HeBIScocktail
Ausgabe: 2009-4
Editorial
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hatten Sie erfolgreiche Tage auf der Buchmesse? Oder haben Sie lieber den Trubel gemieden und freuen sich darauf, jetzt im Herbst endlich die ganzen ungelesenen Bücher aus dem Schrank zu holen?

Wie dem auch sei, in unserem Berufsfeld bewegt man sich ständig im Spagat zwischen Alt und Neu. Eben noch versucht man, den diesjährigen Preisträger "Die Atemschaukel" als Online-Dokument vom überlasteten Libreka-Server zu laden, auf der anderen Seite beschäftigen sich etliche unserer Fachleute mit dem Thema "Provenienzerschließung", also den Besitzvermerken in Altbeständen (siehe dazu den Bericht von Dr. Olaf Schneider von der UB Gießen).

Wir werden weiterhin beide Seiten im Auge behalten. Nicht zuletzt deshalb waren wir von der Verbundzentrale in diesem Quartal zu einem großen Teil mit Fortbildungsmassnahmen beschäftigt.

Neu ist in diesem Cocktail die Rubrik "Buchtip", wir stellen Ihnen passend zur Buchmesse ein Buch vor, das sich intensiv mit Bibliotheken und den Bücherliebhabern auseinandersetzt. Vielleicht veröffentlichen wir in dieser Rubrik demnächst Ihren Buchtip?


Wir wünschen Ihnen weiterhin angenehme Lektüre!

Ihr HeBIScocktail-Team


Aktuell

DAKAPO : Neues Katalogportal in Darmstadt

Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters geht in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt das Darmstädter Katalogportal DAKAPO an den Start.

Mit seiner umfangreichen Katalogauswahl ermöglicht DAKAPO die gleichzeitige Suche in den Katalogen der TU Darmstadt, weiterer Darmstädter Bibliotheken (Hochschule Darmstadt und Stadtbibliothek Darmstadt), der wichtigsten Bibliotheken der Region (z.B. UB Mannheim) und der deutschen Bibliotheksverbünde. Ein spezieller Service ist der Katalog "Inhaltsverzeichnisse", der als 'lokale Sicht' auf den HeBIS-Verbundkatalog realisiert wurde und den DAKAPO-Benutzern erlaubt, relevante Literatur aus dem Bestand der ULB über die Suche in elektronischen Inhaltsverzeichnissen zu finden.

Benutzer können direkt von DAKAPO aus lokale und Fernleihbestellungen aufgeben oder auf elektronische Volltexte zugreifen. Dadurch ist auch für einen einfachen und komfortablen Zugang zur gewünschten Literatur gesorgt.

DAKAPO ist das achte Katalogportal, das von der HeBIS-Verbundzentrale für eine HeBIS-Bibliothek entwickelt wurde. Wie schon bei seinen Vorgängern  wurden dafür Layout, Katalogauswahl und Verfügbarkeitsanzeige des HeBIS-Portals an den lokalen Bedarf angepasst, in diesem Fall entsprechend den Wünschen und Anforderungen der ULB Darmstadt.




Fragen?

Bitte wenden Sie sich an die HeBIS-Auskunft

(tak)
Neue Metadaten - WISO E-Books

Seit Mitte September sind die Katalogisate zu den von WISO bereitgestellten E-Books im CBS eingespielt. Die lokalen Exemplare wurden entsprechend der Lizenzverträge in die lokalen OPACs verteilt.

Bei der Lieferung handelt es sich zunächst um 263 Titel aus den Jahren 2001 bis 2009 der Verlage Deutscher Fachverlag, Gabal Verlag, Rainer Hampp Verlag und Rudolf Haufe Verlag, für die GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank Metadaten erstellt hat. Diese wurden vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg aufgearbeitet und mit Sacherschließungsdaten (RVK-Notation, SWD-Schlagwörter) HeBIS zur Verfügung gestellt.


