreihe B 4025 366.1937 -
4225 Springende Erscheinungsweise; einzelne Bd. ersch. mit der Bandzählung des Vorg.
4244 Vorg.:PPN d. Schriftenreihe A


Die Einwände der Verbünde zur Abgrenzung Schriftenreihe/Zeitschrift, sowie die Vorschläge des HeBIS-Verbunds, sollen für einen Neuentwurf des Kapitels E 240 (Ende Februar 2008) berücksichtigt werden.

Im Zusammenhang mit der Thematik Schriftenreihen/Zeitschriften in der ZDB hatte HeBIS darauf hingewiesen, dass sich im ZDB-Titeldatenbestand zahlreiche Publikationen mit Vorgänger- und/oder Nachfolger-Verknüpfungen befinden, die bei Titelsplits für ihren gesamten Erscheinungsverlauf nicht einheitlich in 0500 Pos. 2 (bibliographische Erscheinungsform) codiert worden sind. Im Ergebnis wechselt ein- und dieselbe Publikation z.T. mehrfach ihre bibliographische Erscheinungsform (Zeitschrift oder zeitschriftenartige Reihe / Schriftenreihen). Die ZDB/DNB sollte prüfen, ob dies durch einen maschinellen Lauf korrigiert werden kann. In der Diskussion zu diesem TOP legten die anderen Verbünde Wert auf die Feststellung, dass sie keine maschinell ausgeführten Umcodierungen wollen. DNB und ZDB sehen keine Möglichkeit, dieses Problem mit einer maschinellen Analyse anzugehen.

Sacherschließungsfelder

Klassifikatorische Sacherschließung:

Die geplante Umsetzung der ZDB-Notationen (580) in DDC-Notationen hat sich in einigen Bereichen, wegen der unterschiedlichen Erschließungstiefe der beiden Systeme, als sehr schwierig erwiesen. Eine abschließende Klärung soll in Zusammenarbeit mit DDC-Experten versucht werden.
Dem HeBIS-Antrag auf Freigabe des Feldes 5450 „Notationen eines Klassifikations-systems“ zur Besetzung durch die ZDB-Teilnehmer wurde zugestimmt. (Hessische Bibliotheken wollen in diesem Feld RVK-Notationen an Titelaufnahmen in der ZDB erfassen).

Verbale Sacherschließung:

Die ZDB sprach in dieser Frage von einem Moratorium zwischen ZDB und DNB und begründete dies damit, dass zur Zeit die Kettenbildung nach RSWK in Frage steht, weil sie nicht in MARC21 abgebildet werden kann. Sie wies auf den gegenwärtig laufenden Antrag an den Standardisierungsausschuss hin, die verbale Sacherschließung generell zu vereinfachen.
Die DNB machte den Vorschlag, das DNB-Segment zur verbalen Sacherschließung (5100ff.) für die anderen ZDB-Teilnehmer zu öffnen. Zur Unterscheidung sollen die Ketten mit einem Herkunftskennzeichen (DNB – Teilnehmer) versehen werden. Da mehrere Verbünde (BVB, SWB) an einer baldigen Lieferung von Schlagworten an die ZDB interessiert sind, sollen die Voraussetzungen dafür möglichst bald geschaffen werden. Ein Abwarten bis zum MARC-Umstieg wird ausgeschlossen.

Einzelanträge

Gescannte Inhaltsverzeichnisse bei Druckschriften

Viele Zeitschriften existieren mittlerweile gedruckt und im Fernzugriff als parallele Ausgaben. Es kommt jedoch auch vor, dass keine Internetausgabe zu ermitteln ist. Die bisherige Praxis, die URL für gescannte Inhaltsverzeichnisse bei Druckschriften in Feld 4085 zu erfassen, soll auf Vorschlag der ZRT geändert werden. Es wird das Feld 4715 eingeführt, das die Deutsche Nationalbibliothek bereits für derartige Informationen verwendet. Sobald die Schnittstelle geändert worden ist und eine Liste mit ID-Nummern der betroffenen Datensätze vorliegt, werden bereits in 4085 erfasste URLs von der ZRT korrigiert.


