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Ausgabe: 3-2003

Neuerscheinungsdienst wird keine Fremddatenleistung in HeBIS

Neues von den Datenbanken

Der von der Deutschen Bibliothek vertriebene "Neuerscheinungsdienst" wird gemäß einem Beschluss des HeBIS-Verbundrates nicht als Fremddatenleistung in der HeBIS-Datenbank zur Verfügung gestellt. Der Verbundrat folgte damit einem Vorschlag von Verbundzentrale und Verbundleitung. Alle Beteiligten beurteilten die Qualität der über den Neuerscheinungsdienst zur Verfügung gestellten Daten als mangelhaft und für Verbundzwecke (Bestellkatalogisierung und Katalogisierung) wenig geeignet.

Mit dem Neuerscheinungsdienst hat die Deutsche Bibliothek den zum Ende des vergangenen Jahres eingestellten CIP-Dienst abgelöst und setzt dabei auf eine Kooperation mit den Verlagen, deren Meldedaten für das VlB für den neuen Informationsdienst weitestgehend ungeprüft und unverändert übernommen werden (s. auch HeBIScocktail 1/2003). Inzwischen hat die Deutsche Bibliothek aufgrund von vielen Kundenprotesten Verbesserungen angekündigt und auch bereits erste Maßnahmen eingeleitet. Sie will aber auch bei den Verlagen um zuverlässigere Grunddaten werben.

Die Verbundzentrale wird ebenfalls aufgrund des Verbundratbeschlusses das Produkt weiter beobachten und bei deutlichen qualitativen Verbesserungen dem Verbundrat entsprechend Bericht erstatten.

Konsequenzen aus der Abbestellung 

  • Mehraufwand bei der Katalogisierung
    Für den Kauf aktueller, in Deutschland erscheinender Publikationen müssen verstärkt Titeldatensätze selbst erfasst werden, da auf keinen Datendienst mehr zurückgegriffen werden kann.

  • Dublettenproblem
    Wird über die DNB-Reihen A, B und H ein Titeldatensatz geliefert, für den in der HeBIS-Verbunddatenbank bereits ein Erwerbungsdatensatz existiert, so kann der Dublettencheck nur dann erfolgreich funktionieren, wenn der Erwerbungsdatensatz und der DNB-Datensatz möglichst identisch sind. Daher ist es notwendig, Erwerbungsdatensätze so bibliographisch vollständig wie möglich zu erfassen.

  • SWD-Sacherschließungsdaten
    Nur wenn der Dublettencheck das Vorliegen einer eindeutigen Dublette erkennt, übernimmt er die Sacherschließungsdaten von der DNB-Aufnahme an die Verbundaufnahme (Merging). Erkennt er nur eine mögliche Dublette, speichert er die DNB-Aufnahme ein und markiert sie (Marking). Die Sacherschließungsdaten verbleiben an der DNB-Aufnahme.

Hinweis zu bibliographischen Recherchen in ILTIS (DDB)

Die Datensätze des Neuerscheinungsdienstes sind in der ILTIS eingespeichert. Auf Grund ihrer häufig mangelhaften Qualität sind sie nur bedingt für bibliographische Recherchen (physikalische Form, bibliographische Erscheinungsform, Gesamttitel, Bandzählung u.ä.) zu nutzen. Titelsätze des Neuerscheinungsdienstes, die noch nicht von vollständigeren Sätzen der DNB-Reihen, A, B oder H überschrieben wurden, sind daran zu erkennen, dass sie in 2105 keine WV-Nummer (Nr. des wöchentlichen Verzeichnisses der DNB) haben sondern nur in 2100 die Nummer des Neuerscheinungsdienstes (z.B. 03,N23,2571).

ria ; rek

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