HeBIScocktail
Ausgabe: 2011-1
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


Wir hoffen Sie hatten einen guten Rutsch ins neue Jahr und können auf viele schöne Momente zurückblicken.


Auch die HeBIS-Verbundzentrale hatte ein ereignisreiches Jahr 2010. Die Einführung des neuen Hierarchienmodells, die Umstellung auf das GKD-Online-Verfahren und diverse weitere Errungenschaften, Diskussionen und Einsichten haben das Jahr geprägt. Wir bedanken uns an dieser Stelle für Ihre gute Mitarbeit!


Im Jahre 2011 geht es in der hessischen Bibliothekslandschaft interessant weiter. Dieses Mal berichtet der HeBIScocktail unter anderem über:

  • Die HeBIS-SRU-Schnittstelle zu Worldcat

  • Statistiken der Fernleihe und myCC-Dienste

  • Die Schulungsveranstaltungen der HeBIS-Verbundzentrale und das BSZ-Kolloquiums Ende des letzten Jahres

Wir sind gespannt, was das neue Jahr noch alles bringen wird und wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.


Ihre HeBIS-Verbundzentrale

Aktuell

Aktuelle Nutzung der myCC-Dienste

Im März 2009 wurde der erste elektronische Current-Contents-Dienst¹ der Verbundzentrale freigeschaltet. Inzwischen sind auf der myCC-Seite (mycc.hebis.de) fünf Online-Contents-Kataloge zu finden:


Tabellarische Übersicht

Die tabellarische Übersicht zeigt:

Aufzählungszeichen blauer Pfeilwie viele Nutzer sich pro Katalog angemeldet haben
Aufzählungszeichen blauer Pfeilwie viele Emails mit Inhaltsverzeichnissen zu den Zeitschriften seit Inbetriebnahme versendet worden sind

myCCL myCCBio myCCK myCCFT myCCO
Start 03/09 09/09 11/09 02/10 05/10
Gesamtzahl angebotener Zeitschriften 395 1.738 198 223 35
Anzahl abonierter Zeitschriften 395 920 185 77 25
Angemeldete Nutzer 296 143 101 1 7
Versendete E-Mails in 2009 7.034 2.887 749 - -
Versendete E-Mails in 2010 18.278 18.655 7.846 166 54


Bilddiagramm

Das Balkendiagramm zeigt eine Monatsübersicht der versendeten Emails aus dem vergangenen Jahr für die drei großen Kataloge der Linguistik, der Biologie und der Komparatistik.




¹ Einführende Berichte zu My Current Contents finden Sie in der HeBIScocktail-Ausgabe 2/2009 und der Sonderausgabe Bibliothekartag 2010 (PDF).

Martina Sinkovic
HeBIS-Verbundzentrale, IT
Neue Umschriftnormen aus dem DIN

Der zuständige Arbeitsausschuss "Transliteration und Transkription" im Normenausschuss Bibliotheks- und Dokumentationswesen im DIN hat zwei weitere Projekte abgeschlossen und legt als Ergebnis seiner Arbeit Umschriftnormen für das hebräische und das arabische Alphabet in einer vollständigen Überarbeitung vor.

Im Januar 2011 ist DIN 31636, Information und Dokumentation – Umschrift des hebräischen Alphabets erschienen. Hier hatte insbesondere der teilweise fehlerhafte Druck der hebräischen Buchstaben in der Vorgängerausgabe eine Überarbeitung notwendig gemacht, die für weitere Verbesserungen genutzt wurde. So wurden die Erläuterungen und Beispiele gründlich überarbeitet und den hebräischen Buchstaben in den Umschrifttabellen die Unicode-Werte beigegeben.


Hebräische Schrift © pixelio.de

Die Norm berücksichtigt die aus der jahrzehntelangen Anwendung der DIN 31636 gewonnenen Einsichten und Desiderata und ist deshalb besonders anwenderfreundlich. Sie ist in der Wiedergabe der Grundbuchstaben des Alphabets identisch mit der Transliterationstabelle der American Library Association/Library of Congress (ALA-LC) und übernimmt auch die dort angewandten Transliterationsregeln des Hebräischen und Jiddischen. Damit trägt die revidierte Norm vor allem den Entwicklungen des modernen Hebräisch Rechnung und strebt mit der Übernahme der angloamerikanischen Regeln die Anbindung an eine internationale Standardisierung an, welche den zukünftigen Datenaustausch wesentlich vereinfachen wird.

Ebenfalls neu erscheinen wird in wenigen Wochen eine Neuausgabe der DIN 31635, Information und Dokumentation — Umschrift des arabischen Alphabets für die Sprachen Arabisch, Osmanisch-Türkisch, Persisch, Kurdisch, Urdu und Paschtu. Die Erstellung dieser Norm war besonders aufwändig, da sie aktuelle, teilweise auch wechselnde sprachliche Entwicklungen in verschiedenen Ländern berücksichtigen musste.

Die bisherige Norm wurde für Arabisch und Persisch geringfügig, für Osmanisch-Türkisch, Kurdisch und Paschtu jedoch grundsätzlich revidiert. Die Norm wurde für Urdu nur hinsichtlich der Umschrifttabelle geändert.

Zur Verbesserung der Anwenderfreundlichkeit wurde die Norm neu strukturiert, indem die Umschriften der verschiedenen Sprachen so getrennt wurden, dass jede Sprache in einem eigenen Abschnitt behandelt wird. Die Hinweise zur Transliterationsarbeit bzw. Umschriftvorgaben wurden für jede Sprache speziell angepasst und teilweise erweitert. Wie bei allen Normen des Arbeitsausschusses wurden den Umschrifttabellen die Unicode-Werte der arabischen und zusätzlich der mit diakritischen Zeichen versehenen lateinischen Buchstaben hinzugefügt.

Die Norm bezogen auf Arabisch und Persisch beruht weitgehend auf der 1935 vom Internationalen Orientalistenkongress angenommenen Empfehlung. Die für diese Sprachen vorgesehenen Umschrift¬tabellen sind fast identisch mit der Transliterationstabelle der ISO 233:1984. Die Norm unterscheidet sich von dieser aber in einzelnen Zusatzbestimmungen, die ausführlich erläutert werden.

Die Umschrifttabelle im Abschnitt für das Arabische ist auf die klassische und auf die moderne arabische Schriftsprache anwendbar. Für die Umschrift des Osmanisch-Türkischen, das in der Türkei bis 1928 Verwendung fand, wird auf eine Umschrifttabelle verzichtet und stattdessen eine Empfehlung für bestimmte Referenzwerke gegeben. Der Abschnitt Persisch gilt allgemein für die Staatssprache Irans wie für das Dari, das neben dem Paschtu offizielle Sprache in Afghanistan ist. Alle Dokumente in der pakistanischen Staatssprache wie der in Indien in der Regel Hindustani genannten Sprache sind nach der Vorgabe in Abschnitt 9 „Urdu“ zu transliterieren.

Beide Normen sind als Druckausgabe und/oder E-Book beim Beuth-Verlag (www.beuth.de) erhältlich.

Rita Albrecht
Obfrau des Arbeitsausschusses Transliteration und Transkription
SRU-Schnittstelle zu WorldCat

HeBIS-lein geht allein in die neue Welt hinein


Am 01. Dezember 2010 ging die SRU-Schnittstelle (Search / Retrieve via URL) zwischen dem Hessischen Bibliotheks- und Informationssystem (HeBIS) und WorldCat (http://www.worldcat.org/) nach erfolgreichen Testläufen in Echtbetrieb.