Unterfeldbelegung in 4085


Der BVB sprach sich für eine Angleichung der Unterfeldbelegung in den Titelaufnahmen von Online-Monographien (in den Verbünden) und online verfügbaren fortlaufenden Sammelwerken (in der ZDB) aus. Danach sollten interne Bemerkungen, die z.Zt. nach einem Semikolon im Unterfeld „x“ von 4085 eingetragen werden, in einem eigenen Unterfeld „3“ erfasst und über MAB ausgeliefert werden. Da die Vorlage des BVB nicht termingerecht für die Sitzung bereitgestellt wurde, sahen sich die Sitzungsteilnehmer nicht in der Lage, Stellung zu beziehen. Meinungen zum BVB-Vorschlag sollen daher zu einem späteren Zeitpunkt über die AGDBT-Mailingliste abgefragt werden.


Medienkombinationen bei Zeitschriften

In seiner Vorlage zum Thema „Medienkombinationen bei Zeitschriften“ legte der GBV dar, dass die Definition von Medienkombinationen im Bereich der fortlaufenden Sammelwerke ungleich schwieriger als im monographischen Bereich sei (hoher Prüfaufwand) und forderte einen Verzicht auf die Behandlung von Zeitschriften als Medienkombination. Während sich die Mehrheit der HeBIS-Bibliotheken für eine Beibehaltung der alten Regelung ausgesprochen hatte, stimmte die Mehrheit der AGDBT-Mitglieder dem GBV-Antrag zu.


Behandlung von Massendigitalisaten


Mit dem Hinweis darauf, dass in den nächsten Jahren in vielen Bibliotheken Bibliotheksbestände, teilweise in großem Umfang, digitalisiert werden sollen, stellte der BVB unterschiedliche Optionen zur künftigen Katalogisierung von Massendigitalisaten in der ZDB zur Diskussion:

A)
Einführung einer Eine-Aufnahme-Regelung für Digitalisate und automatisiertes Einspielen der URL/URNs in die Printaufnahmen.

B)
Maschinelle Erzeugung von zusätzlichen Titelaufnahmen für Digitalisate Ausgangspunkt: "ZDB-Digit-Produktionsdatei" (= Datei von ZDB-Nummern der Printausgabe + Frontdoor-URLs + Angaben zum Jahr der Digitalisierung + Verlagsort und Verlag der Digitalisierung) Grundsätzlich sollen die digitalisierten Zeitschriften auch in der EZB nachgewiesen werden. In der Diskussion sprachen sich die Teilnehmer mehrheitlich für die Variante B aus und verwiesen das Thema zur Erarbeitung von detaillierten Ausführungsbestimmungen an die ZRT.


Anzeige der bibliographischen Gattung in Verknüpfungsfeldern

Der Wunsch des KOBV, die gegenwärtige (durch Arbeiten zur Integration der DNB-Datensätze bedingte) Anzeige von 0500, mit den Angaben zu bibliographischer Gattung und Status in den Verknüpfungsfeldern der Titelsätze, dauerhaft beizubehalten, fand breite Zustimmung. Die Anzeige der bibliographischen Gattung und des Status in den Verknüpfungsfeldern erleichtert nachfolgende Arbeiten, z.B. die Prüfung der verknüpften Sätze.

Übungsdatenbank

Der HeBIS-Vorschlag, eine ZDB-Übungsdatenbank einzurichten, die sowohl vom Inhalt (z.Zt. ca. 500 Datensätze) als auch von den Antwortzeiten (z.Zt. ca. 1 Minute) besser ausgestattet sein müsste, wurde von den Sitzungsteilnehmern unterstützt. Es soll versucht werden, eine Übungsdatenbank mit wesentlich mehr Datenmaterial bereit zu stellen.

Downloadmöglichkeit von Skripten

Auf Anregung des HEBIS-Verbunds sollen die diversen, von der ZDB zur Verfügung gestellten Skripte (laufend gehaltene Zeitschriften einer Bibliothek, SSG-Skript, alphabetische Liste von ZDB-Titel erstellen, Ermittlung von statistischen Daten) auf den ZDB-Webseiten zum Download angeboten werden.

Bessere Durchsuchbarkeit der ZETA-Seiten

Dem HeBIS-Wunsch nach einer besseren Aufbereitung für die Gesamtheit der ZETA-Kapitel, die über das Durchsuchen der einzelnen PDF-Dokumente hinausgeht, wurde mit dem Hinweis auf die geplante Integration der ZDB-Seiten in ein Content Mangagement System begegnet. Zur kurzfristigen Verbesserung soll eine Google-Suche installiert werden. Für weitergehende Maßnahmen (z.B. eine manuell erstellte Liste der gebräuchlichsten Katalogisierungsbegriffe, die auf das betreffende ZETA-Kapitel, den betreffenden ZETA-Abschnitt verlinkt) bestehen keine Kapazitäten.