WISO (http://www.wiso-net.de) ist das wichtigste Portal für deutschsprachige Literatur zu Wirtschaft- und Sozialwissenschaften. Angeboten werden neben E-Books bibliografische Informationen, Zeitschriften- und Zeitungsartikel und Unternehmensinformationen.

Sie finden die WISO-E-Books im CBS mit dem Suchschlüssel "f lzi V266".


HeBIS-Ansprechpartner:

Michaela Konrad

m.konrad@ub.uni-frankfurt.de

Tel: 069-798-39658


(tak)

Themen

Provenienzerschließung
Gebrauchsspuren in Büchern - Leseübungen für Altbestandsbibliothekare


Die Provenienzen alter Bücher weisen den Weg zu oft längst vergessenen Bibliotheken. Meist sind deren Bestände aus den verschiedensten Gründen verstreut worden und werden heute an den unterschiedlichsten Orten aufbewahrt. Über handschriftliche Einträge aber oder etwa die Exlibris der einstigen Eigentümer lassen sich solche Bände wenigstens imaginär wieder zusammenfügen und ihre häufig wechselvolle Geschichte rekonstruieren.

Doch viele der namentlichen Herkunftsvermerke ihrer früheren Besitzer oder deren Gebrauchsspuren, so genannte Evidenzen, sind für die wissenschaftliche Forschung nur schwer zugänglich, wenn sie überhaupt erschlossen sind. Zwar führen viele Bibliotheken dazu interne Verzeichnisse in variierender Form, über deren Inhalt sie bei Anfragen gerne Auskunft geben. Allerdings bedeuten solche Anfragen nicht nur für die Nutzer, sondern auch für die Bibliothekare einen nicht zu unterschätzenden Zeitaufwand. Inzwischen weisen deshalb einige Bibliotheken wie die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar oder die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel solche Daten in ihren lokalen OPACs nach. Dies nahmen im Jahr 2007 mehrere Altbestandsbibliothekare des HeBIS-Verbunds zum Anlass, eine Adhoc-Arbeitsgruppe „Kooperative Provenienzerschließung“ zu gründen. Man wollte damit die Aktivitäten in diesem Themenfeld besser miteinander abstimmen und einigte sich schnell darauf, entsprechende Daten zukünftig in den Verbundkatalog einzuspielen und dort übergreifend recherchierbar zu machen. Die Daten sollen längerfristig auch anderen Verbünden zur Verfügung stehen und untereinander genutzt werden können. Als einer der ersten Schritte wurde bereits 2008 die Mailingliste „Provenienzen“ ins Leben gerufen, die von der HeBIS-Verbundzentrale betreut wird und die sich einer beständig wachsenden Abonnentenzahl erfreut. Die Arbeit der Adhoc-AG wird in Zukunft von der "AG Historische Bestände“ im HeBIS-Verbund fortgesetzt, die sich im Juni 2009 konstituiert hat.

Begleitend zu den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft wurden und werden immer wieder ungeklärte Provenienzen diskutiert. Besonders schwierig sind dabei gerade handschriftliche Provenienzangaben oder Evidenzen zu entschlüsseln, weil es von der Hand des Besitzers oft keinerlei weitere Schriftprobe gibt, die zum Vergleich herangezogen werden könnte. Eine besondere Herausforderung stellen Abkürzungen aus den verschiedensten Kontexten dar. Ein grundsätzlicheres Problem ist zudem, dass Bibliothekare beim Lesen der zahlreichen älteren Schriften, die sich über die Jahrhunderte freilich ständig veränderten, oft über weitaus weniger Routine verfügen als etwa Archivare. Denn die archivalische Ausbildung räumt für paläographische Fragen naheliegenderweise deutlich mehr Zeit ein.