Mit dem neuen Verfahren werden Daten des HeBIS-Verbundes in Echtzeit in WorldCat aktualisiert. HeBIS ist der erste deutsche Verbund, der seine Daten über SRU mit WorldCat synchronisiert.

Bislang lieferte er, wie alle anderen deutschen Verbünde, seine Daten in wöchentlichen Datenpaketen an WorldCat.


Der Weg war steinig

Zunächst waren zahlreiche Telefonkonferenzen mit den Kollegen in Leiden und Dublin/Ohio notwendig, um die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit zu definieren.

In einem ersten Schritt war es dann erforderlich, in der HeBIS-Datenbank die Titeldatensätze mit eindeutigen OCLC-Kontrollnummern (OCN) zu versehen. Diese wurden anschließend in die Lokalsysteme übernommen.

Alle HeBIS-Bibliotheken, die ihre Titeldaten in WorldCat aktualisieren wollten, bekamen jeweils ein OCLC-Symbol; eine Art Sigel, mit der die Bibliotheken in WorldCat identifiziert werden können. Aus praktischen Gründen wurde das neue Verfahren zunächst nur für Monographien eingerichtet. Da sich das übliche MARC21-Format stark von OCLC-MARC21 unterscheidet, mussten die für die Monographien verwendeten Kategorien abgeglichen werden. Für die Erstellung der passenden Konversionstabelle wurde viel Arbeitszeit investiert.

Nach der Weiterentwicklung der MARC21/OCLC-Schnittstelle werden weitere Materialarten folgen.


Der Ablauf

Die Datensätze werden mit Hilfe eines sogenannten „Pusher-Prozesses“ auf die Reise zum WorldCat geschickt. Dieser überwacht alle Änderungen in der Datenbank. Sobald ein Datensatz neu eingetragen oder geändert wird, überprüft der Pusher-Prozess anhand einer Filtertabelle, ob die entsprechende Materialart online übertragen werden soll.

Im positiven Fall wird in der „Library-Tabelle“ kontrolliert, ob die Bibliothek ein OCLC-Symbol hat. Ist auch das der Fall, wird der Datensatz mithilfe einer Formattabelle nach OCLC-MARC21 konvertiert und an die WorldCat-Datenbank geliefert.

Direkt nach der Eintragung meldet WorldCat dem Pusher-Prozess die erfolgreiche Aktualisierung in der WorldCat-Datenbank. Falls der Titel neu ist, wird dem Pusher-Prozess dabei gleichzeitig die neue OCN übergeben, welche dieser in die entsprechende Kategorie in der HeBIS-Datenbank einträgt. Die auf diese Weise übertragenen HeBIS-Daten stehen sofort in der WorldCat-Datenbank zur Verfügung.

Dr. phil. nat. Suat Suna
HeBIS-Verbundzentrale, IT

Themen

Kommunikation im Test: HeBIS-Chat

Seit dem 16. November 2010 sind die Mitarbeiter der HeBIS-Verbundzentrale auch via Chat zu erreichen. Das Chat-Formular kann über die HeBIS-Webseiten, das HeBIS-Portal oder den Verbundkatalog aufgerufen werden.


Kaum war der Chat verfügbar, meldeten sich bereits die ersten Fragesteller. Die positive Resonanz blieb erhalten und pro Tag gehen mehrere Anfragen ein.

Die Schwerpunkte der Fragen liegen bei der Fernleihe, der Anmeldung, der Ausleihe, der Literaturrecherche, dem Zugriff zu Online-Ressourcen und Problemen bei vergessenen Kennwörter.

In vielen Fällen haben wir die Möglichkeit, den Nutzern direkt und unkompliziert weiterzuhelfen, zum Beispiel bei Anfragen zu vergessenen Fernleihpasswörtern oder bei Literaturrecherchen.

Bisher betrifft die überwiegende Anzahl der Fragestellungen jedoch lokale Begebenheiten der einzelnen Bibliotheken – den meisten Fragenden scheint nicht bewusst zu sein, dass ihr Ansprechpartner die HeBIS-Verbundzentrale ist. In diesen Fällen muss auf die jeweiligen lokalen Ansprechpartner verwiesen werden, um den Nutzern zumindest einen Schritt weiterzuhelfen.

Nach Beendigung des Chats erhält der Nutzer automatisch ein Chat-Protokoll mit dem kompletten Text des Chats an seine Email-Adresse, sofern er eine angegeben hat.


Von Seiten der Verbundzentrale haben sich 4 Personen dazu bereiterklärt, sich nach einer entsprechenden Schulung aktiv an der Bearbeitung der eingehenden Fragen zu beteiligen – und damit auch ein für sie bisher unbekanntes Neuland zu betreten.

Mit diesen 4 Personen kann in der Regel gewährleistet werden, dass der Chat montags bis freitags von 10:00 bis 16:00 zur Verfügung steht.

Noch bis Mitte Februar läuft der HeBIS-Chat als Betatest weiter. Über eine Übernahme in das reguläre Kontaktangebot der HeBIS-Verbundzentrale wird danach entschieden.


HeBIS-Chat ist ein Modul von InfoPoint, einem kooperativ organisierten digitalen Auskunftsdienst von Bibliotheken für ihre Benutzer, der 2004 im Frankfurter Konsortium gestartet wurde.


Zu guter Letzt möchten wir noch einen Nutzer zitieren, der unseren Chat mit den folgenden Worten kommentierte: „Vielen Dank. Das mit dem Chat ist ja wirklich eine tolle Sache!“



Näheres zum Chat finden Sie auf unseren Webseiten:


Aufzählungszeichen blauer PfeilInformationsseiten des HeBIS-Chat

Aufzählungszeichen blauer PfeilNews: HeBIS, live im Chat

Tatjana Rabeneck
HeBIS-Verbundzentrale, BD
Bericht
BSZ-Kolloquium 2010 in Karlsruhe

Im Südwestverbund (SWB), der die Bundesländer Baden-Württemberg, Sachsen und das Saarland umfasst, wird seit 2004 PICA als Verbundsoftware eingesetzt. Zentraler Dienstleister ist das Bibliotheks-Service-Zentrum (BSZ) in Konstanz. Als zentrale jährliche Veranstaltung dient das BSZ-Kolloquium. Das 11. BSZ-Kolloquium fand am 28. und 29. September mit über 340 Teilnehmern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe statt. Das KIT entstand aus dem Zusammenschluss von Technischer Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Die Folien der Vorträge stehen hier zur Verfügung: 11. BSZ-Koloquium

Auf einige der Vorträge will ich im Folgenden eingehen:


Aufzählungszeichen blauer PfeilRDA

Aufzählungszeichen blauer PfeilGND

Aufzählungszeichen blauer PfeilNachlasserschließung im Verbund

Aufzählungszeichen blauer PfeilNeues aus dem Verbund

Metadaten für E-Books Neueinspielung der RVK Bibliographien im Verbund SRU/SW Aktivitäten der Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur (KII) Shared Recommendations Digitalisierung mit dem System DWork Arbeiten am Hochschulschriftenserver OPUS

Aufzählungszeichen blauer PfeilaDIS|BMS

IBS|BW

Aufzählungszeichen blauer PfeilKOHA

Aufzählungszeichen blauer PfeilFazit


Einer der Schwerpunkte des Kolloquiums waren die RDA (Resource Description and Access) als voraussichtlich neues Katalogisierungsregelwerk, das in Deutschland die RAK ablösen soll, und der Stand zur Zusammenführung der Normdateien PND und GKD in der Gemeinsamen Normdatei (GND). Hierzu gab es am Vormittag jeweils einen Vortrag und am Nachmittag je einen Workshop, die einen sehr guten Eindruck davon gaben, was auf die Bibliothekarinnen und Bibliothekare zukommen kann.