Nachweis von Fernsehmitschnitten / Weblogs

Mit seiner Vorlage wollte der SWB das Interesse für Katalogisate von Fernsehmitschnitten und Weblogs in der ZDB abklären. Aus katalogisierungstechnischer Sicht gab es keine Einwände von Seiten der AGDBT-Teilnehmer. Allerdings wurden Bedenken hinsichtlich des urheberrechtlichen Aspekts der Katalogisierung von Fernsehmitschnitte erhoben. Der SWB wird daher entsprechende Erkundigungen einziehen, das Ergebnis soll dann über die AGDBT-Liste bekannt gemacht werden.

Berichte zum Stand der Arbeiten / ZDB-Betreiber

GKD

Für den Start der Online-Update-Schnittstelle der GKD (Online-Kommunikation Normdateien) ist als Termin der 1. Januar 2008 vorgesehen.

ZRT

Die ZRT ist zu einem regelmäßigen Turnus für ihre ZETA-Austauschlieferungen übergegangen. Die Lieferungen erfolgen immer am Ende des jeweiligen Quartals und die Aufführung der neuen und geänderten ZETA-Seiten enthält kurze Bemerkungen zu Art und Umfang der jeweiligen Änderung.

ZR Zeitungen

Seit einiger Zeit steht der ZETA-Teil E 490 „Zeitungen und zeitungsähnliche Periodika“ zur Verfügung. Eine Kurzfassung dazu wird mit der nächsten ZETA-Lieferung im Dezember erscheinen.

ZR Bibliotheksdatei / Sigelstelle

Die Sigelstelle plant zukünftig für die Aktualisierung der Sigeldatei ein webbasiertes Formular einzusetzen, mit dessen Hilfe Bibliotheken Änderungen melden können, die weitgehend automatisiert von der Adressenredaktion übernommen werden können.

ISIL-Agentur

Auf Empfehlung der AG Leihverkehr und mit Zustimmung der AG Verbundsysteme werden alle Sigelbibliotheken derzeit mit einem ISIL ausgestattet, der gleichzeitig als Organizational MARC-Code dienen wird. Im Zuge des MARC-Umstiegs soll dann auch ein Komplettumstieg von Sigel zu ISIL nach einer mehrjährigen Übergangszeit des Parallelbetriebes erfolgen. Derzeit sind bereits 3180 der 6400 Bibliothekssätze mit einem ISIL versehen. Für ca. 3000 Institutsbibliotheken wird das ISIL später eingerichtet, da hier erst geklärt werden muss, wie bei der Umformung der "Schrägstrich" im Sigel behandelt werden soll. Für die Verwendung in URNs wäre dieser nicht geeignet. Einen konkreten Zeitplan für den endgültigen Umstieg von Sigel auf ISIL gibt es noch nicht.

DNB

Von einer zugrunde liegenden Gesamtdatenmenge von insgesamt 335.000 Datensätzen in Pica-Iltis (darunter ca. 60.000 laufende Zeitschriften und 63.000 Schriftenreihen) konnten durch ein maschinelles Abgleichverfahren rund 162.000 Datensätze in die ZDB eingebracht werden. Die intellektuelle und manuelle Bearbeitung der restlichen Datensätze wird trotz des Einsatzes zusätzlichen Personals einige Jahre in Anspruch nehmen. Mit Priorität werden die laufenden Titel sowie einige Sonderkontingente (z.B. Netzpublikationen) bearbeitet.

