HeBIScocktail
Ausgabe: 2013-4
Editorial
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

'Wir sind hier.'


Unter diesem Motto findet gerade die jährliche Frankfurter Buchmesse statt. Dieser Slogan gilt gleichsam für Bibliotheken, auch in den Zeiten des Medienwandels.

Für den HeBIS-Verbund ist der Standort der bibliothekarischen Entwicklung, an dem wir uns heute befinden, eng mit dem Wirken und dem Weitblick des bisherigen Verbundleiters Berndt Dugall verbunden. Hr. Dugall hat Ende September altersbedingt die Verbundleitung abgegeben, Anfang Oktober wurde in einer konstituierenden Sitzung der neue Verbundvorstand gewählt.

Herr Dugall gibt in diesem HeBIScocktail einen persönlichen Rückblick über 35 Jahre Arbeit im und mit dem HeBIS-Verbund. Dieser zeigt anschaulich, wie oft es in dieser Zeit schon notwendig war, sich neu zu positionieren, und dass es mit gebündelten Kräften auch immer gelungen ist. Hr. Dugall schaffte es, das große Ganze im Blick zu behalten und hat zu guter Letzt, um die Bibliotheken international wettbewerbsfähig zu halten, die entscheidenden Weichen für eine ganz neue Entwicklung, den Weg 'in die Cloud', gestellt.

Wir vom HeBIS-Verbund wünschen Herrn Dugall alles Gute für die kommende Zeit! Wir wissen, dass weiterhin interessante Aufgaben auf ihn warten, denen er sich ebenso erfolgreich widmen wird.



Ihr HeBIScocktail-Team


tak E-Mail an AutorIn

Aktuell

WinIBW3
Erfolgreicher Abschluss der Testphase für WinIBW3.6

Zwischen dem 29. Juli und dem 29. September fand eine offizielle Testphase für die nächste Version der WinIBW3 statt. Alle Beschäftigten aus HeBIS-Bibliotheken waren eingeladen, an dem Test teilzunehmen.


Smiley © Thomas Siepmann / pixelio.de

Die Testphase sollte eventuelle Probleme in der alltäglichen Arbeit in den Bibliotheken aufzeigen. Die Tester konnten sich WinIBW3.6 installieren und kontinuierlich damit arbeiten. In einem für den Test eingerichteter Kommunikationsbereich konnten Fehler gemeldet, diskutiert oder sich generell mit anderen Testern ausgetauscht werden.


Ergebnisse

Die Tests ergaben: Grundlegende Änderungen im Gegensatz zu WinIBW3 GND gab es nicht. Dafür jedoch ein paar neue Funktionen. Eine Rechtschreibprüfung soll Fehler in den Titelaufnahmen vermeiden helfen. Die Möglichkeit, die Syntaxfarben (PPNs, Links, Expansionen) individuell anzupassen, soll für einen besseren Überblick in den Titelaufnahmen sorgen.

Komplett überarbeitet wurde das Script-Menü, das in WinIBW3 als Ersatz für die Macro-Funktionen eingesetzt werden kann. Auch die Update-Funktion wurde verbessert. So ist es jetzt besser möglich zu prüfen, ob ein Update durchgeführt wurde.


Natürlich hat auch WinIBW3.6 hat ihre Macken. So muss hingenommen werden, dass in den wenigen Fällen Umlaute nicht korrekt angezeigt werden. Ebenso wurden viele altbekannten Kleinigkeiten noch nicht von Pica verbessert. WinIBW3.6 ist weder schneller, als WinIBW3 GND, noch haben sich die Gegebenheiten für die Arbeit mit mehreren Fenstern verändert.


Im Großen und Ganzen war die Testphase aufschlussreich. WinIBW3.6 hat einige Verbesserungen erhalten, jedoch sind alte Gewohnheiten der Vorgängerversionen noch nicht ausgeräumt. Ich bedanke mich auf diesem Wege noch einmal bei allen Testern!


Ausblick

In den nächsten Wochen wird WinIBW3.6 ihre mittlerweile veraltete Vorgängerversion ablösen. Gleichzeitig erfolgt ein Update der WinIBW3 GND, um diese – soweit möglich - auf den gleichen Stand zu bringen. Übergangsweise werden bis Sommer nächsten Jahres Updates für WinIBW3 GND und WinIBW3.6 bereitgestellt. Danach entfällt eine weitere Pflege von WinIBW3 GND.


An dieser Stelle sei auch noch einmal darauf hingewiesen, dass WinIBW2 vorallem in der Katalogisierung nicht mehr benutzt werden sollte. Die in WinIBW2 bereitgestellten Skripte sind veraltet und werden nicht mehr gepflegt! Dadurch werden immer wieder unnötige Fehler produziert.

Jule Mildner E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale

Themen

35 Jahre im und mit dem HeBIS Verbund: ein persönlicher Rückblick



Als ich im Juni 1977 meinen Dienst bei der Senckenbergischen Bibliothek aufnahm, bestand eine meiner wichtigen Aufgaben darin, mich um die Einführung eines dialogorientierten Ausleihverfahrens in der StUB zu kümmern. Der HeBIS Verbund - wenn man dieses so nennen möchte - bestand zu diesem Zeitpunkt eigentlich aus vier Bausteinen.

  1. Die Automatisierung hatte seit 1970 auch die Landesverwaltung ergriffen, und als zentrale Infrastruktureinrichtungen waren Kommunale Gebietsrechenzentren (KGRZ) gegründet worden.
  2. Diese versorgten am Rande auch die Bibliotheken. Im Einsatz war ein auf reiner Stapelverarbeitung basiertes Lochstreifenverfahren.
  3. Der HeBIS Verbund war eine von meinen Vorgängern Köttelwesch und Lehmann entwickelte Zielsetzung; zu diesem Zeitpunkt noch mehr eine Idee, denn ein Organisationsmodell.
  4. Eine echte Innovation stellte die Neukonzeption der Hessischen Bibliographie mit rein maschineller Datenerfassung dar, deren erster Band 1979 erschien.

Mit der erwähnten Einführung eines dialogorientieren, auf Echtzeitverarbeitung basierten Modells in der Ausleihe wurden folgende Wandlungen vollzogen:

  • Als Arbeitsinstrument kamen erstmals Bildschirme zum Einsatz.
  • Die ausschließliche Eingabe über Tastatur wurde durch die Erfassung maschinenlesbarer Etiketten über Lesegeräte bei Büchern und Ausweisen abgelöst (OCR)
  • Die Bibliotheken wurden erstmals auch für die tatsächliche Verarbeitung durch Betrieb eigenständiger Rechner zuständig. Die seinerzeit eingesetzten Modelle der Firma CTM verfügten z.B. über Wechselplatten. Diese hatten bei einer Speicherkapazität von ca 12 MB (passt heute auf die Spitze einer Stecknadel) die Größe der Felge eines Geländewagens.
In den tatsächlichen Betrieb ging dieses Verfahren in der StUB im Juli 1979. Im März 1980 folgten Kassel und danach Gießen, Marburg, Darmstadt sowie auch einige Stadtbüchereien (z.B. Bensheim).

Parallel arbeiteten die StuB und das KGRZ Frankfurt aber auch an der Entwicklung eines dialogorientierten Katalogisierungsverfahrens unter der Bezeichnung HeBIS-Kat. Dieses sollte die erste klassische Verbundanwendung sein, da hier alle Beteiligten in eine zentrale Datenbank katalogisieren wollten. Das Verfahren sollte ursprünglich 1984 seinen Betrieb aufnehmen. Tatsächlich geschah dies jedoch erst im April 1986. Die Ursachen hierfür lagen in verzögerter Entwicklung, Kontroversen mit Personalräten, verzögerter Endgerätebeschaffung und was es so alles gibt an Dingen, die schiefgehen können. An Nutzerorientierung wurde damals übrigens überhaupt nicht gedacht. Alle Veränderungen kamen so gut wie ausschließlich internen Arbeitsprozessen in den Bibliotheken zu Gute.