Um hier Abhilfe zu schaffen, verständigte sich die AG darauf, eine Fortbildung anzuregen, die besonders auf Altbestandsbibliothekare des gehobenen und höheren Dienstes abgestimmt sein sollte. Dieser Zielgruppe sollte in komprimierter Form das erforderliche Rüstzeug an die Hand gegeben und damit die notwendigen Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, um zukünftig die eigene Erschließungsarbeit nachhaltig zu vereinfachen. Die Geschäftsstelle für Aus- und Fortbildung des HeBIS-Verbunds war bereit, das Projekt zu unterstützen, und übernahm die Koordination. Als besonders erfreulich erwies sich, dass mit den beiden Dozenten sowohl ein Archivar als auch eine Altbestandsbibliothekarin gewonnen werden konnten: Dr. Matthias Jehn, der Leiter des Archivzentrums der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main, und Annelen Ottermann, M.A., die Leiterin der Abteilung Handschriften, Alte Drucke, Rara, Bestandserhaltung der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz, die inzwischen gewählte Vorsitzende der AG ist. Der unter dem Titel „Gebrauchsspuren in Büchern Leseübungen für Altbestandsbibliothekare“ angekündigte Kurs war schon kurz nach Anmeldebeginn ausgebucht.

Am 12. und 13. Mai 2009 fand die Veranstaltung im Schulungsraum der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt statt. Wie weit das Spektrum der Interessenten tatsächlich reicht, zeigen die vierzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zwar überwiegend in Bibliotheken, aber auch in Museen und anderen Forschungseinrichtungen tätig sind.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Dozenten führte Dr. Matthias Jehn am ersten Tag zunächst ausführlich in die Geschichte der Schrift und die Entwicklung der vielfältigen Schriftarten ein und kommentierte die einschlägige Literatur zum Thema. Dabei kamen grundlegende Werke der Paläographie zur Sprache, aber auch Handbücher zur Zeitberechnung oder Auflösung von Abkürzungen, etwa von Maß-, Münz- oder Gewichtseinheiten. Es schloss sich eine intensive Textarbeit mit der gesamten Gruppe an, für die der Referent instruktive Handschriftenbeispiele in deutscher und lateinischer Sprache aus verschiedenen Jahrhunderten und unterschiedlichen Kontexten ausgewählt hatte. Um die einzelnen Stücke auch später noch intensiver studieren zu können, erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss Musterlösungen. Am zweiten Tag vertiefte Annelen Ottermann, M.A. die erworbenen Kenntnisse. Sie schärfte anhand exemplarischer Digitalisate von handschriftlichen Provenienzeinträgen, die sich in Bänden der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz befinden, den Blick für den Aufbau der meist kurzen Passagen, insbesondere für sich wiederholende Phrasen lateinischer Einträge. Ihren Schwerpunkt legte die Referentin dabei auf Schriftarten der Frühen Neuzeit aus mehreren Ordensbibliotheken. In kleineren Gruppen, aufgeteilt nach Schwierigkeitsgraden, konnte das vermittelte Wissen dann anhand weiterer Originaleinträge in der Praxis ausführlich erprobt werden.

Da es sich um die erste Veranstaltung dieses Typs überhaupt handelte, waren sich Dozenten und Kursteilnehmer darin einig, dass sie alle für die jeweils eigene Arbeit viel voneinander gelernt haben. Aufgrund der starken Nachfrage wird die Veranstaltung im Frühjahr 2010 erneut angeboten und um ein gleichzeitig stattfindendes Aufbauseminar ergänzt, das sich Spezialfragen zuwendet.


Weiterführende Informationen, siehe auch: Protokolle der AG Historische Bestände

Dr. Olaf Schneider E-Mail an AutorIn
Universitätsbibliothek Gießen
Zeitschrifteninhaltsdienste
myCCBio - massgeschneiderte Meldungen über aktuelle Zeitschriftenaufsätze

Mit dem neuen Zeitschrifteninhaltsdienst My Current Contents Biology (myCCBio) können Sie wertvolle Zeit bei der Rechnerche einsparen:

Aus einem Angebot von über 1500 wissenschaftlichen Fachzeitschriften aus dem Bereich Biologie und angrenzenden Fachgebieten können Sie bequem Ihr individuelles Zeitschriftenpaket zusammenstellen. Nach einmaliger, kostenloser Registrierung liefert myCCBio Ihnen automatisch die Inhaltsverzeichnisse der neuesten Hefte Ihrer Auswahl. So haben Sie stets einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Fachpublikationen.