Weiterentwicklung und Projekte

Projekt „Funktionale Integration von ZDB und EZB zur Entwicklung gemeinsamer endnutzerorientierter Dienstleistungen“ Das Projekt läuft inzwischen 15 Monate. Erledigt bzw. entwickelt wurden in diesem Zeitraum:
  • Ein erster HTML-Prototyp für die gemeinsame Verfügbarkeitsrecherche ist verfügbar.
  • Der Prototyp des Icondienstes im Stil der EZB Ampel ist verfügbar und wird demnächst mit ausgewählten Testsystemen erprobt.
  • Ein Logo für die gemeinsamen Dienste von EZB und ZDB wird entwickelt.
  • Ein Lösungsansatz für den gemeinsamen Umgang mit Aggregatoren wurde entwickelt, der jedoch noch mit verschiedenen Partnerbibliotheken abgesprochen werden muss. Sie werden in der 1. Phase nicht enthalten sein.
  • Die Erzeugung von Lizenzdatenlieferungen (einschließlich der Updates) aus der EZB für die ZDB ist realisiert.
  • Erste Testdatenlieferungen von der EZB an die ZDB und die Einspielung in ein Testsystem werden voraussichtlich noch im November 2007 erfolgen.
  • Ein erster Testlauf mit ausgewählten Bibliotheken steht unmittelbar bevor.
  • Die Umfrage wurde von über 131 Bibliotheken beantwortet und zeigt einen großen Bedarf an dem gemeinsamen Lieferdienst (von über 90 % wird der Dienst gewünscht) Die Lieferung der „grünen Zeitschriften“ in den lokalen OPAC wird von ca. 60 % der Bibliotheken gewünscht, die Lieferung der „roten Zeitschriften“ von ungefähr 10 %.

Auf Nachfrage ergaben sich dann folgende Problempunkte:
  • die Frage der unterschiedlichen Entitäten ZDB/EZB (abweichende Splitregeln) wurde noch nicht endgültig gelöst.
  • der Informationsstand über das geplante Datenformat für die EZB-Daten ist in den Verbünden nicht einheitlich
  • die Absicht, den Verbünden eine Verlags-URL und nicht die EZB-URL auszuliefern, war nicht überall bekannt und wird auch so nicht gewünscht.
  • Bibliotheksbestände, die derzeit in der ZDB an elektronischen Ressourcen hängen, würden überschrieben und nicht gemerged werden. Hier wurde auf die Freiwilligkeit der Teilnahme am neuen Dienst verwiesen (opt-in-Modell)
  • die Frage einer Datenlieferung von der ZDB in die EZB wird als Anregung aufgenommen

Insgesamt ergab sich, dass die Verbünde in Einzelfragen des Projekts einen völlig unterschiedlichen Informationsstand haben. Es wurde daher vereinbart, den jeweils aktuellen Stand über die AGDBT-Infoliste in kurzen Abständen bekannt zu machen.

Die Projektverantwortlichen wiesen darauf hin, dass die praktische Testarbeit mit dem neuen Dienst erst seit Anfang November angelaufen ist und manche Problematiken daher erst jetzt erkannt werden.

Für das 1. Quartal 2008 ist ein Workshop zur Klärung offener Fragen geplant.

Nationallizenzen

Die ZDB hat den zentralen Nachweis aller geförderten Datenbankprodukte und vor allem der in den Zeitschriftenpaketen enthaltenen Einzeltitel übernommen. Nach Abschluss der diesjährigen Erfassungsrunde sind nun über 5100 Titel aus diesen Produkten in der ZDB verzeichnet.
Derzeit ist die ZDB dabei, zusammen mit der EZB und der AG Nationallizenzen den Nachweis für laufende Zeitschriftenjahrgänge zu regeln, die neuerdings von der DFG gefördert werden. Ein Problem für den Nachweis ist der Umstand, dass die Nutzerkreise für die backfiles (dann auch mit moving wall) und die laufenden Jahrgänge differieren können.

Projekt MARC21-Umstieg

Die ZDB bereitet in Zusammenarbeit mit der DNB momentan eine PICA-MARC-21-Konkordanz vor, mit dem Ziel, die ZDB-Erfassungsformate für Titel- Körperschafts- und Lokaldaten in MARC 21 möglichst vollständig abzubilden. Die in Arbeit befindlichen Konkordanzen sind noch nicht vollständig, es fehlen verschiedene Zuordnungen, insbesondere Abbildungen im Bereich Lokaldatenumsetzung sowie anwenderspezifischen ZDB-Felder. Die Endabstimmung zwischen DNB und ZDB sowie der AG Kooperative Neukatalogisierung hat noch nicht stattgefunden. Für Ende 1. Quartal 2008 wird mit der Fertigstellung des Entwurfs gerechnet. Dann ist Gelegenheit für die Verbünde, Stellung zu nehmen.
Die DNB will ab dem 4. Quartal 2008 MARC- parallel zu MAB-Lieferungen bereitstellen.