RDA

(Christiane Frodl, DNB)

Die RDA sollen als international anwendbares Regelwerk dienen, das im englischsprachigen Bereich das bisherige Regelwerk AACR2 ablöst, aber auch für andere Länder adaptierbar sein ist. Hierdurch soll der Datenaustausch erleichtert werden. Theoretische Basis sind die Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR). Titel werden in den FRBR logisch strukturiert in Work (z.B. dem Werk eines Autors), Expression (z.B. einer Übersetzung), Manifestation (z.B. der Auflage eines Buches) und Item, (z.B. dem konkreten physischen Buch). Außerdem enthalten die FRBR Regeln für die Strukturierung von Normdaten zu Personen und Körperschaften (Authority Files) sowie zur inhaltlichen Erschließung. Dies soll sich in den RDA widerspiegeln.

Der Verfasser dieses Artikels muss gestehen, dass er sich ein neues Regelwerk anders vorgestellt hätte. Er hat aus der Veranstaltung mitgenommen, dass es wesentlich weniger feste Regeln gibt als in AACR2 oder RAK. Beim Ziel eines besseren Datentausches hätte er eigentlich striktere Regeln erwartet. Die Großzügigkeit bezieht sich einerseits auf die Titelbeschreibung, die bei der Verfasserangabe 1:1 vom Titelblatt übernommen werden kann, aber nicht muss. Das bezieht sich sowohl auf Groß- / Kleinschreibung als auch auf die Angabe von akademischen Titeln oder Tätigkeitsorten. Diese Flexibilisierung hat keine wesentlichen Änderungen beim Retrieval zur Folge. Viel drastischer ist die Vorgabe, dass mindestens 1 Verfasser erfasst werden muss, es können aber auch mehr als die bisher üblichen drei sein. Beides kann dazu dienen, per Harvesting oder mit OCR eingesammelte Daten in den Katalog ohne große Nacharbeiten zu übernehmen.

Man kann es auch positiv sehen: es ist erlaubt, mehr Informationen im Katalog unterzubringen, als das bisher der Fall war. Niemand muss mehr, wie bei der Einführung der RAK-WB, Informationen löschen. Für die jüngeren Leser: damals Ende der 70er Jahre wurde der zweite Vorname der Verfasser auf die Initiale gekürzt. Es war auch lange üblich, einen 2. Herausgeber, der aus praktischen Gründen von einer Verbundbibliothek erfasst worden war, wieder herauszulöschen.

Mit dem neuen Regelwerk hat man sich anscheinend darauf geeinigt, dass man unterschiedliche Arten der Katalogisierung erlaubt, und nur einen losen Rahmen vorgibt. Wie sich das mit dem Ziel des verbesserten Datentauschs verträgt, wird sich zeigen.

Dass insgesamt die Abweichungen von den AACR geringer ausfiel, als auf Grund der FRBR zu erwarten war, dass diese auch zurückstecken mussten, war für den Verfasser keine Überraschung. Erstaunlich ist, dass es überhaupt nennenswerte Änderungen gegeben hat.

Grundsätzlich müssen noch Gremien in den USA (im Jahr 2011) und daran anschließend in Deutschland über den Einsatz von RDA an Stelle der bisherigen Regelwerke entscheiden.

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GND

(Silke Horny, BSZ)

Beschlossen ist die Zusammenführung der Normdateien PND, SWD und GKD zur GND (Gemeinsamen Normdatei).

Vor einigen Jahren wurden die Personennormdaten aus der SWD in die PND übernommen und zu je einem Eintrag pro Person zusammengeführt. Die Personennamen werden zwar unterschiedlich angezeigt, je nachdem, ob der Normdatensatz im Verfasserfeld (z.B. Johannes Paulus ) oder im Schlagwortfeld (z.B. Johannes Paul ) verwendet wird, sie kommen jedoch aus demselben Datensatz. In der GND sollen analog hierzu die Körperschaftsnormdaten aus GKD und SWD zusammengeführt werden. Die Unterschiede liegen allerdings bei Körperschaften nicht nur in der Namensform, wie in der PND, sondern auch in den Entitäten. In der SWD werden alle Namensformen von Körperschaften unter der neuesten Form in einem Datensatz vereinigt, während die GKD in vielen Fällen den Namen neu ansetzt mit Verweisungen vom früheren bzw. späteren Namen. Ein typisches Beispiel hierfür sind Schulen. Soweit möglich soll die Zusammenführung maschinell geschehen.

Das Projekt ist mit einem engen Zeitplan versehen. Das ehrgeizige Ziel besteht darin, die GND Ende 2011 einzuführen. Die Schließzeit soll möglichst kurz sein. Alle Verbünde müssen gleichzeitig umsteigen. Vorausgehen müssen Schulungen im Schneeball-System bei allen Katalogisierern in den Bibliotheken.

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Nachlasserschließung im Verbund – ein Dienstleistungsangebot des BSZ für kleinere Einrichtungen

(Wiebke Kassel, BSZ)

Auf Grund des Teilnahmewunsches des Robert-Schumann-Hauses (Zwickau) am Südwestverbund musste vom BSZ kurzfristig die Möglichkeit geschaffen werden, moderne Handschriften und Autographen in der Verbunddatenbank zu katalogisieren, da die Forschungsstätte Bücher und Handschriften unter einer gemeinsamen Oberfläche anbieten will. Eine Abbildung der Struktur des Nachlasses, die in Nachlasssammlungen oft notwendig ist, war in diesem Fall verzichtbar. Für Handschriften wurden im SWB auf der Grundlage der Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) weitere Materialarten im Feld 114X eingeführt, z.B. die Materialart "ledo" = lebenskokument, "korres" = Korrespondenz etc.

Die Erschließungstiefe ist an den RNA orientiert. Außerdem wurden im Bereich der Anmerkungen neue Felder eingeführt, z.B. für Incipit, Beschreibstoff, Erhaltungszustand, Literaturhinweise. Eine Erschließung als Gesamtheit ist noch nicht vorgesehen, aber möglich. Keinesfalls ist an die Wiedereinführung von hierarchischen Strukturen über eine Ebene hinaus gedacht.

Interessant war dabei zu erfahren, dass der SWB das Feld 0500 anders nutzt als die alten PICA-Verbünde: Es wird nur unterschieden nach Druck, Handschrift, Online-Material usw., dagegen sind die Eigenschaften "Kartographisches Material", "Musikalien" usw. in einem anderen Feld (#114X) codiert. Dadurch ergibt sich nicht das aus HeBIS und GBV bekannte Problem, dass die digitalen Karten bei einer Suche nach kartographischem Material nicht gefunden werden können.

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Darüber hinaus gabe es einige interessante Vorträge unter dem Thema "Neues aus dem Verbund", in dem in 5-10-Minuten-Vorträgen über Neuerungen berichtet wurde:

Metadaten für E-Books

(Cornelia Katz, BSZ)

Die AG Kooperative Verbundanwendungen (AG KVA) hat als eines ihrer Ziele die bessere und schnellere Belieferung der Bibliotheken mit Metadatensammlungen zu E-Books von Verlagen benannt. Die AG erstellt Anforderungen an Datenlieferanten für Metadaten (z.B. Formatbeschreibung für MARC21 und ONIX, Liefermodalitäten), und sie entwickelt Verfahren zur koordinierten Betreuung von Metadatenlieferungen für E-Books durch die Verbünde. Im Vortrag wurde das Verfahren des SWB beschrieben. Besonders interessant ist, dass im SWB bei Springer- E-Books die Titelaufnahmen von Druck- und Onlineversion verknüpft werden und dass die Sacherschließungsdaten der Druckversion automatisiert übernommen werden.

