HeBIScocktail
Ausgabe: 2013-1
Editorial
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir begrüßen Sie herzlich im neuen Jahr und wünschen Ihnen viel Erfolg und Glück für 2013! Dass es uns in den Bibliotheken auch dieses Jahr nicht langweilig werden wird, zeigt bereits dieser Cocktail:

  • Neuregelung des hessischen Pflichtexemplarrechts zum Jahresende
    Die Ablieferung digitaler Medien wird die Bibliotheken vor neue Herausforderungen stellen: Modelle für Geschäftsgänge und technische Bereitstellung müssen entwickelt werden... lesen Sie mehr
  • Expertengruppe Normdaten
    Während viele Kollegen sind noch mit den Nacharbeiten durch die Umstellung auf GND beschäftigt sind, werden diese Arbeiten möglicherweise fliessend in die Umstellungsvorbereitungen auf RDA übergehen (siehe Bericht Expertengruppe von M. Denker).


Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!


Ihr HeBIScocktail-Team

Themen

HeBIS Online-Fernleihe 2012 – ein statistischer Rückblick

Das Fernleihaufkommen entwickelt sich nach dem Höchststand im Jahr 2008 weiterhin langsam aber stetig zurück. Von 2008 bis 2012 betrug der Rückgang 18 %, von 2011 auf 2012 ca. 8,7 % (in Zahlen:-17.730 Bestellungen). Die Erledigungsquote liegt bei akzeptablen 82 %.



HeBIS Online-Fernleihe (inkl. VFL)






Gebende Fernleihe (Aktive Fernleihe)

Auch in der Aktiven Fernleihe setzt sich der Abwärtstrend weiter fort. Insgesamt liefern HeBIS Bibliotheken im Jahr 2012 89.593 (2011: 97.016) Bestellungen über die Fernleihe aus, das entspricht einem Rückgang von ca. 8 % gegenüber dem Vorjahr. Von den Bestellungen wurden 56.194 HeBIS intern und 33.399 Bestellungen an die Bibliotheken der Partnerverbünde geliefert. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor bei der Ausleihe von Büchern (ca. 81%).



HeBIS- als Lieferbibliotheken (Aktive FL)





Nehmende Fernleihe (Passive Fernleihe)

Die Endbenutzerbestellung im HeBIS Portal sind ebenfalls weiter zurückgegangen und liegen für das Jahr 2012 nur noch bei knapp 140.000 Bestellungen. Der Abwärtstrend setzt sich auch hier weiter fort.



Endbenutzerbestellungen über HEBIS-Portal





Einzelne Fragestellungen


HeBIS Retro und Fernleihe:

Die Bedeutung des HeBIS Retrokatalogs für die Fernleihe ist nur noch marginal. Von 2007 bis 2012 ist ein Rückgang der Bestellung von 30 % zu verzeichnen. Nutzer finden zunehmend die “alte Literatur“ auch in den herkömmlichen Katalogen (Stichwort: Retrokatalogisierung, Digitalisierung), so verschwindet der Retro-Katalog immer mehr aus dem Fokus der Benutzer.







FILOU

Mit FILOU – automatisierter Quittierdienst in der HeBIS-Fernleihe- konnten für 2012 insgesamt 23.378 Bestellungen automatisch negativ quittiert werden. Mit diesem Service wird das Fernleihpersonal entlastet und die Bestellungen werden dann in Sekundenschnelle an die nächste potentielle Lieferbibliothek weitergeleitet.







Blankobestellungen:

Die vom Fernleihpersonal nachzubearbeitenden Blankobestellungen (Freie Bestellungen) sind im Zuge des allgemeinen Abwärtstrends ebenfalls zurückgegangen:







Weiterbearbeitung:

Die nach negativem ersten Umlauf in die Weiterbearbeitungsabteilung fallenden Bestellungen sind ebenfalls zurückgegangen und betragen ca. 8 % der Endbenutzerbestellungen.