Meine persönlich enge Verknüpfung mit dem HeBIS Verbund hatte dann ihre Ursache in meinem Wechsel auf die Leitung der StuB in Frankfurt im Juni 1988. Obwohl es kein förmliches Statut gab, liefen alle Aktivitäten über die StUB; nicht zuletzt, weil diese als städtische Einrichtung wiederum eng an das KGRZ Frankfurt als Dienstleister gekoppelt war. Der Hessische Zentralkatalog war de facto so etwas wie eine Verbundzentrale, obwohl er über keinerlei Rechnerkapazität verfügte. Dies war alleine Sache des KGRZ.

Nach zwei Jahren Erfahrung wurde mir klar, dass diese enge Bindung an das KGRZ auf Dauer nicht gut gehen konnte. Maßgeblich hierfür waren folgende Gründe:

  • Bibliotheksdatenverarbeitung war im KGRZ ein Randphänomen und wurde bei Innovationen immer hintan gestellt.
  • Die enge Kopplung an eine kommunale Einrichtung war den Hochschulen, die mit diesen KGRZ so gut wie nichts zu tun hatten, auf Dauer nicht zu vermitteln
  • Die technische Entwicklung ging nun hin zu Lokalsystemen (ILS), die komplett vor Ort betrieben wurden.
Erster Ausfluss einer Loslösung von den KGRZ war die Einführung eines vollständig autonomen Ausleihsystems (Norsk Data), welches In Frankfurt 1990 und in Kassel und weiteren Standorten kurz darauf in Betrieb genommen wurde. Parallel begannen aber auch die Überlegungen, sich hinsichtlich der Katalogisierung gänzlich vom KGRZ zu lösen. Es war ein Glücksfall, dass seinerzeit mit Herrn Götz Scholz (heute Verwaltungsdirektor des Klinikums Mainz) im HMWK ein diesen Ideen sehr aufgeschlossener Vertreter tätig war. So konnten wir gemeinsam zunächst eine Studie in Auftrag geben, um herauszufinden, welche Migrationsstrategie für uns am geeignetsten sein könnte. Auftragnehmer dieser Studie war übrigens Prof. Wolfgang König von der GU, der diese Arbeit seinerzeit mit seiner damaligen Mitarbeiten Sylvia Weber (heute Leiterin der Konsortialgeschäftsstelle) durchführte. Im Ergebnis wurde uns die Einführung des damals holländischen PICA Systems empfohlen.

Mir war jedoch klar, dass eine rein bibliotheksbasierte Lösung keine Aussicht auf Erfolg hatte. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit musste der Schluss gezogen werden, dass nur die möglichst vollständige Einbindung der Hochschulen einen wirklichen Durchbruch schaffen konnte. So traf es sich gut, dass das Land Hessen 1991 die Aufgabe übernahm, unter Leitung des damaligen Präsidenten der TU Darmstadt, Prof. Dr. Wolfgang Böhme eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich mit der Umstrukturierung der Hochschulen in Thüringen und in diesem Kontext auch der Hochschulbibliotheken befasste.

Wie ich zum Mitglied dieser AG wurde, weiß ich heute nicht mehr. In der Folge reifte bei mir jedoch die Erkenntnis, dass es sinnvoll sei, auch für Hessen eine solche AG einzurichten. Es gelang mir dann, sowohl das HMWK als auch Prof. Böhme von dieser Idee zu überzeugen, und so entstand im März 1994 das Positionspapier „Informationssystem Hessen: Ziele, Struktur, Aufbau Kostenmodell“. Hier hatten sich HMWK und Hochschulen gemeinsam erstmals zu einer Übernahme von Aufgaben und Verantwortung bekannt. Ein Schritt, ohne den die Verbundstruktur in ihrer heutigen Form nicht denkbar gewesen wäre. In diesem Papier wurden zwei Prinzipien sozusagen geboren. Das System der „Informationsregionen“ sowie die „funktionale Einschichtigkeit“. Da die geplante Einführung des Pica Systems notwendigerweise mit dem Aufbau eines eigenen Rechenzentrums einher ging, wurden mit der Leitung der Goethe-Universität Verhandlungen geführt, an deren Ende sich die GU dazu bekannte, im Rahmen ihres HRZ eine eigenständige Abteilung Bibliotheksdatenverarbeitung einzurichten (Leitung Herr Schneider).

Der „neue Verbund“ nahm somit im Oktober 1995 seinen Betrieb auf. Neben dem Zentralsystem (heute noch CBS) gingen innerhalb weniger Wochen auch 6 Lokalsysteme (LBS) in Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt, Darmstadt und Mainz in Betrieb. Diese Umstrukturierung hatte sehr unterschiedliche, aber weitreichende Konsequenzen:

  • Erstmals wurden auch nutzerbasierte Komponenten (OPAC) Bestandteil der Dienste
  • Die Abnabelung von den KGRZ war endgültig vollzogen
  • Der Verbund erhielt erstmals eine durchgängige Organisationsstruktur, die sich auch in einem Erlass manifestierte (HeBIS Verbundordnung)

Es sollte nicht verkannt werden, dass die ersten Jahre recht schwer waren, zumal sich die von PICA empfohlene Personalausstattung der BDV als nicht ausreichend erwies. Die seinerzeit insbesondere von Seiten der UB Mainz immer wieder ausgesprochenen Drohungen, man könne sich auch einem anderen Verbund anschließen, wirkten dann auch nicht gerad stabilisierend. Aber mit zunehmender Dauer und gewonnener Erfahrung konnte auch diese kritische Phase überwunden werden, zumal es gelang, durch Rückbau und schließlich gänzlicher Schließung des konventionellen HZK die Personalsituation zu entschärfen.

Mitte der 90er Jahre spielte auch das Thema Speicherbibliothek eine bedeutende Rolle, zumal mit dem Freiwerden diverser „Konversionsliegenschaften“ allerlei Phantasien sprießten. So erhielt ich u.a. ab 1996 für eine gewisse Zeit jährlich eine Einladung zur Eröffnung des Viehmarktes in Bad Arolsen. Aber dieses Thema konnte durch geschicktes Aussitzen erfolgreich „begraben“ werden.

Für die weitere Entwicklung des Verbundes war jedoch ein anderer Prozess viel wichtiger. Ab etwa 1995 zeichnete sich ab, dass zunächst bei Datenbanken, dann aber auch bei Zeitschriften der Erwerb von Lizenzen anstelle des bis dahin üblichen Kaufs zunehmend eine Rolle spielte, es war absehbar, dass zumindest in Teilbereichen der gedruckte Text in wachsendem Maße durch elektronische Varianten ersetzt würde. Daraus leiteten sich zwei Konsequenzen ab.

  • Es deutete sich an, dass es zukünftig sinnvoll sein könnte, gemeinsame Beschaffungen durchzuführen (Stichwort Konsortialstrukturen)
  • Es könnte sich als nützlich erweisen, einen Teil von Erwerbungsmitteln zentral für konsortiale Beschaffungen auszugeben

Beide Gedanken waren 1997/98 jedoch im Kreis der Kolleginnen und Kollegen nur schwer zu vermitteln. Der erste Konsortialvertrag wurde 1997 für die Beilstein Datenbank (heute Teil von Reaxys) abgeschlossen und zwar von der UB Frankfurt an den anderen Bibliotheken vorbei. Ich hatte seinerzeit bei den Kollegen für ein solches Vorgehen zunächst kein Interesse wecken können und deshalb die Dekane aller Chemiefachbereiche der Hessischen Universitäten nach Frankfurt eingeladen. Auf diese Weise kam 1997 der erste Konsortialvertrag zustande. Da sich aber abzeichnete, dass auch im Bereich der Zeitschriften einiges in Bewegung geraten würde, versuchte ich, eine gänzlich andere Entwicklung zu nutzen.