Neueinspielung der RVK

(Armin Kühn, BSZ)

Der SWB hatte 2005 RVK-Daten (Notation und Beschreibung) aus dem Bayerischen Bibliotheksverbund übernommen. Hieraus wurden Normdaten erzeugt, mit denen die Titeldaten verknüpft wurden. Die weitere Pflege erfolgte allerdings per Hand, es gab keine Nachlieferungen und Änderungen, aber auch keine ID-Nummern der Datensätze seitens der RVK, die einen solchen Abgleich ermöglicht hätten. Das BSZ hat einen neuen Abzug der RVK erhalten, daraus wiederum Normdaten erzeugt und mit den bisherigen abgeglichen. Es bleibt dann allerdings ein Restbestand an Normdaten, die intellektuell bearbeitet werden müssen. Deshalb soll es einen Round Table mit der UB Regensburg über die technische Weiterentwicklung der RVK geben. Ziel soll eine regelmäßige Lieferung sowohl von Gesamtabzügen der RVK (mit ID-Nummern) als auch von Änderungen und Löschungen sein.

Bibliographien im Verbund

(Dieter Janka, BSZ)

Der SWB bietet, wie auch HeBIS z.B. mit der Hessischen Bibliographie, die Erzeugung von Bibliographien auf Verbundebenen an. Es wurde dargestellt, wie dies technisch realisiert werden kann:

- Eigene ILN mit Lokaldaten (Euregio-Bodensee-Datenbank) - Eigene ELN im Rahmen einer größeren ILN (Saarländische Bibliographie) - Abrufzeichen im Titel (Sächsische Bibliographie Online) - Abrufzeichen im Lokalsatz (Universitätsbibliographie der Universität Hohenheim) Die Bibliographien können im Aussehen (Logo, Farben, Texte) und in Bezug auf Suchschlüssel angepasst werden. Die Anzeige von Besitznachweisen ist selektiv möglich. Die Suche ist den Nutzern aus den Katalogen vertraut.

SRU/SRW

(Cornelia Katz, BSZ)

Ein weiterer Kurzvortrag schilderte die Planungen für die SRU/SRW-Schnittstelle für die Katalogisierung. SRU leitet sich ab aus "Search and Retrieve via URL", d.h. nur lesender Zugriff. Das W in SRW steht für "Write", also den schreibenden Zugriff. Das Verfahren soll bei der Kopplung zwischen Verbundkatalog und Lokalsystemen zum Einsatz kommen und die Z39.50-Schnittstelle ersetzen.

Aktivitäten der Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur (KII)

(Frank Scholze, KIT-Bibliothek)

Frank Scholze, Direktor der KIT-Bibliothek, stellte die Struktur der Kommission und die Aufgaben der Arbeitsgruppen vor. Aus den Themen ergibt sich, dass die Arbeitsergebnisse deutliche Auswirkungen auf das Bibliothekswesen haben werden.

Shared Recommendations

(Michael Mönnich, KIT-Bibl.; ;Marcus Spiering, BibTip GmbH)

Die Software "BibTip" war von 2002-2008 an der UB Karlsruhe entwickelt worden: auf Grund des Aufrufs der Vollanzeige von Titeln im OPAC innerhalb einer Sitzung werden ab einer festzulegenden Schwelle von Titeln Empfehlungen generiert auf der Basis "Nutzer, die Buch A im OPAC in Vollanzeige aufgerufen haben, haben auch Buch B in Vollanzeige aufgerufen". Inzwischen wird das Projekt von einer 2009 ausgegliederten Firma lizenziert und betreut. Es gibt zahlreiche Anwenderbibliotheken.

Die Software wurde deutlich weiterentwickelt. So werden z.B. Bestseller nicht mehr so stark gewichtet. Man muss auch nicht mehr 1-2 Jahre warten, bis eine größere Zahl von Empfehlungen erzeugt wird. Man kann auch die Daten anderer, ähnlich strukturierter Bibliotheken einspielen lassen und diese als zusätzliche Empfehlung verwenden - natürlich nur für Bücher, die im Bibliothekssystem auch vorhanden sind. Dieses Verfahren kann auch bei etablierten Anwendern eingesetzt werden, um andere Bücher in den Focus zu bringen oder um Empfehlungen für Sachgebiete zu bekommen, die an der eigenen Hochschule weniger stark vertreten sind.

Digitalisierung mit dem System DWork

(Thomas Wolf, UB Heidelberg)

DWork umfasst den Workflow für Digitalisierungsprojekte und die Präsentation der Ergebnisse. Die Software ist inzwischen z.B. auch an der ULB Darmstadt und der UB Gießen im Einsatz. Es wurde modellhaft der Workflow vorgestellt.

Arbeiten am Hochschulschriftenserver OPUS

(Christof Mainberger, BSZ)

Die in Deutschland mit etwa 100 Installationen am weitesten verbreitete Dokumentenserver-Software OPUS sollte zunächst auf der Basis der letzten Version 3.3 weiterentwickelt werden. Dabei sollten zusätzliche Anforderungen erfüllt werden, z.B. Nutzung für Forschungsdaten, als Hochschulbibliographie, Weiterverwendung der Daten für Publikationslisten und damit verbunden Eindeutigkeit bei Personennamen. Dabei sollen weiterhin Standardschnittstellen wie z.B. OAI-PMH bedient werden.

Es stellte sich heraus, dass es auf Grund der Anforderungen an die neue Version notwendig war, die Software neu zu programmieren. Dadurch hat sich die Fertigstellung verzögert. Ende 2010 soll OPUS4 freigegeben (inzwischen erfolgt) und im 1. Quartal 2011 auf Workshops den OPUS-Anwendern vorgestellt werden.

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aDIS|BMS

Vorbemerkung: In Baden-Württemberg sollte Mitte der 90er Jahre Horizon sowohl als Verbundsoftware als auch als lokales Bibliothekssystem eingeführt werden. Dies ist an ca. 50 Hochschulbibliotheken geschehen (über einen zentralen Hosting Service des BSZ) sowie an der UB Ulm als Pilotbibliothek, später auch an den UBs Hohenheim und Stuttgart, jedoch nicht beim Verbundkatalog - hier wurde im Jahr 2004 PICA-CBS eingeführt - und ebenfalls nicht bei den anderen Universitätsbibliotheken (Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Tübingen) und den beiden Landesbibliotheken Karlsruhe und Stuttgart.

Handlungsbedarf ergab sich daraus, dass Horizon seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt wird und somit eine Migration auf eine andere Softwarebasis notwendig war. Die Nutzung einheitlicher Software durch eine größerer Zahl an Bibliotheken hätte den Vorteil, dass man bei Änderungen im Zentralsystem auf weniger Softwareprodukte Rücksicht nehmen muss und dass die technische Zusammenarbeit der Bibliotheken erleichtert wird.