E-Kopienfernleihe

Die E-Kopienfernleihe läuft jetzt seit 2 Jahren im Routinebetrieb. Inzwischen werden die elektronischen Kopien mit fast allen Partnerverbünden ausgetauscht. Gegenüber 2011 (5.224 Bestellungen) gab es für 2012 eine zu erwartende Steigerung auf 11.867 Bestellungen, die über diesen beschleunigten Lieferweg übermittelt wurden. Somit erhalten HeBIS Benutzer jetzt ca. die Hälfte der gelieferten Aufsätze über die schnellere e-Kopienfernleihe als Papierkopie von Ihrer Bibliothek ausgehändigt. Beispiel: Die UB Frankfurt liefert statistisch von ihren jährlichen 7.984 Aufsatzkopien (Aktive FL) bereits einen beträchtlichen Anteil, nähmlich 4.928 Aufsätze über die e-Kopienfernleihe aus.




Verbundübergreifende Fernleihe

Im Rahmen der verbundübergreifenden Fernleihe sind die Zahlen ebenfalls rückläufig. Von den Partnerverbünden wurden im Jahre 2012 64.647 Bestellungen geliefert. HeBIS Bibliotheken haben im Gegenzug 33.399 Bestellungen. Die Lieferungen der HeBIS Bibliotheken sind stark rückläufig und haben den niedrigsten Wert seit 2008. Gleichzeitig sind die Lieferungen der der Partnerverbünde ebenfalls auf dem niedrigsten Wert seit 2008.











Wer Interesse hat, kann sich die einzelnen Fernleihstatistiken, auch für seine eigene Bibliothek, auf unseren HeBIS Internetseiten anschauen:

HeBIS Fernleihstatistik


Ausblick 2013: Es bleibt abzuwarten ob sich der Abwärtstrend in der Fernleihe weiter fortsetzt. Trotzdem bleibt die Fernleihe weiterhin ein wichtiger Service für die Nutzer unserer Bibliotheken.


Günter Pietzonka E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ
Hessen regelt Pflichtexemplarabgabe neu

Der Hessische Landtag hat am 22. November 2012 ein Gesetzespaket zur Neuregelung des Archivwesens und des Pflichtexemplarrechts beschlossen. Danach sind die Verlage künftig zur Ablieferung sämtlicher von ihnen publizierten Medien bei der zuständigen regionalen Pflichtexemplarbibliothek verpflichtet. Das gilt auch für elektronisch vertriebene Bücher und Zeitschriften. Damit ist Hessen das fünfte Bundesland, in dem für digitale Medien eine Abgabeverpflichtung besteht.


Rechtliche Grundlage für die Ablieferungspflicht ist jetzt das 2010 in Kraft getretene Hessische Bibliotheksgesetz, in das ein neuer Paragraph 4a „Pflichtexemplarrecht“ eingefügt wurde. Dort heißt es (Auszug):

  1. Medienwerke sind alle Darstellungen in Schrift, Bild und Ton, die in körperlicher Form verbreitet oder in unkörperlicher Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Medienwerke in körperlicher Form sind alle Darstellungen auf Papier, elektronischen Datenträgern und anderen Trägern. Medienwerke in unkörperlicher Form sind alle Darstellungen in öffentlichen Netzen. […]
  2. Die Ablieferungspflichtigen haben Medienwerke in körperlicher und unkörperlicher Form in einfacher Ausfertigung nach Abs. 3 abzuliefern. Ablieferungspflichtig ist, wer berechtigt ist, ein Medienwerk zu verbreiten oder erstmals öffentlich zugänglich zu machen und den Sitz, eine Betriebsstätte oder den Hauptwohnsitz in Hessen hat. […]

Gleichzeitig wurde die bisher gültige Regelung als Bestandteil des Gesetzpakets aus dem Hessischen Pressegesetz entfernt.


Der Landtag würdigt in der Begründung für die gesetzliche Neuregelung ausdrücklich die Bedeutung digitaler Medien als Bestandteil des kulturellen Erbes. Durch ihre Einbeziehung in die Pflichtexemplarregelung könnten diese Medien nun auch im Rahmen landesbibliothekarischer Aufgaben zur Verfügung gestellt und für die Nachwelt erhalten werden.

