HeBIScocktail
Ausgabe: 2013-3
Editorial / Gruß von Dr. Heiner Schnelling
Dr. Heiner Schnelling
Dr. Heiner Schnelling

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach Stationen in Berlin (FU), Konstanz, Gießen und zuletzt Halle (Saale) habe ich am 1.7.2013 meinen Dienst an der Universitätsbibliothek J.C.Senckenberg in Frankfurt angetreten. Ich freue mich auf meine Arbeit an der drittgrößten Universität in Deutschland.


Besonders spannend wird sicherlich die Arbeit im CIB-Projekt, in dem HeBIS eine besonders wichtige Rolle spielen wird. Die Verbundlandschaft in Deutschland wird tiefgreifende strukturelle Veränderungen erfahren, und ich bin sehr zuversichtlich, daß HeBIS aufgrund seines Innovationspotentials dabei ganz wesentliche Akzente setzen wird.


Ihr Heiner Schnelling

Themen

CIB - Kernelemente einer neuen Infrastruktur für Bibliotheken



Gleichsam als Abschluss einer langjährigen Diskussion über Aufgaben und Funktionen der deutschen Bibliotheksverbünde hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Januar 2012 eine Ausschreibung zur „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“ veröffentlicht.

Im Ausschreibungsthemenfeld „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“ überzeugte als einziger Antrag das vom Hessischen Bibliotheksinformationssystem (HeBIS) als Konsortialführer sowie dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) getragene Projekt „Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten“ (CIB).

Für dieses Vorhaben wurde eine Förderung von zunächst drei Jahren gewährt. Es fußt im Wesentlichen auf drei Überzeugungen:

  1. Die Katalogisierung findet zukünftig nicht mehr in regionalen Verbunddatenbanken statt, sondern in einer international ausgerichteten Umgebung mit internationalem Regelwerk. Die Arbeit in dieser neuen Infrastruktur wird die herkömmlichen regionalen Verbunddatenbanken mittelfristig entbehrlich machen. Internationale Katalogisierungsplattformen existieren heute bereits, auch wenn sie zurzeit noch nicht das gesamte Spektrum an benötigten Funktionen abdecken können. Mit Blick auf die in Deutschland genutzten Bibliothekssysteme ist davon auszugehen, dass die zwei großen Bibliothekssystemanbieter OCLC und Ex Libris mit ihren aktuellen Cloud-Entwicklungen WorldShare (OCLC) und Alma (Ex Libris) hier eine maßgebliche Rolle spielen werden. Darüber hinaus können jedoch weitere Entwicklungen wie etwa das Open Source-System Kuali OLE durchaus interessante Anknüpfungspunkte bieten, sobald eine gewisse Marktreife festzustellen ist.

  2. Die heute in Form von "Lokalsystemen" erbrachten Funktionen können weitgehend in cloudbasierte Systeme verlagert werden. Die Existenz etwa einer automatisierten Ausleihe ist heute kein profilbildendes Angebot einer Bibliothek mehr und kann daher ohne Verlust an Wettbewerbsfähigkeit standardisiert, die entsprechenden IT-Dienste zugekauft werden.

  3. Ein nationaler Datenpool in Form eines von den internationalen Plattformen unabhängigen Systems muss schon aus Gründen der Datensicherung aufgebaut werden. Der nationale Datenpool wird die laufend aktualisierten Daten aller deutschen Bibliotheken aus den internationalen Plattformen umfassen und zugleich die Basis für all jene Dienste bieten, die zumindest noch mittelfristig ausschließlich auf deutschen Datenbeständen operieren, z.B. die Fernleihe.

Die „Cloud“ ist künftig ein zentraler Bezugsort der Dienste, die eine Bibliothek benötigt. Statt der mancherorts im Keller vorfindlichen Maschinen und Programme wird nun ein Dienst lizenziert. Der Betrieb der damit verbundenen Hard- und Software ist nicht mehr Sache der nachfragenden Institution, sondern wird vom Dienstanbieter verantwortet. Die Begründung hierfür ist ökonomischer Art und von überzeugender Schlichtheit: Entwicklung und Betrieb von IT-basierten Bibliotheksfunktionen ist für einen Kundenkreis von 40.000 Bibliotheken erheblich kostengünstiger realisierbar als für 4, 40 oder 400 Bibliotheken und kann bei Nutzung modernen Techniken konzentriert werden auf wenige Rechenzentren (Knoten) weltweit. Diese weltweit vernetzten „Knoten“ bilden die beim genauen Hinsehen doch sehr irdische „Wolke“. Dass cloudbasierte Lösungen der vorgestellten Art nicht primär „national“ sein können (und sollen) liegt auf der Hand.

Funktionsumfang und Reifegrad der derzeit am Markt angebotenen Plattformlösungen sind noch nicht ausreichend. Hier sind die Systemhersteller gefordert. Sinnvoll ist jedoch die Ausrichtung der Entwicklung an den Interessen der deutschen Bibliothekslandschaft. Das CIB-Konsortium hat genau aus diesem Grund mittlerweile Kooperationsvereinbarungen mit den beiden großen Herstellern Ex Libris und OCLC abgeschlossen. In diesen wird neben einer generellen Unterstützung der Projektziele auch die Bereitschaft erklärt, GND und ZDB in die Katalogisierungsplattformen zu integrieren und zudem die Plattformen untereinander mit Bezug auf die Datenbestände deutscher Bibliotheken zu synchronisieren.

Auch in Zeiten cloudbasierter Lösungen muss es den lokalen Bibliotheksleitungen vorbehalten bleiben, mit welchen Mitteln (und Diensten) sie ihre jeweilige Bibliothek als Partner von Bildung, Forschung und Lehre profilieren wollen – die Handlungsmöglichkeiten vor Ort sollen erweitert und nicht eingeschränkt werden. Wünschenswert ist deshalb nicht eine (erneute) Zementierung bibliothekarischer Abläufe in monolithischen Systemen (auch wenn diese aus der Cloud bezogen werden), sondern eine möglichst flexible und anpassungsfähige Struktur modularer Dienste und Funktionen. Die Plattformanbieter kommen dieser Forderung nach Flexibilität mit dem Angebot entgegen, in einer Art „App-Gallery“ kundenspezifische Erweiterungen zu ermöglichen und über offene Schnittstellen lokale Dienste einzubinden.

Das CIB-Projekt greift dieses Konzept standardisierter Kerndienste auf der einen und flexibel einzubindender Erweiterungen auf der anderen Seite auf und strebt eine aus mehreren Schichten bestehende Systemarchitektur an, in der standardisierbare Funktionen und Services, wie etwa die Katalogisierung, zukünftig zentral (in der Cloud) erbracht werden. Es zeichnet sich damit für das zukünftige Dienstleistungsspektrum von Bibliotheken das vielversprechende Bild einer serviceorientierten und damit modularen Bereitstellung von Diensten ab. In diesem Gesamtbild können auch Open Source-Systeme durchaus einen Platz beanspruchen, wenn auch sicherlich nicht als Kern einer internationalen Infrastruktur.