IBS|BW

(Hans Peter Großmann, Claudia Pauli, Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ) Ulm)

Im Jahr 2009 bildete sich ein Konsortium aus 43 Hochschulbibliotheken, 4 Universitätsbibliotheken (Ulm, Hohenheim, Stuttgart, Tübingen) sowie den beiden Landesbibliotheken in Baden-Württemberg, das eine Landeslizenz für ein integriertes Bibliothekssystem europaweit ausschrieb. Es sollen sich auch weitere Teilnehmer im Geschäftsbereich des Ministeriums dem Konsortium anschließen können, was inzwischen auch erfolgt ist (UB Freiburg, PH Freiburg). Als Ergebnis der Ausschreibung wurde die Firma aStec GmbH mit der Software aDIS|BMS ausgewählt. Die Software war bisher im wissenschaftlichen Bereich vor allem vom Literaturarchiv Marbach und bei Kalliope bekannt. Sie wird jedoch auch in den Stadtbibliotheken München und Nürnberg sowie dem Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins eingesetzt, also sehr großen Einrichtungen mit einem hohen Anspruch an die Leistungsfähigkeit und eine verständliche OPAC-Oberfläche. Das Projekt läuft beim BSZ unter dem Namen IBS|BW, Start war der 1.1.2010. Die Softwareumstellung der Hochschulbibliotheken wird durch das BSZ vorgenommen, sie soll Ende 2011 abgeschlossen sein. Die Universitätsbibliotheken und die Landesbibliotheken sollen die Migration selbst durchführen.Hier wird über den aktuellen Stand berichtet.

Das Datenmodell sieht vor, dass im Verbundkatalog bei den aDIS|BMS-Bibliotheken nur das Bibliothekssigel (ELN), die Grundsignatur der besitzenden (Teil-)Bibliothek und die Fernleihkondition festgehalten werden. Die Exemplardaten und andere Lokaldaten wie z.B. die lokale Sacherschließung, werden nur noch lokal gehalten. Katalogisierung, Ansigelung, Datendownload und Löschungen sollen mit dem aDIS|BMS-Client über die SRU/SRW-Schnittstelle erfolgen.

Petra Möhringer (HS Offenburg) berichtete über die Erfahrungen als Pilot-Bibliothek bei der Migration. Die Titeldatenübernahme aus dem SWB und Horizon verlief unproblematisch. Die Umstellung der Ausleihe mit 2 räumlich getrennten Standorten erfolgte mit einer Übernahmequote von 99,9 %.

Schwieriger war die Umstellung der Erwerbung. Es konnten ca. 75 % der Bestellungen (Monographien und Fortsetzungen) sowie ca. 50 % der Haushaltsdaten übernommen werden, da sich vor allem bei den Haushaltsdaten die Strukturen stärker unterschieden. Bei den Abonnements von Zeitschriften betrug die Übernahmequote nur 20%, die meisten Abos mussten neu eingerichtet werden. Jasmin Pfaff von der Pädagogischen Hochschulbibliothek Ludwigsburg ergänzte die Ausführungen. Vor allem die Kopplung mit dem Selbstverbucher funktioniert jetzt problemfrei. In beiden Fällen wurden noch Wünsche an Ausleihe und OPAC geäußert.

Die großen Bibliotheken führen die Migration selbst durch. Die Umstellung für die UB Ulm war zum Zeitpunkt des Kolloquiums in Vorbereitung.

Die Berichte haben verdeutlicht, dass eine Migration der eingesetzten Software im Detail sehr schwierig sein kann, da es im Bereich Ausleihe und Erwerbung einen weiten Gestaltungsspielraum bei Datenbankstrukturen gibt. Eine 1:1-Umsetzung ist vermutlich nur in den seltesten Fällen möglich und erfordert zusätzlichen Aufwand neben Schulungen, Hard- und Softwarekosten. Dies ist der Hauptgrund, weshalb Bibliotheken nur selten aus freien Stücken davon Gebrauch machen. Auch auf Verbundseite ist es ein erheblicher Unterschied, ob die Kopplung nur mit der gleichen Software erfolgt, evtl. vom gleichen Hersteller wie im Falle HeBIS, oder ob ein ganzer Reigen von Produkten bedient und vor allem bei Änderungen berücksichtigt werden muss.

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KOHA

Zum Schluss gab es noch einen Vortrag über die Software KOHA. Der Vertrag des Landes Baden-Württemberg für aDIS|BMS betrifft nur die Bibliotheken im Bereich des Wissenschaftsministeriums. Für andere Einrichtungen des Landes (Schulseminare etc.) sollte eine finanziell günstigere Softwarelösung gefunden werden, ebenso für die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg.

KOHA ist eine vollständig web-basierte, integrierte Open-Source-Bibliothekssoftware. Es verfügt über die Module Katalogisierung, Ausleihe, Erwerbung, Zeitschriftenverwaltung und OPAC. Der OPAC setzt dabei Suchmaschinentechnologie ein und bietet einige Web-2.0-Features. Die Community um KOHA ist international. Weltweit wird das System in über 1.000 Bibliotheken und Informationseinrichtungen unterschiedlichster Größe eingesetzt.

Das BSZ betreut das System seit Ende 2009 für die Bibliotheken der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und der Lehrerseminare in Stuttgart und Weingarten. Die Betreuung erfolgt dabei nach dem Modell Software-as-a-Service innerhalb eines umfangreichen Dienstleistungspakets. Die Anpassungen des BSZ fließen in das KOHA-Paket zurück.

Fazit

Der Tagungsbesuch hat sich gelohnt. Ähnlich wie bei den GBV-Verbundkonferenzen stehen praxisnahe Probleme und Entwicklungen im Mittelpunkt. Strukturell unterscheiden sich beide Veranstaltungen deutlich: das Bibliothekskolloquium ist von oben, vom BSZ strukturiert, während beim GBV die Facharbeitsgruppen wesentlich zur Gestaltung der Tagung beitragen. Letzteres könnte sich auch beim SWB entwickeln, wenn die Lokalsysteme stärker zusammenarbeiten.


Ein Bericht zur gleichen Tagung, jedoch mit anderen Schwerpunkten, findet sich bei den Max-Planck-Bibliotheken:
Trip Report 11th BSZ-Kolloquium
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Lothar Kalok
UB Gießen
Fernleihe
Die HeBIS Online-Fernleihe 2010 - Rückblick

Seit 2007 hat sich das Fernleihaufkommen immer stabil über 220.000 Gesamtbestellungen bewegt. Nachdem es im Jahr 2009 einen minimalen Rückgang zu verzeichnen gab, ist für 2010 wieder ein leichter Anstieg festzustellen.

Die Erledigungsquote liegt bei akzeptablen 80 %.

 

HeBIS Online-Fernleihe (inkl. VFL)


Gebende Fernleihe (Aktive Fernleihe)

Die HeBIS Bibliotheken lieferten im Jahr 2010 104.447 (2009: 101.380) Fernleihbestellungen innerhalb des deutschen Leihverkehrs. Davon sind 61.140 (=64%) an Bibliotheken im eigenen Verbund geliefert worden und 43.307 (=36%) an Bibliotheken in den Partnerverbünden.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin bei der Ausleihe von Büchern und beträgt rund  80 % der Gesamtbestellungen. Der Anteil der gelieferten Kopien liegt konstant bei ca. 20.000 Bestellungen.

 

HEBIS Bibliotheken als Lieferbibliotheken (Aktive Fernleihe)


Nehmende Fernleihe (Passive Fernleihe)

Die Endbenutzerbestellung im HeBIS Portal sind in den letzten Jahren geringfügig zurückgegangen und lagen 2010 bei 162.199 Bestellungen.

 

Endbenutzerbestellungen über das HeBIS-Portal



Die arbeitsintensiven Blankobestellungen sind 2010 mit 16409 Bestellungen (2009 18.594; 2007:18314) zurückgegangen. Die nach negativem Umlauf in die Weiterbearbeitungsabteilung fallenden Bestellungen sind 2010 bei 13.426 (Vorjahr: 13603) nahezu konstant geblieben.