In den hessischen Pflichtexemplarbibliotheken wird in den kommenden Monaten mit Hochdruck an der praktischen Umsetzung des Gesetzes gearbeitet werden. Derzeit wird noch eine Verordnung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst abgewartet, die vermutlich einige Rahmenbedingungen festlegen wird. Aber schon jetzt steht fest, dass die Ablieferung digitaler Medien die Bibliotheken vor neue Herausforderungen stellen wird: neue Geschäftsgänge müssen entwickelt und eine technische Infrastruktur bereitgestellt werden, mit der dann auch die gesetzeskonforme Bereitstellung der Medien für die Nutzer der Bibliotheken erfolgen kann.


Die Änderungen des Hessischen Bibliotheksgesetzes sind im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen (Nr. 24 vom 5.12.12) veröffentlicht und online abrufbar unter 

Aufzählungszeichen blauer PfeilGVBl I, 2012, 24

Rita Albrecht E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ
Qualitätsmonitor Fernleihe - verbesserter Service für Auswertung und Erwerbung

Bisher wurde die Funktionalität des FL-Monitor überwiegend vom Fernleihpersonal benutzt, um die quittierten oder durch FILOU autoquittierten Bestellungen zu überprüfen. Darüber hinaus konnten sich die Kollegen aus den Lokalsystemen alle Fernleihbestellungen ihrer Benutzer anschauen. Die Liste wurde über eine Datenbankabfrage aus dem fl-cbs über den Webbrowser angezeigt, jedoch liess sie sich bislang nicht oder nur schwer weiterverarbeiten. Jetzt ist es möglich, diese Abfrage als csv-Datei an eine E-Mail Adresse zu schicken:





Vorteil :  

Sie bekommen die Datei als Anhang zugeschickt und können bequem die Datei z. B. mit Microsoft Excell oder Open Office Calculator öffnen und sich die gefelderten Daten (getrennt durch Tabulator) anzeigen und bearbeiten:

Es werden folgende Felder angezeigt:

Bestellnummer, Titel (Artikel), Autor (Artikel), Titel (Buch/Journal) , Autor (Buch), Auflage, Verlag, Ort, Jahr, Band, Heft, ISBN, ISSN

Somit können die Daten auch zu Auswertungs- oder Erwerbungszwecken genutzt werden.  


Bitte berücksichtigen Sie:

  • dass wir die Titeldaten nur so darstellen können, wie sie bei uns im Fernleihsystem vorliegen, d.h. es können Angaben fehlen oder die Zeichensatzdarstellung ist evtl. nicht einwandfrei.
    Eine Filterung nach Fächern oder Systematiken gibt es nicht.
  • falls Sie eine Abfrage über einen langen Zeitraum (z.b. 1 Jahr) machen wollen, dauertes eine Zeit, bis Sie das Ergebnis erhalten und zudem ist die Datenmenge entsprechend groß. Schneller erhalten Sie die Ergebnisse bei entsprechenden kürzeren Abfragezeiträumen.
  • es empfiehlt sich, die Datei erst mit Microsoft Excel oder Open Office Calculator zu öffnen und anschließend zu speichern (Dateitypendung *xlsx für Excel oder *ods für den Calculator). Beim direkten Abspeichern als csv-Datei muss darauf geachtet werden, dass die Feldtrennung "Tabulator" mit abgespeichert wird, andernfalls müssen Sie den Tabulator nachträglich als Trennung wieder einfügen.


Beispiel: Sortierung der Fernleihbestellungen nach ISBN:




Die Fernleihteams ihrer Bibliothek wurden für diesen Service bereits freigeschaltet . Die Kollegen können entsprechende Abfragen für Sie machen. Bei Bedarf können auch andere Mitarbeiter Ihrer Bibliothek freigeschaltet werden. In diesem Falle schicken Sie uns bitte eine E-Mail an: fl-admin@hebis.de.


Günter Pietzonka E-Mail an AutorIn
Verbundkatalog gut sortiert

Die über Jahre aufgebaute Plattensammlung, das Werkzeug im Keller oder die Familienfotos auf dem Computer - eine gute Sortierung ist das A und O, wenn es darum geht, Gegenstände (physisch oder virtuell) aus einer Masse zuverlässig und schnell finden zu können.