Die am CIB-Konsortium beteiligten Verbünde werden nach drei Jahren erste Pilotbibliotheken in die neuen, internationalen Systemumgebungen migriert haben. Vorbehaltlich einer positiven Evaluierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird zum Ende der insgesamt fünfjährigen Projektlaufzeit der Umstieg in die neue Infrastruktur weitgehend abgeschlossen sein. Dedizierte Verbundkataloge werden damit der Vergangenheit angehören, ebenso wie „Lokalsysteme“ in der heute betriebenen Form. Die Verbundzentralen haben heute neben ihren vielfältigen Aufgaben etwa in der Regelwerksentwicklung, des Metadatenmanagements oder der Aus- und Weiterbildung eine sehr wichtige Funktion als Entwickler und Betreiber bibliothekstechnischer Informationssysteme. Diese Funktion muss nun in einem erweiterten Verständnis wahrgenommen werden.

 IT-technische Systeme werden zukünftig in größerem Umfang als bisher zugekauft und müssen dann für die lokal vorhandenen Bedürfnisse aggregiert, konfiguriert und gegebenenfalls um weitere Dienste ergänzt werden. Für die Verbundzentralen heißt dies, die am Markt vorfindlichen Angebote zu evaluieren, gegebenenfalls in Form von Entwicklungs-Partnerschaften passende Lösungen zu entwickeln, Bibliotheken in der Auswahl von Bibliotheksdiensten eine unabhängige Beratung zukommen zu lassen und, nicht zuletzt, für eine vertragliche und finanziell interessante Implementierung und/oder Beschaffung passender Dienste zu sorgen.

Damit verbindet sich auch die Option, künftig als für die Vermittlung und Anreicherung von Diensten zuständiger Anbieter deutschlandweit aufzutreten. Die Entwicklung und Erprobung entsprechender Geschäftsmodelle, in denen die Verbünde als Vertragspartner gegenüber den Systemanbietern und IT-technischen Betreibern der Cloud-Strukturen auftreten und im Gegenzug die entsprechenden Dienste und Applikationen den teilnehmenden Bibliotheken „aus einer Hand“ anbieten können, sind ebenfalls Teil des CIB-Projekts.

Dr. Uwe Risch E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ
HeBIS Discovery Service: Betastart in Frankfurt und Kassel

Am 22. Mai wurden die beiden Pilotinstallationen des HeBIS Discovery Systems für den Betatest freigegeben. Seitdem können Benutzer der UB Frankfurt und der UB Kassel das neue Suchportal kennenlernen und ausprobieren.

Unter dem Motto "Leichter finden, mehr entdecken" wurde das Konzept des HeBIS Discovery Systems zuletzt bei einer Informationsveranstaltung im November 2012 einer breiteren Öffentlichkeit im HeBIS-Verbund vorgestellt. Kernkomponenten des Systems sind neben einer modernen VuFind-Oberfläche ein von HeBIS erstellter und gehosteter Index für den lokalen Bibliotheksbestand (also den Katalog) sowie der EBSCO Discovery Service (EDS). EDS erweitert den Suchraum des Katalogs um die Metadaten und teilweise auch Volltexte zahlreicher lizenzpflichtiger wie frei zugänglicher Datenbanken.

Katalog und EDS werden parallel durchsucht, die Ergebnisse werden dem Benutzer wegen der heterogenen Datenbasis aber auf zwei getrennten "Tabs" präsentiert. Dank EDS wird es für den Benutzer künftig sehr viel einfacher sein, in der Bibliothek verfügbare Volltexte zu finden und abzurufen.

Weitere Highlights des neuen Suchportals sind:

  • Integration von Inhaltsverzeichnissen in die Einfache Suche
  • Bessere Suchunterstützung in Form von Suchvorschlägen, Berücksichtigung ähnlich klingender Wörter ('maier' findet auch 'meier' oder 'mayer'), Ranking der Trefferlisten und Facetten zur nachträglichen Filterung großer Ergebnismengen. Die Suche ist im Vergleich zu den lokalen Pica-OPACs fehlertoleranter, so dass mehr relevante Treffer gefunden werden können als bisher.
  • Ausführliche Standort- und Verfügbarkeitsinformationen sowie Bestellmöglichkeiten wie im lokalen OPAC. Neben Signaturen und Nutzungshinweisen wird über eine spezielle Schnittstelle im Lokalsystem der aktuelle Verfügbarkeitsstatus der Medien abgerufen und direkt in der Trefferliste angezeigt.
  • Volle Integration des lokalen Nutzerkontos, so dass die neue Oberfläche auch für die Anzeige der Nutzerdaten nicht verlassen werden muss.

HDS setzt die wichtigsten Benutzerwünsche um, die aus der HeBIS-weiten Katalogumfrage 2011/12 hervorgegangen sind (Umfrage-Ergebnisse).

Dennoch - es handelt sich erst um die Beta-Version, so dass es sicher noch Optimierungsbedarf gibt. Mit großer Spannung wird deshalb schon das Feedback erwartet, das Benutzer sowohl in Frankfurt als auch in Kassel über ein leicht zugängliches Web- bzw. Mail-Formular abgeben können. Darüber werden wir im nächsten HeBIScocktail Nr. 4/2013 im Oktober berichten.

Der Aufbau von HDS hat sich als anspruchsvolles Projekt erwiesen, das nur dank enger Kooperation zwischen der HeBIS-Verbundzentrale und den mehrköpfigen Teams der Pilotbibliotheken UB Frankfurt und UB Kassel gelingen konnte. Die Entwicklungszeit bis zur Beta-Reife hat etwas mehr als ein Jahr betragen. Angesichts des Komplexitätsgrades und des hohen Eigenentwicklungsanteils ist das eine ansehnlicher Erfolg, der ohne das vereinte Knowhow und große Engagement aller Beteiligten nicht möglich gewesen wäre. Wer möchte, kann sich unter folgenden Adressen selbst ein Bild vom erreichten Entwicklungsstand machen:


Mehr Detailinformationen zum Projekt finden Sie auf den Projektseiten.

Heike Nienerza E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ
HLB Fulda erfolgreicher Teilnehmer im OnleiheVerbundHessen


Die HLB Fulda nimmt seit 2010 als einzige wissenschaftliche Bibliothek in Hessen an der Onleihe teil. Aufgrund der lokalen Besonderheiten hatte die HLB Fulda sowieso schon einen Medienbestand im stadtbibliothekarischen Bereich angeboten. Was sprach also dagegen, neben dem Printbestand und CDs/DVDs auch ein online-Angebot zu offerieren?