Mit FILOU, dem automatisierten Quittierdienst in der HeBIS-Fernleihe, konnten 2010 33.112 (Vorjahr:31.766) Bestellungen automatisch negativ quittiert werden und dem Fernleihpersonal die Arbeit erleichtern.

Verbundübergreifende Fernleihe

Die verbundübergreifende Fernleihe mit den Partnerverbünden ist für unsere Benutzer eine wichtige Quelle bei der Literaturbeschaffung.

Im Vergleich der Lieferungen zwischen den Partnerverbünden ist HeBIS, auf Grund seiner Struktur, ein klassisch „Nehmender Verbund“, d.h. wir bekommen per Saldo mehr Fernleihbestellungen aus den Partnerverbünden geliefert, als dass HeBIS Bibliotheken an die Partnerverbünde liefern.

Bei einer Verlaufsbetrachtung zwischen 2007 und 2010 fällt auf, dass der Anteil der HEBIS Lieferungen an die Partnerverbünde von 36.966 auf 43.031 kontinuierlich gestiegen ist. Demgegenüber sind die Lieferungen aus den Partnerverbünden minimal zurückgegangen und liegen 2010 bei 77.494 Lieferungen. Dementsprechend hat sich die Differenz zwischen Lieferungen von HeBIS und den Partnerverbünden verändert: von 2008: -42.758 auf 2010: -34.463.

 

HeBIS -Lieferungen an die Partnerverbünde


Lieferungen der Partnerverbünde an HeBIS Bibliotheken



Bei weitergehendem Interessen an der HeBIS Fernleihstatistik können die einzelnen Zahlen hier nachgelesen werden. Das konkrete Fernleihaufkommen jeder Bibliothek ist ebenfalls verzeichnet.

Im letzten Jahr haben wir für die Beschleunigung der Fernleihe die elektronische Kopienfernleihe in HeBIS eingeführt. Dieser Dienst wird ab sofort ebenfalls statistisch ausgewertet.


Allen Fernleihmitarbeitern wünsche ich einen erfolgreichen Start in das Fernleihjahr 2012

P.S.: Was einem auf dem Weg zur Arbeit alles begegnen kann:


Günter Pietzonka E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale, BD
Retrokonversion
Retrokonversion an der UB Mainz

Was lange währt …


Bereits 1996 begann in der Zentralbibliothek der UB Mainz das ehrgeizige Projekt „Retrokonversion“. Gestartet wurde mit der rückwirkenden Erfassung der Schriftenreihen - anhand des noch vorhandenen PI-Schriftenreihen-Kataloges (Preussische Instruktionen). Von Beginn an wurde online in HeBIS konvertiert. Die Arbeiten erfolgten im Wesentlichen durch ein Team von Stammkräften der Abteilung Zentrale Katalogisierung, das zeitweise durch zusätzliche Hilfskräfte unterstützt wurde. Dieses Teilprojekt ist inzwischen nahezu abgeschlossen; erfasst wurden ca. 190.000 Datensätze.


In der Zeit von September 1999 bis November 2003 erfolgte die Konversion der Bestände des Freihandbereiches (inkl. Lehrbuchsammlung und Frankreichforschung) sowie der Lesesaalbestände der Zentralbibliothek. Es wurden ca. 84.000 Titel rückwirkend erfasst.


Und die Überlegungen in Sachen „Retrokonversion“ gingen weiter: die noch nicht online verzeichneten Bestände des geschlossenen Magazins der Zentralbibliothek (insgesamt drei Magazinstockwerke) sollten ebenfalls konvertiert werden. Da diese Größendimension vom Stammpersonal nicht zu bewältigen war, entschied man sich für die Vergabe des Projektes an eine Fremdfirma. Im Mai 2007 erfolgte die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten - zunächst begrenzt auf ein Magazinstockwerk. Bereits im Juni 2007 erhielt die Firma MEDEA den Zuschlag. Das Retroteam der Zentralbibliothek erstellte in Zusammenarbeit mit der gesamten Abteilung Zentrale Katalogisierung ein umfangreiches Pflichtenheft, so dass MEDEA nach einer kurzen Erprobungsphase im Februar 2008 mit der Konversion beginnen konnte. MEDEA erhielt auch die Aufträge für die restlichen Magazinstockwerke.


Im März 2010 wurden in Budapest die letzten Datensätze erstellt und damit der Schlusspunkt unter eine sehr angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit gesetzt. Die Firma MEDEA hat äußerst gewissenhaft und weit über die Anforderungen des Pflichtenheftes hinaus gearbeitet. Durch entsprechende Remarks in den Datensätzen und Hinweise in den Bearbeitungsprotokollen, konnten sehr viele Dubletten bereinigt und bestehende Titeldatensätze korrigiert bzw. ergänzt werden.


Das Retroteam der Zentralbibliothek hat die laufenden Arbeiten der Firma MEDEA immer zeitnah begleitet. Um die anfallenden Datenmengen bewältigen zu können, mussten oft zusätzliche Hilfskräfte beschäftigt werden und trotzdem wird der einen oder anderen Bibliothek im HeBIS-Verbund gelegentlich noch ein Remark im Titeldatensatz begegnen; noch sind nicht alle Listen und Protokolle abgearbeitet. Insgesamt wurden von MEDEA ca. 237.000 Datensätze mit knapp 80.000 Remarks erfasst. Zusätzlich zu den meist per Autopsie abzuarbeitenden Remarks, hat das Team der Zentralbibliothek knapp 12.000 Titel, die MEDEA anhand der Katalogkarten nicht konvertieren konnte, selbst bearbeitet.


Alle noch ausstehenden Arbeiten im Bereich der Retrokonversion wie z. B. die Restarbeiten des MEDEA-Projektes (inkl. Rest-AK), die Brentano-Sammlung, Karten und Musikalien, werden nach derzeitiger Planung vom Retroteam in Zusammenarbeit mit dem Stammpersonal der Abteilung Zentrale Katalogisierung erledigt werden.


Und so ist das, was schon lange währt, zu einem ganz großen Stück richtig gut geworden. Wir sind stolz auf die unglaubliche Zahl von ca. 523.000 Titeln, die bisher rückwirkend erfasst und im OPAC nachgewiesen werden konnten - und wir sind zuversichtlich auch das restliche kleine Stück gut werden zu lassen. Zu gegebener Zeit werden wir die HeBIS-Welt an unserem abschließenden Erfolg teilhaben lassen.

Carola Speicher
Projektleiterin Retrokonversion der UB Mainz/Zentralbibliothek

Mitteilungen

Metadaten
Fremddateneinspielung E-Books

DeGruyter Verlagsdaten

Zur Unterstützung der Erwerbungsvorgänge in den Bibliotheken stehen seit Anfang Dezember 2010 die Metadaten zu den DeGruyter E-Books im CBS zur Verfügung. 243 Titel aus den Paketen 2010 wurden ergänzend zu den bereits von den Bibliotheken manuell erfassten Katalogisaten als Fremddaten eingespielt. Neue Lieferungen für die Pakete 2011 werden von HeBIS ins Zentralsystem übernommen.


Onleihe (DiViBib)

Die ekz-Tochter DiViBib in Wiesbaden ist ein Anieter für Online-Ressourcen. Mit der Platform Onleihe hat sie v.a. öffentliche Bibliotheken als Zielgruppe. Von den Bibliotheken lizenzierte Publikationen (E-Books, Hörbücher, Videos und Musik) können dort per online Ausleihe (Onleihe) von den Lesern genutzt werden.

