HeBIScocktail
Ausgabe: 2012-3
Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


  • Der Leiter der Verbundzentrale, Herr Hanspeter Schneider, hat sich zum Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet.

    "Vor meiner Abschiedsfeier hatte ich den Gedanken erwogen: ich müsste den Ring haben, den einen, um nach meiner Rede  (auf dem Stuhl stehend) unsichtbar zu werden und zu verschwinden..."  
    (Zitat aus einer Mail von Hanspeter Schneider)

    Dieser Wunsch ging dann aber doch nicht in Erfüllung, dafür sorgten wir schon. Stattdessen wurde er umfangreich für seine Verdienste gewürdigt.

    Mehr darüber erfahren Sie in diesem HeBIScocktail...

    Sein Nachfolger, Dr. Uwe Risch, wird sich Ihnen im nächsten HeBIScocktail vorstellen.


  • Nachdem die GND im Echtbetrieb störungsfrei lief, konnten wir uns im Mai ganz auf den Bibliothekartag konzentrieren. Viele von Ihnen besuchten uns an unserem Stand im Hamburger Congress Center und es gab ausreichend Gelegenheit, Erfahrungen aus dem 'Echtbetrieb' auszutauschen und Fragen loszuwerden.
    Wir bringen einen kurzen Rückblick und bedanken uns an dieser Stelle nochmals für Ihre Unterstützung!



Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!
Ihr HeBIS-Team

tak

Aktuell

Import von Metadaten - Ergänzungen und Aktualisierungen

Oxford Scholarship Online

  • 337 neue Titel (Update Mai 2012). Neu hinzugekommen sind Metadaten für das Paket „Sociology“.


SafariTech Books (ZDB-32-STB)

  • 518 neue Titel zur Nachnutzung für die UB Frankfurt.


The making of the modern world, Part 2 (1851-1914)

  • 2701 Titel zur Nachnutzung für die UB Marburg.
    Diese Quellensammlung ergänzt die Inhalte des Volltextarchivs "The Making of the Modern World" (Nationallizenz) um Dokumente aus dem Zeitraum 1851 - 1914.


Bereitstellung von Lizenzindikatoren für die HeBIS-Konsortiallizenzen

  • Preselect media : CAMPUS DIGITALEN BIBLIOTHEK
    • Business 2012 - V513
  • Preselect media : W. Kohlhammer Digitale Bibliothek
    • Entwicklungspsychologie, ZDB-84-KOA - V514
    • Sozial-/Persönlichkeits-/Arbeits- und Organisationspsychologie, ZDB-84-KOE - V515
    • Pädagogische Psychologie, ZDB-84-KOF - V516
    • Einführung und Allg. Psychologie, ZDB-84-KOJ - V517
    • Schulpädagogik, ZDB-84-KOM - V518
    Die Titelverzeichnung übernehmen die lizenznehmenden Bibliotheken.





Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Michaela Konrad
Tel.: (069) 798 39 658

(mik)

Themen

Regelwerk
Zur Einführung von RDA - wie gehts weiter?

Nach seinem grundsätzlichen Beschluss, RDA im deutschsprachigen Raum einzuführen, hat sich der Standardisierungsausschuss in seiner Sitzung am 31. Mai 2012 erneut mit dem Thema RDA beschäftigt und seinen Beschluss aus Oktober 2011 wie folgt präzisiert:


 Der Standardisierungsausschuss beschließt:
  • die RDA-Implementierung nach Szenario 2, mit dem Ziel, einen im Ergebnis kostenneutralen Stand zu erreichen,
  • für den Datentausch und die damit verbundenen MARC-Formatfestlegungen eine RDA-Implementierung nach Szenario 2,
  • die Einrichtung einer expertengruppen-übergreifenden Arbeitsgruppe RDA,
  • den Umstieg auf RDA in allen beteiligten Einrichtungen so zeitnah wie möglich an den Umstieg der DNB zu koppeln. Die Festlegung eines exakten zeitlichen Rahmens wird auf der Basis der Ergebnisse der AG RDA erfolgen,
  • eine kontinuierliche Abstimmung mit den Ausbildungseinrichtungen vorzusehen, um den neuen Standard zeitnah in der Lehre zu verankern.