Der OnleiheVerbundHessen ist ein Zusammenschluss von hessischen Stadtbibliotheken und öffentlichen Bibliotheken, die gemeinsam elektronische Medien im stadtbibliothekarischen Bereich kaufen und über die Onleihe allen eingeschriebenen Lesern anbieten. Über Arbeitsgruppen in den Bereichen Erwerbung, Statistik, Support und Marketing tauscht man sich untereinander aus. Die Verbundteilnehmer kommen zu regelmäßigen Anwendertreffen zusammen und berichten u.a. über gemeinsame Vorhaben und stimmen über weitere Maßnahmen im Hinblick auf die Onleihe ab.

Mit der Erweiterung um einen Kinder- und Jugendbereich hin zu einer Hochschul-, Landes und Stadtbibliothek im Oktober 2011 musste in Fulda folglich auch der nächste Schritt auf dem virtuellen Sektor durch Ausbau des digitalen stadtbibliothekarischen Medienangebotes erfolgen. Seit 1.3.2013 ist die HLB Fulda eine von zurzeit 45 teilnehmenden Bibliotheken im OnleiheVerbundHessen.

Mit dem Wechsel in den OnleiheVerbundHessen konnte das Angebot der HLB an Onleihe-Medien stark erweitert werden. Für die Aktualisierung der Katalognachweise wurden die Links in den vorhandenen Exemplarsätzen (ca. 4.800) aktualisiert. Darüber hinaus wurden ca. 17.000 Exemplarsätze neu angelegt, für 6.800 Medien mussten neue Titelsätze erzeugt werden.

In der Onleihe werden mittlerweile über 40.000 digitale Medien aus verschiedenen Sachgebieten angeboten.


Die Vorteile der Onleihe im Überblick:

  • Der Service ist für alle Leser der teilnehmenden Bibliotheken kostenlos.
  • Die Onleihe kann von jedem internetfähigen Rechner aus genutzt werden.
  • Das Angebot der Onleihe bezieht sich auf eBooks, eAudio, eVideo, eMusik und ePaper.
  • Die Leihfristen betragen für eBooks und eAudio 14 Tage, für eVideo und eMusik 7 Tage, für eMagazines 1 Tag und für ePaper 1 Stunde.
  • Nach Ablauf der Leihfrist werden die Medien automatisch zurückgebucht, und es entstehen keine Mahngebühren.
  • Es können gleichzeitig insgesamt 99 Titel entliehen werden, maximal 10 Titel können vorgemerkt werden. Es erfolgt eine Benachrichtigung per E-Mail, dass die Medien 3 Tage reserviert bleiben.
  • Die elektronischen Medien der Onleihe können unter bestimmten Voraussetzungen (DRM-fähige Geräte) auch auf mobilen Endgeräten (z.B. eBook-Reader, MP3-Player, Smartphone, Tablet-PCs) genutzt werden. Auf den Hilfeseiten findet man hierzu die Kompatibilitätslisten für die entsprechenden Geräte, und wie ein Download erfolgen kann.
  • Die Leser können Medienwünsche absenden.
  • Es wird ein Userforum angeboten, in dem die Leser ihre Erfahrungen mit der Onleihe und deren Anwendung auf mobilen Endgeräten austauschen können.
  • Über den Support werden Leseranfragen zur Onleihe beantwortet, die nicht in den Hilfethemen beantwortet wurden.


Unsere Nutzer finden die Medien des OnleiheVerbundHessen im Online-Katalog der HLB Fulda (http://www.hs-fulda.de/hlb) und unter dem Link: http://www.onleiheverbundhessen.de.


Die Ausleihzahlen in der Onleihe haben sich positiv entwickelt und sind seit der Einführung  um das Doppelte gestiegen: Von ca. 800 auf über 1.600 Ausleihen monatlich, jedoch müssen die Besteller u.U. mit längeren Wartezeiten rechnen.

Insgesamt hat sich die Umstellung von der Einzelonleihe zum OnleiheVerbundHessen für die HLB Fulda gelohnt, da ein größeres Angebot an virtuellen Medien auch eine größere Zahl an neuen Nutzern anzieht. Ebenso profitieren die Nutzer, die sowieso schon Onleihe-Nutzer sind,  von diesem nun stark erweiterten Angebot.

In der Einzelonleihe konnten die Leser der HLB Fulda auf einen E-Medienbestand von ca. 4.000 virtuellen Medien zugreifen. Nun ist der Zugriff im OnleiheVerbundHessen auf über 40.000 E-Medien möglich.

Damit ermöglicht die HLB auch den stadtbibliothekarisch interessierten Nutzern im elektronischen Bereich  Bibliotheksbenutzung rund um die Uhr, unabhängig von Öffnungszeiten.

Zudem benötigt eine Bibliothek durch den um ein virtuelles Angebot erweiterten Bestand keinen zusätzlichen Regalplatz für die Aufstellung physischer Medien, was in der heutigen Zeit durchaus von Vorteil ist. Weiterhin entfallen Diskussionen um Leihfristen und Mahngebühren.

Es wird zukunftsweisend sein, solche Online-Angebote auch in einer wissenschaftlichen Bibliothek anzubieten.

Nutzer haben unterschiedliche Medienbedürfnisse und wenn wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Interessen von einer Stelle bedient werden können, dankt das einem nicht nur der Nutzer, sondern es entspricht darüber hinaus bildungspolitischen Empfehlungen, wie sie in bibliotheksstrategischen Papieren (z.B. Bibliothek 2007) schon seit Langem gefordert werden.


Iris Leibold E-Mail an AutorIn
HLB Fulda
UB Kassel goes social - Erfahrungsbericht der Universitätsbibliothek Kassel mit Facebook




Anfang 2012 startete die Universitätsbibliothek Kassel ihre Social Media Offensive. Die Intention war, dorthin zu gehen, wo sich ein großer Teil der Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek im Web 2.0 aufhält. Da es sich hier zumeist um Studierende der Universität Kassel handelt, war klar, dass vor allem ein Facebook-Auftritt gefragt war. Um ein breiteres Publikum anzusprechen als nur die Facebook-Nutzer, sollten auch noch ein Twitter Account und ein UB-Blog hinzukommen. Es begann als Projekt für die Auszubildenden zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste des dritten Lehrjahres. Ziel war es, die komplett neu gestaltete Facebook-Seite der UB und eigens „gedrehte“ Video-Tutorials zur Katalogrecherche zum Sommersemesterbeginn umzusetzen. Die erste Präsentation sollte auf der Betriebsversammlung im März 2012 stattfinden.

