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Ausgabe: 4-2001

15. Sitzung der UAG Alphabetische Katalogisierung

Aus den Verbundgremien

Das Hauptthema auf der 15. Sitzung am 26. September 2001 war die Überarbeitung der Verbundfestlegung zur Abgrenzung von Zeitschriften und Schriftenreihen.

Zu HEBIS-KAT-Zeiten war geplant, auf die Unterscheidung zwischen Zeitschriften und Schriftenreihen zu verzichten und statt dessen für fortlaufende Sammelwerke nur eine Aufnahme zu erstellen, mit der dann sowohl Stücktitelaufnahmen für die Bände als auch Zeitschriftenbestandsdatensätze verknüpft werden sollten. Die bereits existierenden dubletten Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahmen sollten über einen Datenbanklauf zu einer Aufnahme zusammengeführt werden.

Im Hinblick auf diese Zusammenführung war es den Bibliotheken freigestellt worden, wie sie ein fortlaufendes Sammelwerk katalogisieren wollten, und somit ist in der Verbunddatenbank die dublette Verzeichnung fast zum Regelfall geworden, was bei der Recherche (Benutzer, Signierdienst) zu ständigen Problemen führt.

Die Zusammenführung der dubletten Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahmen ist allerdings in absehbarer Zeit nicht realisierbar, da sie sich nur zum Teil maschinell durchführen lässt. Auf Grund von unterschiedlichen Splitregeln (Neue Folgen u.ä.) und abweichenden Ansetzungen wird eine sehr große Zahl manuell zu bearbeitender Titelsätze verbleiben. Hierfür ist in der Verbundzentrale keine Arbeitskapazität vorhanden. Außerdem müssen die Auswirkungen auf Update und Datentausch (DNB, ZDB) genau geprüft werden.

Die Überarbeitung der Verbundfestlegung hat somit zum Ziel, den Gegebenheiten der Datenbank und der jetzigen Katalogisierungspraxis Rechnung zu tragen, die Katalogisierung möglichst einfach zu regeln und die Informationsmöglichkeit für die Benutzer zu verbessern.

Nach intensiver Diskussion wurde beschlossen:

  • Die Bibliotheken können bei der Titelaufnahme für ein fortlaufendes Sammelwerk die Verzeichnungsart (Zeitschrift oder Schriftenreihe) entsprechend ihrer Bedürfnisse frei wählen.
  • Gibt es für ein fortlaufendes Sammelwerk sowohl eine Aufnahme als Zeitschrift als auch eine als Schriftenreihe, so sollen diese miteinander über PPN verlinkt werden.
  • Die Verlinkung erfolgt in einer neu einzurichtenden wiederholbaren Fußnotenkategorie, die vor dem Überschreiben durch ZDB- bzw. DNB-Lieferungen geschützt ist und die auch bei gesperrten Zeitschriftensätzen eingegeben und korrigiert werden kann.
  • Die einleitende Wendung für die Fußnote lautet:
    "Für weitere Bestandsnachweise siehe auch: !PPN!"
    Sind auf Grund unterschiedlicher Splits bei Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahme mehrere Links nötig, muss die Fußnote entsprechend präzisiert werden (z.B. "Für weitere Bestandsnachweise ab 3. Folge, Band 1 siehe auch: !PPN!").
  • Das Titelkopie-Makro soll um die ZDB-Nummer ergänzt werden, da der Wunsch nach Zusammenführung von Zeitschriften- und Schriftenreihenaufnahme zu einer Aufnahme für das fortlaufende Sammelwerk weiterhin bestehen bleibt.
  • In den Verbundfestlegungen sollen die Begriffe "fortlaufendes Sammelwerk", "Zeitschrift", "Schriftenreihe", "Stücktitel" definiert werden, um den Katalogisierern eine Richtlinie zu bieten. Bei der Definition für Stücktitel wird die weitergehende Definition der DDB übernommen.

Bei der Frage, ob Stücktitelaufnahmen immer mit einer Schriftenreihenaufnahme zu verknüpfen sind, d. h. auch Stücktitelaufnahmen zu Zeitschriftenbänden, konnte keine Einigung erzielt werden. Die UAG-Mitglieder sollen diesen Punkt in ihren Lokalsystemen diskutieren und abstimmen. Termin für die Rückmeldung an die Verbundzentrale ist Ende November.

 

Weitere Themen waren:

Die Katalogisierung von PoD-Publikationen (Publishing on demand)

Bei PoD-Publikationen sind seit einiger Zeit neue Formen aufgetreten (z.B. Libri Books on Demand), die bei der Katalogisierung zu Unsicherheiten/Problemen führen. Anhand vorliegender Beispiele wurden diese Probleme andiskutiert und ein Regelungsbedarf festgestellt. Bis zur nächsten Sitzung sollen weitere Beispiele gesammelt werden. Außerdem soll bei der DDB angefragt werden, ob und welche Regelungen es dort zu PoD-Publikationen gibt.
Auf dieser Grundlage soll dann bei der nächsten Sitzung weiter diskutiert und geprüft werden, ob es möglich ist, Verbundfestlegungen für diese neuen PoD-Formen, die zunehmend und in zahlreichen Varianten auf den Markt kommen, zu erarbeiten. Die RAK- und Verbundregelungen zu den bisherigen PoD-Formen müssen hierbei berücksichtigt werden.

Bibliotheksnormdatensätze

Die Einführung von Bibliotheksnormdatensätzen wird von den UAG-Mitgliedern mehrheitlich begrüßt.
Probleme für die Lokalsysteme werden hierbei nicht gesehen. Welche Inhalte aus den Bibliotheksnormdatensätzen dem Benutzer im WebOPAC angezeigt werden sollen, muss noch festgelegt werden.
Für die Verknüpfung zwischen Lokaldatensatz und Bibliotheksnormdatensatz wird ein automatischer Lauf gewünscht.

Renate Koch-Krug
Vorsitzende der UAG Katalogisierung

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