In den Beratungen, die dem Beschluss vorausgingen, wurde deutlich, dass die im Standardisierungsausschuss vertretenen Einrichtungen frühzeitig Planungssicherheit hinsichtlich des im Implementierungsprozess entstehenden Aufwandes und der Zeithorizonte haben wollen, weswegen eine laufende Rückkopplung des Arbeitsfortschrittes der AG RDA durch deren Mitglieder in ihre Organisationen als dringend erforderlich gesehen wurde.

Die Deutsche Nationalbibliothek sagte zu, das Projektmanagement für die RDA-Implementierung zu übernehmen. Ferner sicherte sie zu, ihre Datenlieferungen künftig auf das vom Standardisierungsausschuss favorisierte Datenszenario (Titeldatensätze mit Verknüpfungen zu Normdatensätzen für Personen, Körperschaften und Schlagworte) auszurichten.

Sämtliche Rahmenbedingungen, die der Standardisierungsausschuss im Zusammenhang mit der RDA-Implementierung benannt hat, werden derzeit (Juli 2012) in einem Text zusammengefasst, der dann dem eigentlichen Beschluss zur Verdeutlichung beigegeben werden soll.

Ebenfalls beschlossen wurde, einen klaren Arbeitsauftrag an die neu einzurichtende AG RDA zu formulieren. Dazu wurde festgehalten:


Aufgabe der AG RDA ist es, die Implementierung der RDA im deutschsprachigen Raum vorzubereiten und zu begleiten. Dazu gehört zunächst die Erstellung der deutschsprachigen RDA -Anwendungsregeln auf Basis der vorliegenden Dokumente der JSC-Nationalbibliotheken (zum Beispiel "Summary of LAC, LC, NLA, BL and DNB decisions on RDA Alternatives, Optional Omissions and Optional Additions") und der LoC Policy Statements (Anwendungsregeln der LoC). Eine weitere Aufgabe der AG ist die Klärung der Frage, ob ein gemeinsamer Umstieg aller Beteiligten insbesondere für die ZDB erforderlich ist, und wie mit Altdaten in den existierenden Systemen umgegangen werden kann. Neben fachlich-systematischen Gesichtspunkten soll die AG bei all ihren Überlegungen auch Auswirkungen auf die Formate und Effizienzgesichtspunkte berücksichtigen. Die AG legt regelmäßig ihre Arbeitsergebnisse mit gleichzeitiger Nutzen- und Aufwandsbewertung in den beteiligten Verbünden und Institutionen vor. Aufgabe der AG ist es darüber hinaus, die Zeitplanung insgesamt zu synchronisieren und transparent zu halten und nach Möglichkeit abgestimmte Zeit- und Maßnahmenpläne zu erarbeiten. Auch die Erarbeitung von Schulungsunterlagen gehört zum Aufgabenspektrum der Gruppe. Das Projektmanagement für die AG übernimmt die DNB. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind gehalten, die Ergebnisse der AG kontinuierlich in ihren Verbünden bzw. Institutionen zu kommunizieren, abzustimmen und daraus gewonnene Erkenntnisse in die Arbeit einzubringen. Die AG berichtet regelmäßig dem Standardisierungs-Ausschuss, der über die Empfehlungen der AG beschließt. Als erste Aufgabe wird die AG RDA dem Standardisierungs-Ausschuss zu seiner nächsten Sitzung einen Gesamtzeitplan vorlegen.



Die AG RDA hat sich am 5. Juli konstituiert und ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem sie Grundsätze für die eigene Arbeit formuliert und verabschiedet hat, in denen unter anderem eine Selbstverpflichtung auf eine möglichst weitgehende Adaption bereits existierender Regelwerksauslegungen und Praxisvorgaben im Sinne einer größtmöglichen internationalen Harmonisierung der Anwendung ausgesprochen wurde, beginnt die Sacharbeit mit der Festlegung des Kernelemente-Sets für die Anwender des deutschsprachigen Raumes. Dem folgen wird ein Gesamtdurchgang durch das Regelwerk, bei dem auch Entscheidungen über die zahlreichen Alternativ- und Optionalregeln getroffen werden müssen. Daneben muss auftragsgemäss für die nächste Sitzung des Standardisierungsausschusses am 28. November ein erster Zeitplan entwickelt werden.