Bevor die die kreative Arbeit beginnen konnte, musste man sich erst einmal mit Fragen nach Impressum, Urheberrechtsgesetz und Datenschutz auseinandersetzen sowie vor allem die AGBs von Facebook durcharbeiten. Zudem standen Fragen im Raum wie z.B.: Unter welchem Namen soll der Auftritt bei Facebook firmieren - Uni Bibliothek Kassel, Universitätsbibliothek Kassel, oder UB Kassel?

Nach der Klärung all dieser Punkte begannen die Überlegungen im Azubi-Team, welche Services der UB auch über Facebook angeboten werden sollen. Dabei entstand die Idee, die Katalogsuche via Facebook anzubieten. Es sollten außerdem Inhalte regelmäßig auf Facebook veröffentlicht werden, um dauerhaft präsent zu sein und dadurch neue Likes (Gefällt-mir-Meldungen) zu erhalten. Dabei wurde die Reihe der fachrelevanten berühmten Geburtstagskinder sowie die wöchentliche Meldung der diensthabenden Servicetheke im Wochenenddienst geboren.

Nachdem die Basisfunktionen eingerichtet und die Video-Clips startklar waren, gingen die Facebook-Seite, der Twitter-Account, der UB-Blog und der Youtube-Kanal der UB Kassel am 23. April 2012 - pünktlich zum Welttag des Buches - online.

Nach dem offiziellen Start dauerte es eine Weile, bis Facebook-User, die nicht aus dem Kollegenkreis stammten, auf die Seite aufmerksam wurden, aber nach nicht mal einem Jahr konnte der 300. Like gefeiert werden! Die Resonanz auf die täglichen Postings ist eher verhalten, das heißt, hier braucht es viel Geduld und die Bereitschaft, sich auch seinem Publikum anzupassen und thematisch flexibel zu bleiben. Die Likes sind das positive Feedback, das man bei Facebook bekommen kann. Servicegespräche wie an der Informationstheke kommen kaum zustande. Das Ziel durch die ständige Präsenz ist vielmehr, die Nutzerinnen und Nutzer für Besuche in der Bibliothek zu gewinnen. Deshalb gibt es zum Beispiel auch immer wieder Buchtipps mit genauer Signatur- und Standortangabe. Um dauerhaft präsent zu bleiben, sollte mindestens einmal am Tag ein Beitrag gepostet werden. Viele Facebook-Beiträge ergeben sich kurzfristig aus aktuellen Themen, so dass sich kein genauer Zeitaufwand definieren lässt. Jedoch sollte ein Posting im Allgemeinen nicht mehr als 2-3 Minuten in Anspruch nehmen.

Aktuelle Neuigkeiten aus der Bibliothek werden so kontinuierlich veröffentlicht, ebenso wie Störungen an Service-Automaten oder Webangeboten der UB, die, die Nutzungsmöglichkeiten der Bibliothek vorübergehend einschränken. Natürlich wird auch auf neue Service-Angebote oder Veranstaltungen und Schulungen der UB hingewiesen. Allerdings bekommen die kleinen alltäglichen Geschichten und Klischees aus der Bibliothek immer wieder die meiste Aufmerksamkeit und entsprechend die meisten „Likes“.

Nach nun anderthalb Jahren Social Media-Erfahrung gehört Facebook an der UB Kassel inzwischen zum Berufsalltag. Wer ein breiteres Publikum ansprechen und dauerhaft präsent sein will, wo die Masse der Nutzer sich heutzutage bewegt, kommt um Facebook und Co. eigentlich nicht mehr herum.

Die Grundsteinlegung, also der Aufbau der Facebook-Seite ist zeitaufwändig und nicht mal eben in 5 Minuten erledigt, aber danach schreiben sich Beiträge meist wie von selbst. Die Schwierigkeit liegt darin, den richtigen Ton zu treffen, und das ist mitunter eine Gratwanderung. Auf Facebook begegnen wir dem Bibliotheksnutzer auf gleicher Augenhöhe, nicht hinter Tresen und Bildschirm versteckt. Gerade deswegen ist es nicht verkehrt, mehrere Mitglieder im Team zu haben, die sich auch bezüglich der Formulierung von Beiträgen oder einfach nur zur kreativen Unterstützungaustauschen können. Hilfreich ist sicherlich auch private Facebook-Vorerfahrung, aber Dienstliches und Privates sollten klar voneinander getrennt bleiben. Ein Facebook-Konto ist schnell erstellt und auch wieder deaktiviert, so dass man auf die Frage von Bibliotheken: „Sollen wir oder sollen wir nicht?“ die Antwort geben kann, die eine große deutsche Parfümeriekette schon vor ein paar Jahren ganz passend formulierte: „Come in and find out!“.


Alle Links auf einen Blick:

Carolin Felden E-Mail an AutorIn
UB Kassel
Neues Mitglied im HeBIS-Verbund
Die Bibliothek des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt

Das Hessische Staatsarchiv Darmstadt als Teil des Hessischen Landesarchivs hat die Aufgabe, Unterlagen des Regierungspräsidiums Darmstadt, der nachgeordneten Dienststellen in den kreisfreien Städten Darmstadt und Offenbach sowie der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Gießen, Groß-Gerau, Offenbach, des Odenwaldkreises, Vogelsbergkreises und Wetteraukreises zu bewahren. Dazu kommt die Überlieferung aus dem Gebiet des Großherzogtums bzw. Volksstaats Hessen. Die dazugehörige Dienstbibliothek wurde im Krieg völlig zerstört und musste neu aufgebaut werden. Heute umfasst die Bibliothek im „Haus der Geschichte“ ca. 130.000 Medieneinheiten. Der jährliche Zuwachs beläuft sich auf ungefähr 550 Bände; dazu kommen etwa 300 laufende Zeitschriften, Zeitungen und Reihen. Der Altbestand aus den Jahren 1600 bis 1800 besteht aus ca. 2.500 Bänden.




Haus der Geschichte, Darmstadt
Foto: Staatsarchiv Darmstadt



Sammlungsschwerpunkte sind die hessische Geschichte, insbesondere die der Landgrafschaft, des Großherzogtums und des Volksstaates Hessen, die Ortsgeschichte im Bereich des Archivsprengels, Historische Hilfswissenschaften sowie Nachschlagewerke. Medien zur allgemeinen Geschichte Deutschlands und des europäischen Auslands stehen neben speziellen Sammlungen zu den Themen Judaica und Recht sowie Amtsdrucksachen. Auch die Buchbestände mehrerer Deposita sind in die Bibliothek integriert. Die Besonderheit dieser Bibliothek machen die unzähligen Werke zur Lokal- und Heimatgeschichte Süd- und Oberhessens aus. Der Bestand ist systematisch aufgestellt.

Die Bibliothek des Staatsarchivs ist eine Präsenzbibliothek. Externe Nutzer können Medien in den Lesesaal bestellen, wo zudem eine umfangreiche Sammlung an Nachschlagewerken und historischen Zeitschriften direkt zugänglich ist.