1997 kam es wegen der schlechten Ausstattung mit Studienliteratur zu heftigen Studierendenprotesten, so dass Bund und Land ein Sonderprogramm auflegten. Es gelang dann mit starker Unterstützung des Kanzlers der GU die anderen Hochschulen und das HMWK zu überzeugen, dass man nicht alles Geld ausschließlich in gedruckte Lehrbücher investieren sollte, sondern einen Teil zur gemeinsamen Beschaffung elektronischer Ressourcen verwenden könnte.

Dies war 1999 die Geburtsstunde der zentralen Mittel für das HeBIS Konsortium. Parallel dazu wurde absehbar, dass der neue Zweig der mit Lizenzen verbundenen digitalen Ressourcen eine Daueraufgabe werden würde, so dass dafür auch eine stabile Infrastruktur zu schaffen sei. Dies wurde 2000 mit der Schaffung der Konsortialgeschäftsstelle vollzogen, die heute ein nicht mehr wegzudenkender Teil des Verbundes ist.

Die Jahre 1997/98 waren aber noch aus einem anderen Grund sehr spannend. Frau Weber, die inzwischen vom Status der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des FB Wirtschaftswissenschaft der GU in das HMWK gewechselt war, brachte mich auf die Idee, mit einem „innovativen Konzept“ zu versuchen, an einem Förderprogramm des Hessischen Wirtschaftsministeriums zu partizipieren. Das innovative Konzept war die maschinelle Retrokonversion der Zettelkataloge, die dann auch bis 2002 zur Umsetzung von mehr als 8,5 Millionen Zettelnachweisen führte und den HZK völlig obsolet werden ließ.

Manchmal wird ein nachträglich als großer Erfolg angesehenes Ereignis auch von Zufällen stark beeinflusst. Im September 2004 hatte ich einen Termin in der TIB mit dem dortigen Direktor Herrn Rosemann sowie dem Direktor der SUB Göttingen, Herrn Mittler. Am Ende unseres Gespräches, schon im Aufbruch begriffen, traf ich im Flur den damaligen Leiter der Abteilung LIS der DFG, Herrn Bunzel.

Dieser erzählte dann, dass es wegen vieler nicht so recht laufender Projekte in seinem Etat noch ein erhebliches Guthaben gäbe, und er fragte, ob jemand eine zündende Idee habe, das noch vorhandene Geld kurzfristig sinnvoll auszugeben. Dies war schlicht die Geburtsstunde der Nationallizenzen. Da ich sozusagen zu den Gründervätern gehörte, war es nicht allzu schwer, unserem HeBIS Konsortium auch hier eine sehr wichtige, neue Aufgabe zuzuweisen. Was daraus geworden ist, vermögen die meisten Leserinnen und Leser selbst zu beurteilen.

Da die STUB 2005 in die Zuständigkeit der Goethe-Universität überführt wurde, lag es nahe, die bis dato getrennten Bereiche Verbundzentrale und Bibliotheksdatenverarbeitung zu einer Organisationseinheit zusammen zu führen. Dies wurde dann mit Datum 01. Januar 2008 vollzogen.

Der Verbund hatte auch darauf sei hingewiesen seit 2003 mit Elektra eine Portalsoftware eingeführt, die nach mehrjährigem Betrieb doch „in die Jahre gekommen war. Inzwischen hieß das Zauberwort auf dem Markt „Discovery Systeme“, so dass es notwendig wurde, auch hier wieder eine Innovation zu starten. Nach langwierigem Selektions- und Auswahlprozess entschieden sich die Mitglieder im Dezember 2011 für die von der Firma EBSCO angebotene Lösung EDS, so dass wir auch hier seit diesem Jahr wieder den Anschluss an den Stand der Technik gefunden haben.

In ein wirklich schweres Wasser geriet der Verbund aber alle anderen Verbünde auch - durch die Evaluierung der deutschen Verbundsysteme durch den Wissenschaftsrat 2010/11. Im Kern lautete das Ergebnis etwas überspitzt formuliert. Alle Verbünde machen das Gleiche, vieles davon noch falsch, und so kann es nicht weiter gehen. Obwohl diese Kritik in ihrer Pauschalität sachlich falsch und ebenso überzogen war, fiel sie bei politischen Entscheidungsträgern auf fruchtbaren Boden. Die DFG legte sofort ein Förderprogramm auf, die KMK entfaltete geradezu hektische Aktivitäten, und in unserem Verbund sahen Viele die Abenddämmerung aufziehen. Nun, wir haben uns dem daraus resultierenden Wettbewerb gestellt und wenden uns nun einer völlig neuen Entwicklung zu. Wir gehen in die „Cloud“. Ich kann für mich in Anspruch nehmen, diesem Prozess noch wesentlich initiiert zu haben, umsetzen kann ich ihn nicht mehr.

Rückblickend stellen sich wie immer in solchen Fällen natürlich auch Fragen:
  • Waren getroffene Entscheidungen richtig?
  • Wo hätte sich die Möglichkeit geboten, auch völlig anders zu agieren?
  • Gab es in bestimmten Fällen ernstzunehmende Alternativen, die nicht ausreichend geprüft wurden?
Letztlich ist es kaum möglich, diese eindeutig zu beantworten. Klar muss aber sein, dass das Allermeiste überhaupt nur geschaffen werden konnte, weil es die nötige Anzahl an Weggefährten, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gab, die mitgezogen haben. Der Verbund ist immer nur so gut, wie seine gesamte Mannschaft. Deshalb ist es auch nicht so wichtig, ob an der Spitze eine einzelne Leitung oder ein kollegialer Vorstand steht. Erst das Zusammenwirken vieler Beteiligter erlaubt eine konstruktive Arbeit und eine innovative Weiterentwicklung. Möge diese sich weiter entfalten können.



Berndt Dugall E-Mail an AutorIn
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars, Hauptbibliothek der Theologischen Fakultät Fulda: Portrait

Die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars ist die zentrale bibliothekarische Einrichtung des Bistums Fulda. Mit ihrem Bestand von über 350.000 Medien und rund 300 laufenden Zeitschriften ist sie deutschlandweit eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken in kirchlicher Trägerschaft.




Bibliotheks- und Museumsgebäude, Außenansicht vom Domdechaneigarten
© Erich Gutberlet


Gegründet 1572 für die Ausbildung von Theologen in Fulda, ist sie seit 1994 mit den Fachseminarbibliotheken der Theologischen Fakultät vereinigt und erfüllt seitdem die Funktion einer Hochschulbibliothek. Sie ist ferner diözesane Leitbibliothek und sammelt und archiviert die Publikationen aller Einrichtungen und Organe des Bistums. Sie ist demnach gleichermaßen Archiv-, Wissenschafts- und Forschungsstätte.

Seit 1994 befindet sich die Bibliothek in ihren heutigen Räumlichkeiten in der Domdechanei. Mittelpunkt der neuen Räume ist der Kuppellesesaal zwischen den repräsentativen Altbauten der Domdechanei (17021704) und des Bischöflichen Priesterseminars (16671670). Der Lesesaal umfasst 30 ruhige Arbeitsplätze, sechs Arbeitskabinen (Carrels) sowie einige abschließbare Schreibtische und ist mit W-LAN ausgestattet. Er bietet ferner Platz für ca. 30.000 systematisch aufgestellte Freihandbände.




                  

Links: Der neue Kuppellesesaal, © Erich Gutberlet
Rechts: Der Universalgelehrte Athanasius Kircher, Ölgemälde von J.A. Herrlein im Hrabanus-Maurus-Lesesaal, © Erich Gutberlet


Die Katalogisierung erfolgt seit 1994 mit dem System BIS-C der Firma Dabis. Über BIS-C werden auch die Erwerbung und Ausleihe gesteuert. Die katalogisierten Bestände sind über den Web-OPAC recherchierbar und bestellbar. Zurzeit sind bereits 2/3 des Gesamtbestandes, darunter alle Zeitschriften, im Katalog erfasst. Für die Recherche in älteren Beständen stehen ein alphabetischer und ein systematischer Katalog zur Verfügung. Seit einem Jahr betreut die Bibliothek auch den E-Dokumentenserver der Theologischen Fakultät Fulda KiDokS (Kirchlicher Dokumentenserver) und ist für die E-Learningplattform der Fakultät „moodle“ mitverantwortlich.