Aufzählungszeichen blauer PfeilmyCCBio Startseite


myCCBio ist eine Ergänzung zu der frei verfügbaren Datenbank Online Contents Biologie und wurde unter Mitwirkung von vifabio, der Virtuellen Fachbibliothek Biologie entwickelt.


Online Contents Biologie erschließt die Inhaltsverzeichnisse von mehr als 1500 Zeitschriften, die dem Sammlungsprofil der Sondersammelgebiete Biologie, Botanik und Zoologie an der Universitätsbibliothek Frankfurt entsprechen, ergänzt um einzelne Zeitschriften verwandter Fachgebiete.
Z.Zt. sind die Titelangaben von ca. 2,8 Mio. Aufsätzen ab 1993 enthalten (Stand Mai 2009).
Der Aufsatzkatalog ist der biologische Fachausschnitt einer Datenbank von Swets Information Services und wird täglich aktualisiert.

Fuer den Dienst ist eine kostenlose, einmalige Registrierung mit einer gueltigen Emailadresse erforderlich. Danach waehlt man "seine" Zeitschriften komfortabel aus einer Webliste aus. Sobald die Inhaltsdaten zu einem neuen Heft vorliegen, erhalten alle für die Zeitschrift eingetragenen Nutzer automatisch eine Email mit dem kompletten Inhaltsverzeichnis. Das Inhaltsverzeichnis wird im RIS-Format ausgeliefert, das direkt in viele Literaturverwaltungsprogramme importiert werden kann. Wissenschaftliche Arbeiten und Literatursammlungen werden so optimal unterstützt.

Die Oberflaechen zur Registrierung und Zeitschriftenauswahl sowie die Benachrichtigungs-Emails sind durchgaengig zweisprachig gehalten, um damit auch internationalen Benutzern den Zugang zu erleichtern.

Nach "My Current Contents Linguistics" ist damit bereits der zweite Zeitschrifteninhaltsdienst im HeBIS-Service-Angebot freigeschaltet.


Der Zugang ist weltweit ohne Registrierung frei.

Gewünschte Aufsätze, die Sie nicht in Ihrer Bibliothek vor Ort finden, können Sie wie gewohnt per Fernleihe oder über den Dokumentlieferdienst Subito bestellen.



Fragen?

Wenden Sie sich bitte an die HeBIS-Auskunft.


(tak)
Zeitschrifteninhaltsdienste
Neue Startseite für "my Current Contents - Dienste"

In diesem Jahr realisierte HeBIS die "my Current Contents"-Dienste Linguistik und Biologie. Als Auftakt zu weiteren myCC-Diensten präsentiert die Dienstleistung seit kurzem eine neue Startseite:

http://mycc.hebis.de

Auf der neuen Startseite wird nach und nach eine Übersicht der myCC-Dienste entstehen. Die geplanten Dienste basieren auf den Online-Contents-Fachsichten für DFG-Sondersammelgebiete, die im HeBIS-Verbund unter Nutzung eines Produkts der Firma Swets Information Services entstehen.


myCC ist ein kostenloser, elektronischer Profildienst. Mit Eröffnung eines Kontos über eine gültige E-Mail-Adresse können individuell Zeitschriften ausgewählt werden. Neu eingespielte Inhaltsverzeichnisse werden automatisch per E-Mail versendet.

Pilotprojekt der "my Current Contents"-Dienste war myCCL, ein Service des DFG Sondersammelgebietes Allgemeine Linguistik. Er enthält fachspezifische Inhalte aus mehr als 300 Zeitschriften. Eine tägliche Aktualisierung garantiert eine sofortige Benachrichtigung, wenn ein neues Inhaltsverzeichnis zu einer ausgewählten Zeitschrift vorliegt.

Als zweites Projekt wurde der Fachdienst "myCCBio" realisiert, bei dem sich die Interessenten aus einem Pool von über 1500 Fachzeitschriften ihr individuelles Portfolio zusammenstellen können (siehe Bericht über "myCCBio" in diesem HeBIScocktail).