Bis Anfang der 1990er Jahre waren die einzigen Nachweisinstrumente für den Bibliotheksbestand mehrere Zettelkataloge. Das Staatsarchiv Darmstadt führte Ende 1993 Allegro ein und konnte über den „Darmstädter Gesamtkatalog“ seine Daten im Internet veröffentlichen. Nach dessen Ende wurden alle Allegro-Daten regelmäßig in die Archivdatenbank HADIS exportiert, wo sie gemeinsam mit Archivalien recherchiert werden können. Im Jahr 2012 trat das Staatsarchiv Darmstadt, wie schon die beiden anderen hessischen Staatsarchive, HeBIS sowie dem Lokalsystem Darmstadt bei. Ein Großteil der Allegro-Daten wurde in PICA migriert (56.000 Monographien, 28.000 Aufsätze), mehrbändige und fortlaufende Werke werden nachgearbeitet. Seit September 2012 erfolgt die Katalogisierung ins CBS, seit März 2013 steht ein gemeinsamer OPAC für das Staatsarchiv und das Stadtarchiv Darmstadt zur Verfügung.

Da die Retrokatalogisierung der Zettelkataloge noch nicht abgeschlossen ist sowie Allegro-Daten per Hand nachgetragen werden müssen, sind bei Recherchen zurzeit drei Kataloge und/oder ein Datenbankabzug im Archivsystem zu berücksichtigen. Das Ziel ist nun, in absehbarer Zeit den Bestand ausschließlich über den OPAC zugänglich zu machen.

Die Bibliothek des Staatsarchivs Darmstadt wird von einer Wissenschaftlichen Bibliothekarin mit halber Stelle betreut. Unterstützt wird sie stundenweise von einem Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste sowie 3 engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Jeanette Derdau E-Mail an AutorIn
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt

Mitteilungen

BNB Open Data als Fremddaten in der HeBIS-Datenbank

Bereits als sich abzeichnete, dass wir den Datendienst von Nielsen für englischsprachige Publikationen über die Laufzeit des Vertrages hinaus nicht verlängern würden, haben wir uns in der Verbundzentrale nach einem Ersatz umgesehen. Nach den doch etwas diffusen Erfahrungen mit Buchhandelsdaten wollten wir unbedingt wieder auf bibliothekarische Daten setzen, die den Bedürfnissen unserer Verbundbibliotheken und deren Bibliothekarinnen und Bibliothekaren besser gerecht werden. Wir stießen bei unseren Recherchen auf das noch relativ junge "Open Data"-Angebot der British National Bibliography.

Eine erste Sichtung und Analyse ergab noch einige Schwachstellen, die jedoch nach entsprechender Rücksprache zum überwiegenden Teil von unseren englischen Kollegen ausgemerzt wurden. (In der British Library freute man sich übrigens sehr über unsere Nutzungsabsichten des Open Data Services!)

Inzwischen sind alle Vorbereitungsarbeiten wie die Einrichtung der Importschnittstelle und das Mapping der DDC-Notationen auf die Sachgruppen der DNB abgeschlossen und der Datenimport kann Ende Juli beginnen. Wie gewohnt stehen die Fremddaten in unserer Produktionsdatenbank zur Verfügung und können bei der Katalogisierung direkt nachgenutzt werden. Nach Abschluss der ersten Importläufe erfolgt im nächsten Schritt die Erledigung der noch notwendigen Restarbeiten zur Integration der Daten in den Profildienst für die Erwerbung (Produktivnahme voraussichtlich in der ersten Augusthälfte).


Hier einige wichtige Detailinformationen zu den BNB-Daten und zu deren Nachnutzung für Erwerbung und Katalogisierung:


  • Die BNB-Lieferungen der ersten Jahreshälfte 2013 werden alle zusammen in einer "Grundlieferung" bereitgestellt, danach erfolgen monatliche Einspielungen.
  • Es werden nur Titel ab Erscheinungsjahr 2012 ff. eingestellt.
  • Die Titeldaten umfassen Druckwerke und Elekronische Ressourcen, die in
    Kat. 0500 Pos. 1. mit den zugehörigen Codierungen gekennzeichnet werden.
    Die 2. Pos. ist in allen Sätzen mit dem Indikator "a" für "einbändig" besetzt, es sind aber auch mehrbändige Werke sowie Teile zu mehrbändigen Werken enthalten.
    Die Bände von Mehrbändern sind nach angloamerikanischem Usus häufig in der Hauptaufnahme zusammengefasst (in der Umfangsangabe ist dann z. B. ""3 v." angegeben). Solche Aufnahmen müssen bei der Katalogisierung entsprechend umgearbeitet werden.
  • Bei Personen ist die Unterscheidung "Verfasser" – "sonst. beteil. Person" nicht immer RAK-gerecht. Es gibt keine Verknüpfungen zu Normdaten.
  • Kat. 4170: Zählungen innerhalb Schriftenreihen (Kat. 4170) sind nicht immer angegeben - in der "Grundeinspielung" fehlen sie sogar fast immer! (Hier wurde von den Kollegen der British Library nachgebessert!)
  • Kat. 4201 (Unaufgegliederte Fußnoten): Hier werden diverse Inhalte aus verschiedenen Feldern eingestellt, die leider nicht weiter differenziert werden können. Die Angaben sind daher von sehr unterschiedlichem Informationswert, überflüssige Texte sollten bei der Katalogisierung gelöscht werden.
  • Kat. 52XX (Subject Heading) beinhaltet Schlagworte, meist als Sw-Ketten
  • Dem Profildienst liegt die gleiche Einteilung der DDC-Sachgruppen zugrunde wie den DNB-Lieferungen. Fachreferenten und Erwerbungsleiter erhalten in Kürze weitergehende Informationen.

Rückmeldungen über Ihre Erfahrungen nehmen wir gerne entgegen; bei weiteren Fragen kontaktieren Sie bitte unseren Mitarbeiter Herrn Reith (e.reith@ub.uni-frankfurt.de).

(ria)
HeBIS - Personalia

HeBIS - Personelle Veränderungen


Dr. Heiner Schnelling begann zum 1. Juli 2013 seinen Dienst an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und übernimmt die Leitung der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg, zu deren Bibliothekssystem auch die HeBIS-Verbundzentrale gehört.

Berndt Dugall, langjähriger Direktor der UB Frankfurt und HeBIS-Verbundleiter, wird Ende September altersbedingt ausscheiden.

Fr. Claudia Effenberger hat die HeBIS-Verbundzentrale Ende Juni verlassen.

Fr. Carmen Wittich-Wünkhaus ist ab Juli bis auf Weiteres in Erziehungsurlaub.