Diese Regel gilt natürlich ganz besonders in Bibliotheken, die den Auftrag haben, ihr Titelmaterial im Katalog für die Benutzer möglichst komfortabel auffindbar zu machen. Die Sortierung nach Erscheinungsjahr oder Relevanz sind in Bibliothekskatalogen mittlerweile die übliche Form der Treffersortierung; in den HeBIS-Katalogen ist die Sortierung nach Erscheinungsjahr standardmäßig voreingestellt.
Allerdings: Von den vielen Möglichkeiten wie sortiert werden kann, ist die alphabetische Sortierung wohl die ursprünglichste in Bibliotheken. Diese Art Treffersortierung eignet sich besonders gut für konkrete Suchanfragen, bei denen Titelstichworte oder Verfasser bekannt sind. Deswegen ist es auch erfreulich, dass es im HeBIS-Verbundkatalog seit Dezember möglich ist, die Trefferliste alphabetisch nach Autoren und Titeln zu sortieren.

© HeBIS-Verbundzentrale

Wie auch von anderen Suchoberflächen bekannt, können Benutzer über die alphabetische Sortierung die Trefferlisten in eine übersichtlichere Anzeige bringen und darüber gezielter durchgucken. Sie bietet einen leichteren Überblick über die vorhandenen Ausgaben eines Titels, es können also gleiche Titel eines bestimmten Autors direkt verglichen und der gewünschte Treffer gezielt ausgewählt werden. Oder es können alle Werke eines bestimmten Autors, die im OPAC vorhanden sind, übersichtlich dargestellt werden. Das ist besonders vorteilhaft bei Verfassern, die viel publiziert haben. Hilfreich kann die Sortierung auch sein, wenn es leichte Abweichungen im Titel gibt und die Datensätze für den direkten Vergleich trotzdem untereinander angezeigt werden können.

Zur genaueren Erläuterung der Sortierung:
Bei der Sortierung nach Autor wird alphabetisch nach Autorenname sortiert, innerhalb eines Autors nach Titel und innerhalb dieser chronologisch nach Erscheinungsjahr.
Bei der Sortierung nach Titel wird alphabetisch vorrangig nach dem Ansetzungssachtitel sortiert. Wenn der nicht vorhanden ist, wird der Hauptsachtitel genommen, innerhalb eines Titels wird chronologisch nach Erscheinungsjahr sortiert.


Als zu Beginn 2012 eine aktuellere Pica-Softwareversion der HeBIS-Kataloge eingeführt wurde, stand diese zusätzliche Sortiermöglichkeit weit oben auf der Projektliste. Im Laufe des Jahres wurden in dem Zuge weitere Verbesserungen und Ausweitungen umgesetzt.
Funktionen und Links wurden zugunsten der Verständlichkeit umbenannt. Die Bestandsanzeige für Titel mit Informationen zur Provenienz wurde verbessert. Im Katalog der Hessischen Bibliographie wurde die Startseite und Navigation umgestaltet, das Register wurde optimiert sowie ein Formular für Titelvorschläge eingerichtet.

Trotz der genannten Verbesserungen ist es im Vergleich zu früheren Jahren um die Weiterentwicklung des Verbundkatalogs aber relativ still geworden. Die Anpassungsmöglichkeiten an die veränderten Recherchebedürfnisse der Benutzer sind im Verbundkatalog inzwischen sehr begrenzt. Deshalb ist es sinnvoller, in eine moderne Rechercheoberfläche zu investieren, wie sie zurzeit mit dem HeBIS Discovery System aufgebaut wird, und alle Kräfte auf diese Aufgabe zu konzentrieren.

Kea Cordlandwehr

Mitteilungen

Hinweis Redaktionsschluss HeBIScocktail 2/2013

Liebe HeBIScocktail-Leserinnen und -leser,

bitte beachten Sie folgenden Hinweis:

Der nächste HeBIScocktail, Ausgabe 2/2013, erscheint nicht wie gewohnt im April, sondern im März als Druck- und Online-Ausgabe begleitend zum 5. Kongress Bibliothek und Information, Leipzig.