Weite Informationen zu myCCL finden Sie:


(tak)

Mitteilungen

Evaluierung des HeBIS-Verbundes durch den Wissenschaftsrat

Die Kultusministerkonferenz hat im Oktober 2006 den Wissenschaftsrat beauftragt, die bibliothekarischen Verbundsysteme in Deutschland zu evaluieren, die u. a. zum Ziel haben, in übergreifenden Verbünden kooperative Katalogisierung von Monographien und Zeitschriften in gemeinsamen Datenbanken sowie kooperative Sacherschließung zu gewährleisten und diese Datenbanken für Auskünfte und Online-Fernleihe zu nutzen. Der Wissenschaftsrat hat im Juli 2008 eine entsprechende Arbeitsgruppe eingesetzt. 

Ende August ging bei der HeBIS-Verbundleitung ein umfangreicher Fragebogen der Arbeitsgruppe ein, anhand dessen der HeBIS-Verbund evaluiert werden soll. Zur Beantwortung wurden von HeBIS innerhalb von 6 Wochen ausführliche Stellungnahmen und Unterlagen vorgelegt.


Weitere Informationen auf den Seiten des Wissenschaftsrates.


(tak)

Gremienberichte

3. Sitzung der AG Gemeinsame Normdatei

Das Projekt Gemeinsame Normdatei (GND) hat die Zusammenführung der bestehenden Normdateien (PND, GKD, SWD) in einem gemeinsamen Normdatenformat nach MARC21 zum Ziel. Mit der dritten Sitzung der AG wird die Umsetzungsphase des GND-Projekts gestartet.

Schwerpunkt der Sitzung ist die Vorstellung und Diskussion eines von der DNB vorgelegten groben Entwurfs für das GND-Format. Ausserdem werden der GND-Termin- und Aktionsplan und die Termine für die Meilensteine abgstimmt. Um einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen und Planungen zu gewinnen, werden Kurzberichte aus den einzelnen Bibliotheksverbünden vorgelegt.

Der Formatentwurf bezieht sich zunächst nur auf die Hauptfelder des Formats: die 1XX-, 4XX- und 5XX-Felder. Einige „Knackpunkte“ --wie Werksätze, Schriftdenkmäler, Hinweissätze und vielgliedrig angesetzte SWD-Entitäten und -Synonyme - sind darin noch nicht ausgeführt. Auch die Fragen der Behandlung von fremdsprachigen Namensformen und Namensformen in nicht-lateinischen Schriften sind bisher noch nicht behandelt. Dem Wunsch nach Aufnahme der Möglichkeit zur originalschriftlichen Katalogisierung in das Projekt kann lt. DNB wegen fehlender Arbeitskapazitäten und der Notwendigkeit dies gleichzeitig für die Titeldaten vorbereiten zu müssen, nicht entsprochen werden.


Der Entwurf sieht für die überregionale GND wie in den jetzigen Normdateien drei getrennte Formatebenen vor: das Internformat (PICA+), das Katalogisierungsformat (PICA 3, in einer an MARC Authority angelehnten Formatstruktur) und das Austauschformat, das MARC 21 Authority, ergänzt um lokal definierte Felder bzw. Unterfelder, entspricht.


Nach Diskussion der Probleme bei der Indexierung der vorgeschlagenen modularen Struktur von Relationen in Pica wird beschlossen, es bei den bestehenden, voneinander unabhängigen Satzstrukturen bei hierarchischen Ansetzungsformen von Datensätzen zu belassen. Auch in den Aleph-Verbünden hätte ein modularer Aufbau zu erheblichen Schwierigkeiten geführt.

Die Verbünde sind sich einig darüber, dass kein neuer Entitätentyp "Zeit" eingeführt werden soll. Es wird kein Vorteil darin gesehen, die betr. Jahresangaben als Normdatensätze anzulegen und zu verknüpfen. Eine direkte Indexierung der Jahre wird dem hohen Verknüpfungsaufwand vorgezogen.