(tak)
Neue HeBIS-Verbundordnung in Kraft getreten

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat am 12. Juli 2013 die neue HeBIS-Verbundordnung in Kraft gesetzt. In dieser werden die Organisation des Verbundes und die Struktur der Verbundgremien sowie deren Aufgaben festgelegt.


Aufzählungszeichen blauer Pfeil   Verbundordnung, aktuell gültige Fassung vom 12.07.2013 (pdf) 

Aufzählungszeichen blauer Pfeil   Weitere Informationen auf den HeBIS-Seiten

(tak)
Standardisierungsausschuss beschließt zeitliche Anpassung im RDA-Projekt

Der Standardisierungsausschuss hat beschlossen, das fuer den Bereich Normdaten vorgesehene Zeitfenster innerhalb des Gesamtzeitplans zum RDA-Projekts um 3 Monate bis  einschließlich März 2014 zu verlängern. Zuvor hatten die Verbünde eindringlich darauf hingewiesen, dass insbesondere der Bereich der Körperschaftsnormdaten wegen der starken Unterschiede zwischen dem bisher eingesetzten Regelwerk RAK und den RDA sehr aufwändig in der Bearbeitung sei. Außerdem müssten neben den Regeln selbst in der AG RDA und in der UAG GND auch der zu erwartenden Arbeitsaufwandes, die Altdatenproblematik sowie Implementierungsfragen eingehend analysiert werden.

Die Verbünde zeigten sich nach der Entscheidung erleichtert, weil diese ihnen mehr Spielraum bei den anfallenden Jahresendarbeiten und den fuer die Umstellung der GND auf RDA notwendigen Schulungen verschafft.

An der Laufzeit des gesamten Projektes (bis Ende 2. Quartal 2015) ändert sich durch diese Anpassung zunächst nichts. Der Standardisierungsausschuss hat jedoch die AG RDA nach ihrer Sitzung im kommenden September um eine Rückmeldung dazu gebeten, ob der Zeitplan fuer die anderen Teilprojekte und damit insgesamt gehalten werden kann.

In seiner Sitzung am 18. Juni 2013 verabschiedete der Standardisierungsausschuss Herrn Dugall (HeBIS), der dem Gremium 13 Jahre vorgestanden hatte, und Frau Mallmann-Biehler (BSZ), die zu den Gründungsmitgliedern gehoerte; beide treten Ende September in den Ruhestand. Zur neuen Vorsitzenden wurde Frau Dr. Silke Schomburg (hbz) gewählt.

(ria)
Neu in der Datenbank
Import von Metadaten - Ergänzungen und Aktualisierungen

National- und Allianzlizenzen


U.S. Congressional Serial Set 1817-1980, ZDB-1-USC, LZI V554 (69.114 Datensätze)
http://www.nationallizenzen.de/angebote/nlproduct.2009-02-20.2266515664

Springer Lecture Notes, ZDB-1-SLN aus den Jahren 1969-1972 (238 Titel) mit Lizenzindikatoren (V500 = LNC, V511 = LNM, V512 = LNP)
http://www.nationallizenzen.de/angebote/nlproduct.2011-01-27.1163141552

EBSCOhost eBook Collection (ehem. NetLibrary), ZDB-1-NEL, LZI V153, V279 (4515 Titel), alle Volltextlinks aktualisiert, 40 Titeldaten gelöscht, 155 neue Titel übernommen
http://www.nationallizenzen.de/angebote/nlproduct.2006-03-20.4421392276



Konsortial- und Bibliothekslizenzen


Oxford Scholarship Online (Januar: 354 Titel, Mai: 313 Titel)
http://www.oxfordscholarship.com/

APA Psych, ZDB-27-PSB (609 Titel)
http://www.ovid.com/site/catalog/DataBase/1758.jsp

WISO E-Books, ZDB-5-WEB, LZI V266 (173 Titel)
http://www.wiso-net.de/webcgi?START=03A&SEITE=amedien.tin&WID=53932-9960032-02426_3

Oxford Reference, LZI V41, wurden die Katalogdaten komplett aktualisiert (227 Titel).
http://www.oxfordreference.com/

Onleihe / Divibib wurde für die HLB Fulda erweitert.
http://www.onleiheverbundhessen.de/verbund_hessen/frontend/welcome,51-0-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html

German Literature Collections von Proquest (Untermenge "Deutsche Klassiker im WWW"), LZI V558 (157 Titel)
http://klassiker.chadwyck.co.uk/

Hanser E-Book Pakete 2013
http://www.hanser-elibrary.com/
  • Informatik / IT, ZDB-16-HET, V562
  • Wirtschaft, ZDB-16-HEW, V563
  • Konstruktion, ZDB-16-HEK, V567
  • Kunststofftechnik, ZDB-16-HES, V568
  • Maschinenbau, ZDB-16-HEM, V569
  • Qualitätsmanagement, ZDB-16-HEQ, V570
  • Elektrotechnik, ZDB-16-HED, V571

Safari Tech Books Online,  ZDB-32-STB (2878 Titel)
http://proquest.tech.safaribooksonline.de/



Patron Driven Acquisition (PDA)


Ebook Library ZDB-89-EBL (67.099 Datensätze)
Ebrary ZDB-38-EBR (140.480 Datensätze)
MyiLibrary, ZDB-26-MYL (25.921 Datensätze)



Neue LZIs


- Beck: Kommunalpraxis Premium - V553
- Beck: NomosOnline Arbeitsrecht - V557
- beck-eBibliothek - Die Studienliteratur - V559
- Hanser E-Books: Wirtschaft 2012 - V566
- Nomos Wirtschaft 2013 - V564
- Campus Business 2013 - V565




Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Michaela Konrad
Tel.: (069) 798 39 658

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Seit Beginn 2013 liefert Springer in den Metadaten zu den E-Books Inhaltsverzeichnisse und Beschreibungen des Inhalts (Zusammenfassung, Zielgruppe, Autoren) mit aus. Der erweiterte Metadaten-Service wurde im Mai als Routine-Import in HeBIS etabliert.

Rückwirkend konnten die Kataloganreicherungen für die Springer E-Books (wenn vorhanden) über alle Springer Collections eingespielt werden. Ca. 77.000 Anreicherungsdaten liegen aktuell vor. Die gelieferten Daten werden den Metadaten entnommen und als im Katalog durchsuchbare Objekte auf dem HeBIS-Kataloganreicherungs-Server abgelegt. Dazu werden dann für die Titeldaten entsprechende Links generiert. Im HeBIS-Verbundkatalog werden die Zusatz-Informationen als "Hinweise zum Inhalt" präsentiert.