Der HeBIS-Verbundrat hatte sich bereits in seiner Sitzung am 26. April bezüglich der Einführung von RDA deutlich positioniert und den HeBIS-Vertretern im Standardisierungsausschuss seine Anforderungen mit in die Beratungen gegeben:




  1. Zum Umstieg auf RDA existiert keine Alternative.
  2. Der Umstieg darf nicht zu erhöhtem Katalogisierungsaufwand führen.
  3. Der Umstieg erfolgt auf Basis des Datenmodells, Szenario 2.
  4. Es werden die Anwendungsregeln der LoC so weit als möglich übernommen.
  5. Abweichungen in den Anwendungsregeln sollten national einheitlich sein (DNB).
  6. Der Zeitpunkt des Umstiegs auf RDA von HeBIS sollte sich so nah als möglich am DNB-Umstiegstermin orientieren.
  7. Der Verbundrat setzt eine HeBIS-AG RDA ein, die die Einführung von RDA gemäß dieser Beschlüsse auf den Weg bringt und über die Expertengremien der Verbünde und der DNB (AG RDA) in diesem Sinne Einfluss auf die Entscheidungen im deutschsprachigen Raum nimmt.


Die Umsetzung der Verbundratbeschlüsse mit direktem Handlungsbedarf innerhalb HeBIS hat die Verbundzentrale übernommen. Dort wird auf regionaler Ebene das Projekt RDA-Implementierung koordiniert und gesteuert; die Projektleitung hat die Leiterin der Bibliothekarischen Dienste übernommen und damit auch öffentlich die strategische Bedeutung des Projektes für den Verbund dokumentiert.

Der erste Schritt ist nun die Einrichtung und Konstituierung der vom Verbundrat eingesetzten HeBIS-AG RDA. Um einen möglichst großen Querschnitt aus der Praxis in der Gruppe zu vereinen, wurden zum einen wie üblich die sechs Lokalsysteme gebeten, Vertreter zu benennen, darüber hinaus jedoch auch die HeBIS-Fach-AGs Alphabetische Katalogisierung, Elektronische Medien, Historische Bestände, Sacherschließung und Zeitschriften eingeladen, zusätzlich eigene Experten/-innen zu entsenden. Zu speziellen Themen (z.B. Musikalien, Bibel, ZDB, Bibliographien/unselbständige Werke usw.) wird sich die AG zudem jeweils kompetente Gäste einladen.

Die konstituierende Sitzung der HeBIS AG RDA findet am 17. Juli 2012 statt. Hier steht neben den Themen der überregionalen AG RDA (Arbeitsauftrag, Grundsätze, Kernelemente-Set) zunächst eine Bestandsaufnahme „RDA in den HeBIS-Bibliotheken“ auf der Agenda, die auch dazu dienen soll, einen Aktionsplan für Schulungen der FRBR-Grundlagen wie auch der RDA selbst zu entwickeln und eine mögliche gemeinsame Beschaffung des Regelwerktextes bzw. des RDA-Toolkits zu diskutieren.

Es ist geplant, möglichst viele Unterlagen und Materialien aus den RDA-Arbeitsgruppen (überregional und regional) auch der interessierten (HeBIS)Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dazu wird die HeBIS-Website genutzt werden. Darüber hinaus kann sich jeder bereits jetzt umfänglich über RDA selbst, die Weiterentwicklung des Regelwerks, Schulungsunterlagen oder die konkrete Anwendung in der Library of Congress biespielsweise in folgenden Quellen informieren:

Website des Joint Steering Committee for the Development of RDA
http://www.rda-jsc.org/rda.html

RDA-Informations-Wiki der Deutschen Nationalbibliothek
https://wiki.d-nb.de/display/RDAINFO/RDA-Info

The Library of Congress: Information and Resources in Preparation for RDA
http://www.loc.gov/aba/rda/

The Library of Congress: RDA Training Materials
http://www.loc.gov/catworkshop/RDA%20training%20materials/LC%20RDA%20Training/LC%20RDA%20course%20table.html

RDA Toolkit (außer dem eigentlichen Regelwerkstext viele Tools und Informationen frei zugänglich, z.B. die Library of Congress Policy Statements LCPS oder Beispielsammlungen)
http://www.rdatoolkit.org


Rita Albrecht E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale
Wandel
Hanspeter Schneider verabschiedet sich in Ruhestand

 


Ende Juni verabschiedete HeBIS den Leiter der Verbundzentrale, Hanspeter Schneider, in den Ruhestand.