In HeBIS bieten derzeit zwei Einrichtungen diesen Service an: HLB Fulda und StB Worms.

Da die Verzeichnung der lizenzierten Ressourcen in den lokalen OPACs erfolgen soll, wurde ein kompletter Abzug der Verlags-Metadaten ins CBS zur Nachnutzung eingespielt. Mit über 15.000 neuen Titeln sind aktuell fast 20.000 DiViBib-Einträge in der Datenbank zu finden.


ICE Virtual Library

Gemäß dem erweiterten Service der Verbundzentrale wurden von der LHB Darmstadt gelieferte MARC21-Verlagsdaten zu dem E-Book-Paket ICE Virtual Library ins CBS übernommen. Das Produkt enthält 355 Titel zu Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau des Anbieters ICE (Institution of Civil Engineers) Publishing.

Für das Paket hat HeBIS zum ersten Mal ein Produktsigel (unterstützt u.a. den Datentausch zwischen den Verbünden) bei der ZDB beantragt und die Einspielung mit LZI (V357) für nur einen Teilnehmer vorgenommen.

Michaela Konrad
HeBIS-Verbundzentrale, BD
Nationallizenzen
21 weitere Forschungsressourcen für 2011

Durch die Nationallizenzen wird die kostenfreie Nutzung von 21 weiteren großen Datenbanken, Zeitschriftenarchiven und E-Book-Sammlungen deutschlandweit ermöglicht.


Zu den neuen Forschungsressourcen, die im Frühjahr 2011 frei geschaltet werden, zählen umfangreiche Volltextdatenbanken. Dazu gehören:


  • Der literarische Expressionismus Online
    Die Forschungsdatenbank enthält Zeitschriften, Jahrbüchern, Sammelwerken und Anthologien zur gesamtkünstlerischen Bewegung des Expressionismus in Literatur, Musik, bildender Kunst im frühen 20. Jahrhundert

  • Pravda Digital Archiv
    Das Archiv dokumentiert im Volltext alle Jahrgänge der „Pravda“, die bereits vor der Oktoberrevolution gegründet wurde und der KPdSU bis zum Ende der Sowjetunion als Zentralorgan diente

  • The Endocrine Legacy
    Das elektronische Datenbankarchiv enthält vier hochkarätige Fachzeitschriften aus der Endokrinologie für die Zeitspanne zwischen 1917 und 1996


Nähere Informationen finden Sie auf www.nationallizenzen.de:

Aufzählungszeichen blauer Pfeil Pressemitteilung DFG unterstützt den Ankauf neuer Nationallizenzen – Datenbanken, Zeitschriftenarchive und E-Book-Kollektionen werden kostenfrei zugänglich

Aufzählungszeichen blauer Pfeil Bewilligungen für Nationallizenzen 2011

(miju)
Neu
HeBIS-Broschüre

Quadratisch kompakt und informativ, das ist die neue Broschüre. In ihr stellt der HeBIS-Verbund sich, seine Arbeit und seine Dienstleistungen kurz und bündig vor.


Ein PDF steht auf unseren Webseiten zum download bereit.



(miju)
Personalia
HeBIS-Verbundzentrale intern

Personelle Veränderungen in der HeBIS-Verbundzentrale:


Fr. Evgenia Heinz aus dem Bereich HeBIS-Portal und HeBIS-Verbund-OPAC und Hr. Dr. Claus Weiland aus dem Bereich Zeitschriftenserver/Metadaten (Nationallizenzen) haben die HeBIS-Verbundzentrale verlassen.


Fr. Tanja Kindt (Bereich: Öffentlichkeitsarbeit) hat ihre Mutterschutzfrist im November begonnen.


Eine neue Kollegin unterstüzt die Verbundzentrale im Bereich Öffentlichkeitsarbeit:

Kea Cordlandwehr, Tel. 069 798-28973

(kec)

Fortbildungen/ Veranstaltungen

Ankündigung

EMEA Regional Council 2011 - Annual Meeting

Am 2. und 3. März 2011 findet das zweite OCLC Regional Council für Mitgliedsinstitutionen und Interessierte aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Das von den Mitgliedern festgelegte Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet: „Breaking down barriers to knowledge”. Damit sich alle Teilnehmer aktiv beteiligen können, hat das Programmkomitee bewusst Themen aus der Praxis gewählt und entsprechende Redner aus den eigenen Reihen eingebunden. Die Teilnehmer erwarten Vorträge und Workshops zur Weiterentwicklung der Dewey Dezimal Klassifikation (DDC), Neues auf dem Gebiet der Mobil-Technologien, Digitalisierung von Spezialsammlungen oder Updates zu OCLC Metadatendiensten und OCLC Web-Scale Management Services.


Für die Veranstaltung konnten zwei renommierte Hauptredner verpflichtet werden. Dieter Fellner, Professor für Informatik an der TU Darmstadt und Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) und Experte auf dem Gebiet der Computergrafik, und Lester Madden, Gründer und Herausgeber von AugmentedPlanet.com, einem Unternehmen, das sich eingehend mit der computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung, der sogenannten “Augmented Reality“, beschäftigt.


Die Veranstaltung bietet sowohl den Mitgliedern als auch den OCLC-Führungskräften eine gute Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu kommen, aktuelle Bibliotheksentwicklungen zu diskutieren und Gespräche zu führen. Jay Jordan, CEO und Präsident von OCLC, wird ebenfalls in Frankfurt sein und den Teilnehmern wie schon beim Regional Council Meeting im März 2010 in Leiden (Niederlande) die Entwicklungen und Ergebnisse des letzten Jahres präsentieren. Im Anschluss wird es noch Zeit für Fragen und Diskussionen zur strategischen Ausrichtung von OCLC und die Bedeutung für die Gemeinschaft geben.


Das Treffen markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg von OCLC zu einer globalen Organisation, die sich bei ihren Entscheidungen und Strategien von den Mitgliedsbibliotheken leiten lässt. Die jährlichen Treffen dienen somit auch dem besseren Verständnis für die verschiedenen kulturellen, wirtschaftlichen und geographischen Interessen innerhalb der Mitgliedergemeinschaft, zu der ca. 27.000 Bibliotheken, Archive und Museen gehören, die mit OCLC zusammenarbeiten, um die Serviceangebote für ihre Nutzer zu verbessern, Kosten zu minimieren und zukünftige Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.


Seit der Neustrukturierung der Leitungsgremien 2009 sind an die Stelle des früheren Members Council drei Regional Councils getreten, die die Interessen der Mitglieder aus den Regionen Amerika, EMEA und Asien-Pazifik vertreten. Diese nominieren und wählen die Delegierten für das Global Council als oberstem Mitgliedergremium. Aktuell gibt es dort zehn gewählte EMEA Delegierte. Herr Dugall, Direktor der Universitätsbibliothek in Frankfurt am Main, ist derzeit Vizepräsident des Global Council und wirrd demnächst die Präsidentschaft übernehmen.


Alle EMEA Mitgliedsinstitutionen, aber auch alle anderen interessierten Bibliotheken, Archive und Museen sind von OCLC herzlich eingeladen, nach Frankfurt zu kommen.