Ausserdem hat Springer sein Format dahingehend verbessert, dass jetzt auch Seitenzahlen und Illustrationsvermerke mit eingespielt werden können. Durch das komplette Update wurde auch für Altdaten - wo möglich - eine verbesserte Verknüpfung zu Online-Schriftenreihen (Od-Sätze) erreicht.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Anja Tröger
Tel.: (069) 798 39 551

(trö)

Fortbildungen/ Veranstaltungen

HeBIS Online-Fernleihe Anwendertreffen am 09. 09.2013

Einladung zum HeBIS Online-Fernleihe Anwendertreffen


Wann : Mo. 9.September 2013 um 10.30 – ca. 13.00 Uhr

Wo: Frankfurt: Goethe Universität / Campus Bockenheim – Neue Mensa (gegenüber der UB)

Raum: Neue Mensa Konferenzraum III

Anfahrtsplan:
http://www2.uni-frankfurt.de/38093742/Campus_Bockenheim-pdf.pdf



Vorschlag zur Tagesordnung:

  • TOP 0: Begrüßung

  • TOP 1: Aktueller Stand der HeBIS Online-Fernleihe
    • Fernleihabrechnung 2013
    • E-Kopienfernleihe
    • Praxisbeispiele
    • Ablösung Transferprogramm

  • TOP 2:Verbundübergreifende Fernleihe / Bericht aus den Fernleihgremien

  • TOP 3:HeBIS: aktuelle Projekte
    • -z.B. Einführung HeBIS Discovery Service (HDS)

  • TOP 4:Verschiedenes


Es wird genug Zeit sein, einzelne Fernleihthemen anzusprechen und Sie können sich mit Fernleihkollegen aus Hessen und Rheinhessen austauschen. Falls Sie weitere Anregungen oder Themen für das Treffen haben, bitten wir um eine kurze Mitteilung.


Richten Sie sich bitte per e-mail an unsere Sammelmailadresse:
hebisfernleihe@ub.uni-frankfurt.de


Nach unserem Treffen gibt es die Möglichkeit, an einer Führung in der
neu eröffneten Bibliothek Sozialwissenschaften und Psychologie (BSP) der
Universität Frankfurt auf dem Campus Westend teilzunehmen:
http://www.ub.uni-frankfurt.de/bsp/


Anfahrtsweg von Bockenheim siehe:
http://www.ub.uni-frankfurt.de/bsp/so.html

Wir bitten um einen kurzen Vermerk bei der Anmeldung, wenn Sie an der Führung teilnehmen wollen.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:


Günter Pietzonka
Tel.: (069) 798 39 667
(gp)

HeBIS-Nutzerversammlungen 2013

Bitte merken Sie sich die Termine für die HeBIS-Nutzerversammlungen 2013 vor:
(Raumbelegung und die Tagesordnung werden rechtzeitig unter www.hebis.de bekanntgegeben).


     Mo. 02.09.2013, 10-13.00 Uhr
     HLB Darmstadt
     Di. 10.09.2013, 10-13.00 Uhr UB Gießen
     Mo. 23.09.2013, 10-13.00 Uhr UB Kassel





(tak)
Rückblick:

Hessischer Bibliothekstag 2013 in Bensheim

Über den Woken - Bibliotheken und die Cloud



Unter diesem Motto fand in Bensheim am 13.05.13 der Hessische Bibliothekstag statt, veranstaltet durch den Landesverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv). Die Wahl des diesjährigen Leitspruchs der Fachtagung der hessischen Bibliothekarinnen und Bibliothekare beweist, dass "Cloud-Computing" mittlerweile im Alltagsgeschäft der Bibliotheken längst angekommen ist. Mit Anwendungen wie Google, Facebook und E-Books und im Zeitalter der 'mobilen Verbindungen' (Smartphones und Tablets) werden immer mehr virtuelle Dienste in Anspruch genommen, deren Datenkapazitäten nicht mehr physisch in der Bibliothek vorhanden sind, sondern durch Zugriffe auf entfernte Rechner den Nutzern Diensleistungen vor Ort nahebringen.

An den beiden Veranstaltungsorten Parktheater und Stadtbibliothek bot sich für die Besucher eine interessante  Fortbildungsveranstaltung mit aktuellen Themen aus der bibliothekarischen Praxis (eine Auswahl s.u.) und ausreichend Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.



Navigationselement blauer Pfeil nach rechts  Programm Hessischer Bibliothekstag 2013
Navigationselement blauer Pfeil nach rechts  PPT-Folien der Vorträge




Grußwort des Bürgermeisters von Bensheim, Thorsten Herrmann
Foto: Matthias Schaider, Stadt Bensheim




Dr. Thorsten Benkel/JWG-Universität
Foto: Matthias Schaider, Stadt Bensheim



Dr. Thorsten Benkel von der JWG-Universität Frankfurt näherte sich in seinem Beitrag "Selbstdarstellung als Maske" dem Phänomen Facebook vom soziologischen Standpunkt und stellt fest, dass Persönlichkeitsdarstellung mittlerweile zu einer Angelegenheit des virtuellen Raums geworden ist, in der die Ich-Präsentation immer mehr zur Inszenierung wird.



Raymond Bérard, Direktor von ABES
Foto: Matthias Schaider, Stadt Bensheim



'A next generation library system for the Sudoc network'
war Thema des Vortrages von Raymond Bérard, Direktor von ABES (Agence bibliographique de l'enseignement supérieur). Bérard  führte aus, wie sich ABES, der  französische Bibliotheks- und Katalogisierungsverbund und Betreiber des französischen Verbundkataloges Sudoc, dessen Zentrale Datenbank (ebenso wie bei HeBIS) auf dem System CBS / OCLC PICA basiert, den zukünftigen Entwicklungen stellen will.

Die gängigen Bibliothekssysteme kommen an ihre Grenzen und können den heutigen System-Anforderungen und Recherche-Standards nicht mehr oder nur noch bedingt gerecht werden. Die nächste Generation der web-basierten Systeme erobert den Markt, der Umstieg auf diese neue Technologie bedeutet für Bibliotheken jedoch eine große Herausforderung und wird mit großen Veränderungen in vielen Feldern verbunden sein.

Die Vorteile, die der Einstieg in 'Cloud Computing' für Bibliotheken bringen kann, sind leicht erkennbar:
Deutliche Kosteneinsparung bei derzeit  kostspieliger Hardware und System-Instandhaltung, höhere Daten-Effizienz durch Synergie-Effekte in der Katalogisierungs-Gemeinschaft, einfaches Einbringen und Fremdnutzung von Neu-Entwicklungen.

Vor dem Umstieg für Bibliotheken und Katalogisierungsverbünde gibt es jedoch zahlreiche ungeklärte Fragen, z.B.: Wie sieht es aus mit Datenschutz, Datensicherheit und Datenqualität in der Cloud? Wie wird sich der Umstieg auf Personalsituation und Kostenverlauf auswirken? Was passiert mit unseren IT-Eigenentwicklungen? Welche Struktur wird entstehen, wenn sich französische Bibliotheken für unterschiedliche Cloud-Lösungen entscheiden?