Hanspeter Schneider hatte nach langen Jahren Tätigkeit im Hochschulrechenzentrum der Goethe-Universität 1995 die Leitung der neu eingerichteten Abteilung 'Bibliotheksdatenverarbeitung' übernommen. Hier war er verantwortlich für die Einführung der Software PICA, die nachhaltig die Entwicklung des hessischen Bibliothekswesens voranbrachte.

Im Jahr 2008 wurde er Leiter der HeBIS-Verbundzentrale, in der mittlerweile die beiden Bereiche 'Bibliothekarische Dienste' und 'IT' (vormals BDV) funktional vereint waren.

H. Schneider begleitete und gestaltete damit direkt die Wandlung von HeBIS vom EDV-gestützten Katalogisierungsverbund zum Dienstleister mit einem breiten Angebot an bibliographischen Datenbanken, technischen Serviceleistungen und webbbasierten Diensten zur Unterstützung moderner Bibliotheken und ihrer vielfältigen Aufgaben.

Berndt Dugall, Direktor der Universitätsbibliothek Frankfurt und Leiter des HeBIS-Verbundes, würdigte im Rahmen einer Abschiedsfeier die Arbeit Hanspeter Schneiders, die von Kontinuität einerseits und Veränderung andererseits geprägt gewesen sei. So habe Schneider, obwohl er als Mathematiker einen anderen Hintergrund hatte, schnell in die Welt der Bibliotheken und Bibliotheksdaten hineingefunden und eine Faszination für die speziellen Anforderungen dieser Bereiche entwickelt.

Hier habe er vor allem durch seine zielgerichtete und lösungsorientierte Herangehensweise Dinge schnell und konstruktiv umsetzen können. Er habe sich als Dienstleister verstanden, der die Wünsche der Anwender aufgegriffen und passende Werkzeuge für sachgerechte Lösungen zur Verfügung gestellt habe. Schneider bedankte sich herzlich bei den zahlreich erschienen Gästen und sprach den Anwesenden seinen Dank für die Glückwünsche und Geschenke aus.

In seinem Ruhestand werden nun andere Herausforderungen auf ihn warten. So wird er z.B. lange geplante Fernwanderungen endlich in die Tat umsetzen können.

Die Nachfolge in der Leitung der HeBIS-Verbundzentrale übernimmt ab 1. Juli 2012 Dr. Uwe Risch.

Die HeBIS-MitarbeiterInnen bedanken sich für die gute Zusammenarbeit und wünschen Herrn Schneider und seiner Familie auch weiterhin alles Gute, Glück und Gesundheit!





   
   
Abschiedsfeier Hanspeter Schneider
  

(tak)
Wandel
Zwischen Kontinuität und Veränderung: Zur Verabschiedung von Hanspeter Schneider

Am 03. Juli dieses Jahres war es soweit. Hanspeter Schneider, von Anbeginn an mit HeBIS/Pica auf das Engste verbunden, hatte seine letzten Arbeitstag. Nach dem Studium der Mathematik war es für ihn zunächst in keiner Weise ersichtlich, dass er sich einmal intensiv dem Umfeld und den Interessen der Bibliotheken verschreiben würde. Als er 1974 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Hochschulrechenzentrum der Goethe-Universität eintrat, war in keiner Weise erkennbar, dass ihn sein beruflicher Werdegang einmal in die Welt von RAK und MAB, von Z39.50 oder UTF 8 führen könnte. 1974 war der HeBIS-Verbund noch nicht mehr als ein Sammelsurium von Offline-Anwendungen unter der Verantwortung des Kommunalen Gebietsrechenzentrums Frankfurt. Beziehungen zu Hochschulrechenzentren bestanden nicht und wurden in den darauffolgenden 20 Jahren auch nicht entwickelt.

