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Verrechnung positiv erledigter Online-Bestellungen

Rechtsgrundlage

Das Land Hessen hat die neue Leihverkehrsordnung (LVO) zum 1. Februar 2004 in Kraft gesetzt ( Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 5/2004 vom 2. Februar 2004, S. 594 - 600). In dieser neuen LVO ist geregelt, dass positiv erledigte Online-Fernleihbestellungen zwischen den Bibliotheken verrechnet werden.

In Anlage 5 der LVO-Empfehlung der KMK sind die Verrechnungsmodalitäten wie folgt spezifiziert:

Verrechnung erfolgt nur dann, wenn eine Bestellung online über das für die nehmende Bibliothek zuständige Verbundsystem aufgegeben wurde.
  • Bei den Verbundzentralen wird ein treuhänderisches Konto für die teilnehmenden Bibliotheken eingerichtet.
  • Für jede positiv erledigte Online-Bestellung bezahlt die nehmende Bibliothek 1,50 €.
  • Davon erhält die gebende Bibliothek 1,20 €.
  • Die Verbundzentralen erhalten pro positiv erledigter Bestellung 0,30 €. Gehören gebende und nehmende Bibliothek verschiedenen Verbünden an, wird dieser Betrag zwischen den beiden Verbundzentralen aufgeteilt (= jeweils 0,15 €).
Einzelheiten des Verfahrens (insbesondere Zahlungs- und Verrechnungszeiträume) werden von den jeweiligen Verbundzentralen nach Absprache verbindlich festgelegt.

Mit Erlass vom 14. Januar 2004 (II 2 B - 451/40 - 56-8) hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst auf der Basis der LVO-Empfehlungen den Hessischen Zentralkatalog (HZK, seit dem 1.1.2005 organisatorisch eingegliedert in die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main als Abteilung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg) zur Verrechnung und Führung des Treuhandkontos ermächtigt.

Verrechnung mit den HeBIS-Verbundbibliotheken (HeBIS-interne und verbund-übergreifende Fernleihe)

Auf der o.g. Rechtsbasis verrechnet der HZK alle positiv erledigten Online-Fernleihbestellungen (gebend und nehmend), die von HeBIS-Verbundbibliotheken über das HeBIS-Fernleihsystem abgewickelt wurden. Dazu zählen sowohl rein HeBIS-interne Bestellungen und Lieferungen als auch verbund-übergreifende Bestellungen und Lieferungen.

Nach Saldierung von nehmender und gebender Fernleihe erhalten Netto-Nehmer-Bibliotheken eine Rechnung über insgesamt 1,50 € (1,20 € FL-Entgelt + 0,30 € Verbundanteil) pro positiv erledigter Bestellung und Netto-Geber-Bibliotheken eine Gutschrift über 1,20 € pro ausgelieferter Bestellung. Ein Anteil von 0,30 € verbleibt beim HZK bzw. wird bei verbund-übergreifender Fernleihe anteilig verrechnet zwischen HZK und dem beteiligten Verbundsystem.

Eine erste (rein Hebis-interne Verrechnung) wurde durchgeführt mit Stichtag 30.6.2005 für den Verrechnungszeitraum 01.02.2004 – 30.6.2005.

Künftig werden die Verrechnungen jeweils jährlich mit Stichtag 30.06. für den zurückliegenden Verrechnungszeitraum ab 01.07. des Vorjahres durchgeführt. Verrechnet werden sowohl HeBIS-interne als auch verbundübergreifende Fernleihen. Erster Verrechnungsstichtag auf dieser Basis war der 30.06.2006.

Verrechnung mit anderen Verbünden (verbund-übergreifende Fernleihe) Die AG Verbundsysteme hat sich auf folgende Rahmenbedingungen verständigt:

Die Einführung der gegenseitigen Verrechnung erfolgt in bilateraler Absprache zwischen zwei Verbünden, sobald diese Verbünde in der Lage sind, gebende und nehmende verbundübergreifende Fernleihen auf Gegenseitigkeit anzubieten. Die Abrechnung erfolgt 1 x jährlich; Stichtag ist jeweils der 30.6. (maßgeblich ist das Datum der Bestellbestätigung durch das Liefersystem).

Prinzipiell gilt:
Ab Verrechnungsbeginn sollen Bibliotheken Bestellungen an Bibliotheken in anderen Verbünden nur noch über das eigene Verbundsystem abwickeln. Eine ggf. vorhandene Berechtigung, mit einer Direktzulassung unmittelbar in einem anderen Verbundsystem bestellen zu können (bisher nur bei GBV und HeBIS möglich), wird ab diesem Zeitpunkt gesperrt.

Nach Saldierung von nehmender und gebender verbundübergreifender Fernleihe zwischen zwei Verbünden stellt der jeweilige Netto-Geber-Verbund dem anderen Verbund die positiv erledigten Bestellungen (= Lieferungen) mit 1,35 € (1,20 € + anteilig 0,15 €) pro Vorgang in Rechnung. Die interne Abrechnung mit den jeweils eigenen Verbundbibliotheken erfolgt durch den für diese zuständigen Verbund.

HeBIS hat derzeit folgende Maßnahmen und Absprachen zur Abwicklung der verbundübergreifenden Verrechnung getroffen

Die verbundübergreifende Fernleihe ist inzwischen mit allen Verbundsystemen im Produktionsbetrieb (gebend-nehmend; Einschränkungen bestehen teilweise noch bei Aufsatzbestellungen). Bislang bestehende Direktzulassungen für verbund-externe Bibliotheken wurden nach entsprechender Vorankündigung mit Beginn der verbundübergreifenden Verrechnung storniert.

Erstmalig wurde die verbundübergreifende Fernleihe abgerechnet zum Stichtag 30.6.2006 (GBV erstmalig zum 30.6.2007).
Für diese erstmalige Verrechnung wurden mit den einzelnen Verbünden bilateral folgende Abrechnungszeiträume vereinbart:

  • Mit BVB = 01. 07.2005 – 30.06.2006
  • mit HBZ = 01. 07.2005 – 30.06.2006
  • mit BSZ = 01.10.2005 - 30.06.2006
  • mit KOBV = 01.10.2005 - 30.06.2006
  • (mit GBV = ab 01.07.2006)

Künftig werden alle Verrechnungen jeweils jährlich mit Stichtag 30.6. für den zurückliegenden Verrechnungszeitraum ab 1.7. des Vorjahres durchgeführt. Erster Verrechnungsstichtag auf dieser Basis war der 30.06.2007.

Einstellung der konventionellen Fernleihe

Mit Einführung der flächendeckenden Online-Fernleihe (HeBIS-intern und verbundübergreifend) ist die Verwendung von konventionellen Leihscheinen im Deutschen Leihverkehr nur noch in den Fällen zulässig, in denen Online-Bestellungen nicht möglich sind (§ 6, 1 LVO i.V.m. Anlage 4, B).

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29.08.2016
Neue Kapitel im HeBIS-Handbuch

Im HeBIS-Handbuch stehen Ihnen ab sofort die Kapitel »Monografische Reihen« und »Zusammenstellungen (umfassend)« zur Verfügung.

18.08.2016
RDA-Mitteilungen Nummer 4, August 2016

Die 4. Ausgabe der RDA-Mitteilungen im HeBIS-Verbund steht Ihnen zu Verfügung!

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