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HeBIS-Verbundmitglied: Das Archiv der deutschen Jugendbewegung

08.08.2018

Das Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein in Witzenhausen sammelt und bewahrt Dokumente der deutschen Jugendbewegung sowie von Jugendverbänden und Jugendkulturen seit etwa 1890 bis heute. Zudem fördert es die wissenschaftliche Erforschung dieser Themen und beteiligt sich daran mit Tagungen und Veröffentlichungen. Viele Aufbruch- und Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts sind mit der Jugendbewegung eng verbunden.

Gegründet wurde das Archiv 1922 von einem Zusammenschluss reichsweit vernetzter Jugendbünde auf der Jugendburg Ludwigstein; nach Beschlagnahmung und Verlust in der NS-Zeit wurde es 1946 am gleichen Ort neu begründet und besteht seit 2004 als gemeinsame Einrichtung des Hessischen Staatsarchivs Marburg und der "Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung".

Der Buch- und Zeitschriftenbestand des Archivs ist als Spezialbibliothek für die historische Jugendbewegung und angrenzende Gebiete aus Nachlässen, Ankäufen und per Schriftentausch aufgebaut worden. Mit rd. 30.000 Titeln handelt es sich um eine weltweit einmalige Sammlung, mit vielen seltenen, oftmals aus den Selbstverlagen der Bewegung stammenden Werken.

Das Archiv mit seiner Bibliothek wird vorwiegend von WissenschaftlerInnen, Seminargruppen und für Recherchen im Nutzerauftrag in Anspruch genommen. Insbesondere die seit 1975 gepflegten Buchreihen des Archivs (heute: Jugendbewegung und Jugendkulturen. Jahrbuch sowie Jugendbewegung und Jugendkulturen. Schriften) dokumentieren die intensive Nutzung der Bestände und die Vernetzung der Spezialthemen, u. a. innerhalb der Geschichts-, Kultur- und Erziehungswissenschaften.

Die Aufstellung nach bibliothekseigenen Sachgruppen ("Jugendbewegung" mit 48 Untergruppen sowie u. a. Praxis und Ästhetik, Reformpädagogik, Lebensreform und Alternativbewegungen, Jugendarbeit und -forschung, Tanz-, Lieder- und Jahrbücher) und die Anreicherung der Titel mit lokalen Schlagwörtern nach eigenem Thesaurus lassen viele Optionen für die Literatursuche zu. Eine gedruckte "Bibliographie zur Geschichte der Jugedbewegung" (2009) sowie die bibliografische Jahrbuch-Rubrik "Im Archiv eingegangene Bücher" des zurückliegenden Jahres" (30–50 Titel pro Jahr) geben zusätzliche Anregungen.

Die Bücher werden nach Bestellung im Magazin ausgehoben und im Lesesaal bereitgestellt. Die Anfertigung von Kopien bzw. Scans gegen Gebühr gehört zum Service.

In Kooperation mit HeBIS und der Universitätsbibliothek Kassel wird der Katalog der Buch- und Zeitschriftenbestände im eigenen OPAC seit Mai 2018 präsentiert. So wird der weltweiten Nachfrage nach den Beständen Rechnung getragen und die Erschließung der Akten, Nachlässe und Sammlungen in der Archivdatenbank ARCINSYS ergänzt.

Informationen über den engen Zusammenhang zwischen den Bibliotheks- und Archiv-Beständen, die nun in zwei Datenbanken auffindbar sind,
bilden seit der Onlinestellung den Schwerpunkt in der Auskunfts- und Beratungstätigkeit durch die Mitarbeiterinnen.

Geplant ist ein Erschließungsprojekt zum Spezialgebiet
"Jugendmusikbewegung", das erstmals seit langem wieder die (befristete) Einstellung einer Bibliotheksfachkraft ermöglichen würde.

Text: Dr. Susanne Rappe-Weber
Fotos: AdJb


Weitere Informationen:

Aufzählungszeichen blauer PfeilZur Website 'Archiv der deutschen Jugendbewegung'

Aufzählungszeichen blauer PfeilZum Katalog/OPAC

Aufzählungszeichen blauer PfeilAnsprechpartnerin im Archiv der deutschen Jugendbewegung:
Dr. Susanne Rappe-Weber

 

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