Im Leben eines Menschen sind es manchmal rein äußere Umstände, die zu einer völligen Veränderung der beruflichen Perspektive führen können. Im Falle von Hanspeter Schneider bestanden diese Umstände in der Entscheidung des Landes Hessen, die auf Bibliotheken zugeschnittenen IT-Verfahren aus der Welt der KGRZ auszugliedern und eine echte Verbundstruktur aufzubauen. Diese sollte dann technisch an der Goethe-Universität, bibliothekarisch an der Stadt- und Universitätsbibliothek angesiedelt werden. Als deshalb 1994 entschieden wurde, im Rechenzentrum der GU eine zusätzliche Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung aufzubauen, ergriff Hanspeter Schneider seine Chance und übernahm den Aufbau dieser neuen Abteilung. So wurde er am 01. Juni 1995 der Leiter dieses Bereiches und bildete fortan bis 2008 mit dem für den bibliothekarischen Bereich verantwortlichen Leiter, Rolf-Dieter Saevecke, sozusagen ein Tandem.

In der Anfangsphase stand die Implementierung des Pica-Systems im Zentrum aller Bemühungen, wobei Ausbau und Weiterentwicklung ihn bis heute nicht mehr losgelassen haben. Hanspeter Schneider erkannte schnell, dass die Welt der Bibliotheken und insbesondere der Bibliotheksdaten doch etwas ganz Neues für ihn war. Gleichzeitig war es eine Welt, die ihn faszinierte und in die er immer tiefer eintauchte. Wenn ihn etwas belastete, dann die Diskussionen in Gruppen und Zirkeln, bei denen die meisten Teilnehmer an solchen Runden durch ihre Beiträge mehr oder weniger deutlich zu erkennen gaben, dass sie von den Dingen, über die sie sprachen, kaum etwas verstanden. Wenn ihn etwas aufregte, dann die Zögerlichkeit von Bibliothekaren, eine Entwicklung einmal als abgeschlossen anzusehen und praktisch einzusetzen. Wie oft lautete sein Standardsatz, „das Programm xy könnte morgen eingesetzt werden, aber die Bibliothekskollegen meinen immer noch, weiter testen zu müssen". Für ihn waren gute und schnelle Lösungen immer besser als sehr gute, die niemals fertig wurden.

2008 ergab sich für ihn noch einmal eine Chance. Zu Beginn dieses Jahres wurde die Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung aus dem Hochschulrechenzentrum ausgegliedert und unter der Bezeichnung HeBIS-IT in die Universitätsbibliothek eingegliedert. Da im gleichen Jahr Rolf Dieter Saevecke in den Ruhestand ging, war es sozusagen eine fast natürliche Konsequenz, Hanspeter Schneider die Gesamtleitung der HeBIS-Verbundzentrale zu übertragen. Seit Sommer 2008 lenkte er dann alleinverantwortlich deren Geschicke. Er verstand sich immer als Dienstleister, nicht im übergeordneten abstrakten Sinn, sondern zuallererst für die an dem Verbund teilnehmen Bibliotheken. Der Verbund muss den Bedürfnissen vor Ort Rechnung tragen. Er hielt es genau nicht für den richtigen Weg, jedem Hype und jeder Modeströmung zu folgen, nur um zu beweisen, dass man das eine oder andere auch könne. Die Aufgabe der Verbundzentrale bestand für ihn nicht darin, etwas zu entwickeln und dann verzweifelt nach möglichen Anwendern zu suchen, sondern die tatsächlich artikulierten Wünsche der Anwender aufzugreifen und dann die passenden Werkzeuge zur Verfügung zu stellen.

Am 19. Juni wurde Hanspeter Schneider im Kreise der HDK verabschiedet. Auch hier war er über viele Jahre gesuchter und geachteter Gesprächspartner. Alle, die mit ihm zusammengearbeitet haben, wünschen ihm noch viele gute Jahre im Kreise seiner Familie. Dem Binärsystem wird er treu bleiben, allerdings sind es jetzt wohl vorwiegend nicht mehr Nullen und Einsen, die seine Welt bestimmen werden, sondern die beiden Füße, die ihn auf vielen geplanten Wanderungen noch weit in die Welt tragen werden.

Berndt Dugall E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundleitung

Mitteilungen

CBS Version 6.0 in Vorbereitung

Aktuell laufen in der Verbundzentrale die Vorbereitungen für den CBS-Umstieg auf Version 6.0 mit umfangreichen internen Tests. Veränderungen im funktionalen Bereich wird es voraussichtlich nicht geben.