Weitere Informationen sowie organisatorische Details zur Teilnahme finden Sie auf der OCLC-Homepage unter: www.oclc.org/de/de/councils/emea/meetings/2011annual/default.htm

Das komplette Programm können Sie einsehen unter: www.oclc.org/de/de/councils/emea/meetings/2011annual/agenda.htm

Die kostenlose Registrierung ist möglich unter: www3.oclc.org/app/emea/council/de/

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an deutschland@oclc.org



OCLC Termine zum vormerken

2./3. März 2011 EMEA Regional Meeting, Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt (s.o.)
12. Mai 2011 OCLC Informationstag, Frankfurt (Details und Programm werden rechtzeitig bekanntgegeben)
4. Mai 2011 LBS-Anwendertreffen für HeBIS-Bibliotheken, Universität Frankfurt (Details und Agenda werden rechtzeitig bekanntgegeben)

(ria)
Bericht

GKD Schulungen


Schulung © Rainer Sturm / pixelio.de

Vor der geplanten Einführung der GND (Gemeinsame Normdatei) im Jahre 2012 hat die HeBIS-Verbundzentrale nochmals die nachgefragten Schulungen zum Thema Körperschaften angeboten. Behandelt wurden die noch gültigen Ansetzungsregeln der GKD (Gemeinsamen Körperschaftsdatei). Nach Einführung der GND werden bis zum Umstieg zur RDA nur dann die sogenannten "Übergangsregeln" verbindlich.


Eine "Standard-Veranstaltung" mit Elisabeth Pitz (GKD-Zentralredaktion, SSB Berlin) als Referentin und 18 Teilnehmer/innen aus allen Lokalsystemen fand im Oktober statt.

Eine weitere spezielle GKD-Schulung wurde für den Kreis der Katalogisierer/innen von nicht-lateinischen Schriften im November durchgeführt. Bei diesem Termin wurde deutlich, wie schwierig es mittlerweile ist, eine Testumgebung zur Verfügung zu stellen, die praxisnahe Übungen ermöglicht.


Monika Denker
HeBIS-Verbundzentrale, BD
Bericht

HeBIS Online Fernleihe-Anwendertreffen am 08.11.2010

Am 8. November fand das Online-Fernleihe Anwendertreffen 2010 in den Räumen der Goethe-Universität Frankfurt statt. 60 Kolleginnen und Kollegen aus den Fernleih-Abteilungen der HeBIS-Bibliotheken nahmen teil und diskutierten über aktuelle Probleme und Fragen des Fachbereichs.


Während des Programms wurden neue Teilnehmer vorgestellt, eine Übersicht der verbundübergreifenden Fernleihe gegeben und über die Altbestand-Digitalisierung berichtet. Erfahrungsberichte aus Bibliotheken rundeten die Veranstaltung ab.

Hauptthema des Treffens war die Einführung der elektronischen Kopienfernleihe in HeBIS.


Das Anwendertreffen bietet Fernleih-Fachpersonal die Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus der Leihverkehrsregion Hessen/Rheinhessen auszutauschen.

Günter Pietzonka
HeBIS-Verbundzentrale, BD
Bericht

Schulung zur Katalogisierung von Online-Materialien

Die HeBIS-Verbundzentrale hat am 18.11.2010 eine Schulung zur Katalogisierung von online Materialien durchgeführt. Dabei wurde über diverse relevante Themen aus dem Bereich referiert, diskutiert und gearbeitet.

Behandelt wurden Produktsigel für Datenbankprodukte und E-Book- oder E-Journal-Pakete, die in der ZDB-Sigelstelle erfasst und gepflegt werden.

Weiter Informationen finden Sie hier

(kec)
Bericht

VBScript Schulung

Im Jahre 2010 gehörte zum Schlungsangebot der Verbundzentrale ein Einführungskurs zum Skripting für WinIBW2 mit Visual Basic Script (VBScript).


Den 21 Teilnehmern aus allen HeBIS-Lokalsystemen wurden während der ganztägigen Veranstaltung von Hanspeter Schneider (HeBIS-VZ) zunächst Grundlagen von VBScript und dessen Anwendung in WinIBW2 nahegebracht. Danach zeigte Silvia Hamann (LBS Frankfurt) konkrete Beispiele und Lösungsansätze für spezifische Problemstellungen in LBS3.


WinIBW2 basiert auf der Programmiersprache VBScript. Sie findet unter Anderem in der Makro-Funktion Anwendung. Auch in WinIBW3 besteht die Möglichkeit als Nutzer VB-Script in der Script-Funktion zu nutzen und eigene Scripte (Makros) anzulegen.

Die Programmiersprache VBScript wurde von Microsoft entwickelt und wird unter anderem in Webanwendung genutzt, um Webseiten mit Scripten dynamisch zu gestalten.



Aufzählungszeichen blauer PfeilSchulungsunterlagen

Silvia Hamann
LBS Frankfurt

Der Aperitif

Die Bücherwürmer
Was mit Büchern

Ich mach was mit Büchern!


Diese Aussage trifft auf viele Personen einer großen Branche zu. Das ist der Grund weshalb Leander Wattig die Initiative Ich mach was mit Büchern gestartet hat. Der freie Mitarbeiter bei PaperC und Lehrbeauftragte an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen hat einen Blog für Menschen erstellt, die beruflich oder auch privat mit Büchern oder Texten zutun haben. Dabei geht die Bandbreite teilnehmender Personen von Buchhändlern über Autoren bis zu Bloggern und leidenschaftlichen Bücherwürmern; dass die Bibliothekare dort auch ihren Platz finden ist selbstverständlich.


Die Seite bietet einen Kalender, in dem Veranstaltungen rund um das Buch aufgeführt sind. Eine integrierte Googlemap gibt "Buchorte", wie Literaturhäuser, Buchmessen, Buchhandlungen und andere an. Auch werden Interviews mit Menschen geführt, die "was mit Büchern machen". Linktipps sowie eine Jobbörse runden die Seite ab.


Ich mach was mit BüchernDie Idee von „Ich mach was mit Büchern“ war, eine Plattform zu schaffen, die aufzeigt welche Probleme die Veränderungen im Buchmarkt den betroffenen Personen bereiten aber auch welche Chancen sie bieten, und wie sie diese Veränderungen für sich gestalten.

Demnächst können Sie nach dem kleinen blaue Logo Ausschau halten, mit dem immer mehr Menschen, die "was mit Büchern machen" ihre Internetseiten und Blogs schmücken.

(kec)
Die DDC verspielt
How much Dewey can YOU do?

Wer ein bisschen Abwechslung in seinen bibliothekarischen Alltag holen möchte und Spaß daran hat spielerisch sein Wissen zu erweitern, dem ist die Seite Dewey Decimal Games wärmstens empfohlen.


Die Übungen bestehen unter anderem aus simulierter Bucheinstellung, Memory spielen oder direkten Fragen zum Klassifizieren. Dabei können in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden Levels durchlaufen und Zertifikate erworben werden; natürlich alles im Zeichen des Vergnügens.


Die Seite ist eine Zusammenstellung von Onlinespielen, die von unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt werden, unter anderem der OCLC sowie diversen Bibliotheken.



Screenshot DDCGames

(kec)

Impressum

HeBIScocktail 1/2011 (Januar 2011)


HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über HeBISnews und Pica-List angekündigt.


Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Herbert Adam (hea), Kea Cordlandwehr (kec), Monika Denker (mod), Tanja Kindt (tak), Jule Mildner (miju)

Weitere Autoren: Rita Albrecht, Lothar Kalok, Michaela Konrad, Günter Pietzonka, Tatjana Rabeneck, Martina Sinkovic, Carola Speicher, Suat Suna

E-Mail-Adresse der Redaktion: cocktail@hebis.de


Bildmaterial: u.a. pixelio.de


Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autoren


HeBIScocktail 2/2011 erscheint April 2011.

Redaktionsschluss: März 2011.