Die IT-Abteilung der DNB kündigt an, dass der Umfang der in den drei Normdateien anstehenden Veränderungen keinen Raum lassen wird, nach dem Übergang zu GND noch über einen längeren Zeitraum einen parallelen Datenaustausch im MAB-Format zu organisieren. Klar ist, dass ein Übergangsszenario entwickelt werden muss, das allen Beteiligten Zeit für Tests gibt und ggf. den parallelen Aufbau der neuen Datenbankstrukturen ermöglicht. Nur so können die riesigen Datenflüsse bei den nötigen Updates in die Lokalsysteme gemanagt werden.

Den Verbünden ist wichtig, möglichst schnell ein Konzept für den Umgang mit den künftigen und alten überregionalen Normdatennummern von DNB zu bekommen. Dazu gehört auch die Frage der Lieferung von zusammengeführten, umgelenkten Datensätzen und wie bzw. wo diese Umlenkinformationen aufgehoben werden.

DNB sagt zu, sowohl den vollständigen Formatentwurf, als auch Konzepte für die Übergangsphase und die Normnummern bis Ende 2009 zu liefern. Einzelfragen werden laufend über eine Mailingliste abgestimmt.


(mod)

Fortbildungen/ Veranstaltungen

Bericht

Erstkontakt mit WinIBW3

Um sämtliche Anwender nicht weiter auf die Folter zu spannen, veranstaltete die Verbundzentrale Anfang Oktober eine Informationsveranstaltung zur schon lange angekündigten aber noch immer mit vagen Vorstellungen behafteten WinIBW3.


Die Besucher der Informationsveranstaltung, zum großen Teil Katalogisierer, waren in ihren Kenntnissen teils durch eine Testnutzung vorbelastet, teils ohne Vorkenntnisse bzgl. dieser Version. Ihnen wurden die WinIBW3 im Laufe der Veranstaltung näher gebracht. Eindeutige Schwerpunkte lagen auf den Unterschieden zur WinIBW2 (PDF) und dem Ersatz für die Makro-Funktion; ein Thema, das in aller Munde war.

Mit Beispielvorführungen und eigenständigen Anwendungsversuchen auf den Schulungsrechnern konnten die Teilnehmer sogleich die Funktionen testen und stießen dabei auf Fragen und Fehler, die ohne eine Routine in der täglichen Arbeit mit WinIBW nur schwer aufzudecken waren.


Allen Teilnehmern auf diesem Wege noch einmal: Herzlichsten Dank. Nicht nur Sie haben bei der Veranstaltung etwas gelernt.

Jule Mildner E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale
Bericht

HeBIS Online Fernleihe-Anwendertreffen am 28.09.2009

Am 28.09.2009 trafen sich 40 Fernleihpraktiker zum HeBIS Online Fernleihe-Anwendertreffen in den Räumen der Goethe Universität Frankfurt. Nach einem Vortrag zum aktuellen Stand der Online-Fernleihe  wurden aktuelle Fernleihthemen angesprochen.


U.a. wurden folgende Themen diskutiert:
  • Das Hessische Leihfristmodell mit vier Wochen Leihfrist und 8 Wochen Kulanzfrist wurde von den Teilnehmern grundsätzlich positiv bewertet. Als Vorteil wird angesehen, dass damit keine lästigen Verlängerungsanfragen mehr bearbeitet werden müssen.

  • Anpassungen auf dem Bestellformular:
    Es wurde die Variante der 8,-- Euro Mehrkosten (per Mousecklick aktivierbar), die demnächst auf dem Bestellformular erscheinen soll, vorgestellt.
    Der Vermerk „Ich akzeptiere Mehrkosten“ bzw. „Ich wünsche keine Mehrkosten“ auf dem Bestellformular sollte grafisch besser hervorgehoben werden. Dies wurde als einhelliger Vorschlag in der Runde formuliert.

Anschließend stellte Frau Kraus (UB Frankfurt) die Aufgaben der regionalen Buchtransportzentrale der UB Frankfurt vor und es wurde über die praktischen Erfahrungen berichtet.