Wir werden Sie informieren, sobald die neue Version im Einsatz ist.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Angelika Hinrich
HeBIS-VZ
Tel.: 798 39 761


Nachweis der Bände vor 1973 im OPAC der Hessischen Bibliographie

Der OPAC der Hessischen Bibliographie verzeichnet regulär Bände ab Erscheinungsjahr 1974. Zusätzlich werden nun über einen Link auch die PDFs der früheren, noch nicht eingespielten Bänden der Bibliographie bereitgestellt.

Unter dem Titel "Schrifttum zur Geschichte und geschichtlichen Landeskunde von Hessen" sind die hessischen Publikationen bis zum Erscheinungsjahr 1973 verzeichnet.

Aufzählungszeichen blauer PfeilStartseite OPAC der Hessischen Bibliographie
(siehe hier: Aktuelle Meldungen)

Aufzählungszeichen blauer PfeilDownload Schrifttum zur Geschichte und geschichtlichen Landeskunde von Hessen (PDF 40 MB)


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Kea Cordlandwehr
Andrea Hartmann

tak
Personalia

Personelle Veränderungen in der Verbundzentrale:

  • Hanspeter Schneider, Leiter der HeBIS-VZ, verabschiedet sich zum Ende Juni in den Ruhestand

  • Dr. Uwe Risch ist seit 01. Juli neuer Leiter der HeBIS-VZ

  • Claudia Effenberger ist seit April Mitarbeiterin der Verbundzentrale, Bereich Bibliothekarische Dienste. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte sind Monographien, Datenpflege, Dokumentation.

(tak)
Reihe M der DNB

Nach der Umstellung der Schnittstelle von MAB auf MARC Ende Mai konnten die F- und f-Sätze der Reihe M wieder eingespielt werden.

Bitte beachten Sie die Neuerungen und Abweichungen zur früheren Einspeicherungspraxis, die nicht nur mehrbändige Werke betreffen:



Fehler / Abweichungen Reihe M


0500: Selbständige Abteilungen eines mehrbändigen Werkes (früher: E-Sätze) werden als c-Sätze geliefert und lassen sich beim Einspeichern nicht herausfiltern. Sie werden dementsprechend als c-Sätze eingespeichert und sind auch nach unten (mit f- bzw. F-Sätzen) und nach oben (mit c-Satz) verknüpft. Alle c-Sätze enthalten daher in Kat. 1698 den Hinweis: "Achtung Fremddateneinspeicherung: bitte Satzart überprüfen". Bitte arbeiten Sie mehrbändige Werke gemäß den Verbundregeln um, und löschen Sie auch bitte den überflüssigen "c"-Satz.

f-Sätze, die Teil einer elektronischen Ressource sind, werden in Kat. 0500 an erster Position mit der Codierung "M" geliefert. Da auch Kat. 4150 ohne allgemeine Materialbenennung geliefert wird, gibt es maschinell keine Möglichkeit, in Kat. 0500 die richtige Codierung zu vergeben. Bitte korrigieren Sie Kat. 0500 1. Pos. in "S" bei der Nachnutzung des Satzes.

301X: Bei f-Sätzen kann es vorkommen, dass keine Nebeneintragungen unter sonstigen beteiligten Personen geliefert werden.

303X: Die DNB liefert bei enthaltenen Werken sehr oft keine Nebeneintragungen unter den Komponisten, die in Kat. 4222 aufgeführt sind. Bitte beachten Sie dies bei der Recherche nach diesen Werken

3260: Bei f-Sätzen kann es vorkommen, dass keine Nebeneintragungen unter den Einheitssachtiteln geliefert werden.

In manchen Fällen wird Kat. 3268 wiederholt an Stelle von Kat. 3269.

4020: Die Bezeichnung der musikalischen Ausgabeform wird des öfteren nicht geliefert .

4150: Die allgemeine Materialbenennung des c-Satzes wird bei f-Sätzen von der DNB nicht geliefert.

417X: In manchen Fällen fehlt die Schriftenreihenangabe, obwohl der f-Satz in einer Schriftenreihe erschienen ist.

Bei Stücktitelaufnahmen zu Schriftenreihen mit Unterreihe mit eigener durchlaufender Bandzählung entsprechen die Deskriptionszeichen nicht den HeBIS-Konventionen.

Wenn ein F-Satz zusätzlich in einer Schriftenreihe mit gezählter Unterreihe erschienen ist, die Unterreihe aber nur aus einer sachlichen Benennung besteht, wird als Platzhalter für die nicht vorhandene Zählung "[…]" geliefert.