Sammelschwerpunkte der Bibliothek sind Theologie, Philosophie, Ethik, Geschichte, Kirchengeschichte, Bistumsgeschichte und Fuldensien, Psychologie, Religionspädagogik, christliche Kunstgeschichte. Religiöse Dichtung sowie Kinder- und Jugendliteratur gehören ebenfalls zu den Schwerpunktthemen.

Der Altbestand umfasst mehr als 40.000 Bände aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Hinzu kommen noch über 5.000 historische Dissertationen zur fuldischen Geschichte, zur Theologie und zur Rechtsgeschichte sowie 159 Inkunabeln. An handschriftlichen Materialien besitzt die Bibliothek 2.344 mittelalterliche und neuzeitliche handschriftliche Einheiten, davon 494 Handschriften und 1.850 Archivalien sowie Sondersammlungen zu Georg Witzel (Kontroverstheologe des 16. Jahrhunderts) und Athanasius Kircher (Universalgelehrter des 17. Jahrhunderts).

Der jährliche Bestandszuwachs beläuft sich auf ca. 4000 Medieneinheiten. In der Bibliothek sind derzeit 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vier Hilfskräfte beschäftigt.
An der Bibliothek sind auch zwei besondere Projekte angesiedelt: Das Archiv für Pastorale Arbeitshilfen sammelt und erschließt Materialien vor allem graue Literatur für die pastoraltheologische Arbeit. Neben der Erschließung in einem eigenen Katalog (BVS) werden ausgewählte Publikationen über die Online-Zeitschrift „AfPA-Besprechungsdienst“ rezensiert. Alle Ausgaben des Besprechungsdienstes sind über das eigene E-Dokumentenserver KiDokS frei zugänglich.

Das Institut Bibliotheca Fuldensis an der Theologischen Fakultät Fulda widmet sich der Erforschung der alten und bedeutenden mittelalterlichen Bibliothek des Klosters Fulda, die im dreißigjährigen Krieg verschleppt, zerstreut und zu großen Teilen zerstört wurde. Seine Handbibliothek umfasst ca. 30.000 Bände zu den Themen Handschriftenkunde, Paläographie, Kodikologie, mittelalterliche Geschichte und mittellateinische Philologie. Hinzu kommen umfangreiche Forschungsmaterialien und Reproduktionen aller ehemaligen fuldischen Handschriften.




Der Hrabanus-Maurus-Lesesaal, Sitz des Institutes Bibliotheca Fuldensis
© Erich Gutberlet


Die Bibliothek bietet ferner zentrale Dienstleistungen für weitere Sammlungen und Buchbestände des Bistums Fulda. Sie betreut katalogtechnisch bereits die Katechetische Bibliothek (in der Schulabteilung des Bistums Fulda) sowie auch die Bestände des Bischöflichen Kirchenmusikinstituts mit seinem umfangreichen Notenbestand. Die Erwerbungen für die Zweigstellen sind teilweise ebenfalls zentralisiert. Seit kurzem ist der Bibliothek auch die Fachstelle für Öffentliches Bibliothekswesen des Bistums angegliedert.

Die gewachsenen Anforderungen vor allem im Hinblick auf die zunehmenden diözesanbibliothekarischen Aufgaben haben einen Wechsel des Bibliothekssystems notwendig gemacht. Die Bibliothek wird im Laufe des Jahres 2013 zum HeBIS-Verbund wechseln und erhofft sich dadurch eine Verbesserung und Modernisierung der bibliothekarischen Infrastruktur.
Die Einrichtung ist offen für Lehrende und Studierende der Theologischen Fakultät Fulda sowie für alle Interessierten. Ausleihe und Nutzung sind kostenlos. Regelmäßige Führungen, Vorträge und wechselnde Ausstellungen runden das Angebot ab.


Kontakt:

Dr. Alessandra Sorbello Staub
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars /
Hauptbibliothek der Theologischen Fakultät
Domdechanei 4
36037 Fulda
Tel.: 0661/87 531
Fax: 0661/87 550
E-Mail: info-bibliothek@thf-fulda.de http//bib.thf-fulda.de


Öffnungszeiten:

Mo - Do 9.00 - 12.30 und 14.00 - 17.00 Uhr
Fr 9.00 - 12.30 und 13.30 - 15.00 Uhr
Öffnungszeiten Semesterferien:
Mo - Di, Fr 09.00 - 12.30 Uhr
Mi - Do 14.00 - 17.00 Uhr



Dr. Alessandra Sorbello Staub E-Mail an AutorIn
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars, Fulda
Ehrendoktorwürde für Berndt Dugall

Veröffentlicht am 18.07.2013 durch: Pressestelle Goethe-Universität


Feierlicher Abschied für langjährigen Leiter der Universitätsbibliothek

Berndt Dugall wurde im festlichen Rahmen die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Biowissenschaften der Goethe-Universität verliehen



Seit 1988 amtiert er als Direktor der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Ende September geht er in den Ruhestand. Um das Wirken von Berndt Dugall angemessen zu würdigen, fand am 17.07.2013 auf dem Campus Riedberg im Otto-Stern-Zentrum eine Abschiedsfeier statt.  Im Rahmen dieser Feierlichkeit erhielt Dugall die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Biowissenschaften.


Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Präsidenten der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl, sprachen Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Roßmann vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Dr. Anne Lipp von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dr. Peter Reuter von der Hessischen Bibliotheksdirektorenkonferenz sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Vorsitzender des Bibliotheksbeirats, jeweils ein kurzes Grußwort. Den Festvortrag „Die beidseitige befruchtende Verbindung von Wissenschaft und Praxis“ hielt Prof. Dr. Wolfgang König, Geschäftsführender Direktor des House of Finance.

Fortentwicklung: UB wird zu einer der größten Forschungs- und Bestandsbibliotheken in Deutschland

In die Amtszeit von Berndt Dugall fiel die Überführung der Stadt- und Universitätsbibliothek (StUB) aus der Trägerschaft der Stadt Frankfurt am Main in die des Landes Hessen auf der Grundlage des Kulturvertrags. Damit war der Weg frei für die Integration der StUB mit der Senckenbergischen Bibliothek zur Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, die unter seiner Leitung fristgerecht Ende 2004 abgeschlossen wurde. 


Bereits in den 1990er Jahren hatte Dugall auf der Basis einer Evaluation durch den Wissenschaftsrat mit grundlegenden und wegweisenden  Reformen  im Bereich des gesamten Frankfurter universitären Bibliothekssystems begonnen.  In der Folge wurden bis 2012 ca. 150 dezentrale Bibliotheken zu 6 Bereichsbibliotheken zusammengelegt, von denen inzwischen drei Neubauten erhielten. Daraus und aus dem Umstand des Stellflächenmangels resultierten unzählige Bibliotheksumzüge, die für Außenstehende meist nahezu geräuschlos verliefen.


Die Fortentwicklung der Bibliothek zu einer der größten Forschungs- und Bestandsbibliotheken in Deutschland lässt sich vor allem an der Entwicklung der Medieneinheiten ablesen: 3,9 Mio. Medieneinheiten (1988)  stehen heute 9,0 Mio. gegenüber. Für Berndt Dugall war die Einführung von EDV-gestützten Geschäftsgängen in allen Bereichen der Bibliothek ein wichtiges Anliegen. Für den Nutzer wurde dies z.B. in der Digitalisierung der Zettelkataloge sichtbar, wodurch 2002 der Umbau der Eingangshalle (Einrichtung elektronischer Arbeitsplätze und ein kleines Cafe) erfolgen konnte, was von der Hessischen Architektenkammer mit einem Preis bedacht wurde.


