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Ausgabe: 3-2001

Verbund-OPAC4 jetzt im Testbetrieb

Verbundprojekte

Wie schon im HeBIS-Cocktail 2/2001 berichtet, arbeiten Verbundzentrale und BDV zur Zeit daran, den neuen Verbund-OPAC4 einzurichten (entspricht dem bereits angekündigten OPC4 auf lokaler Ebene). Obwohl noch nicht alle Probleme zufriedenstellend gelöst werden konnten, sind die Arbeiten inzwischen so weit fortgeschritten, dass der OPAC Mitte Juni im Testbetrieb freigegeben werden konnte. Um einen bequemen Zugang zu ermöglichen, wurde in der Katalogauswahl des "alten" Verbund-OPAC (zu finden unter http://hebis.rz.uni-frankfurt.de) ein entsprechender Link eingerichtet.

Verbundweite Tests durch die UAG Benutzung

Zur Zeit wird der neue OPAC verbundweit durch Benutzungsbibliothekare getestet. Auf diesem Weg hoffen wir, den OPAC so benutzerfreundlich wie möglich gestalten zu können und eine stärkere Vereinheitlichung von Verbund-OPAC und lokalen OPACs zu erreichen (z.B. im Bereich der Indexierung). Die Federführung für die Tests hat die neu gegründete UAG Benutzung übernommen. Diese hat sich in ihrer ersten Sitzung Anfang Mai dieses Jahres dankenswerterweise bereit erklärt, die Tests zu koordinieren, Fehlermeldungen und Änderungsvorschläge zu sammeln und lokalsystemweise an die Verbundzentrale weiterzuleiten ("Deadline" ist der 25.07.01). Die VZ wird die Meldungen sichten, zusammen mit der BDV die Realisierbarkeit der Änderungswünsche abklären und der UAG Benutzung die Ergebnisse auf ihrer nächsten Sitzung am 9. August 2001 zur weiteren Beratung vorgelegen.

Auch alle anderen Verbundteilnehmer sind eingeladen, den neuen OPAC auszuprobieren und kritisch zu prüfen. Wer sich eingehender mit der Materie befassen möchte, kann sich auf den HeBIS-Webseiten zwei Papiere herunterladen, in denen wir Informationen zu den Neuerungen in OPAC4 sowie zu verschiedenen Problemen und Einzelfragen zusammengestellt haben. Die Papiere wurden als Arbeitshilfen für die Tests durch die UAG Benutzung konzipiert, können im Prinzip aber allen Verbundteilnehmern als Hintergundinformation dienen. Sie sind zu finden unter http://www.hebis.de/bib_index.html bei den Arbeitshilfen & Dokus, Schulungsmaterialien, VerbundOPAC4 [Anm. d. Red.: nicht mehr online]. Wer bei seinen persönlichen Tests gravierende Fehler entdeckt oder Änderungsvorschläge hat, wird gebeten, diese an seinen Lokalsystemvertreter in der AG Benutzung weiterzugeben. Eine Liste der Mitglieder der AG Benutzung mit Angabe des Lokalsystems und der E-Mail-Adressen finden Sie auf den HeBIS-Internetseiten.

Was ist neu in OPAC4?

OPAC4 präsentiert sich unter einer völlig neu gestalteten Oberfläche und hat gegenüber dem alten OPAC verschiedene neue Funktionalitäten zu bieten. Da Detailinformationen den bereits genannten Papieren der VZ entnommen werden können, soll hier nur auf das Wichtigste hingewiesen werden:

  • Es gibt kein Experten-Suchmenü mehr. Eine Expertensuche mit verschiedenen Suchschlüsseln ist aber noch auf andere Weise möglich, z.B. indem man den Suchbegriffen die Mnemocodes für die Suchschlüssel voranstellt oder indem man mehrere Einzelrecherchen durchführt und diese nachträglich aus der Suchgeschichte heraus kombiniert.
  • Materialarten und Suchfilter werden durch Icons dargestellt.
  • Es gibt zwei neue Suchfilter, einen für Aufsätze und einen für elektronische Zeitschriften.
  • Es wurden verschiedene neue Indices eingerichtet (z.B. ALL-Index), gleichzeitig wurden einige bereits bestehende Indices modifiziert (z.B. sind im TIT-Index jetzt auch Zusätze zum Sachtitel enthalten).
  • Die Titelanzeige ist gefeldert.
  • Die Navigation bei Zeitschriftenaufsätzen hat sich erheblich verbessert.

OPAC4 hat gegenüber dem alten OPAC viele Vorzüge, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in einigen Bereichen auch noch massive Probleme gibt:

  • Große Schwierigkeiten bereitet die FAM-Anzeige zu mehrbändigen Werken und Schriftenreihen (Anzeige der Bandzählungen, Sortierung). Die Mängel in diesem Bereich sind gravierend, können aber nicht ohne Hilfe von Pica behoben werden. VZ und BDV werden eine entsprechende Mängelliste zusammenstellen und an Pica weiterleiten.
  • Die Software für das Fernleihmodul wurde von Pica noch nicht ausgeliefert, so dass Fernleihbestellungen derzeit noch auf das Fernleihsystem des alten Verbund-OPAC umgeleitet werden müssen.
  • OPAC4 kommuniziert nicht mit dem CBS, d.h. er ist eine eigenständige Datenbank, die auf einem Abzug der CBS-Daten beruht und regelmäßig upgedatet werden muss. Gegenwärtig ist ein Update von OPAC4 nur während einer Systemwartung möglich, also in maximal zweiwöchigem Abstand. Eine spezielle Software, die es ermöglicht, den Update Rhythmus auf 1 x täglich zu verkürzen, wurde wie das Fernleihmodul von Pica noch nicht geliefert.

Weitere Planungen

Trotz der noch bestehenden Mängel soll der neue Verbund-OPAC4 in Kürze für KVK-Recherchen freigegeben werden (die KVK-Freischaltung wird voraussichtlich noch in der ersten Juli-Hälfte erfolgen). Grund dafür ist, dass dringend eine Lösung für die zunehmende Überlastung des alten WebOPAC-Rechners durch KVK-Zugriffe geschaffen werden muss. KVK-Recherchen sollen zu diesem Zweck bis auf Weiteres über den neuen Verbund-OPAC gelenkt und der alte WebOPAC für unsere "direkten" Benutzer reserviert werden.

In der Katalogauswahl des alten Verbund-OPAC wird OPAC4 vorläufig weiterhin im Testbetrieb angeboten. OPAC4 befindet sich noch stark in der Entwicklung, so dass Pica in relativ kurzen Abständen neue Versionen liefert, die alle installiert und wieder neu angepasst werden müssen. Parallel zur offiziellen Nutzung durch den KVK werden BDV und Verbundzentrale deshalb noch einige Zeit mit Versionswechseln, Fehlerbereinigungen und verschiedenen anderen Verbesserungen beschäftigt sein. Der alte Verbund-OPAC wird uns entsprechend noch einige Zeit erhalten bleiben.

Unabhängig davon ist Verbund-OPAC4 aber schon jetzt mit einigem Gewinn einsetzbar. Die Verbundzentrale wird seine Einführung deshalb im August mit Schulungen vor Ort in den Lokalsystemen unterstützen. Näheres dazu sowie Termine finden Sie unter Neuer Service der Verbundzentrale: Die HeBIS-Roadshow.

Heike Nienerza, Uwe Risch
HeBIS-Verbundzentrale, Hochschulrechenzentrum Frankfurt, Abt. BibliotheksDatenVerarbeitung

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