Fingiertes Beispiel:
4170Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses in Bonn: […], Beethoven, Skizzen und Entwürfe ; Bd. 8

418X: Schriftenreihenbände sind nicht mit der entsprechenden Schriftenreihe verknüpft, da die DNB bei den Bänden nur den Titel, aber nicht die DBN der Schriftenreihe liefert, über die in HeBIS Serie und Stück verknüpft werden.

419X: Die Verfasserangabe steht im falschen Unterfeld (Unterreihe).
Fingiertes Beispiel:
4190 Ausgewählte Werke : Gottfried August Homilius

Bitte korrigieren Sie diese Fehler/Abweichungen gemäß den Verbundfestlegungen und den RAK-Musik, wenn Sie einen solchen Datensatz nachnutzen.

 



Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Carmen Wittich
HeBIS-VZ
Tel.: 798 39 654


Carmen Wittich
HeBIS-Verbundzentrale

Fortbildungen/ Veranstaltungen

Erfolgreiche Veranstaltung zu Ebsco RDS

Eine wichtige Komponente des neuen Discovery Systems, das zur Zeit als Nachfolger des HeBIS-Portals aufgebaut wird, ist der EBSCO Discovery Service (EDS). Benutzern der HeBIS-Bibliotheken soll mit diesem Produkt ein besseres Retrieval von Volltexten und ein einheitlicher Zugang zu einem großen Teil der von den Bibliotheken lizenzierten E-Ressourcen ermöglicht werden.

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Firma EBSCO und der HeBIS-Verbundzentrale unter dem Titel "EBSCO Discovery Service im HeBIS-Verbund" am 12.06. in der UB Frankfurt und am 13.06.12 in der UB Kassel konnten sich insgesamt 80 Teilnehmer aus allen Lokalsystemen über EDS und seine Integration in das neue HeBIS Discovery System informieren. Die Veranstaltung stiess auf großes Interesse.


Das Programm umfasste folgende Tagesordungspunkte:

10:00 - 10:15 Uhr
Begrüßung und Einleitung

10:15 - 11:45
EDS - globaler Index für E-Ressourcen Ihrer Bibliothek
, Claudia Spengemann, EBSCO

Vorstellung des Produkts:
  • Wie ist der Index aufgebaut?
  • Was können Sie über die Suche in EDS recherchieren?
  • Welche Vorteile haben Ihre Nutzer?

Integration in die Bibliothek:

  • Wie repräsentiert EDS Ihre Bibliothek, sprich Ihre lizenzierten Quellen?
  • Wie können Sie EDS so strukturieren, dass es am besten zu Ihrer Bibliothek und Ihren Nutzern passt?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Index mit Ihrer Bibliothek zu verknüpfen?
12:00 - 13:00
EDS als Komponente im neuen Discovery System von HeBIS Heike Nienerza, HeBIS-Verbundzentrale

Systemarchitektur und Konzept:
  • Umfassendes Retrieval unter einheitlicher Oberfläche: Kombination von EDS mit einem lokalen Index für Ihre Katalogdaten
  • Warum werden Ihre Katalogdaten nicht in EDS integriert?
  • Volltextzugriff mit direktem Link oder ReDI-Linkresolver

Einbindung von EDS in das neue System:

  • Technische Integration von EDS durch die HeBIS-Verbundzentrale
  • EDS-Konfiguration in Ihrer Bibliothek
  • Stand der Arbeiten in der Verbundzentrale und den Pilotbibliotheken UB Frankfurt und UB Kassel
  • Nächste Projektschritte
13:00 - 13:30
Diskussion




Für alle Interessierten, die die Veranstaltung nicht selbst besuchen konnten, stehen die Vortragspräsentation der Veranstaltung  zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Aufbau des HeBIS Discovery Systems finden Sie auf den Projektseiten.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Heike Nienerza
(069) 798 39 763
(tak)
Bibliothekartag 2012

Bibliothekare im hohen Norden

"Bibliotheken - Tore zur Welt des Wissens" - unter diesem Slogan trafen sich vom 22. bis 25. Mai 2012 Bibliothekar/innen aus ganz Deutschland auf dem Bibliothekartag im Hamburger Congress Center. Die Veranstalter, der Verein Deutscher Bibliothekare (VDB) und der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) begrüssten in diesem Jahr über 4700 Teilnehmer, damit wurden sogar die Teilnehmerzahlen des Bibliothekartages 2011 in Berlin übertroffen.