Die Zahl der Ausleihen/Bestellungen erhöhte sich in seiner Ära von jährlich 1,2 Mio. (1988) auf 1,57 Mio. Hinzu kommen außerdem die Nutzungen der zahlreichen Online-Medien. Hier setzte sich Dugall von Anbeginn der digitalen Transformation wissenschaftlicher Literatur konsequent für eine optimale elektronische Literaturversorgung der Goethe-Universität und darüber hinaus ein. So beschloss 1999 das Land Hessen auf seine Initiative die Einrichtung einer Konsortialgeschäftsstelle. Die Leitung liegt seit Anbeginn bei Berndt Dugall, der in dieser Funktion unzählige Verhandlungen mit großen internationalen Verlagen führte (z.B. Elsevier, Springer, Wiley usw.). Die daraus resultierende Verbesserung im Bereich von Online-Zeitschriften blieb auch an den Fachbereichen nicht unbemerkt. 



O-Töne zur Verabschiedung von Berndt Dugall:


Prof. Dr. Michael Göbel, Professor für Organische Chemie und Vorsitzender der Bibliothekskommission des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie:
„Besonders hervorzuheben sind Berndt Dugalls Verdienste bei der Einrichtung der Nationallizenzen durch die DFG. Jedes Mal wenn wir Nutzer einen digitalisierten Artikel aus der Zeit vor 1996 aufrufen und ihn ohne Formalitäten, Wartezeiten oder zusätzliche Kosten einfach öffnen können, sollten wir uns dankbar an Berndt Dugall und sein Team der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg erinnern. Die Nationallizenzen sind gewissermaßen sein ‚digitales Denkmal‘.“


Prof. Dr. Enrico Schleiff – Vizepräsident der Goethe-Universität:
„Nationale und internationale Standards zu setzen und nicht nur umzusetzen, das war und ist eine Stärke von Herrn Dugall, der eine moderne Bildungs- und Forschungsbibliothek formte – und das immer in einem offen geführten Diskurs mit den Nutzern. Mit ihm als Partner zu arbeiten ist ein Genuss, denn Kompetenz, Fairness und Führungskompetenz verbindet sich mit einem visionären Weitblick.“   


Prof. Dr. Dieter Steinhilber – Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und Stellvertretender Vorsitzender der Bibliothekskommission des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie:

„Herr Dugall hat ganz wesentlich zur Etablierung eines modernen Bibliothekssystems beigetragen. Der elektronische Zugriff auf eine derartige Vielzahl an Zeitschriften ist letztendlich auch auf sein Engagement zurückzuführen“.


Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Stöcker, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI -Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt und ehemaliger Vizepräsident der Goethe-Universität: 
„Als Vizepräsident habe ich es immer sehr genossen, mit wie viel Geschick Herr Dugall es geschafft hat, sein Team und unsere Bibliothek in die Top-Rankings der deutschen Landschaft zu führen. Er war bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit ein immer charmanter und zuverlässiger Partner. Ich habe ihn wirklich sehr geschätzt. Sein Wort gilt! Wir sind stolz, ihn an Bord zu haben.“


Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Winter, Vorsitzender des Vorstandes der Universität des 3. Lebensalters (U3L) und ehemaliger Vizepräsident der Goethe-Universität:
„Mit seiner Tat- und Überzeugungskraft gelang ihm mit der kontinuierlichen Zusammenlegung der Instituts- und Fachbereichsbibliotheken zu (dienst-)leistungsstarken Bereichsbibliotheken eine der schwierigsten Reformen des Bibliothekssystems der Goethe-Universität.  Nach außen wie nach innen ist er eine absolut verlässliche, geradlinige Führungspersönlichkeit. Wer ihn kennt, schätzt ihn als einen fairen, aber harten Verhandlungspartner.“

Pressestelle der Goethe-Universität, Frankfurt E-Mail an AutorIn
Neubaueröffnung HLB Fulda, Standort Marquardstraße


© HLB Fulda, Klaus Menzel


Am 16. September wurde der Neubau der Hochschul- und Landesbibliothek Fulda am Standort Marquardstraße eröffnet. Das Gebäude des Hochschulstandortes der HLB ist Teil eines architektonisch einheitlichen Ensembles, das ein neues Zentrum auf dem Campus der Hochschule Fulda bildet, bestehend aus Bibliothek, Mensa und Student Service Center sowie Grünflächen und weiteren Außenanlagen.

Der Neubau war nötig geworden, um der Raumnot der alten Hochschulbibliothek Abhilfe zu schaffen. Es fehlte sowohl an Platz für die Bücher als auch für die Studierenden, deren Zahl kontinuierlich angestiegen war.

Das erste Raumprogramm entstand 2004, doch es sollten noch weitere vier Jahre ins Land gehen, bis der Architekturwettbewerb 2008 ausgeschrieben werden konnte.

Den Zuschlag erhielt der Entwurf des Architekturbüros Atelier 30 aus Kassel. In dem städtebaulichen Konzept heißt es:
"Durch diese Entscheidung wird die gesamte Campusstruktur in einer nachhaltigen Konzeption weiterentwickelt, in der Platz- und Raumfolgen mit einer hochwertigen Aufenthaltsqualität durch eine geschickte städtebauliche Anordnung erweitert, verbunden und erlebbar werden."

2010 begannen die Bauarbeiten; das Wetter spielte mit und so konnte die feierliche Grundsteinlegung am 10. Juni 2011 stattfinden.

Nach der Einweihung der Gebäude am 15. August 2013 begann für die Bibliothek die Umzugsphase vom 23. August bis 14. September, auf die lange im Vorfeld hin geplant wurde. Den Umzug führte die Firma Plischka aus Berlin durch. Den Fortgang dokumentiert das Umzugstagebuch .




© HLB Fulda, Klaus Menzel


Das neue Haus nimmt die ca. 230.000 Medien des Hochschulstandortes auf, außerdem ca. 170.000 Medien aus aufgelösten Ausweichmagazinen und Magazinbeständen des Standortes Heinrich-von-Bibra-Platz.

Der Neubau verfügt über 4.000 qm Hauptnutzfläche auf drei Etagen (bisher 1.200 qm), ca. 11.000 m Regalfläche (bisher ca. 6500), 136 Lese- und Arbeitsplätze im Freihandbereich (bisher 49), 11 Einzelarbeisräume (bisher 6), 11 Gruppenarbeitsräume (bisher 1), ein Ruhearbeitsraum (14 Plätze), ein Schulungsraum (20 Plätze + PCs), ein Lesecafé, ein Zeitungslesebereich, einen Raum für Sonderbestände mit einer kleineren Kompaktanlage sowie 2 weitere Kompaktanlagen, eine davon als geschlossenes Magazin, eine für Nutzer zugänglich. Dazu gibt es 23 Recherche- und Internet-PCs, 3 Selbstverbucher zur Ausleihe und eine Sortieranlage mit 2 Rückgabestationen: eine Außen- und eine Innenrückgabe. Die Außenrückgabe erfolgt im 24h/7Tage-Betrieb. Auf jeder Etage befinden sich Kopierer und Scanner.

Im Eingangsbereich befinden sich 274 Schließfächer, die von der zum 1. August 2013 eingeführten Hochschul-Chipkarte verriegelt werden können sowie 43 Schließfächer mit Schlüssel und Schließpfand. Zwei Info-Displays, eines bei den Schließfächern und eines im Lesecafé geben aktuelle Informationen rund um die Bibliothek.

Die Informations- und Servicetheke verfügt über drei Plätze, zwei davon elektrisch höhenverstellbar, um flexibles Arbeiten im Stehen oder Sitzen zu ermöglichen oder sich auch auf Rollstuhlfahrer einzustellen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über 14 Büros auf 3 Etagen und einen Sitzungsraum.

Bei der Haustechnik ist die Belüftungsanlage hervorzuheben, die auch die Raumtemperatur zu jeder Jahreszeit regelt und energetisch besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist.