Wir nehmen gerne Ihre Beiträge für diese Ausgabe entgegen. Redaktionsschluss hierfür ist Ende Januar.


Vielen Dank!

Ihr HeBIScocktail-Team

(tak)
Neuer Datendienst für englischsprachige Literatur


2013 wird der Bezug von Daten für fremdsprachige Literatur auf Daten der British Library umgestellt. Dabei soll deren Angebot von „Linked Open Data“ genutzt und damit ein erstes Anwendungsszenario für solche Daten im HeBIS-Verbund realisiert werden. Die Vorarbeiten dazu haben bereits in der Verbundzentrale begonnen; im Laufe des 2. Quartals 2013 wird mit einem regelmäßigen Datenimport und dem Aufbau des Profildienstes für englische Literatur gerechnet. Der Profildienst wird auf der in den Daten enthaltenen Dewey-Klassifikation beruhen.

Der bisher bezogene Dienst „Nielsen Bookdata“ wurde zum 31. Januar 2013 gekündigt. Nach Vertragsende werden die ungenutzten NBD-Datensätze aus der HeBIS-Datenbank gelöscht.

(ria)

Gremienberichte

Bericht über die 5. Sitzung der Expertengruppe Normdaten am 9.Oktober 2012

Die kommissarische Leitung der EG Normdaten hat den Vorsitz an Frau Wiechmann (DNB) übergeben.

Beim Bericht aus den Verbünden wurden von keiner Seite Probleme gemeldet. Natürlich werden die maschinellen und manuellen Nacharbeiten in der GND noch Monate andauern und möglicherweise fliessend in die Umstellungsvorbereitungen auf RDA übergehen.


Dublettenbereinigung


Die Zusammenführung der Dubletten im Match- & Merge-Prozess wird sich über einen längeren Zeitraum als geplant erstrecken. Grund dafür sind die in den Aleph-Systemen nachzuvollziehenden Umverknüpfungen der Titeldaten. Da in Aleph die Obergrenze für zu ändernde Titel bei 20.000 pro Umlenkprozess liegt, können wöchentlich weniger Datensätze umgelenkt werden, als ursprünglich vorgesehen. Im Dezember 2012 wurde die Zusammenführung der dubletten Körperschaftssätze maschinell abgeschlossen, die Kongresse waren bereits vorher erledigt. Das abschliessende Match- & Merge-Verfahren für Geografika wird voraussichtlich erst Mitte des Jahres 2013 beendet werden.

Änderungen der Vorzugsbenennung von Geografika müssen auch in Datensätzen nachvollzogen werden, die den Ort in den Feldern 1XX enthalten, z.B. Istituto Lombardo$gMailand (früher: <Milano>). Dies wird automatisch in der GND erledigt und an die Verbünde ausgeliefert.

In einigen Fällen wurden zwei Sätze automatisch falsch zusammengeführt. Da dieser Prozess nicht rückgängig gemacht werden kann, müssen hierfür Neuansetzungen gemacht und ggf. Titel umverknüpft werden. Durch eine Mailboxnachricht werden die betr. Verbünde informiert.


Bereinigung von Personendaten in der GND mittels culturegraph


Der fortschreitende Anstieg von Tn- und Tp-Sätzen mit niedrigem Katalogisierungslevel ist unter anderem zurückzuführen auf Dateneinspielungen in die PND im Jahr 2011, sowie auf die Inbetriebnahme des PETRUS-Szenarios zur maschinellen Erzeugung und Verknüpfung von Tn-Sätzen. Diesem Anstieg, insbesondere von nicht mehr mit Bestand verknüpften Tn-Sätzen, könnte mit maschineller Unterstützung durch das Projekt (http://www.culturegraph.org) entgegengewirkt werden.