Bérard macht deutlich, daß die neue Technologie immense Veränderungen in der derzeitigen Struktur und Organisation der Bibliotheken und das Geschäftsmodell von Katalogisierungsverbünden wie ABES in Frankreich bedeuten kann. Um Klarheit über die potentiellen Folgen zu erhalten, hat ABES eine Studie über die zu erwartenden Auswirkungen einer gemeinsamen web-basierten Systemlösung mit Kosten-Nutzen-Analyse in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen dann die Grundlage für weitere Entscheidungen liefern. 1




Sven Instinke, Hamburger Öffentliche Bücherhallen
Foto: Matthias Schaider, Stadt Bensheim


Von den Veränderungen im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken berichtet
Sven Instinske, Leiter Internetportal und eService der Bücherhallen Hamburg in seinem Beitrag:

`Mobile web, social media und der demographische Wandel - Wie sich die Bücherhallen Hamburg den Herausforderungen stellen`.


Die Erwartungen an Öffentliche Bibliotheken und ihre Mitarbeiter verändern sich, Nutzerverhalten wird von ganz neuen Faktoren bestimmt. Wie können wir den neuen Anforderungen gerecht werden?

Mit einem Zukunftsworkshop im Jahr 2011 hatten sich die Hamburger Bücherhallen dazu entschlosssen, eine Vision und ein Leitbild der Bücherhallen bis zum Jahr 2020 zu formulieren. Bibliothekspolitische Ziele und Unternehmensziele sollten beschrieben und in ersten Maßnahmen bis 2015 umgesetzt werden.
Sven Instinske beschreibt, was seitdem geschehen ist und welche konkreten Veränderungen und Neuerungen seither verwirklicht wurden.



Verleihung des Bibliothekspreises 2013

Für die Stadtbibliothek Bensheim gab es an diesem Tag noch einen Grund zur Freude: Ihr wurde der Hessische Bibliothekspreis 2013 verliehen. Dieser mit 10.000,-EUR dotierte Preis wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Landesverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) ausgeschrieben und geht erstmals an eine Bibliothek, die gleichzeitig Veranstaltungsort des Bibliothekstages ist.

Die Preisverleiher betonten, die Stadtbibliothek Bensheim wurde ausdrücklich aufgrund ihrer hervorragenden Bewerbung und der erfolgreichen Fortentwicklung seit dem Umzug in die Bensheimer Innenstadt im Jahr 2010 umgezogenen ausgewählt.
Insbesondere

  • die kontinuierliche Steigerung der Anzahl der Entleihungen auf über 200.000 p.a.,
  • die Erhöhung des Medienbestandes auf 52.000 Einheiten und
  • die markante Erhöhung der Besucherzahlen.

belegen die erfolgreiche Arbeit der Stadtbibliothek. Die Erweiterung des Medienangebotes durch die Teilnahme am Onleihe-Verbund Hessen und die Kooperation im Rahmen des Bibliotheksverbundes Bergstraße mit vier weiteren Bibliotheken sowie mit lokalen Initiativen, städtischen Einrichtungen und dem örtlichen Buchhandel überzeugten ebenfalls die Jury bei der Auswahl.

Zielgruppenorientierte Angebote, und Mitgestaltung an Programmen zum demografischen Wandel spielen im Konzept der Stadbücherei eine große Rolle, so wurde z.B.:

  • die Kooperation mit dem Ausländerbeirat der Stadt auf- und ausgebaut,
  • lesefreundliche Medien im Rahmen der Barrierefreiheit für Senioren zur Verfügung gestellt in Zusammenarbeit mit der Caritas eine spezielle Einführung in die Onleihe für Senioren geplant.
  • spezieller Service für Berufspendler und
  • das „Schüler-Center“ mit Internet-Plätzen, Office-PCs und Lerntischen für Schüler/innen eingerichtet.


Das Team der Stadtbibliothek nimmt den Bibliothekspreis entgegen
Foto: Matthias Schaider, Stadt Bensheim





1 Die Ergebnisse dieser Studie liegen mittlerweile vor, weitere Informationen (in französisch) dazu unter http://www.abes.fr/Arabesques/Arabesques-n-71


Tanja Kindt E-Mail an AutorIn
HeBIS VZ

Der Aperitif

Sommer-Lese-Tipps für Bibliothekare

Jede Leseratte stößt zur Urlaubszeit unweigerlich auf die Fragen: Welche Bücher nehme ich mit? Was möchte ich lesen? Habe ich genug zu lesen?

Hier drei Leseempfehlungen der bibliothekarischen Art:



Entspannung pur © Alfred Heiler / pixelio.de


Wer sich gerne in ein spannendes Buch vertiefen möchte, kann in Die verlorene Bibliothek von A. M. Dean die Geschichtsprofessorin Emily Weiss auf die Suche nach dem verschollenen Wissen der Bibliothek von Alexandria begleiten.

Der Thriller verspricht Spannung, glaubhafte Akteure und eine gut konstruierte Geschichte.


Etwas phantastischer geht es in Geheimnisvolle Bibliotheken zu, einer Anthologie rund um Bücher und Bibliotheken. In 26 Kurzgeschichten und Comics kann man sich in die selbst für jeden Bibliothekar mysteriösen Welten der Bibliotheken entführen lassen.


Weit solider für Freunde von Sachbüchern ist Die Welt der Bibliothek : eine Geschichte der Bibliothek. Der Autor Matthew Battles, seines Zeichens Bibliothekar, erzählt in mehreren Aufsätzen die Geschichte einiger ausgewählter Bibliotheken – darunter unter anderem auch wieder die der Bibliothek von Alexandria.


Die verlorene Bibliothek Geheimnisvolle Bibliotheken Die Welt der Bibliothek : eine Geschichte der Bibliothek

Autor: A. M. Dean

Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)

ISBN: 978-3404168019

448 Seiten

Herausgeber: Carolin Gmyrek

Verlag: Low, Verlag Torsten

ISBN: 978-3940036155

401 Seiten

Autor: Matthew Battles

Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim

ISBN: 978-3411160044

255 Seiten

(miju)

Impressum

HeBIScocktail 3/2013 (Juli 2013)


HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über HeBISnews und Pica-List angekündigt.


Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Kea Codlandwehr (kc), Tanja Kindt (tak), Jule Mildner (miju)

Weitere Autoren:  Herbert Adam (hea), Rita Albrecht (ria), Monika Denker (mod), Michaela Konrad (mik), Heike Nienerza (hen), Günter Pietzonka (gp), Elmar Reith (rei), Anja Tröger (trö)

E-Mail-Adresse der Redaktion: cocktail@hebis.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

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HeBIScocktail 4/2013 erscheint Oktober 2013.

Redaktionsschluss: Ende September 2013.

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