© HLB Fulda, Klaus Menzel


Flankierende Maßnahmen mit Auswirkung auf den Neubau waren
  1. die Umsystematisierung der Bestände seit 2009 nach der Regensburger Verbundklassifikation, die fast abgeschlossen ist und es ermöglichte, die Aufstellung im Neubau nach neuer Systematik zu planen,
  2. die RFID-Einführung 2011/2012, die die automatischen Verbuchungs- und Sicherungsmöglichkeiten erweiterte, sowie
  3. die Einführung der Studierendenchipkarte durch die Hochschule zum 1.8.2013, die in der HLB als Leseausweis und zur Verriegelung der Schließfächer dient.

Nicht zuletzt sei auch die Mithilfe der HeBIS-Verbundzentrale dankend erwähnt:
  1. Die direkte Hilfe beim reibungslosen "virtuellen Umzug" von ca. 155.000 Exemplaren an ihren neuen Standort von Hr. Walizadeh.
  2. Die indirekte Hilfe durch den Scripting-Workshop vom November 2010 von Hr. Schneider und Fr. Hamann, durch den es möglich wurde, weitere Zehntausende von Bänden vor Ort umzuarbeiten.

Und schließlich ein Dank an die Administratoren des LBS Gießen/Fulda, die unsere unersättliche Gier nach Listen ertragen haben.

Erwähnen möchten wir noch, dass die ersten Reaktionen unserer Leserinnen und Leser seit der Eröffung durchweg positiv waren. Auch die Barrierefreiheit wurde ausdrücklich gelobt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Claus Menzel E-Mail an AutorIn
HLB Fulda
RDA in Kulturinstitutionen

In der deutschen Bibliotheksgemeinschaft sind die Planungen zur Einführung des neuen Regelwerks RDA (Ressource Description and Access) mittlerweile in vollem Gange. Bibliothekarische Gremien auf unterschiedlichen Ebenen beschäftigen sich mit RDA. Es wurden diverse Arbeitsgruppen gegründet, sowie Unterarbeitsgruppen (national und jeweils in den Bibliotheksverbünden), in denen Bibliothekare über neue Regeln diskutieren und ggfs. beschließen.

Es ist also viel los im Bibliotheksbereich... aber wie sehen eigentlich die Kollegen und Kolleginnen in Museen und Archiven die Entwicklung des neuen Regelwerks?
RDA soll ein Standard sein, der alle Arten von Materialien beschreiben kann. Das Ziel ist also, dass auch Materialien, die traditionell in Archiven und Museen zu finden sind, mit RDA katalogisiert werden können.


Workshop 'RDA für Kultureinrichtungen'


Um diesem Ziel ein wenig näher zu kommen fand am 10. September 2013 der Workshop „RDA für Kultureinrichtungen“ in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Zum Workshop kamen zahlreiche Vertreter aus Archiven und Museen, um sich auf den neuesten Stand in der Entwicklung von RDA in Deutschland zu bringen. Das Ziel war, ein Forum für den Austausch zum Thema RDA, die Beschäftigung mit dem Regelwerk und evtl. Planungen zur Einführung in den eigenen Einrichtungen anzubieten.



Die Vernetzung ist wichtig
© Stephanie Hofschlaeger/pixelio

Zu Beginn der Veranstaltung wurde auf die gemeinsamen Projekte zwischen Bibliotheken, Archiven und Museen, wie die „Deutsche Digitale Bibliothek“ und „Europeana“, hingewiesen. Ein aktuelles Projekt ist das „Virtuelle Museum“, in dessen Rahmen vor kurzem die virtuelle Ausstellung "Künste im Exil" online gegangen ist. Weitere „Online-Ausstellungen“ sind in der Planung.

Projekte dieser Art zeigen den gemeinsamen Bedarf, Sammlungen aus unterschiedlichen Institutionen strukturiert zusammenzubringen und somit einem breiten Publikum umfassend zugänglich zu machen.


Vorstellung des RDA-Projekts

Der Workshop in Frankfurt war in drei Themenblöcke aufgeteilt: Im ersten Block informierten DNB-Kolleginnen aus den RDA-Projektgruppe über die Rahmenbedingungen von RDA und die Struktur und Arbeitsweise der beteiligten Gremien und Projektgruppen sowie den Zeitplan für die Implementierung in Deutschland. Es wurde außerdem über die aktuellen Überlegungen zum Umgang mit der Werkebene berichtet, die in RDA eine zentrale Funktion haben und gerade für Museen und Archive eine große Rolle spielen.


Normdaten in RDA

Der nächste Block beschäftigte sich mit der Rolle der Normdaten in RDA. Zunächst wurde noch einmal über die Projektarbeit hinsichtlich der Einführung von RDA-Normdaten im kommenden Jahr und den einhergehenden Neuerungen bei den Normdaten berichtet. Außerdem wurden Erfahrungen aus Kultureinrichtungen hinsichtlich der bisherigen Verwendung von Standardisierungen in der Erschließung vorgetragen und mögliche zukünftige Entwicklung, im Besonderen natürlich im Hinblick auf RDA. Der Grundtenor: "Eine standardisierte Erschließung in Museen und Archiven wird bisher nicht ausreichend praktiziert", zog sich durch die gesamte Veranstaltung.


Das (Bau-)Werk "Kölner Dom
© K.Cordlandwehr/HeBIS


Das Ergebnis der Bemühungen, diesen Umstand zu ändern, ist das Conceptual Reference Model (CRM), ein ISO-Standard für Datenmodellierung im Kulturerbe-Bereich. In Verbindung damit gibt es erste Schritte in Richtung RDA in Form von FRBRoo (object-oriented), welches das CRM und FRBR verbindet und einen Rahmen für eine gemeinsame Erschließungsbasis bieten soll, um die vielfältigen Informationen gemeinsam zu erfassen. In Europeana findet das Modell bereits Verwendung. Es wurde aber auch wiederholt von einer „schleichenden Standardisierung“  durch den Einsatz von Software, die auf Standards (z.B. ISAD (G)) basieren, gesprochen.


Allgemeine Meinung war auch, dass die Benutzung von Normdaten in Museen und Archiven verstärkt werden muss. Die Normdaten werden als die entscheidende Verbindung zwischen den unterschiedlichen Katalogisierungs- und Dokumentationstraditionen angesehen und damit auch als Brücke zu RDA. Eine hohe Bedeutung für Museen und Archive haben die Werksätze, deren Anzahl allerdings sehr viel umfangreicher werden muss. Frau Kaius aus dem Bildarchiv Foto Marburg berichtete über erste Überlegungen, wie z.B. Handschriften und Bauwerke in die GND aufgenommen werden könnten.


Überlegungen und Planungen zu RDA seitens der Kulturinstitutionen

Im dritten Block wurden Stellungnahmen und Berichte aus Kultureinrichtungen ausgeführt. Von vielen wird der Einsatz der allgemeinen RDA in Archiven und Bibliotheken als problematisch angesehen, z.B. wegen der nicht ausreichenden Vorgaben für Werke. Hier müssten für Archive und Museen Anpassungen vorgenommen werden. Anschaulich wurden Schwierigkeiten bei der Erschließung von Briefmarkensammlungen gezeigt oder Unklarheiten bei parallelsprachlichen Ausgaben von unselbständigen Werken. Generell sind Beschreibungsmöglichkeiten von Objekten häufig unzureichend. Auch sind aus Sicht der Teilnehmer Anpassungen in der Terminologie für Nicht-Bibliotheksmaterialien notwendig und sollten von entsprechenden Experten vorgenommen werden.


Von Archivseite berichtet Frau Arnold aus dem Bundesarchiv in Berlin von dem internationalen Beschreibungsstandard ISDA (G) International Standard Archival Description (General), mit dem dort gearbeitet wird, und hebt die erfolgreiche Nutzung von XML als Austauschformat hervor. Der XML-Standard „Encoded Archival Description“ wird Anfang 2014 als EAD3 veröffentlicht und soll auch die Verwendung von Normdaten fördern. Sie berichtet, dass  EAD-Daten ins Europeana Data Model (EDM) konvertiert wurden und dass dieses ebenfalls FRBR Elemente trägt.

Fr. Arnold schlägt vor, die unterschiedlichen Daten über Mappings (z.B. zwischen RD und ISDA (G)) zusammenzubringen, anstatt ein gemeinsames Regelwerk zu nutzen.