Zunächst handelt es sich nur um ein Konzept, dessen Zielsetzung es ist,
  • echte Dubletten (zwischen versch. Tn- bzw. zwischen Tn- und Tp-Sätzen) zu bereinigen
  • mittels Titelcluster (Abgleiche über culturegraph) mehr Tp-Satz-Verknüpfungen zu Titeln herzustellen, so dass viele Tn-Sätze überflüssig werden 
  • manuelle Umverknüpfungen (Tn -> Tp) überflüssig zu machen


Derzeit befinden sich alle Überlegungen noch weit vor einem Projektstatus. Mit einer Konkretisierung des Verfahrens für die Verbünde ist eher mittelfristig zu rechnen.


Neue Dateneinspielungen in die GND


Im GBV und SWB liegen Personendatensätze vor, die noch nicht Teil der GND sind. Diese insg. ca. 500.000 Personensätze (Tp + Tn) werden nach vorherigem Dublettencheck im Laufe des Jahres 2013 eingespielt werden.

Zur Behandlung offen gebliebener Fragen aus den GND-Schulungen s. auf der HeBIS-Webseite, GND-Projekt: Ergebnisse aus den GND-Fragerunden


Stand der RDA-Einführung

Die EG Formalerschließung hat im Sept. 2012 eine Stellungnahme zu den RDA Proposals verabschiedet. Darin wurde kritisiert, dass Änderungen vorgeschlagen werden, die zu einer Rückänderung bereits in Deutschland nachvollzogener Regeln führen würden.

Grundsätzlich wurde festgestellt, dass das Regelwerk nicht formatunabhängig betrachtet oder bewertet werden kann, wie bisher gehandhabt. Die AG RDA hat in ihrer Sitzung am 23.Okt. 2013 beschlossen, eine Unter-Arbeitsgruppe GND/RDA zu gründen, deren Aufgabe es ist, die GND auf RDA-Konformität zu prüfen. Diese UAG hat bereits im Dezember ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll bis Mitte des Jahres den Änderungsbedarf der GND-Praxis feststellen und entsprechende Anwendungsbestimmungen für den deutschsprachigen Raum erstellen. Ausserdem soll sie den personellen und technischen Aufwand für die Umsetzung erarbeiten.

Stand der Einführung von Originalschrift

Aus drei Verbünden sind Altdaten mit orginalschriftlichen Normdaten bzw. Ergänzungen originalschriftlicher Namensformen an vorhandenen Normdaten zu erwarten. Der SWB liefert das grösste Kontingent mit ca. 35.000 Datensätzen, HeBIS hat derzeit ca. 3.500 Normsätze, der GBV nur einige Hundert.

Da jedoch noch Abstimmungsbedarf über einige Regelauslegungen und die praktische Formatanwendung besteht, wurde der von der AG KVA veranstaltete „Workshop cjk“ am 22.November abgewartet. Auch danach bestehen noch Unklarheiten, weshalb sich der Start der Direktkatalogisierung von Originalschrift in GND/Iltis weiter verzögert.

Lebensdaten in Personennormsätzen

Es wird beschlossen, Geburts- und Sterbedaten aus Wikipedia (als Jahreszahlen) maschinell in GND-Tp-Sätzen zu ergänzen, wo diese fehlen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen soll künftig auf die Angabe exakter Lebensdaten bei noch lebenden Personen verzichtet werden.

Monika Denker E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ

Fortbildungen/ Veranstaltungen

Leichter suchen, mehr finden: Bericht über Info-Veranstaltung

Am 7. November 2012 lud die HeBIS-Verbundzentrale zu einer ganztägigen Informationsveranstaltung ein. Thema war das HeBIS Discovery System (HDS). In mehreren Vorträgen wurde über das Konzept und den Entwicklungsstand des Nachfolgers für das jetzige HeBIS-Portal berichtet. Bevor die Veranstaltung jedoch beginnen konnte, mussten Stühle herbeigeschafft werden; die Zahl der interessierten Kolleginnen und Kollegen überstieg die vorbereiteten Sitzplätze, sprengte jedoch nicht die Kapazitäten des Veranstaltungsraumes.


 

In der ersten Hälfte der Veranstaltung stellten Mitglieder der HeBIS-Verbundzentrale das HDS vor. Nach der Begrüßung charakterisierte Uwe Risch zunächst die Funktionen eines Discovery Systems und veranschaulichte die Unterschiede zu den bisherigen Bibliothekskatalogen.