Stand bei der Erweiterung der Exemplarsatzstruktur Auf Wunsch der ZDB-Teilnehmer wurden im März 2007 die Felder 7001 bis 7008 für weitere Signaturen (inklusive Unterfelder) in das ZDB-Lokaldatenformat eingeführt. Die OPAC-Präsentation der neuen Feldstruktur ist noch nicht realisiert. Angesichts der nur zögerlichen Besetzung der neuen Felder wurde die Priorität dafür nur niedrig eingestuft. Zudem hat es sich als sehr kompliziert herausgestellt, das neue Datenmodell unter Berücksichtigung der vorliegenden Altdaten vernünftig abzubilden. Ein Hauptproblem dabei ist z.B. die korrekte Zuordnung, Anzeige und maschinelle Interpretierbarkeit der Kommentarfelder, der Fernleihindikatoren u.a., wenn die Felder 7100, 7101, 7109 usw. gemischt vorkommen und die Intention der Besetzung (altes oder neues Verfahren) nicht erkennbar ist.

Die ZRT machte daher den Vorschlag, 7100 und 7109 in dieser Weise weiterhin zu besetzen und die neue Feldstruktur nur für die Felder 7101 – 7108 zuzulassen. In der Abstimmung wurde dieser Vorschlag zurückgewiesen, da einige Verbünde die neue Struktur bereits für sich eingeführt haben.
Herbert Adam E-Mail an AutorIn
HeBIS-VZ

Bibliothekswelt aktuell

Nationallizenzen
B. Dugall im Interview zum Konzept der Nationallizenzen
Bruno Bauer, Leiter der Uni-Bibliothek der Medizinischen Universität Wien, befragt Berndt Dugall, Leiter der UB Frankfurt, in einem ausführlichen Interview in der Zeitschrift GMS Medizin-Bibliothek-Information (2007;7(2):Doc31) zum Konzept der Nationallizenzen in Deutschland.

Es werden zahlreiche Aspekte der Nationallizenzen, wie z.B. Finanzierung, Organisation und Abwicklung angesprochen. Weiterhin zeigt Hr. Dugall mögliche Tendenzen in der zukünftigen Gesamtentwicklung für die Bibliotheken auf.


Abstract zum Interview:

Das Programm der Nationallizenzen (http://www.nationallizenzen.de/) wurde 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelt. Ziel ist es, bundesweit geltende Lizenzvereinbarungen mit Fachgesellschaften, Verlagen und anderen Informationsanbietern abzuschließen und dadurch Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen in ganz Deutschland den kostenlosen Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen und elektronischen Zeitschriften zu ermöglichen.
Das aktuelle Interview mit Berndt Dugall informiert über das Konzept der Nationallizenzen, dessen Finanzierung, das organisatorische Umfeld sowie das Procedere von der Auswahl bis zur Lizenzierung einzelner elektronischer Ressourcen.
Zuletzt werden auch die Bedeutung der Nationallizenzen für den Wissenschaftsstandort Deutschland sowie die Zukunft der Bibliotheken angesichts der rasanten technischen Entwicklungen auf dem Informationssektor angesprochen.


Das gesamte Interview finden Sie hier:
http://www.egms.de/de/journals/mbi/2007-7/mbi000083.shtml


(tak)

Handbuch-Änderungen

Neue/aktualisierte Kapitel:

Keine Änderungen am HeBIS-Handbuch in dieser Ausgabe.

Protokolle

Keine neuen Protokolle vorhanden.

Impressum

HeBIScocktail 1/2008 (Januar 2008)

HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/

Neue Ausgaben werden über Pica-List angekündigt.

Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Monika Denker (mod), Tanja Kindt (tak), Heike Nienerza (hen), Herbert Adam (hea)
Weitere Autoren: Rita Albrecht (ria), Angelika Hinrichs (anh), Elmar Reith (elr), Günter Pietzonka (güp), Maren Schwingel-Bechtold (mas), Jule Mildner (miju)
Korrespondent: Hanspeter Schneider (BDV)
E-Mail-Adresse der Redaktion: hebiscocktail@ub.uni-frankfurt.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Hinweise für Autoren

HeBIScocktail 2/2008 erscheint April 2008.

Redaktionsschluss: März 2008.

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