Grundsätzlich war bei der Veranstaltung festzustellen, dass Referenten und Teilnehmer dem Einsatz von RDA in ihren Institutionen skeptisch gegenüberstehen und darin bisher eher ein Erschließungswerk für typische Bibliotheksmaterialien sehen, in dem Beschreibungsstandards für Materialien aus Museen und Archiven nicht ausreichend sind. Allerdings spricht die große Teilnehmerzahl des Workshops für ein breites Interesse an dem Thema und viele der Teilnehmer waren sichtlich informiert und auch bereit, anstehende Überlegungen und Planungen mit zu tragen. In der Abschlussdiskussion wurde z.B. angeregt, von der Differenzierung nach den Institutionen wegzukommen und zukünftig nur die Materialien zu benennen, unabhängig vom Verwahrort. Die entscheidende Verbindung der Institutionen sei schließlich die Präsentation von Kulturgut im weiteren Sinne.


Am Ende der Veranstaltung wurde festgehalten, dass zukünftig Vertreter aus Archiven und Museen in den Arbeitsgruppen mitarbeiten sollten, um ihre Expertise an den entscheidenden Stellen mit einzubringen. Denkbar wären auch Workshops zu Themen wie z.B. Unikate, deren Erkenntnisse dann in die AG RDA eingebracht werden.


Die Folien der Vorträge sind auf den Seiten der DNB einsehbar: http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/International/rdaKultur.html

Kea Cordlandwehr E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale
RVK-Projekt der Hessischen Bibliographie

Eine Regionalbibliographie auf dem Weg in den Systematikverbund der Regensburger Verbundklassifikation



Ende 2011 entschied die Arbeitsgemeinschaft Hessische Bibliographie, die Sacherschließung ihrer Titel auf der Grundlage einer eigenen Systematik aufzugeben. In Zukunft sollte die Regensburger Verbundklassifikation genutzt werden, um vom gemeinsam mit allen Anwendern gestalteten und genutzten Systematikverbund zu profitieren und sich als Regionalbibliographie dort zu positionieren. Anfang 2012 begannen die Vorarbeiten für die Umstellung, heute sind die wesentlichen Schritte erfolgreich umgesetzt.

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur RVK-Sacherschließung und zur Ablösung der originären Systematik bestand darin, alle in der Bibliographie nachgewiesenen Titel mit RVK-Notationen zu versehen. Mittels einer Konkordanz wurden deshalb den ca. 1.300 Notationen der Hessischen Bibliographie passende Notationen der Regensburger Verbundklassifikation zugewiesen.




Auf dem Weg zur RVK                        
© Foto (Stilfersjoch, Südtirol): A. Hartmann


Ende August 2013 konnten an ca. 200.000 Titeldaten der Hessischen Bibliographie die neuen RVK-Notationen gehängt werden. Ein kleiner Rest von ca. 22.000 Titeln wird über komplexere Läufe nachträglich mit RVK-Notationen versehen werden, sobald die hierfür benötigte Programmierung abgeschlossen ist.

Diese Läufe sollen bis Jahresende erfolgen. Manuelle Nacharbeiten in geringerem Umfang sind derzeit noch im Gang. Hiervon betroffen sind ca. 4000 Titel an Notationen, für die es keine passenden zuweisbaren RVK-Notationen gab.


Seit September 2013 werden auch alle neu zu erfassenden Titel der Hessischen Bibliographie mit der Regensburger Verbundklassifikation klassifikatorisch erschlossen.

Zeitgleich mit der Einspielung der RVK-Notationen wurden für die Nutzer des Bibliographie-OPACs Suche und Anzeige der RVK-Notationen installiert. Ein Info-Button bei der Notation verlinkt direkt mit der entsprechenden Stelle in der RVK-Online. Auf diese Weise sieht der Nutzer sowohl die verbale Benennung als auch das sachliche Umfeld der vergebenen Notation. Für Nutzer der RVK-Online wurde im Gegenzug die Suche im OPAC der Hessischen Bibliographie eingerichtet.

Eine weitere entscheidende Aufgabe bestand im Aufbau eines anwendungsspezifischen Bereichs in der RVK für die Landesgeschichte Hessen. Der hierfür reservierte Notationenbereich „NZ 60000 – NZ 69999 Landesgeschichte Hessen“ wurde entsprechend ausgebaut. Er wurde im September 2013 fertiggestellt und liegt der RVK-Redaktion zur Abstimmung und Einbindung in die RVK-Online vor.

Noch werden zusätzlich für jeden Titel auch Notationen aus der Systematik der Hessischen Bibliographie vergeben, um den Nutzern auch weiterhin eine sachliche Suche über die Sachregister des OPAC zu ermöglichen. Sobald eine verbale Suche nach RVK-Notationen möglich ist oder entsprechende RVK-Normdaten zur Verfügung stehen, wird die Systematik der Hessischen Bibliographie gänzlich aufgegeben. Die klassifikatorische Sacherschließung wird dann ausschließlich mit RVK erfolgen.

>>Homepage der Hessischen Bibliographie, Zentralredaktion

Andrea Hartmann E-Mail an AutorIn
HeBIS, Zentralredaktion Hessische Bibliographie

Mitteilungen

HeBIS Personalia

  • Fr. Imke Wolbers hat im August ihren Dienst in der HeBIS-Verbundzentrale (Bibliothekarische Dienste) aufgenommen und wird den Bereich 'elektronische Pflichtexemplare' mit aufbauen.

  • Zum 01.10. begann Hr. Tobias Weber seine Tätigkeit in der IT-Abteilung der HeBIS-VZ, er wird ebenfalls den Bereich 'elektronische Pflichtexemplare' betreuen.

  • Berndt Dugall ist Ende September altersbedingt aus dem Dienst als leitender Direktor der UB Frankfurt ausgeschieden. Parallel endete seine Funktion als Vorsitzender des HeBIS-Verbundrates.

  • Am 07.10. wurde auf  der konstituierenden Sitzung des HeBIS-Verbundrates ein neuer Verbundvorstand gewählt. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

    • Vorsitzender des Verbundrates: Dr. Schnelling (UB Frankfurt)
    • 1. Stellvertreter: Dr. Nolte-Fischer (ULB Darmstadt)
    • 2. Stellvertreter: Dr. Reuter (UB Gießen)

(tak)
HeBIS Profildienst: Noch einfacher

Die Anmeldung für den HeBIS-Profildienst ist über eine neu eingerichtete Startseite noch einfacher möglich, probieren Sie es aus:

HeBIS-Profildienst

(tak)
Neu in der Datenbank
Import von Metadaten - Ergänzungen und Aktualisierungen

National- und Allianzlizenzen





Konsortial- und Bibliothekslizenzen



Der Import der  Hanser Pakete 2013 umfasst alle Pakete:
- Informatik / IT, ZDB-16-HET, V562
- Wirtschaft, ZDB-16-HEW, V563
- Elektrotechnik, ZDB-16-HED, V571
- Konstruktion, ZDB-16-HEK, V567
- Maschinenbau, ZDB-16-HEM, V569
- Qualitaetsmanagement, ZDB-16-HEQ, V570
- Kunststofftechnik, ZDB-16-HES, V568
- Bautechnik, ZDB-16-HEC, V574
- Mathematik/Naturwissenschaften, ZDB-16-HEN, V575
- Plastics, ZDB-16-HEP, V592
http://www.hanser-elibrary.com/



Freie Ressourcen


  • Digi20  (jetzt komplett!) lizenzfrei

Die Metadaten beziehen sich auf ein Digitalisierungsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek. Gegenstand sind rd. 4700 Titel aus Programmsegmenten der Verlage
  • Vandenhoeck & Ruprecht (ZDB-57-DVR)
  • Wilhelm Fink / Ferdinand Schöningh (ZDB-57-DFS)
  • Otto Sagner (ZDB-57-DSG).