Anschließend verschaffte Bettina Sunckel einen Überblick über das HeBIS Discovery System und zeigte die Funktionen anhand des derzeitigen Testsystems. Ins Detail ging Uwe Reh. Er erläuterte durch konkrete Beispiele, welche Prinzipien hinter den einzelnen Funktionen stehen.

Zu Guter Letzt ging Heike Nienerza gesondert auf EBSCO Discovery Service als wichtige Komponente von HDS ein.


 

Nach der Mittagspause legte Ato Ruppert (UB Freiburg) die Grundproblematik zweier verschiedener Suchsysteme in einem einzigen Datenbestand dar. Anhand von Zugriffszahlen und Beispielen veranschaulichte er die Problematik sowie eine mögliche Lösung. Im Zuge dessen stellte er das Freiburger Projekt RDS-Katalog vor.

Marko Knepper (UB Frankfurt) sprach im Anschluss über die noch im Test befindliche, lokale Sicht des HDS für die Universitätsbibliothek Frankfurt und gab einen Ausblick auf den Projektablauf; Helge Steenweg tat es ihm für die Universitätsbibliothek Kassel gleich.


Die anschließende Diskussion zeigte deutlich: Mit dem HeBIS Descovery System ist der Verbund auf einem guten Weg. Einige Details sind noch zu klären - so wird zum Beispiel die Fernleihe zunächst weiterhin über das alte HeBIS-Portal abgewickelt – dem Umstieg auf HDS steht jedoch nichts im Wege.



 

Weitere Informationen:

Jule Mildner E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ
Ankündigung

4. OCLC EMEA Regional Council Meeting in Straßburg

Am 26. und 27. Februar 2013 findet das vierte OCLC EMEA Regional Council Meeting statt, dieses Mal im Palais des Congrès in Straßburg, Frankreich. Schwerpunkte des Mottos "Dynamic Data: a world of possibilities" sind unter anderem Linked Data, Augmented Reality und Text-Mining.

Neben den Vorträgen bieten verschiedene Workshops und Sessions die Möglichkeit, sich eingehend mit verschiedenen Thematiken zu beschäftigen. Im Rahmenprogramm laden Touren zum Europäischen Parlament, der Mediathek von Straßburg und der Stadtbibliothek von Colmar ein.


Das EMEA Regional Council Meeting ist ein jährlich stattfindendes Treffen der OCLC-Mitlieder aus den EMEA-Regionen Europa, Naher Osten und Afrika. Es bietet neben aktuellen Themen und Workshops auch die Möglichkeit, mit sich Kollegen aus den verschiedensten Regionen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Projekte auf einen gemeinsamen Weg zu bringen.


Weitere Informationen:


J. Mildner E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ
Ankündigung

FRBR und RDA für Dummies

       
        FRBR und RDA für Dummies -
     Einführung - Überblick - Grundlagen 
   
   



Referentinnen: Fr. S.Miehle / Fr.R.Albrecht

Datum: Mittwoch, den 20.02.2013

Uhrzeit: 10.00 -14.00

Raum:
Hörsaal H II im Jügelhaus
Mertonstr. 17-21 (Hauptgebäude), 60325Frankfurt am Main

Aufzählungszeichen blauer PfeilGooglemaps


Anmeldung:
Per Mail an hessfort@hebis.de


Weitere Informationen:
Ausführliche Einladung zum Ausdrucken

(tak)

Impressum

HeBIScocktail 1/2013 (Januar 2013)


HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über HeBISnews und Pica-List angekündigt.


Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Kea Codlandwehr (kc), Tanja Kindt (tak), Jule Mildner (miju)

Weitere Autoren: Herbert Adam (hea), Rita Albrecht (ria), Monika Denker (mod), Andrea Hartmann, Michaela Konrad (mik), Heike Nienerza (hen), Günter Pietzonka (gp), Carmen Wünkhaus-Wittich (wit)

E-Mail-Adresse der Redaktion: cocktail@hebis.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autoren


HeBIScocktail 2/2013 erscheint März 2013.

Redaktionsschluss: Ende Januar 2013.