Auch in diesem Jahr präsentierte sich der HeBIS-Verbund an einem gemeinsamen Stand mit den PICA-Partner-Verbünden. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit HeBIS-Mitarbeitern am Stand auszutauschen und sich über aktuelle Projekte aus dem HeBIS-Verbund zu informieren bzw. an den Stand-Präsentationen teilzunehmen. Begleitend präsentierte der Verbund wieder eine Sonderausgabe des HeBIScocktails zum Bibliothekartag.


Verlockendes Programm

HeBIS-Stand
Gebanntes Publikum

Obwohl das gute Wetter und die nahgelegene Parkanlage Planten un Blomen zum Sonnen und Entspannen einluden, war das Fortbildungsprogramm in diesem Jahr wieder interessant genug dieser Verlockung zu widerstehen.

Das umfassende Programm an den vier Konferenztagen bot mit über 300 Vorträgen Raum für fast alle Bereiche des bibliothekarischen Alltags.

Eine spannende Veranstaltung gleich zu Beginn war der Präsentationsblock Bibliotheksportale mit integrierten Discovery Service, indem auch der HeBIS-Verbund mit einem Vortrag zur Entwicklung des HeBIS Discovery Systems vertreten war.

Aber auch die Fortbildungsangebote zu Themen wie Open Data, Soziale Netzwerke, Berufsbild Bibliothekar, Bibliothekrecht, interkulturelle Bibliotheksarbeit, elektronische Ressourcen oder Open Source Lösungen in Bibliotheken lockten viele Interessierte und führten in einigen Veranstaltungen zu überfüllten Sälen, in denen der Fußboden als alternative Sitzgelegenheit nicht ausreichte. Es gab aber auch Podiumsdiskussionen, Arbeitssitzungen, Alumnitreffen und natürlich zu jeder Zeit die Möglichkeit sich direkt an den Ständen der Aussteller über aktuelle Angebote und Projekte zu informieren und auszutauschen.


Der Verein Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. lockte wieder mit einem alternativeren Programm. Neben zahlreichen „zukunftsorientierten“ Veranstaltungen wurde dieses Jahr der Ideenreichtum und das technische Know-How von Mitarbeiter/innen in Bibliotheken im Rahmen der Ausschreibung „Movers & Shakers“ gekürt.
"HeBIScocktailberatung"
Außerdem hatte wieder jeder Teilnehmer die Möglichkeit sich an bereitgestellten Computerspielen auszutoben oder auch die ausliegenden E-Book-Reader und Tablet PCs zu ergründen. Unterhaltsam waren auch die regen Twitterdiskussionen, die im Saal der Zukunftserkstatt über eine Beamerleinwand verfolgt werden konnten.


Am HeBIS-Stand gab es aber auch eine neue Attraktion. Die Sonderausgabe des HeBIScocktails beinhaltete dieses Jahr neben den üblichen Fachartikeln ein Quiz mit Fragen rund um Hessen. Das Rätsel lockte mit attraktiven Preisen zahlreiche Besucher an den Stand und führte zu unterhaltsamen Gesprächen und Gruppenrätseleien. Die Preisträger sind bereits ermittelt und die Preise verteilt.


Nachlese

Ein großer Teil der Präsentationen wird auf der Website des Berufsverbands Information und Bibliothek gesammelt.

Der Blog bibliothekarisch.de bietet wieder die Möglichkeit zu einer umfangreichen Nachlese des Events im Internet.

Kea Cordlandwehr E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ

Impressum

HeBIScocktail 3/2012 (Juli 2012)


HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über HeBISnews und Pica-List angekündigt.


Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Kea Codlandwehr (kc), Tanja Kindt (tak), Jule Mildner (miju)

Weitere Autoren: Herbert Adam (hea), Rita Albrecht (ria), Monika Denker (mod), Andrea Hartmann, Michaela Konrad (mik), Heike Nienerza (hen), Günter Pietzonka, Carmen Wünkhaus-Wittich

E-Mail-Adresse der Redaktion: cocktail@hebis.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autoren


HeBIScocktail 4/2012 erscheint Oktober 2012.

Redaktionsschluss: September 2012.