Mehr zum Projekt finden Sie hier:
http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/about/static.html


Neue LZIs


  • Julius Beltz Digitale Bibliothek 2013 (über content-select)
    ZDB-59-BPF (Frühpädagogik) V591
  • Julius Beltz Digitale Bibliothek 2013 (über content-select)
    ZDB-59-BPD (Pädagogik) V590
  • Lambertus Digitale Bibliothek 2013 (über content-select)
    • ZDB-109-LIB (Inklusion und Behindertenarbeit) V576
    • ZDB-109-LHH (Heilpädagogik und Heilerziehungspflege) V577
    • ZDB-109-LKF (Kita- und Frühpädadogik) V578
    • ZDB-109-LPK (Pädagogik, Kinder- und Jugendarbeit) V579
    • ZDB-109-LAP (Alter und Pflege) V580
    • ZDB-109-LPS (Praxis der Sozialen Arbeit) V581
    • ZDB-109-LSS (Sozialmanagement und Sozialwirtschaft) V582
    • ZDB-109-LLS (Lehrbücher für die Soziale Arbeit) V583
    • ZDB-109-LTS (Theorie der Sozialen Arbeit) V584
    • ZDB-109-LFA (Familien) V585
    • ZDB-109-LPC (Palliative Care und Hospizarbeit) V586
    • ZDB-109-LMI (Migration und Integration) V587
    • ZDB-109-LSA (Sucht und Abhängigkeit) V588



Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Michaela Konrad
Tel.: (069) 798 39 658

(mik)
WinIBW
Fehlerquelle WinIBW2

Als Ursache für diverse Fehler in den HeBIS-Datenbanken wurde WinIBW2 ausfindig gemacht.


WinIBW2 wird von der Verbundzentrale seit 2010 nicht mehr gepflegt. Die Funktionen und Vorlagen sind veraltet und produzieren Fehler in den Datenbanken.


Wir bitten darum, vor allem für die Katalogisierung, nur noch WinIBW3 zu verwenden!

(MiJu)

Fortbildungen/ Veranstaltungen

Neues Kursprogramm für bibliothekarische Fortbildung in Hessen

Nach der Sommerpause steht das Kursprogramm für die bibliothekarische Fortbildung in Hessen mit neuen Kursen bereit.

Die Themengebiete der Veranstaltungen sind breit gefächert und reichen von einem FRBR-Workshop (Functional Requirements for Bibliographic Records) über Bibliotheksmarketing mit Web2.0 bis hin zum Umgang mit schwierigen Benutzern.


Eine Übersicht über die angebotenen Kurse finden Sie um Kursprogramm. Anmelden können Sie sich über das HessFort-Anmeldeformular.

Bitte Informieren Sie sich vorab auch über die Teilnahmebedingungen.

(tak)
Fernleihe

Erfolgreiches Online-Fernleihe-Anwendertreffen

Am Montag, den 9. September 2013, fand das jährliche Online-Fernleihe Anwendertreffen statt. Rund fünfzig Kolleginnen  und Kollegen aus öffentlichen und wissenschaftlichen Fernleihbibliotheken des HeBIS-Verbundes kamen an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main zusammen.

Es wurde die aktuelle Fernleihabrechnung zum 30.06.2013 vorgestellt. Die Abrechnungszahlen sind weiterhin rückläufig, anschaulich graphisch  in den  Vortragsfolien  dargestellt. Es wurden Praxisbeispiele bei der Bestellaufgabe im Portal vorgestellt und diskutiert. DVDs sind z.B. prinzipiell bestellbar, werden aber nicht von allen Bibliotheken in den Leihverkehr gegeben. Filmmittschnitte von Fernsehbeiträgen sind aus urheberrechtlichen Gründen generell für die Fernleihe gesperrt.

Weiterhin wurden die Informationen im Fernleihbenutzerkonto erläutert, besonders der Bestellstatus einer Fernleihbestellung. Für öffentliche Bibliotheken ist in der verbundübergreifenden Fernleihe nur ersichtlich, welcher Verbund positiv oder negativ quittiert hat.  Bei Rückfragen oder Reklamationen für eine Fernleihe in der VFL kann das HeBIS-Fernleihteam detailliertere Informationen liefern.

Die Schwerpunkte der Veranstaltung waren die Ablösung des Transferprogramms und der Stand der Integration der Elektronischen Zeitschriften in die Online-Fernleihe. Es wurde der Prototyp des neuen webbasierten Transferprogramms gezeigt. Die neue Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und wird vor allem in Hinblick auf den Umstieg der Lokalsysteme auf LBS4 benötigt.

Das nächste anstehende Projekt in der Fernleihe ist die Integration der elektronischen Zeitschriften in die HeBIS Online-Fernleihe. Frau Sauer von der UB Kassel stellte den Teilnehmern als Pilotanwender des HeBIS Discovery Projekts das neue Kasseler Katalogportal vor. Die neue Portallösung soll die bisherigen Sichten der lokalen Elektra-Portale in den beteiligten Bibliotheken  als Suchoberfläche ablösen.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich auch über weitere aktuelle Fernleihthemen zu informieren und sich auszutauschen.


Weitere Informationen:





Günter Pietzonka E-Mail an AutorIn
HeBIS-Verbundzentrale
RDA:

EURIG Annual Member Meeting in Stockholm

EURIG , die European RDA Interest Group, wurde im September 2011 mit dem Ziel gegründet, die gemeinsamen fachlichen Interessen aller potentiellen NutzerInnen der RDA in Europa zu bündeln und zu vertreten

EURIG ist mittlerweile auf 32 Mitgliedsinstitutionen angewachsen, zuletzt hinzugekommen ist die National and University Library of Iceland.


Rita Albrecht hat am 19./20. September als Vertreterin der AG der Verbundsysteme an der EURIG-Jahrestagung in der Königlichen Bibliothek in Stockholm teilgenommen.

Themenschwerpunkte waren u.a.:
Der Stand der RDA-Implementierungen in den EURIG-Mitgliedsinstitutionen und die Diskussion der 46 in diesem Jahr gestellten Proposals (Vorschläge zu Änderungen/Anpassungen) für die aktive Mit- und Weiterentwicklung von RDA.

Am zweiten Sitzungstag wurden auch die (Linked) Open Data-Aktivitäten in den einzelnen Institutionen und Ländern beleuchtet, insbesondere die umfassenden Datenbereitstellungen der deutschsprachigen Verbünde fand großes Interesse und Anerkennung.

Die Amtszeit des ersten gewählten Executive Committee ist mittlerweile abgelaufen, im Rahmen der Veranstaltung wurde ein neuer Vorstand gewählt, die neue Vorsitzende ist Verena Schaffner vom Österreichischen Bibliothekenverbund (OBVSG) .

Agenda und Outcomes des Treffens sowie weitere Dokumente sind online abrufbar unter:
http://www.slainte.org.uk/eurig/events/2013meeting.html

Weitere Informationen mit Unterlagen zur Veranstaltung finden Sie auf den EURIG-Webseiten.
(tak)

Impressum

HeBIScocktail 4/2013 (Oktober 2013)


HeBIScocktail erscheint vierteljährlich als Hypertext (mit Druckausgabe) unter http://www.hebis.de/hebiscocktail/.

Neue Ausgaben werden über HeBISnews und Pica-List angekündigt.


Herausgeber: Hessisches BibliotheksInformationsSystem, Verbundzentrale, Frankfurt am Main

Redaktion: Kea Codlandwehr (kc), Tanja Kindt (tak), Jule Mildner (miju)

Weitere Autoren:  Herbert Adam (hea), Rita Albrecht (ria), Monika Denker (mod), Michaela Konrad (mik), Heike Nienerza (hen), Günter Pietzonka (gp), Elmar Reith (rei), Anja Tröger (trö)

E-Mail-Adresse der Redaktion: cocktail@hebis.de

Beiträge und Leserzuschriften sind sehr willkommen!

Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autoren


HeBIScocktail 1/2014 erscheint Januar 2014.

Redaktionsschluss: Ende Dezember 2013.