Ein ausführliches Protokoll des Treffens wird demnächst auf den HeBIS Internetseiten bereitgestellt.



 
 
 
 
  
 
 


Günter Pietzonka
Bericht

HeBIS-Portal-Schulung fand regen Zuspruch

Im Rahmen der Internen Fortbildung an der Universitätsbibliothek Frankfurt fand am 9. September 2009 die Schulung „HeBIS -Portal“ mit 15 TeilnehmerInnen statt. Zielsetzung der Schulung war die Einführung der Kollegen und Kolleginnen aus dem Bibliothekssystem Frankfurt in die Benutzung des Verbundportals.  Die Veranstaltung wurde hinsichtlich der beiden Gesichtspunkte "Anwendung für die Benutzer" und "Fachpersonal" ausgerichtet.

Bei der Durchführung der Schulung galt das „Learning by doing“- Prinzip, so dass die Teilnehmer die Möglichkeit bekamen, die Handhabung des Portals selbst auszuprobieren und entstehende Fragen sofort während der Fortbildung zu klären.


Der Inhalt der Veranstaltung setzte sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • kurze Vorstellung des Portals
  • Anmeldung
  • Recherche in diversen Katalogen und Trefferanzeige 
  • Bestellung (Lokale, Fernleihe, Freie Bestellung)
  • Merklisten erstellen, speichern, verschicken etc.
  • Benutzerdaten (Status der Bestellung, Passworte für LS und FL)
  • Besonderheiten der Bestellung bei den Zeitschriften, Aufsätzen und Online-Ressourcen
  • Tipps und Tricks bei der Bestellung von mehrbändigen Werken
  • Hilfe/Info zum Portal
  • Diskussionsrunde/ Fragestellungen

Die Veranstaltung verlief produktiv, worauf die gestellten Fragen, die anschließende Diskussion und das positive Feedback hindeuteten.    


Fragen?

Ihre Ansprechpartnerin in der Verbundzentrale:

Evgenia Heinz

(069) 798 39 657
e.heinz@ub.uni-frankfurt.de




HeBIS-Portal
(hei)
Nachrichten

Pica Partner-Meeting in Montpellier

Am 15./16.09.2009 fand in Montpellier das jährliche Pica Partner-Meeting statt.

Neben den Vertretern des HeBIS-Verbundes nahmen alle deutschen Pica-Bibliotheksverbünde und die Deutsche Nationalbibliothek teil. Des weiteren waren Mitglieder des französischen Bibliotheksverbundes ABES vertreten, Pica-Partner aus Australien wurden per Online-Konferenz zugeschaltet. Die Vertreter von OCLC Pica bericheten schwerpunktmässig über die Weiterentwicklung des CBS. Die Partner hatten Gelegenheit, ihre Vorstellungen und Prioritäten einzubringen.

Das nächste Pica-Partner-Meeting wird im September 2010 in Konstanz stattfinden.
(tak)

Der Aperitif

Buchmesse 2009
Unser aktueller Buchtip

Passend zur Buchmesse 2009 möchten wir Sie auf eine Publikation hinweisen, die dem Bibliothekswesen in gewisser Weise ein Denkmal setzt:

The Librarian's Book of Quotes
/  compiled by Tatyana Eckstrand.
Die Herausgeberin hat fast 300 Zitate rund um die Welt der Bibliotheken, der Menschen, die sie nutzen und die dort arbeiten, gesammelt. Einiges davon wird Ihnen aus Ihrer Praxis  bekannt vorkommen, z.B.:



Shera's Two Laws of Cataloguing:
Law #1: No cataloger will accept the work of any other cataloger.
Law #2: No cataloger will accept his/her own work six months after the cataloging. 
 — University of Illinois, Graduate School of Library Science. Occasional Paper #131, Dec. 1977. Jesse SHERA.






The Librarian's Book of Quotes

Compiled by Tatyana Eckstrand
ALA Editions, 2009,
ISBN: 978-0-8389-0988-1
http://www.alastore.ala.org/detail.aspx?ID=2635



(tak)
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